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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

103 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Leiche, Unbekannt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

12.08.2026 um 07:40
Die Medikamente kann der junge Mann auf Reisen erhalten haben, das würde die Herkunft (Serbien, Indien) erklären und den Bezug (Malaria).
Es gibt viele Wege, wie und wann er an diese kam und das muss nicht zwingend derselbe für alle drei Medikamente sein.

Das Paket kann er irgendwo mitgenommen haben oder irgendwie daran gekommen sein (Müll, Mehrfachverwertung, Nachbarschaft) und es als Verpackung für irgendwas genutzt haben, das nach all der Zeit nicht mehr vorhanden ist, oder als Material (Pappe) für irgendwas genutzt haben.


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

12.08.2026 um 09:23
Ich hab noch einmal den MDR-Beitrag gesehen. Nach dem Filmbeitrag kommt der Zeugenaufruf der Moderatorin aus dem Studio.
Sie fragt, wer den Mann im August 2025 gesehen hat.

In der Polizei-PM ist kein Zeitraum benannt.

Wenn der August 2025 vom MDR bewusst als relevanter Zeitraum des Aufsuchens des späteren Fundorts oder des Todes ist, muss es dafür Anhaltspunkte geben, die dann wahrscheinlich aus der rechtsmedizinischen Untersuchung stammen. Dann hat der Leichnam zehn Monate gelegen bis Juni 2026.


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

13.08.2026 um 22:19
Zitat von causa_y_efectocausa_y_efecto schrieb:Den Gedanken hatte ich auch. Aber normalerweise muss man ja trotzdem bei DHL registriert sein und seinen Namen und seine Kunden-Nr. auf der Sendung angeben und dann beim Abholen die DHL-Karte bzw. E-Mail-Benachrichtigung + Ausweis vorzeigen
Ok, da kenn ich mich nicht aus, danke für die Aufklärung!

Trotzdem müsste das Paket doch irgendwo her kommen - ganz egal, obs mit dem Todesfall in Verbindung steht - denn Fakt ist: es müsste von der Abholstelle geholt und in den Wald gebracht worden sein. Gibts eine Alternative?
Alles, was ich mir dazu ausdenken kann, macht keinen Sinn. Hat, wie du schreibst, ein Mitarbeiter das Paket für sich oder einen Bekannten angenommen?
Kann sich daran niemand erinnern? Ist zwar schon mindestens ein Jahr her, aber wenn es bei der Abholung zu einer außergewöhnlichen Situation kam, besteht die Möglichkeit.
Und sonst: ein falscher Aufkleber? finde ich auch nicht so überzeugend ... vielleicht jemand aber noch bessere Ideen!

Und bzgl. des Datums: ich weiß ja nicht, woher Medikamente vom Schwarzmarkt kommen. Haben die Mängel oder müssen nach einer bestimmten Lagerzeit aussortiert werden? Bzw. (das kann ich morgen recherchieren) wäre es interessant, wie lange sie grundsätzlich haltbar sind, also wie weit das MHD in der Zukunft liegt.
Das früheste angegebene MHD bei den gefundenen Tabletten ist der Nov 2026, also wären die ja noch "gut". Vielleicht könnte man aber daran festmachen, wann es produziert wurde, und demnach auch den Versendezeitraum bestimmen? Oder ist das sehr weit hergeholt?

Hoffe, das macht halbwegs Sinn, gute Nacht


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

13.08.2026 um 23:01
Zitat von ProcrastinatorProcrastinator schrieb:Trotzdem müsste das Paket doch irgendwo her kommen - ganz egal, obs mit dem Todesfall in Verbindung steht - denn Fakt ist: es müsste von der Abholstelle geholt und in den Wald gebracht worden sein. Gibts eine Alternative?
Eine Möglichkeit hatte hier schon jemand genannt: Der Aufkleber könnte beschädigt/unvollständig gewesen sein , so dass der Name /DHL-Nr. abgerissen wurden. Dann wäre es eine reguläre Lieferung gewesen, an die sich niemand erinnern würde. Aber anhand der Sendungsnummer (wenn vorhanden) müsste man zumindest den Aufgabeort herausfinden können. Dieser könnte allerdings auch im Ausland liegen.
Wenn es sich tatsächlich um eine Bestellung aus dem Darknet handeln sollte, könnte der Absender natürlich falsch sein. (Keine Ahnung wie sowas üblicherweise gehandhabt wird.) Mehr als den eventuellen Verlust der versendeten Ware würde der Verkäufer ja nicht riskieren.
Zitat von ProcrastinatorProcrastinator schrieb:Das früheste angegebene MHD bei den gefundenen Tabletten ist der Nov 2026, also wären die ja noch "gut". Vielleicht könnte man aber daran festmachen, wann es produziert wurde, und demnach auch den Versendezeitraum bestimmen? Oder ist das sehr weit hergeholt?
Die Haltbarkeit beträgt ja oft mehrere Jahre. Ich denke, das würde nicht weiterhelfen.

Ich finde es ehrlich gesagt sehr seltsam, dass der junge Mann noch nicht identifiziert worden ist. Kleidung und Laptop/Aufkleber sowie Zahnstatus haben doch durchaus Wiedererkennungswert. Vielleicht gab es aber ja auch schon Hinweise, nur die sichere Identifizierung durch DNA ist noch nicht abgeschlossen?


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

30.08.2026 um 14:19
Zunächst: Ich komme aus der Gegend, weshalb ich mich extra hier angemeldet habe, weil ich es wichtig finde, dass der junge Mann identifiziert wird und ein Gesicht bekommt und ich dabei unterstützen möchte.
Wenn er schon so einsam und allein sterben musste, sollte der Fall aufgeklärt werden.
Ich wohne ungefähr 15 Kilometer von dort entfernt und war selbst schon etliche Male sowohl auf dem Baumkronenpfad als auch in der Nähe wandern. Ich arbeite beruflich ebenfalls in der Ecke.
Mich hat der Vorfall schockiert, zumal er seit Wochen durch die Presse geht.

Erst einmal: Der Titel des Fadens ist irreführend, denn der Hainich ist nicht bei Nordhausen. Nur die Dienststelle, die zum Fall ermittelt.
Nordhausen liegt 50 Kilometer von dort entfernt.
Pilzsammler haben die Leiche gefunden. Da ich mit meinem Mann auch ab und an in der Nähe in die Pilze gehe, hat mich das sehr betroffen gemacht.
Der Hainich ist wunderbar zum Wandern und es gibt überall Buchten mit Parkplätzen, um dort zu parken und los zu laufen und dann zügig im Wald zu sein.

Entgegen anderer Fälle hier muss ich allerdings auch sagen, dass hier vieles dafür spricht, dass der junge Mann auf eigener Entscheidung aus dem Leben geschieden ist.
Die Kombination der Medikamente mit Whiskey hätte vermutlich eine Kuh umbringen können. Der wusste, was er tut.
Die Antiübelkeit-Pillen hat er vermutlich vorweg genommen, um das was folgt nicht zu erbrechen.

Was die Medikamente angeht, ist es mit der Fähigkeit des Surfens im Netz auch kein Problem sich diese im Darknet besorgt zu haben. Dazu muss man nicht nach Indien fliegen.
Das Paket erklärt sich wiederrum dadurch, dass dort die Medikamente aufbewahrt waren. Wenn auch die Vorstellung mehr als 300 Kilometer nach Dresden mit dem Karton gefahren ist. Alternativ hat er das Paket an einer Packstation in Langensalza abgeholt. An sich aber auch kein Problem. In Bad Langensalza ist der nächste Bahnhof und dort fahren regelmäßig Busse zum Baumkronenpfad. Man darf nicht vergessen, dass es eine Touristenattaktion ist und er nur 1 Kilometer von dieser entfernt lag. Für mich bedeutet das, dass er bewusst den Bus nahm.

Dass die Tabletten jemand dort abgelegt hat, um es wie ein freies aus dem Leben scheiden aussehen zu lassen halte ich für Quatsch.

Was dagegen sehr seltsam bleibt, ist die dünne Gestalt und der schlechte Zahnstatus, wie auch der Verdacht, dass der junge Mann nicht vermisst wird und hier deutet für mich vieles darauf hin, dass er möglicherweise obdachlos war oder sehr einsam und allein lebte. Ja, es gibt in seltenen Fällen auch obdachlose Studenten, die Couchsurfing betreiben und vorübergehend keine Bleibe haben oder Menschen, die den Kontakt zu den Eltern abbrechen. Man müsste hier wissen, ob die Kronen der Mindestversorgung entsprachen, oder ob er Selbstzahler war und wie hochwertig sie sind. Letzteres würde eher darauf hindeuten, dass die Obdachlosigkeit ausscheidet.
An der Kleidung würde ich dies aber dennoch nicht festmachen, denn auch Obdachlose achten sehr darauf, dass sie gut gekleidet sind.

Für jemanden, der als Student aus dem Ausland stammt, ist meines Erachtens der Aufkleber mit dem Bezug zu Dresden zu deutlich.
Sowas würden Austauschstudenten nicht tun.

Wobei die Aufschrift der Aufkleber schon sehr darauf hindeutet, dass es eventuelle Drogenprobleme gab.

Was ich interessant finde, ist der Bezug zu einer Geoveranstaltung der TU Dresden. Möglich, dass es ursprünglich eine Exkursion war, auch wenn der Kontext dann nicht mehr so wirklich hin haut.

Insgesamt ein sehr spezieller Fall.

Meine Theorie: Da hatte jemand keine Lust mehr, hat sich die nötigen Mittel im Netz besorgt, bei der Packstation abgeholt, ist dann zum Baumkronenpfad mit dem Bus gefahren, ausgestiegen, hat sich noch ein paar schöne Stunden gemacht, besagtes genommen und ist dann dort eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht. Ob es eine Beziehung zur Veranstaltung der TU gab, kann ich nicht einschätzen. Ist aber nicht auszuschließen, dass er zuerst dort war und das quasi als Ort genutzt hat.

Die nötigen Stellen werden sicher noch abklären, welchen Bezug zu Dresden er hatte.

Dass sich jemand vom August 25 noch erinnert, wen er im Bus gesehen hat, glaube ich eher weniger. Der August 25 war, wenn ich mich korrekt erinnere, sehr regnerisch und der Sommer dauerte nicht mehr ewig an.

Was mir an dem Fall ein wenig Bauchschmerzen macht ist, dass es nur der eine Kilometer war und man ja offenbar davon ausgeht, dass er seit August 25 dort liegt.
Mein Mann und ich waren sowohl im September als auch im Oktober in den Pilzen und wir waren nicht die Einzigen. Wenn es nochmal sonnig ist, im Herbst, dann kommen die Leute aus allen Richtungen und daher finde ich den Zeitraum sehr merkwürdig, denn das das über ein Jahr niemand bemerkt hat, kann ich mir nicht vorstellen. Dann lag er doch später dort, was ja auf die Kleidung hindeuten könnte. Vielleicht Ende Oktober, Anfang november


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

30.08.2026 um 14:39
Nachtrag, da zu spät nicht mehr editierbar: Durchaus denkbar, dass er zu einem früheren Zeitpunkt mit der TU dort war und sich daran erinnert hat und daher dachte, dass es ein guter Ort wäre.
Was nicht ausschließt, dass er sich erinnert hat und durchaus dorthin zurückkehrte.

Im Beitrag ist die Rede von: Wahrscheinlich war er schon länger unterwegs und schlief regelmäßig im Freien. Das würden die nicht sagen, wenn es keine klaren Kriterien geben würde.
Man kann übrigens auch im Studium derart abdriften, dass man obdachlos wird und durch Alkohol und Drogen den Halt verliert. Ich würde es nicht sagen, wenn ich nicht einen Fall in der Familie hätte. Der hatte auch studiert und brach das Studium ab und war zeitweise obdachlos. Familie wollte nicht mehr zahlen, da mehrere abgebrochene Studiengänge, nur noch Party und brach dann auch den Kontakt ab. Nein, er ist nicht der Vermisste, aber ja, das gibts.

Trotzdem wird es 24 noch nicht gewesen sein. Dass ein Toter 2 Jahre im Wald liegt und nicht gefunden wird in der Ecke, halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Natürlich extrem traurig, dass wir gesellschaftlich so weit unten angekommen sind, dass Menschen durch Zufall gefunden und nicht mal vermisst werden. Normal ist es ja andersherum so.
Zitat von AnGeAnGe schrieb am 10.08.2026:ch habe geschaut, was es in der Nähe um den Hainich gibt und mir fiel das Ökumenische Hainich Klinikum auf, nach eigenen Angaben das größte Fachkrankenhaus für Nervenheilkunde in Thüringen. Vielleicht gab oder gibt es einen Bezug, wenn es um psychiatrische, psychosomatische, neurologische Themen geht. An Diazepam kann man natürlich auch in gewissen Kreisen so rankommen und es kann auch ohne Klinikkontext regulär verordnet werden oder ausgegeben in der Akutberatung etc.
Ja, das gibt es. Aber durch den Bezug zu Dresden halte ich es für ausgeschlossen, dass er aus Pfafferode aus der Psychiatrie kam und es dort verschrieben wurde. Pfafferode liegt nochmal etwas weiter weg und soweit ich gelesen habe, war das Diazepam auch von der Sorte ein Medikament, dass es so eher nicht in Deutschland gab. Daher ist eher die Darknet Theorie möglich.


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

30.08.2026 um 15:03
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Trotzdem wird es 24 noch nicht gewesen sein. Dass ein Toter 2 Jahre im Wald liegt und nicht gefunden wird in der Ecke, halte ich für extrem unwahrscheinlich.
So unwahrscheinlich ist das nicht. Birgit Ameis lag 5 Jahre im Wald, 30m von einem breiten Weg entfernt, bevor sie von Pilzsammlern gefunden wurde.


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30.08.2026 um 16:58
Zitat von TritonusTritonus schrieb:So unwahrscheinlich ist das nicht. Birgit Ameis lag 5 Jahre im Wald, 30m von einem breiten Weg entfernt, bevor sie von Pilzsammlern gefunden wurde.
In dem Fall ist es schon unwahrscheinlich, weil das normalerweise ein dicht besiedeltes Gebiet ist. Wir reden nicht von einem breiten Weg, sondern einer Touristenattraktion in der Nähe, die extrem gut besucht ist.
Ich glaube beim besten Willen nicht, dass der Mann dort seit August 25 lag. Ich tippe eher auf die späten Herbst- bis frühen Wintermonate. Was auch die Kleidung wahrscheinlicher macht.
Es wimmelt dort im Herbst von Pilzsammlern. Wir sind manchmal so genervt, dass wir mittlerweile weitere Wege in Kauf nehmen, weil einem die Leute die meisten Pilze wegschnappen.
Die Bekleidung passt eher zu Oktober, November. Das würde dann auch erklären, warum die meisten Spaziergänger oder Touristen weg waren. Im späten Herbst und Winter wird der Baumkronenpfad weniger besucht.

Wie gesagt bin ich der Meinung, dass der junge Mann an irgendeiner Stelle seines Lebens in einer Einbahnstraße gelandet ist, aus der er seines Erachtens vielleicht nicht mehr herauskam. Lange unterwegs spricht für mich schon für Obdachlosigkeit und dass alle Zähne so stark in Mitleidenschaft gezogen sind, kann durchaus auf ein Drogenproblem hindeuten. Fremdeinwirkung ist ja bekannterweise ausgeschlossen.

Dramatisch in dem Fall, dass ihn niemand vermisst und seltsam, dass er sich ausgerechnet dieses Waldstück ausgesucht hat, um aus dem Leben zu gehen. Es ist ja nicht so, dass es in Sachsen keine Wälder gibt. Aber vielleicht hatte der Wald eine tieferliegende Bedeutung für ihn oder er erhoffte sich, dass man ihn dort eher nicht gleich identifizieren kann. Warum auch immer.

Psychiatire halte ich für ausgeschlossen. Schlaftabletten bekommt man bei jedem Humanmediziner. Da braucht man nur sagen, man bekommt kein Auge mehr zu. Die hat selbst meine 90 jährige Großtante.

Ich hoffe sehr, dass man ihn irgendwie identifizieren kann, damit diese traurige Geschichte wenigstens einen Abschluss findet.
Es ist in gesellschaftlicher Hinsicht schon schlimm, dass jemand tot aufgefunden und nicht mal vermisst wurde.

Ich denke auch eher, dass die Attraktion eher Mittel zum Zweck war, weil dort eben der Bus hielt. Zu Fuß müsste man ewig laufen und mitten an der Straße entlang gehen.
Schneidezahn fehlt, kann auf Schlägerei oder einen Sturz durch Benommenheit (Drogen? ) hindeuten.
Dass der Laptop nicht mehr auslesbar ist, wird an der Witterung liegen. Es hat im Winter mehrfach hier geschneit. Das überlebt keine Festplatte.
Interessant ist das, was hier einige sagten mit den Aufklebern. Wenn sich die Partei aufgelöst hat, liegt ja nahe, dass er zu den wenigen Mitgliedern eine enge Beziehung hatte.
Vielleicht sollte man die mal befragen? Vielleicht können sie eingrenzen wer es sein könnte.

Problem, was ich bezüglich der Zahnärzte sehe: Wenn der Mann wirklich aus Sachsen kommt (vielleicht hatte er auch Verwandte in der Ecke und das war der Berührungspunkt), sitzt der Zahnarzt sicher auch in Sachsen und nicht in Thüringen.
Ich weiß niht, wie es deutschlandweit ist, aber hier wurde viel Wirbel um den Fall gemacht. Das muss in Sachsen nicht auch so sein.
Wenn der nicht aus Thüringen war, haben sächsische Zahnärzte vielleicht nicht auf dem Schirm, wonach sie suchen sollen und erfahren davon nichts. Man sollte unbedingt stark öffentlichkeitswirksam den Fall zeigen (Aktenzeichen xy?)


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30.08.2026 um 19:05
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Erst einmal: Der Titel des Fadens ist irreführend, denn der Hainich ist nicht bei Nordhausen. Nur die Dienststelle, die zum Fall ermittelt.
Nordhausen liegt 50 Kilometer von dort entfernt.
Sorry, ich kenne mich in der Region nicht aus und habe die geografischen Bezüge nach Lektüre der ersten Meldungen etwas missinterpretiert.

Gut, dass nun auch ein Ortskundiger hier beiträgt. Lese jetzt noch in Ruhe die neuen Posts durch, wollte nur kurz auf diesen Punkt eingehen.


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30.08.2026 um 19:14
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Sorry, ich kenne mich in der Region nicht aus und habe die geografischen Bezüge nach Lektüre der ersten Meldungen etwas missinterpretiert.

Gut, dass nun auch ein Ortskundiger hier beiträgt. Lese jetzt noch in Ruhe die neuen Posts durch, wollte nur kurz auf diesen
Das verstehe ich total, aber ich würde empfehlen es, falls möglich, noch zu ändern, weil es für die, die vielleicht näheres wissen, ohne sich darüber bewusst zu sein, den Eindruck erweckt, der Tote würde in einem Waldstück bei Nordhausen gefunden worden sein, was nicht so ist.

Es ist ja nicht komplett falsch, nur dass eben die Polizeidienststelle in Nordhausen ermittelt und der Fundort um die 50-60 Kilometer entfernt ist.

Der Baumkronenpfad (da wo der Tote in der Nähe von Alterstedt gefunden wurde) liegt bei Bad Langensalza. Von dort sind das ca. 27 Kilometer von Eisenach entfernt.


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30.08.2026 um 19:42
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Alternativ hat er das Paket an einer Packstation in Langensalza abgeholt.
Es ist die Adresse eines DHL-Kiosks aufgedruckt, eine Umleitung an eine Packtstation ist bei einer DHL-Stelle mit täglichen Öffnungszeiten nicht sehr wahrscheinlich.
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Lange unterwegs spricht für mich schon für Obdachlosigkeit und dass alle Zähne so stark in Mitleidenschaft gezogen sind, kann durchaus auf ein Drogenproblem hindeuten.
Die Zähne wurden in Stand gesetzt, was für eine gewisse Alltagsdisziplin, Selbstfürsorge und auch Organisation sowie ggf. finanzielle Mittel spricht.
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Schneidezahn fehlt, kann auf Schlägerei oder einen Sturz durch Benommenheit (Drogen? ) hindeuten.
Kann. Mir z.B. fehlte ein Frontzahn ohne Schlägerei und Drogeninduzierten Sturz.
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:An der Kleidung würde ich dies aber dennoch nicht festmachen, denn auch Obdachlose achten sehr darauf, dass sie gut gekleidet sind.
Das ist recht pauschal und einseitig und trifft gewiss nicht auf alle Obdachlose zu, ich sehe überwiegend welche, die ganz und gar nicht auf ihre Kleidung achten (Großstadt, NRW). Es kann sein, dass der junge Mann (zeitweise, zuletzt) obdachlos war, das würde vielleicht erklären, dass kein Nachbar, Vermieter, Mitbewohner sich wundert über lange Abwesenheit, überquellende Briefkästen und ausbleibende Mietzahlungen. Aber es kann auch sein, dass weiterhin Geld fließt oder er allein im Eigenheim lebte oder oder oder..... es gibt wenig Anhaltspunkte bislang.

Der Titel des Threads ist nicht mehr zu bearbeiten.

Vielleicht greift Aktenzeichen XY diesen Fall auf und erreicht damit überregionale Präsenz.

Dass bisher offenbar niemand den Mann kennt (Angehörige, Nachbarn, behandelnder Arzt, Lehrer/Kollegen, Freunde) oder vermisst ist wirklich seltsam. Auch wenn man aus Gründen sich zurückzieht oder aus dem bisherigen Leben katapultiert wird, hatte man doch zu einer gewissen Zeit immer Kontakte durch den sozialen Rahmen, in dem man agierte und da der Mann noch jung war, liegen diese Zeiten noch nicht so lange zurück. Wenn man mit 50 einsam lebt und keine Familie mehr hat sowie länger keine Freunde mehr, dann kann es eher passieren, dass man a) nicht vermisst wird und b) sich keiner an einen erinnert.

Natürlich weiss man nicht, was derweil ermittelt wird und ob sich Zeugen mit Sichtungen gemeldet haben.


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

30.08.2026 um 20:00
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Es ist die Adresse eines DHL-Kiosks aufgedruckt, eine Umleitung an eine Packtstation ist bei einer DHL-Stelle mit täglichen Öffnungszeiten nicht sehr wahrscheinlich.
Zitat von AnGeAnGe schrieb:
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Alternativ hat er das Paket an einer Packstation in Langensalza abgeholt.
Das ginge. In Bad Langensalza ist eine Packstation. Ich gehe eh davon aus, dass er mit dem Zug kam und dann mit dem Bus fuhr.
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Die Zähne wurden in Stand gesetzt, was für eine gewisse Alltagsdisziplin, Selbstfürsorge und auch Organisation sowie ggf. finanzielle Mittel spricht
Zeitweise. Es kommt darauf an, ob es die Mindestversorgung war oder ob es von der Mindestversorgung abweicht. Bei letzterem könnte man davon ausgehen, dass keine Obdachlosigkeit bestand, was nicht heißt, dass er sich in gutbürgerlichem Milieu nicht auch suizidieren kann, wovon auszugehen ist.
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Das ist recht pauschal und einseitig und trifft gewiss nicht auf alle Obdachlose zu, ich sehe überwiegend welche, die ganz und gar nicht auf ihre Kleidung achten (Großstadt, NRW). Es kann sein, dass der junge Mann (zeitweise, zuletzt) obdachlos war, das würde vielleicht erklären, dass kein Nachbar, Vermieter, Mitbewohner sich wundert über lange Abwesenheit, überquellende Briefkästen und ausbleibende Mietzahlungen. Aber es kann auch sein, dass weiterhin Geld fließt oder er allein im Eigenheim lebte oder oder oder..... es gibt wenig Anhaltspunkte bislang.
Ich habe zwei Jahre nach dem Studium in der Obdachlosenhilfe gearbeitet, ehe ich zurück in die Region kam. Vielen sah man nicht an, wie arm sie waren. Natürlich gibt es auch die andere Seite, aber nur weil man gut gekleidet ist, heißt nicht, dass man eine Wohnung hat. Gerade das sanieren lassen der Zähne und die Klamotten könnten auch dafür sprechen, dass man sehr bemüht war nach außen den Schein zu wahren. Wir erinnern uns an den Bericht der Kripo: Er war öfters unterwegs und es offenbar gewohnt draußen zu übernachten. Ich gehe davon aus, dass man die Bemerkung nicht ohne Grund traf.

Ich würde die Hochschulen in der Umgebung befragen. Ich würde nicht ausschließen, dass er in Kassel oder an der HS in Nordhausen oder Bad-Sooden studiert hat. Er passt ins Bild mit Dresden als Pendelort. Es gibt übrigens auch zeitweise obdachlose Studenten, die übergangsweise keine Wohnung haben und bei Bekannten schlafen. Wobei ich dann wie du an den Punkt komme, dass es nicht nachvollziehbar ist, weil ihn jemand kennen müsste.

Und ja, es ist unwahrscheinlich, aber es geht durchaus. Es gibt solche Einsiedler, die sich abschirmen, vielleicht auch, weil sie psychische Probleme haben.
In meinen Augen und von dem, was ich durch meine Arbeit weiß, hatte er ein Suchtproblem.

Was für mich nicht hin haut ist das Bild eines sportlichen Wanderers, der Andreas Kieling like oft unterwegs ist und die Wälder erkundet, sich dann aber zum Sterben in den Wald legt und eine Überdosis an Malariapillen und Schlaftabletten nimmt und vorher Brechmittel einwirft.
Das ist ein bisschen wie Apfel und Birnen, aber ja. Manchmal passen auch Äpfel zu Birnen.

Ich habe anfangs auch arge Probleme gehabt zu glauben, dass sich diese Familie aus der Schweiz zu dritt vom Harzturm beim Torfhaus stürzte, aber mittlerweile denke ich mir, dass es nichts gibt, was es nicht gibt.

Ich persönlich gehe davon aus, dass er Student war und vermutlich eine Beziehung in die linke Szene hatte, aber nicht im August sondern Ende Oktober dort wandern ging. Das passt vielleicht auch knapp noch zu den Semesterferien.


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30.08.2026 um 20:09
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Der Titel des Threads ist nicht mehr zu bearbeiten.
Nur zur Info: Threadtitel können durch die Verwaltung nachträglich geändert werden, was durchaus häufiger geschieht, wenn es einen guten Grund dafür gibt.


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30.08.2026 um 20:36
Zitat von antheanthe schrieb:Threadtitel können durch die Verwaltung nachträglich geändert werden, was durchaus häufiger geschieht, wenn es einen guten Grund dafür gibt.
Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

@Verwaltung mit der Bitte um Änderung des Threadtitels! DANKE!


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30.08.2026 um 21:17
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

@Verwaltung mit der Bitte um Änderung des Threadtitels! DANKE!
Ich bin sonst nicht so kleinlich, aber ich denke, hier wäre eine Änderung des Threadtitels ganz gut.
Auch wenn ich nicht ganz verstanden habe, warum die Kripo in Nordhausen und nicht die in Mühlhausen ermittelt, da Mühlhausen ja näher dran ist, aber vielleicht gibts da auch Gründe, in die man als Ottonormalverbraucher keine Einsicht hat.

Wie dem auch sei. Mir will der Fall nicht aus dem Kopf gehen, auch wenn ich nicht weiß, was mich mehr bewegt.
Die Tatsache, dass den Mann so lange keiner vermisst oder die Tatsache, dass ihn ewig niemand gefunden hat. Oder beides.

Bezüglich Obdachlosigkeit kann man meines Erachtens schwer Aussagen treffen.

Ich finde einen Suizid unter den Umständen zwar schon plausibel, aber zeitgleich auch befremdlich. Das Setting passt für mich nicht zu der ganzen Walddynamik.
Wenn der einfach eingeschlafen wäre und man die Tabletten nicht vor Ort gefunden hätte, würde sich eine völlig andere Dynamik ergeben, wie Herzschlag, Fremdeinwirkug etc.
Aber ein Suizid neben all den Sachen und mit Wanderutensilien, wirkt von Anfang an sehr schräg auf mich.

Und gleichzeitig finde ich es auch schwer vorstellbar, dass jemand, der dem linken oder alternativen Spektrum angehört so gar keine Sozialkontakte hatte und so gar nicht irgendwo zugehörig war.
Im Juli fuhr ich mit dem Zug über die besagte Gegend nach Jena (über Bad Langensalza, Gotha etc.). Im Zug saßen junge Erwachsene, die zu einer bevorstehenden Demo aufbrachen und unterhielten sich lautstark. Zwei hatten aktuell keine Bleibe und schliefen bei Freunden und sie debattierten gut hörbar, wie sie in die Szene gekommen waren, wie sie den Hambacher Forst besetzten, Sitzblockaden machten etc. Mal abgesehen davon, dass einige andere Bahnfahrer und ich die Arbeitsmotivation sehr fragwürdig fanden und zwei davon sicher auch etwas eingeworfen hatten, einte sie eine Tatsache: Sie waren extrem sozial und sehr eng beieinander.
Und das passt mir hier zu diesem Mann überhaupt nicht ins Bild. Obwohl der mich von allem, was man weiß, sehr an die alternative Szene erinnert.
Auch vom Kleidungsstil.


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30.08.2026 um 21:17
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:mit der Bitte um Änderung des Threadtitels! DANKE!
Erledigt :Y:
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Mir z.B. fehlte ein Frontzahn ohne Schlägerei und Drogeninduzierten Sturz.
Zähne können auch einfach nicht angelegt sein. Ein kleiner Gendefekt, der recht häufig vorkommt. Mir fehlen zum Beispiel die seitlichen Schneidezähne und ich habe deswegen ein Implantat seit meiner Jugend.


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30.08.2026 um 21:22
Zitat von pony2.4pony2.4 schrieb:Zähne können auch einfach nicht angelegt sein. Ein kleiner Gendefekt, der recht häufig vorkommt. Mir fehlen zum Beispiel die seitlichen Schneidezähne und ich habe deswegen ein Implantat seit meiner Jugend
Ja, bei einem Zahn, aber du hast sicher nicht alle Zähne überkront.
Mit Anfang 20 muss man dann entweder nie eine Zahnbürse benutzt haben, oder man hat Krankheitsbilder, die den Prozess des Zahnverschleiß beschleunigen. Die Polizei sprach von einem auffälligen Bild der Zahnsanierung.
Neben Magersucht käme dafür auch eine Abhängigkeit in Frage, was ich in Anbetracht des Kiffen Aufklebers und des geringen Gewichts nicht abwegig finde.
Für mich ist das Gesamtbild mit dem Whiskey, dem Aufkleber, dem gewissen Kleidungsstil und dem Zahnstatus und der Aussage, dass er oft draußen schlief ausschlaggebend. Ich will jetzt nicht sagen, dass alle autonomen Menschen Drogen nehmen, aber mich erinnert das hier sehr an die damalige Zeit meiner Anerkennungsphase beim Studium.

Ich habe damals mein Anerkennungspraktikum in der Suchthilfe in einem Therapiehof gemacht, bevor meine erste Arbeit in der Obdachlosenhilfe war.
Wir hatten diese Zahnschäden bei Crystal Meth relativ oft und das schon im sehr jungen Alter.
Ich hab Jungs mit 19 gesehen, die fast zahnlos waren.


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30.08.2026 um 22:00
Ich finde es extrem schwierig, sich hier etwas vorzustellen.

Zu all Euren Meinungen, wieso weshalb warum, fällt mir auch eine andere Geschichte ein. Beispiel Zähne: wir waren diesen Sommer Wasserski fahren und vor uns in der Anlage ist einer aufgrund eines Fahrfehlers auf Beton gelandet und hat sich Sue kompletten vorderen Zähne von Unter- und Oberkiefer rausgeschlagen.

Ich wüsste auch gerne, wieso die Polizei davon ausgeht, dass er öfters unterwegs war und draußen geschlafen hat. Für mich lässt das jedenfalls nicht auf Obdachlosigkeit schließen. Auch hier kenne ich einige jünger Menschen, die zu Touren aufbrechen und dann auch im Wald schlafen. Das scheint gerade beliebt zu sein, aber obdachlos sind sie nicht.


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30.08.2026 um 23:20
Zitat von ichhierichhier schrieb:Zu all Euren Meinungen, wieso weshalb warum, fällt mir auch eine andere Geschichte ein. Beispiel Zähne: wir waren diesen Sommer Wasserski fahren und vor uns in der Anlage ist einer aufgrund eines Fahrfehlers auf Beton gelandet und hat sich Sue kompletten vorderen Zähne von Unter- und Oberkiefer rausgeschlagen.
Wie ich bereits sagte, ist es das Gesamtbild mit der Flasche, den Zähnen, dem wenigen Gewicht etc.
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich wüsste auch gerne, wieso die Polizei davon ausgeht, dass er öfters unterwegs war und draußen geschlafen hat. Für mich lässt das jedenfalls nicht auf Obdachlosigkeit schließen. Auch hier kenne ich einige jünger Menschen, die zu Touren aufbrechen und dann auch im Wald schlafen. Das scheint gerade beliebt zu sein, aber obdachlos sind sie nicht.
Wenn die Polizei das äußert oder die Pressesprecherin, kann man davon ausgehen, dass sie ein Indiz dafür haben.

Variante 1: Man kann es anhand der Körperstatur oder des Knochenbaus auf eine gewisse Art überprüfen.

Variante 2: Es gibt noch Beweise, die ggf. nicht veröffentlicht wurden (Wanderkarte, Harzer Wandernadel oder was auch immer)

Variante 3: Es gibt Gerüchte, dass er schon einmal gesehen wurde. Jemand erkannte ihn wieder und um die Bevölkerung an Infos nicht zu beeinflussen wurde das nicht benannt.

Obdachlosigkeit macht insofern Sinn, da kein Schlüssel, keine Ausweisdokumente, niemanden, der ihn vermisst, schlechter Zahnstatus.

Ich weiß nicht, wie du wandern gehst, aber wir haben immer unsere Schlüssel dabei und mein Mann sein Portemonnaie, ich meinen kleinen Rucksack oder die Umhängetasche und die Autoschlüssel.
Ich hätte es verstanden, wenn er seinen Wagen irgendwo geparkt hätte, aber der hatte ja scheinbar nur das Nötigste dabei und nirgendwo ein geparktes Auto.
Entweder wollte er, dass man ihn nicht identifiziert oder er hatte keine Ausweisdokumente. Ansonsten stellt sich ja die Frage, wo die noch liegen.
Ein Mann, den offenbar niemand vermisst und der keine Ausweisdokumente mit sich führt, das spricht schon sehr für fehlenden Wohnsitz.

Ich finde es unendlich traurig, dass es offenbar möglich ist, dass jemand so sehr durchs Raster fällt, dass er von niemandem vermisst wird, nahezu von der Bildfläche verschwindet und niemand stört sich daran.
Ich finde das gruselig und gleichzeitig ist das der Punkt, der für mich überhaupt keinen Sinn ergibt.
Ich meine, der Mann ist jetzt kein Witwer von 80, der anonym im 20. Stock der Hochhaussiedlung lebt und wo man erst den Leichengeruch aus der Wohnung bemerkt, sondern ein 20 Jähriger, der mitten im Leben stehen müsste.
Der normal Freunde, Ausbilder, Arbeitgeber oder Freundin oder Dozenten an einer Uni hat .
Und der Zahnstatus deutet ja darauf hin, dass er mal krankenversichert war. Irgendwem in der ganzen Kette müsste ja mal auffallen, dass da was nicht stimmt. Es ist mit 20 nahezu unmöglich sich zu Hause einzusperren, ohne übertrieben gesagt zu verhungern, sodass man nie einer Institution begegnet.
Er ist jetzt auch nicht der Wolfsjunge von Avignon, der im Wald aufgewachsen ist.
Wenn die Aufkleber nicht wären könnte man sagen, gut ist ein ausländischer Student, der sich verlaufen hat und an Malaria litt.
Aber da sind so viele Bezüge zu Dresden und Hinweise, dass er aus Deutschland kommt. Die Kippenschachteln, die Aufkleber, die Postverpackung etc.
Aber ein Mitteleuropäer, im Wald, der fernab der Zivilisation lebt?
Im Wald zelten hin oder her. Das wäre ziemlich paradox.

Wenn der wirklich durchs Raster gefallen ist, hat wohl ein gesamtes gesellschaftliches System versagt.


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Skelettfund im Nationalpark Hainich, Bad Langensalza

31.08.2026 um 11:28
Zitat von HarzloverHarzlover schrieb:Das ginge. In Bad Langensalza ist eine Packstation. Ich gehe eh davon aus, dass er mit dem Zug kam und dann mit dem Bus fuhr.
Eine Paketsendung mit dieser Adresse
"Lotto-Tabak-Presse Hofeditz

Deutsche Postfiliale 509

Großenhainer Straße 163

01129 Dresden Pieschen-Nord"
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/126723/6320771

wird nicht in einer Packstation in Bad Langensalza ankommen.


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