Oberleutnant schrieb:jedoch frage ich mich, was einen BRD- (Verwaltungs-) Juristen und Ex-Geheimdienstchef für den Posten eines Aufsichtsratsmitglieds einer lettischen Bank qualifiziert? Von BWL und der Leitung einer Bank dürfte er nicht übermäßig viel Ahnung gehabt haben, was bleibt also außer ein vermeintlich gutdotierter Versorgungsposten als "Dankeschön" - für was eigentlich?
Aus allgemeiner Perspektive ist das Phänomen als Allgemeinwissen bekannt
(wichtig dazu: auch der ehemalige Nato-Chef und Ex-Regierungschef von Dänemark, Anders Fogh Rasmussen war bei der PNB Bank zusammen mit Hanning Aufsichtsrat)
SpoilerDie Frage, warum Politiker oder prominente Persönlichkeiten in Aufsichtsräten sitzen, obwohl sie oft keinen fachlichen Hintergrund in der jeweiligen Branche haben, ist ein klassisches und oft kritisiertes Thema an der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik.
Dahinter stecken meist weniger operative Fachkenntnisse, sondern vielmehr strategische Kalküle der Unternehmen. Die wichtigsten Gründe lassen sich in folgende Punkte unterteilen:
1. Warum Unternehmen Politiker und Prominente in den Aufsichtsrat holen
* Politisches Netzwerk und Lobbying („Vitamin B“): Unternehmen agieren in einem starken regulatorischen Umfeld (Gesetze, EU-Vorgaben, Subventionen, Kartellrecht). Ehemalige Politiker kennen die Schaltstellen der Macht, wissen, wie politische Prozesse funktionieren, und haben einen direkten Draht zu Entscheidungsträgern in Ministerien und Parlamenten.
* Strategischer Weitblick statt Fachwissen: Rechtlich gesehen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand und berät bei Grundsatzentscheidungen – er betreibt kein operatives Tagesgeschäft. Dafür gibt es Experten und Fachabteilungen. Unternehmen suchen daher oft Generalisten, die Krisenerfahrung mitbringen, Krisenkommunikation beherrschen und globale geopolitische Entwicklungen einschätzen können.
* Reputation und Signalwirkung: Ein bekannter Name oder eine angesehene Persönlichkeit kann dem Unternehmen Glaubwürdigkeit, Prestige und Vertrauen bei Investoren, Kunden oder der Öffentlichkeit verschaffen.
2. Die Kehrseite und berechtigte Kritik
Die Praxis stößt in der Öffentlichkeit und bei Governance-Experten regelmäßig auf scharfe Kritik:
* Die „Drehtür“-Debatte (Conflicts of Interest): Besonders kritisch wird es, wenn Politiker direkt aus Regierungsämtern oder Ministerien in die Wirtschaft wechseln (oder umgekehrt). Es steht schnell der Verdacht im Raum, dass hier politische Entscheidungen aus der Vergangenheit „belohnt“ oder künftige Pfründe gesichert werden sollen.
* Mangelnde Kontrollfunktion: Ein Aufsichtsrat, der von der Materie (z. B. komplexen Finanzprodukten, Software-Architektur oder Biotechnologie) grundlegend keine Ahnung hat, läuft Gefahr, zum „zahnlosen Tiger“ zu werden. Wenn man die Berichte des Vorstands mangels Fachwissen nicht kritisch hinterfragen kann, wird das Kontrollorgan im schlimmsten Fall zu einem reinen Abnick-Gremium.
Fazit
Unternehmen bezahlen prominente Aufsichtsräte selten für ihr technisches Fachwissen, sondern für ihren Einfluss, ihr Netzwerk und ihre strategische Erfahrung im Umgang mit Macht und Öffentlichkeit. Ob das im Sinne einer transparenten und unabhängigen Unternehmensführung (Corporate Governance) ist, bleibt gesellschaftlich und politisch hochumstritten – weshalb es immer wieder Forderungen nach strengeren Karenzzeiten und Qualifikationsanforderungen gibt.
KI: Gemini
Prompt: "Warum sind so viele Politiker oder bekannte Menschen in Aufsichtsräten, obwohl sie von der Materie keine Ahnung haben?"
Ein finanzielles Interesse wird auch aus meiner Sicht eine große Rolle für Hannkng gespielt haben.
Aber man kann sich als Privatier ja seine Engagements selbst aussuchen und das wird sicher nicht nur nach dem Meistbietenden entschieden.
Die eine Frage ist also, was die Motivation von Hanning war, gerade dort aktiv zu werden.
Dazu habe ich mich bereits geäußert.
Die andere Frage ist, ob diese Tätigkeit überhaupt irgendetwas etwas mit den von der Staatsanwaltschaft vorgeworfenen Taten zu tun hat.
Dafür gibt es keine - null! - Anhaltspunkte.
Das Problem ist, dass nach dem "Hammer" und der offiziellen Mitteilung des GBA
https://www.generalbundesanwalt.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/Pressemitteilung-vom-06-10-2026.htmlbisher nichts wirklich Belastbares bekannt wurde.
Nur Mutmaßungen, Geraune, vor allem aber: Längst öffentlich Bekanntes.
Und gerade diese öffentlich und international bekannten Tatsachen sollen nun ausgerechnet ein Hinweis sein auf geheime und verbotene Tätigkeiten von Hanning?!
Ich finde das einfach zu billigen Klickbait diverser Medien.
Gräbt man sich tiefer in die Tätigkeit des BND und anderer Geheimdienste auf der Welt, sollte völlig klar sein, dass Ex-Geheimdienstler - jedenfalls auf der Ebene eines Ex-BND-Chefs (!) - internationel und national genau beäugt werden, und genau darum ja auch - mehr oder weniger, je nach persönlichem Engagement - benutzt werden, ganz offiziell.
Das wissen alle, auch Hanning selbst, auch der BND.
Genau darum vermute ich, dass die Informationsbeschaffung (samt offizieller Genehmigung einer Nebentätigkeit für Manfred Dankesreiter für Hanning) vom BND aus eigennützigen Gründen geduldet wurde.
So wie früher die Tätigkeit und Finanzierung von Mauss durch die "BRD" (Ossi-Dialekt
;) ) bewusst geduldet wurde - ganz sicher ebenfalls nicht ohne regelmäßige vertrauliche Informationen an ihn, die seine Erfolge überhaupt erst möglich machten.