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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

114 Beiträge, Schlüsselwörter: 2012, Wohnung, Sack, Kopfschuss, Verschnürt, Elbe Mord Lebenswandel

Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 00:10
Das Rätsel um den Toten in der Elbe

Ende Juni fand ein Angler den Leichnam eines Mannes in einem verschnürten Sack in der Elbe. Doch trotz geklärter Identität stocken die Mordermittlungen, sodass die Polizei jetzt Details bekannt gibt.

Er wurde mit einem Kopfschuss getötet, in einem Sack verschnürt und in die Elbe geworfen. Er lebte in einer völlig leeren Wohnung an der Radickestraße in Wilstorf. Der Tod des 43 Jahre alten Ulrich Sattler entwickelt sich zu einem der geheimnisvollsten Fälle der Hamburger Mordkommission.

Denn auch Wochen nach der Identifizierung des Mannes gelang es der Polizei trotz "intensivster Ermittlungen" bisher nicht, auch nur einen einzigen näheren Bekannten oder Freund des Mannes zu ermitteln. Selbst zu Angehörigen hatte Ulrich Sattler keinen Kontakt.

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article108511299/Das-Raetsel-um-den-Toten-in-der-Elbe.html


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 11:39
Der Leichnam hatte einen Kopfdurchschuss, war eingewickelt in einer Segeltuchplane, mit Steinen beschwert und im Wasser versenkt: Auch sechs Wochen, nachdem der Tote in der Elbe entdeckt wurde, sind die Ermittler ratlos, wie und warum Ulrich Sattler (✝43) sterben musste. Der Fall wird täglich mysteriöser.

Keine Vermisstenanzeige. Keine besorgten Angehörigen. Wer der Tote aus der Elbe ist, erfahren die Ermittler der Mordkommission nach dem Leichenfund am 28. Juni nur, weil Sattlers Fingerabdrücke im Polizeicomputer eingespeist sind. Der 43-Jährige hatte vor Jahren eine Anzeige wegen Beleidigung kassiert.

Doch der Name des Mannes bringt die Ermittler nicht weiter. Nachbarn, Angehörige, sie können nicht helfen. Der Arbeitslose, der 2008 aus Berlin nach Hamburg gezogen ist, scheint zu niemandem Kontakt gehabt zu haben.
Auch die Durchsuchung seiner Einzimmerwohnung an der Radickestraße (Wilstorf) wirft nur noch mehr Fragen auf. „In der Wohnung war kein persönlicher Gegenstand“, sagt Polizeisprecher Andreas Schöpflin, „sie war nicht einmal möbiliert.“ Dafür aber frisch renoviert.

Wollte ein Mörder Spuren verwischen? Hat Sattler selber alles verschwinden lassen? Selbst einen Suizid schließt die Polizei nicht mehr aus. Auch wenn es unglaublich klingt: Ulrich Sattler könnte sich am Uferrand erschossen haben und wegen der Steine in seiner Umhängetasche in die Elbe gefallen sein.

Die einzige Spur in dem Fall führt in ein Harburger Internetcafé. Dorthin soll der 43-Jährige häufiger mit dem Bus gefahren sein. Die Polizei sucht nun Zeugen oder Bekannte, die helfen können, das Umfeld von Ulrich Sattler zu beleuchten: Tel. 428 65 67 89.
http://www.mopo.de/polizei/seine-leiche-lag-in-der-elbe-der-mysterioese-mord-an-ulrich-sattler,7730198,16830244.html


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SeelenStein
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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 12:49
atencion schrieb:Der Leichnam hatte einen Kopfdurchschuss, war eingewickelt in einer Segeltuchplane, mit Steinen beschwert und im Wasser versenkt
atencion schrieb:Selbst einen Suizid schließt die Polizei nicht mehr aus. Auch wenn es unglaublich klingt: Ulrich Sattler könnte sich am Uferrand erschossen haben und wegen der Steine in seiner Umhängetasche in die Elbe gefallen sein.
Aha.. und dann hat er sich in die Segeltuchplane eingewickelt und sich nachdem Kopfschuss ertränkt (?)

Zur Wohnung: Könnte doch sein, daß der Täter alles verschwinden lies.. vielleicht waren überall Fingerabdrücke und somit unmöglich alle abzuwischen.. und wenn man dann noch weiß, daß das Opfer sonst keine Kontakte hatte.. dann war es sicher ein leichtes alles verschwinden zu lassen.

Denke, der Täter kannte sein Opfer sehr gut..


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PaulVitti
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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 13:16
@SeelenStein
SeelenStein schrieb:Aha.. und dann hat er sich in die Segeltuchplane eingewickelt und sich nachdem Kopfschuss ertränkt (?)
....und den Winkel seines Schusses auch noch so gewählt, dass am Ufer nirgendwo Tatortspuren zu finden sein werden und die Berechnung seines Hinfalles akribisch durchdacht?
Und seine Wohnung hat er vorher mit geruchsfreier Farbe renoviert?

Ich gebe Dir @SeelenStein vollkommen recht, da sind etwas arg viele Merkwürdigkeiten für die These eines Selbstmordes.
Ich denke, die Möbel (sollte er wirklich da gewohnt haben und diese Adresse nicht als Alibi für vielleicht dubiose Geschäfte angemietet haben) könnten ein möglicher Weg zur Aufklärung werden. Wenn die Nachbarn schon nichts von einer Renovation mitbekommen haben sollten, so, was zu hoffen ist, doch zumindest von einem Abtransport von Möbel.


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 13:32
Einen Suizid halte ich auch für sehr unwahrscheinlich.

Die Problematik in diesem Fall liegt wohl an der Tatsache, dass Ulrich Sattler keinen Kontakt zu Angehörigen etc. hatte. Somit weiß auch niemand, wen er alles so kennengelernt bzw. mit wem er Kontakt hatte oder mit wem er verkehrte. Höchstwahrscheinlich befindet sich der Täter im näheren privaten Umfeld. Vll. sogar im kriminellem Milieu. Womit ich nicht sagen will, dass jeder Arbeitssuchender gleich kriminell ist ;) Bei dem Modus Operandi der Tat finde ich das aber irgendwie nahe liegend. Wirkt professionell.

Und dass die Nachbarn von einem Möbeltransport nichts mitbekommen haben halte ich auch für unwahrscheinlich. Ich kann nur sagen, wie es hier auf dem Land ist:"Irgendeiner siehts immer". Und beim Möbelabtransport einer kompletten Wohnung wird wohl irgendwer was mitbekommen haben.


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 13:48
Irgendwie kommt mir spontan in den Kopf, dass er vieleicht Opfer von Gangstalking geworden ist, obwohl ich bis jetzt immer dachte, dass die "Opfer" sich das alles nur einbilden...

Diskussion: Gangstalking - Insiderinfos?


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 14:56
Hallo, hier mal ein kurzer Einwurf von mir.

Persönlich glaube ich nicht, dass in nächster Zukunft keine näheren Bekannten ausfindig gemacht werden können, wenn nicht schon längst geschehen. Immerhin ist die Polizei Hamburg im Besitz eines/mehrerer Foto(s) von US.

Das Bild aus dem Link zu welt.de aus dem Beitrag von @venceremos sieht mir nicht nach einem Selbstporträt aus. Eher so, als wurde es von jemand anderem geschossen und von jemandem zur Verfügung gestellt.

Die weiteren Bilder aus diesen Artikeln:
1. http://alturl.com/qw2uo (führt zur Radio Hamburg-Seite)
2. http://alturl.com/aqm2t (führt zur NDR-Seite)

sehen mir aus wie der Selbstauslöser einer Webcam. Solche, die man wohl an Chatpartner verschickt, wenn man keine besseren zur Hand hat?

Mir scheint, man hat sie aus seinem E-Mail-Postfach.
Dort wird es sicherlich Kontakte geben, die derzeit überprüft werden.


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RVlerin
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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

08.08.2012 um 14:57
Es könnte auch sein, das er sich aus Selbstschutz Gründen eine Wohnung gemietet hat
Wie hier schon geschrieben wurde,Alibiwohnung,
um eine Meldeadresse zu haben.

Dann aber doch gefunden wurde.
Er muss nicht unbedingt ein Krimineller gewesen sein, Zeuge bei irgendwas reicht schon.




RV


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 02:47
Was ich auch seltsam finde, ist, dass er Arbeitskleidung getragen haben soll und sogar Arbeitshandschuhe, obwohl er ja keinen Job hatte.
(zum Selbstmord: klar.. wer erschiesst sich mit Arbeitshandschuhen? ^^)
Der Tote trug Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, eine dunkle Hose, eine dunkle Jacke mit Kapuze und Arbeitshandschuhe. Außerdem hatte er ein auffälliges Tattoo.
http://www.bild.de/regional/hamburg/mord/mysterioese-leiche-aus-der-elbe-25537880.bild.html


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 03:06
Hier nochmal ein etwas aufuehrlicherer Bericht von SPON:
Keine Arbeit, keine Möbel, keine Freunde: Ulrich Sattler lebte extrem zurückgezogen in Hamburg. Ein Angler zog seine Leiche Ende Juni aus der Elbe, der 43-Jährige war durch einen Kopfschuss gestorben. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Hamburg - Die letzte Spur verliert sich am 15. Juni, da wurde mit dem Handy von Ulrich Sattler zum letzten Mal telefoniert. Knapp zwei Wochen später fischte ein Angler die Leiche des 43-jährigen Hamburgers aus der Elbe. Es war das Ende eines Lebens, von dem man fast den Eindruck haben könnte, es sei nie gelebt worden.

Trotz intensiver Ermittlungen weiß die Mordkommission kaum etwas über den Mann und seinen Alltag - und das macht den Fall so ungewöhnlich. Bisher habe sich kein einziger Freund oder enger Bekannter des Toten auftreiben lassen. "Wir kommen nicht weiter", sagt Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Sattler gibt so viele Rätsel auf, dass die sonst eher nüchternen Beamten von einem "geheimnisvollen Lebenswandel" sprechen.
Gegen 8.30 Uhr an einem Donnerstagmorgen holte ein Angler die Leiche bei Moorfleet im Südosten Hamburgs ans Elbufer - sie steckte in einer mit Kabelbindern verschnürten Segeltuchplane. Sattler war durch einen Kopfschuss gestorben, ein bis zwei Wochen könnte er in der Elbe gelegen haben. Der Tote trug Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, eine dunkle Kapuzenjacke und Handschuhe. Außerdem hatte Sattler eine Umhängetasche geschultert, in der sich mehrere Steine befanden - offenbar sollte das zusätzliche Gewicht die Leiche untergehen lassen.

Ansonsten bot der Fundort den Ermittlern wenig Anhaltspunkte. Ins Wasser wurde der Sack wahrscheinlich an ganz anderer Stelle geworfen, persönliche Gegenstände gab es nicht. Die Identität des Opfers blieb daher zunächst unbekannt. Die Polizei wandte sich Anfang Juli mit ersten Details an die Öffentlichkeit: Der Tote rauchte vermutlich selbstgedrehte Zigaretten, trug ein auffälliges Ketten-Tattoo auf der Schulter, war am rechten Oberschenkel und an der rechten Seite des Schädels operiert worden. Doch schon damals blieben entscheidende Hinweise aus.

PC und Karton mit persönlichen Gegenständen im Keller

Die Identifizierung gelang auf anderem Wege: Rechtsmediziner konnten die Fingerabdrücke des Toten sichern. Ein Abgleich mit der Datenbank des Bundeskriminalamts ergab einen Treffer. 2003 war Sattler wegen Körperverletzung in Berlin registriert worden. Doch die Identifizierung warf mehr Fragen auf, als sie beantwortete.

Die Beamten fuhren zur Wohnung des Toten. Sie war verschlossen, es gab keine Spuren eines Einbruchs. In dem frisch renovierten Ein-Zimmer-Apartment fanden die Polizisten: nichts. Kein Bett, kein Schrank, keinen Teppich, keine Kleidung. Eine Einbau-Küche vom Vermieter. Hat der Mörder die Wohnung gesäubert? Hat Sattler alle Spuren selbst verwischt? Die Polizei kann nicht ausschließen, dass das Zimmer vor kurzem noch leergeräumt wurde.

Im Keller fanden die Polizisten einen PC und einen Karton mit persönlichen Gegenständen Sattlers. Alles sei fein säuberlich geordnet gewesen. Hinweise auf den Hintergrund des mutmaßlichen Mordes lieferten auch diese Funde nicht.

Zu den Nachbarn hatte Sattler laut Polizei kaum Kontakt. Scheu, zurückhaltend, extrem zurückgezogen - so müsse das Opfer laut Polizeisprecher Schöpflin gelebt haben. Sattler hat zwar einen Bruder und eine Schwester in Hamburg, doch auch die hatten eigenen Angaben zufolge keinen Kontakt zu ihm und konnten der Mordkommission nicht weiter helfen. Sattler habe mindestens zwei Jahrzehnte ohne Kontakt zur Familie in Berlin gelebt, gaben die Geschwister zu Protokoll.


2008 kam er aus der Hauptstadt zurück nach Hamburg. Er hatte keine Ausbildung, keine Arbeit, lebte von Hartz IV und vereinzelten Ein-Euro-Jobs. Er sei ordnungsgemäß gemeldet gewesen, so die Polizei. Wie er seine Tage verbrachte, wissen die Beamten nicht. Nur so viel: Er besuchte offenbar öfter ein Internetcafé und benutzte zur Anfahrt den Bus. Ein Auto hatte er nicht. Doch auch die Mitarbeiter des Internetcafés konnten zur Aufklärung nichts beisteuern.
Die Polizei hat sich daher erneut an die Öffentlichkeit gewandt und Fotos von Sattler veröffentlicht: Zu sehen ist ein schlanker Mann, fast sehnig, blaue Augen, dünnes Haar. Die Aufnahmen stammen aus der jüngeren Vergangenheit. Woher sie kommen, soll aus ermittlungstaktischen Gründen geheim bleiben.

Derzeit arbeiten sechs Beamte der Mordkommission an dem Fall. Die Indizien vom Fundort deuten auf ein Verbrechen hin. Doch auch einen Suizid können die Ermittler - trotz der in die Plane gewickelten Leiche - nicht völlig ausschließen. Eine Waffe wurde nie gefunden.

Hinweise zum Fall nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt Hamburg unter 040 4286 56789 entgegen.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/tot-in-der-elbe-hamburger-polizei-raetselt-ueber-tod-von-ulrich-sattler-a-848895.h...


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 10:26
Wir dürfen nicht vergessen, dass er arm war.

Vielleicht kauft man sich mit einem sehr beschränkten monatlichen Budget nur einmal festes Schuhwerk, das auch die Ausübung eines 1-Euro-Jobs durchhält. Dunkle Hose und Kapuzenjacke lassen für mich noch nicht auf reine Arbeitskleidung schließen. Die Handschuhe sprechen allerdings dafür.

***** Dinge, die für mich auf einen Suizid schließen lassen KÖNNTEN:

- Keine Arbeit, keine Möbel, keine Freunde, keine Ausbildung:
Das ist ziemlich perspektivlos und traurig. Mich würde nicht wundern, wenn man in so einer Situation in Depressionen und Selbstmordgedanken verfällt.

- Die Steine in der Umhängetasche:
Weshalb sollte ein Mörder Steine zum Beschweren in eine Umhängetasche des Opfers stopfen? Falls die Selbstmordtheorie stimmt, wäre das Gewicht der Steine sowieso nicht geeignet gewesen, den Körper untergehen zu lassen, weil er das Gewicht in lebendem Zustand problemlos getragen hat. Um etwas zu beschweren, müsste es aber doch schwerer sein als der gesamte Körper. Ein Mörder hätte das sicher anders gelöst. Oder irre ich mich da? In meinen Augen befüllt man seine eigene Tasche eher, wenn man selbst vorhat, sich etwas anzutun.

- Die renovierte Wohnung und der penibel aufgeräumte Keller:
Jemand, dem das Leben bedeutungslos erscheint, vielleicht niemandem zur Last fallen möchte, seinen Suizid plant und dann ausführt wird bestimmt lange darüber nachgedacht und alles "vorbereitet" haben. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Selbstmörder "aufräumt", "Ordnung macht", bevor er "geht". :-(

***** Was für mich auf ein Verbrechen hindeuten KÖNNTE:

- Die Arbeitshandschuhe:
Ich bin der gleichen Ansicht wie @atencion

- Der Kopfschuss:
Es gibt nur zwei Möglichkeit, sich selbst in den Kopf zu schießen. Durch den Mund oder seitlich in die Schläfe. (Wobei ich ersteres nicht als Kopfschuss bezeichnen würde).
Naja, wenn ich die Berichte so lese, denke ich laut Formulierung bei dem Wort immer an einen frontal aufgesetzten Schuss... Wissen weiß ich das aber nicht.

- Die fehlende Waffe:
Ich stelle mir gerade vor, dass man ziemliche Entschlusskraft braucht, um einen Schuss auf sich selbst auszulösen. Dementsprechend kann ich mir vorstellen, dass man fest zupackt und die Waffe nicht so leicht aus der Hand fällt, um verloren zu gehen. Eher würde sie doch in der verkrampften Hand verbleiben?

- Wohnung und Keller:
Seltsam, seltsam,... Als ob jemand alles vernichten wollte, was an den Herrn erinnert. :-(
Das erinnert mich ein bisschen an diesen Film, ich komme gerade nicht auf den Titel.

- Die Steine in der Tasche:
Einen Leichnam zu beschweren deutet darauf hin, etwas zu vertuschen.

- Plane und Kabelbinder:
Sich selbst einwickeln und mit Kabelbindern verknebeln - wie soll das gehen?


Für mich stellt sich außerdem noch die Frage, ob er in letzter Zeit beim Arzt war. Er wurde immerhin an der rechten Seite des Schädels operiert. Vielleicht hat er "schlechte Nachrichten" erhalten.

Oder aber, wenn ich so darüber nachdenke, könnte jemand "Sterbehilfe" geleistet haben? Ich meine damit: kein Mord, sondern auf "Wunsch"?

Traurig ist die Geschichte! Dass jemand so ganz ohne feste Kontakte und Familie lebt...


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 10:56
Also, an einen Selbstmord glaube ich nicht. Ein Selbstmörder, der in voller Arbeitsmontur incl. Arbeitshandschuhen sich erschießt (feinmotorisch halte ich das mit groben Arbeitshandschuhen gar nicht für möglich, überhaupt einen Abzug zu betätigen) und dann zufällig in seine Tasche fällt, in der er zufällig Steine mit sich rumgeschleppt hat, und sich dann zufällig in eine Plane wickelt und zufällig ins Wasser fällt an einer Stelle, die zufällig so günstig gelegen ist, dass seine Leiche erst nach Wochen gefunden wird, bisschen viele Zufälle für meinen Geschmack. Das ist für mich so unwahrscheinlich wie der Selbstmörder, der von der Decke baumelt ohne Stuhl in der Nähe, auf den er gestiegen ist.

Habe selbst leider 2 Selbstmordfälle in der Familie gehabt und kann daher nur aus eigener leidlicher Erfahrung sagen, dass Selbstmörder normalerweise auch nicht ihren Selbstmord schon vorher genau timen; wer einen Selbstmord begeht, trägt diesen Wunsch meist lang mit sich rum, bevor der Leidensdruck, meist durch irgendeinen Auslöser verstärkt, groß genug ist, es sich auch zu TRAUEN. Und wenn der Leidensdruck groß genug ist, dann macht derjenige es, manchmal sogar ohne sich überhaupt die Zeit zu nehmen, einen Abschiedsbrief zu schreiben, weil er Angst hat, in der Zeit könnte ihn schon wieder der Mut verlassen, es durchzuziehen. Von einem Selbstmörder, der vorher noch seine Wohnung leergeräumt und renoviert und besenrein zurückgelassen hat, habe ich im Leben noch nie gehört. Das sieht eher nach jemandem aus, der ANDERS aussteigen wollte / neues Leben anfangen - vielleicht hatte er sich in illegale Machenschaften verstrickt aus Geldmangel und kalte Füße gekriegt, wollte abhauen, bevor alles auffliegt, und dann haben die, mit denen er sich eingelassen hat, ihn kaltgestellt, weil er dem nicht gewachsen war und so einen Risikofaktor darstellte.

Das könnte erklären, warum er Zuhause schon alles aufbruchbereit verlassen hat und so, dass der Vermieter auch keinen Grund gehabt hätte, ihn anzuzeigen und somit nach ihm gefahndet würde - und dann vielleicht als er sich sein Geld holen wollte um unterzutauchen, wurde er getötet. Vielleicht sollte er auch irgendeinen Job für die noch erledigen - dafür die Arbeitsmontur - und dann haben sie ihn getötet, als er sein Geld/seinen Anteil wollte. Konnte er denn irgendwas gut, Schlösser knacken o.ä., was für Kriminelle interessant gewesen wäre?


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 11:00
social schrieb:Das Bild aus dem Link zu welt.de aus dem Beitrag von @venceremos sieht mir nicht nach einem Selbstporträt aus. Eher so, als wurde es von jemand anderem geschossen und von jemandem zur Verfügung gestellt.
Es gibt auch Selbstauslöser. ;)


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 11:11
Ich sehe schon, ich muss noch ein bisschen üben, um in die Riege der theoretischen Hobbyermittleraufgenommen zu werden. :-)

Ich entschuldige mich für die Gedanken zu den möglichen Ursachen/Umständen zu einem möglichen Selbstmord. Das war sehr unsensibel für betroffene Mitleser und nicht meine Absicht.


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 11:17
???


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atencion
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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 12:29
Nochmal zum Selbstmord. Klar, Arbeitshandschuhe, Plane + Kabelbinder und das Auffinden in der Elbe trotz Kopfschuss lassen nicht an einen Selbstmord denken. Andererseits halte ich die "Jungs" von der Hamburger Kripo auch nicht fuer voellig daemlich. Soll heissen: wenn die trotz allem sagen, dass sie auch einen Selbstmord nicht ausschliessen koennen, dann wird es da Spuren geben, die dies moeglich erscheinen lassen und die der Oeffentlichkeit nicht mitgeteilt wurden.
Es gab in HH schon mal einen Selbstmord, bei dem zuerst alles ganz klar nach Mord aussah. Gibt auf Youtube ein Video daruber. Ich suche es nachher mal.

Wie koennte US sich also umgebracht haben trotz der bekannten Fakten (Plane, Kabelbinder Arbeitshandschuhe, Elbe etc.) Ich sehe da 2 Moeglichkeiten.
1. er hat sich ganz normal erschossen (z.B. in seiner Wohnung) und jemand anders hat danach "aufgeraeumt" und es nach Mord aussehen lassen

2. er selbst wollte es wie einen Mord aussehen lassen. Dies wuerde z.B. Sinn machen, wenn er eine Lebensversicherung haette, die bei Selbstmord nicht zahlen wuerde (koennte er z.B. in Berlin ein Kind haben, das in so einer Lebensversicherung beguenstigt ist??)
Wie koennte er dann vorgegangen sein?
- Er raeumt seine Wohnung aus, verkauft alles was geht (per Ebay? deshalb oefter im Internetcafé?), und besorgt sich von dem Geld eine Waffe, die Plane etc.
- Er geht (irgendwann im Dunkeln) an die Elbe zu einer Bruecke. Dort fuellt er seine Tasche mit Steinen (findet man am Elbufer reichlich), haengt sie sich um und geht in die Mitte der Bruecke. Dort klettert er uebers Gelaender, umhuellt sich so gut es geht mit der Plane und verschnuert sie mit Kabelbindern. Eventuell bindet er sich vorlaeufig am Gelaender fest, um nicht vorzeitig abzustuerzen.
- Die Plane verschnuert er so, dass seine Arme frei bleiben. Zuletzt zieht er sich die Handschuhe an, nimmt die Waffe, bindet sich wieder los, falls er sich angebunden hatte, haelt sich mit Einer Hand am Gelaender fest, beugt sich nach vorn und drueckt ab. Automatisch laesst er bei Eintritt des Todes das Gelaender los, und schon liegt er verschnuert und mit Steinen beschwert in der Mitte der Elbe und wird abgetrieben.
- Die Waffe faellt mit ihm in die Elbe und duerfte so kaum auffindbar sein.

Ein Hinweis auf dieses Vorgehen koennten Schmauchspuren an seinen Handschuhen sein. (weiss nicht wie lange die sich im Wasser halten??)
Vielleicht sollte die Hamburger Polizei, wenn sie an einen Selbstmord glaubt, mal saemtliche Elbbruecken anschauen und nach Blut- und Pulverspuren suchen (wenns dafuer nicht wegen Hamburger Schmuddelwetter schon zu spaet ist).
Waere auf jeden Fall ein schoenes Stueck Arbeit.


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 12:57
So, hier das erwaehnte Video. Sind 5 Teile. Leider kann ich wegen schlechter Verbindung im Moment nicht schauen in welchem Teil es um den nach Mord aussehenden Selbstmord geht. Ist aber auch als Ganzes recht interessant die Doku.

http://www.youtube.com/watch?v=umyoWUTm8WI


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PaulVitti
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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 18:03
Teil 4 ca. bei Minute 13.00.

@atencion
Danke fürs Einstellen!

Dieser Selbstmord im Film, ist auch kaum zu fassen! Jetzt ist auch klar, warum die Ermittler bei U.S. diese Möglichkeit nicht ausser Acht lassen.
Auch sonst, die Filmbeiträge sind alle sehr sehenswert!


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atencion
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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 18:52
Danke ,@PaulVitti , fuers raussuchen! :)
Ja, eben, der Fall wird den Hamburger Ermittlern bekannt sein und vielleicht gibt es eben Ungereimtheiten bei US, die aehnliches denkbar erscheinen lassen.
Fand die Doku auch sehr gut. Realitaetsnah halt.


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Ulrich Sattler, Der Tote aus der Elbe

09.08.2012 um 19:49
Was ist mit der Waffe? Um sich eine Pistole zu besorgen muss man zwangsläufig jemanden kennen, der nicht ganz koscher ist.

Ich wüsste nicht, wo ich eine hebekomme. Mir bieten nicht mal nachts am Bahnhof seltsame Gestalten irgendwelche Drogen an. So einfach kann das also nicht sein.


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