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Bezahlbarer Wohnraum

893 Beiträge, Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt, Garten, Mieten, Mietpreisbremse

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17.04.2018 um 08:18
Servus,
hab grad wieder ein Bericht über die Mietpreisbremse gesehn. So oft wie darüber berichtet wird, muss das ein richtig großes Problem sein...

Aber warum?

Warum wird nicht einfach neuer Wohnraum geschaffen?
Es entspricht der Logik, dass Investoren dann nicht investieren (also nicht bauen) wenn die Rendite nicht hoch genug bzw. risikobehaftet ist. Aber warum baut hier nicht der Staat die scheinbar dringend benötigten Wohnungen?

In den Städten könnte man doch wunderbar Hochhäuser für mehrere hundert Familien bauen. Keine Plattenbauten sondern Lebenswerte, moderne Wohnungen die gebaut sind - um zukünftige Anforderungen zu erfüllen. Selbstversorgend und Grün - mit einem Mehrwert für die Stadt. Das würde auch der Zersiedlung vorbeugen und eine Richtung vorgeben.

Woher das Geld? Statt das nächste Konjunkturprogramm für die Automobilbranche aufzulegen, könnte man in solche Projekte investieren.


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17.04.2018 um 09:00
Negev schrieb:Warum wird nicht einfach neuer Wohnraum geschaffen?
Es gibt mehr als genug Wohnraum. Nur nicht an den Stellen, an denen momentan der Bedarf vorhanden ist.
Das Problem ist, dass der Bedarf sich permanent ändert und Wohnraum ist nicht mal eben in ein paar wenigen Jahren geschaffen und wenn sich dann dort die Nachfrage ändert, woanders hintransportiert. Jedenfalls nicht, wenn man nicht in Containern wohnen möchte.
Negev schrieb:Aber warum baut hier nicht der Staat die scheinbar dringend benötigten Wohnungen?
Eine berechtigte Frage. Der Trend war hier eher umgekehrt. Die öffentliche Hand hat Wohnraum verkauft, um Geld für andere öffentliche Aufgaben zu haben.
Da ist eben das Problem, dass die Ressourcen endlich sind und der Staat eben schauen muss, wofür das vorhandene Geld bevorzugt verwendet werden soll.
Eine Privatisierung hat Vor- und Nachteile. Was davon überwiegt, ist von Fall zu Fall verschieden und nicht immer vorhersehbar.
Negev schrieb:Woher das Geld? Statt das nächste Konjunkturprogramm für die Automobilbranche aufzulegen, könnte man in solche Projekte investieren.
Konjunkturprogramme sollen letztlich auch dazu führen, dass die Menschen Geld bekommen. Wenn es mehr Arbeitslosigkeit oder geringere Löhne gibt, können sich weniger Menschen eine wie von Dir angedachte Wohnung leisten und der Staat hat weniger Einnahmen und mehr Ausgaben.

Deine Idee wäre unter der Voraussetzung von ausreichend Ressourcen für die Umsetzung grundsätzlich gut. Jedoch ist diese Voraussetzung nicht gegeben und damit scheitert diese Idee an der Realisierbarkeit.
Der einzige echte Ausweg wäre eine umfassende staatliche Kontrolle. Der Staat bestimmt, wo und wie jeder zu leben hat.
Aber dass das in der Realität ebenfalls nicht funktioniert, haben diverse Beispiele sehr eindrücklich gezeigt.


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17.04.2018 um 09:32
Da ist eben das Problem, dass die Ressourcen endlich sind und der Staat eben schauen muss, wofür das vorhandene Geld bevorzugt verwendet werden soll.
Naja, es ist schon noch mehr. In Berlin hält man immer noch dogmatisch an der Traufhöhe fest. Wieso? Weil das Ende des 20. Jahrhunderts an für die damalige Feuerwehr konzipiert wurde. Wäre ja auch undenkbar die Feuerwehrleitern höher zu gestalten, statt an der Traufhöhe festzuhalten.
Ach, das historische Stadtbild? Ja, daran können sie dann die Yuppies gerne satt sehen.

Projekt, die völlig fürn Arsch sind. In Berlin steht mit dem Tempelhofer Feld ein Riesenareal zur Verfügung. Nur war der Plan für die Bebauung ganz im Sinne der Immobilienlobby und hatte wenig mit sozialem Wohnen zu tun.
kleinundgrün schrieb:Deine Idee wäre unter der Voraussetzung von ausreichend Ressourcen für die Umsetzung grundsätzlich gut. Jedoch ist diese Voraussetzung nicht gegeben und damit scheitert diese Idee an der Realisierbarkeit.
Ausreichend Ressourcen? Die sind auch vorhanden, zumindest in Berlin. Aber wenn die völlig inkompentente Berliner Führung es nicht schafft, einen Flughafen zu bauen darf man sich halt nicht beschweren. Tegel sollte schon 2012 geschlossen werden. Jetzt leistet man sich den Luxus einen innerstädtische Flughäfen weiter zu betreiben und die Fläche eines weiteren so zu belassen.

An jeder Ecke wird zur Zeit gebaut. Aber nur Luxuswohnungen. Da muss die Stadt halt auch die Spekulanten, die darin involviert sind abschrecken.


Nach Schätzung des Senats stehen in Berlin 44000 Wohnungen leer. Davon sind mit Sicherheit nicht alle in attraktiver Lage. Viele aber schon. Bei mir um die Ecke steht beispielsweise eines. Attraktiver Altbau, top Lage. Der Eigentümer, ein Arzt hat noch weitere 6-7 Objekte. Alle lässt er verfallen. Dabei gibt es seit 2014 schon gesetzliche Handhabe dagegen Das Zweckentfremdungsverbote >> http://gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=WoZwEntfrG+BE&psml=bsbeprod.psml&max=true&aiz=true

Was passiert? Man kriegt kaum was gebacken und kann nicht dagegen vorgehen.


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17.04.2018 um 10:35
@vincent
Dass oftmals auch Inkompetenz die Ursache sein kann, ist unbestreitbar.
Aber es ist eben auch ein generelles Problem.


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17.04.2018 um 10:39
vincent schrieb:Nach Schätzung des Senats stehen in Berlin 44000 Wohnungen leer.
kleinundgrün schrieb:Dass oftmals auch Inkompetenz die Ursache sein kann, ist unbestreitbar.
Aber so viel Unfähigkeit auf einmal?
Steckt da nicht eine Systematik dahinter?

Was mir neben Inkompetenz oder Absicht noch einfallen würde, ist Überforderung der Behörden. Aber auch hier sollte man das Problem doch erkennen. Gesetze anpassen, Personal aufstocken...


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17.04.2018 um 10:48
@Negev

Der soziale Wohnungsbau ist allerdings schon vor Jahrzehnten an die Wand gefahren worden.

Das Zurückfahren, ich bin geneigt zu sagen, die Vernichtung des sozialen Wonungsbaus, ist kein Kind der "Flüchtlingskrise", wie Populisten gern behaupten.

"Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist stark gesunken. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Neubauten lag 2009 bei 15 Prozent - 2014 aber nur noch bei sechs Prozent. Das geht aus Angaben der Bundesregierung hervor.

In Deutschland gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Wie aus einer Übersicht der Bundesregierung hervorgeht, ist die Zahl der mietgebundenen Wohnungen in fast allen Bundesländern rückläufig. Seit die Verantwortung für den sozialen Wohnungsbau 2007 ganz an die Länder überging, sei zudem der Anteil des geförderten Neubaus von Wohnungen stark gesunken, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei.

2009 machte der soziale Wohnungsbau noch 15 Prozent der Neubauten aus, 2013 und 2014 nur noch rund sechs Prozent. Anfang der 1990-er Jahre gab es nach damaliger Schätzung der Regierung in Deutschland rund drei Millionen Sozialwohnungen, 2013 waren es nur noch halb so viele, nämlich 1,48 Millionen. Seit 2013 ging die Zahl der Sozialwohnungen um mehr als 150.000 zurück." Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weniger-sozialwohnungen-101.html

Nehmen wir noch die rasante Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, Luxussanierungen etc. hinzu, müssen wir uns nicht wundern, dass Menschen am unteren Ende der Einkommens- und Vermögensskala, unabhängig von ihrer Herkunft, keine bezahlbaren Wohnungen finden.


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17.04.2018 um 11:14
Negev schrieb:Steckt da nicht eine Systematik dahinter?
Das wäre eher was für die Verschwörungsecke.

Tatsächlich haben Bürokratien eben auch Nachteile, was eine Entscheidungsfindung an geht.
Doors schrieb:Das Zurückfahren, ich bin geneigt zu sagen, die Vernichtung des sozialen Wonungsbaus, ist kein Kind der "Flüchtlingskrise", wie Populisten gern behaupten.
Das ist ein Kind der klammen Städte und Gemeinden.
Doors schrieb:Nehmen wir noch die rasante Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, Luxussanierungen etc. hinzu, müssen wir uns nicht wundern, dass Menschen am unteren Ende der Einkommens- und Vermögensskala, unabhängig von ihrer Herkunft, keine bezahlbaren Wohnungen finden.
Was aber auch letztlich eine Folge davon ist, dass Menschen sich nicht homogen auf vorhandenen Wohnraum verteilen. In Mecklenburg oder Brandenburg gibt es gewaltige Leerstände. In München gibt es für "Normalverdiener" faktisch keinen erschwinglichen Wohnraum.


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17.04.2018 um 11:18
Negev schrieb:Warum wird nicht einfach neuer Wohnraum geschaffen?
Ich bin aus der Geschichte mit Immobilien ausgestiegen, da das Risiko nicht (mehr) kalkulierbar ist - es sind nicht nur die Mieten gestiegen sondern auch die Investitionen.
Zusätzlich sind die gesetzlichen Anforderungen auf ein nicht mehr tragbaren Niveau gestiegen und die Reaktionen der Behörden immer träger, noch willkürlicher...wenn man Auskunft benötigt, kriegt man keine Antwort.
Ich habe zB. noch einen Vorgang mit dem Grundbuchamt Leipzig seit 2 Nov. 2017, ich möchte bitte Abstand von Nachfragen nehmen, "es wird schon bearbeitet".
Negev schrieb:Aber warum baut hier nicht der Staat die scheinbar dringend benötigten Wohnungen?
Negev schrieb:Woher das Geld?
Teilweise hast Du Dir selbst geantwortet, aber jetzt schreibe ich auch mal was: nicht mit meinen Steuergeldern.
Ich habe in einer Zeit gebaut als es gar keine Förderung oder Erleichterungen gab, warum soll ich zweimal benachteiligt werden?
Ich brauche keine Wohnung, ich habe schon. Nö.


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Warhead
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17.04.2018 um 11:23
@Negev
Oh gerade wollte ich schreiben das gleich Tamarillo oder irgendein anderer Berufsgentrifizierer auf den Plan tritt und das schreibt was er eben geschrieben hat...und das Gentrifizierung nicht verboten ist,Wohnraumspekulation ist das verdammte Recht des Kapitalisten


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17.04.2018 um 11:28
Die Flüchtlingskrise ist im Gegenteil sogar gut für wohnungssuchende Personen, weil viele Gemeinden für die Flüchtlinge Unterkünfte geschaffen haben, vorübergehend (in transportablen Hallen) oder dauerhaft (angemietete oder aufgekaufte Gebäude, vorher leerstehende Pensionen, stellenweise wurde in Einzelfällen sogar quasi enteignet), und zumindest die dauerhaften werden bestehen bleiben und für deutsche Wohnungssuchende wieder frei werden, sobald die Flüchtlinge weitergezogen sind.
kleinundgrün schrieb:Das Problem ist, dass der Bedarf sich permanent ändert und Wohnraum ist nicht mal eben in ein paar wenigen Jahren geschaffen und wenn sich dann dort die Nachfrage ändert, woanders hintransportiert. Jedenfalls nicht, wenn man nicht in Containern wohnen möchte.
Container wären eine Riesenchance, das Problem schnell und ziemlich unbürokratisch zu lösen, denn es gibt durchaus hochqualitative Wohncontainer, die zumindest für Personen, die die Wohnung eh nur zum Schlafen benutzen, absolut akzeptabel wären. In irgendeiner Stadt (weiß nicht mehr welche), die Probleme mit zu vielen wohnungssuchenden Studenten hatte, löste man das Problem, indem die Stadt sich durch eigene Gemeindearbeiter solche Wohncontainer aus billig aufgekauften normalen Transportcontainern bauen ließ, komplett mit Einbaumöbel, Heizung, Naßzelle und Miniküche, die dann wegen der niedrigen Miete bei den Studenten absolut beliebt waren. Gesamtkosten für den Umbau wenige tausend Euro, die Container selber machten auch nicht viel im Preis aus, und geparkt wurden die Dinger dann auf einem beliebigen stadteigenen Gelände, es brauchte nur Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser. Und sie sind jederzeit transportabel, wenn die Studenten ausziehen und anderswo Wohnungsbedarf entsteht. Auch Obdachlose profitieren davon, und Arme und alleinstehende Rentner, bei denen bisher der Löwenanteil der Rente oder staatlichen Unterstützung für die Miete draufgeht.

Deshalb meine ich, solche Containerwohnungen sollte es für schnell und unbürokratisch erhältlichen Wohnraum überall geben, in jeder Stadt und Gemeinde, für jeden der gerade Bedarf hat, Studenten, Leute die aus diversen Gründen gerade aus ihrer Wohnung geflogen sind und für jeden anderen.


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17.04.2018 um 11:32
kleinundgrün schrieb:Tatsächlich haben Bürokratien eben auch Nachteile, was eine Entscheidungsfindung an geht.
Muss Bürokratieabbau gleich mit Kontrollverlust einhergehen?
Wenn man vernünftige Rahmenbedingungen festlegt und dem Bürger ansonsten freie Hand lässt, sollte dies doch beiden Seiten dienlich sein?!

@Warhead
Tja, wir leben eben im Kapitalismus - deal with it.
Debatten die diesen zustand bedauern nerven mich ebenso.
Wenn man doch so unzufrieden ist, dann muss man eben das System ändern. Einfach nur die Regeln im laufenden Spiel ändern zu wollen bringt nix.


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17.04.2018 um 11:32
Eine Alternative zum Container ist dann noch diese Bewegung, die aus den USA in die BRD überschwappt:

Wikipedia: Tiny_House_Movement


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17.04.2018 um 11:35
Warhead schrieb:Wohnraumspekulation ist das verdammte Recht des Kapitalisten
Voll geile Sache! Da es so essentiell ist, kann man alle packen und aussaugen - habe ich 1989 schon erkannt.


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Warhead
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17.04.2018 um 11:36
Mit Wohnraum spekulieren und Stadtbewohner mit Obdachlosigkeit ermorden ist ein Verbrechen das nicht verboten ist sondern erwünscht.
Der Staat in Form der BIMA ist mittenmang dabei und privatisiert Wohnraum indem sie ihn verkloppt,oder gibt ganze Stadtteile preis,wenn Bahngrundstücke an Immobilienriesen wie Taekker verkloppt werden


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17.04.2018 um 11:39
Rao schrieb:Container wären eine Riesenchance, das Problem schnell und ziemlich unbürokratisch zu lösen
Aber da will ja keiner drin wohnen.

Als ich studiert habe, waren Wohnungen, die man heute als "Dreckslöcher, die zur Unterbringung von Menschen ungeeignet sind" bezeichnen würde, gang und gäbe. Und es war auch damals nicht so, dass diese "Wohnungen", vor allem in Gegenden, in denen es eine hohe Nachfrage gab, in Relation zum Einkommen billig gewesen wären.

Wer heute billig wohnen möchte, findet jede Menge Möglichkeiten dazu. Aber eben nicht zu den Bedingungen, an die man sich gewöhnt hat.
Die Menschen wohnen eben vor allem dort, wo es ihnen gefällt und wo sie ein vernünftiges Einkommen erzielen können. Wer will es ihnen auch verdenken.

Aber das Leben in provisorischen Unterkünften ist da keine Option mehr.
Negev schrieb:Wenn man vernünftige Rahmenbedingungen festlegt und dem Bürger ansonsten freie Hand lässt, sollte dies doch beiden Seiten dienlich sein
Aber so ist das ja.
Das Problem ist, dass Rahmenbedingungen auch immer viel Spiel für Missbrauch lassen. Wenn alle sich fair verhalten würden, hätten wir viel weniger Probleme.


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17.04.2018 um 11:43
kleinundgrün schrieb:Wenn alle sich fair verhalten würden, hätten wir viel weniger Probleme.
Das wird oft eingebracht - mich würde interessieren was Du als unfair bezeichnest.
Ich finde zum Beispiel die Mietpreisbremse unfair.


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17.04.2018 um 11:46
kleinundgrün schrieb:Aber da will ja keiner drin wohnen.
Wer diese ausgebauten Wohncontainer mal gesehen hat ist anderer Ansicht, die unterscheiden sich innen nicht mehr von komfortablen Campingwägen. Vor allem wenn sie dann die Mieten zu herkömmlichen Wohnungen vergleichen. Die Zeiten, in denen so Container kahl, leer und potthäßlich waren, wirklich nur Notunterkünfte und sonst nichts, sind heutzutage vorbei, ausgebaut kommen sie locker an die schnuckligen Tiny Homes heran (die in Deutschland zahlreichen gesetzlichen Auflagen zur Verkehrssicherheit etc. unterworfen sind, wie man dem Artikel entnehmen kann - werden bei Containern von vornherein eingehalten).


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17.04.2018 um 11:55
kleinundgrün schrieb:n München gibt es für "Normalverdiener" faktisch keinen erschwinglichen Wohnraum
Entsprechend verdient ein "Normalverdiener" aber auch das Doppelte bis Dreifache wie ein "Normalverdiener" in MeckPom. Das liegt aber auch daran, weil die "Intelligenzija" und die Spezialisten für alles Mögliche eher in München leben als in Machow, Bautzen oder Fürstenwalde.
Rao schrieb:Container wären eine Riesenchance, das Problem schnell und ziemlich unbürokratisch zu lösen, denn es gibt durchaus hochqualitative Wohncontainer, die zumindest für Personen, die die Wohnung eh nur zum Schlafen benutzen, absolut akzeptabel wären. In irgendeiner Stadt (weiß nicht mehr welche), die Probleme mit zu vielen wohnungssuchenden Studenten hatte, löste man das Problem, indem die Stadt sich durch eigene Gemeindearbeiter solche Wohncontainer aus billig aufgekauften normalen Transportcontainern bauen ließ, komplett mit Einbaumöbel, Heizung, Naßzelle und Miniküche, die dann wegen der niedrigen Miete bei den Studenten absolut beliebt waren. Gesamtkosten für den Umbau wenige tausend Euro, die Container selber machten auch nicht viel im Preis aus
Als Student hab ich auch mal im Wohnwagen "gewohnt" (deshalb heißen sie auch so). War allerdings auch in München, schon damals, 40 Jahre her, war München die Hauptstadt der Wohnungsnot. Ich würde das allerdings nicht als Wohnen bezeichnen wollen, allenfalls als "Hausen". Und nein, ein Student ist nicht nur zum Schlafen in seiner Unterkunft. Ich habe in meiner Studienzeit mehr zeit am Schreibtisch verbracht als in allen Seminaren und Vorlesungen. Ich würde Container also nicht unbedingt als zumutbar für länger als 3-6 Monate bezeichnen.


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17.04.2018 um 11:58
Selbst 3 - 6 Monate wären für viele Leute ein Riesengewinn. Denk an die vielen Frauen in Frauenhäusern, die plötzlich auf der Straße standen, weil sie sich nicht mehr von Ehemännern oder Freunden tyrannisieren ließen. Studenten. Und viele andere, die kurzfristig Wohnraum brauchen, egal wie klein. Denn wer weiß wo er erst mal seine Sachen verstauen und in Ruhe schlafen kann, kann die Suche nach einer richtigen Wohnung ruhiger angehen lassen. Es würde sich alles etwas entzerren, der Druck wäre weg.


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17.04.2018 um 12:49
Nur mal so für die Dimensionen der Wohnungslosigkeit:

Die BAG Wohnungslosenhilfe geht für2016 von 860.000 Menschen ohne Wohnung aus und prognostiziert einen Anstieg für 2018 auf 1,2 Millionen Wohnungslose.


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