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Energie, Empathie und Psychologie

17 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Psychologie, Energie, Empathie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 03:15
Guten Tag ihr alle.
Ich habe mich hier angemeldet, weil ich ein paar Erfahrungen mit euch allen teilen möchte. Bitte haltet euch mit dem Zynismus etwas zurück, ich bin durchaus offen für ernstgemeinte Kritik.

Ich bin Ende 20 und beschäftige mich mit dem Thema Esoterik, Magie, Ritualen und Energie schon seit ich alt genug war einen PC zu benutzen. Also ja, seit fast 20 Jahren. In dieser Zeit habe ich mehrere Phasen durchlaufen, in denen ich immer wieder zu dem Thema zurückgekehrt bin. Ich habe mit 11 zum ersten Mal ein Ritual gemacht (ich weiß nicht mehr worum es ging) und mehrfach mit Entitäten kommuniziert, die entweder mein tiefes Bewusstsein und mein Wunsch nach Ergebnissen waren oder Geisterwesen und Dämonen. Mit Sicherheit kann das niemand sagen.

Vor etwas mehr als 10 Jahren habe ich mich auch mit Telekinese und verwandten Themen beschäftigt, erfolglos wie vermutlich jeder hier. Natürlich ist jeder, der große Erfolge vorweisen kann zu weise oder erleuchtet um etwas zu demonstrieren. Ich gebe einfach zu, dass es bei mir nie geklappt hat. Allerdings hatten das ganze Meditieren und die verschiedenen Übungen viel dazu beigetragen meine Fähigkeit zur Konzentration stark zu verbessern und mich für einen gewissen Strom in meinem eigenen Körper empfindlich gemacht. Energie? Blut? Elektrizität? Wer weis schon?

Wer weis schon ob es überhaupt ungewöhnlicher ist, als das, was andere spüren? Der große Vorteil davon ist aber, dass ich sehr stark auf Akkupunktur anspreche. Mein Freund und Lebenspartner ist Heilpraktiker und hat mich schon mehrfach mit Nadeln gepiekst. Er ist darin recht unerfahren und ich habe ihm als Übungspatient zur Verfügung gestanden. Er schaut dabei immer in sein Buch, sagt wo ungefähr der Punkt liegt und schon spüre ich selbst exakt wo er ist. Dabei bemerke ich sogar Punkte, die nicht in seinem Buch verzeichnet sind und reagiere sogar sehr empfindlich auf die Nadeln. Einmal haben wir ein Experiment gewagt, bei dem er mir eine Nadel an die Stelle gestochen hat, wo das dritte Auge liegen würde.
Das Ergebnis war gerade zu psychodelisch. Ich lag die nächste halbe Stunde nur da als wäre ich unter dem Einfluss von sehr schwachem LSD oder Marihuana. Leider haben wir das nie reproduzieren können.

Gerade dieser eine Freund und meine Erfahrung, die ich mit ihm hatte, ist der Grund warum ich hier schreibe und warum ich diese lange Hintergrundgeschichte geschrieben habe. Ich bin an sich sehr gut im Bereich Empathie, auch wenn ich die Gefühle inzwischen sehr gut ausblenden kann. Aber er meint auch immer, ich muss jemanden, den ich nicht kenne (er aber schon) nur in die Augen sehen und kann eine sehr akkurate Charakterbeschreibung geben. Ich merke, wenn man mich anlügt, mir etwas verheimlicht, man sich gut oder schlecht fühlt, besorgt ist, Angst hat, egal wie gut der andere das verstecken kann. Genau genommen so gut, dass ich richtige Empfindungen als Unfug abtue, weil es keine äußerlichen Anzeichen gibt.
Besonders intensiv ist diese Wahrnehmung bei direktem Kontakt. Ob ich dabei Gedanken lese oder unbewusste Körperreaktionen wahrnehme, sei mal dahin gestellt. Die Zeichen sind nicht visuell, da es mir auch im dunkeln gelingt.

Besonders beeindruckend fand er den psychologisch therapeutischen Effekt. So konnte ich ihm in einer Zeit, als es ihm psychisch schlecht ging genau damit helfen. Ich legte meine Hand auf seine Brust, seinen Bauch und spürte starke Hitze an bestimmten Stellen aufsteigen, an einigen mehr als anderen. Währenddessen stellte ich Fragen über seinen Gemütszustand, bestimmte Ereignisse und Gedanken. Ich hörte zu und und legte die Hände über passende Chakren. Wenn er von Angst sprach über das Erdchakra (wie gesagt, er ist mein Lebenspartner, von daher keine Berührungsängste), bei Emotionen über das Herz, bei Selbstwertzweifeln über den Solarplexus, bei Schuld und Scham über den Unterbauch und jedes Mal sprach er davon, dass es ein intensives Gefühl ist. Ich weis nicht genau warum, aber ich bemerkte dabei ein nie gekanntes Verständnis. Ich begann zu sprechen und fühlte wie meine Worte das beeinflussten, was ich spürte. Ich schien besser als jemals zuvor die richtigen Fragen zu stellen, die richtigen Dinge auszusprechen und lies mich auch zu verletzenden und geradezu Weltbild zerstörenden Äußerungen hinreißen, die ausnahmslos auf positive Resonanz stießen. Irgendwann stoppte der Energiefluss unter meiner Hand und es wurde kühl um ein Chakra herum. Dann ging ich zum nächsten weiter bis ich völlig erschöpft und ziemlich überzeugt war, fertig zu sein. Und das war eine sehr intensive Erfahrung. Einmal waren die Emotionen in ihm so stark, dass ich stechende Schmerzen in meinen Händen spürte und mich wirklich beherrschen musste um nicht vor Schmerz aufzuschreien.

Seitdem wirkt er um einiges entspannter und ausgeglichener. Allgemein scheint ihn diese Erfahrung positiv verändert zu haben. Ich würde gerne mal eure Meinung zu dem hören, was wir da getan haben. Und ich würde mich freuen, wenn jemand mit Erfahrung in...was auch immer das ist, sie mir mitteilen kann. Ich habe schon früher Menschen in meinem Umfeld versucht amateurpsychologisch zu betreuen, aber nie auf diese Weise, nie mit vergleichbaren Ergebnissen und nie mit dieser Art von Verständnis.
Natürlich bin ich auch für Beiträge von naturwissenschaftlicher und alternativmedizinischer Seite offen. Ich stelle hier auch keine explizite Frage, ich möchte nur etwas Feedback lesen und Erfahrung austauschen.


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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 08:43
Was du da beschreibst klingt wie ne "Ideale Reiki-Therapie", des Handauflegens auf die Chakren wegen.
Wenn du es schaffst, dich als Person raus zu nehmen und nur "therapeutische Masse" zu sein, fühlt sich das natürlich "gut" an,
i.S.v. du merkst, dass du halt ganz in der Situation bist. (Und dein Partner ebenso.)
Die "normalen Regeln der Kommunikation" sind ja etwas anders, weniger "zielgerichtet", auf den Transport anderer "Informationsblöcke" ausgerichtet.

Kennst du "Biodynamische Therapie"? Z.B. Gerda Boysen?
In einer Multizenterstudie konnte 2006 der Nachweis erbracht werden, dass Körperpsychotherapien, unter anderen die Biodynamik, bei bestimmten Störungen wie Angst, Depression, interpersonellen Problemen und psychisch bedingten körperlichen Beschwerden zu einer Verbesserung der Symptomatik führen können.
Da wird nicht nur Wert darauf gelegt, dass der Patient seinen Körper (überhaupt) wahrnimmt, auch die Aufmerksamkeit des Therapeuten bezieht sich (u.a.) auf die körperlichen Reaktionen, die während der Therapie vorkommen.

Und egal, ob so ein "Bauchgrummeln" nun ein "direkter Effekt" der Therapie ist (also kausal und nicht korrelierend),
scheint mir die Tatsache, dass diese "Korrelation" wahrgenommen wird, der Patient also "aktiv" mit seinem Körper wahrgenommen wird, einen positiven Effekt zu haben.

Mich wundert es nicht, ich gehe davon aus, dass ein Therapeut diese "Beziehungsarbeit mit einem Patienten" ("Therapie")
nur dann gut erledigen kann, wenn er eine gute Beziehung mit sich selbst unterhält - die ein zumindest aufmerksames Bewusstsein seinem eigenen Körper voraussetzt.
Wenn dann die Therapie nicht nur die "Gedanken des Patienten beeinflussen", sondern auch seinen Körper,
seine "materielle Existenz" miteinbeziehen kann, bedeutet das einfach erst mal ein "gutes Fundament", bei dem auch Störungen schneller wahr genommen werden können.
Und so im Idealfall optimal auf die reale Situation bezogen sind.
(Theoretisch kann so was vor dem "Überidealisieren einer Theorie" schützen, also Schwurbeleien.
Praktisch kommt es natürlich wie immer darauf an, wie sauber man sich reflektiert.)


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20.08.2021 um 09:37
Zitat von GalliadGalliad schrieb:Der große Vorteil davon ist aber, dass ich sehr stark auf Akkupunktur anspreche. Mein Freund und Lebenspartner ist Heilpraktiker und hat mich schon mehrfach mit Nadeln gepiekst. Er ist darin recht unerfahren und ich habe ihm als Übungspatient zur Verfügung gestanden. Er schaut dabei immer in sein Buch, sagt wo ungefähr der Punkt liegt und schon spüre ich selbst exakt wo er ist. Dabei bemerke ich sogar Punkte, die nicht in seinem Buch verzeichnet sind und reagiere sogar sehr empfindlich auf die Nadeln. Einmal haben wir ein Experiment gewagt, bei dem er mir eine Nadel an die Stelle gestochen hat, wo das dritte Auge liegen würde.
Wow.
Ich glaube zu wissen wo die Reise hingeht deshalb beschränke ich mich mal auf die Menschenversuche hinsichtlich der Akupunktur. Sag deinem Freund er kann das Buch weglegen (und meiner Meinung nach am besten auch die Nadeln :) )
Es wurden bisher keine Energiebahnen im Körper gefunden die den ideologischen Überbau der Akupunkturlehre unterstützen könnten. Es ist schlichtweg egal wo du hinpiekst, es sei denn du verletzt damit irgendwelche Organe. https://www.sueddeutsche.de/wissen/akupunktur-hauptsache-es-sticht-1.488555
Der Meridianhokuspokus ist demnach etwa auf dem Level sich bei schamanischen Tänzen eine tote Eidechse an den Gürtel zu hängen. :)
Da gehts halt mehr ums Brimborium und die Patientenverarsche als um die Evidenz.

Aussagekräftige Studien die spezifische Wirkungen belegen sind auch mehr als dünn gesät. Dass du da für deinen Freund das Nadelkissen gibst ist zwar rührend, sonderlich schlau finde ich es nicht.
Das "3. Auge" hat den Punkt LG 24

ko-vorn

Mal abgesehen von dem recht unsicheren Konstrukt Akupunktur würde ich mir von einem Laien keine Nadeln setzen lassen, schon gar nicht im Gesichts-, Kopf- und Wirbelsäulenbereich..

Boysen ist, wen wunderts, anscheinend auch nicht evidenzbasiert. Ich habe die gesammelten Werke nicht gelesen aber wenn stimmt was die AOK hier schreibt
So heißt es zum Beispiel in einer Beurteilung durch die AOK: „Wissenschaftlich entbehren die Vorstellungen von „emotionalen Rückständen“, die über den Darm abgegeben werden, jedweder Grundlage. Es gibt auch keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit der Therapie belegen könnten. (…) Sicherlich haben Ängste und Stress Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem des Darms und zeigen sich in einer veränderten Verdauungstätigkeit. Aber die Vorstellung, dass die Darmgeräusche ein Ausdruck der psychischen Situation des Patienten seien, ist nicht nachvollziehbar.“
Wikipedia: Gerda Boyesen
Emotionale Rückstände, die über den Darm abgegeben werden, das klingt echt super.
Ich werde hier bestimmt noch öfter reinscheuen, das scheint interessant zu werden. :D


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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 10:51
Also er hat nicht LG24 gestochen, sondern genau zwischen den beiden B2 Punkten. Und ja, diese Energiebahnen hat man nicht gefunden. Er sagte auch mal, was sein Dozent zu dem Thema wissenschaftliche Erklärung gesagt hat: "Wir haben keine Ahnung warum es funktioniert, nur dass es funktioniert."

Welche Emotionalen Rückstände, die über den Darm abgegeben werden? :D


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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 11:00
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Sicherlich haben Ängste und Stress Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem des Darms und zeigen sich in einer veränderten Verdauungstätigkeit. Aber die Vorstellung, dass die Darmgeräusche ein Ausdruck der psychischen Situation des Patienten seien, ist nicht nachvollziehbar.“
Das ist meines Wissens eine Deutung der AOK.
In der Literatur von Gerda Boysen hab ich da nix zu gefunden, ihr fiel halt nur auf, dass man hören kann, wenn Patienten während der Therapie emotional stark betroffen sind - der Darm macht dann Geräusche.

Auf einer praktischeren Ebene kann ich das bestätigen - wenn ich einen Schlaganfallpatienten (passiv) mobilisiere, pupst der mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit.
Wenn ich als Therapeutin dann nicht entsprechend reagiere (und diese "körperliche Reaktion" als selbstverständlich hinnehme (auch wenn´s stinkt)), dann ist der "positive Effekt" meiner Arbeit hin, weil sich der Patient anspannt, da es ihm ja peinlich ist.

Und das sind ziemlich "starke Gefühle" (Anspannung/Entspannung), wenn ich da einen auf "ignorant" mache, ändere ich die Qualität meiner Therapie.

Und wenn ich jemanden nicht mit einer motorisch-Funktionellen, sondern einer psychiatrischen Indikation vor mit habe, tu ich ebenfalls gut daran, Bauchgeräusche ernst zu nehmen - nicht wegen "emotionaler Rückstände", sondern wegen der akuten, realen, momentanen Reaktion der Peristaltik. (Auf An-und Entspannung).

Dass die Peristaltik mit den Tonusverhältnissen des ganzen Körpers korreliert, ist ja wohl ne Binse.
Auch da ist es für das Verhältnis Therapeut/Patient von Nutzen, wenn diese Ebene mit in der Rechnung ist.

Und natürlich gibt´s ne "Prägung" bei jedem Individuum, wodurch man sich eher anspannt und wo man entspannt bleibt,
also ne "Grund Kausalität", die man mit etwas Fantasie auch als "emotionale Rückstände" bezeichnen kann.
(Der klassische "Stock im A..." existiert ja durchaus, oder "der Jammerlappen" mit zu geringem Tonus.
Und man hört halt, wenn die aus ihrer "Komfortzone" rauskommen - wenn man hinhört.)

Es ist aber Unsinn, Frau Boysen zu unterstellen, sie habe da ne "direkte Kausalität" benannt - sie hat nur mit der Korrelation gearbeitet, die sie während ihrer Stunde wahrnehmen konnte.

Es gibt - natürlich - keine "materiellen (emotionalen) Rückstände" in irgendeiner Form.
Nur die "Erwartungshaltung", man nennt es heute eher "Glaubenssätze", die halt mit der Prägung, den Erfahrungen der jüngeren Jahre, korrelieren. Und allein schon, weil diese extrem individuell sind, wäre es völliger Unsinn, da allgemeine Aussagen über "emotionale Rückstände" aus den Bauchgeräuschen abzuleiten.
Wenn man da was hört, weiß man nur, dass ne "Reaktion" statt findet. Ob die positiv oder negativ ist, konstruktives oder destruktives erwartet wird, muss noch raus gefunden werden.

Mich erinnert es eher an Rogers "Störungen gehen vor".


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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 15:00
Zitat von GalliadGalliad schrieb:Er sagte auch mal, was sein Dozent zu dem Thema wissenschaftliche Erklärung gesagt hat: "Wir haben keine Ahnung warum es funktioniert, nur dass es funktioniert."
Standardsatz der Schwurbler. :D
Hört man bestimmt auch von Homöopathen. Richtiger und ehrlicher wäre es so formuliert:

Wir haben keine Ahnung wie es funktionieren soll, aber wir haben Angst dass die Umsätze einbrechen wenn wir es zugeben.
:D

Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Das ist meines Wissens eine Deutung der AOK.
Kennst du wissenschaftliche Studien die dem widersprechen?

Psychoperistaltik, das Kind muss ja einen halbwegs wissenschaftlich klingenden Namen haben, ist meines Wissens auch nicht wissenschaftlich belegt. Aber man in dem Umfeld wohl die Möglichkeit privat etwas abzurechnen.
Mit Biodynamik wird eine körperpsychotherapeutische Methode (Körperorientierte Psychotherapie) bezeichnet, die ihre Wurzeln in der Vegetotherapie Wilhelm Reichs, der Physiotherapie Aadel Bülow-Hansens, der Humanistischen Psychologie sowie Ansätzen Carl Gustav Jungs hat. Begründet wurde die Biodynamik von Gerda Boyesen. Eine Weiterentwicklung erfolgte unter anderem durch Ebba und Mona Lisa Boyesen, die Töchter von Gerda Boyesen, die auch Therapeuten ausbilden. Die von Gerda Boyesen in ihrer letzten Lebensdekade praktizierte Version biodynamischer Psychotherapie beruht auf einer Kombination von haltungsverändernden Massagen und Vegetotherapie. Eine Wirksamkeit der Biodynamik wurde bislang in keiner wissenschaftlichen Untersuchung bewiesen.
Wikipedia: Biodynamik
Wer Interesse hat folgt mal dem Link zu Vegetotherapie etc. Ganz schnell landet man dann bei Orgonenergie und spätestens da sieht dann auch der letzte woher der (Darm)Wind weht. :D
Der in der Biodynamik beschrittene Weg, statt durch Ausagieren die gehaltenen Gefühle zu "verdauen", wird von Biodynamik-Therapeuten als „Psychoperistaltik“ bezeichnet. In diesem Prozess soll emotionaler Stress, wie z. B. unausgedrückte Gefühle, durch das Verdauungssystem und den Darm verarbeitet werden. In der Arbeit am Klienten soll der Zusammenhang zwischen den Massagebewegungen des Therapeuten und der „Antwort“ des Darms des Klienten über die Psychoperistaltik mit einem Stethoskop mitverfolgt werden.
Gleiche Quelle wie oben.

Ganz wichtig ist auch der letzte Satz. A) kann man die "Psychoperistaltik" wahrscheinlich nur so in ihrer Gänze erfassen und B) macht so ein Stethoskop gewiss Eindruck und suggeriert Kompetenz.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Es ist aber Unsinn, Frau Boysen zu unterstellen, sie habe da ne "direkte Kausalität" benannt - sie hat nur mit der Korrelation gearbeitet, die sie während ihrer Stunde wahrnehmen konnte.
Es gibt - natürlich - keine "materiellen (emotionalen) Rückstände" in irgendeiner Form.
Da gucken wir mal was die Fachfrauen und -männer so ablassen.
Begründet von der norwegischen Diplompsychologin und Physiotherapeutin Gerda Boyesen und weiterentwickelt von ihren Töchtern Ebba und Mona Lisa Boyesen, wird sie mittlerweile in vielen Ländern der Welt praktiziert.
...
Sigmund Freud deutete in seinen frühen Libido-Theorien an, dass das Phänomen der psychischen Energie die dynamische Kraft der sexuellen Instinkte sei. Wilhelm Reich führte diese Idee weiter, indem er annahm, dass diese Energie kosmischen Ursprungs sei. Er nannte sie Orgonenergie, die sich als Energiestrom im Körper bemerkbar macht und direkten Einfluss auf das autonome Nervensystem und seine vegetative Funktion hat. Seine Arbeit wurde zum Ursprung der körperorientierten Psychotherapie von heute.
...
Einer der wesentlichsten Beiträge der Biodynamischen Psychologie im Unterschied zu anderen Körperpsychotherapien ist die Entdeckung, dass die toxischen Komponenten von emotionalem und seelischem Stress im Verdauungssystem über die Darmperistaltik durch Flüssigkeit entladen werden können. Unter günstigen Umständen, die in Begleitung emotionaler Erregung auftreten, werden fortlaufend hormonelle Rückstände ausgeschieden. Im vegetativen Nervensystem haben Sympathikus- und Parasympathikusnerv eine wichtige Funktion. Wenn der Sympathikus zu stark arbeitet (bei Stress und Spannung) schließt sich die Darmperistaltik. Entspannt sich der Organismus und der Parasympathikus tritt in Funktion, öffnet sich die Darmperistaltik und trägt auf vegetativer Ebene zur emotionalen Verarbeitung bei.
Soll erst mal reichen, hier https://biodynamik.de/biodynamische-psychologie/ geht das Geschwurbel noch weiter.
Ne danke.
Evidenzbasiert ist da wenig bis gar nichts.
Bleibt immer noch der Rückgriff auf das Schwurblermantra

"Wir haben keine Ahnung warum es funktioniert, nur dass es funktioniert."
:D




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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 15:50
Von "hormonellen Rückständen" weß ich nix, obwohl schon anzunehmen ist, dass die, wie andere "Reste", über den Darm ausgeschieden werden. Und das hier:
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Wenn der Sympathikus zu stark arbeitet (bei Stress und Spannung) schließt sich die Darmperistaltik. Entspannt sich der Organismus und der Parasympathikus tritt in Funktion, öffnet sich die Darmperistaltik und trägt auf vegetativer Ebene zur emotionalen Verarbeitung bei.
ist ja wohl ne Binse.
Ein angespannter Mensch neigt zu Verstopfung; ein Darm, der funktioniert, trägt zum Wohlbefinden bei.
("Wenn´s Arscherl brummt, ist´s Herzerl g´sund.")
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Kennst du wissenschaftliche Studien die dem widersprechen?
Ich hab´s oben verlinkt - nicht alles aus dem Feld der "Körpertherapien" macht Sinn, aber es sind ein paar gute Ansätze dabei, die auch belegt sind.

Und es sei mir gestattet, auf das Thema des Fadens einzugehen, ohne dass du da prinzipiell aus der Hose springst.


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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 17:17
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:aber es sind ein paar gute Ansätze dabei, die auch belegt sind.
Die Thesen der von dir verlinkten Frau Boyesen sind es halt nicht.
Aber du kannst gerne die Belege einstellen die dir besonders am Herzen liegen, dann schaue ich sie mir mal an.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Und es sei mir gestattet, auf das Thema des Fadens einzugehen, ohne dass du da prinzipiell aus der Hose springst.
Gerne. Ich fand ja schon deinen ersten Versuch bezeichnend. Natürlich werde ich verfolgen ob sich da schon ein Ende des roten Fadens zeigte. :)


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Energie, Empathie und Psychologie

20.08.2021 um 18:15
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Die Thesen der von dir verlinkten Frau Boyesen sind es halt nicht.
Ohne das mit dir ausdiskutieren zu wollen, doch, find ich schon.
Und ich stimme mit dir überein, dass das, was ihre Nachfolger daraus gemacht haben, ziemlich schräg klingt.

Reich finde ich als "Impulsgeber" ebenfalls interessant;
den Quatsch mit dem Orgon halte ich für ne Art Versuch, östliches Denken zu imitieren, Lebensenergie oder wasweißich.
Aber lieber ein Quatschbegriff, als eine Theorie, die versucht, ganz ohne Raum für das zu sein, was wir über´s Bewusstsein halt noch nicht wissen. (Nein, das heißt nicht, dass ich gerne an Quatsch glaube, ich glaube nur nix, das versucht, ganz ohne ihn auszukommen. Den Rest kann man ja prüfen. Und, by the way, die Verhaltenstherapie entdeckt auch immer mehr die "Beziehungsqualität".)

Die gute Frau Boysen hat sich ihr Stethoskop auch erst angeschafft, nachdem sie mit ihrer Praxis umgezogen war und sie merkte,
dass es in den neuen Räumlichkeiten ohne zu laut war, zu viele Nebengeräusche.
Und die Qualität ihrer Therapien darunter litt, dass sie diesen Bezug nicht mehr hatte,
was ich halt aufgrund persönlicher Erfahrung gut nachvollziehen kann.
(Mit Patienten und meinen eigenen Reaktionen.)

Und den Bezug zum Faden seh ich vor allem darin, bei einer so "vertraulichen" Situation
(ihr zwei macht ja keine Therapie in dem Sinne miteinander, @Galliad)
das Setting gut im Auge zu behalten, nicht nur den Kopf und den Raum in dem ihr seid,
sondern auch den Körper mit seinen Reaktionen.
Dann wird das auch was. Schönes. :sun:


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Energie, Empathie und Psychologie

21.08.2021 um 09:39
Ich empfinde Seele.
"Psyche" oder "Psychologie" bedeutet mir zu viel "wissenschaftliches" Denken, dass aber dann wiederum ambivalent erscheint.
Ich denke Handauflegen bewirkt etwas.


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22.08.2021 um 00:37
Zitat von GalliadGalliad schrieb:Seitdem wirkt er um einiges entspannter und ausgeglichener. Allgemein scheint ihn diese Erfahrung positiv verändert zu haben. Ich würde gerne mal eure Meinung zu dem hören, was wir da getan haben.
Ganz persönlich würde ich das als primitive Form eines Rituals beschreiben. Das berühren und besprechen, das zum Teil aus sich heraustreten klingt für mich danach. Ich hab aber auch nix mit Reiki und Akupunktur am Hut.
Von daher, ein wunderbares gemeinsames Erlebnis, eine spirituelle Erfahrung zu zweit. Hübsch aber auch nicht überzubewerten. Die Frage ist halt was du mit so einer Erfahrung machen willst. Oder ob du damit überhaupt was machen willst.
Zitat von GalliadGalliad schrieb:Ich habe schon früher Menschen in meinem Umfeld versucht amateurpsychologisch zu betreuen, aber nie auf diese Weise, nie mit vergleichbaren Ergebnissen und nie mit dieser Art von Verständnis.
Tipp vom paxito: das solltest du eh nicht. Also amateurpsychologisch Leute betreuen. Betreu sie einfach so, das reicht.
Zitat von GalliadGalliad schrieb:Ob ich dabei Gedanken lese oder unbewusste Körperreaktionen wahrnehme, sei mal dahin gestellt. Die Zeichen sind nicht visuell, da es mir auch im dunkeln gelingt.
Da interessiert mich jetzt schon wie du das ausgetestet hast. Und warum überhaupt.
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Ich glaube zu wissen wo die Reise hingeht deshalb beschränke ich mich mal auf die Menschenversuche hinsichtlich der Akupunktur.
Mal abgesehen davon, dass ihr Freund sie mal als Akupunktur Übungsopfer gebraucht hat, ist Akupunktur doch überhaupt nicht Thema.


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23.08.2021 um 01:17
Zitat von paxitopaxito schrieb:Da interessiert mich jetzt schon wie du das ausgetestet hast. Und warum überhaupt.
indem ich es im dunkeln tue.


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23.08.2021 um 07:37
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Ohne das mit dir ausdiskutieren zu wollen, doch, find ich schon.
Und da du natürlich, wer würde ernsthaft daran zweifeln, der evidenzbasierte Wisenschaft weit überlegen bist mit deinem Hausfrauenglauben gilt das jetzt mal als Fakt Spoilerzumindest innerhalb deines Einbildungshorizontes.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Mal abgesehen davon, dass ihr Freund sie mal als Akupunktur Übungsopfer gebraucht hat, ist Akupunktur doch überhaupt nicht Thema.
Es geht sich auch nicht um die Akupunktur an sich sondern darum dass sie für einen Laien das Nadelkissen macht.
Liebe hin oder her, es gibt sinnvollere Freizeitbeschäftigungen. Eigentlich zeigt es, neben dem Hang zu Menschenversuchen eh nur auf wie defizitär die HP-Ausbildung sein kann wenn nach erfolgreicher Prüfung noch mit Buch in der einen und Nadel in der anderen Hand auf Punktesuche gehen muss.


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Energie, Empathie und Psychologie

23.08.2021 um 08:16
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:DalaiLotta schrieb:
aber es sind ein paar gute Ansätze dabei, die auch belegt sind.

Die Thesen der von dir verlinkten Frau Boyesen sind es halt nicht.
Das war die ursprüngliche Aussage.
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Ohne das mit dir ausdiskutieren zu wollen, doch, find ich schon.

Und da du natürlich, wer würde ernsthaft daran zweifeln, der evidenzbasierte Wisenschaft weit überlegen bist mit deinem Hausfrauenglauben gilt das jetzt mal als Fakt
Und du stellst jetzt in Frage, ob meine Meinung meine Meinung sein könne?
Es ist ein Fakt, dass ich da "gute Ansätze" sehe, ja klar - jedenfalls im Sinne des angesprochenen Themas.

@Zyklotrop, auch wenn du es nicht gerne hörst, aber aufgrund der stattlichen Anerkennung meiner Prüfung
bin ich Teil der "evidenzbasierten Medizin". Ich steh da nicht drüber oder drunter, ich verdiene mein Geld damit.

Wohingegen fraglich ist, mit welcher objektiven Berechtigung du deinen "Kampf für das Gute" - oder nein, du kämpfst ja "gegen das Böse!" hier führst.

Gehören "Geisterjäger" nicht auch immer zu denen, die an Geister glauben?


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Energie, Empathie und Psychologie

23.08.2021 um 09:53
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:sondern darum dass sie für einen Laien das Nadelkissen macht.
Ist doch völlig normal. In der Ausbildung haben wir uns gegenseitig mehrfach Blut abgezapft, ist auch nix anderes. Bei irgendwem muss du dann ja letztlich anfangen und das erste mal eine Nadel setzen, egal ob zur Akupunktur oder zum Blutabnehmen. Auch beim zweiten, dritten und vierten Mal ist man noch Laie, auch dann ist da nix verkehrtes bei ein Buch mit Anleitung noch neben sich zu haben. Und dann kommen irgendwann Patienten, denen man immer noch sagt „darf Pflegeschüler paxito bei Ihnen Blut abnehmen?“ wenn da alle Anfänger ablehnen würden, gäbe es irgendwann niemanden mehr der das kann.
Zitat von GalliadGalliad schrieb:indem ich es im dunkeln tue.
Okay, wann trifft man denn Leute in tiefer Dunkelheit und führt Gespräche bei denen man wahrnimmt das jemand lügt? Moment… jetzt wo ich das so schreibe…


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Energie, Empathie und Psychologie

23.08.2021 um 09:57
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ist doch völlig normal. In der Ausbildung haben wir uns gegenseitig mehrfach Blut abgezapft, ist auch nix anderes. Bei irgendwem muss du dann ja letztlich anfangen und das erste mal eine Nadel setzen, egal ob zur Akupunktur oder zum Blutabnehmen.
Für mich macht es einen Unterschied ob man es unter fachlicher Anleitung und Überwachung lernt oder mit einem Buch in der Hand Nadeln in Menschen sticht.
Ich bin aber bereit zu akzeptieren dass du das vielleicht nicht erkennst.


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Energie, Empathie und Psychologie

10.09.2021 um 02:19
Ich muss hier mal kurz erwähnen, dass ich keine Frau bin. :D
Tut mir leid, das hätte ich erwähnen sollen.
Zitat von paxitopaxito schrieb am 23.08.2021:Okay, wann trifft man denn Leute in tiefer Dunkelheit und führt Gespräche bei denen man wahrnimmt das jemand lügt? Moment… jetzt wo ich das so schreibe…
Ja, ich bin manchmal Freelancer beim CIA. Spoilernicht wirklich
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb am 23.08.2021:Für mich macht es einen Unterschied ob man es unter fachlicher Anleitung und Überwachung lernt oder mit einem Buch in der Hand Nadeln in Menschen sticht.
Ich bin aber bereit zu akzeptieren dass du das vielleicht nicht erkennst.
es war mit buch. aber es hat keine schmerzen verursacht, er hat voll auf hygiene geachtet und ich habe nach grober beschreibung die genauen Punkte vorgegebnen


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