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Morphogenetische Felder

832 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Morphogenetische Felder ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Morphogenetische Felder

03.03.2026 um 14:01
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aus einem formellen Grund ist es mir derzeit nicht möglich, sie erneut zu zitieren.
Okaayyy ...
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:In der verlinkten Diskussion wurde mittels Implikationen die Falschbehauptung aufgestellt, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können.

In der verlinkten Diskussion wurde mittels einer Implikation die Falschbehauptung aufgestellt, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt.
Eine kurze Erklärung, wie die Beteiligung der morphischen Felder bei der Artaufspaltung nun genau aussieht, könnte dem Thread vielleicht weiterhelfen.

Unterm Strich gehts aber doch um das große Ganze.
Und da sieht es, meines Wissens, doch so aus, dass es keine belastbaren Belege für Sheldrakes Hypothese gibt. Seine Hypothese lässt sich weder belegen noch falsifizieren und hat daher naturgemäß in den Naturwissenschaften einen schweren Stand.
Zudem würde mich interessieren, wie die Felder mit den Individuen kommunizieren/interagieren.
Das ist alles in meinen Augen ziemlich unausgereift.


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Morphogenetische Felder

03.03.2026 um 18:48
Zitat von philterphilter schrieb:Meines Wissens handelt es sich bei morphogenetischen Feldern um ein theoretisches Hilfsmittel innerhalb eines heuristischen Modells. Er stützt sich auf alte Konzepte und die metaphorische Sprache der Entwicklungsbiologie. In der realen Biologie werden unter Feldern im Wesentlichen chemische Gradienten und Signalwege verstanden, die das Wachstum, die Differenzierung und die Musterbildung von Zellen und Gewebe koordinieren.

Die Formulierung lässt den Eindruck entstehen, dass morphogenetische Felder in der heutigen Biologie etabliert und allgemein anerkannt seien. Das stimmt so aber nicht.
Magst du erläutern, durch welches andere Konzept das ursprüngliche Konzept des morphogenetischen Feldes in der Biologie ersetzt worden ist?
Du scheinst dich mit dieser Frage ja gut auszukennen.
Zitat von emanonemanon schrieb:Eine kurze Erklärung, wie die Beteiligung der morphischen Felder bei der Artaufspaltung nun genau aussieht, könnte dem Thread vielleicht weiterhelfen.
Wie ich bereits geschrieben habe, wurde in der verlinkten Diskussion mittels einer Implikation die Falschbehauptung aufgestellt, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt. Es muss also um die Darlegung der Tatsache gehen, dass Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern sich mit der Existenz des Prozesses der Artaufspaltung vereinbaren lassen.
Es geht hingegen nicht um die Frage, ob der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spielt.

Sheldrake bestreitet nicht, dass neue Arten durch die verschiedenen Prozesse der Artbildung entstehen können, die es aus Sicht der heutigen Biologie gibt. Er erweitert die Erklärungen, die es hinsichtlich der Frage gibt, mit welchem Ereignis der Weg hin zu einer Artaufspaltung beginnen kann, allerdings um die folgende Erklärung:

Der Weg hin zu einer Artaufspaltung kann theoretisch damit beginnen, dass ein Verhalten oder ein körperliches Merkmal, das bei einem Angehörigen einer Art neu entstanden ist, infolge des Einflusses morphischer Resonanz bei weiteren Angehörigen der Population, der er angehört, und bei Angehörigen anderer Populationen der Art entsteht.
Zitat von emanonemanon schrieb:Unterm Strich gehts aber doch um das große Ganze.
Und da sieht es, meines Wissens, doch so aus, dass es keine belastbaren Belege für Sheldrakes Hypothese gibt.
Was wäre deiner Meinung nach denn ein belastbarer Beleg für Sheldrakes Hypothese?
Zitat von emanonemanon schrieb:Seine Hypothese lässt sich weder belegen noch falsifizieren und hat daher naturgemäß in den Naturwissenschaften einen schweren Stand.
Dann müsste sich die Aussage, dass sich Sheldrakes Hypothese nicht belegen lässt, ja bei Wikipedia finden. Das ist aber nicht so.
Du ignorierst in Bezug auf die Frage, ob Sheldrakes Hypothese theoretisch belegbar ist, den Ausschnitt aus dem Essay von Alex Gomez-Marin, den ich in meinem Beitrag vom 28.02. (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) zitiert habe. Gomez-Marin erläutert in dem zitierten Abschnitt seines Essays, dass sich Sheldrakes Hypothese experimentell testen lässt.

Sheldrake schreibt in Bezug auf die Frage, ob es für seine Hypothese Belege gibt, auf seiner Internetseite Folgendes:
Do you have evidence for your hypotheses?

Yes. For the hypothesis for morphic resonance, several other scientists and I have tested it in the realms of human and animal behaviour over the last 30 years. This evidence is summarised in the third edition of my book A New Science of Life (2009), called Morphic Resonance in the US, and I propose 10 new tests in the Appendix to this book. In addition, there is a great deal of circumstantial evidence from experiments with crystals, cell cultures, fruit flies, rats and humans which I summarize in The Presence of the Past (1988; new edition 2011).

For my hypotheses about the extended mind and telepathy, much evidence is summarized in my papers on these subjects, and in my books Dogs That Know When Their Owners Are Coming Home and The Sense of Being Stared At.
https://www.sheldrake.org/about-rupert-sheldrake/frequently-asked-questions
Zitat von emanonemanon schrieb:Zudem würde mich interessieren, wie die Felder mit den Individuen kommunizieren/interagieren.
Das ist alles in meinen Augen ziemlich unausgereift.
Und wenn Sheldrake mit seiner Hypothese recht behält, dann ist es visionär.
In dem Ausschnitt aus den Frequently Asked Questions der Internetseite Sheldrakes, den ich in meinem Beitrag vom 28.02. zitiert habe (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) trifft Sheldrake die Aussage, dass er annimmt, dass morphische Resonanz auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten beruht.


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Morphogenetische Felder

03.03.2026 um 19:12
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Magst du erläutern, durch welches andere Konzept das ursprüngliche Konzept des morphogenetischen Feldes in der Biologie ersetzt worden ist?
Puh. Okay.

Also, das ursprüngliche Konzept des morphogenetischen Feldes entstand mWn im frühen 20. Jahrhundert als Versuch zu erklären, wie sich Zellen in nem Embryo koordiniert zu Organen und Körperachsen organisieren. Man stellte sich ein Feld vor, das praktisch ordnend auf das Gewebe wirkt und ihm Form verleiht. Dieses Feld war aber theoretisch und blieb mechanistisch unbestimmt.

In der modernen Entwicklungsbiologie wurde dieses unscharfe Konzept nicht einfach beibehalten, sondern durch exaktere, experimentell überprüfbare Modelle ersetzt.

Zentral ist heute das sog. Morphogen-Gradienten-Modell.

Dabei geht man davon aus, dass bestimmte Signalmoleküle, sog. Morphogene (BMPs, Sonic Hedgehogs sich im Gewebe in Konzentrationsgradienten verteilen.

Die Zellen reagieren unterschiedlich, je nachdem, welcher Konzentration sie ausgesetzt sind. Sie lösen also ihre Position im entstehenden Organismus über messbare chemische Unterschiede aus und aktivieren entsprechend bestimmte Gene.

Was früher als Feldwirkung beschrieben wurde, wird heute als Ergebnis molekularer Signalverteilung verstanden.

Drüber hinaus spielt das Konzept genregulatorischer Netzwerke eine entscheidende Rolle.

Entwicklung wird heutzutage als dynamisches Zusammenspiel vieler Gene verstanden, die sich gegenseitig aktivieren oder hemmen.

Dieses Netzwerke erzeugen stabile Muster durch Rückkopplung, Schwellenwerte und Selbstorganisationsprozesse. Auch spezifische Transaktionen wie zB Hedgehog, Wnt, Notch oder BMP Signalwege sind gut charakterisiert und experimentell nachweisbar. Die vermitteln quasi räumliche Information zwischen Zellen und koordinieren Differenzierung und Musterbildung.

Ergänzend dazu hat die Mechanobiologie dem Menschen gezeigt, dass auch physikalische Faktoren wie Zelladhäsion, mechanische Spannung oder Gewebedruck zur Formbildung beitragen. Entwicklung ist somit (in der Lesart moderner Biologie) das Resultat biochemischer Gradienten, genetischer Regulation und mechanischer Kräfte, aber keiner Wirkung eines eigenständigen, unbekannten Feldes.

Zusammengefasst wurde das ursprüngliche, eher ganzheitliche Feldkonzept durch ein "Ensemble" (ich mag das Wort nicht) konkret beschreibbarer Mechanismen ersetzt. Dh chemische Gradienten, molekulare Signalwege, genregulatorische Netzwerke und mechanische Selbstorganisation.

Was damals metaphorisch als Feld bezeichnet wurde, lässt sich heute weitgehend auf diese physikalisch und biologisch einfachen (wenn auch inhaltlich komplizierten?) Prozesse zurückführen.


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Morphogenetische Felder

03.03.2026 um 19:24
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es geht hingegen nicht um die Frage, ob der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spielt.
Mir ging es darum, deshalb habe ich ja entsprechende Fragen gestellt.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Er erweitert die Erklärungen, die es hinsichtlich der Frage gibt, mit welchem Ereignis der Weg hin zu einer Artaufspaltung beginnen kann, allerdings um die folgende Erklärung:

Der Weg hin zu einer Artaufspaltung kann theoretisch damit beginnen, dass ein Verhalten oder ein körperliches Merkmal, das bei einem Angehörigen einer Art neu entstanden ist, infolge morphischer Resonanz bei weiteren Angehörigen der Population, der er angehört, und bei Angehörigen anderer Populationen der Art entsteht
Kann er ja auch gerne machen, nur hat er dafür keinerlei brauchbare Belege.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Was wäre deiner Meinung nach denn ein belastbarer Beleg für Sheldrakes Hypothese?
Er könnte, wenn er denn könnte, nachvollziehbar erklären, wie die Kommunikation/Interaktion zwischen Individuum und MP vonstattengeht. Das dann experimentell belegen, so dass es reproduzierbar ist und schon wären wir ein ganzes Stückchen weiter.
Nun ist Sheldrakes Kopfgeburt ja schon Jahrzehnte alt und bisher hat er dazu nichts Zählbares auf die Füße gestellt. Auch wenn die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, gehe ich nicht davon aus, dass sich das in Zukunft ändert.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Dann müsste sich die Aussage, dass sich Sheldrakes Hypothese nicht belegen lässt, ja bei Wikipedia finden. Das ist aber nicht so.
Wofür ist das relevant?
Aber gehen wir es doch mal ganz positiv an.
Kannst du Sheldrake helfen und die Richtigkeit seiner Hypothese belegen?
Rhetorische Frage.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Gomez-Marin erläutert in dem zitierten Abschnitt seines Essays, dass sich Sheldrakes Hypothese experimentell testen lässt.
Behauptet wird viel, wenn der Tag lang ist.
Gibt es wissenschaftliche Papers?
Was sagt das Peer-Review?
Oder muss man sich Sheldrakes Buch kaufen, um an die Infos zu kommen? Das wäre dann in meinen Augen kein gutes wissenschaftliches Procedere.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Und wenn Sheldrake mit seiner Hypothese recht behält, dann ist es visionär.
Und wenn Katzen Pferde wären, könnten wir auf ihnen die Bäume hochreiten.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:In dem Ausschnitt aus den Frequently Asked Questions der Internetseite Sheldrakes, den ich in meinem Beitrag vom 28.02. zitiert habe (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) trifft Sheldrake die Aussage, dass er annimmt, dass morphische Resonanz auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten beruht.
Er nimmt halt (MF betreffend) eine Menge an und belegt nichts.
Seit Jahrzehnten schon.
Auch eine Leistung.

Die Wissenschaft weiß noch nix Genaues, aber clevere XXXXXX sind schon durchgestartet und ziehen ihren Mitmenschen die Kohle aus der Tasche. Einfach mal googeln: "Lesen im MP, heilen mit dem MP, etc."
Aber wenn man in der Akasha-Chronik (hat Sheldrake hier geklaut) lesen und Menschen per Aurachirurgie heilen kann, warum nicht weiteren Humbug erschließen ...


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Morphogenetische Felder

08.03.2026 um 19:28
@philter

Danke für diesen Überblick! In einem seiner Essays auf Substack gibt Rupert Sheldrake einen Überblick darüber, warum die Morphogenese eines der großen ungelösten Probleme der Biologie ist und wirft einen Blick auf die verschiedenen Arten von Theorien, die zwecks der Erklärung der Morphogenese aufgestellt worden sind. Neben der mechanistischen Theorie der Morphogenese zählen hierzu die vitalistischen und die organismischen Theorien der Morphogenese:
Morphogenesis is one of the great unsolved problems of biology. In this essay, I summarize why it is a problem and then look at the three main kinds of theory that have been proposed to explain it: mechanistic, vitalist and organismic.
https://rupertsheldrake.substack.com/p/three-theories-of-morphogenesis-mechanistic

In Bezug auf die mechanistische Theorie der Morphogenese spricht er das von dir beschriebene Morphogen-Gradienten-Modell an:
In the early days of molecular biology, there seemed to be a simple, straightforward picture: one gene was transcribed into one messenger RNA molecule, which coded for one protein. But the picture has grown more complicated. Messenger RNA can be made up of pieces transcribed from different regions of the DNA and subsequently joined together in a specific way. Moreover, the synthesis of proteins is also controlled at the translational level; protein synthesis can be switched on and off even in the presence of appropriate messenger RNA.

The different proteins made by different types of cells thus depend on the way in which protein synthesis is controlled. The only way in which this can be understood mechanistically is in terms of physical and chemical influences on the cells; patterns of differentiation must therefore depend on physical and chemical patterns within the tissue, such as concentration gradients of specific chemicals called morphogens. The cells may also respond to electrical gradients, electrical or chemical oscillations, mechanical contacts between cells, or combinations of different factors. The cells must then respond to these differences in specific ways. One way of thinking about this problem is to regard these physical or chemical factors as providing “positional information” which the cells then “interpret” in accordance with their “genetic program” by switching the synthesis of particular proteins on or off.
https://rupertsheldrake.substack.com/p/three-theories-of-morphogenesis-mechanistic

In Bezug auf die Schwachpunkte der mechanistischen Theorie der Morphogenese schreibt er u. a. Folgendes:
Even if physical or chemical factors affecting the growth of an arm, the formation of an eye or the development of an apple can be identified, this raises the question of how these factors are themselves patterned in the first place.

[...]

So far, there has been a set of one-to-one relationships: a gene is switched on by a specific stimulus; DNA is transcribed into RNA; and RNA is translated into a particular sequence of amino acids, a polypeptide chain. But now this simple causal sequence comes to an end. How do the polypeptide chains fold up into the characteristic three-dimensional structures of proteins? How do the proteins give the cells their characteristic structures? How do cells aggregate together to give tissues characteristic structures? And so on. These are the problems of morphogenesis proper: the synthesis of specific polypeptide chains provides the basis for the metabolic machinery and the structural materials on which morphogenesis depends. The polypeptide chains and the proteins into which they fold up are undoubtedly necessary for morphogenesis; but what actually determines the patterns and structures into which the proteins, cells and tissues combine? Mechanists assume that all this can be explained in terms of physical interactions. Morphogenesis takes place spontaneously, given the right proteins in the right places at the right times and in the right sequence. This is rather like saying that a house can build itself spontaneously as long as the right building materials are delivered to the building site at the right times. At this crucial stage, biology abdicates, and the problem of morphogenesis is left to spontaneous physical and chemical processes.

In the building-site analogy, the activity of the builders and a plan to which they are working are needed in addition to the starting materials. By contrast, morphogenesis must depend on spontaneous physical processes driven by spontaneous energy flows, and the systems must be self-organizing. But how?

In so far as these structures undergo spontaneous self-assembly, they resemble crystals; some of them, like viruses, can indeed be regarded as crystalline or quasi-crystalline. So, in principle they pose no more, or no less, of a problem than normal crystallization; the same sorts of physical process can be assumed to be at work.

Nevertheless, very few morphogenetic processes can be regarded as types of crystallization. They must involve a number of other physical factors; for example, the forces of surface tension influence the shapes taken up by membranes. And then some of the patterns may arise from statistically random fluctuations. Simple examples of the appearance of order through fluctuations have been studied from the point of view of irreversible or non-equilibrium thermodynamics in inorganic systems. Some patterning processes can be modelled mathematically in complex systems theory.

However, the mechanistic theory does not merely suggest physical processes play a part in morphogenesis; it asserts that morphogenesis is entirely explicable in terms of physics. But this does not necessarily mean it can be explained in terms of the known laws of physics.
https://rupertsheldrake.substack.com/p/three-theories-of-morphogenesis-mechanistic

Er erläutert, dass die mechanistische Theorie der Morphogenese die Morphogenese derzeit nicht vollständig erklären kann und er trifft die Aussage, dass es ein Ding der Unmöglichkeit sein könnte, aufzuzeigen, dass sich die Morphogenese mit einem mechanistischen Erklärungsmodell vollständig erklären lasse:
In relation to biological morphogenesis a complete explanation would be achieved if a biologist supplied with the entire genome sequence of an organism details about the physical and chemical state of the fertilized egg, and of its environment, could predict in terms of the fundamental laws of physics (e.g. quantum field theory, the equations of electro-magnetism, the second law of thermodynamics, etc.)

• The three-dimensional structure of all the proteins the organism would make.
• The enzymic and other properties of these proteins.
• The organism's entire metabolism.
• The nature and consequences of all the types of positional information that would arise during its development.
• The structure of its cells, tissues and organs and the form of the organism as a whole.
• In the case of an animal, its instinctive behaviour.

If all these predictions could be made successfully, and if, in addition, the course of processes of regulation and regeneration could also be predicted a priori, this would indeed be a conclusive demonstration that living organisms are fully explicable in terms of the known laws of physics. But nothing of the sort can be done at present. So, there is no way of demonstrating that such an explanation is possible. It might not be.
https://rupertsheldrake.substack.com/p/three-theories-of-morphogenesis-mechanistic
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 03.03.2026:Es geht hingegen nicht um die Frage, ob der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spielt.
Mir ging es darum, deshalb habe ich ja entsprechende Fragen gestellt.
In meinem Einstiegsbeitrag vom 31.01. habe ich mit Hinblick auf die von mir verlinkte Diskussion die Frage in den Raum gestellt, ob Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand seien, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

[...]

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
In deinem Einstiegsbeitrag vom 26.02. hast du mit der Antwort
Zitat von emanonemanon schrieb am 26.02.2026:Relevanter wäre es, aufzuzeigen und nachzuweisen, wie morphische Felder "Artaufspaltung" initiieren/verursachen.
implizit die Aussage getroffen, dass aus Sheldrakes Sicht der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spiele.

Mit dem Satz
Zitat von emanonemanon schrieb am 28.02.2026:Könntest du nachweisen, dass/wie Sheldrakes MF die "Artaufspaltung“ initiieren/verursachen, dann wäre die Hypothese auf dem besten Weg hin zur Theorie/zum gesicherten Wissen, man könnte sie mittels Beobachtungen, Experimenten etc. verifizieren.
und mit dem Satz
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:Eine kurze Erklärung, wie die Beteiligung der morphischen Felder bei der Artaufspaltung nun genau aussieht, könnte dem Thread vielleicht weiterhelfen.
hast du die gerade beschriebene implizite Aussage zu zwei späteren Zeitpunkten zwei weitere Male implizit getroffen.

Es war also sowohl mit Hinblick auf den Threadverlauf als auch aus logischer Sicht geboten, dass ich zunächst darlege, wie die Antwort auf die von mir formulierte Frage lautet. (Denn wenn Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern tatsächlich unvereinbar mit dem Umstand wären, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt, so hätte sich eine Antwort auf die Frage, ob der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spielt, erübrigt.)
Ich habe in meinem letzten Beitrag dargelegt, warum sich Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt, vereinbaren lassen.

Sheldrake stellt die Behauptung, dass der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spiele, nicht auf. Deine Implikation, Sheldrake vertrete die Ansicht, dass der Einfluss der morphischen Felder der Angehörigen einer Art bei allen denkbaren Möglichkeiten der Artaufspaltung, die die Art theoretisch erfahren kann, eine Rolle spiele, ist ungerechtfertigt und irreführend und stellt eine implizit aufgestellte Falschbehauptung dar.
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:Er könnte, wenn er denn könnte, nachvollziehbar erklären, wie die Kommunikation/Interaktion zwischen Individuum und MP vonstattengeht. Das dann experimentell belegen, so dass es reproduzierbar ist und schon wären wir ein ganzes Stückchen weiter.
Nun ist Sheldrakes Kopfgeburt ja schon Jahrzehnte alt und bisher hat er dazu nichts Zählbares auf die Füße gestellt. Auch wenn die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, gehe ich nicht davon aus, dass sich das in Zukunft ändert.
Wie ich bereits angesprochen habe, vermutet Sheldrake, dass morphische Resonanz (der Informationsfluss zwischen morphischen Feldern) auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten beruht. Man kann von einem Biologen nicht erwarten, dass er eine revolutionäre physikalische Entdeckung macht und diese wissenschaftlich beschreibt.
Sheldrake stellt mit Hinblick auf seine Überlegungen zu morphischen Feldern Hypothesen auf, die sich testen lassen und testet diese mit Experimenten.
Er veröffentlicht die Ergebnisse seiner Experimente in Fachzeitschriften, deren Artikel ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen:
Do you follow the scientific method?

Yes. I put forward hypotheses, test the hypotheses by experiment, and publish the results in peer-reviewed journals. In areas where there has been almost no previous scientific research, for example in relation to telepathy in animals and between mothers and their children, I start by investigating the natural history of the phenomena by collecting stories from people about their experiences, and then doing surveys to find out how common these experiences are. I then investigate these phenomena by means of experimental tests wherever possible.
https://www.sheldrake.org/about-rupert-sheldrake/frequently-asked-questions
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 03.03.2026:Dann müsste sich die Aussage, dass sich Sheldrakes Hypothese nicht belegen lässt, ja bei Wikipedia finden. Das ist aber nicht so.
Wofür ist das relevant?
Der Umstand, dass sich die Aussage, Sheldrakes Hypothese sei grundsätzlich unbelegbar, nicht bei Wikipedia findet, ist mit Hinblick darauf von Bedeutung, wie deine Behauptung, Sheldrakes Hypothese lasse sich nicht belegen, zu bewerten ist. Wenn ich darauf hinweise, dass sich die Aussage, Sheldrakes Hypothese sei grundsätzlich unbelegbar, nicht bei Wikipedia findet, dann ist dies für die Darlegung der Tatsache von Bedeutung, dass es sich bei deiner Behauptung, Sheldrakes Hypothese lasse sich nicht belegen, um eine Falschbehauptung handelt.
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 03.03.2026:Gomez-Marin erläutert in dem zitierten Abschnitt seines Essays, dass sich Sheldrakes Hypothese experimentell testen lässt.
Behauptet wird viel, wenn der Tag lang ist.
Die Tatsache, dass sich Experimente formulieren lassen, mit denen sich Sheldrakes Hypothese der morphischen Resonanz testen lässt, lässt sich nicht bestreiten. Die Tatsache, dass sich Experimente formulieren lassen, mit denen sich Sheldrakes Hypothese der morphischen Resonanz testen lässt, existiert unabhängig davon, wie die Wissenschaft Sheldrakes Hypothesen bewertet. Wenn jemand behauptet, dass das Ergebnis b eintrete, sobald der Umstand a gegeben ist, so lässt sich diese Behauptung selbstverständlich überprüfen, indem man ein wissenschaftliches Experiment durchführt, bei dem man den Umstand a erzeugt.
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:Gibt es wissenschaftliche Papers?
Was sagt das Peer-Review?
Oder muss man sich Sheldrakes Buch kaufen, um an die Infos zu kommen? Das wäre dann in meinen Augen kein gutes wissenschaftliches Procedere.
Die Aussage Sheldrakes, die ich in meinem letzten Beitrag zitiert habe, enthält die Information, dass er wissenschaftliche Papers veröffentlicht:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 03.03.2026:
For my hypotheses about the extended mind and telepathy, much evidence is summarized in my papers on these subjects, and in my books Dogs That Know When Their Owners Are Coming Home and The Sense of Being Stared At.
https://www.sheldrake.org/about-rupert-sheldrake/frequently-asked-questions
Sheldrake listet alle seine wissenschaftlichen Arbeiten auf seiner Internetseite auf:
Rupert Sheldrake is a biologist and author of more than 100 scientific papers, listed below by category, with abstracts and links to full-text where available.
https://www.sheldrake.org/research/all-scientific-papers
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 03.03.2026:In dem Ausschnitt aus den Frequently Asked Questions der Internetseite Sheldrakes, den ich in meinem Beitrag vom 28.02. zitiert habe (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) trifft Sheldrake die Aussage, dass er annimmt, dass morphische Resonanz auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten beruht.
Er nimmt halt (MF betreffend) eine Menge an und belegt nichts.
Seit Jahrzehnten schon.
Auch eine Leistung.
Mit diesen Worten stellst du die Behauptung auf, Sheldrakes Experimente hätten keine Ergebnisse geliefert, die sich als Belege für Sheldrakes Annahmen bezeichnen lassen. Diese von dir aufgestellte Behauptung ist falsch. Sheldrakes Experimente haben sehr wohl Ergebnisse geliefert, die sich als Belege für Sheldrakes Annahmen bezeichnen lassen. Als Beispiele dafür, dass dies so ist, hier Ausschnitte aus zwei Fachartikeln, die Sheldrake über Experimente veröffentlicht hat, welche er bezüglich des Phänomens der Telefon-Telepathie durchgeführt hat:
Introduction

Seemingly telepathic experiences with telephones are common. Many people have found that for no apparent reason they start thinking about a particular person, then the phone rings and that person is on the line. Or else when the telephone starts ringing they have an intuition about who is calling, and turn out to be correct. Usually such calls are from people whom the person knows well.

Such experiences are the commonest kind of apparent telepathy in the modern world (Sheldrake, 2001, 2003; Brown & Sheldrake, 2002). Surprisingly, psychic researchers and parapsychologists seem to have ignored this phenomenon.

[...]

Discussion

Combining the results of all our experiments, and adding in the trials conducted by Sam Bloomfield, there were 63 participants altogether. They made 231 correct guesses in 571 trials, a success rate of 40%, well above the mean chance expectation of 25% (Table 8).

[...]

Telepathy
The results of the experiments reported in this paper do not seem to be explicable in terms of artefacts, information leakage or sensory clues. These findings support the hypothesis of telepathy.
https://www.sheldrake.org/research/telepathy/experimental-tests-for-telephone-telepathy

https://www.sheldrake.org/files/pdfs/papers/Experimental-Tests-for-Telephone-Telepathy.pdf
Discussion

Colleen Nolan's above-chance success rate cannot be explained in terms of "normal" sensory clues: there is no way she could have seen or heard which of her sisters was calling her from a basement 1 km away.

[…]

We conclude that the results support the hypothesis of telepathic communication.
https://www.sheldrake.org/research/telepathy/a-filmed-experiment-on-telephone-telepathy-with-the-nolan-sisters

https://www.sheldrake.org/files/pdfs/papers/A-Filmed-Experiment-on-Telephone-Telepathy-with-the-Nolan-Sisters.pdf

Bei deiner Antwort
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:Er nimmt halt (MF betreffend) eine Menge an und belegt nichts.
Seit Jahrzehnten schon.
Auch eine Leistung.
handelt es sich um eine Antwort auf die von mir gepostete Information, dass Sheldrake annimmt, morphische Resonanz beruhe auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten. Die Kritik, die du mit deiner Antwort äußerst, gilt somit auch dem Umstand, dass Sheldrake die Existenz der bislang unentdeckten physikalischen Effekte, von denen er spricht, nicht nachgewiesen hat. Sheldrake dafür zu kritisieren, dass er die unentdeckten physikalischen Effekte, von denen er spricht, bislang nicht nachgewiesen habe, ist unangemessen, da man von einem Biologen nicht erwarten kann, dass er eine revolutionäre physikalische Entdeckung macht und diese wissenschaftlich beschreibt.
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:Die Wissenschaft weiß noch nix Genaues, aber clevere XXXXXX sind schon durchgestartet und ziehen ihren Mitmenschen die Kohle aus der Tasche. Einfach mal googeln: "Lesen im MP, heilen mit dem MP, etc."
Aber wenn man in der Akasha-Chronik (hat Sheldrake hier geklaut) lesen und Menschen per Aurachirurgie heilen kann, warum nicht weiteren Humbug erschließen ...
Wenn es Personen gibt, die unter Bezugnahme auf Sheldrakes Hypothesen unseriöse Dienstleistungen anbieten, so ist dies nichts, was man Sheldrake zum Vorwurf machen könnte. Es gibt auch Personen, die unter Bezugnahme auf die Quantenphysik unseriöse Dienstleistungen anbieten ("Quantenheilung").
Zitat von emanonemanon schrieb am 03.03.2026:Aber wenn man in der Akasha-Chronik (hat Sheldrake hier geklaut) lesen und Menschen per Aurachirurgie heilen kann, warum nicht weiteren Humbug erschließen ...
Was möchtest du mit diesem Einschub ausdrücken? Handelt es sich bei diesem Einschub um eine Frage, bei der du das Fragezeichen vergessen hast oder soll das eine Feststellung sein?


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Morphogenetische Felder

08.03.2026 um 20:17
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Sheldrake dafür zu kritisieren, dass er die unentdeckten physikalischen Effekte, von denen er spricht, bislang nicht nachgewiesen habe, ist unangemessen, da man von einem Biologen nicht erwarten kann, dass er eine revolutionäre physikalische Entdeckung macht und diese wissenschaftlich beschreibt.
Mir kommt das ein bisschen so vor wie das Waasergedächtnis der Homöopathen. Hahnemanns Humbug ist darauf angewiesen, doch lässt sich nicht mal eine belastbare Hypothese aufstellen, dass es so etwas überhaupt nur im Ansatz geben könnte. Nicht schreit danach. Und selbst wenn, ergibt sein Modell immer noch keinen Sinn (wie auch so vieles, das sich das Quanten-Q für die Markenbildung leiht, das du erwähnt hast).

Zugegeben: Sheldrakes Betätigungsfeld ist um einiges komplexer, ich habe aber noch keinen deep dive gemacht. Doch die Parallele kommt mir nicht ganz abwegig vor. Und: Wieso sollte Sheldrake physikalischen Welpenschutz gewährt werden? Es wäre schon an ihm, zumindest eine Marschrichtung für eine physikalische Fundamentierung anzuzeigen. Bisher scheint er aber keinen Schuh (Wanderschuh, hi hi 🤣) draus gemacht haben zu können. Uns es hat auch niemand sekundiert, sehe ich das richtig? Nicht einmal Hans-Peter Dürr als Physiker, der ihm immerhin ein gutes Stück entgegengekommen ist?

Ich weiß es alles nicht genau … sind nur so spontane Gedanken. 🤔


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Morphogenetische Felder

08.03.2026 um 20:21
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Die Tatsache, dass sich Experimente formulieren lassen, mit denen sich Sheldrakes Hypothese der morphischen Resonanz testen lässt, lässt sich nicht bestreiten.
Hic rhodos, hic salta.
Sei so gut und schildere mal das deiner Meinung nach belastbarste Experiment, mit dem sich Sheldrakes Hypothese prüfen lässt. Da sieht man dann, welche Ansprüche du und Sheldrake an den "Test" stellen.


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09.03.2026 um 17:32
@Weserdampfer

Danke für deine Antwort 😊
Ich werde mich bei passender Gelegenheit dazu artikulieren.
Ich hänge gerade theoretisch in der Niere (oder beiden) fest 💁🤔


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09.03.2026 um 17:37
@Nemon

Ich würde nicht so pauschal vergleichen: Sheldrakes morphogenetische Felder sind deutlich komplexer und biologisch motiviert, während Hahnemanns Wasser-Gedächtnis reine Fantasie ohne jeden empirischen Anhaltspunkt ist. Nur weil bisher keine vollständige physikalische Theorie existiert, heißt das nicht, dass die Konzepte grundsätzlich gleichwertig unsinnig wären.


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09.03.2026 um 17:43
@philter Ich sagte doch:
Zitat von NemonNemon schrieb:Zugegeben: Sheldrakes Betätigungsfeld ist um einiges komplexer,
Hahnemann hat seinen Sxheiß frei erfunden. Es gibt nichts in der Natur, was mit einem Wassergedächtnis erklärt werden müsste. Es gibt ja den beschriebenen klinischen pharmazeutischen Effekt nicht.

Bei Sheldrake gibt es Effekte mir Erklärungsbedarf. Aber sind seine Felder wirklich zwingend oder überhaupt nur ansatzweise denkbar?


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09.03.2026 um 17:45
@Nemon

Ich würde dem nicht zustimmen. Hahnemanns Wasser-Gedächtnis mag physikalisch absurd sein, aber Sheldrakes morphogenetische Felder sind kein reines Fantasieprodukt. Es gibt zumindest Beobachtungen und Effekte, die eine Erklärung verlangen. Ob seine Felder zwingend oder physikalisch plausibel sind, ist offen, aber das macht sie nicht automatisch mit Homöopathie gleichzusetzen.


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09.03.2026 um 17:48
Zitat von philterphilter schrieb:aber das macht sie nicht automatisch mit Homöopathie gleichzusetzen.
Ich sagte ja auch:
Zitat von NemonNemon schrieb:Mir kommt das ein bisschen so vor wie das Waasergedächtnis der Homöopathen.
Nicht mehr, nicht weniger :note:


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09.03.2026 um 17:50
@Nemon

Verstehe, du meinst es nur als Analogie, aber ich würde trotzdem sagen, dass Sheldrakes Felder konzeptionell deutlich komplexer und potentiell empirisch anschlussfähig(er) sind.

Das geht über die rein spekulative Homöopathie hinaus. Wayne.


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09.03.2026 um 17:52
Zitat von philterphilter schrieb:dass Sheldrakes Felder konzeptionell deutlich komplexer und potentiell empirisch anschlussfähig(er) sind.
Wie gesagt, ich bin da nicht eingetaucht.
Aber irgendwer muss doch mal mit etwas kompatiblem um die Ecke kommen. Oder gibt etwas?


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09.03.2026 um 18:02
@Nemon

Alles klar, du hast ja zugegeben, dass du noch nicht tief eingetaucht bist.

Genau darum ist die Frage spannend. Sheldrakes Felder sind im Gegensatz zur Homöopathie kein völlig frei erfundenes Konzept. Es gibt halt Beobachtungen von wiederkehrenden Mustern in biologischen Systemen, die nach Erklärung verlangen.

Ob seine Felder physikalisch zwingend sind oder überhaupt ansatzweise plausibel sind, ist offen, aber das ist genau der Punkt, wo Forschung ansetzt. Man könnte theoretisch nach kompatiblen physikalischen Mechanismen suchen, die solche Übertragungen erklären könnten. Könnten wir? Können wir.

Wenn du wirklich nen "kompatibles Modell" willst, gibts halt bisher noch keine vollständig ausgereifte Theorie, aber Ansätze aus der Systembiologie, Feldtheorie und Biophysik bieten schnelle oder fixe Anknüpfungspunkte.

Sheldrakes Ideen laden und beide dazu ein, mit methodischem Werkzeug, Experiment und kritischem Denken ne Brücke aus Beobachtung und Theorie zu schlagen, also genau das, was die Analogie mit der Homöopathie irreführend macht.

Kurz gesagt. Es gibt Effekte, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Die Herausforderung ist, ihnen mit wissenschaftlicher Neugier und analytischem Vorgehen nachzugehen, statt vorschnell auf Vergleiche zurückzugreifen.


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09.03.2026 um 21:09
Zitat von NemonNemon schrieb:Wieso sollte Sheldrake physikalischen Welpenschutz gewährt werden? Es wäre schon an ihm, zumindest eine Marschrichtung für eine physikalische Fundamentierung anzuzeigen. Bisher scheint er aber keinen Schuh (Wanderschuh, hi hi 🤣) draus gemacht haben zu können.
Wenn es so etwas wie "physikalischen Welpenschutz" gibt, dann doch wohl allerhöchstens für Physiker, die am Anfang ihrer Karriere stehen.
Zitat von NemonNemon schrieb:Uns es hat auch niemand sekundiert, sehe ich das richtig? Nicht einmal Hans-Peter Dürr als Physiker, der ihm immerhin ein gutes Stück entgegengekommen ist?
Hans-Peter Dürr vertrat die Ansicht, dass die von Sheldrake postulierten morphischen Felder existieren könnten:
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den umstrittenen Thesen Sheldrakes haben nun der Physiker Hans-Peter Dürr und der Philosoph Franz-Theo Gottwald vorgelegt. In ihrem Buch kommen zahlreiche Forscher verschiedener Disziplinen zu Wort. Ziel der Herausgeber ist, „herrschende Naturwissenschaft mit Außenseiter-Wissenschaft konstruktiv zu verbinden“.

Der Biochemiker Friedrich Cramer gehört zu den erklärten Kritikern: Der Begriff Feld sei bei Sheldrake zu einer Worthülse verkommen. Ein Feld müsse sich durch eine Feldgleichung berechnen lassen – wie ein elektromagnetisches Feld oder ein Gravitationsfeld. Bei Sheldrake vermißt Cramer entsprechende Größen und Gesetze.

Hans-Peter Dürr widerspricht: Er verweist auf Quantenfelder, die Physiker als „kreativ“ bezeichnen, und die durchaus mit den Sheldrakeschen morphischen Feldern vergleichbar seien.
https://www.wissenschaft.de/allgemein/rupert-sheldrake-in-der-diskussion-von-hans-peter-duerr-franz-theo-gottwald/

Der Quantenphysiker David Bohm hat ein holistisches Weltbild entwickelt, das mit Sheldrakes Hypothese der morphischen Felder kompatibel ist:
Ich habe mich mit dem Quantenphysiker David Bohm über den Zusammenhang zwischen der Idee der morphischen Felder und seiner Theorie der impliziten Ordnung unterhalten, einer «eingehüllten» Ordnung, die der expliziten Ordnung zugrunde liegt - der entfalteten Welt, wie wir sie erfahren. Bohms Theorie, die auf der Untrennbarkeit von Quantensystemen beruht, erwies sich als außerordentlich kompatibel mit meinen eigenen Darlegungen. Diese Zusammenhänge sind auch von dem amerikanischen Quantenphysiker Arnit Goswami sowie dem deutschen Quantenphysiker Hans-Peter Dürr untersucht worden.
https://www.sheldrake.org/deutsch/morphische-felder
Zitat von emanonemanon schrieb:Sei so gut und schildere mal das deiner Meinung nach belastbarste Experiment, mit dem sich Sheldrakes Hypothese prüfen lässt. Da sieht man dann, welche Ansprüche du und Sheldrake an den "Test" stellen.
Im Falle dessen, dass es das von Sheldrake erwartete Ergebnis liefert, würde das Experiment, das Sheldrake mit den Worten der türkis markierten Passage beschreibt, dazu führen, dass die Wissenschaft die Hypothese der morphischen Felder ernst nehmen müsste:
If you make a new compound and crystallize it, there won't be a morphic field for it the first time. Therefore, it may be very difficult to crystallize; you have to wait for a morphic field to emerge. The second time, however, even if you do this somewhere else in the world, there will be an influence from the first crystallization, and it should crystallize a bit more easily. The third time there will be an influence from the first and second, and so on. There will be a cumulative influence from previous crystals, so it should get easier and easier to crystallize the more often you crystallize it. And, in fact, this is exactly what does happen. Synthetic chemists find that new compounds are generally very difficult to crystallize. As time goes on, they generally get easier to crystallize all over the world. The conventional explanation is that this occurs because fragments of previous crystals are carried from laboratory to laboratory on beards of migrant chemists. When there have not been any migrant chemists, it is assumed that the fragments wafted through the atmosphere as microscopic dust particles.

Perhaps migrant chemists do carry fragments on their beards and perhaps dust particles do get blown around in the atmosphere. Nevertheless, if one measures the rate of crystallization under rigorously controlled conditions in sealed vessels in different parts of the world, one should still observe an accelerated rate of crystallization. This experiment has not yet been done.
https://www.sheldrake.org/research/morphic-resonance/part-i-mind-memory-and-archetype-morphic-resonance-and-the-collective-unconscious


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09.03.2026 um 21:46
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Im Falle dessen, dass es das von Sheldrake erwartete Ergebnis liefert, würde das Experiment, das Sheldrake mit den Worten der türkis markierten Passage beschreibt, dazu führen, dass die Wissenschaft die Hypothese der morphischen Felder ernst nehmen müsste:
Und wieder:
Im Falle dessen, dass Katzen Pferde wären, würde man auf ihnen die Bäume hochreiten können.

Sorry, aber das ist mir echt zu doof.


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10.03.2026 um 08:55
Zitat von philterphilter schrieb:Kurz gesagt. Es gibt Effekte, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Die Herausforderung ist, ihnen mit wissenschaftlicher Neugier und analytischem Vorgehen nachzugehen, statt vorschnell auf Vergleiche zurückzugreifen.
Was einige Punkte dieser Effekte betrifft, hatte ich das eine oder andere auf eine Antwort von @Weserdampfer hin aufbereitet. Es wurde dann etwas turbulent und er gesperrt und es blieb bei meinem Entwurf, den es nicht mehr gibt. Mindestens das Instinktverhalten von Tieren schien mir aber konventionell schon gut genug erklärt, sodass eine Para-Hypothese mir keineswegs erforderlich schien.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn es so etwas wie "physikalischen Welpenschutz" gibt, dann doch wohl allerhöchstens für Physiker, die am Anfang ihrer Karriere stehen.
Und betagte Anderwissenschaftler dürfen Thesen aufbauen, die auf Physik basieren, ohne aber Physik zu betreiben?
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Hans-Peter Dürr vertrat die Ansicht, dass die von Sheldrake postulierten morphischen Felder existieren könnten:
Das gibt dein Zitat aber so nicht her.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Im Falle dessen, dass es das von Sheldrake erwartete Ergebnis liefert, würde das Experiment, das Sheldrake mit den Worten der türkis markierten Passage beschreibt, dazu führen, dass die Wissenschaft die Hypothese der morphischen Felder ernst nehmen müsste:
Ich kann hier nur sehen, dass nicht mal die Ausgangs-Annahme in dieser Aussage überhaupt eine statistische Baseline hat und auf einem statistisch signifikanten Outcome von Experimenten beruht. Es ist in dieser Form nichts als Hörensagen. Und am Ende sagt er dann ja auch, dass ein solches Experiment nicht mal stattgefunden hat. Welchen Grad von Akzeptanz oder gar Zustimmung darf er da erwarten?


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10.03.2026 um 19:59
@Nemon

Das kann ich gut nachvollziehen.

Gerade beim Instinktverhalten von Tieren gibt es ja bereits eine recht solide konventionelle Erklärung durch Evolutionsbiologie, Neurobiologie und Verhaltensforschung.

Insofern sehe ich persönlich auch keinen unmittelbaren Bedarf, dafür zusätzliche para-hypothetische Annahmen einzuführen.

Gleichzeitig finde ich es dennoch sinnvoll, einzelne Effekte oder Beobachtungen nüchtern zu prüfen, sofern sie sauber dokumentiert sind. Entscheidend ist dabei aus meiner Sicht genau das, was oben angesprochen wurde, dh wissenschaftliche Neugier gepaart mit methodischer Strenge

Also weder vorschnelles Abtun noch vorschnelles Erklären durch außergewöhnliche Hypothesen.

Wenn sich etwas innerhalb der bestehenden Modelle erklären lässt, ist das in der Regel die plausibelste Lösung. Falls nicht, wäre der nächste Schritt zunächst, die Datenbasis und mögliche konventionelle Mechanismen noch genauer zu prüfen


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11.03.2026 um 22:47
Zitat von NemonNemon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Hans-Peter Dürr vertrat die Ansicht, dass die von Sheldrake postulierten morphischen Felder existieren könnten:
Das gibt dein Zitat aber so nicht her.
Auf Sheldrakes Internetseite lässt sich der Aufsatz, den Hans-Peter Dürr zu dem Buch Rupert Sheldrake in der Diskussion beigesteuert hat, ins Englische übersetzt nachlesen. Dürr nahm die Position ein, dass die von Sheldrake postulierten morphischen Felder existieren könnten:
Which quantum fields might play
the role of Sheldrake’s morphic fields?

[...]

With regard to the ability of the morphic fields to control morphogenesis within organisms, the known quan-
tum-mechanical collective phenomena of a magnetic type, as in ferro-magnets (magnetic spin waves), of an elec-
trical type, as in superconductors (electrical currents of Cooper pairs of electrons), and of an electromagnetic type,
as in the laser (light waves in various frequency ranges) might at first be considered as being possible candidates.
However, for information transfer outside of organisms, the only real candidate for the morphic field is the elec-
trically neutral electromagnetic radiation field, because of the
low concentration of heavy particles in the air. But the electro-
magnetic radiation field would have to have an extremely low
energy, because it could not be detected with existing physical
methods yet. Since the energy is proportional to the frequency
and the number of photons, this means that it could only
involve sufficiently long-wave and weak (few photons) electro-
magnetic radiation.
Let us turn first to the possible physical processes within
organisms. Studies of simple biological systems have in fact
provided indications of the possible existence of such quan-
tum-mechanical collective phenomena. However, these
appear to be of a new type, based on the existence of molec-
ular electric dipoles.

[...]

Let me cut short my more detailed description, which is probably difficult to follow in such brief form. All I
wanted to do was demonstrate that these processes of quantum physics might in principle contain a fruitful poten-
tial for an explanation of Sheldrake’s morphic fields. Further thorough investigations and critical discussions will
be needed for this, no doubt.
According to these ideas, events within the living organism should be much more complicated than what is
perceivable in their exterior environment. Externally, as far as I can judge, at most a weak electromagnetic radi-
ation in the centimeter-millimeter range should occur (depending on the kind of biomolecule, perhaps down to
tenths of millimeters and up to the decimetre range); in other words, in a wavelength band between the television
channels and infrared. In this range, which is much shorter in wavelength than the cellular telephone channels
(wavelength a few meters), fantastic amounts of information could be transmitted by amplitude and phase mod-
ulation, similarly to the transmission of the many independent telephone conversations. Because of the many,
closely spaced low-frequency molecular lines (channels) there should be a sufficiently large bandwidth for this, as
well. The various species-specific morphic fields would then presumably correspond to various forms of modula-
tion of the carrier waves. These would thus be packaged in recognizable form in these carrier wave fields, as the
individual telephone conversations are in the frequency band of radio telephony.
Since the centimeter and millimeter waves are only absorbed slightly by water and by air, the range of these
waves at the Earth’s surface could be very large, especially if we assume an extremely high sensitivity (detection of
individual photons) of the living receiver systems. This could in principle make a long-range effect of the morphic
fields understandable.
Of course, the assumption that electromagnetic radiation serves as the transmission system also means that
such a conclusion calls for a physically possible, although technically difficult, verification. It should be possible
to suppress these effects effectively by suitable shielding of the electromagnetic radiation field. Indeed, I would
almost suspect that such investigations have already been carried out, since it always seemed obvious to suspect an
electromagnetic cause to the Sheldrake phenomena. But perhaps the instrumentation obstacles are still too great.
At any rate, there would be plenty to do for physicists here.
https://www.sheldrake.org/about-rupert-sheldrake/what-scientists-and-philosophers-say

https://www.sheldrake.org/files/pdfs/papers/Sheldrakes-ideas-from-the-perspective-of-modern-physics.pdf
Zitat von NemonNemon schrieb:Ich kann hier nur sehen, dass nicht mal die Ausgangs-Annahme in dieser Aussage überhaupt eine statistische Baseline hat und auf einem statistisch signifikanten Outcome von Experimenten beruht. Es ist in dieser Form nichts als Hörensagen.
Wissenschaftler sind nicht dazu verpflichtet, ihre Experimente mit Hinblick auf die Experimente anderer Wissenschaftler zu formulieren. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass sich neu synthetisierte Stoffe anfangs oft schwer zur Kristallisation bringen lassen und sich vom Zeitpunkt der ersten gelungenen Kristallisation an leichter kristallisieren lassen:
Wohl jeder Chemiker hat schon einmal versucht, eine Verbindung zu kristallisieren. Kristallisation ist ein klassisches Reinigungsverfahren, das in jedem einführenden Lehrbuch der organischen Chemie erwähnt wird. In der Praxis machen wir oft die Erfahrung, dass ein neu synthetisierter Stoff anfangs schwer zu kristallisieren ist, während folgende Kristallisationen erheblich einfacher sind. Wiberg dokumentierte dieses Phänomen vor über einem halben Jahrhundert in seinem klassischen Lehrbuch “Laboratory Technique in Organic Chemistry” im Abschnitt “Inducing Crystallization”: “Wenn eine Verbindung zum ersten Mal in einem Labor hergestellt wird, erweist es sich oft als recht schwierig, ihre Kristallisation herbeizuführen. Sobald die Verbindung aber erst einmal im kristallinen Zustand erhalten wurde, gelingen folgende Kristallisationen gewöhnlich einfacher. Als Grund wurde vermutet, dass nach der erstmaligen Kristallisation im Labor nun Kristallkörner vorhanden sind, welche die Kristallisation auslösen.”22
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ange.201410356#
Zitat von NemonNemon schrieb:Und am Ende sagt er dann ja auch, dass ein solches Experiment nicht mal stattgefunden hat. Welchen Grad von Akzeptanz oder gar Zustimmung darf er da erwarten?
Aufgrund des gerade dargelegten Sachverhalts handelt es sich bei dem von Sheldrake beschriebenen Experiment um ein Experiment, das sich hervorragend dafür eignen würde, Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen zu überprüfen. Es ist daher eigentlich zu erwarten, dass die Kritiker Sheldrakes die Durchführung dieses Experiments befürworten.

Wenn das Experiment durchgeführt würde und das Ergebnis liefern würde, das die Kritiker Sheldrakes erwarten (keine schnellere Kristallisation des Stoffes in den verschiedenen über die ganze Welt verteilten Laboren nach erstmaliger Kristallisation) so wäre Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen widerlegt.

Es stellt sich also die Frage, warum Wissenschaftler, die Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen für Unsinn halten, bislang noch nicht darauf hingearbeitet haben, dass dieses Experiment durchgeführt wird.


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