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Morphogenetische Felder

830 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Morphogenetische Felder ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Morphogenetische Felder

18.10.2012 um 21:47
Ist ja ein richtiger Hansdampf in allen Gassen, dieser Sergey Mayburov.
http://arxiv.org/find/hep-th/1/au:+Mayburov_S/0/1/0/all/0/1

Der TechReview-Artikel beweist zumindest in den Kommentaren Realitätssinn:
"This is a great example why journalists should not be trawling through arxiv unless they can tell bull$shit when they see it.
10 photon/cm2? seriously?"


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Morphogenetische Felder

21.10.2012 um 17:54
@Celladoor
was für ein Blödsinn. Beweist wiedermal nur deine Inkosequenzen, nicht beimThema zu bleiben.
Und zum vorher angeregten Artikeln aus Arxiv... höre ich auch nichts...

@geeky
Das nahezu selbe bei dir...
Sollen wir nun Einstein auch als Hansdampf abtun...weil er sich zB. auch an der Entwicklung von Kühlschränken beteiligt hatte??

Und den von mir verlinkten Post aus dem TechReview-Artikel herrauszuziehen um dann daraus eine anscheinend mit der Arbeit von Mayburov verbundene Analogie herzustellen... um diesen Abzuwerten, macht es auch nicht besser.

2 typische Reaktionen der Ideenlosigkeit, die beide durch nicht themenbedingte Inhalte glänzen.
Keine Reaktion zu den vor mir hier als Real anwendbar und Real-Existent aufgeführten Theorien,
die auf Prof. Popp, Gurwitsch und andere Wissenschaftler zurückgehen.

Wikipedia: Fritz-Albert Popp
Wikipedia: Alexander Gawrilowitsch Gurwitsch


Es ist mir zwar zuwieder, hier unter Magie und Esoterik zu Diskutieren, weil das imo im Sinne der These um Morphogenetische Felder, vollkommen unangebracht ist, welches mit höchster Wahrscheinlichkeit auf eine imo unangebrachte Intervention von Usern wie @Celladoor, @geeky, oder @ der-ferengi, zurückzuführen ist, die vorwiegend auf persönliche Abneigungen der Thesen von Sheldrake basiert. Weniger aber um den genauen Kentnisstand der Sachlage. Aber man soll sich ja bekanntlich durch Nebensächliches nicht aufhalten lassen. Also.... später mehr... und...

Zum Hauptthema: Morphogenetische Felder
... gerade deshalb, hier nochmal ein Textauszug von Prof. Dieter Zeh, der ein Weltweit anerkannter Quantenphysiker ist. Dieser Auszug soll verdeutlichen warum hier von mir vormals aufgeführte Professoren, wie zB. Hans Peter Dürr, oder Quantenphysiker David Bohm, die Theorien um Morphogenetische-Felder für einen fundiert wissenschaftlichen Ansatz halten (im Gegensatz zur Einschätzung dessen, der das Thema hierher verlagern liess oder verlagert hat).
Nun fehlt bei dieser Beschreibung des Meßprozesses aber noch ein wesentliches Detail,
das lange Zeit völlig übersehen wurde. Während man ein mikroskopisches System häufig
als isoliert annehmen darf, steht ein makroskopisches ständig und unvermeidbar in wesentlicher
Wechselwirkung mit seiner Umgebung. Zum Beispiel reflektiert ein realer Detektor
ständig Licht, das anschließend von seinem Zustand abhängt und somit Information über den
Zählerstand in alle Welt trägt. Das Licht “mißt” gewissermaßen ständig die Anzeige – sonst
könnten wir sie nicht sehen. Wegen der dadurch verursachten, sich ausbreitenden Verschränkung
der Quantenzustände ist diese Tatsache auch dann von Bedeutung für das beobachtete
System (wie den Detektor), wenn dieses selber gar nicht dynamisch beeinflußt (also “gestört”)
wird. Während man ein vollständig isoliertes Gesamtsystem aus Objekt und mikroskopischem
Detektor aber im Prinzip immer noch als Ganzes messen und somit die nunmehr nichtlokale
Superposition nachweisen könnte, ist das unmöglich für eine Superposition, an der eine unbeschränkte Umgebung teilhat – wie es notwendigerweise bei einem makroskopischen Detektor
der Fall ist. Dazu ist es keineswegs nötig, daß diese Verschränkung Information darstellt (wie
bei gestreutem Licht); es genügt eine Wechselwirkung mit thermischen (chaotischen) Gasmolekülen
oder mit Wärmestrahlung.

Da die lokalen, beobachtbaren Subsysteme dann nicht mehr für sich allein in einer
“kohärenten” Superposition sind, bezeichnet man diesen praktisch unvermeidbaren Vorgang
als Dekohärenz. Ich habe ihn in einer um 1970 beginnenden Reihe von Publikationen als Argument für eine universell verschränkte Wellenfunktion (und damit für die jedenfalls formale
Existenz von “Everett-Welten”) erstmals diskutiert.
Dieses anfangs kaum beachtete Phänomen
einer ständig zunehmenden globalen Verschränkung wurde ab 1981 von Wojciech Zurek 10
und Anthony Leggett aufgegriffen, ab 1984 von Erich Joos und anderen unter realistischen
Bedingungen genauer analysiert und schließlich 1996 von Serge Haroche und Mitarbeitern
experimentell bestätigt.
Claus Kiefer hat in diversen Arbeiten seit 1987 die Bedeutung der
Dekohärenz für Quantenfeldtheorie und Quantenkosmologie herausgestellt.

Seit zwei Jahrzehnten ist die Dekohärenz zwar in aller Physiker Munde, ihre Bedeutung
wird aber immer noch sehr häufig mißverstanden. Verbreitet findet man sogar die Behauptung,
daß Dekohärenz einen Kollaps der Wellenfunktion beschreibe und somit die Everett-
Welten zu vermeiden gestatte. Das ist jedoch reines Wunschdenken, denn genau das Gegenteil
ist richtig! Was bedeutet dann aber diese unkontrollierbare Dislokalisation von Superpositionen,
die als Dekohärenz bezeichnet wird, für einen lokalen Beobachter, der ja erfahrungsgemäß
ein bestimmtes Meßergebnis wahrnimmt?

Nach der Quantentheorie “mißt” der Beobachter die Zeigerstellung des Detektors nach
dem gleichen Prinzip wie der Detektor das mikroskopische “Teilchen”. Das heißt, daß er mit
dem Meßergebnis und der unkontrollierbaren Umgebung genau so verschränkt wird wie
Schrödingers Katze. Er muß zwar in diesem humaneren Experiment nicht teilweise sterben
(wie die bedauernswerte Katze), existiert aber laut Schrödinger-Gleichung anschließend in
diversen Zuständen, in denen er unterschiedliche Meßergebnisse beobachtet und daraufhin
vielleicht ganz unterschiedlich reagiert. Weil alle bekannten Wechselwirkungen in der Natur
lokal sind, bleiben die nunmehr praktisch überall verschiedenen Komponenten der globalen
Superposition dynamisch völlig voneinander getrennt – eben unabhängige “Welten”, die auch
unterschiedlich reagierende Beobachter enthalten. Diese entwickeln sich also alle gemeinsam
aus jeweils einem Individuum als Folge der deterministischen “Verzweigung” der Wellenfunktion
(sie haben daher alle zunächst dieselbe Vergangenheit). Da sie aber nach dieser Beschreibung
auch mit dem Katzenzustand verschränkt wären (ebenso wie mit den Zuständen
anderer Beobachter in ihrer “Welt”), finden sie individuell stets nur eine tote oder eine lebende
Katze vor, und dieser Katzenzustand wird ihnen durch andere Beobachter auf Rückfrage
bestätigt. Er ist also – ebenso wie jedes makroskopische Meßergebnis – separat in jedem
Zweig “objektiviert”. Bevor diese Konsequenz des Superpositionsprinzips verstanden war, hat
man das Auftreten von Dekohärenz regelmäßig als dessen Gültigkeitsgrenze interpretiert.
Die Identifikation von (offenbar auch bewußten) Beobachtern mit Zuständen lokaler
Systeme in individuellen, sich ständig kausal verzweigenden Komponenten einer universellen,
ein Multiversum beschreibenden Wellenfunktion ist im Vergleich zu konventionellen Weltbildern
sicher ganz neuartig. Sie ist jedoch konsistent mit allen Beobachtungen und durch die
Nichtlokalität der Quantentheorie erzwungen, wenn diese denn tatsächlich universell gültig
11 ist.

Denn ein Beobachter kann in der globalen Wellenfunktion keinen bestimmten Zustand
besitzen.
Der für alle abgeschlossenen Systeme immer wieder bestätigte Formalismus der
Quantentheorie verlangt, daß ein sich deterministisch entwickelndes Quantenuniversum nur
solche Beobachter als Subsysteme enthalten kann, die sich ständig kausal verzweigen, was sie
dann subjektiv als einen Indeterminismus der von ihnen wahrgenommenen Welt erleben.
Der Text erfordert höchste Konzentration und etwas Vorwissen, um dessen Aussagen mit den Sheldrakschen Thesen, um global "Feldartig" geartete Zusammenhänge und deren kausal miteinander zu verknüpfenden Entwicklung, zu verstehen. Sicher ein leichtes für die Kritiker Sheldrakes.

Darüber hinaus dürfte es klar sein, das ein wissenschaftlich fundierter Beweis oder Gegenbeweis, bzgl. der genannten These Prof. Popps (siehe im Verlauf der Diskussion), den ich mir vorgenommen habe zu führen, sicherlich gewisse Zeit in Anspruch nimmt! Die hilflosen Aussagen der Kritiker dies bzgl., diesen zeitlichen Verlauf, unterschwellig als Gegenargument oder Gegenbeweis bzgl. Popps These, hier mit anzuführen, zeigt lediglich das es sich dabei um rein rhetorische Massnahmen handeln muss. Wer sowas braucht um wissenschaftliches zu diskutieren und es zu analysieren ... bitte. :-)

Gruss Z.


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Morphogenetische Felder

21.10.2012 um 19:02
Wie kann man nur so viel reden, ohne was zu sagen?

Die lächerlich geringe Anzahl Photonen, die da beobachtet wurden, läßt für die reklamierte Informationsübermittlung ja sogar Rauchzeichen als evolutionär überlegen erscheinen. Aber wenn ein "Kritiker Sheldrakes" darauf hinweist, ist das für dessen Jünger offenbar ignorabel.


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Morphogenetische Felder

31.01.2026 um 21:15
Dieser Thread dürfte der passende Ort sein, um die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, fortzusetzen.

SpoilerDie Erstellung eines neuen Threads zum Thema morphische Felder wäre nicht angebracht, da ein vor längerer Zeit zum Thema morphische Felder erstellter Thread (Morphische Felder (Beitrag von RevoMan)) mit Hinweis auf diesen Thread hier geschlossen worden ist.

Jene Diskussion begann mit dem Beitrag von @stefan33 auf Seite 10 des Threads (Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen? (Seite 10) (Beitrag von stefan33)) und wurde als Off-Topic-Diskussion mit einem Warnbeitrag beendet (Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen? (Seite 12) (Beitrag von Lepus)).
Rupert Sheldrake ist in eben jener Diskussion kein einziges Mal zitiert worden.
Ich möchte im Folgenden einige Ausführungen Sheldrakes zitieren, von denen ich denke, dass sie für die weitere Diskussion hilfreich sein werden.

Auf Sheldrakes Internetseite gibt es einen deutschsprachigen Bereich, der einen Auszug aus Sheldrakes Buch Der siebte Sinn der Tiere enthält.
In dem zitierten Buchabschnitt gibt Sheldrake einen Überblick über seine Hypothese der Formenbildungsursachen.
Er erläutert u. a., was man sich unter einem morphischen Feld vorzustellen hat und dass es seinen Überlegungen zufolge verschiedene Arten von morphischen Feldern gibt:
Die Hypothese der Formenbildungsursachen

In dieser Hypothese behaupte ich, dass es in selbst organisierenden Systemen auf allen Komplexitätsebenen eine Ganzheit gibt, die auf einem charakteristischen organisierenden Feld dieses Systems beruht, seinem morphischen Feld. Jedes selbst organisierende System ist ein Ganzes, das aus Teilen besteht, die wiederum Ganze auf einer tieferen Ebene sind. Auf jeder Ebene verleiht das morphische Feld jedem Ganzen seine charakteristischen Eigenschaften und bewirkt, dass es mehr ist als die Summe seiner Teile.

Bei Pflanzen nennt man die Felder, die für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Körperform zuständig sind, morphogenetische Felder. Bei der Organisation von Wahrnehmung, Verhalten und geistiger Tätigkeit nennt man sie Wahrnehmungs-, Verhaltens- und geistige Felder. Bei Kristallen und Molekülen heißen sie Kristall- und Molekülfelden Bei der Organisation von Gesellschaften und Kulturen spricht man von sozialen und kulturellen Feldern. All diese Arten von organisierenden Feldern sind morphische Felder.

Morphische Felder sind, genauso wie die bereits anerkannten Felder der Physik, Einflussgebiete in der Raum-Zeit, innerhalb der und um die Systeme herum angesiedelt, die sie organisieren. Sie wirken probabilistisch. Sie beschränken den immanenten Indeterminismus der unter ihrem Einfluss befindlichen Systeme oder zwingen ihm eine Ordnung auf. Sie umfassen und verknüpfen die verschiedenen Teile des Systems, das sie organisieren. Somit organisiert ein kristallines Feld die Art und Weise, wie die Moleküle und Atome im Innern des Kristalls angeordnet sind. Ein Seeigel-Feld formt die Zellen und Gewebe innerhalb des heranwachsenden Seeigelembryos und führt seine Entwicklung auf die charakteristische ausgewachsene Form der Spezies hin. Ein soziales Feld organisiert und koordiniert das Verhalten von Individuen innerhalb einer sozialen Gruppe, zum Beispiel die Art und Weise, wie einzelne Vögel in einer Schar fliegen.

Morphische Felder führen die von ihnen beeinflussten Systeme zu charakteristischen Zielen oder Endpunkten hin.
https://www.sheldrake.org/deutsch/morphische-felder

Hinsichtlich der Frage, auf welche Art und Weise neue morphische Felder entstehen, schreibt Sheldrake Folgendes:
Das erste Feld irgendeines Typs, etwa das Feld der ersten Insulinkristalle oder das Feld einer neuen Idee wie Darwins Theorie der Evolution, entsteht durch einen kreativen Sprung. Die Quelle dieser evolutionären Kreativität ist unbekannt. Vielleicht handelt es sich um einen Zufall, vielleicht um den Ausdruck irgendeiner im Geist und in der Natur angesiedelten Kreativität.
Quelle: ebd.

Sheldrake bezeichnet den seinen Überlegungen zufolge existierenden Prozess, der dafür verantwortlich ist, dass sich ein neu entstandenes Muster umso wahrscheinlicher als Gewohnheit festigt, je häufiger es sich wiederholt, als morphische Resonanz:
Je häufiger Muster sich wiederholen, desto wahrscheinlicher werden sie - die Felder enthalten eine Art von kumulativem Gedächtnis und nehmen zunehmend den Charakter des Gewohnheitsmäßigen an. Felder entwickeln sich in der Zeit und bilden die Basis für Gewohnheiten. Aus dieser Sicht ist die Natur prinzipiell gewohnheitsmäßig. Selbst die so genannten «Naturgesetze» sind vielleicht eher so etwas wie Gewohnheiten.

Informationen oder Handlungsmuster werden von einem System auf ein folgendes System der gleichen Art durch die, wie ich es nenne, morphische Resonanz übertragen. Bei der morphischen Resonanz handelt es sich um den Einfluss von Gleichem auf Gleiches, von Handlungsmustern auf nachfolgende ähnliche Handlungsmuster, ein Einfluss, der sich durch Raum und Zeit fortpflanzt. Diese Einflüsse lassen vermutlich mit der räumlichen und zeitlichen Entfernung nicht nach, aber sie stammen nur aus der Vergangenheit, nicht aus der Zukunft. Je größer die Ähnlichkeit, desto stärker der Einfluss der morphischen Resonanz.

Die morphische Resonanz ist die Basis des inhärenten Gedächtnisses in Feldern auf allen Komplexitätsebenen. Jedes morphische System, etwa ein Giraffenembryo, «schaltet sich ein» auf vorhergehende ähnliche Systeme, in diesem Fall auf vorhergehende sich entwickelnde Giraffen. Durch diesen Prozess greift jede einzelne Giraffe auf ein kollektives oder vereintes Gedächtnis seiner Spezies zurück und trägt ihrerseits dazu bei. Beim Menschen kann diese Art des kollektiven Gedächtnisses durchaus eng mit dem verwandt sein, was der Psychologe C. G. Jung das «kollektive Unbewusste» genannt hat.
Quelle: ebd.

In Bezug auf die Naturgesetze schreibt Sheldrake im englischsprachigen Bereich seiner Internetseite Folgendes:
The memory of nature

From the point of view of the hypothesis of morphic resonance, there is no need to suppose that all the laws of nature sprang into being fully formed at the moment of the Big Bang, like a kind of cosmic Napoleonic code, or that they exist in a metaphysical realm beyond time and space.

Before the general acceptance of the Big Bang theory in the 1960s, eternal laws seemed to make sense. The universe itself was thought to be eternal and evolution was confined to the biological realm. But we now live in a radically evolutionary universe.

If we want to stick to the idea of natural laws, we could say that as nature itself evolves, the laws of nature also evolve, just as human laws evolve over time. But then how would natural laws be remembered or enforced? The law metaphor is embarrassingly anthropomorphic. Habits are less human-centred. Many kinds of organisms have habits, but only humans have laws. The habits of nature depend on non-local similarity reinforcement. Through morphic resonance, the patterns of activity in self-organizing systems are influenced by similar patterns in the past, giving each species and each kind of self-organizing system a collective memory.

I believe that the natural selection of habits will play an essential part in any integrated theory of evolution, including not just biological evolution, but also physical, chemical, cosmic, social, mental and cultural evolution (as discussed in The Presence of the Past).

Habits are subject to natural selection; and the more often they are repeated, the more probable they become, other things being equal.
https://www.sheldrake.org/research/morphic-resonance/introduction

Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern logisch inkonsistent?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?


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01.02.2026 um 11:25
Um mal den Fragenkatalog noch etwas zu erweitern:

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern von Relevanz in der wissenschaftlichen Forschung?

Sind die Überlegungen von Sheldrake zu morphischen Feldern experimentell getestet und bestätigt worden?

Welche Auswirkungen haben die experimentellen Testergebnisse auf die momentan gegebene Relevanz der Überlegungen Sheldrakes zu morphischen Feldern in der wissenschaftlichen Forschung gehabt?


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01.02.2026 um 12:12
Ich habe den Thread mal ein Stück weit von vorne weg gelesen ..."gute alte Zeit"... :lolcry:

Da hier in der aktuell eröffneten Runde vornehmlich Fragen in den Raum gestellt werden, zuerst auch mal eine Frage - die an Geeky, ob im weiteren Verlauf seine wiederkehrende Frage beantwortet wurde:
Zitat von geekygeeky schrieb am 29.08.2012:Was an der Morphogenese kann denn nicht mit den heutigen wissenschaftlichen Möglichkeiten erklärt werden? Wofür soll Sheldrakes nie beobachtetes Feld noch notwendig sein?
Dann wäre ja hier alles längst geklärt.

Ich kann mit Sheldrake nicht so recht was anfangen, vielleicht habe ich ihn nur nicht so richtig kapiert. Aber ich bin je ein Freund der mechanistischen Modelle in der Biochemie (Physik und all diese Sachen dann irgendwie auch).

Ich habe es jetzt noch mal anrecherchiert. Die Kristalle waren woanders schon besprochen, jetzt wollte ich mein Suche nach mechanistischen Modellen mal auf Instinktverhalten erweitert haben. Und in der Tat scheint doch alles weitgehend klar. So frappierend es mal wieder ist - aber die Wunder dieser Welt kaum begreifbar, aber zum Teil gut erklärt. Neuronale Sequenzen für Instinktverhalten sind, und da fand ich meine Vermutung bestätigt, rein mechanistische, biochemische Abläufe: Ein spezifischer Schlüsselreiz bindet als Ligand an Rezeptoren, löst eine deterministische Signaltransduktionskaskade aus – mit Zweitboten wie cAMP oder Ca²⁺, die Ionenkanäle öffnen und Aktionspotentiale in fester Reihenfolge durch synaptische Ketten im Nervensystem jagen (das Prinzip lag auf der Hand, die Fachbegriffe musste ich jetzt natürlich googeln, wer weiß so etwas schon auswendig :nerd: ). Diese genetisch kodierten Schaltkreise feuern zwangsläufig im physiologischen Umfeld motorische Reaktionen aus. Und prinzipiell trifft ein solches Modell auch auf die Moleküle zu, die sich unter den gegebenen Umständen im gegebenen Umfeld bei Kristallbildung zwangsläufig zum energieärmsten Gitter anordnen, da natürliche Selektion die stabilste, effizienteste Konfiguration begünstigt. Unglaublich aber wahr!

Sheldrake hat unter diesen Umständen, so meine Vermutung, nur die Chance, dass ein Schuh aus seinen Feldern wird, wenn bspw. seine Rattenexperimente signifikante Resuktate geliefert haben und alles in allem valide sind. Das ist wohl nicht so, wissenschaftlich rigoros betrachtet (auch wenn er dagegen wettert und die Paradigmen-Torposten verschoben haben will).

Das habe ich dann gleich, um es abzukürzen, mal Perplexity Pro gefragt, was zu diesem kleinen Dialog führte:
Nemon: ...Brauchen wir angesichts weitgehend geklärter Prozesse hinter dem Instinktverhalten am Beispiel von Tieren noch Sheldrake? Vermutlich nur, wenn wir seine rattenexperimente als signifikant und valide anerkennen. Aber da vermute ich den Schwachpunkt. Denn die Qualität seiner Studien ist dehnbar...

Antwort: Nein, für die Erklärung von Instinkten und Formbildung brauchen wir Sheldrake nicht – die Biologie mit Genen, neuronalen Schaltkreisen und Evolution deckt das mechanistisch ab, ohne zusätzliche Felder. Seine Rattenexperimente (basierend auf McDougalls 1920er-Versuchen) sind der Schwachpunkt: Sie zeigen angeblich Lamarck-Effekte (trainierte Ratten vererben Lernen), wurden aber nicht robust repliziert und haben methodische Lücken wie kleine Stichproben, Inzucht-Probleme und Fluktuationen.

Probleme der Studienqualität
McDougalls Original: 32 Rattengenerationen lernten Labyrinthe schneller, auch getrennt – Sheldrake interpretiert als Resonanz. Kritik (Crew 1930er): Hohe Variabilität, viele Ratten lernten ohne Training, Inzucht maskierte Effekte; Ergebnisse inkonsistent und nicht vergleichbar. Moderne Replikationen fehlen; Skeptiker sehen Bias oder Zufall – keine Mainstream-Akzeptanz. Sheldrake's Meta-Analysen sind umstritten wegen selektiver Daten.

Kurz: Mechanik reicht, Sheldrake ist unnötig ohne valide Beweise.



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Morphogenetische Felder

04.02.2026 um 20:24
@Neustarter

@perttivalkonen hat in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" mit Hinblick auf Rupert Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern u. a. Folgendes geschrieben:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 31.12.2025:Selbst die Naturgesetze unseres Universums haben sich nach ihm so ergeben, daß unter allen möglichen Reaktionsmöglichkeiten sich innerhalb der statistischen Streuung der Variationen schließlich eine besondere Menge gleichartig ausfallender Reaktionen durchgesetzt haben, indem sie durch ihre kritische Masse ein morphisches Feld erzeugten, welche dann alle weiteren Ereignisse beeinflußte und zu den selben Reaktionen brachte. Etwa bei der Gravitation, daß massebehaftete Objekte aufeinander zu fallen (in der Wahrnehmung, daß das kleine Objekt (Stein) auf das große Objekt (Erde) fällt.

Und da ist schon mal ein Problem. Denn wenn die morphischen Felder zu den Naturgesetzen führen, also zu ner Regel ohne Ausnahme bei gleichen Bedingungen (kein fallengelassener Stein fällt von der Erde weg), wieso kommt es dann bei Lebewesen zu Neuerungen? Wieso kamen die ersten neunundneunzig Affen auf den Trichter, im Winter in warmem Thermalwasser zu baden? Zuvor dominierte doch ein anderes Verhalten? Gabs da etwa kein morphisches Feld, das sämtliche Affen zum Badeverzicht zwingt wie die Steine zum Nichtnachobenfallen?

Und es wird noch blöder. Wenn eine Art sich verändert, im Verhalten, Aussehen, in der Anatomie, wasauchimmer, wieso verändert sich dann mal die ganze Art, manchmal aber nur ein Teil davon? Im ersten Fall verändert sich eine Art insgesamt zu einer neuen Art, im zweiten Fall spricht man von Artaufspaltung. Das ist ganz gut und wichtig. Wenn bei irgendner Katastrophe ein paar Arten aussterben, kann so die Artenvielfalt wieder erhöht werden. Ansonsten hätte die Artenvielfalt seit Anbeginn des Lebens sich von Katastrophe zu Katastrophe nur vermindern müssen (und man muß sich fragen, wie am Anfang erst mal die mehreren Arten entstanden sind).
@Neustarter

Du hast mit Hinblick auf die Argumentation, die Pertti mit diesen Worten vornimmt, in einer Antwort an mich Folgendes geschrieben:
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 02.01.2026:Er begründet auf der Basis eigener Überlegungen mit Fakten, die er nicht einfach so erfunden hat, warum Sheldrakes Ansatz mit den Morphischen Feldern keinen Anklang in der Wissenschaft gefunden hat, stattdessen aber in der Esoterikszene Anhänger besitzt.

Die benannten Widersprüche bezüglich konstanter Naturgesetze einerseits und variabler evolutionärer Veränderungen andererseits liegen auf der Hand. Wenn gemäß Sheldrake alles durch Wiederholungen nur als Gewohnheiten gefestigt und damit in eine zunehmende Erstarrung getrieben wird, stellt sich tatsächlich die Frage, wie dann überhaupt Neues entstehen kann. Auf diesen Widerspruch hat Pertti hingewiesen und diesen mit Beispielen untermauert.
Wenn die Widersprüche, deren Existenz Pertti suggeriert, existieren und auf der Hand liegen, so müssten diese Widersprüche den prominenten Kritikern Sheldrakes (z. B. Richard Dawkins) aufgefallen sein. Die Information, dass die Widersprüche, deren Existenz Pertti suggeriert, existieren, müsste sich in diesem Fall abseits von Allmy im Internet finden lassen.

Wer die Frage überprüfen möchte, ob die Widersprüche, deren Existenz Pertti suggeriert, existieren, der muss sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Aussagen Sheldrake hinsichtlich der Existenz und der Eigenschaften morphischer Felder und hinsichtlich der Existenz und der Wirkungsweise morphischer Resonanz getroffen hat.
Kann man von den Usern verlangen, dass sie diese zeitraubende Recherchearbeit auf sich nehmen?
Nein, natürlich nicht.

Nehmen wir dennoch einmal an, ein User macht sich diese Mühe: Er kauft sich das Buch Das Gedächtnis der Natur, in dem Sheldrake sein Konzept des morphischen Feldes und sein Konzept der morphischen Resonanz besonders ausführlich beschreibt. Er findet Passagen, die beweisen, dass die Widersprüche, deren Existenz Pertti mit der oben zitierten Äußerung suggeriert, nicht existieren.
Hat er nun die Möglichkeit, mittels des Zitierens der betreffenden Passagen aufzuzeigen, dass die Widersprüche, deren Existenz Pertti mit der oben zitierten Äußerung suggeriert, in Wirklichkeit gar nicht existieren?
Nein, er hat diese Möglichkeit nicht, denn das Zitieren von Büchern ist im Forum nicht erlaubt.
Zitat von NemonNemon schrieb am 01.02.2026:jetzt wollte ich mein Suche nach mechanistischen Modellen mal auf Instinktverhalten erweitert haben. Und in der Tat scheint doch alles weitgehend klar.
Nein, es ist nicht alles klar. Es ist nicht klar, wie Instinkte entstehen. Auch die Frage, auf welche Art und Weise die Information über das Handlungsmuster eines Instinktverhaltens in einem Organismus verankert sein kann, ist ungeklärt:
Instinkte sind angeborene Verhaltensmuster, auch bezeichnet als Erbkoordinationen. Diese sind genetisch und neurobiologisch gespeichert und werden auch an die Nachkommen weitergegeben, jedoch ist noch unklar, wie genau die Speicherung der Instinkte funktioniert.
https://www.studysmarter.de/schule/biologie/verhaltensbiologie/instinkt/
Zitat von NemonNemon schrieb am 01.02.2026:Sheldrake hat unter diesen Umständen, so meine Vermutung, nur die Chance, dass ein Schuh aus seinen Feldern wird, wenn bspw. seine Rattenexperimente signifikante Resuktate geliefert haben und alles in allem valide sind. Das ist wohl nicht so, wissenschaftlich rigoros betrachtet (auch wenn er dagegen wettert und die Paradigmen-Torposten verschoben haben will).

Das habe ich dann gleich, um es abzukürzen, mal Perplexity Pro gefragt, was zu diesem kleinen Dialog führte:
Nemon: ...Brauchen wir angesichts weitgehend geklärter Prozesse hinter dem Instinktverhalten am Beispiel von Tieren noch Sheldrake? Vermutlich nur, wenn wir seine rattenexperimente als signifikant und valide anerkennen. Aber da vermute ich den Schwachpunkt. Denn die Qualität seiner Studien ist dehnbar...
Sheldrake hat die Rattenexperimente, die du meinst, nicht selbst durchgeführt.

Wenn du die Rattenexperimente, auf die du dich beziehst, thematisieren möchtest, dann wäre es sehr hilfreich, wenn du den Usern zunächst einmal einen Überblick über diese Experimente geben würdest. Ohne Vorwissen kann sich niemand erschließen, was es mit bestimmten Informationen, die Perplexity Pro dir gegeben hat, auf sich hat. Die Namen McDougall und Crew z. B. sind diesem Thread bislang kein einziges Mal erwähnt worden.
Nein, für die Erklärung von Instinkten und Formbildung brauchen wir Sheldrake nicht – die Biologie mit Genen, neuronalen Schaltkreisen und Evolution deckt das mechanistisch ab, ohne zusätzliche Felder. Seine Rattenexperimente (basierend auf McDougalls 1920er-Versuchen) sind der Schwachpunkt: Sie zeigen angeblich Lamarck-Effekte (trainierte Ratten vererben Lernen), wurden aber nicht robust repliziert und haben methodische Lücken wie kleine Stichproben, Inzucht-Probleme und Fluktuationen.
Mit diesen Worten stellt Perplexity Pro die Falschbehauptung auf, Sheldrake habe Experimente mit Ratten durchgeführt, die auf McDougalls Studie basieren.


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05.02.2026 um 09:08
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:hast mit Hinblick auf die Argumentation, die Pertti mit diesen Worten vornimmt, in einer Antwort an mich Folgendes geschrieben:
Deine Einlassungen diesbezüglich tragen nichts zur Beantwortung der Fragen bei, die Du selber hier gepostet hattest und die ich um weitere drei Fragen ergänzt hatte.

Ist nur eine Feststellung ...


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05.02.2026 um 10:07
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Mit diesen Worten stellt Perplexity Pro die Falschbehauptung auf, Sheldrake habe Experimente mit Ratten durchgeführt, die auf McDougalls Studie basieren.
Da hast du mal einen Punkt gemacht. Ich war ungenau. Er hat die Ratten-Experimente lediglich als Datenquelle genutzt. Aber für seine Argumentation verwendet. Er hat, wenn ich das jetzt richtig sehe, eigene Experimente vor allem im Bereich Telepathie/„erweitertes Bewusstsein“ und bei Küken gemacht. Nicht, dass die Qualität und Auswertung dieser Arbeiten in der Fachwelt nicht ser kritisch gesehen würden...
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn du die Rattenexperimente, auf die du dich beziehst, thematisieren möchtest, dann wäre es sehr hilfreich, wenn du den Usern zunächst einmal einen Überblick über diese Experimente geben würdest.
Hilfreich vielleicht, aber keine Pflicht, die ich zu erbringen hätte.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:
Zitat von NemonNemon schrieb am 01.02.2026:jetzt wollte ich mein Suche nach mechanistischen Modellen mal auf Instinktverhalten erweitert haben. Und in der Tat scheint doch alles weitgehend klar.
Nein, es ist nicht alles klar. Es ist nicht klar, wie Instinkte entstehen. Auch die Frage, auf welche Art und Weise die Information über das Handlungsmuster eines Instinktverhaltens in einem Organismus verankert sein kann, ist ungeklärt:
Instinkte sind angeborene Verhaltensmuster, auch bezeichnet als Erbkoordinationen. Diese sind genetisch und neurobiologisch gespeichert und werden auch an die Nachkommen weitergegeben, jedoch ist noch unklar, wie genau die Speicherung der Instinkte funktioniert.
Haarspalterei :melden: Ich wiederhole, so, wie es da vor uns steht: "alles weitgehend klar". Darauf du: "Nein, nicht alles klar." Deine Quelle: "Noch unklar, wie genau..." -> Also immerhin so weitgehend klar, dass noch einige Details fehlen. Wie man dies einordnet, als große oder kleine Lücke, hängt vom Betrachtungswinkel ab.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wer die Frage überprüfen möchte, ob die Widersprüche, deren Existenz Pertti suggeriert, existieren, der muss sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Aussagen Sheldrake hinsichtlich der Existenz und der Eigenschaften morphischer Felder und hinsichtlich der Existenz und der Wirkungsweise morphischer Resonanz getroffen hat.
Kann man von den Usern verlangen, dass sie diese zeitraubende Recherchearbeit auf sich nehmen?
Nein, natürlich nicht.
Wie ich ja bei jeder Gelegenheit sage: Man kann in letztendlich in diesem Forum Wissenschaft nicht sinnvoll diskutieren. Aus verschiedenen Gründen. Diese gehören freilich dazu. :shrug:

Wobei, jetzt kommt der Clou, der ganze Thread unter "Esoterik" läuft. Da kann ein jeder schon eher nach Lust und Laune fabulieren als in "Wissenschaft".


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05.02.2026 um 11:04
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Hat er nun die Möglichkeit, mittels des Zitierens der betreffenden Passagen aufzuzeigen, dass die Widersprüche, deren Existenz Pertti mit der oben zitierten Äußerung suggeriert, in Wirklichkeit gar nicht existieren?
Immerhin kann er aber referieren und die Argumente mit eigenen Worten wiedergeben, so dass eine Diskussionsgrundlage hier gegeben ist, um den Versuch zu unternehmen, die vorgebrachten Widersprüche zu entkräften.


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26.02.2026 um 18:23
Rupert Sheldrake hat seine Hypothese der Formenbildungsursachen 1981 in seinem Buch A New Science of Life vorgestellt:
In A New Science of Life (1981) stellt Sheldrake seine Hypothese der formgebenden Verursachung vor, die die Existenz von so genannten morphogenetischen Feldern postuliert, die die Formbildung in der Natur beeinflussen sollen.
Wikipedia: Rupert Sheldrake#Morphische Felder
Despite the triumphant rhetoric of mechanistic materialism, current biology has no
shortage of unsolved fundamental problems. In 1981, seeking a way forward, Rupert
Sheldrake proposed the hypothesis of “formative causation” as a unifying organizing
principle of life. Expanding the concept of morphogenetic fields, Sheldrake posited
a spatio-temporal connection termed “morphic resonance” whereby the more often
a self-organizing process takes place, the easier it will be for it to take place in the
future.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/bies.202100055


Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern logisch inkonsistent?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
Ich denke, niemand wird bestreiten wollen, dass die folgende Feststellung korrekt ist:

Die Behauptung aufzustellen, die zitierten Fragen seien mit "Ja" zu beantworten, wäre gleichbedeutend mit der Aufstellung der Behauptung, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien aufgrund gravierender Denkfehler, die Sheldrake unterlaufen seien, in logischer Hinsicht grob fehlerhaft.

Bislang gibt es niemanden, der die zitierten Fragen aufgegriffen und mit "Ja" beantwortet hat.


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Morphogenetische Felder

26.02.2026 um 20:50
@Weserdampfer
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Bislang gibt es niemanden, der die zitierten Fragen aufgegriffen und mit "Ja" beantwortet hat.
Ist das so ein "Reissack in China-Ding"?

Meines Wissens, korrigier mich bitte, falls ich falsch liege, gibt es keine auch nur halbwegs tragfähigen Belege für die Existenz morphischer Felder à la Sheldrake. Die Unmöglichkeit des Nachweises macht die Felder in meinen Augen zu einem "Drachen in meiner Garage“. (Carl Sagan)
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
Relevanter wäre es, aufzuzeigen und nachzuweisen, wie morphische Felder "Artaufspaltung" initiieren/verursachen. Möchtest du dich daran mal versuchen?

Sheldrake hat eine Hypothese aufgestellt und es steht jedem frei daran zu glauben. Mehr als Glauben ist da allerdings nicht.


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Morphogenetische Felder

27.02.2026 um 12:51
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
Zitat von emanonemanon schrieb:Relevanter wäre es, aufzuzeigen und nachzuweisen, wie morphische Felder "Artaufspaltung" initiieren/verursachen. Möchtest du dich daran mal versuchen?
Oder ob gemäß des Prinzips der Parsimonie
überhaupt die Notwendigkeit von "morphischen Feldern" als Zusatzerklärung für Artspezifikation besteht und nicht bloß ne Annahme reingedrückt werden soll, die dbzgl. ohne sie (evtl.) sogar besser funktioniert.


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Morphogenetische Felder

28.02.2026 um 20:30
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Bislang gibt es niemanden, der die zitierten Fragen aufgegriffen und mit "Ja" beantwortet hat.
Ist das so ein "Reissack in China-Ding"?
Wenn ich das Szenario, dass niemand die zitierten Fragen mit "Ja" beantwortet, für genauso bedeutungslos halten würde, wie das Umfallen eines Sackes Reis in China, dann hätte ich die zitierten Fragen nicht formuliert.
Zitat von emanonemanon schrieb:Meines Wissens, korrigier mich bitte, falls ich falsch liege, gibt es keine auch nur halbwegs tragfähigen Belege für die Existenz morphischer Felder à la Sheldrake. Die Unmöglichkeit des Nachweises macht die Felder in meinen Augen zu einem "Drachen in meiner Garage“. (Carl Sagan)
Zitat von emanonemanon schrieb:Sheldrake hat eine Hypothese aufgestellt und es steht jedem frei daran zu glauben. Mehr als Glauben ist da allerdings nicht.
Diesen Aussagen lässt sich mit den beiden folgenden Zitaten entgegnen. Das erste der beiden Zitate ist ein Ausschnitt aus dem Essay des theoretischen Physikers und Neurowissenschaftlers Alex Gomez-Marin, den ich in meinem vorangegangenen Beitrag bereits zitiert habe, das zweite der beiden Zitate ist ein Ausschnitt aus den Frequently Asked Questions auf Sheldrakes Internetseite:
Sheldrake argued for the existence of a memory principle in nature,
supported by a radical re-interpretation of morphogenetic fields–an
established concept within developmental biology–as a previously
unrecognized type of form-shaping field. By means of a process he
termed “morphic resonance”–a similarity-based non-local connection
across time–Sheldrake hypothesized that the more frequently any self-
organizing natural phenomenon occurs, the easier it will be for it to
occur again in the future. In this view, the laws of nature might be more
like habits than eternal edicts. In an evolutionary universe, why not
entertain the idea of evolving laws?
Does this idea make testable predictions? Yes. For example: train
rodents to solve a task in Lisbon, and other rodents in Boston should
solve it more quickly. Crystallize a chemical compound for the first
time, and it should become progressively easier to do so. Expose cells to
a stress to which they adapt, and subsequent similar cells should adapt
faster.
Controversy aside, forty years later, where is the evidence for mor-
phic resonance? It is not overwhelming. This is not because the open
questions Sheldrake identified have been definitively answered. Nor
is it for a lack of potential experiments and testable predictions: the
appendix to the new edition of Sheldrake’s book contains ten experi-
ments ranging from low temperature physics, to the melting points of
crystals, to the spread of bait-shyness in rats, and accelerated human
learning. The problem is that almost none of these experiments have
been performed. Technical feasibility is not enough to pursue a sci-
entific research program. A high profile ruling of heresy hinders the
ability to obtain funding, to have a lab and students, and to expect
cordial behavior from scientific colleagues and peer-reviewers. Shel-
drake’s approach has been to focus on experiments that can be per-
formed by civilian scientists on a shoestring budget, rather than sophis-
ticated and expensive laboratory investigations. He and a few others
have also carried out small-scale morphic resonance experiments in the
field of human learning, with some positive, but disputed, results. The
outcome? His hypothesis remains largely untested.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/bies.202100055
Some of your hypotheses have no physical explanation. How can you consider them?

This question depends on what we mean by physical. If we take physics to mean existing textbook physics, then phenomena like morphic resonance and telepathy have no explanation in terms of standard physical theories, which is why they are controversial. But I am not proposing that these are supernatural phenomena, outside the natural order of things. I am proposing that they depend on physical effects not yet recognised by science. Morphic resonance is a testable hypothesis that proposes a transfer of information from past to present self-organising systems on the basis of similarity. The physicist David Bohm thought that this effect could be explained in terms of his interpretation of quantum physics in terms of the implicate order. In 2012, the physicist Lee Smolin put forward a similar hypothesis, also based on an extension of quantum physics, called the principle of precedence, which he summarised by saying, "Nature is developing habits as it goes along." This is very similar to my own proposal, so although morphic resonance is not explained by current textbook physics, I think it may well be part of the physics of the future.
https://www.sheldrake.org/about-rupert-sheldrake/frequently-asked-questions?highlight=WyJmYXEiXQ==
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
Relevanter wäre es, aufzuzeigen und nachzuweisen, wie morphische Felder "Artaufspaltung" initiieren/verursachen.
Aus wessen Perspektive wäre dies relevanter und warum?
Zitat von LibertinLibertin schrieb:
Zitat von emanonemanon schrieb:Relevanter wäre es, aufzuzeigen und nachzuweisen, wie morphische Felder "Artaufspaltung" initiieren/verursachen. Möchtest du dich daran mal versuchen?
Oder ob gemäß des Prinzips der Parsimonie
überhaupt die Notwendigkeit von "morphischen Feldern" als Zusatzerklärung für Artspezifikation besteht und nicht bloß ne Annahme reingedrückt werden soll, die dbzgl. ohne sie (evtl.) sogar besser funktioniert.
Möchtest du ausdrücken, Sheldrake vertrete die Ansicht, dass der Prozess der Artbildung in allen denkbaren Fällen in entscheidender Weise von der morphischen Resonanz beeinflusst wird, die seinen Überlegungen zufolge zwischen den Angehörigen einer Art wirkt?


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Morphogenetische Felder

28.02.2026 um 21:30
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn ich das Szenario, dass niemand die zitierten Fragen mit "Ja" beantwortet, für genauso bedeutungslos halten würde, wie das Umfallen eines Sackes Reis in China, dann hätte ich die zitierten Fragen nicht formuliert.
OK, für dich hat es also eine größere Bedeutung. :note:

Inwiefern hilft es der Hypothese der morphischen Felder weiter? Ich kann es nicht erkennen, vielleicht kannst du da ja weiterhelfen.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Diesen Aussagen lässt sich mit den beiden folgenden Zitaten entgegnen.
Klar, kann man versuchen. Allerdings bringen deine Zitate keine belastbaren Belege für die Existenz von Sheldrakes morphischen Feldern.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aus wessen Perspektive wäre dies relevanter und warum?
Trollst du schon wieder?
Könntest du nachweisen, dass/wie Sheldrakes MF die "Artaufspaltung“ initiieren/verursachen, dann wäre die Hypothese auf dem besten Weg hin zur Theorie/zum gesicherten Wissen, man könnte sie mittels Beobachtungen, Experimenten etc. verifizieren. Und du fragst nach der Relevanz?^^
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Möchtest du ausdrücken, Sheldrake vertrete die Ansicht, dass der Prozess der Artbildung in allen denkbaren Fällen in entscheidender Weise von der morphischen Resonanz beeinflusst wird, die seinen Überlegungen zufolge zwischen den Angehörigen einer Art wirkt?
Alter Falter ...
Ich kann nur hoffen, dass es an mir liegt, denn ich sehe beim besten Willen nicht, wo @Libertin so etwas ausgedrückt hätte. Aber ich will ihm da nicht vorgreifen.


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Morphogenetische Felder

01.03.2026 um 09:25
Zitat von emanonemanon schrieb:Inwiefern hilft es der Hypothese der morphischen Felder weiter? Ich kann es nicht erkennen, vielleicht kannst du da ja weiterhelfen.
Es hilft der Hypothese der morphischen Felder auf die folgende Art und Weise weiter: Es stellt für jeden interessierten, aber in Bezug auf das Thema morphische Felder unkundigen Leser einen Hinweis darauf dar, dass bestimmte Behauptungen, die in dem kürzlich verlinkten Thread auf indirekte Art und Weise hinsichtlich Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern aufgestellt worden sind, Falschbehauptungen sind.
Mit anderen Worten: Der Hypothese der morphischen Felder kann auch dadurch weitergeholfen werden, dass man Falschbehauptungen, die in Bezug auf sie in einem gut besuchten Internetforum aufgestellt worden sind, schrittweise als Falschbehauptungen kenntlich macht.
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Diesen Aussagen lässt sich mit den beiden folgenden Zitaten entgegnen.
Klar, kann man versuchen. Allerdings bringen deine Zitate keine belastbaren Belege für die Existenz von Sheldrakes morphischen Feldern.
Seit der Thread wiederbelebt worden ist, hat auch niemand Belege für die Existenz morphischer Felder gefordert. Jedenfalls nicht mittels einer expliziten Belegforderung. Du hast mich gefragt, ob ich mich mal daran versuchen möchte
Zitat von emanonemanon schrieb:aufzuzeigen und nachzuweisen, wie morphische Felder "Artaufspaltung" initiieren/verursachen
Ich erläutere in diesem Beitrag hier, dass es keinen Sinn machen kann, dieses Vorhaben im Jahr 2026 vom Schreibtisch aus in Angriff nehmen zu wollen. Einfach ein paar Zeilen weiter runter scrollen, die betreffende Erläuterung ist gleich die nächste Antwort :Y:
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aus wessen Perspektive wäre dies relevanter und warum?
Trollst du schon wieder?
Könntest du nachweisen, dass/wie Sheldrakes MF die "Artaufspaltung“ initiieren/verursachen, dann wäre die Hypothese auf dem besten Weg hin zur Theorie/zum gesicherten Wissen, man könnte sie mittels Beobachtungen, Experimenten etc. verifizieren. Und du fragst nach der Relevanz?^^
Ich erläutere gerne, wie diese Antwort von dir einzuordnen ist: Sheldrake hat nie behauptet, dass man mithilfe des heutigen Wissens und mithilfe der heutigen technischen Möglichkeiten einen Nachweis dafür erbringen kann, dass morphische Resonanz (der Informationsfluss zwischen morphischen Feldern) den Prozess der Artbildung initiieren/verursachen kann. Es ist also müßig, einen User eines Internetforums zu fragen, ob er sich vielleicht einmal daran versuchen möchte, einen Nachweis dafür zu erbringen, dass morphische Resonanz den Prozess der Artbildung initiieren/verursachen kann. Das ist in etwa so, als ob man einen User, der Befürworter der Stringtheorie ist, fragen würde, ob er sich nicht vielleicht auf die Suche nach einem Beleg für die Stringtheorie machen möchte.
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Möchtest du ausdrücken, Sheldrake vertrete die Ansicht, dass der Prozess der Artbildung in allen denkbaren Fällen in entscheidender Weise von der morphischen Resonanz beeinflusst wird, die seinen Überlegungen zufolge zwischen den Angehörigen einer Art wirkt?
Alter Falter ...
Ich kann nur hoffen, dass es an mir liegt, denn ich sehe beim besten Willen nicht, wo @Libertin so etwas ausgedrückt hätte. Aber ich will ihm da nicht vorgreifen.
Ich kann bei Bedarf gerne erläutern, warum meine Frage gerechtfertigt ist.


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Morphogenetische Felder

01.03.2026 um 18:36
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Der Hypothese der morphischen Felder kann auch dadurch weitergeholfen werden, dass man Falschbehauptungen, die in Bezug auf sie in einem gut besuchten Internetforum aufgestellt worden sind, schrittweise als Falschbehauptungen kenntlich macht.
Leg los, das wird bestimmt spannend.
Zitiere einfach die Falschbehauptungen und stelle sie richtig.
Danach kann man ja erst bewerten, welch großen Benefit deine Ausarbeitungen für Sheldrakes Hypothese haben.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Seit der Thread wiederbelebt worden ist, hat auch niemand Belege für die Existenz morphischer Felder gefordert.
Halte ich für irrelevant.
Es sollte Sheldrakes bzw. seiner Jünger höchstes Ziel sein, die Hypothese zu belegen. So lange da Ebbe herrscht, bin ich weit davon entfernt, hier im Forum die Lösung zu erwarten.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Ich kann bei Bedarf gerne erläutern, warum meine Frage gerechtfertigt ist.
Kannst du gerne machen, aber bitte, bitte räume zuerst die Falschbehauptungen aus.


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Morphogenetische Felder

02.03.2026 um 22:47
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es stellt für jeden interessierten, aber in Bezug auf das Thema morphische Felder unkundigen Leser einen Hinweis darauf dar, dass bestimmte Behauptungen, die in dem kürzlich verlinkten Thread auf indirekte Art und Weise hinsichtlich Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern aufgestellt worden sind, Falschbehauptungen sind.
Ich frage mich, ob eine punktuelle Richtigstellung für interessierte, aber unkundige Leser wirklich ausreicht.

Natürlich ist es sinnvoll oder legitim, falsche Zuschreibungen zu korrigieren. Gleichzeitig scheint mir aber, dass man Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht angemessen versteht, wenn man nur einzelne Aussagen isoliert betrachtet, und entscheidend ist doch auch, die erkenntnistheoretischen Voraussetzungen und Grenzen mitzudenken, aus denen seine Fragestellung entsteht.

Ohne diesen Kontext bleibt eine bloße Korrektur möglicherweise hilfreich, aber sie klärt das zugrunde liegende Verständnisproblem gar nicht vollständig.

Ich selbst befürworte die Theorie nicht. Dennoch zeigt sich meiner Meinung nach gerade hier, wie komplex die Fragestellung überhaupt ist. Für Leser ohne echte Vorkenntnisse sind die ganzen subtilen Annahmen, die theoretischen Nuancen, Differenzierungen und methodischen Grenzen ziemlich schwer zu überblicken.

Selbst eine sachliche Richtigstellung einzelner Punkte reicht daher nicht, um das grundlegende Verständnis vollständig zu vermitteln.

Vielleicht (aber das ist auch nur meine Meinung) wäre es umgekehrt hilfreich, den theoretischen Ursprung der Überlegungen in einer inhaltlich korrekten Einleitung auszuarbeiten, damit der unkundige Leser zuvorderst überblicken kann, wie groß der Wald ist, vor dem er steht, bevor er sich in den Details verliert.


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Morphogenetische Felder

03.03.2026 um 12:44
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Der Hypothese der morphischen Felder kann auch dadurch weitergeholfen werden, dass man Falschbehauptungen, die in Bezug auf sie in einem gut besuchten Internetforum aufgestellt worden sind, schrittweise als Falschbehauptungen kenntlich macht.
Leg los, das wird bestimmt spannend.
Zitiere einfach die Falschbehauptungen und stelle sie richtig.
Danach kann man ja erst bewerten, welch großen Benefit deine Ausarbeitungen für Sheldrakes Hypothese haben.
Wie ich mit der Formulierung
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:dass bestimmte Behauptungen, die in dem kürzlich verlinkten Thread auf indirekte Art und Weise hinsichtlich Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern aufgestellt worden sind, Falschbehauptungen sind
bereits angedeutet habe, sind die betreffenden Falschbehauptungen implizit, also mittels Implikationen, aufgestellt worden.
Ich habe die Textpassage, in der die betreffenden Falschbehauptungen implizit aufgestellt worden sind, hier im Thread bereits zitiert. Aus einem formellen Grund ist es mir derzeit nicht möglich, sie erneut zu zitieren. Ein Blick in die Threadübersicht vermag Aufschluss über diesen Umstand zu geben.
Wenn man die Diskussion, die ich in meinem Einstiegsbeitrag (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) verlinkt habe, liest, kann man sich erschließen, warum ich Folgendes geschrieben habe:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern logisch inkonsistent?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
In der verlinkten Diskussion wurde mittels Implikationen die Falschbehauptung aufgestellt, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können.

In der verlinkten Diskussion wurde mittels einer Implikation die Falschbehauptung aufgestellt, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt.

Die beiden gerade beschriebenen Falschbehauptungen implizit aufzustellen ist gleichbedeutend mit der impliziten Aufstellung der Falschbehauptung, Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern seien logisch inkonsistent. (Denn Sheldrake bringt in seinen Büchern zum Ausdruck, dass seine Überlegungen zu morphischen Feldern sowohl mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können, als auch mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt, vereinbar seien.)
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Natürlich ist es sinnvoll oder legitim, falsche Zuschreibungen zu korrigieren. Gleichzeitig scheint mir aber, dass man Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht angemessen versteht, wenn man nur einzelne Aussagen isoliert betrachtet
In meinem Einstiegsbeitrag habe ich einen Auszug aus einem Buch Sheldrakes, den Sheldrake auf seiner Internetseite veröffentlicht hat, und einen Text, den Sheldrake für seine Internetseite geschrieben hat, zitiert. In beiden gibt Sheldrake einen Überblick über seine Hypothese der morphischen Felder:

https://www.sheldrake.org/deutsch/morphische-felder

https://www.sheldrake.org/research/morphic-resonance/introduction
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Ohne diesen Kontext bleibt eine bloße Korrektur möglicherweise hilfreich, aber sie klärt das zugrunde liegende Verständnisproblem gar nicht vollständig.
Ist aufgezeigt worden, dass die implizite Aufstellung der Falschbehauptungen, die ich angesprochen habe, das Ergebnis eines Verständnisproblems ist?
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Für Leser ohne echte Vorkenntnisse sind die ganzen subtilen Annahmen, die theoretischen Nuancen, Differenzierungen und methodischen Grenzen ziemlich schwer zu überblicken.
Was meinst du, wenn du von
Zitat von PhilterPhilter schrieb:subtilen Annahmen
sprichst?

Um nachvollziehen zu können, warum es sich bei den angesprochenen Falschbehauptungen um Falschbehauptungen handelt, braucht es keinen Überblick darüber, wo die Grenzen der methodischen Erforschung morphischer Resonanz liegen. Die Grenzen der methodischen Erforschung morphischer Resonanz spielen für die Beantwortung der Fragen, die ich mit Hinblick auf die angesprochenen Falschbehauptungen formuliert habe, keine Rolle.
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Vielleicht (aber das ist auch nur meine Meinung) wäre es umgekehrt hilfreich, den theoretischen Ursprung der Überlegungen in einer inhaltlich korrekten Einleitung auszuarbeiten
In dem oben verlinkten Buchausschnitt erläutert Sheldrake, wie er auf seine Idee von der Existenz morphischer Felder gekommen ist:
In diesem Buch habe ich immer wieder kurz die Hauptmerkmale morphischer Felder erwähnt. Nun möchte ich diesen Begriff ausführlich erläutern und auf einige der damit verbundenen Phänomene eingehen.

Mein Interesse an diesen Ideen erwachte während meiner Forschungstätigkeit zur Evolution von Pflanzen an der Universität Cambridge. Wie entwickeln sich Pflanzen aus einfachen Embryonen zur charakteristischen Form ihrer Art? Wie nehmen die Blätter von Weiden, Rosen und Palmen ihre Form an? Wie entwickeln ihre Blüten sich auf so unterschiedliche Weise? All diese Fragen haben etwas mit dem zu tun, was die Biologen Morphogenese nennen, die Entstehung von Form (abgeleitet von den griechischen Wörtern morphé = Form und génesis = Erzeugung, Entstehen), die eines der großen ungelösten Probleme der Biologie ist.

Wenn man sich naiv mit diesen Problemen befasst, erklärt man schlicht, jede Morphogenese sei genetisch programmiert. Die einzelnen Arten befolgen einfach die Anweisungen ihrer Gene. Aber nach kurzem Nachdenken erkennt man, dass diese Antwort nicht ausreicht. Alle Zellen des Körpers enthalten die gleichen Gene. In Ihrem Körper zum Beispiel ist das gleiche genetische Programm in Ihren Augenzellen, in Ihren Leberzellen ebenso wie in den Zellen Ihrer Arme und Beine vorhanden. Aber wenn sie alle identisch programmiert sind, warum entwickeln sie sich dann so unterschiedlich?

Manche Gene kodieren die Sequenz der Aminosäuren in Proteinen, andere sind an der Steuerung der Proteinsynthese beteiligt. Sie ermöglichen es Organismen, bestimmte Chemikalien zu erzeugen. Aber damit allein läßt sich die Form nicht erklären. Ihre Arme und Ihre Beine sind in chemischer Hinsicht identisch. Würden sie zermahlen und biochemisch analysiert, wären sie ununterscheidbar. Aber sie besitzen unterschiedliche Formen. Ihre Form läßt sich nur mit etwas erklären, was über die Gene und die von ihnen kodierten Proteine hinausgeht.

Das ist leichter zu verstehen, wenn man es einmal mit der Architektur vergleicht. In einer Straße in der Stadt stehen unterschiedlich gebaute Häuser, aber was sie unterscheidet, sind nicht die Baumaterialien. Sie könnten alle aus chemisch identischen Ziegeln, Betonteilen, Hölzern und so weiter hergestellt sein. Würde man sie abreißen und chemisch analysieren, wären sie nicht zu unterscheiden. Was sie unterscheidet, sind die Pläne der Architekten, nach denen sie erbaut wurden. Diese Pläne tauchen in keiner chemischen Analyse auf.

Die Biologen, die die Formentwicklung bei Pflanzen und Tieren studieren, sind sich seit langem dieser Probleme bewusst, und seit den zwanziger Jahren vertreten viele Forscher die Ansicht, dass sich entwickelnde Organismen von Feldern geformt werden, den so genannten morphogenetischen Feldern. Sie sind so etwas wie unsichtbare Entwürfe, die der Form des wachsenden Organismus zugrunde liegen. Aber sie sind natürlich nicht von einem Architekten gezeichnet, genauso wenig wie man sich vorstellen darf, dass ein «genetisches Programm» von einem Computerprogrammierer entworfen ist. Es sind Felder: sich selbst organisierende Einflussgebiete, vergleichbar magnetischen Feldern und anderen bislang anerkannten Feldern in der Natur.

Der Begriff der morphogenetischen Felder ist zwar in der Biologie weithin anerkannt, aber niemand weiß, was diese Felder sind oder wie sie funktionieren. Die meisten Biologen nehmen an, dass sie irgendwann einmal als normale physikalische und chemische Phänomene erklärt werden können. Aber das ist nichts weiter als ein Irrglaube. Nachdem ich mich jahrelang mit den Problemen der Morphogenese herumgeschlagen und über morphogenetische Felder nachgedacht hatte, war ich zu der Schlussfolgerung gelangt, dass es sich bei diesen Feldern nicht bloß um irgendwelche mechanistischen Standardprozesse, sondern um etwas wirklich Neues handelt. Dies war der Ausgangspunkt dafür, dass ich die Idee der morphogenetischen Felder entwickelte. Zum ersten Mal habe ich sie in meinem Buch Das schöpferische Universum vorgestellt und dann in meinem Buch Das Gedächtnis der Natur weiterentwickelt. Dieser Begriff besitzt drei Hauptmerkmale:

Erstens: Morphogenetische Felder sind eine neue Art von Feld, die bislang von der Physik nicht anerkannt wird.

Zweitens: Sie nehmen Gestalt an, entwickeln sich wie Organismen. Sie haben eine Geschichte und enthalten ein immanentes Gedächtnis aufgrund des Prozesses, den ich morphische Resonanz nenne.

Drittens: Sie sind Teil einer größeren Familie von Feldern, den so genannten morphischen Feldern.
https://www.sheldrake.org/deutsch/morphische-felder


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Morphogenetische Felder

03.03.2026 um 13:18
@Weserdampfer

Da das Sonnenlicht derzeit auf mein Telefondisplay fällt und ich die Zitate nicht ohne Anstrengung erkennen kann, möchte ich mich vorerst nur auf einen konkreten Punkt beziehen, der mir besonders ins Auge gefallen ist:
Der Begriff der morphogenetischen Felder ist zwar in der Biologie weithin anerkannt, aber niemand weiß, was diese Felder sind oder wie sie funktionieren
Meines Wissens handelt es sich bei morphogenetischen Feldern um ein theoretisches Hilfsmittel innerhalb eines heuristischen Modells. Er stützt sich auf alte Konzepte und die metaphorische Sprache der Entwicklungsbiologie. In der realen Biologie werden unter Feldern im Wesentlichen chemische Gradienten und Signalwege verstanden, die das Wachstum, die Differenzierung und die Musterbildung von Zellen und Gewebe koordinieren.

Die Formulierung lässt den Eindruck entstehen, dass morphogenetische Felder in der heutigen Biologie etabliert und allgemein anerkannt seien. Das stimmt so aber nicht. Ansonsten Danke ich dir vorerst für deine Arbeit und werde mich bei besseren Bedingungen nochmal genauer mit der Diskussion befassen.


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