emanon schrieb am 25.03.2026:
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:Grundsätzlich betrachtet ist Folgendes zu bedenken: Es macht einem bedeutenden Unterschied, ob man die Aussage trifft, die morphischen Felder der verschiedenen Spezies würden die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen oder ob man die Aussage trifft, ein einzelnes morphisches Feld würde die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen.
Unterm Strich weiß niemand, ob es überhaupt ein MF gibt, daher ist eine Spekulation so sinnvoll wie die andere.
Mit dem Satz
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:Es macht einem bedeutenden Unterschied, ob man die Aussage trifft, die morphischen Felder der verschiedenen Spezies würden die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen oder ob man die Aussage trifft, ein einzelnes morphisches Feld würde die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen.
beziehe ich mich nicht auf Spekulationen bezüglich der Frage, wie morphische Felder die Evolution der verschiedenen Arten beeinflussen. Ich beziehe mich mit diesem Satz auf Behauptungen bezüglich der Frage, welche Aussage Sheldrakes Schriften mit Hinblick darauf zulassen, wie morphische Felder die Evolution von Arten beeinflussen können. Die erste der beiden Behauptungen, von denen ich spreche, ist eine hypothetische Behauptung, die zweite ist eine Behauptung, die in der von mir verlinkten Diskussion implizit aufgestellt worden ist.
emanon schrieb am 25.03.2026:Meine Frage ist:
Welche Belege gibt es für die Existenz von Sheldrakes MF?
Kannst du die bitte mal kurz ehrlich beantworten?
Wie im Verlauf des Threads bereits ersichtlich geworden sein dürfte, gibt es derzeit keine Möglichkeit dafür, die Existenz morphischer Felder nachzuweisen. Der Umstand, dass sich die Existenz morphischer Felder mit den Methoden der heutigen Wissenschaft nicht nachweisen lässt, ist nicht gleichbedeutend damit, dass morphische Felder nicht existieren können.
emanon schrieb am 25.03.2026:
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:Ein einzelnes morphisches Feld, das willkürlich darüber entscheidet, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln, gibt es im Sinne der Überlegungen Sheldrakes nicht.
Und welche Belege kannst du dafür anbieten, dass Sheldrakes Überlegungen richtig sind?
Es gibt experimentelle Befunde, die darauf hindeuten, dass bestimmte Hypothesen Sheldrakes korrekt sein könnten. Die Wissenschaft weigert sich, dies anzuerkennen.
Ich habe experimentelle Befunde, die sich als Belege für eine der Hypothesen Sheldrakes betrachten lassen, vorgestellt: Sheldrakes Annahme, dass Telepathie existiert, beruht auf seiner Annahme, dass zwischen den morphischen Feldern hochentwickelter Lebewesen Verbindungen entstehen können. Ich habe zwei Ergebnisse von Experimenten Sheldrakes vorgestellt, die sich als Belege dafür betrachten lassen, dass Telepathie existiert:
Beitrag von Weserdampfer (Seite 41).
emanon schrieb am 25.03.2026:
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:Nein, falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat, ...
OK, die Hypothesen sind also völlig unbelegt. Die Diskussion ist in etwa so sinnvoll, wie sich über die "Hautfarbe" von Nessie zu unterhalten.
Mit dieser Antwort stellst du die Behauptung auf, aus meiner Formulierung
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat
würde hervorgehen, dass Sheldrakes Hypothesen völlig unbelegt seien. Ich kann gerne darlegen, warum die Behauptung, aus meiner Formulierung
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat
würde hervorgehen, dass Sheldrakes Hypothesen völlig unbelegt seien, falsch ist.
@Neustarter Meine Aussage
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:In der verlinkten Diskussion wird an keiner Stelle die Aussage getroffen, dass die morphischen Felder, die den verschiedenen Spezies gemäß der Überlegungen Sheldrakes zueigen sind (die artbezogenen morphischen Felder) die Evolution der verschiedenen Spezies so willkürlich beeinflussen würden, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Spezies beeinflussen würde.
ist eine korrekte Feststellung. Sie dient der Unterstreichung des Umstandes, dass sich für kritische Leser der verlinkten Diskussion, die mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht vertraut sind, die Frage
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:Entscheidet gemäß der Überlegungen Sheldrakes ein einzelnes morphisches Feld willkürlich darüber, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln?
auftut.
Abgesehen davon, dass beide Behauptungen falsch sind, macht aus logischer Sicht einen Unterschied, ob jemand behauptet, aus Sheldrakes Schriften folge, dass ein einzelnes morphisches Feld die Evolution der verschiedenen Spezies so willkürlich beeinflusse wie ein intelligenter Designer oder ob jemand behauptet, aus Sheldrakes Schriften folge, dass das artbezogene morphische Feld der Spezies X die Evolution der Spezies X so willkürlich beeinflusse wie ein intelligenter Designer:
Jemand, der die erste dieser beiden Behauptungen aufstellt, stellt die Falschbehauptung auf, aus Sheldrakes Schriften folge, dass eine Instanz, die einem intelligenten Designer gleicht, die Evolution der verschiedenen Spezies willkürlich beeinflusse.
Jemand, der die zweite dieser beiden Behauptungen aufstellt, stellt die Falschbehauptung auf, aus Sheldrakes Schriften folge, dass die Evolution der Spezies X willkürlich von einer Instanz beeinflusst werde, die einem intelligenten Designer ähnelt, deren gestaltender Einfluss sich aber nicht auf andere Spezies erstreckt.
Neustarter schrieb am 25.03.2026:Gründe für das Wirken sind unbekannt und unvorhersehbar und somit willkürlich und keiner Gesetzmäßigkeit folgend
Mit meiner Anmerkung
Weserdampfer schrieb am 24.03.2026:Und falls jetzt ein entsprechender Einwand kommen sollte: Nein, falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat, so ist das Eintreten der gerade beschriebenen Möglichkeit nicht das Ergebnis einer willkürlichen Entscheidung der morphischen Felder von Angehörigen einer Spezies, sondern das Ergebnis eines kumulativen Prozesses, der nicht intelligent gesteuert wird.
hatte ich bereits angesprochen, warum die Behauptung, morphische Felder würden so willkürlich agieren wie intelligente Designer, falsch ist.
Die Behauptung, morphische Felder würden so willkürlich agieren wie intelligente Designer, ist falsch, weil jene artbezogenen Veränderungen, zu denen es gemäß Sheldrake infolge eines Einflusses morphischer Resonanz kommen kann, das Ergebnis des kumulativen Prozesses der morphischen Resonanz sind, der gemäß Sheldrake gesetzmäßig und ohne intelligente Steuerung abläuft. Rupert Sheldrake postuliert mit seiner Hypothese der morphischen Resonanz eine bislang unentdeckte natürliche Gesetzmäßigkeit.
Neustarter schrieb am 25.03.2026:Von daher ist das Konzept ein Muster ohne Wert, um im Rahmen des wissenschaftlichen Diskurses eine Rolle zu spielen.
Es ist legitim, zu hinterfragen, ob der wissenschaftliche Diskurs allen Dingen, die sich in der Natur beobachten lassen, gerecht wird.
Wird unser heutiger wissenschaftlicher Diskurs für die Menschen, die in 500 Jahren leben, noch das Maß aller Dinge darstellen, was die Betrachtung der Natur angeht? Ganz sicher nicht.
Es lässt sich nicht beweisen, dass das materialistische Weltbild, das die Grundlage für den wissenschaftlichen Diskurs darstellt, korrekt ist.
Es kann sein, dass das materialistische Weltbild falsch ist. Es kann sein, dass die von Sheldrake postulierten morphischen Felder existieren. Es kann sein, dass Telepathie existiert.
Neustarter schrieb am 25.03.2026:Ansonsten denke ich, ist alles Wichtige hier bereits vorgebracht worden. Mit Substanz kommt hier nichts, um den vorgebrachten Einwand zu entkräften, so dass man hier auch getrost die Sache auf sich beruhen lassen kann. Aber jeder wie er mag ...
Gemäß Rupert Sheldrake ist morphische Resonanz ein gesetzmäßig ablaufender Prozess, der ohne intelligente Steuerung abläuft und welcher auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten beruht. Sheldrake postuliert Folgendes:
Je öfter verschiedene Angehörige einer Spezies eine neu entstandene Verhaltensweise wiederholen, umso stärker ist der Einfluss der morphischen Resonanz, der von dem morphischen Feld, das sich auf die neu entstandene Verhaltensweise bezieht, ausgeht. Je stärker der Einfluss der morphischen Resonanz des morphischen Feldes ist, das sich auf die neu entstandene Verhaltensweise bezieht, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die neu entstandene Verhaltensweise mittels des Prozesses der morphischen Resonanz innerhalb der Spezies verbreitet.
Je mehr Angehörige einer Spezies ein neu entstandenes körperliches Merkmal aufweisen, umso stärker ist der Einfluss der morphischen Resonanz, der von dem morphischen Feld, das sich auf das neu entstandene Merkmal bezieht, ausgeht. Je stärker der Einfluss der morphischen Resonanz des morphischen Feldes ist, das sich auf das neu entstandene Merkmal bezieht, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich das neu entstandene Merkmal mittels des Prozesses der morphischen Resonanz innerhalb der Spezies verbreitet.Die Frage, ob ein Prozess der morphischen Resonanz zu einer Veränderung führen kann, was das Verhalten oder das Erscheinungsbild von Angehörigen der Spezies X angeht, wird also nicht von einer Instanz entschieden, die einem intelligenten Designer gleicht, sondern davon, wieviele Angehörige der Art X ein neu entstandenes Verhalten zeigen bzw. ein neu entstandenes körperliches Merkmal tragen.
Die Frage, ob viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene Verhalten Y zeigen können, entscheidet sich daran, ob die Lebensbedingungen der Spezies X es zulassen, dass viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene Verhalten Y zeigen können.
Die Frage, ob es möglich ist, dass viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene körperliche Merkmal Z tragen, entscheidet sich daran, ob die Lebensbedingungen der Spezies X es zulassen, dass viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene körperliche Merkmal Z tragen.
(Zur Veranschaulichung: Wenn eine Feldlerche als Folge einer Mutation ein weißes Federkleid besitzt, so hat sie schlechte Überlebens- und Reproduktionschancen. Es ist dementsprechend unwahrscheinlich, dass sich das körperliche Merkmal des weißen Federkleides mittels des Prozesses der morphischen Resonanz verbreitet.)
Die gerade beschriebenen Zusammenhänge machen ersichtlich, dass die Behauptung, aus Sheldrakes Schriften würde folgen, dass morphische Felder wie intelligente Designer agieren, eine Falschbehauptung ist.