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Morphogenetische Felder

837 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Morphogenetische Felder ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Morphogenetische Felder

12.03.2026 um 08:09
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aufgrund des gerade dargelegten Sachverhalts handelt es sich bei dem von Sheldrake beschriebenen Experiment um ein Experiment, das sich hervorragend dafür eignen würde, Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen zu überprüfen.
Wie soll das funktionieren? Sind doch die Felder nicht quantifizierbar, nicht qualifizierbar, ja, noch nicht einmal nachweisbar.
Sei so gut und führe das einmal etwas genauer aus.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es ist daher eigentlich zu erwarten, dass die Kritiker Sheldrakes die Durchführung dieses Experiments befürworten.
Ich bin recht sicher, dass niemand Sheldrake ernsthaft verboten hat, seine Hypothese mit geeigneten Experimenten zu unterstützen/belegen.
Dafür hatte er bis hierher ja schon Jahrzehnte Zeit.
Was hat er dahingehend in der ganzen Zeit zustande gebracht?
Nix.
Was meinst du, woran das liegen könnte?
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es stellt sich also die Frage, warum Wissenschaftler, die Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen für Unsinn halten, bislang noch nicht darauf hingearbeitet haben, dass dieses Experiment durchgeführt wird.
Hältst du Beweislastumkehr für das Mittel der Wahl in der wissenschaftlichen Forschung/Diskussion?


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Morphogenetische Felder

12.03.2026 um 09:47
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass sich neu synthetisierte Stoffe anfangs oft schwer zur Kristallisation bringen lassen und sich vom Zeitpunkt der ersten gelungenen Kristallisation an leichter kristallisieren lassen:
Ich die Studie mal kurz überflogen, da geht es um "Disappearing Polymorphs" https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/anie.201410356
Wie passen die zu Sheldrakes Hypothese?


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Morphogenetische Felder

12.03.2026 um 11:14
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aufgrund des gerade dargelegten Sachverhalts handelt es sich bei dem von Sheldrake beschriebenen Experiment um ein Experiment, das sich hervorragend dafür eignen würde, Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen zu überprüfen. Es ist daher eigentlich zu erwarten, dass die Kritiker Sheldrakes die Durchführung dieses Experiments befürworten.

Wenn das Experiment durchgeführt würde und das Ergebnis liefern würde, das die Kritiker Sheldrakes erwarten (keine schnellere Kristallisation des Stoffes in den verschiedenen über die ganze Welt verteilten Laboren nach erstmaliger Kristallisation) so wäre Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen widerlegt.

Es stellt sich also die Frage, warum Wissenschaftler, die Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen für Unsinn halten, bislang noch nicht darauf hingearbeitet haben, dass dieses Experiment durchgeführt wird.
Nur zur Klarstellung, worauf sich meine Bemerkung zur fehlenden statistischen Basis bezieht:
Die Beispiele zur Kristallisation und der Verweis auf Wiberg zeigen, dass sich das Kristallisationsverhalten eines neu synthetisierten Stoffes im Laufe der Zeit lokal ändern kann – durch Keimbildung, Verunreinigungen etc. Das ist, wie aufgezeigt wurde, offenbar gut bekannte Lehrbuch‑ und Laborerfahrung. Ich verstehe Sheldrake aber so, dass er erklären will, warum sich überall auf der Welt solche Strukturen vermeintlich unabhängig voneinander herausbilden, also als globale, nichtlokale Effekte. Er stellt damit keine These darüber auf, ob sich innerhalb ein und desselben Versuchsaufbaus im Labor veränderte Verhaltensweisen einstellen. Für die behaupteten globalen Effekte fehlt meines Wissens jede belastbare statistische Basis, geschweige denn systematisch dokumentierte Beobachtungen in ausreichender Zahl. Mit "statistischer Signifikanz" meine ich Effekte, die so klar und reproduzierbar über dem Hintergrundrauschen liegen, dass sie sich einer Zufallserklärung entziehen und damit überhaupt erst eine belastbare Thesenbildung rechtfertigen würden. Genau eine solche Ebene sehe ich bei Sheldrake bzw. in Dürrs Skizze derzeit nicht (ich kenne aber auch nur dass, was hier so gehandelt wurde) - weder werden robuste, statistisch auswertbare Effekte präsentiert, die klar über Zufall, Hörensagen und Anekdoten hinausgehen, noch gibt es replizierte Studien, die diesen behaupteten Fernwirk‑Mechanismus wirklich tragen würden.

Mein Hinweis auf eine fehlende statistische Basis zielte also nicht auf die konventionelle Erklärung der lokalen Kristallisation, sondern auf Dürrs sehr vorsichtig formulierte Überlegung, dass extrem schwache elektromagnetische Felder "in principle" als physikalischer Träger für Sheldrakes morphische Felder dienen könnten. Für genau diesen zusätzlichen Mechanismus – also eine nichtlokale Fernwirkung über ein hypothetisches Trägerfeld – werden im zitierten Text weder eigene Messreihen noch eine quantitative, statistische Auswertung präsentiert. In diesem Sinne verfügt diese Annahme derzeit über keine ausgewiesene statistische Grundlage und keinen nachgewiesenen signifikanten Effekt, sondern bleibt ein theoretischer Vorschlag. Bei dieser Ausgangslage darf man von der Science Community kein uneingeschränktes Wohlwollen voraussetzen oder erwarten.

Ein zweiter Punkt ist dann eben die Frage der Beweislast. Sheldrake stellt eine sehr weitreichende, im Sinne wie ich eben beschroeb unfundierte Hypothese in den Raum, einschließlich der Idee eines zusätzlichen physikalischen Trägermechanismus. Nach wissenschaftlichen Gepflogenheiten liegt es dann zunächst bei ihm (bzw. seinen Anhängern), klar definierte Experimente durchzuführen, diese sauber zu veröffentlichen und unabhängige Replikationen zu ermöglichen. Dass Kritiker bislang kein größeres Kristallisations‑ oder Fernwirk‑Experiment organisiert haben, ist deshalb kein Argument gegen die Kritik, sondern schlicht Ausdruck des normalen wissenschaftlichen Standards: Nicht die Skeptiker müssen eine spekukative Zusatzannahme aktiv falsifizieren, sondern derjenige, der sie einführt, muss eine überzeugende Datenlage aufbauen. Solange das nicht passiert, bleibt die Hypothese methodisch eine interessante Idee ohne belastbare empirische Absicherung.


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Morphogenetische Felder

12.03.2026 um 14:49
Zitat von emanonemanon schrieb:Wie passen die zu Sheldrakes Hypothese?
Das habe ich mich auch gefragt. Wenn Sheldrakes Hypothese zuträfe, stellt sich die Frage, warum Substanzen, die synthetisiert worden sind, nicht der morphischen Resonanz unterliegen, andererseits aber andere Substanzen sehr wohl, wenn man das Argument der vereinfachten Kristallisation aufgreift. An dieser Stelle sind wir dann wieder bei der von Pertti beanstandeten Selektivität per vermeintlicher Willkür gelandet, die Anlass für diese Diskussion gewesen ist.


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Morphogenetische Felder

12.03.2026 um 15:09
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern logisch inkonsistent?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
Um auf den Ausgangspunkt dieser Diskussion noch mal zurückzukommen ...

Ersetze "Sheldrake" durch "Pertti" und "morphische Felder" durch "intelligenter Designer". Dann ergibt sich:

"Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Perttis Überlegungen zum intelligenten Designer logisch inkonsistent?

Sind Perttis Überlegungen zum intelligenten Designer unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Perttis Überlegungen zum intelligenten Designer unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?"

Wenn Du eine dieser Fragen mit Ja beantworten kannst, müsste sich in der Wikipedia dazu ein Hinweis finden. Den gibt es aber nicht.

Zur Erinnerung - Pertti hatte dies geschrieben:
und da wird aus dem "field" ein "magic field". Denn es bemerkt Unterschiede zwischen sagenwirmal Stein und Hoppelhäschen und entscheidet, die beiden unterschiedlich morphisch zu beeinflussen. Mal wird nur ein einziges Mal ein "Stil" gefördert und durchgesetzt, mal gilt das nur für ne Weile, dann aber dürfen die "Einzelfälle" auch wieder abweichen, und dann schlägt das Feld wieder zu, wobei mal alle Artangehörige zum selben Neuverhalten / -aussehen gezwungen werden, mal hingegen einige beim alten verharren dürfen und nur einige andere zum Neuen hingetrimmt werden. Das Morphische Feld funzt nicht naturgesetzlich, sondern nach eigenem Gusto, individuell entscheidend. Geradezu planend. Ganz wie der Intelligente Designer.
Und da hatte er nun mal in der Sache recht ...

Da hier gleich der Einwand kommen wird, dass es sich doch um einen Kategorienfehler handelt - stimmt, aber die Analogie wird trotzdem deutlich, was die Relevanz von Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern für den wissenschaftlichen Diskurs und die wissenschaftliche Praxis betrifft.

Ohne konkrete Prüfverfahren und daraus abgeleiteten experimentell ermittelten empirischen Daten, für die der Thesenersteller in der Belegpflicht ist, bleiben solche Thesen bloße Behauptungen und damit für die Forschung und Theoriebildung irrelevant.


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Morphogenetische Felder

12.03.2026 um 20:05
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ohne konkrete Prüfverfahren und daraus abgeleiteten experimentell ermittelten empirischen Daten, für die der Thesenersteller in der Belegpflicht ist, bleiben solche Thesen bloße Behauptungen und damit für die Forschung und Theoriebildung irrelevant.
Das ist die Kurzfassung meines Sermons 😅🤓


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15.03.2026 um 17:56
Zitat von emanonemanon schrieb am 12.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 11.03.2026:Aufgrund des gerade dargelegten Sachverhalts handelt es sich bei dem von Sheldrake beschriebenen Experiment um ein Experiment, das sich hervorragend dafür eignen würde, Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen zu überprüfen.
Wie soll das funktionieren? Sind doch die Felder nicht quantifizierbar, nicht qualifizierbar, ja, noch nicht einmal nachweisbar.
Sei so gut und führe das einmal etwas genauer aus.
Die Hypothese der Formenbildungsursachen lässt sich überprüfen, indem man die Hypothese der morphischen Resonanz überprüft. Dieser Umstand liegt darin begründet, dass die Hypothese der morphischen Resonanz ein essentieller Bestandteil der Hypothese der Formenbildungsursachen ist.
Nachvollziehen lässt sich dies alles anhand der folgenden Einleitung eines Fachartikels Sheldrakes, der den Titel An experimental test of the hypothesis of formative causation trägt:
1. Introduction

The hypothesis of formative causation, which I first proposed in 1981 (SHELDRAKE, 1981) postulates that organisms are subject to an influence from previous similar organisms by a process called morphic resonance. Through morphic resonance, each member of a species draws upon, and in turn contributes to, a pooled or collective memory. Thus, for example, if animals learn a new skill in one place, similar animals raised under similar conditions should subsequently tend to learn the same thing more readily all over the world. Likewise, people should tend to learn more readily what others have already learnt, even in the absence of any known means of connection or communication. In the human realm, this hypothesis resembles C.G. Jung's postulate of the collective unconscious (SHELDRAKE, 1988). The hypothesis also applies in the chemical and physical realms, and predicts, for example, that crystals of new compounds should become easier to crystallize all over the world the more often they are made. There is already circumstantial evidence that this actually happens (SHELDRAKE, 1981; 1988).

The hypothesis of formative causation raises many theoretical and philosophical questions, which I have discussed in detail in my books (SHELDRAKE, 1981; 1988; 1990), but as a scientific hypothesis, its value has to be assessed by empirical tests. Most experimental tests of this hypothesis to date have involved human learning, and results so far have supported it (SHELDRAKE, 1986; 1988; MAHLBERG, 1987; ERTEL, 1992).

When I first proposed the hypothesis of formative causation in 1981, it aroused considerable controversy, and was attacked in an editorial in Nature entitled "A Book for Burning?" (ANON, 1981). As a result of this attack, Steven Rose of the Biology Department at the Open University in Britain, wrote to me offering facilities in his laboratory for testing the hypothesis in the learning of animals. We discussed this possibility soon afterwards, but for various practical reasons, nothing came of it. In 1988, as a result of an article I wrote on morphic resonance in The Guardian, a British newspaper, Rose wrote an attack on the concept and publicly repeated his offer to test this "seemingly absurd hypothesis" in his laboratory (ROSE, 1988). This time, it was possible to take up the offer. Funding was available, and a summer student, Ms Amanda Harrison, was appointed to carry out the experiment in the summer of 1990. She knew nothing of morphic resonance, and was deliberately not informed of the hypothesis being tested until the experiments were completed. Thus the experiment described below was performed blind. The design was agreed in advance by Rose and myself, and we both recorded our predictions before the experiment began. Rose predicted that the experiment would show no morphic resonance effects; I predicted that it would.
https://www.sheldrake.org/research/morphic-resonance/an-experimental-test-of-the-hypothesis-of-formative-causation

https://www.sheldrake.org/files/pdfs/papers/An-experimental-test-of-the-hypothesis-of-formative-causation.pdf

Im Sinne der Überlegungen Sheldrakes stützt ein experimenteller Befund, der die Hypothese der morphischen Resonanz stützt, auch die Hypothese der morphischen Felder. Dies liegt darin begründet, dass morphische Resonanz gemäß der Überlegungen Sheldrakes eine Verbindung zwischen morphischen Feldern darstellt.
Zitat von emanonemanon schrieb am 12.03.2026:Ich bin recht sicher, dass niemand Sheldrake ernsthaft verboten hat, seine Hypothese mit geeigneten Experimenten zu unterstützen/belegen.
Dafür hatte er bis hierher ja schon Jahrzehnte Zeit.
Was hat er dahingehend in der ganzen Zeit zustande gebracht?
Nix.
Was meinst du, woran das liegen könnte?
Sheldrake hat verschiedene Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse Annahmen, die er in Bezug auf morphische Felder trifft, stützen. Er hat Fachartikel über diese Experimente veröffentlicht.
Zitat von emanonemanon schrieb am 12.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 11.03.2026:Es stellt sich also die Frage, warum Wissenschaftler, die Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen für Unsinn halten, bislang noch nicht darauf hingearbeitet haben, dass dieses Experiment durchgeführt wird.
Hältst du Beweislastumkehr für das Mittel der Wahl in der wissenschaftlichen Forschung/Diskussion?
Ich bin der Meinung, dass niemand in der Pflicht steht, dieses aufwendige Experiment durchzuführen.

Wenn sich zahlreiche Wissenschaftler für die Durchführung dieses Experiments einsetzen würden, so ließe sich dieses Experiment womöglich durchführen. Da Sheldrake in der Wissenschaftsgemeinde sehr viel mehr Kritiker als Unterstützer hat, ließe sich die Durchführung des Experiments wohl am ehesten realisieren, wenn sich zahlreiche Kritiker Sheldrakes für die Durchführung des Experiments einsetzen würden.
Mit Hinblick auf diesen Gedanken habe ich die von dir zitierte Aussage getroffen.
Zitat von emanonemanon schrieb am 12.03.2026:Ich die Studie mal kurz überflogen, da geht es um "Disappearing Polymorphs" https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/anie.201410356
Wie passen die zu Sheldrakes Hypothese?
Wenn die ursprüngliche Kristallform eines synthetisierten Stoffes von einer später erschienenen zweiten Kristallform des Stoffes verdrängt wird, so lässt sich dies mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern vereinbaren, weil Sheldrake die Ansicht vertritt, dass alle Gewohnheiten der Natur einer natürlichen Selektion unterworfen sind:
I believe that the natural selection of habits will play an essential part in any integrated theory of evolution, including not just biological evolution, but also physical, chemical, cosmic, social, mental and cultural evolution (as discussed in The Presence of the Past).

Habits are subject to natural selection; and the more often they are repeated, the more probable they become, other things being equal.
https://www.sheldrake.org/research/morphic-resonance/introduction

Die verschiedenen Arten der Kristallisation sind im Sinne Sheldrakes Gewohnheiten der Natur. Wenn die ursprüngliche Kristallform eines synthetisierten Stoffes von einer später erschienenen zweiten Kristallform des Stoffes verdrängt wird, dann wird das morphische Feld der ursprünglichen Kristallform von dem morphischen Feld der später erschienenen zweiten Kristallform verdrängt. Diese Verdrängung kann stattfinden, weil morphische Felder evolvieren:
Morphogenetic fields are not fixed forever, but evolve.
https://www.sheldrake.org/research/morphic-resonance/introduction
Zitat von NemonNemon schrieb am 12.03.2026:Die Beispiele zur Kristallisation und der Verweis auf Wiberg zeigen, dass sich das Kristallisationsverhalten eines neu synthetisierten Stoffes im Laufe der Zeit lokal ändern kann – durch Keimbildung, Verunreinigungen etc. Das ist, wie aufgezeigt wurde, offenbar gut bekannte Lehrbuch‑ und Laborerfahrung.
Nachgewiesen hat man die für die beschriebene Entwicklung angeblich verantwortlichen Kristallkeime bislang noch nicht.
Zitat von NemonNemon schrieb am 12.03.2026:Ich verstehe Sheldrake aber so, dass er erklären will, warum sich überall auf der Welt solche Strukturen vermeintlich unabhängig voneinander herausbilden, also als globale, nichtlokale Effekte. Er stellt damit keine These darüber auf, ob sich innerhalb ein und desselben Versuchsaufbaus im Labor veränderte Verhaltensweisen einstellen. Für die behaupteten globalen Effekte fehlt meines Wissens jede belastbare statistische Basis, geschweige denn systematisch dokumentierte Beobachtungen in ausreichender Zahl.
Da man die für die beschriebene Entwicklung angeblich verantwortlichen Kristallkeime bislang noch nicht nachgewiesen hat, fußt auch die Behauptung, Kristallkeime seien für die beschriebene Entwicklung verantwortlich, nicht auf einer belastbaren statistischen Basis bzw. auf systematisch dokumentierten Beobachtungen in ausreichender Zahl. Man muss die ganze Sache dementsprechend folgendermaßen sehen:

Weil Kristallkeime bislang nicht als Ursache der beschriebenen Entwicklung nachgewiesen sind und weil es mit Hinblick auf die von Sheldrake postulierte Fernwirkung zwischen morphischen Feldern bislang keine Messreihen samt Auswertung gibt, macht es für Sheldrake Sinn, das Experiment vorzuschlagen. Wenn das Experiment durchgeführt würde, würde sich zeigen, ob es entsprechende Messreihen ermöglicht.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 12.03.2026:Wenn Sheldrakes Hypothese zuträfe, stellt sich die Frage, warum Substanzen, die synthetisiert worden sind, nicht der morphischen Resonanz unterliegen, andererseits aber andere Substanzen sehr wohl, wenn man das Argument der vereinfachten Kristallisation aufgreift.
Mir ist nicht klar, warum du die Aussage triffst, dass Substanzen, die synthetisiert worden sind, nicht dem Einfluss morphischer Resonanz unterlägen.
Aus welchem Grund triffst du diese Aussage?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 12.03.2026:Ohne konkrete Prüfverfahren und daraus abgeleiteten experimentell ermittelten empirischen Daten, für die der Thesenersteller in der Belegpflicht ist, bleiben solche Thesen bloße Behauptungen und damit für die Forschung und Theoriebildung irrelevant.
Wie bereits gesagt: Sheldrake hat verschiedene Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse Annahmen, die er in Bezug auf morphische Felder trifft, stützen und er hat Fachartikel über diese Experimente veröffentlicht.

@Neustarter

Ich entnehme deinem letzten Beitrag, dass du der Ansicht bist, die von Sheldrake postulierte Funktionsweise morphischer Felder lasse sich mit Intelligent Design gleichsetzen.


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Morphogenetische Felder

15.03.2026 um 18:14
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Mir ist nicht klar, warum du die Aussage triffst, dass Substanzen, die synthetisiert worden sind, nicht dem Einfluss morphischer Resonanz unterlägen.
Das ergibt sich aus dem Inhalt des von Dir verlinkten Artikels. Darin geht es um Polymorphe, die nach der Synthese nachgewiesen worden sind, später aber wieder verschwunden sind. Träfe die postulierte morphische Resonanz zu, dürften die zuvor synthetisierten Polymorphe nicht einfach so wieder verschwinden, sondern müssten sich in ihrer Existenz stabilisieren, zumal die Synthesen nicht nur einmal, sondern mehrmals durchgeführt worden sind. Aus dem Artikel geht hervor, dass dies insbesondere in der Pharma-Forschung von Relevanz ist, wenn es um Patentierungen geht.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Sheldrake hat verschiedene Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse Annahmen, die er in Bezug auf morphische Felder trifft, stützen und er hat Fachartikel über diese Experimente veröffentlicht.
Nur haben diese Experimente aufgrund der angewandten Methodik nicht die erhoffte Aussagekraft, um das Konzept der Morphischen Felder in den wissenschaftlichen Diskurs etablieren zu können. Bei den Experimenten zur Telepathie per Telefon z.B. ist die Stichprobenanzahl viel zu gering, um den dann rechnerisch ermittelten Durchschnittswert von 40 Prozent statt 25 Prozent zu validieren. Hier hakt es also gewaltig am Studiendesign ...
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:... dass du der Ansicht bist, die von Sheldrake postulierte Funktionsweise morphischer Felder lasse sich mit Intelligent Design gleichsetzen.
Nein, da andere Kategorie, aber als Analogie auf dem gleichen Level für die Relevanz in der Forschung, da - wie Pertti zutreffend bemerkt hatte - das morphische Feld nicht naturgesetzlich agiert (und somit nicht mittels Formeln mathematisch berechnet werden kann), sondern auf analoge Weise willkürlich und unvorhersehbar wie es ein intelligenter Designer täte, wenn er die Evolution beeinflusst.


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Morphogenetische Felder

15.03.2026 um 19:27
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Die Hypothese der Formenbildungsursachen lässt sich überprüfen, indem man die Hypothese der morphischen Resonanz überprüft
Donnerwetter.
Was ist denn bei der Überprüfung Zählbares herausgekommen?
Sei so gut und fasse das für mich doch bitte mal mit deinen Worten zusammen.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Im Sinne der Überlegungen Sheldrakes stützt ein experimenteller Befund, der die Hypothese der morphischen Resonanz stützt, auch die Hypothese der morphischen Felder. Dies liegt darin begründet, dass morphische Resonanz gemäß der Überlegungen Sheldrakes eine Verbindung zwischen morphischen Feldern darstellt.
Ähm, schreib ich hier mit einem Bot?
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Sheldrake hat verschiedene Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse Annahmen, die er in Bezug auf morphische Felder trifft, stützen. Er hat Fachartikel über diese Experimente veröffentlicht.
Und das Ergebnis war, in deinen eigenen Worten?
Wie sieht die Beleglage aus?
Bitte mal ganz konkret und ohne Geschwurbel.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Ich bin der Meinung, dass niemand in der Pflicht steht, dieses aufwendige Experiment durchzuführen.
Es hat dann halt wenig mit guter wissenschaftlicher Praxis zu tun.
Das solltest du schon anerkennen können.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn sich zahlreiche Wissenschaftler für die Durchführung dieses Experiments einsetzen würden, so ließe sich dieses Experiment womöglich durchführen.
Same.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Da Sheldrake in der Wissenschaftsgemeinde sehr viel mehr Kritiker als Unterstützer hat, ließe sich die Durchführung des Experiments wohl am ehesten realisieren, wenn sich zahlreiche Kritiker Sheldrakes für die Durchführung des Experiments einsetzen würden.
Same.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn die ursprüngliche Kristallform eines synthetisierten Stoffes von einer später erschienenen zweiten Kristallform des Stoffes verdrängt wird, so lässt sich dies mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern vereinbaren, weil Sheldrake die Ansicht vertritt, dass alle Gewohnheiten der Natur einer natürlichen Selektion unterworfen sind:
Was keinerlei Belegkraft in Bezug auf die Existenz morphischer Felder besitzt.

Wo ist bei deinem Vortrag die Pointe? Where's the beef?
Unterm Strich ist für mich völlig irrelevant, was du dir im stillen Kämmerlein zurechtglaubst. Mich interessiert das, was außerhalb deines persönlichen Einbildungshorizontes Relevanz besitzt. Davon konnte ich bisher nichts erkennen, was für die Existenz morphischer Felder spricht.


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15.03.2026 um 19:51
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Im Sinne der Überlegungen Sheldrakes stützt ein experimenteller Befund, der die Hypothese der morphischen Resonanz stützt, auch die Hypothese der morphischen Felder. Dies liegt darin begründet, dass morphische Resonanz gemäß der Überlegungen Sheldrakes eine Verbindung zwischen morphischen Feldern darstellt.
Das ist zunächst mal eine verschachtelte Zirkellogik deinerseits.

Das Hühner-Experiment gibt dann auch nicht mehr her, als dass es aus Sheldrakes Sicht dessen Hypothese stützt. Ein kreatives Experiment mit ahnungsloser(?) Studentin und Hühnern, aber nicht wirklich etwas, das Skeptiker in die Knie zwingt.


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Morphogenetische Felder

15.03.2026 um 22:38
@Weserdampfer
Nachtrag: Um das auch mal klar zu sagen: Ich wäre äußerst fasziniert, wenn aus dieser Richtung (um die Verortung so pauschal zu halten, dass u. a. auch telepathische, postmortale Themen oder Präkognition, sei es auch „nur“ auf Quanten-Distanzen, inkludiert sind) mal etwas käme, das mich bei genauerer Betrachtung, die mehr als 10 Minuten erfordert, wirklich puzzelt. Ehrlich. Aber bislang hat das einfach nicht stattgefunden.

Die Methoden der Wissenschaft sind per se weder ein Macht-, noch ein Unterdrückungs-Instrumentarium. Warum sage ich das exakt mit dieser Wortwahl? Weil viel Missbrauch im Gange ist, wie bei allem auf der Welt, das instrumentalisierbar und manipulierbar ist.

Man könnte jetzt Sheldrake, diesem Tenor folgend, als Außenseiter stigmatisieren und mit dem üblichen Katalog invalider Autoritätsargumente totschlagen. Aber das findet hier nicht statt. Es gibt bei rigoroser Anwendung wissenschaftlicher Kriterien, die dermaßen in Stein gemeißelt sind, dass sie wider jegliche Korruption und Kompromittierung Gültigkeit besitzen, klare Regeln ungeachtet von von „Mainstream vs Außenseiter“. Und Sheldrake versucht sich bei allem, was ich hier bislang gezeigt bekam, da durch zu schummeln.

So etwas ist beileibe keine Seltenheit. Ich frage mich dann immer nur, wie hoch gebildete Menschen diesem Sachverhalten nicht adäquat begegnen. Ist es eine erst kürzlich von mir wieder in anderem Kontext (Däniken) thematisierte intellektuelle Unredlichkeit oder etwas, das ich einfach nicht richtig erkenne, erfasse?

edit, kurz vor Ende des countdowns: ein paar vertipper sind drin, dank smartphone-getippe. hoffe, die frage ist dennoch klar


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Morphogenetische Felder

16.03.2026 um 19:04
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Mir ist nicht klar, warum du die Aussage triffst, dass Substanzen, die synthetisiert worden sind, nicht dem Einfluss morphischer Resonanz unterlägen.
Das ergibt sich aus dem Inhalt des von Dir verlinkten Artikels. Darin geht es um Polymorphe, die nach der Synthese nachgewiesen worden sind, später aber wieder verschwunden sind. Träfe die postulierte morphische Resonanz zu, dürften die zuvor synthetisierten Polymorphe nicht einfach so wieder verschwinden, sondern müssten sich in ihrer Existenz stabilisieren, zumal die Synthesen nicht nur einmal, sondern mehrmals durchgeführt worden sind. Aus dem Artikel geht hervor, dass dies insbesondere in der Pharma-Forschung von Relevanz ist, wenn es um Patentierungen geht.
Ich habe in meinem letzten Beitrag erläutert, warum sich das Verschwinden von Polymorphen mit den Überlegungen, die Rupert Sheldrake bezüglich morphischer Felder angestellt hat, vereinbaren lässt. Ich habe dabei der besseren Verständlichkeit halber anstelle des Begriffs "Polymorph" den Begriff "Kristallform" verwendet.
Ein Polymorph verschwindet, wenn eine früher einmal hergestellte Kristallform nicht mehr erhalten werden kann. Das geht aus dem Abstract des von mir verlinkten Artikels hervor:
Abstract

Vor knapp zwanzig Jahren beschrieben Dunitz und Bernstein eine Auswahl faszinierender Fälle von “verschwundenen” Polymorphen. Der Umstand, dass eine früher einmal hergestellte Kristallform nicht mehr erhalten werden kann, ist natürlich frustrierend und kann zu einem ernsten Problem für den Festkörperchemiker werden. In diesem Aufsatz werden aktuelle Fälle und Beispiele von verschwundenen Polymorphen (sowie das Vorkommen schwer auffindbarer Kristallformen) besprochen, um die fortdauernde Bedeutung dieser oft problematischen und zugleich immer wieder faszinierenden Erscheinung in der Festkörperforschung zu demonstrieren.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ange.201410356

Ein verschwundener Polymorph ist also eine verschwundene Kristallform.
Ich schrieb Folgendes:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn die ursprüngliche Kristallform eines synthetisierten Stoffes von einer später erschienenen zweiten Kristallform des Stoffes verdrängt wird, dann wird das morphische Feld der ursprünglichen Kristallform von dem morphischen Feld der später erschienenen zweiten Kristallform verdrängt. Diese Verdrängung kann stattfinden, weil morphische Felder evolvieren:
Wenn ich diese Feststellung dahingehend umformulieren wollte, dass ich anstelle des Wortes "Kristallform" das Wort "Polymorph" verwende, so würde dies folgendermaßen klingen:

Wenn der ursprüngliche Polymorph eines synthetisierten Stoffes, der Polymorphe ausbildet, von dem später erschienenen zweiten Polymorph des Stoffes verdrängt wird, dann wird das morphische Feld des ursprünglichen Polymorphs von dem morphischen Feld des später erschienenen zweiten Polymorphs verdrängt. Diese Verdrängung kann stattfinden, weil morphische Felder evolvieren:

Wenn das morphische Feld eines Polymorphs durch das morphische Feld eines anderen Polymorphs verdrängt wird, dann ist das gleichbedeutend damit, dass das morphische Feld des verdrängten Polymorphs die Kristallisation des jeweiligen Stoffes vom Zeitpunkt der Verdrängung an nicht mehr durch morphische Resonanz beeinflusst. Ich war davon ausgegangen, dass es nicht nötig ist, diesen Umstand extra zu erwähnen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Sheldrake hat verschiedene Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse Annahmen, die er in Bezug auf morphische Felder trifft, stützen und er hat Fachartikel über diese Experimente veröffentlicht.
Nur haben diese Experimente aufgrund der angewandten Methodik nicht die erhoffte Aussagekraft, um das Konzept der Morphischen Felder in den wissenschaftlichen Diskurs etablieren zu können. Bei den Experimenten zur Telepathie per Telefon z.B. ist die Stichprobenanzahl viel zu gering, um den dann rechnerisch ermittelten Durchschnittswert von 40 Prozent statt 25 Prozent zu validieren. Hier hakt es also gewaltig am Studiendesign ...
Mir ist nicht ganz klar, auf welchen Teil der Experimente du dich beziehst, wenn du davon sprichst, dass die Stichprobenanzahl viel zu gering sei.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb: dass du der Ansicht bist, die von Sheldrake postulierte Funktionsweise morphischer Felder lasse sich mit Intelligent Design gleichsetzen.
Nein, da andere Kategorie, aber als Analogie auf dem gleichen Level für die Relevanz in der Forschung, da [...] das morphische Feld nicht naturgesetzlich agiert (und somit nicht mittels Formeln mathematisch berechnet werden kann), sondern auf analoge Weise willkürlich und unvorhersehbar wie es ein intelligenter Designer täte, wenn er die Evolution beeinflusst.
Falls das morphische Feld, von dem du sprichst, existieren sollte, wäre also die folgende Aussage wahr:

"Der Einfluss, den dieses morphische Feld auf die Evolution der verschiedenen Spezies ausübt, entspringt nicht der natürlichen Ordnung."

Ist die Feststellung, die ich mit den beiden vorangehenden Sätzen treffe, korrekt?


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Morphogenetische Felder

16.03.2026 um 19:39
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Ein verschwundener Polymorph ist also eine verschwundene Kristallform.
Nein. Aus dem Zitat geht hervor, dass es sich bei den Polymorphen um eine eigene Kategorie von Verbindungen handelt.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Wenn das morphische Feld eines Polymorphs durch das morphische Feld eines anderen Polymorphs verdrängt wird, dann ist das gleichbedeutend damit, dass das morphische Feld des verdrängten Polymorphs die Kristallisation des jeweiligen Stoffes vom Zeitpunkt der Verdrängung an nicht mehr durch morphische Resonanz beeinflusst.
Und das liest sich wie die Verschiebung von Torpfosten - wenn in einem Reaktionsgemisch Polymorphe synthetisiert werden, die dann verschwinden, bedeutet das nicht zugleich auch, dass im Zuge der Zerfallsdauer weitere Polymorphe synthetisiert werden. Es ist eher so, dass die synthetisierten Polymorphe - entgegen der Behauptungen Sheldrakes - nicht einer morphischen Resonanz unterliegen, sondern einem Zerfall und nicht einer Verdrängung durch andere morphische Felder.

Natürlich kann man nun argumentieren, dass hier im Zuge des Zerfalls Produkte entstehen, die dann einer morphischen Resonanz unterliegen, welche dann zu einer Verdrängung des morphischen Feldes der Ursprungssubstanz führen, aber das ist dann willkürliches Verschieben der Torpfosten, um die behauptete These zu retten, nicht aber eine Erklärung, die etwas erklärt.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Ist die Feststellung, die ich mit den beiden vorangehenden Sätzen treffe, korrekt?
Nein, das ist nicht korrekt. Ich beziehe mich auf die Willkürlichkeit des Wirkens morphischer Felder, die sich einer naturgesetzlichen Beschreibung entzieht, wie es für physikalische Felder sonst generell möglich ist.


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Morphogenetische Felder

17.03.2026 um 06:16
Ach so, das noch:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:das morphische Feld, von dem du sprichst
Nicht ich spreche von morphischen Feldern, sondern Sheldrake. Bitte achte künftig darauf.


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Morphogenetische Felder

18.03.2026 um 22:28
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Ein verschwundener Polymorph ist also eine verschwundene Kristallform.
Nein. Aus dem Zitat geht hervor, dass es sich bei den Polymorphen um eine eigene Kategorie von Verbindungen handelt.
Mit dieser Antwort triffst du die Aussage, es handele sich bei Polymorphen nicht um die verschiedenen Kristallformen polymorpher Stoffe, sondern um eine eigene Kategorie von chemischen Verbindungen.
Auf der Website der Encyclopædia Britannica gibt es einen Artikel zum Thema Polymorphie im Bereich des Mineralischen. Er macht ersichtlich, dass die gerade beschriebene, von dir getroffene Aussage falsch ist. Im Englischen bezeichnet man die verschiedenen Kristallformen polymorpher Stoffe als polymorphic forms oder polymorphs:
Polymorphism is the ability of a specific chemical composition to crystallize in more than one form. This generally occurs as a response to changes in temperature or pressure or both. The different structures of such a chemical substance are called polymorphic forms, or polymorphs. For example, the element carbon (C) occurs in nature in two different polymorphic forms, depending on the external (pressure and temperature) conditions. These forms are graphite, with a hexagonal structure, and diamond, with an isometric structure.
https://www.britannica.com/science/mineral-chemical-compound/Polymorphism
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 15.03.2026:als Analogie auf dem gleichen Level für die Relevanz in der Forschung, da [...] das morphische Feld nicht naturgesetzlich agiert (und somit nicht mittels Formeln mathematisch berechnet werden kann), sondern auf analoge Weise willkürlich und unvorhersehbar wie es ein intelligenter Designer täte, wenn er die Evolution beeinflusst.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ich beziehe mich auf die Willkürlichkeit des Wirkens morphischer Felder, die sich einer naturgesetzlichen Beschreibung entzieht, wie es für physikalische Felder sonst generell möglich ist.
Bis jetzt hat kein User unter Verwendung von Zitaten Sheldrakes dafür argumentiert, dass im Falle der Existenz morphischer Felder das morphische Feld der Spezies X die Evolution der Spezies X genauso willkürlich beeinflusse, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Spezies X beeinflussen würde.

Richard Dawkins ist sowohl ein Kritiker von Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen als auch ein Kritiker des Intelligent Designs.
Wie erklärt es sich, dass er die Aussage, morphische Felder würden handeln wie ein intelligenter Designer, ganz offenbar noch nie getroffen hat?
Wenn er diese Aussage getroffen hätte, so wäre zu erwarten, dass sich dies mit einer Internetrecherche in Erfahrung bringen ließe.


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Morphogenetische Felder

19.03.2026 um 06:02
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Er macht ersichtlich, dass die gerade beschriebene, von dir getroffene Aussage falsch ist.
Nein, er macht ersichtlich, dass Polymorphe keine Kristallformen sind, sondern Stoffe, die in verschiedenen Kristallformen erscheinen können. Prominentes Beispiel ist übrigens Kohlenstoff, der als Graphit und als Diamant vorkommen kann - beide Modifikationen sind Ausdruck unterschiedlicher Kristallformen. Meine Aussage ist also zutreffend - Polymorphe und Kristallformen sind etwas voneinander Verschiedenes und nicht etwas Identisches - eben das ging aus dem von Dir eingestellten Zitat hervor.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Bis jetzt hat kein User unter Verwendung von Zitaten Sheldrakes dafür argumentiert, dass im Falle der Existenz morphischer Felder das morphische Feld der Spezies X die Evolution der Spezies X genauso willkürlich beeinflusse, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Spezies X beeinflussen würde.
Das ist auch gar nicht notwendig, da es genügt, wenn man es aufzeigen kann, wie es Pertti getan hatte. Bist Du in der Lage, seinen Aufweis auf der Sachebene zu entkräften? Wenn ja, dann tu das doch bitte, um diesen Punkt abzuschließen.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Richard Dawkins
... ist in diesem Zusammenhang völlig irrelevant. Relevant ist, was Sheldrake bezüglich der Validierung seiner These zu morphischen Feldern in den wissenschaftlichen Diskurs einbringt. Und da sieht es nun mal mau aus, wie man feststellen kann. Der Verlauf dieser Diskussion bestätigt diesen Eindruck.


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Morphogenetische Felder

24.03.2026 um 20:55
Bevor ich auf die noch zu beantwortenden Beiträge eingehe, möchte ich Folgendes anmerken:

Grundsätzlich betrachtet ist Folgendes zu bedenken: Es macht einem bedeutenden Unterschied, ob man die Aussage trifft, die morphischen Felder der verschiedenen Spezies würden die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen oder ob man die Aussage trifft, ein einzelnes morphisches Feld würde die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen.

In meinem Einstiegsbeitrag (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) habe ich in Bezug auf die von mir verlinkte Diskussion drei Fragen formuliert. Bei diesen drei Fragen handelt es sich um Fragen, die sich für kritische Leser der verlinkten Diskussion, die mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht vertraut sind, auftun.
Eine weitere Frage, die sich für kritische Leser der verlinkten Diskussion, die mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht vertraut sind, auftut, ist die folgende:

Entscheidet gemäß der Überlegungen Sheldrakes ein einzelnes morphisches Feld willkürlich darüber, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln?

Diese Frage ist schnell beantwortet. Die Antwort lautet Nein. Ein einzelnes morphisches Feld, das willkürlich darüber entscheidet, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln, gibt es im Sinne der Überlegungen Sheldrakes nicht.

Gemäß Sheldrake besitzt jede selbstorganisierende Entität ein morphisches Feld. Gemäß Sheldrake kann eine durch morphische Resonanz erfolgende Verbreitung einer neu entstandenen Verhaltensweise oder eines neu entstandenen körperlichen Merkmals den ersten Schritt hin zu der Entstehung einer neuen Art darstellen.
Und falls jetzt ein entsprechender Einwand kommen sollte: Nein, falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat, so ist das Eintreten der gerade beschriebenen Möglichkeit nicht das Ergebnis einer willkürlichen Entscheidung der morphischen Felder von Angehörigen einer Spezies, sondern das Ergebnis eines kumulativen Prozesses, der nicht intelligent gesteuert wird.

Mit Hinblick auf die verlinkte Diskussion lässt sich Folgendes festhalten:

In der verlinkten Diskussion wird an keiner Stelle die Aussage getroffen, dass die morphischen Felder, die den verschiedenen Spezies gemäß der Überlegungen Sheldrakes zueigen sind (die artbezogenen morphischen Felder) die Evolution der verschiedenen Spezies so willkürlich beeinflussen würden, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Spezies beeinflussen würde.

In der verlinkten Diskussion wird an keiner Stelle die Aussage getroffen, dass sich die Dinge gemäß der Überlegungen Sheldrakes derart verhalten würden, dass die morphischen Felder von Angehörigen der Art X die Evolution der Art X gemeinschaftlich so willkürlich beeinflussen würden, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Art X beeinflussen würde.


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Morphogenetische Felder

25.03.2026 um 14:06
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Grundsätzlich betrachtet ist Folgendes zu bedenken: Es macht einem bedeutenden Unterschied, ob man die Aussage trifft, die morphischen Felder der verschiedenen Spezies würden die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen oder ob man die Aussage trifft, ein einzelnes morphisches Feld würde die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen.
Unterm Strich weiß niemand, ob es überhaupt ein MF gibt, daher ist eine Spekulation so sinnvoll wie die andere.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:In meinem Einstiegsbeitrag (Beitrag von Weserdampfer (Seite 40)) habe ich in Bezug auf die von mir verlinkte Diskussion drei Fragen formuliert. Bei diesen drei Fragen handelt es sich um Fragen, die sich für kritische Leser der verlinkten Diskussion, die mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht vertraut sind, auftun.
Meine Frage ist:
Welche Belege gibt es für die Existenz von Sheldrakes MF?
Kannst du die bitte mal kurz ehrlich beantworten?
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Ein einzelnes morphisches Feld, das willkürlich darüber entscheidet, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln, gibt es im Sinne der Überlegungen Sheldrakes nicht.
Und welche Belege kannst du dafür anbieten, dass Sheldrakes Überlegungen richtig sind?
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Nein, falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat, ...
OK, die Hypothesen sind also völlig unbelegt. Die Diskussion ist in etwa so sinnvoll, wie sich über die "Hautfarbe" von Nessie zu unterhalten.

Du schwurbelst hier seitenlang herum und kommst nicht zu Potte.


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Morphogenetische Felder

25.03.2026 um 14:06
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:In der verlinkten Diskussion wird an keiner Stelle die Aussage getroffen, dass die morphischen Felder, die den verschiedenen Spezies gemäß der Überlegungen Sheldrakes zueigen sind (die artbezogenen morphischen Felder) die Evolution der verschiedenen Spezies so willkürlich beeinflussen würden, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Spezies beeinflussen würde.
Das stimmt nicht. Ich hatte Pertti zitiert:

Beitrag von Neustarter (Seite 42)

Aus dem Zitat geht deutlich hervor, dass das morphische Feld willkürlich aktiv wird, wenn es um Artaufspaltung und Artbildung geht. Ob Du nun das morphische Feld artbezogen deklarierst oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Mal wirkt es, mal wirkt es nicht. Gründe für das Wirken sind unbekannt und unvorhersehbar und somit willkürlich und keiner Gesetzmäßigkeit folgend, die im Sinne einer naturwissenschaftlichen Erfassung quantifizierbar und mathematisierbar wäre, wie es für physikalische Felder üblich ist. Von daher ist das Konzept ein Muster ohne Wert, um im Rahmen des wissenschaftlichen Diskurses eine Rolle zu spielen.

Ansonsten denke ich, ist alles Wichtige hier bereits vorgebracht worden. Mit Substanz kommt hier nichts, um den vorgebrachten Einwand zu entkräften, so dass man hier auch getrost die Sache auf sich beruhen lassen kann. Aber jeder wie er mag ...


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Morphogenetische Felder

gestern um 20:24
Zitat von emanonemanon schrieb am 25.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:Grundsätzlich betrachtet ist Folgendes zu bedenken: Es macht einem bedeutenden Unterschied, ob man die Aussage trifft, die morphischen Felder der verschiedenen Spezies würden die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen oder ob man die Aussage trifft, ein einzelnes morphisches Feld würde die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen.
Unterm Strich weiß niemand, ob es überhaupt ein MF gibt, daher ist eine Spekulation so sinnvoll wie die andere.
Mit dem Satz
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:Es macht einem bedeutenden Unterschied, ob man die Aussage trifft, die morphischen Felder der verschiedenen Spezies würden die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen oder ob man die Aussage trifft, ein einzelnes morphisches Feld würde die Evolution der verschiedenen Spezies beeinflussen.
beziehe ich mich nicht auf Spekulationen bezüglich der Frage, wie morphische Felder die Evolution der verschiedenen Arten beeinflussen. Ich beziehe mich mit diesem Satz auf Behauptungen bezüglich der Frage, welche Aussage Sheldrakes Schriften mit Hinblick darauf zulassen, wie morphische Felder die Evolution von Arten beeinflussen können. Die erste der beiden Behauptungen, von denen ich spreche, ist eine hypothetische Behauptung, die zweite ist eine Behauptung, die in der von mir verlinkten Diskussion implizit aufgestellt worden ist.
Zitat von emanonemanon schrieb am 25.03.2026:Meine Frage ist:
Welche Belege gibt es für die Existenz von Sheldrakes MF?
Kannst du die bitte mal kurz ehrlich beantworten?
Wie im Verlauf des Threads bereits ersichtlich geworden sein dürfte, gibt es derzeit keine Möglichkeit dafür, die Existenz morphischer Felder nachzuweisen. Der Umstand, dass sich die Existenz morphischer Felder mit den Methoden der heutigen Wissenschaft nicht nachweisen lässt, ist nicht gleichbedeutend damit, dass morphische Felder nicht existieren können.
Zitat von emanonemanon schrieb am 25.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:Ein einzelnes morphisches Feld, das willkürlich darüber entscheidet, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln, gibt es im Sinne der Überlegungen Sheldrakes nicht.
Und welche Belege kannst du dafür anbieten, dass Sheldrakes Überlegungen richtig sind?
Es gibt experimentelle Befunde, die darauf hindeuten, dass bestimmte Hypothesen Sheldrakes korrekt sein könnten. Die Wissenschaft weigert sich, dies anzuerkennen.
Ich habe experimentelle Befunde, die sich als Belege für eine der Hypothesen Sheldrakes betrachten lassen, vorgestellt: Sheldrakes Annahme, dass Telepathie existiert, beruht auf seiner Annahme, dass zwischen den morphischen Feldern hochentwickelter Lebewesen Verbindungen entstehen können. Ich habe zwei Ergebnisse von Experimenten Sheldrakes vorgestellt, die sich als Belege dafür betrachten lassen, dass Telepathie existiert:
Beitrag von Weserdampfer (Seite 41).
Zitat von emanonemanon schrieb am 25.03.2026:
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:Nein, falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat, ...
OK, die Hypothesen sind also völlig unbelegt. Die Diskussion ist in etwa so sinnvoll, wie sich über die "Hautfarbe" von Nessie zu unterhalten.
Mit dieser Antwort stellst du die Behauptung auf, aus meiner Formulierung
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat
würde hervorgehen, dass Sheldrakes Hypothesen völlig unbelegt seien. Ich kann gerne darlegen, warum die Behauptung, aus meiner Formulierung
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat
würde hervorgehen, dass Sheldrakes Hypothesen völlig unbelegt seien, falsch ist.

@Neustarter

Meine Aussage
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:In der verlinkten Diskussion wird an keiner Stelle die Aussage getroffen, dass die morphischen Felder, die den verschiedenen Spezies gemäß der Überlegungen Sheldrakes zueigen sind (die artbezogenen morphischen Felder) die Evolution der verschiedenen Spezies so willkürlich beeinflussen würden, wie wenn ein intelligenter Designer die Evolution der Spezies beeinflussen würde.
ist eine korrekte Feststellung. Sie dient der Unterstreichung des Umstandes, dass sich für kritische Leser der verlinkten Diskussion, die mit Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern nicht vertraut sind, die Frage
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:Entscheidet gemäß der Überlegungen Sheldrakes ein einzelnes morphisches Feld willkürlich darüber, wie sich die verschiedenen natürlichen Entitäten entwickeln können und entwickeln?
auftut.

Abgesehen davon, dass beide Behauptungen falsch sind, macht aus logischer Sicht einen Unterschied, ob jemand behauptet, aus Sheldrakes Schriften folge, dass ein einzelnes morphisches Feld die Evolution der verschiedenen Spezies so willkürlich beeinflusse wie ein intelligenter Designer oder ob jemand behauptet, aus Sheldrakes Schriften folge, dass das artbezogene morphische Feld der Spezies X die Evolution der Spezies X so willkürlich beeinflusse wie ein intelligenter Designer:

Jemand, der die erste dieser beiden Behauptungen aufstellt, stellt die Falschbehauptung auf, aus Sheldrakes Schriften folge, dass eine Instanz, die einem intelligenten Designer gleicht, die Evolution der verschiedenen Spezies willkürlich beeinflusse.

Jemand, der die zweite dieser beiden Behauptungen aufstellt, stellt die Falschbehauptung auf, aus Sheldrakes Schriften folge, dass die Evolution der Spezies X willkürlich von einer Instanz beeinflusst werde, die einem intelligenten Designer ähnelt, deren gestaltender Einfluss sich aber nicht auf andere Spezies erstreckt.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 25.03.2026:Gründe für das Wirken sind unbekannt und unvorhersehbar und somit willkürlich und keiner Gesetzmäßigkeit folgend
Mit meiner Anmerkung
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 24.03.2026:Und falls jetzt ein entsprechender Einwand kommen sollte: Nein, falls Sheldrake mit seinen Hypothesen recht hat, so ist das Eintreten der gerade beschriebenen Möglichkeit nicht das Ergebnis einer willkürlichen Entscheidung der morphischen Felder von Angehörigen einer Spezies, sondern das Ergebnis eines kumulativen Prozesses, der nicht intelligent gesteuert wird.
hatte ich bereits angesprochen, warum die Behauptung, morphische Felder würden so willkürlich agieren wie intelligente Designer, falsch ist.
Die Behauptung, morphische Felder würden so willkürlich agieren wie intelligente Designer, ist falsch, weil jene artbezogenen Veränderungen, zu denen es gemäß Sheldrake infolge eines Einflusses morphischer Resonanz kommen kann, das Ergebnis des kumulativen Prozesses der morphischen Resonanz sind, der gemäß Sheldrake gesetzmäßig und ohne intelligente Steuerung abläuft. Rupert Sheldrake postuliert mit seiner Hypothese der morphischen Resonanz eine bislang unentdeckte natürliche Gesetzmäßigkeit.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 25.03.2026:Von daher ist das Konzept ein Muster ohne Wert, um im Rahmen des wissenschaftlichen Diskurses eine Rolle zu spielen.
Es ist legitim, zu hinterfragen, ob der wissenschaftliche Diskurs allen Dingen, die sich in der Natur beobachten lassen, gerecht wird.
Wird unser heutiger wissenschaftlicher Diskurs für die Menschen, die in 500 Jahren leben, noch das Maß aller Dinge darstellen, was die Betrachtung der Natur angeht? Ganz sicher nicht.
Es lässt sich nicht beweisen, dass das materialistische Weltbild, das die Grundlage für den wissenschaftlichen Diskurs darstellt, korrekt ist.
Es kann sein, dass das materialistische Weltbild falsch ist. Es kann sein, dass die von Sheldrake postulierten morphischen Felder existieren. Es kann sein, dass Telepathie existiert.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 25.03.2026:Ansonsten denke ich, ist alles Wichtige hier bereits vorgebracht worden. Mit Substanz kommt hier nichts, um den vorgebrachten Einwand zu entkräften, so dass man hier auch getrost die Sache auf sich beruhen lassen kann. Aber jeder wie er mag ...
Gemäß Rupert Sheldrake ist morphische Resonanz ein gesetzmäßig ablaufender Prozess, der ohne intelligente Steuerung abläuft und welcher auf bislang unentdeckten physikalischen Effekten beruht. Sheldrake postuliert Folgendes:

Je öfter verschiedene Angehörige einer Spezies eine neu entstandene Verhaltensweise wiederholen, umso stärker ist der Einfluss der morphischen Resonanz, der von dem morphischen Feld, das sich auf die neu entstandene Verhaltensweise bezieht, ausgeht. Je stärker der Einfluss der morphischen Resonanz des morphischen Feldes ist, das sich auf die neu entstandene Verhaltensweise bezieht, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die neu entstandene Verhaltensweise mittels des Prozesses der morphischen Resonanz innerhalb der Spezies verbreitet.

Je mehr Angehörige einer Spezies ein neu entstandenes körperliches Merkmal aufweisen, umso stärker ist der Einfluss der morphischen Resonanz, der von dem morphischen Feld, das sich auf das neu entstandene Merkmal bezieht, ausgeht. Je stärker der Einfluss der morphischen Resonanz des morphischen Feldes ist, das sich auf das neu entstandene Merkmal bezieht, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich das neu entstandene Merkmal mittels des Prozesses der morphischen Resonanz innerhalb der Spezies verbreitet.


Die Frage, ob ein Prozess der morphischen Resonanz zu einer Veränderung führen kann, was das Verhalten oder das Erscheinungsbild von Angehörigen der Spezies X angeht, wird also nicht von einer Instanz entschieden, die einem intelligenten Designer gleicht, sondern davon, wieviele Angehörige der Art X ein neu entstandenes Verhalten zeigen bzw. ein neu entstandenes körperliches Merkmal tragen.

Die Frage, ob viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene Verhalten Y zeigen können, entscheidet sich daran, ob die Lebensbedingungen der Spezies X es zulassen, dass viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene Verhalten Y zeigen können.

Die Frage, ob es möglich ist, dass viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene körperliche Merkmal Z tragen, entscheidet sich daran, ob die Lebensbedingungen der Spezies X es zulassen, dass viele Angehörige der Spezies X das neu entstandene körperliche Merkmal Z tragen.
(Zur Veranschaulichung: Wenn eine Feldlerche als Folge einer Mutation ein weißes Federkleid besitzt, so hat sie schlechte Überlebens- und Reproduktionschancen. Es ist dementsprechend unwahrscheinlich, dass sich das körperliche Merkmal des weißen Federkleides mittels des Prozesses der morphischen Resonanz verbreitet.)

Die gerade beschriebenen Zusammenhänge machen ersichtlich, dass die Behauptung, aus Sheldrakes Schriften würde folgen, dass morphische Felder wie intelligente Designer agieren, eine Falschbehauptung ist.


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