Esoterik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Morphogenetische Felder

822 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Morphogenetische Felder ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Morphogenetische Felder

um 08:09
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aufgrund des gerade dargelegten Sachverhalts handelt es sich bei dem von Sheldrake beschriebenen Experiment um ein Experiment, das sich hervorragend dafür eignen würde, Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen zu überprüfen.
Wie soll das funktionieren? Sind doch die Felder nicht quantifizierbar, nicht qualifizierbar, ja, noch nicht einmal nachweisbar.
Sei so gut und führe das einmal etwas genauer aus.
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es ist daher eigentlich zu erwarten, dass die Kritiker Sheldrakes die Durchführung dieses Experiments befürworten.
Ich bin recht sicher, dass niemand Sheldrake ernsthaft verboten hat, seine Hypothese mit geeigneten Experimenten zu unterstützen/belegen.
Dafür hatte er bis hierher ja schon Jahrzehnte Zeit.
Was hat er dahingehend in der ganzen Zeit zustande gebracht?
Nix.
Was meinst du, woran das liegen könnte?
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es stellt sich also die Frage, warum Wissenschaftler, die Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen für Unsinn halten, bislang noch nicht darauf hingearbeitet haben, dass dieses Experiment durchgeführt wird.
Hältst du Beweislastumkehr für das Mittel der Wahl in der wissenschaftlichen Forschung/Diskussion?


melden

Morphogenetische Felder

um 09:47
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass sich neu synthetisierte Stoffe anfangs oft schwer zur Kristallisation bringen lassen und sich vom Zeitpunkt der ersten gelungenen Kristallisation an leichter kristallisieren lassen:
Ich die Studie mal kurz überflogen, da geht es um "Disappearing Polymorphs" https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/anie.201410356
Wie passen die zu Sheldrakes Hypothese?


1x zitiertmelden

Morphogenetische Felder

um 11:14
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb:Aufgrund des gerade dargelegten Sachverhalts handelt es sich bei dem von Sheldrake beschriebenen Experiment um ein Experiment, das sich hervorragend dafür eignen würde, Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen zu überprüfen. Es ist daher eigentlich zu erwarten, dass die Kritiker Sheldrakes die Durchführung dieses Experiments befürworten.

Wenn das Experiment durchgeführt würde und das Ergebnis liefern würde, das die Kritiker Sheldrakes erwarten (keine schnellere Kristallisation des Stoffes in den verschiedenen über die ganze Welt verteilten Laboren nach erstmaliger Kristallisation) so wäre Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen widerlegt.

Es stellt sich also die Frage, warum Wissenschaftler, die Sheldrakes Hypothese der Formenbildungsursachen für Unsinn halten, bislang noch nicht darauf hingearbeitet haben, dass dieses Experiment durchgeführt wird.
Nur zur Klarstellung, worauf sich meine Bemerkung zur fehlenden statistischen Basis bezieht:
Die Beispiele zur Kristallisation und der Verweis auf Wiberg zeigen, dass sich das Kristallisationsverhalten eines neu synthetisierten Stoffes im Laufe der Zeit lokal ändern kann – durch Keimbildung, Verunreinigungen etc. Das ist, wie aufgezeigt wurde, offenbar gut bekannte Lehrbuch‑ und Laborerfahrung. Ich verstehe Sheldrake aber so, dass er erklären will, warum sich überall auf der Welt solche Strukturen vermeintlich unabhängig voneinander herausbilden, also als globale, nichtlokale Effekte. Er stellt damit keine These darüber auf, ob sich innerhalb ein und desselben Versuchsaufbaus im Labor veränderte Verhaltensweisen einstellen. Für die behaupteten globalen Effekte fehlt meines Wissens jede belastbare statistische Basis, geschweige denn systematisch dokumentierte Beobachtungen in ausreichender Zahl. Mit "statistischer Signifikanz" meine ich Effekte, die so klar und reproduzierbar über dem Hintergrundrauschen liegen, dass sie sich einer Zufallserklärung entziehen und damit überhaupt erst eine belastbare Thesenbildung rechtfertigen würden. Genau eine solche Ebene sehe ich bei Sheldrake bzw. in Dürrs Skizze derzeit nicht (ich kenne aber auch nur dass, was hier so gehandelt wurde) - weder werden robuste, statistisch auswertbare Effekte präsentiert, die klar über Zufall, Hörensagen und Anekdoten hinausgehen, noch gibt es replizierte Studien, die diesen behaupteten Fernwirk‑Mechanismus wirklich tragen würden.

Mein Hinweis auf eine fehlende statistische Basis zielte also nicht auf die konventionelle Erklärung der lokalen Kristallisation, sondern auf Dürrs sehr vorsichtig formulierte Überlegung, dass extrem schwache elektromagnetische Felder "in principle" als physikalischer Träger für Sheldrakes morphische Felder dienen könnten. Für genau diesen zusätzlichen Mechanismus – also eine nichtlokale Fernwirkung über ein hypothetisches Trägerfeld – werden im zitierten Text weder eigene Messreihen noch eine quantitative, statistische Auswertung präsentiert. In diesem Sinne verfügt diese Annahme derzeit über keine ausgewiesene statistische Grundlage und keinen nachgewiesenen signifikanten Effekt, sondern bleibt ein theoretischer Vorschlag. Bei dieser Ausgangslage darf man von der Science Community kein uneingeschränktes Wohlwollen voraussetzen oder erwarten.

Ein zweiter Punkt ist dann eben die Frage der Beweislast. Sheldrake stellt eine sehr weitreichende, im Sinne wie ich eben beschroeb unfundierte Hypothese in den Raum, einschließlich der Idee eines zusätzlichen physikalischen Trägermechanismus. Nach wissenschaftlichen Gepflogenheiten liegt es dann zunächst bei ihm (bzw. seinen Anhängern), klar definierte Experimente durchzuführen, diese sauber zu veröffentlichen und unabhängige Replikationen zu ermöglichen. Dass Kritiker bislang kein größeres Kristallisations‑ oder Fernwirk‑Experiment organisiert haben, ist deshalb kein Argument gegen die Kritik, sondern schlicht Ausdruck des normalen wissenschaftlichen Standards: Nicht die Skeptiker müssen eine spekukative Zusatzannahme aktiv falsifizieren, sondern derjenige, der sie einführt, muss eine überzeugende Datenlage aufbauen. Solange das nicht passiert, bleibt die Hypothese methodisch eine interessante Idee ohne belastbare empirische Absicherung.


melden

Morphogenetische Felder

um 14:49
Zitat von emanonemanon schrieb:Wie passen die zu Sheldrakes Hypothese?
Das habe ich mich auch gefragt. Wenn Sheldrakes Hypothese zuträfe, stellt sich die Frage, warum Substanzen, die synthetisiert worden sind, nicht der morphischen Resonanz unterliegen, andererseits aber andere Substanzen sehr wohl, wenn man das Argument der vereinfachten Kristallisation aufgreift. An dieser Stelle sind wir dann wieder bei der von Pertti beanstandeten Selektivität per vermeintlicher Willkür gelandet, die Anlass für diese Diskussion gewesen ist.


melden

Morphogenetische Felder

um 15:09
Zitat von WeserdampferWeserdampfer schrieb am 31.01.2026:Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern logisch inkonsistent?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?
Um auf den Ausgangspunkt dieser Diskussion noch mal zurückzukommen ...

Ersetze "Sheldrake" durch "Pertti" und "morphische Felder" durch "intelligenter Designer". Dann ergibt sich:

"Mit Hinblick auf die Diskussion, die in dem Thread "Wurde das Leben auf der Erde von Außerirdischen erschaffen?" in Bezug auf das Thema morphische Felder entstanden ist, lassen sich verschiedene Fragen formulieren, u. a. die folgenden:

Sind Perttis Überlegungen zum intelligenten Designer logisch inkonsistent?

Sind Perttis Überlegungen zum intelligenten Designer unvereinbar mit dem Umstand, dass Arten neue Verhaltensweisen hervorbringen können?

Sind Perttis Überlegungen zum intelligenten Designer unvereinbar mit dem Umstand, dass es den Prozess der Artaufspaltung gibt?"

Wenn Du eine dieser Fragen mit Ja beantworten kannst, müsste sich in der Wikipedia dazu ein Hinweis finden. Den gibt es aber nicht.

Zur Erinnerung - Pertti hatte dies geschrieben:
und da wird aus dem "field" ein "magic field". Denn es bemerkt Unterschiede zwischen sagenwirmal Stein und Hoppelhäschen und entscheidet, die beiden unterschiedlich morphisch zu beeinflussen. Mal wird nur ein einziges Mal ein "Stil" gefördert und durchgesetzt, mal gilt das nur für ne Weile, dann aber dürfen die "Einzelfälle" auch wieder abweichen, und dann schlägt das Feld wieder zu, wobei mal alle Artangehörige zum selben Neuverhalten / -aussehen gezwungen werden, mal hingegen einige beim alten verharren dürfen und nur einige andere zum Neuen hingetrimmt werden. Das Morphische Feld funzt nicht naturgesetzlich, sondern nach eigenem Gusto, individuell entscheidend. Geradezu planend. Ganz wie der Intelligente Designer.
Und da hatte er nun mal in der Sache recht ...

Da hier gleich der Einwand kommen wird, dass es sich doch um einen Kategorienfehler handelt - stimmt, aber die Analogie wird trotzdem deutlich, was die Relevanz von Sheldrakes Überlegungen zu morphischen Feldern für den wissenschaftlichen Diskurs und die wissenschaftliche Praxis betrifft.

Ohne konkrete Prüfverfahren und daraus abgeleiteten experimentell ermittelten empirischen Daten, für die der Thesenersteller in der Belegpflicht ist, bleiben solche Thesen bloße Behauptungen und damit für die Forschung und Theoriebildung irrelevant.


1x zitiertmelden

Morphogenetische Felder

um 20:05
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ohne konkrete Prüfverfahren und daraus abgeleiteten experimentell ermittelten empirischen Daten, für die der Thesenersteller in der Belegpflicht ist, bleiben solche Thesen bloße Behauptungen und damit für die Forschung und Theoriebildung irrelevant.
Das ist die Kurzfassung meines Sermons 😅🤓


melden