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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

21 Beiträge, Schlüsselwörter: Angst, Monster, Dunkelheit, Gespenster, Urangst, Dunklen, Achluophobie
Primpfmümpf
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 04:03
Buuhh.

Ich habe bewusst diese Kategorie "Menschen & Gesellschaft" ausgewählt statt "Mystery & Kryptozoologie"

Hier möchte ich gerne disskutieren warum viele Menschen, oder warum Menschen generell(?) vor allem im jungen Alter Angst im dunkeln haben. Achluophobie kann auch mit einbezogen werden, doch das ist nicht mein Anliegen hier.

Ich habe auch gelegentlich minimale Angstschübe wobei mir der Grund als Auslöser bewusst ist. Unzwar die Fantasie.

Es ist doch wie ein Zwang, schon im dunkeln Hausflur, falls man mal im Keller muss, zu fantasieren, was in der nächsten Sekunde Angsteinflößendes passieren könnte, oder nicht?

Ist es gar kein Zwang sondern nur Gedanken die von alleine kommen?

Oder, sind es Gedanken die von alleine Kommen über die man dann fantasiert?

Ich lese dass der Grund für diese Ängste im Dunkeln eine Schutzfunktion sei. hm.. Schutz vor was? Vor den Bären der damals in den Büschen auf Neandertaler lauerte, (Gute Frage.net)? Nun, ich habe keine Angst vor dem Tod im Dunkeln. Und außerdem müsste diese Angst dann auch minimal in der Dämmerung oder im schwach beleuchteten Hausflur aufkommen, denn auch mit dieser hier thematisierten Dunkelheit meine ich nicht nur die 100%ge Dunkelheit.

Schutzinstinkt vor Verbrechern? Ich denke dass ich in einer verlassenen, hell beleuchteten U-Bahn Haltestelle auf dem Lande keine Angst dieser Art von Fantasie hätte und auch Frauen nicht. Würde das Licht in der U-Bahn-Haltestelle in der Stadt plötzlich ausgehen, wäre der Gedanke bei einem erwachsenen Menschen, ehr noch bei einer Frau, mehr der einer erkennbaren Gefahr wie bei Tieren. Gehen die Lichter aber am verlassenen Waldweg aus, kommt diese Art der Angst derer auf dem dunklen Friedhof näher.

Sind wirklich Gruselfilme oder Erzählungen der Auslöser für das fantasieren an gruselige Dinge in der Dunkelheit, oder tun sie nur eine Urangst an nicht erkennbare Gefahren verstärken? Wenn ich einen gruseligen Film sehe ist diese Angst nur vorrübergehend. Doch bleiben tut immer et

Woher kommt dann die Angst, schon bei kleinen Kindern die mit Sicherheit zum größten Teil noch nie von Gespenstern oder Monstern gehört haben, zumindest nicht so weißmachend darüber was Geister oder Monster tun wovor das Kind dann Angst haben müsste. (Ein Kind kann zwar schon sprechen weiß aber nicht was ein Monster ist) Ich mein ein 4 jähriges Kind wird doch keine Angst vor Gespenstern haben wenn die große Schwester sagt das sind Leute mit einem weißen Laken über dem Kopf. Was müsste das Kind über einen "Geist" wissen damit es Angst hat, und von wem sollte es dies wissen? Oder die Kernfrage: Was und warum fantasiert das Kind beängstigendes?


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Primpfmümpf
Diskussionsleiter
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 04:26
Ich glaube ich habe die Antwort auf die Frage gefunden.

Ähnlich wie bei der Spinne- Das Kind merkt sich dass die Mutter Angst vor der Spinne hat und wird demnach auch Angst davor haben.

Und wenn das Kind mekrt, also empatisch, dass die Mutter oder Vater angst im dunklen Hausflur oder im Zimmer hat wenn der Mann noch nicht zu Hause ist, dann wird dies auch auf das Kind übertragen.


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 06:00
Also so ganz kann das nicht hinhauen mit der Emphatie. Meine Tochter hat ne Höllenangst vor Spinnen, ich aer gar nicht- und meine Mutter auch nicht. Die einzige die in unserer Familie angst vor Spinnen hat ist meine Schwester-die als Kind ein traumatisches Spinnenerlebnis hatte. Ansonsten ist die aber wirklich ziemlich Taff.


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kushsmoke
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 06:22
Ich war eben paar Stunden in der Nacht wandern und es war echt verdammt neblig,
da hab ich schon teilweise etwas Schiss bekommen, obwohl ich sonst keine Angst im dunkeln habe.
Wenn man Angst hat, sind die Sinne geschärft und man findet sich in der Dunkelheit besser zurecht,
das wird wohl der Sinn dahinter sein.


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blue_
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 06:40
Vielleicht hat es einen ganz nüchternen Grund: Einer unserer Sinne, das Sehen, ist ausgeschaltet, also müssen die anderen Sinne dafür einspringen. Das funktioniert über die Angst.
Warum passieren viele Verbrechen nachts? Weil die übeltäter diesen Umstand ausnutzen. Warum wird vieles Getier ( unter anderem Spinnen) erst nachts aktiv? Weil es am Tag für sie zu gefährlich wird?


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 06:50
Im Dunkeln werden bevorzugt Angriffe initialisiert. Das trennt dann in göttlicher-/oder evolutionärerweise, den Überlebenden von dem Opfer.


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19.11.2013 um 07:13
Primpfmümpf schrieb:Woher kommt dann die Angst, schon bei kleinen Kindern
meine 18monatige tochter hat null angst vor dunklen räumen. sie geht hinein, kann dort verweilen, schliesst auch schon mal die tür. die angst ist m.e. anerzogen.

mein vater hat mir als knd oftmals im scherz angedroht: bist du nicht artig kommst du in den keller. wir lebten in einem altbau und der keller war alles andere als freundlich und hell. außerdem hausten dort ratten so groß wie schäferhunde. als jugendlicher habe ich mich wiederum oft im keller aufeghalten um die gewölbe zu erkunden..


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 07:38
burrows schrieb:meine 18monatige tochter hat null angst vor dunklen räumen. sie geht hinein, kann dort verweilen, schliesst auch schon mal die tür. die angst ist m.e. anerzogen.
Es kann natürlich anerzogen sein, die Angst. Aber vielleicht entsteht sie wirklich dadurch, dass Kinder fiese Geschichten hören oder auch später (wenn sie älter sind) Gruselfilme sehen.

Was wäre denn mit einem Menschen, der NIEMALS auch nur ansatzweise eine furchtbare Geschichte hört oder einen Horrorfilm sieht? Läuft der locker flockig durch einen dunklen Flur (Keller, Raum)?

Als ich 16 war hab ich zum ersten Mal "Friedhof der Kuscheltiere" gesehen, das hat mich so geschockt das ich danach tatsächlich Jahrelang nicht mehr ohne Licht oder Timer schlafen konnte. :D

Vorher hatte ich null Probleme mit der Dunkelheit.


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 08:04
Ich denke viele Ängste entstehen einfach durch Unwissenheit, ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Kind in Gesprächsfetzen der Älteren Unmengen hineininterpretiert habe, einfach weil ich damit nichts anfangen konnte & ich eine menge Fantasie hatte.

So wurden aus ganz gewöhnlichen Dingen angsteinflößende Ungeheuer für mich, weil ich es einfach nur falsch verstanden habe & die Dinge nicht zuordnen konnte ^^

Eines der passendsten Anekdötchen ist, wie ich mit meiner Familie im Warner Bros. Movie Park war & mich schreiend davor gesträubt habe in die "Gremlins-Bahn" hineinzugehen, weil meine Mutter mir erklärt hat, man fährt mit der Bahn dadurch & wird quasi von Gremlins verfolgt.

Klingt heute lustig, ich hatte aber Todesangst da drin "verloren zu gehen" ^^


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rockandroll
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 08:13
es ist einfach gefährlich, wenn man seinen wirkungsradius nicht wirklich überblickt, gerade bei so stark visuell geprägten lebewesen, wie dem menschen. diese angst ist zwar ein uralter reflex, aber sicher nicht unbegründet.

die fledermaus hat keine.. ein hoch auf batman, hehe, denn er zeigt uns, dass man sie sich auch abtrainieren kann :)

Ich-bin-Batman


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 08:17
@blue_
blue_ schrieb:Vielleicht hat es einen ganz nüchternen Grund: Einer unserer Sinne, das Sehen, ist ausgeschaltet, also müssen die anderen Sinne dafür einspringen. Das funktioniert über die Angst
Nicht nur einer unserer sinne, sondern unser hauptsinn.
Wenn man nichts sieht kann man keinen angriff kommen sehen
diese angst ist evolutionär, genau wie die höhenangst


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 08:18
Ich glaube es ist ein Urinstinkt. Da der Mensch noch nicht sehr lange an der Spitze der Nahrungskette steht, war es früher recht undurchdacht in eine dunkle Höhle zu gehen, oder Nachts im Wald spatzieren zu gehen, da ja dort immer der Tod in Form von Raubtieren herrschte. Durch die Angst werden die anderen Sinne verstärkt und Handlungen können besser ausgeführt werden. Siehe z.B. die Panik, welche ohne den Umweg zum Gehirn in die Beine geht. D.h. wenn die Panik ausgelöst wird, rennst du einfach los, ohne überhaupt genau zu wissen warum.


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 08:52
@rockandroll

Ich stimme dir zu.
Auch ich denke das der Mensch nur dadurch Angst empfindet, weil er nichts mehr "steuern" kann.. er kann einfach nicht mehr vorahnen was passiert, da er im dunkeln nur einen begrenzten bzw. gar keinen Sichtradius hat


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 12:35
tinka schrieb:Also so ganz kann das nicht hinhauen mit der Emphatie
Seh ich ähnlich.
Ich habe "Angst" vor Spinnen (jedenfalls sind sie nicht gern gesehen), meine große Tochter ebenfalls und meine kleine gar nicht.
Dafür hat sie totale Panik vor Ameisen die teilweise soweit geht dass sie im Sommer nicht barfuß läuft an den Stellen an denen ihr schon mal eine begegnet ist.
Auch Fliegen und Käfer sind für sie ein no-go wobei ich fliegen gar nicht beachte und viele Käfer sogar ganz niedlich finde.

Wirkliche Angst im dunkeln hab ich gar nicht, aber gedanklich versteckt sich der Mörder, Einbrecher, Geist, Dämon und wie sie alle heißen, natürlich eher in dunklen Ecken als dass er tagsüber am Küchentisch sitzt.

Wie du selbst schon sagst, Phantasie.
Und ich persönlich schaue zu viele böse Filme und lese zu viele böse Bücher. Selbst Schuld also.

Ich kann aber durchaus nachts durchs Haus oder durch die Gegend laufen ohne panikzustände zu bekommen.


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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 12:38
stbase schrieb:Ich glaube es ist ein Urinstinkt. Da der Mensch noch nicht sehr lange an der Spitze der Nahrungskette steht, war es früher recht undurchdacht in eine dunkle Höhle zu gehen, oder Nachts im Wald spatzieren zu gehen, da ja dort immer der Tod in Form von Raubtieren herrschte. Durch die Angst werden die anderen Sinne verstärkt und Handlungen können besser ausgeführt werden. Siehe z.B. die Panik, welche ohne den Umweg zum Gehirn in die Beine geht. D.h. wenn die Panik ausgelöst wird, rennst du einfach los, ohne überhaupt genau zu wissen warum.
Das finde ich, klingt gut.
So könnte ich es mir auch vorstellen.

Und schon unsere Eltern sagten Sätze wie: bleib nicht so lange weg, es wird bald dunkel.
Komm nach Hause bevor es dunkel wird usw

Da wird einem automatisch beigebracht die Dunkelheit zu meiden.

So gibt man das von Generation zu Generation wahrscheinlich einfach weiter.


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Agnodike
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 15:07
Primpfmümpf schrieb:Ich glaube ich habe die Antwort auf die Frage gefunden.

Ähnlich wie bei der Spinne- Das Kind merkt sich dass die Mutter Angst vor der Spinne hat und wird demnach auch Angst davor haben.

Und wenn das Kind mekrt, also empatisch, dass die Mutter oder Vater angst im dunklen Hausflur oder im Zimmer hat wenn der Mann noch nicht zu Hause ist, dann wird dies auch auf das Kind übertragen.
Kann nicht hinkommen.
Habe vor Spinnen absolut keine Angst, aber meine Mutter.
Dafür schaudert's mir vor anderen Dingen, wo meine Mutter absolut kein Problem damit hat.
Leider bin ich da auch mit meinem Latein am ende.
Deine Frage ist sehr interessant und würde mich auch interessieren.
Ich tippe auf zu viel Fantasie, daher die angst im Dunkeln.


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FordP71
ehemaliges Mitglied

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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 15:29
In einem verlassenen, gut beleuchteten U-Bahnhof hätte ich mehr Angst als in einem dunklen Flur. Es ist wahrscheinlicher, dass ich am Bahnhof überfallen werde als dass mich im Flur ein Monster angreift.

Meistens gehe ich abends durch den dunklen Flur und mache erst in dem Zimmer das Licht an, in das ich gehen will. Ganz wohl ist mir dabei aber nicht.


Dieser Comic passt ganz gut ins Thema rein. Augenschließen reicht bei einigen Leuten auch schon aus. Ich gebe zu, früher habe ich auch oft an sowas gedacht, wenn ich abends alleine zu Hause war und geduscht habe.
6ymYL


aw0Bo


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tic
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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 16:54
ich mag die Dunkelheit lieber, beruhend darauf das "ich lieber beobachte als beobachtet zu werden" was eben mit der Dunkelheit gegeben is..


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Primpfmümpf
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 23:42
Gut dann kann das nicht hinkommen mit der Angstübertragung.

Ich wollte daruf hinaus dass die Urangst vor Angriffen durch reale Wesen eine andere Angst ist als das Fantasieren über gruselige Gestalten die es so nicht gibt.

Denmach müsste bei einem verängstigten Kind im Dunkeln die Urangst der Auslöser sein, und später wenn es geschichten über Gespenster hört, anfangen automatisch das gruseilige zu fanstasieren was angst macht. Vielleicht um damit gedanklich konfrontiert zu werden.


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Jesussah
ehemaliges Mitglied

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Die Angst im dunklen - wissenschaftlich betrachtet

19.11.2013 um 23:57
@Primpfmümpf


Die Dunkelheit verbirgt ein Geheimnis, das für viele zu erschreckend ist, als das sie es erfahren wollen. Man sucht lieber eine Lichtquelle. Denn wenn man die hat, kann man seine Aufmerksamkeit wieder zu dem, was die Augen sehen, lenken.


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