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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

276 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Gesellschaft, Krankheit, Vorurteile, Akzeptanz, Leiden

Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:58
@Lorea
Kommt schonmal vor und muss dann wohl grad mal sein, kurz abzutauchen.
...
Ganz ehrlich: Ich denke, Du reflektierst Dich viel zu sehr. Andere nennen das, was Du beschreibst eine "Auszeit" und haben in keinster Weise ein schlechtes Gewissen oder Gefühl dabei.
Die meisten nehmen sich dies jedoch bewusst, bei mir passiert das gegen meinen Willen..
Lorea schrieb:Wir sind keine Roboter. Wenn wir krampfhaft versuchen, den "richtigen" Weg zu finden in jedem Bereich, verlieren wir uns. Ruhezeiten scheint Dein Geist zu fordern, gönn sie ihm. Danach kannst Du frisch wieder loslegen.
Da hast du natürlich Recht.
Wobei Ruhezeiten bei mir die Zeiten sind, in denen ich mich mit anderen Beschäftige oder mit Inhalten von Theorien oder Filmen.
Lorea schrieb:Die Zukunft rennt Dir nicht weg; aber die Gegenwart.
Sich mal einfach treiben lassen kann auch kreativ sein. :)
Ich habe eher das Gefühl, dass mir die Zukunft tatsächlich wegrennt und nicht die Gegenwart.
Lorea schrieb:

Ich frag' mich, warum Du das als belastend ansiehst.
Weil ich die Sorgen und die Überlegungen um meine Zukunft von mir wegschiebe, obwohl ich sie nicht wegschieben will.
Lorea schrieb:Das ist ja auch lustig; aber auch ein Kompliment. Find ich. Nicht negativ. Dann bist Du eben n Klugscheisser - ich auch oft. :D
Ich möchte aber gar keiner sein, ein Impuls in mir zwingt mich dazu.

@Venom

Ich weiß nicht ob ich gemeint war, aber danke dir trotzdem :)


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 14:08
@cognition
cognition schrieb:Die meisten nehmen sich dies jedoch bewusst, bei mir passiert das gegen meinen Willen..
Okay.
Obwoooohl :) bewusst? Ich glaub', es gibt da schon deutliche Signale.
cognition schrieb:Ich möchte aber gar keiner sein, ein Impuls in mir zwingt mich dazu.
Ich auch nicht unbedingt.

Sind wir auch OT?


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 14:11
@Lorea
Ich denke nicht, dass wir OT sind, denn Klugscheißer werden ja gerne so hingestellt, als wollten sie wirklich jedes mal recht haben, auch wenn sie es nicht haben.
Da es Leute wie uns gibt die unter einen solchen Zwang leiden, allerdings nur wenn wir auch wirklich recht haben, ist das nicht OT. Denn das sieht man ja eben auch nicht.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 14:12
@cognition
Gut. :) Und stimmt.


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19.12.2014 um 17:37
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Kann du nachvollziehen, dass man das so verstehen kann, als hättest du damit sagen wollen, dass Autismus keine Erb"krankheit" - oder vererbte Behindertung ist?
Nein, das kann ich leider nicht nachvollziehen.
RoseHunter schrieb:Wobei bei den meisten Studien der Erbanteil um 90% liegen soll, mit zwei abweichenden Studien mit deutlich geringeren Zahlen.
Kannst du dem zustimmen oder hast du da andere Zahlen, meine sind aus dem link vom Uniklinilkum Ulm?
Stimmt genau. Ich bin momentan nicht hundertprozentig im Bilde, ob es auch wirklich glatte 90 % sind, aber das dürfte ungefähr hinkommen. Eine Entwicklungsstörung, wie Autismus, hat ja oftmals mehrere Gründe. Einer davon wäre der genetische/vererbbare Faktor, aber wie gesagt, nicht ausschließlich.
RoseHunter schrieb:Nachfolgende Aussage scheint mir Sinn zu machen, weil eine Mischung heutzutagen bei so gut wie allen Krankheiten/Behinderung angenommen wird:
"Vermutlich ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Gene und Umweltfaktoren für die Erkrankung verantwortlich. Aktuell wird die Heritabilität von Autismus Spektrum Störungen auf ca. 70-80% geschätzt."
Ja, damit kann ich arbeiten. Obschon ich immer noch der Meinung bin, dass man das nicht generalisieren kann und sollte. Aber dennoch: Ich stimme hier zu.
Ich will dich nicht ärgern[...]
Du ärgerst mich nicht.
RoseHunter schrieb:ADHS ist so ein Sonderthema. Böse Zungen sagen, es sei eine von der Pharmainsustrie induzierte "Erkrankung", aber ich weiß, dass es solche und solche Stimmen gibt.
Sowohl AD(H)S, als auch Autismus sind neurologisch darstellbar. Somit lache ich jetzt mal herzlich über diese bösen Zungen. Böse Zungen behaupten ja auch, dass Impfungen per se nutzlos seien und stellen diverse Verschwörungstheorien darüber auf. Das kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen.
RoseHunter schrieb:Nein, will ich nicht so haben und ich finde diese gestelzten Ausdrücke, die niemandem weh tun sollen in ihrer umständlichen Künstlichkeit oft diskriminierender als Begriffe wie "behindert" oder "Ausländer". Kann man aber auch so und so sehen.
Noch dazu ist es so, dass z.B. die Bezeichnung 'Behinderung' in der deutschen Sprache sehr abwertend rüber kommt und pauschalisierend wirkt. Ich bevorzuge daher lieber die englischen Termini.
RoseHunter schrieb:Wir arbeiten ja noch daran. ;)
Mein Krankheitsbegriff ist eine Mischform, d.h. ich würde subjektive Faktoren - jemand fühlt sich krank, man findet aber "nichts" an objektiven Befunden - hoch gewichten, aber nicht total, wenn man kann sich auch mit einem Karzinom jahrelang super fühlen und auf einmal kippt die Nummer.
Mein Krankheitsbegriff ist eher breit angelegt, da er das ist, würde ich dem Kranksein nicht so eine hohe Bedeutung zuschreiben, es gibt ja den Scherz: Ein gesunder Mensch ist einer, der nicht ausreichend untersucht ist.
Irgendein scheiß Laborwert tanzt immer aus der Reihe und das als krank zu bezeichnen macht man nicht, könnte man aber. Die Normwertfixierung der Medizin weicht in den letzten Jahren auf, was ich gut finde, da diese Normwerte, mehr oder minder willkürlich gesetzt sind.
Das ist ja jetzt sehr allgemein und ebenso subjektiv ausgedrückt. Es fällt schwer dem zu widersprechen.

Zum Schluss: Es tut mir wirklich leid, dass heute nicht mehr von meiner Seite kommt. Das können wir natürlich jederzeit nachfühlen. Heute bin ich in der Tat, etwas kränklich und daher nicht ganz die streitbare Kämpferin. :)


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20.12.2014 um 08:04
@Krepitation
Krepitation schrieb:Stimmt genau. Ich bin momentan nicht hundertprozentig im Bilde, ob es auch wirklich glatte 90 % sind, aber das dürfte ungefähr hinkommen. Eine Entwicklungsstörung, wie Autismus, hat ja oftmals mehrere Gründe. Einer davon wäre der genetische/vererbbare Faktor, aber wie gesagt, nicht ausschließlich.
Okay.
Krepitation schrieb:Sowohl AD(H)S, als auch Autismus sind neurologisch darstellbar. Somit lache ich jetzt mal herzlich über diese bösen Zungen.
Neurologisch darstellbar ist alles mögliche, wird zumindest immer behauptet. Man hat ja kein Normhirn zum Vergleich. Interessant wird es, wenn man sich dem Thema widmet, inwieweit bestimmte ideologischen Präferenzen den Blick auf Daten verzerren.
Krepitation schrieb:Böse Zungen behaupten ja auch, dass Impfungen per se nutzlos seien und stellen diverse Verschwörungstheorien darüber auf. Das kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen.
Ja, auch da gibt es Ideologen, aber wie überall gibt es berechtigte und bescheuerte Kritik. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die allem was "schulmedizinisch" ist mit einer Paranoia begegnen und wer das tut verschließt die Augen vor den routiniert guten Leistungen die in manchen Ecken der Medizin erbracht werden, wer aber mal jemanden gesehen hat der Hardcore-Impfschäden geschossen hat, der reibt sich verwundert bis entsetzt die Augen.
Noch dazu ist es so, dass z.B. die Bezeichnung 'Behinderung' in der deutschen Sprache sehr abwertend rüber kommt und pauschalisierend wirkt. Ich bevorzuge daher lieber die englischen Termini.
Behinderung hat diesen Ausdruck des Unwiederruflichen. 20%, 50%, 80% oder 100% Behindert.
Krepitation schrieb:Das ist ja jetzt sehr allgemein und ebenso subjektiv ausgedrückt. Es fällt schwer dem zu widersprechen.
Definitionen sind auch nichts, dem man widersprechen kann, bzw. sollte.
Definitionen dienen der Verständigung, d.h. dem, was jemand meint, wenn er einen bestimmten Begriff benutzt. Man kann sagen, wenn ich "Krankheit" meine, hat es aber diese Bedeutung und das ist völlig legitim.

Ansonsten führt man einen Endlosstreit um Begriffe, der sich (ob in Paarbeziehungen oder philosophischen Diskussionen) serh oft auflöst, sobald man dem anderen das was man meint erläutert, das ist in sehr vielen Fällen nämlich etwas anderes, als der andere selst zu diesem Begriff assoziiert.
Krepitation schrieb:Zum Schluss: Es tut mir wirklich leid, dass heute nicht mehr von meiner Seite kommt. Das können wir natürlich jederzeit nachfühlen. Heute bin ich in der Tat, etwas kränklich und daher nicht ganz die streitbare Kämpferin. :)
Kein Problem ich bin in den nächsten Tagen nicht mit einem Übermaß an Zeit gesegnet, schauen wir einfach, was sich ergibt, gute Besserung.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 08:10
@cognition
cognition schrieb:Du kannst stark davon ausgehen dass sowohl die Situationen mit meinem Bruder als auch in der Schule traumatisch für mich waren. Chronische Aggression mag vielleicht hinzukommen..
Es geht um Folgendes: Trauma ist in der eigentlichen Defintion, ein einmaliges, kurzes, überwältigendes Erlebnis, das man psychisch nicht integrieren kann.
Kommt es zu mehreren, wiederholten oder unausgesetzten Übergriffen, ist das kein Trauma mehr und man muss therapeutisch völlig anders agieren. Das hätte in dem Kernberg link gestanden, unter anderem. ;)

Heute ist der Trauma Begriff allerdings breit ausgelatscht, so das man nahezu alles darunter packen kann, was den Begriff nahezu unbrauchbar macht.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 08:33
@Lorea
Lorea schrieb:Was mir so spontan einfällt:
"Narzissmus", "Trauma", "Bipolare Störungen".......... Diese Begrifflichkeiten sind ja heute verschwenderisch gestreut. Zu verschwenderisch manchmal? Frag ich mich.

Stecken nicht in Jedem von uns Anteile davon? Nicht behandlungsbedürftige "Spleens", "Eigenarten", "Ecken und Kanten"?
Ja und nein.

Beim Narzissmus muss man unterscheiden, ob man vom in der Tat normalen Narzissmus redet oder von der narzisstischen Persönlichkeitsstörung, das ist hier http://www.psyheu.de/6527/narzissmus-und-paranoia/ ganz gut dargestellt.

Wenn man das differenziert, kann man klar darüber reden und wenngleich man sich etwas einlesen muss, sind die Konzepte scharf umrissen und plausibel.

Zum Trauma habe ich oben was geschrieben, benutzt man den Begriff wie er gemeint war, ist der scharf und klar.

Ähnlich die bipolare Störung, die auch etwas anderes ist, als ein bisschen launisch zu sein, aber eben auch innerhalb des Spektrums der Bipolarität - einem Wechsel zwischen hypomanischen, manischen (ohne oder mit Psychose) Episoden einerseits und depressiven Episoden (ohne oder mit Psychosen) andererseits -, gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 09:18
Aber was wenn ich selber zu große Ansprüche an mich Stelle?

Ich hatte im Februar einen Schlaganfall mit totaler Lähmung des rechten Arms. Dank Reha kann ich den Arm wieder bewegen. Fremde merken nicht was mir passiert ist, aber ich sehr wohl. Ich kann nicht mehr flüssig von Hand schreiben und mein Schriftbild ist nicht mehr meines. Geld aus dem Portemonnaie nehmen ist nur einzeln möglich etc.

Stehe ich an der Kasse und hole umständlich und unter Anstrengung mein Geld raus habe ich ständig das Gefühl mich erklären zu müssen.

Meine Therapeuten (ich gehe noch zur Ergo und KG) sagen ich kann alles gut nur mir ist es nicht gut genug. Muss ich mich damit abfinden?


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 09:53
@gewitterhexle
gewitterhexle schrieb:Meine Therapeuten (ich gehe noch zur Ergo und KG) sagen ich kann alles gut nur mir ist es nicht gut genug. Muss ich mich damit abfinden?
Prinzipiell ist immer alles möglich, in beide Richtungen. Das A und O ist, die betroffene Seite zu nutzen, ein guter Weg ist auch sich flüssige Bewegungen vorzustellen, bildhaft zu imaginieren.

Dennoch kannst du dich ja zudem fragen, warum du sehr große Ansprüche an dich stellst. Was auch immer Krankheit ist, gesund ist das nicht. ;)


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20.12.2014 um 09:58
@RoseHunter

Sind meine Ansprüche an mich zu groß wenn ich nicht 1 1/2 Std. Zum schälen einer (!) Orange brauchen möchte?


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 09:59
@gewitterhexle

Nein, aber du schriebst ja oben selbst, dass sie es sind, ich habe das nur aufgenommen.


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20.12.2014 um 10:03
@RoseHunter

Ich möchte nur wieder werden wie vorher


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20.12.2014 um 10:35
@gewitterhexle

Das ist ja verständlich.
Neurologisch gesehen ist Üben das A und O, sowie (etwas weniger bekannt) die bildhafte Vorstellung. Da man seine Hand ja immer braucht, hast du massenhaft Training, also in dem Fall, wann immer es geht, nicht den "leichten" Weg gehen und die andere Hand nehmen.

Freu dich über jeden Fortschritt, statt gefrustet darüber zu sein, was alles noch nicht geht, das bringt eine andere Stimmung mit und ist mehr als nur ein Trick. Mach das so spielerisch wie es geht, im besten Fall so wie Kinder.

Ansonsten brav die Medis schlucken, die du bekommen hast um weiteren Schlaganfällen vorzubeugen. Stressreduktion ist oft gut, wenn du einen Zugang zu sowas wie Meditation hast, kannst du Entspannung und Reisen nach Innen mit einer Beziehung zum Arm, zur Hand ganz organisch zusammen entwickeln.

Literatur und CDs gibt es da reichlich, aber es auch zu machen, darf man nicht vergessen.
Du wirst vermutlich wissen, dass das Gehirn in einem erstaunlich hohen Maße in der Lage ist Bereiche die ausgefallen sind, durch andere Regionen zu übernehmen, das Gehirn schafft da neuen Bahnungen, ein Effekt, den du imaginativ, also durch bildhafte Vorstellung, bestens verstärken kannst.

Auch hier gilt, dass die Vorstellung die sein sollte, die spontan auftaucht, sie muss nicht medizinisch "richtig" sein. Wenn du dir vorstellst, wie das neue Kabel verlegt werden oder Äste wachsen, ist das mindestens so gut, wenn nicht besser, dein spontanes Bild sollte es sein.

Hilft dir das?


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 10:42
@RoseHunter

In gewisser Weise ja. Meditation ist nicht so meins. Mein Lebensstil hat sich verändert. Das geht alles.

Medis nehm ich selbstverständlich. Die Angst vor einem zweiten Schlaganfall ist viel zu groß.

Das mit den Fortschritten das ist so ne Sache. Zu Anfang konnte man die Fortschritte spüren und sehen. Jetzt hat man das Gefühl von Stillstand


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20.12.2014 um 12:03
@gewitterhexle
gewitterhexle schrieb:Das mit den Fortschritten das ist so ne Sache. Zu Anfang konnte man die Fortschritte spüren und sehen. Jetzt hat man das Gefühl von Stillstand
Das ist leider normal. Ich kenne das von meinem Vater. Er hatte und hat psychisch sehr damit zu kämpfen, weil man im Alltag immer eher sieht, was nicht mehr geht als das, was man wieder erreicht hat. Das zieht ganz schön runter. Ab einem gewissen Zeitpunkt geht es mehr darum, den Status quo bestmöglich aufrechtzuerhalten (und das ist schwer genug).


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20.12.2014 um 12:06
@Scanlys

Ja das stimmt leider. Und wenn dann alle sagen man soll mit dem zufrieden sein was man schon erreicht hat dann möchte man ausflippen


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

20.12.2014 um 12:25
@Scanlys
@gewitterhexle

Ist auch ne Altersfrage.
Jeder ist anders, aber ich würde mich nicht an denen orientieren, die einem sagen, was alles nicht geht, dass man sich da und da mit abfinden muss und so weiter.

Interessant finde ich immer die Leute, die sich einen feuchten Dreck darum scheren, was ihnen jemand prognostisch sagt und wenn man dann zuweilen sieht, was wider alle Prognostik dennoch geht.

Habe ich selbst zig mal erlebt, bleibt statistisch natürlich immer die Ausnahme und man muss wohl auch ein Stück weit damit geboren sein, aber so eine Einstellung kann man sich auch aneignen.
Viele halten das für unrealistisch, aber da es erwiesenermaßen oft genug funktioniert, ist es selten, aber nicht unrealistisch oder gar unmöglich.


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20.12.2014 um 12:37
gewitterhexle schrieb:Und wenn dann alle sagen man soll mit dem zufrieden sein was man schon erreicht hat dann möchte man ausflippen
Absolut, wobei es darauf ankommt, wer das zu einem sagt. Bei Angehörigen kommt eher der Ausflippmodus. Wenn allerdings Außenstehende sagen, wie viel man doch erreicht hat, kann die Wirkung ganz anders sein. Da ist ans Ausflippen nicht zu denken, da wird es tatsächlich als Lob gesehen und wirkt aufmunternd.
RoseHunter schrieb:…und wenn man dann zuweilen sieht, was wider alle Prognostik dennoch geht.
Ja, die Prognosen geben meist den schlechtmöglichsten Zustand wider, weil sich da keiner in die Nesseln setzen möchte. Und trotzdem man alle Prognosen hinter sich gelassen hat, macht sich Unzufriedenheit breit, da der Urzustand nun mal das Nonplusultra war.


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20.12.2014 um 13:08
@RoseHunter
Ich weiß ich habe den gesamten Text gelesen.
Doch bestimmte Erlebnisse in der Zeit waren eben extrem speziell.
Ja ich habe unter der Tyrannei meines Bruders gelitten, aber die 3 male als er mich mit dem Messer verfolgt hat und vor mir aktiv mit seinen Stimmen gesprochen hat sowie die Situation mit meiner Mum, die muss man trotzdem ganz klar als Traumata ansehen, da sie noch mal eine ganz andere Dimension hatten. Oder voller Urin in die Mülltonne gesperrt zu sein, eine ganz andere Dimension als nur verprügelt und ausgelacht zu werden. Oder von einigen festgehalten zu werden und dann mehrere Tritte in den Unterleib zu bekommen. Oder in die Schule zu kommen und von einer wildfremden Lehrerin hysterisch ausgefragt zu werden, was ich mir dabei gedacht hätte, obwohl ich von nichts wusste. Jemand hat ein Schauspiel hingelegt, dass ich im Unterricht masturbiert und dann dem Lehrer die Hand gegeben hätte. Was gar nicht möglich war, weil meine Phimose zu dem damaligen Zeitpunkt es gar nicht zuließ genau dies zu tun. Trotzdem wurde ich 2 Wochen vom Unterricht suspendiert.
Nur um einzelnes aufzuzählen. Meine Vergangenheit muss man wohl unter beiden Gesichtspunkten analysieren sowohl einige Traumata als auch chronische Aggression.


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