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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

276 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Gesellschaft, Krankheit, Vorurteile, Akzeptanz, Leiden
RoseHunter
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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

18.12.2014 um 21:59
@Krepitation
Krepitation schrieb:Das macht es für mich gerade etwas schwierig, weil ich schon einmal gar nicht begreife, warum du es nicht verstehst.
Ich habe kein Verständnisproblem, sondern eine andere Meinung, aber wir kriegen das schon hin.
Ganz vereinfacht erst einmal, ist eine gewöhnliche Krankheit ein Zustand, der zum einen erworben wird, ansteckend sein kann, aber nicht muss, der in absehbarer Zeit entweder vollständig ausgeheilt werden kann oder, (falls chronisch), gelindert werden kann.
Oft unterteilt man in erworben oder vererbt. Wenn Autismus nicht vererbt ist, wie du andeutetest, was aber durch viele Studien (wenngleich einige!) nicht bestätigt wird, dann ist das gleich das nächste Argument was rausfällt, denn dann wäre es eine Krankheit.
Krepitation schrieb:Hierzu würden mir als Beispiel Autoimmunkrankheiten einfallen. Diese erwirbt man sich, bleiben aber i.d.R. ein Leben lang und sind somit als chronisch einzustufen.
Ja, zum Beispiel Multiple Sklerose.
Krepitation schrieb:Bei der richtigen Diagnose, Behandlung und Verhaltensweise können einige davon allerdings in Schach gehalten und gelindert werden.
Ja.
Krepitation schrieb:Erbkrankheiten sind da schon spezieller. Abhängig vom gesamten Verlauf und je nach dem wie sehr das Individuum dadurch eingeschränkt wird, bleibt zu beurteilen, ob es sich nicht sogar um beides handelt: Behinderung und Krankheit zugleich.
Meinetwegen.
Angeborene Behinderungen entstehen durch ein Zufallsprinzip, durch Fehlprogrammierungen, durch zu viele oder zu wenige Chromosomen oder, einen fehlerhaften Stoffwechsel. Die Gründe sind hier unterschiedlich und in einigen Fällen noch nicht hunderprozentig geklärt. Aber natürlich können Behinderungen wie z.B. AD(H)S und Autismus ebenfalls erblich begünstigt sein.
Ja, aber damit untergräbst du doch dein eigenes Argument, dass da hieß (oder habe ich dich da falsch verstanden?) Autismus sei keine Erbkrankheit oder überwiegend kein erbliches Geschehen.
Die Chancen stehen hier jedenfalls nicht schlecht. Dennoch ist beides von einer Erbkrankheit, (auf Grund des Verlaufs), zu unterscheiden. Autismus bspw. hat keinen Verlauf. Trisomie 21 auch nicht... usw. usf.
Ich weiß nicht, inwieweit man das von der Förderung abhängig machen kann. Es geht doch letztlich immer um Interaktionen von Individuum und Umwelt, was den Fokus auf genetisch oder erworben (oder hereditär erworben oder epigenetisch) noch mal erweitert.
Das Gesundheitssystem unterscheidet natürlich nicht. Sofern jemand diagnostiziert wird und auf Hilfe angewiesen ist, (entweder durch Therapie oder Medikamente oder beides), ist man eben krank. Und daher kommt eben oftmals dieses Missverständnis.
Okay, ich bin allgemein kritisch gegenüber dem Gesundheitssystem eingestellt, nur entbindet einen Kritik mMn nicht der Pflicht es besser zu machen und das fängt eben bei den Begriffen an.
Krepitation schrieb:Natürlich stimmen dem auch einige Ärzte dann zu, obwohl innerlich oftmals nur mit viel Widerwillen, denn alle diese Menschen fallen nun einmal dem Gesundheitssystem zur Last. Aber rein medizinisch ist da nach wie vor ein Unterschied zu machen.
Krepitation schrieb:Hier missverstehst du mich. Weder fühle ich mich von dir angegriffen, noch habe ich vor dich anzugreifen. Allerdings bin ich auch Betroffene und nehme das Thema ziemlich ernst.
Das war nicht schwer zu merken, deshalb ist mir mein Anliegen so wichtig, wie dir deines. Ich finde Diskriminierungen mies, aber das ist ein Spiel ohne Ende. Du bestehst auf den Begriff der Behinderung, wieder andere stoßen sich genau daran.
Krepitation schrieb:Also, sofern wir uns hier und heute nicht einigen können, sei es drum. Wir sollten da, der Diskussion zu Liebe, differenzieren. Ich bin sehr bereit dies zu tun.
Kein Problem, ich nehme das nicht persönlich und bin einfach auch am Thema interessiert.

Also, auf bald.


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RoseHunter
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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

18.12.2014 um 22:06
@cognition
cognition schrieb:Ich habe es akzeptiert so wie es ist, man braucht mir also nicht zu helfen, da ich mich psychosozial nicht als krank sehe, sondern eben nur anders.
Okay.
cognition schrieb:Ein grundsätzliches Interesse ist eigentlich vorhanden, ich nutze es nur um nicht immer an mich zu denken, nicht weil es so schlimm wäre an mich und meine Angelegenheiten zu denken sondern weil mich das intensive an mich denken stört und sozial teilweise in Gesprächen durchaus auch mal unter anderem im Zuhören einschränkt.
Danke für die Erklärung, habe ich verstanden.
cognition schrieb:Ich liebe es wenn andere mich loben, bei manchen oder einigen kommt es auch vor, dass ich denke "ach was wissen die schon", das ist durchaus auch differenziert.
Wie ist es bei den "wichtigen" Dingen.
cognition schrieb:Und das mit Kernberg war ein Missverständnis ich dachte du hättest dies als Synonym für den Rumpf des Eisbergs benutzt, die Theorie vom Psychologen Kernberg kenne ich nicht, werde ich nachholen.
Ja, ich meinte Otto Kernberg, dessen Lebensleistung man kaum überschätzen kann. Lohnt sich, schon um mitreden zu können. ;)


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

18.12.2014 um 22:14
@RoseHunter

Das ist eine gute Frage wie es bei den wichtigen Dingen ist, mir ist ehrlich gesagt mein Aussehen nicht unwichtig und da erkenne ich durchaus schonmal Meinungen ab.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

18.12.2014 um 22:19
@RoseHunter
Ich habe kein Verständnisproblem[...]
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Oft unterteilt man in erworben oder vererbt. Wenn Autismus nicht vererbt ist, wie du andeutetest,[...]
Nein, deute ich nicht an.
RoseHunter schrieb:Ja, aber damit untergräbst du doch dein eigenes Argument, dass da hieß (oder habe ich dich da falsch verstanden?) Autismus sei keine Erbkrankheit oder überwiegend kein erbliches Geschehen.
Ja, das hast du falsch verstanden und ich weiß mittlerweile nicht mehr, wie ich es dir noch mehr und noch mehr verständlicher machen kann. Vielleicht sollte ich es einfach aufgeben.^^
Jedenfalls: Autismus ist KEINE Erbkrankheit. AD(H)S ist ebenso keine Erbkrankheit und die Veranlagung Krebszellen im Körper zu bilden ist auch keine Erbkrankheit. Dennoch kann es vererbt werden. Aber wenn du dir gerne einreden möchtest, dass all das Erbkrankheiten sind...pff...bitte. Ich kann ja nichts daran ändern, was du glaubst. Aber mehr ist es letztendlich auch nicht.
RoseHunter schrieb:Du bestehst auf den Begriff der Behinderung, wieder andere stoßen sich genau daran
Nein, ich bestehe nicht darauf. Das würde ja implizieren, dass ich gerne behindert sei. Überdies halte ich mich für wesentlich fähiger, als so manche NT's, was alleine meine berufliche Laufbahn schon beweist. Sogar eine Familie konnte ich erfolgreich gründen und ich brauche auch keine Hilfe im Alltag. Ich käme also gut und gerne alleine zurecht. Trotzdem bin ich nicht krank. Das ist eben so.

Man besteht also nicht darauf behindert zu sein. Ich bevorzuge in diesem speziellen Fall, wenn du es unbedingt politisch korrekt haben willst, eher den Ausdruck, 'sozial und geistig eingeschränkt'. Aber darum geht es mir ja nicht. Mir geht es darum, einen medizinischen Unterschied deutlich zu machen. In deinem Fall war es mir eben nicht geglückt. Auch gut.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 07:08
@cognition


Es ist schwer zu beurteilen, weil mensch nie dabei ist. Und ich kenne weder dich noch familie. Habe ja auch nicht in deine beiträge geschaut ;-) Mir kam dies alles in erste instanz so spontan in den sinn ;-)


Also alles was ich schreibe ist ohne gewähr. Bin kein experte. Hiervor gibt es experten.
Weiss nicht ob du auf trauma behandelt worden bist noch sonst was.

Auf jeden fall drücke ich euch die daumen. Also familie, und hoffe ihr findet es heraus. Und auch du. Vielleicht doch an die theraphie dran bleiben, und helfen lassen Sei es immer wieder drüber reden zu können. Und denke der therapeut kann besser einschätzen wie alles bei euch so gelaufen ist.


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RoseHunter
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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 10:09
@Krepitation
RoseHunter schrieb:
Ja, aber damit untergräbst du doch dein eigenes Argument, dass da hieß (oder habe ich dich da falsch verstanden?) Autismus sei keine Erbkrankheit oder überwiegend kein erbliches Geschehen.


Ja, das hast du falsch verstanden...
Ich kam deshalb darauf, weil du vor ein paar Tagen zitiertest und schriebst:
[...]Fast alle Fälle von Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) entstehen durch Vererbung: Eltern mit entsprechendem Erbmerkmal geben dieses an ihre Nachkommen weiter.[...]


Quelle: http://www.onmeda.de/krankheiten/chorea_huntington-ursachen-1576-3.html

Das ist bei Autisten nicht so. Und beispielsweise bei Menschen mit Trisomie 21 ebenso nicht. Willst du Letztere auch per se als krank bezeichnen?
Kann du nachvollziehen, dass man das so verstehen kann, als hättest du damit sagen wollen, dass Autismus keine Erb"krankheit" - oder vererbte Behindertung ist?
Krepitation schrieb:Jedenfalls: Autismus ist KEINE Erbkrankheit.
Wobei bei den meisten Studien der Erbanteil um 90% liegen soll, mit zwei abweichenden Studien mit deutlich geringeren Zahlen.
Kannst du dem zustimmen oder hast du da andere Zahlen, meine sind aus dem link vom Uniklinilkum Ulm?

Nachfolgende Aussage scheint mir Sinn zu machen, weil eine Mischung heutzutagen bei so gut wie allen Krankheiten/Behinderung angenommen wird:
"Vermutlich ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Gene und Umweltfaktoren für die Erkrankung verantwortlich. Aktuell wird die Heritabilität von Autismus Spektrum Störungen auf ca. 70-80% geschätzt."
http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/erkrankungen/autismus-spektrum-stoerung-ass/u...
Krepitation schrieb:Jedenfalls: Autismus ist KEINE Erbkrankheit. AD(H)S ist ebenso keine Erbkrankheit und die Veranlagung Krebszellen im Körper zu bilden ist auch keine Erbkrankheit.
Ich will dich nicht ärgern, aber das kommt mir auch komisch, bzw. unglücklich zusammengestellt vor.

Ich würde erst mal trennen, zwischen der Disposition zu einer Krankheit (also, Mutter mit Brustkrebs) und manifestem Ausdruck einer Krankheit ab der Geburt. Das heißt, man hat eine genetisch erhöhte Neigung zum Erwerb einer solchen Erkrankung, wobei der Grad allerdings abhängig von der Art des Tumors ist.
Bei Depressionen z.B. handelt es sich um ein derart komplexes Geschehen, dass man kaum noch zurordnen kann, wie groß der vererbte Anteil ist, und "vererben" im nichtgenetischen Sinne können sich auf depressive Muster in der Familie, bspw. wenn man in eine fremde Pflegefamilie kommt.
Dann gibt es reine Erbkrankheiten, die du hier aufgeführt findest:
http://www.onmeda.de/krankheiten/erbkrankheiten_genetische_erkrankungen.html

ADHS ist so ein Sonderthema. Böse Zungen sagen, es sei eine von der Pharmainsustrie induzierte "Erkrankung", aber ich weiß, dass es solche und solche Stimmen gibt.
Krepitation schrieb:Nein, ich bestehe nicht darauf. Das würde ja implizieren, dass ich gerne behindert sei. Überdies halte ich mich für wesentlich fähiger, als so manche NT's, was alleine meine berufliche Laufbahn schon beweist. Sogar eine Familie konnte ich erfolgreich gründen und ich brauche auch keine Hilfe im Alltag. Ich käme also gut und gerne alleine zurecht. Trotzdem bin ich nicht krank. Das ist eben so.
Auf jeden Fall bist du eine streitbare Kämpferin.
Deshalb ja die Frage von mir: Wer im Alltag gut "funktioniert" und all das erfüllt, was die Gesellschaft so erwartet, den muss man nicht als krank bezeichnen. Das wäre bspw. dann der Fall, wenn man beim Krankheitsbegriff den subjektiven Faktor hoch bewertet.
Andere wollen die sog. objektiven Faktoren hoch bewerten, d.h., krank ist man dann, wenn irgendwelche Werte aus der Reihe tanzen, auch, wenn man nichts merkt, weder man selbst, noch andere. Eine verbindliche Definition für den Begriff gibt es noch nicht.
Krepitation schrieb:Man besteht also nicht darauf behindert zu sein. Ich bevorzuge in diesem speziellen Fall, wenn du es unbedingt politisch korrekt haben willst, eher den Ausdruck, 'sozial und geistig eingeschränkt'.
Nein, will ich nicht so haben und ich finde diese gestelzten Ausdrücke, die niemandem weh tun sollen in ihrer umständlichen Künstlichkeit oft diskriminierender als Begriffe wie "behindert" oder "Ausländer". Kann man aber auch so und so sehen.
Krepitation schrieb:Mir geht es darum, einen medizinischen Unterschied deutlich zu machen. In deinem Fall war es mir eben nicht geglückt.
Wir arbeiten ja noch daran. ;)
Mein Krankheitsbegriff ist eine Mischform, d.h. ich würde subjektive Faktoren - jemand fühlt sich krank, man findet aber "nichts" an objektiven Befunden - hoch gewichten, aber nicht total, wenn man kann sich auch mit einem Karzinom jahrelang super fühlen und auf einmal kippt die Nummer.
Mein Krankheitsbegriff ist eher breit angelegt, da er das ist, würde ich dem Kranksein nicht so eine hohe Bedeutung zuschreiben, es gibt ja den Scherz: Ein gesunder Mensch ist einer, der nicht ausreichend untersucht ist.
Irgendein scheiß Laborwert tanzt immer aus der Reihe und das als krank zu bezeichnen macht man nicht, könnte man aber. Die Normwertfixierung der Medizin weicht in den letzten Jahren auf, was ich gut finde, da diese Normwerte, mehr oder minder willkürlich gesetzt sind.


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RoseHunter
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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 10:24
@cognition
cognition schrieb:Das ist eine gute Frage wie es bei den wichtigen Dingen ist, mir ist ehrlich gesagt mein Aussehen nicht unwichtig und da erkenne ich durchaus schonmal Meinungen ab.
Mir ging es um Folgendes: Narzissten wollen einerseits unablässig Aufmerksamkeit und Lob, andererseits leiden sie unter heftigen (unbewussten) Neidattacken, wenn sie gelobt werden, weil sie mit etwas konfrontiert sind (Lob), was sie selbst nicht geben können, d.h. andere haben etwas, was sie nicht haben, was den chronischen Neid, ein Hauptmotiv aller Narzissten, wiederum verstärkt.

Ihre Lösung ist, dass sie diejenigen, die sie loben, postwendend entwerten müssen ("Ach, die haben doch sowieso keine Ahnung"), so dass sie das Lob, was sie eben erhalten haben, vergiften.


Wegen des Traumabegriffs noch mal: Was du erlitten hast ist kein Trauma im engen Sinne, sondern erscheint mir deutlich chronische Aggression gewesen zu sein. Das ist diagnostisch ud therapeutisch wichtig und Kernberg hat einen guten Text dazu geschrieben, so dass du schauen kannst, ob du mit ihm etwas anfangen kannst: http://www.oedipus-online.de/Kernberg_PTT.htm


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 10:50
@RoseHunter
Du kannst stark davon ausgehen dass sowohl die Situationen mit meinem Bruder als auch in der Schule traumatisch für mich waren. Chronische Aggression mag vielleicht hinzukommen..


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 11:23
Bzw. Kommt noch hinzu


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 11:45
@cognition
Was mir so spontan einfällt:
"Narzissmus", "Trauma", "Bipolare Störungen".......... Diese Begrifflichkeiten sind ja heute verschwenderisch gestreut. Zu verschwenderisch manchmal? Frag ich mich.

Stecken nicht in Jedem von uns Anteile davon? Nicht behandlungsbedürftige "Spleens", "Eigenarten", "Ecken und Kanten"?

Muss man für Alles, was vermeintlich nicht der Masse entspricht, eine Störung diagnostizieren?

Das, was unsere Erfahrungen aus uns gemacht haben SIND wir. Punkt. :)
Muss man sich damit eigentlich jahrelang selbst befassen? Alles hinterfragen? Gründe für die eigene Charakterbildung suchen?

Oder sich annehmen wie man ist? "Unbekümmert" und ohne spätere Analysen denken, handeln, reden?

Und wenn Du jemand bist, der das letzte Wort haben muss. Na und? Und wenn Du manchmal Lob von Anderen schmälerst? Was soll's? Und wenn Du manche Dinge perfektionistisch erledigst? Das macht DICH aus.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 11:46
Ich habe mir die Seite nun durchgelesen und muss sagen, dass von dem beschriebenen nur die Ungewissheit über die eigene Verwirklichung vorhanden ist und ich in manchen Situationen, erst gar nicht auf die Idee komme mich in andere hineinzuversetzen. Dazu sollte aber auch gesagt sein, dass mir diese Fähigkeit nicht gänzlich fehlt. Sondern ich in manchen Situationen vergesse darauf zuzugreifen.
Zum Täter bin ich nie geworden.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 12:05
@Lorea
Lorea schrieb:
"Narzissmus", "Trauma", "Bipolare Störungen".......... Diese Begrifflichkeiten sind ja heute verschwenderisch gestreut. Zu verschwenderisch manchmal? Frag ich mich.
Das stimmt schon, dass diese Begriffe in rauen Mengen um sich geschmissen werden.
Wozu ich aber stehen muss, ist das Versinken in meine eigene Welt, das immer wieder über mich kommt, und gegen das ich mich mit aller Macht wehre indem ich meinen Fokus auf andere lege und die nach ihrem Tag, Probleme, Freuden, Hobbies frage. Natürlich bin nicht gänzlich uninteressiert an diesen Personen. Allerdings nutze ich wie ich bereits schrieb dieses Aufmerksamkeit auf andere lenken um nicht in meiner eigenen kleinen Welt zu versinken.

Ich sagte ja auch, dass ich das nicht als Krankheit ansehe, auch wenn es wohl schwerwiegnde Persönlichkeitsstörungen sind so komme ich doch auf meine Art mit ihnen klar ohne verrückt oder unzurechnungsfähig zu wirken. Ich bin also dabei es zu schaffen, diese Persönlichkeitsstörungen insoweit einzuschränken (ohne sie zu unterdrücken), dass ich mit ihnen dennoch ein glückliches Leben führen kann. Das ganze wie beschrieben im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Ich bin eben so wie ich nun bin, dass habe ich bereits akzeptiert, sonst würde ich nicht offen drüber schreiben.

Dinge wie die unkontrollierbare Rechthaberei , (nur wenn ich weiß, dass ich recht habe..aber dennoch manchmal ist es besser den Mund zu halten) stören mich dann doch. Nicht nur mich sondern auch andere wodurch Reibung entsteht, die ich nicht sonderlich haben möchte.
Mittlerweile versuche ich gar nicht erst diese Reibung zu vermeiden, sie entsteht so oder so damit hab ich miich abgefunden.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 12:28
@cognition

Zuerst mal: Ich will Dir nichts aus- oder einreden und auch nichts schmälern. :) Nicht, dass der Eindruck bei Dir entsteht. Nur erkenne ich mich grad in vielerlei Hinsicht selbst.
cognition schrieb:Wozu ich aber stehen muss, ist das Versinken in meine eigene Welt, das immer wieder über mich kommt, und gegen das ich mich mit aller Macht wehre indem ich meinen Fokus auf andere lege und die nach ihrem Tag, Probleme, Freuden, Hobbies frage.
Du versinkst in Deine eigene Welt. Normal. Und bei Deiner Vergangenheit und der Beschäftigung mit deren Auswirkungen auch verständlich. Genau wie die Ablenkung durch Smalltalk.

Warum aber hinterfragst Du das Verhalten?
cognition schrieb:Dinge wie die unkontrollierbare Rechthaberei , (nur wenn ich weiß, dass ich recht habe..aber dennoch manchmal ist es besser den Mund zu halten) stören mich dann doch.
Wenn Du Recht hast, hast Du Recht. Dann wendest Du eben mehr Energie als Andere dazu auf, zu überzeugen. ;) Das ist keine schlechte Eigenschaft. Hoffe ich :D denn mir geht's ebenso.
cognition schrieb:Nicht nur mich sondern auch andere wodurch Reibung entsteht, die ich nicht sonderlich haben möchte.
Deshalb stört es Dich. Weil Du weißt, dass es Anderen unangenehm ist. Wer damit nicht umgehen kann, ist vielleicht eh nicht der richtige Gesprächspartner für Dich und eher langweilig. Recht machen kann man's nicht jedem. Da ist ein markanter Charakter reizvoller. ;)


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 12:39
@Lorea
Lorea schrieb:Zuerst mal: Ich will Dir nichts aus- oder einreden und auch nichts schmälern. :) Nicht, dass der Eindruck bei Dir entsteht. Nur erkenne ich mich grad in vielerlei Hinsicht selbst.
Hey nein der Eindruck entsteht bei mir nicht, danke :)
Lorea schrieb:Du versinkst in Deine eigene Welt. Normal. Und bei Deiner Vergangenheit und der Beschäftigung mit deren Auswirkungen auch verständlich. Genau wie die Ablenkung durch Smalltalk.

Warum aber hinterfragst Du das Verhalten?
Weil mir das einige Probleme beschert, also das Versinken in meine eigene kleine Welt.
Immer wenn ich aus dieser Art Tagträumerei herauskomme, dann habe ich irgendwelche Tätigkeiten aufgeschoben, Teile der Konversation nicht mitbekommen oder irgendwelche Konsequenzen wegen Auslassen von Möglichkeiten. Das Versinken in meine eigene kleine Welt kann Tage und Wochen anhalten, dann allerdings weniger wie Tagträumerei sondern eher wie ein Trancezustand um mich selbst vor mir zu schützen. Vor meinen Zukunftsängsten zuschützen, indem ich einfach den Moment lebe und die Zukunft Zukunft sein lasse. Wenn andere das von Außen beobachten denken die, dass ich mich nicht um meine Zukunft kümmer und zu sorglos bin. Aber das Gegenteil ist der Fall ich habe zu große Sorgen um meine Perspektiven und Zukunft und deswegen kann ich mich nicht um genau dies kümmern. Das ist ein Teufelskreis, aber andere verstehen es einfach nicht.

Ja wenn ich Recht habe, habe ich recht nur kommt das viel zu oft vor.
Sodass es die Leute durchaus beträchtlich nervt, auch wenn ich recht habe.
Eine Freundin meinte mal zu mir, weißt du was ich noch mehr Hasse als Klugscheißer? Klugscheißer die auch noch immer recht haben! Das meinte sie einigermaßen lustig, aber ein Fünkchen Wahrheit lag wohl dann doch in dieser Aussage.
Es muss sich blöd anfühlen, wenn jemand anders dauernd recht hat, das ruft doch zwingend Frustration auf. Was ich durchaus verstehen kann.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:12
@cognition
cognition schrieb:Immer wenn ich aus dieser Art Tagträumerei herauskomme, dann habe ich irgendwelche Tätigkeiten aufgeschoben, Teile der Konversation nicht mitbekommen oder irgendwelche Konsequenzen wegen Auslassen von Möglichkeiten.
Kommt schonmal vor und muss dann wohl grad mal sein, kurz abzutauchen.
cognition schrieb:Das Versinken in meine eigene kleine Welt kann Tage und Wochen anhalten, dann allerdings weniger wie Tagträumerei sondern eher wie ein Trancezustand um mich selbst vor mir zu schützen. Vor meinen Zukunftsängsten zuschützen, indem ich einfach den Moment lebe und die Zukunft Zukunft sein lasse
Ganz ehrlich: Ich denke, Du reflektierst Dich viel zu sehr. Andere nennen das, was Du beschreibst eine "Auszeit" und haben in keinster Weise ein schlechtes Gewissen oder Gefühl dabei.

Wir sind keine Roboter. Wenn wir krampfhaft versuchen, den "richtigen" Weg zu finden in jedem Bereich, verlieren wir uns. Ruhezeiten scheint Dein Geist zu fordern, gönn sie ihm. Danach kannst Du frisch wieder loslegen.

Die Zukunft rennt Dir nicht weg; aber die Gegenwart.
Sich mal einfach treiben lassen kann auch kreativ sein. :)

Ich frag' mich, warum Du das als belastend ansiehst.

Weiß aber auch zu wenig Genaues über Dich. Gebe nur meinen momentanen Eindruck wieder.
cognition schrieb:Eine Freundin meinte mal zu mir, weißt du was ich noch mehr Hasse als Klugscheißer? Klugscheißer die auch noch immer recht haben! Das meinte sie einigermaßen lustig, aber ein Fünkchen Wahrheit lag wohl dann doch in dieser Aussage.
:D Das ist ja auch lustig; aber auch ein Kompliment. Find ich. Nicht negativ. Dann bist Du eben n Klugscheisser - ich auch oft. :D


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:25
Ich weiß nicht was du für eine Krankheit hast, aber meine Unterstützung hast du! Was die Gesellschaft angeht viele akzeptieren die Krankheiten wie Depression nicht als diese weil sie möglicherweise selbst darunter leiden und sich dafür schämen oder aber nicht wahrhaben wollen dass dessen Partner oder wer auch immer krank sind und Behandlung brauchen (vielleicht weil sie Schuldgefühle haben).
Beispielweise bei psychischen Krankheiten tun die Familienangehörigen manchmal so als ob jemand nicht krank wäre und sagen "ach komm reiß dich zusammen" usw.


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Eufremia
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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:38
@popcorncandy, ich kann Deine Empfindungen voll verstehen. Manche Menschen haben vor nichts mehr Respekt. Viele Werte sind heute in unserer Gesellschaft untergegangen.
Abgesehen mal von Krankheiten, haben doch Menschen mit äußerlichen so wie mit innerlichen gebrechen kaum noch Chancen in unserer Gesellschaft. Ich leide an Nesselsucht und einer Lichtallergie, dass bedeutet für mich immer in einem dunklen Zimmer sitzen. Wenn ich raus gehe muss ich mich dementsprechend vor Licht schützen. Vor kurzem bin ich mit meinem Mann von einkaufen gekommen, da ist uns unsere Nachbarin übern weg gelaufen. Sie blieb ruckartig stehen und fragte mich, wieso sieht man sie denn nicht mehr? In kurzen Sätzen erklärte ich ihr warum das so ist. Sie schüttelte den Kopf und sagte, die spinnt doch und ging in ihrer Wohnung.
Was soll man da noch sagen, am besten nichts. Ehrlich gesagt interessiert es mich wenig was andere von mir halten oder erzählen. Meine Familie und ich müssen damit klar kommen. Sicher kann man sich über einige sinnlose Sprüchen von Menschen aufregen. Aber letztendlich sind diese doch die an der Gesellschaft vorbei rauschen. Hier mal ein kleines Erlebnis, eine Freundin von mir ist sehr dick, sie ist eine Seele von Mensch. Über uns wohnt eine Wg., meine Freundin klingelt an meiner Wohnungstür und als ich öffnete kam gerade zwei Männer von dieser Wg., da sagte einer davon, was ist das denn für eine fette Zeitmaschine. Sie ist ebenfalls schwer Krank und man sieht die Krankheit auch nicht. Wieder so ein Vorurteil. Man sieht nur die Hülle des Menschen, aber zählt nicht auch das Wesen dazu? Wer ist denn schon perfekt?


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:44
@Eufremia
Eufremia schrieb:Ich leide an Nesselsucht und einer Lichtallergie, dass bedeutet für mich immer in einem dunklen Zimmer sitzen.
Oh. Das ist belastend. Leidest Du schon immer daran? Und wie gleichst Du den Lichtmangel aus, um nicht depressiv zu sein? Geht das überhaupt?
Eufremia schrieb:Was soll man da noch sagen, am besten nichts. Ehrlich gesagt interessiert es mich wenig was andere von mir halten oder erzählen. Meine Familie und ich müssen damit klar kommen
Ja - am besten nichts. :( Deine Einstellung dazu find ich absolut richtig.


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Eufremia
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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:51
@Lorea, vielleicht sollte man ein neues Thema eröffnen. Wie geht ihr mit eure Krankheit um oder so ähnlich. Wir kommen sonst hier vom Thema ab.


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Meine Krankheit, meine Bürde - Krankheiten die man nicht sieht

19.12.2014 um 13:54
@Eufremia
Wie Du meinst. Ich find's nicht OT über den Umgang mit Krankheiten hier zu reden. Aber ich bin auch nicht der TE. :)


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