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Panikattacken u.a.

34 Beiträge, Schlüsselwörter: Angst, Panik, Ausland, Panikattacke

Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 10:15
Erstmal hallo an alle, ich bin zum ersten Mal in dieser Rubrik und habe bemerkt das viele über Krankheiten schreiben. Vor kurzer Zeit hab ich mich getraut Freunden und Eltern von meinen Sorgen zu erzählen. Die Antwort meiner Eltern "Oje" und die meiner Freunde "sowas gibts nicht, das bildest du dir nur ein".

Als ich ganz jung war, in der Volkschule glaub ich, habe ich mir mit meiner Freundin ein dummes Spiel ausgedacht. Eine tut Seilspringen und stolpert dann absichtlich über das Seil und lässt sich auf den Hintern fallen während die andere mit dem Polster versucht sie zu "fangen". Es hat genau 2x geklappt bis ich dann wirklich gestolpert und auf den Rücken gefallen bin und keine Luft mehr bekommen habe. Ab diesem Moment hatte ich Angst davor jemals wieder dieses schreckliche Gefühl des erstickens zu bekommen und so fing es dann an ..

Ich habe dauernd Angst wenn meine Mandeln anschwellen, das sie sich zu stark zuschwellen und ich keine Luft mehr bekomme. Und jede Krankheit bilde ich mir ein, ich war zB lange der Meinung das ich Herz- und Lungenkrank bin. Der Grund dafür war das wenn ich betrunken war ich immer Herzrasen bekommen habe viel zu schnell geatmet habe und irgendwie einen Realitätsverlust hatte. Naja..

Im Jänner 2014 bin ich dann abgesackt. Matura abgebrochen -> arbeitslos.
Ich hab davor schon geraucht, geraucht und getrunken das wurde aber dann mehr durch die viele Zeit. Mitte Februar wars dann soweit. Ich habe mal wieder viel geraucht und während dessen Energydrinks getrunken. Plörtzlich kam mir der Gedanke das ja das "rauchen" das Herz extrem beschleunigt, und Energydrinks auch. Was wenn es zu viel wird? Was wenn ich einen Herzinfakt erleide?
Nun gut. Angefangen hat es dann tatsächlich mit starkem Herzrasen, Herzstolpern. Darauf folgte :Atemnot, Realitätsverlust, starkes Zittern (eher vibrieren), Temperaturschwankungen. Ich hab mich dann schnell ins Bett gelegt und hab versucht ruhig zu bleiben aber ich hatte zu starke Angst und dann bin ich viermal in Ohnmacht gefallen.
Ab diesem Tag hatte ich das täglich, nur nicht so stark.
Ich hatte damals Angst zum Arzt zu gehen, ich hatte Angst das er mir sagt ich wäre Totkrank. Zufällig las ich Mitte Mai einen Artikel über Panikattacken und bemerkte, das es die Symptome sind die ich ja so gut kannte. Ab diesem Tag hatte ich nie wieder eine. Anfangs spührte ich noch wie es wieder anfängt, aber ich hab mich binnen Sekunden wieder beruhigen können.

Das eigentliche Problem ist aber, ich habe im Juli bemerkt das ich mich nicht traue ins Ausland zu fahren. Ich habe Angst davor dort eine starke Attacke zu bekommen, Angst davor das mich die Ärzte dort nicht beruhigen können. Angst vor hilflosigkeit.
Leider war es dann so das ich Mitte September nach Rumänien musste Papiere erledigen, ich hab geweint, ich hab geschrien ich konnte nicht ich wollte nicht. Meine Eltern nahmen mich, wie schon gesagt nicht ernst. Also musste ich mit, während meinem 3 tägigen Aufenthalt bekam ich nur einmal das Gefühl eine Attacke zu bekommen, aber es ging. Also dachte ich mir es ist nicht schlimm und freute mich schon auf den nächsten Urlaub. Das ist jetzt aber schon so lange her, das ich wieder irgendwie ein unwohles Gefühl dabei habe das Land zu verlassen und das beunruhigt mich.

Ich möchte hiermit, alle Betroffenen auffordern, ihre Geschichte zu erzählen.
Und alle nicht betroffenen möchte ich auffordern mir zu schildern, wie sehr sie Panikattacken als Krankheit sehen bzw. wie ernst sie zB. meine Geschichte nehmen würden.
Wie stellt ihr euch das vor? Meine "Freunde" sagen das sich das für sie nicht schlimm anhört und ich keinen Aufstand machen soll. Wie stehts ihr dazu?

Freue mich auf eure Antworten, lg Akki :)


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Bodo
ehemaliges Mitglied

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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 10:54
Phobien oder Panikattacken können sich durchs saufen verschlimmern.

Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man alleine wohnt, alleine im Bett liegt und plötzlich einen immensen Stich durch den Oberkörper/Herzregion bekommt. Da weiß man dann auch nicht so recht, was da jetzt noch folgt.
Hatte ich zu Zeiten größerer Alkohol-, noch größerer Energydrinkmengen und natürlich auch brav Zigaretten geraucht.

Im Endeffekt ist dann natürlich nichts passiert und man macht sich nur selbst fertig :Y:


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:11
@Bodo

Ja, seit dem rauche und trinke ich nicht mehr und alles Koffeinhaltige ist tabu :)
Versteh ich das jetzt richtig das du auch Panikattacken hattest?


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:18
@Akki

Darf ich dich fragen, wie viel und wie häufig du Alkohol getrunken hast? Hast du auch getrunken, um diese Angst zu unterdrücken?


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Bodo
ehemaliges Mitglied

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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:20
@Akki
Kann ich gar nicht sagen bzw. warens wohl nicht so schlimm wie bei extremen Fällen. Was mir einfach aufgefallen ist und damals sich geäußert bzw. verschlimmert hat war in einer großen Menschenmenge.

Alles wirr durcheinander, irgendwelche Menschen eng beinander mit unzusammenhängenden Schreiereien. Mag ich nicht, brauch ich nicht :D Das war aber eigentlich das schlimmste Erlebnis, da hab ich kurzzeitig zum zittern begonnen und hab die Suppe nicht essen können. :D

Und wenn man alleine daheim liegt: Naja, was soll man großartig machen? Partnerin ist keine da, etc. Habs eben einfach auf mich zukommen lassen :Y:


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:26
@Aldaris
Getrunken hatte ich damals viel, fast jeden Tag, aber da waren aber nur leichte Attacken wenn ich betrunken war und das war vor der starken Attacke im Februar, da hab ich schon ein halbes Jahr nicht mehr getrunken.
Ich hab ja geschrieben ich hab viel geraucht und geraucht. War schon beabsichtigt, weil es nicht nur Zigaretten waren. Ich denke das bei mir das der Auslöser war.
Ich hab diese Angst nicht versucht zu unterdrücken, weil ich am Anfang dachte ich wäre körperlich krank deswegen habe ich alles schädliche sein lassen..

@Bodo
Ah, mag ich auch nicht besonders. Aber es passiert dir nicht häufig das du eine Panikattacke, nennen wir sie mal so auch wenn du dir nicht sicher bist, in Menschenmengen hast oder? Sonst wäre das ja schon eine Phobie ..


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Bodo
ehemaliges Mitglied

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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:28
@Akki
Seit ich nicht mehr trinke passiert mir gar nichts mehr :D
Aber ich meide große Menschenmengen. Bin nicht so der Freund von Körpernähe von fremden Menschen :)


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:30
Akki schrieb:Getrunken hatte ich damals viel, fast jeden Tag, aber da waren aber nur leichte Attacken wenn ich betrunken war und das war vor der starken Attacke im Februar, da hab ich schon ein halbes Jahr nicht mehr getrunken.
Ich habe so ein wenig die Befürchtung, dass der Alkohol da eine wichtige Rolle gespielt hat. Vielleicht hat es sich manifestiert, auch wenn du nichts mehr trinkst. Dass du damals jeden Tag und viel getrunken hast, ist ja auch keine Kleinigkeit.


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:33
@Bodo
Dann wünsche ich dir das es weiterhin so bleibt :)

@Aldaris
Naja, dieses fast tägliche trinken ging nur 2 Monate lang, davor nur Freitags, Samstags..
Dann habe ich ziemlich viele ziemlich peinliche Sachen gemacht und hab ein Schlussstrich gezogen. Würd gerne wissen was du damit meinst, das es sich manifestiert hat und das die Ursache für die Attacken ist?


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Bodo
ehemaliges Mitglied

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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:34
@Akki
Ich mir auch :D


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:40
@Akki

Bei manchen reicht sogar der einmalige Alkoholrausch, um eine Psychose zu entwickeln. Nach zwei Monaten durchtrinken, könnte deine Vulnerabilität (Also deine 'Reizanfälligkeit') gestiegen sein. Bei Menschen mit Phobien liegt diese Anfälligkeit meist sehr tief und Alkohol senkt das noch weiter ab - allerdings meist nach dem Rausch. Sowas kann hängen bleiben. Soll aber nur eine Möglichkeit sein, die ich hier aufwerfe.


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 11:44
@Aldaris
Ja ist schon gut möglich, daran dachte ich ehrlich gesagt gar nicht .. danke dir :)


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 16:35
Ich habe jahrelang geglaubt, ich leide unter Panikattacken, doch bei meinem letzten Klinikaufenthalt wurde mir gesagt dass ich unter Ängsten und Zwängen leide.

Schon in der Kindheit hat sich das insofern geäußert, dass ich Angst vor elektrischen Geräten hatte, dass sie brennen oder explodieren könnten. Ich hatte Angst vor Auto- oder Busfahrten, es könnte ja ein Unfall passieren.
Ich hatte in ganz schlimmen Situationen gar Angst, wenn jemand sprach, dass etwas (ich weiss nicht was) passieren könnte.
Lange hatte ich Ruhe vor diesen Angstattacken, bis ich dann dieses Jahr wegen einer Krise (Borderline-Persönlichkeitsstörung) in eine Akutpsychiatrie ging und dort auf das Medikament Abilify eingstellt wurde. Darauf hin verstärkten sich die bekannten Symptom, beispielsweise wenn ich das Haus verließ habe ich alle möglichen Geräte abgsteckt (außer Kühlschrank, Herd, etc.), konnte kaum noch Busfahren oder an öffentliche Plätze gehen. Ich hatte Angst, dass ich den Herd nicht ausgemacht hatte, als ich zu einem Freund ging und bat ihn zu mir nachhause zu fahren und nachzuschauen (weil mir das Geld für die Fahrkarte fehlte)
Bei einem weiteren Klinikaufenthalt wurde das dann als Ängste und Zwänge diagnostiziert und mit dem Medikament Sertralin behandelt. Seitdem geht es mir wieder um einiges besser. Hin und wieder tritt es mal auf, aber nicht mehr ganz so schlimm und verflüchtgt sich auch gleich wieder.

Ich bin sehr froh über diese positive Entwicklung.


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Panikattacken u.a.

11.12.2014 um 22:29
Lieber @Akki

Ich litt jahrelang unter Panikattacken und einer generalisierten Angststörung.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich aus diesem Zustand herauszuholen.
z.B.
Realitätsprüfung -> Stelle dir folgende und/oder ähnliche Fragen : Was sehe, spüre, schmecke, höre ich? Welchen Tag haben wir heute, wo befinde ich mich, wie sieht es hier aus?
Mantra -> "Alles ist gut. Es wird nichts passieren..." (10-20x wiederholen)
Bewusst Atmen -> langsam ein- und ausatmen, möglichst tief
Puls spüren -> Oft schlägt das Herz gar nicht so schnell, wie es sich in der Brust anfühlt.

Wenn du gerade nicht akut unter Panikattacken leidest, solltest du diese Übungen schon einmal einstudieren, sodass sie im Falle eines Falles sofort abrufbereit sind und du nicht lange überlegen musst. Anhand der Übungen siehst du ja schon, was das wichtigeste ist: Die eigene Wahrnehmung nicht mehr auf die Angstgefühle/ vermeintlichen körperlichen Probleme fokussieren, sondern auf das was außerhalb von dir geschieht bzw. was du WIRKLICH körperlich und geistig wahrnimmst und auch nachprüfen kannst.

Ich habe diese Übungen lange praktiziert und habe mittlerweile keine Rückfälle mehr. Allein die Tatsache, dass ich diesem Zustand nicht hilflos ausgeliefert bin, hat so manche Panikattacke im Keim erstickt bzw. verhindert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass du deinem nächsten Urlaub gelassener entgegensehen kannst, wenn du weißt, dass du vorbereitet bist, sollte eine Panikattacke entstehen.


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Panikattacken u.a.

12.12.2014 um 08:14
@Ayanna
Danke das du dich geöffnet hast! Ist denn irgendwann Mal ein elektrisches Gerät explodiert o.ä. das du so eine Angst davor hast ?
Gibt es einen Unterschied zwischen einem Angst und Zwänge Anfall und Panikattacken oder sind es ganz genau die von mir geschilderten Symptome ?

@phantomherz
Danke für die Tipps! So hab ich meine Panikattacken auch in Griff bekommen damals, also "Es kann nichts passieren das ist was psychisches" dann ganz ruhig und tief atmen .. Bei mir wars dann noch wichtig das schnell ein Fenster aufgemacht wird wegen der frischen Luft, sonst hätt das nicht geklappt..

Wie lange bist du denn schon von den Attacken befreit ? Hattest du nie Angst das es eine tödliche Krankheit ist (anfangs) ?


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Panikattacken u.a.

12.12.2014 um 08:37
@Akki
Guten Morgen Akki.
Das mit der Panikattacke kenne ich, hatte vor einen halben Jahr während der Arbeit auch eine bekommen. Ich bekam keine Luft, fing zu hyperveltilieren an, begann zu schwitzen und konnte nicht mehr Klar denken. Ich bin dann irgendwie ins Auto eingestiegen und bin weg gefahren. Nicht nach Hause, nicht zum Chef. Nur weg.

Damit ging ich zum Arzt. Er schrieb mich halt erstmal krank. Dann kam ich zum Nervenarzt, dieser jedoch zeigte sich eher wenig interessiert und hat mich auch wieder ein paar Wochen krank geschrieben. Dennoch hatte ich Möglichkeiten:
1. Mich mit den Betrieb auseinandersezten (was ich am schluss gemacht hab aber nur mit den Personalchef)
2. Weiterhin alles reinzuschlucken
3. (Wiedermal) ins Bezirksklinikum eingeliefert zu werden.


Ich nahm die erste Wahl, wußte allerdings auch, dass ich in meinem Alten Job keine Zukunft sah. Zu viel Stress, zu lange arbeit, keine Anerkennung und vor allem meistens angetrunkene Kollegen..


Daraus habe ich gelernt. Man muss aktiv etwas machen und das Problem an der Wurzel packen. Bei mir war es eben die Arbeit


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Panikattacken u.a.

12.12.2014 um 08:45
@Niederbayern88
Glückwunsch das du es geschafft hast, den Auslöser zu erkennen und es in den Griff zu bekommen :) Seit dem war nichts mehr?


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Panikattacken u.a.

12.12.2014 um 08:46
@Akki
Nein. Bei mir war es eben die Arbeit und die Kollegen.

Aber habe damit Jahrelang versucht zu leben und in den Griff zu bekommen. Bis ich wußte: Was hätte ich zu verlieren außer meien Arbeit?


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Panikattacken u.a.

12.12.2014 um 11:13
@Akki
Panikattacke scheint "Angst vor der Angst" zu sein!

Angst/Panikattacken kann man bekämpfen, indem man sich mit dem Tod beschäftigt als letzte Konsequenz zum Leben, was letzendlich wohl das Schicksal bestimmt. Das eh begrenzte Dasein mit Ängsten zu verbringen ist Zeitverschwendung, wenn man sich bewußt ist, dass das Leben kurzweilig sein kann.


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Panikattacken u.a.

12.12.2014 um 11:21
@AgathaChristo

'Panikattacken' sind nicht zwangsläufig der Angst vor der Angst zuzuordnen. Allerdings gibt es für die Art von Panikstörung einen eigenen Begriff, den der Agoraphobie - also die Angst davor, Panikattacken zu bekommen. Meist meiden Betroffene dann bestimmte Situationen oder Orte.


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