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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

232 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schule, Wirklichkeit, Altruismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:29
@Pallas

Wie kommst du darauf, das körperbehinderte Kinder und nur körperbehinderte auf die Sonderschule gehen müssen??

Oder liegt es daran, ich glaube du kommst aus Österreich, das es dort vielleicht anders ist. In der BRD kommt derjenige, der über einen normalen Intellekt verfügt auf die Regelschule. Es gibt natürlich in der BRD auch spastisch behinderte Kinder, die kommen nicht auf Regelschulen. Die haben wir noch garnicht aufgeführt.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:30
@nukite

Nehmen wir z.B Autismus: Einige Autisten sind lebenslang auf fremde Hilfe angewiesen, andere schaffen jedoch sogar problemlos ein Studium. Sowas kann man nicht einfach pauschal beurteilen.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:31
Zitat von PallasPallas schrieb:Also, wenn jemand zwar (geistig) behindert ist, aber doch intelligent genug für ein Gymnasium ist, wieso sollte man es ihm verwehren?
z.B. manche Autisten?
In meiner Klasse war damals jemand der hatte das Asperger Syndrom. Er war intelligenter als die meisten und hatte auch gute Noten. Er hat sich halt selbst sozial isoliert, aber das wollte er auch so.
Das einzige Problem, dass es mit ihm gab, war das er für ein halbes Jahr mal den Tick entwickelt hat, unvorhergesehen im Unterricht zu schreien. Das legte sich dann aber, sonst hätte er nicht auf dem Gymnasium bleiben können.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:32
@Pallas

Pass mal auf, zu den geistig behinderten Kindern gehören auch solche (und das sind gar viele, wer sich im Sonderschulbereich ein wenig auskennt, weiß das), die einen IQ < 70 haben, also als schwachsinnig gelten und somit geistig behindert sind.

Was glaubst Du, passiert, wenn Du die in den normalen Grundschulbetrieb eingliederst????

Viele befreundete Grundschullehrer KOTZEN bereits vor Wut!


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:33
@Bauli

Ich habe nicht gesagt, dass nur körperbehinderte auf die Sonderschule müssen, sondern es merkwürdig gefunden, wenn es so wäre


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:36
@nukite
Zitat von nukitenukite schrieb:Viele befreundete Grundschullehrer KOTZEN bereits vor Wut!
Habe ich vollstes Verständnis für. Zudem dauert eine Regelstudium dann auch länger und wird nicht bezahlt für noch mehr absichtlich konstruierte Hürden. Da würde ich auch sauer werden.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:36
@nananaBatman

Ich habe selber das Asperger Syndrom.

Das der Junge geschrieen hat, war bestimmt störend, könnte aber vielleicht im Grund an einer Reizüberflutung gelegen haben.

Wodurch hat sich dies denn dieser Tick gelegt?
Zitat von nananaBatmannananaBatman schrieb:z.B. manche Autisten?
ja, davon war wirklich die Rede :)


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:40
@Pallas
Ich habe keine Ahnung warum er damit wieder aufgehört hat.

Du kennst dich doch dann wahrscheinlich besser mit Autismus aus oder? Denn vom Asperger Syndrom gibt es doch auch Abstufungen oder nicht? Also Fälle bei denen der Autismus eben so stark ausgeprägt ist, dass es auf einer gewöhnlichen Schule einfach nicht klappt.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:40
@Bauli
Zitat von BauliBauli schrieb:Habe ich vollstes Verständnis für. Zudem dauert eine Regelstudium dann auch länger und wird nicht bezahlt für noch mehr absichtlich konstruierte Hürden. Da würde ich auch sauer werden.
Das Hauptproblem besteht darin, dass der Grundschullehrer NICHT die fachliche Kompetenz hat, um mit geistig behinderten Kindern zu arbeiten; auch der Realschul- oder Gymnasiallehrer hat diese nicht.

Der EINZIGE Lehrer, der das studiert hat, ist der Sonderschullehrer und davon gibt es viel zu wenige, um dieses Inklusionsding durchziehen zu können.

Und wisst Ihr, warum es keine Sonderschullehrer gibt? Weil keine Sau Bock hat, das zu studieren, obwohl sie wie Studienräte (Gymnasiallehrer) bezahlt werden A13+A14

Wenn man nun vom Grundschullehrer verlangt, er soll mal die paar geistig behinderten Kinder mitunterrichten, wäre das so, als würde man von einem Schlosser verlangen, die Arbeiten eines Schreiners zu übernehmen mit der Begründung ..." Das sind doch alles irgendwie Handwerker!"

:D


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:43
@nananaBatman

Soviel ich weiß, ist das Asperger Syndrom lediglich ein Spektrum von Autismus. Namentlich gibt es da noch das Kanner Syndrom, den Atypischen Autismus und den High Functional Autismus.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:44
@nukite

Naja, sieht so aus, als wenn das Thema Leben in die Bude bringt. Nach ein paar Jahren wird das abgeschafft und die Kinder, die darunter leiden mußten, sind verkorkst, weil sie den Streß nicht aushalten, oder von Schwachsinnigen gemobbt werden.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:45
@Bauli
Zitat von BauliBauli schrieb:Naja, sieht so aus, als wenn das Thema Leben in die Bude bringt. Nach ein paar Jahren wird das abgeschafft und die Kinder, die darunter leiden mußten, sind verkorkst, weil sie den Streß nicht aushalten, oder von Schwachsinnigen gemobbt werden.
Das wäre das erste Mal, dass ein Schwachsinnsbeschluss zurückgenommen wird...Im Gegenteil, für diese Kinder wird man dann irgendwann ein angepasstes "Abitur" aufsetzen, damit man die Zielquote von 70% Abiturienten erreichen kann!

:D


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:47
@nukite

Dann werden die Hauptschüler irgendwann die Elite sein. Glaub es mir. :)


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:47
@Pallas
Mein Wissen dazu stammt aus Dokumentationen. Da gab es einen Jungen, der wirklich ständig betreut werden musste und eine Frau, die erst im Erwachsenenalter festgestellt hat, dass sie Asperger hat.
Die Frau konnte ihr Leben alleine führen, der Junge wird wohl immer Betreuung brauchen.
Das meinte ich mit den Abstufungen..


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:47
@Bauli
Zitat von BauliBauli schrieb:Naja, sieht so aus, als wenn das Thema Leben in die Bude bringt
Leben in die Bude? :D

Mit den derzeitigen Mitteln ist der Plan UNDURCHFÜHRBAR! ...Die Kinder werden mehrheitlich auf der Strecke bleiben.

Und noch was....Geh mal nicht von Grundschulen aus, wo sich die Eltern vornehm im Hintergund halten und alles geschehen lassen.....Geh mal von besseren Grundschulen aus, wo Papi mit dem Anwalt droht, wenn der Sohnemann eine 2- im Deutschaufsatz hat! :D

Das wird ein großer Spaß! ...Lieber tot, als Grundschullehrer! ... *.*


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:48
https://www.bildung.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen117.c.4417.de
Bremen hat die Voraussetzungen geschaffen, dass zukünftig alle Schülerinnen und Schüler von der Einschulung bis zum Abitur im Sinne der Inklusion unterrichtet werden können:
Die Klassenfrequenzen wurden auf 17 (Regelschüler/innen) plus 5 (Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf) reduziert.
Sonderpädagog/innen werden in der Grundschule entsprechend der durch die bisherigen Förderzentren genannten Bedarfe eingesetzt
Im Oberschulbereich gehören in jedem Jahrgang Sonderpädagogen zum multiprofessionellen Team.
Die Fachlichkeit der Förderung ist mit der flächendeckenden Einrichtung der Zentren für unterstützende Pädagogik gesichert
Zusätzliche Funktionsstellen – die Leitungen der ZUP sind besetzt bzw. im Ausschreibungsverfahren.
Alles nur auf dem Papier so simpel und nett anzusehen.
Die Inklusion beschränkt sich zum Großteil nur auf diese Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, kurz "Förderkinder".
Zappelphillip Kids, und wenns nur 5 in jeder Klasse sind, beanspruchen sehr viel Aufmerksamkeit. Zusätzlich kommen dann noch weitere ohne den Stempel des förderkindes die zusätzlich den Unterricht "stören".
Individuelles lernen ist unmöglich!
Die regellehrer sind schon ohne förderkinder oftmals hoffnungslos überfordert. Und diese ganzen hilfevereine sind außerschulisch, und faktisch im Unterricht nicht anwesend.
Wirklich geistig oder körperlich behinderte Kinder sind sehr rar gesät.

Inklusion eine nette Idee, aber durch die fehlenden speziell ausgebildeten Lehrer nicht umzusetzen.
Alles in allem finde ich Inklusion Scheiße.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:49
@Bauli
Zitat von BauliBauli schrieb:Dann werden die Hauptschüler irgendwann die Elite sein. Glaub es mir. :)
Sind sie doch schon oder wie erklärst Du Dir die immer stärker steigende Abiturientenquote? Sind die Kinder alle schlauer geworden oder setzt man verstärkt aufs Neckermann-Abitur? :D


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:54
@nananaBatman

Ja, das ist bei Autismus nicht so einfach. Soweit ich weiß, wird das Asperger Syndrom so ab dem 3. Lebensjahr entdeckt, aber bei manchen fällt es erst im Erwachsenenalter auf. Viele Leute mit Asperger Syndrom tun sich im zwischenmenschlichen Bereich schwer und haben es schwer eine Arbeit zu finden, auch wenn sie die Qualifikation für diesen oder jenen Beruf mitbringen. Andere wiederum haben zwar einen - sogar angesehenen Beruf, kommen aber später darauf, dass sie anders sind und diese Diagnose gestellt.

Irgendwo habe ich mal gehört oder gelesen: Wenn du einen Autisten kennst, kennst du genau einen Autisten. Das trifft es genau, aber ich denke wir sind jetzt ganz schön OT.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 20:57
@nukite

Um ehrlich zu sein ich wundere mich hier manchmal wieviel Nichtwissen so mancher Abiturient hier von sich gibt. Bei manchem kannst du die Zähne in die Tischplatte vergraben. Schlauer sind sie nicht geworden, sondern einfältiger oder Fachidioten.

Ich habe mir letztens eine Sendung über Salem, Cambridge und Oxford angeschaut. In Cambridge und Oxford kannst du wirklich von Weltelite sprechen.

Ein Dozent von Salem sagte wortwörtlich: Es gibt Einser-Schüler, die im wahren Leben versagen, während die aus der zweiten und dritten Reihe nach ganz oben kommen, die einfach viev wären und alles am Wegesrand mit einkalkulieren und deswegen in der zweiten und dritten Reihe gestanden hätten.


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Inklusion in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

11.05.2015 um 21:52
Also ich selbst bin ja der Ansicht, dass man bei geistig-behinderten Kindern den Wert der Inklusion anders bemessen muss, als nach puren Leistungskriterien.

Es wird ja beispielsweise gesagt:,,Wenn das geistig-behinderte Kind gar nicht Klausuren mitschreiben kann und trotzdem versetzt wird, ist das unfair den anderen Kindern gegenüber, die wirklich was dafür tun müssen."

Allerdings sollte man bedenken: Man findet es ja normalerweise auch nicht als Erwachsener unfair, wenn man Fußball mit dem kleinen Kind seines Kumpels spielt und dann dieser Freund rumtrickst, damit das Kind trotzdem das Spiel gewinnt.

Es geht da nicht um einen ernsthaften Vergleich oder Wettbewerb. Sondern darum, dass das Kind Spaß und ein Erfolgserlebnis hat.


Auch bei der Inklusion von lernbehinderten Kindern in der Schule sollte man keine ernsthaften Leistungsvergleiche der Kinder anstreben.

Der Wert liegt aus meiner Sicht vor allem im Erlernen eines verbesserten sozialen Umgangs der Kinder untereinander.
Sie könnten lernen, dass auch geistig-behinderte Menschen nicht notwendigerweise ,,dumm" sind, sondern geistig anders gestrickt. Sie könnten lernen, Rücksicht zu nehmen oder Nachsicht zu zeigen, solche Dinge.

Die behinderten Kinder, beispielsweise mit Down-Syndrom, haben wiederum Anschluss an die Gesellschaft, menschlichen Kontakt und freuen sich darüber.


Allerdings muss man sich der Grenzen dieses Projekts Inklusion bewusst werden.
Man sollte nicht so tun, als ob geistig-behinderte Kinder wirklich ganz genau so sind, wie nicht-geistig-behinderte oder zurückgebliebene Kinder.

Ich kann durchaus verstehen, dass Eltern das schwer fallen kann, aber eine Verneinung dieser Tatsache wird den Kindern nicht gerecht.

Man kann leistungsmäßig nicht die gleichen Maßstäbe an diese Kinder anlegen, wie an geistig normal entwickelte Kinder, das gleiche gilt für die späteren Erwachsenen.

Statt nur die Möglichkeit zu sehen, entweder das gemeinsame Lerntempo für alle am lernbehinderten Kind zu orientieren oder das gemeinsame Tempo am Rest der Klasse wäre es doch überlegenswert, auch weil der Unterricht und die Lernatmosphäre für die anderen Kinder ja nicht gestört werden sollten, die Teilnahme an wirklich wichtigen und für die meisten Berufe elementaren Fächern wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Physik davon abhängig zu machen, ob die geistig-behinderten Kinder dem Unterricht beiwohnen können, ohne zu stören, ohne Krach zu machen.

Wenn das der Fall ist, okay. Wenn es nicht der Fall ist, könnten sie stattdessen einfach nur in anderen Fächern teilnehmen, beim Sport, bei Geschichte, Musik, Kunst, da sind sie dann ebenfalls im Klassenverband, aber es stört nicht so, wenn sie laut sind oder Blödsinn treiben.


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