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Erinnerung an die eigene Geburt

106 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Erinnerung, Geburt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 14:33
Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt schreiben soll.  Gelegentlich versuchte ich mit Freunden darüber zu sprechen, erntete aber nur Unglauben

Ich bin mir sicher, dass es sich nicht um "Pseudo-Erinnerungen" handelt. Als  Kind wusste ich nicht, woran ich mich da erinnere, da ich keine Ahnung hatte, wo die kleinen Kinder  herkommen (Es interessierte mich auch herzlich wenig). In den sechziger Jahren des letzten Jahrunderts sprach man darüber mit Kindern nicht. Ich sprach auch später lange Zeit  nicht darüber weil ich diese Erinnerung für "normal" hielt. Gibt es noch jemand, dem das ähnlich ging?


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 14:37
Ja, was denn bitteschön?^^
Zitat von kgersenkgersen schrieb:Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt schreiben soll.



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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 14:44
@lee
"Ja, was denn bitteschön?^^"

Sorry, aber ich verstehe die Frage nicht!


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 14:46
Zitat von kgersenkgersen schrieb:Sorry, aber ich verstehe die Frage nicht!
Na, woran du dich erinnert hast? ^^


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 15:05
@kgersen
Du schließt zwar eine "Pseudoerinnerung" aus.
Jedoch ist das die mit weitem Abstand wahrscheinlichste Erklärung.

Das blöde an "falschen Erinnerungen" ist, dass wir nicht wissen, woher sie kommen. Wir können gar nicht fest stellen, dass sie falsch sind, weil uns dafür jegliche Referenz fehlt.
Wir haben unbewusst irgend etwas wahr genommen und unser Gehirn bastelt daraus eine Geschichte. Blöderweise legt es diese Geschichte nicht unter "Phantasie" ab, sondern unter "Erinnerung".
Folglich "erinnern" wir uns - obgleich es keine erinnerte Wahrnehmung sondern eine bloße "Geschichte" ist.


Mal ein erstes Ergebnis, ab wann wir uns erinnern:
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/1000-fragen-wie-weit-reicht-unsere-erinnerung-zurueck-a-615576.html


Du wirst irgend wann im Laufe Deines Lebens diese "Erinnerung" aus welchen Gründen auch immer erschaffen haben.
Selbstverständlich ist sie für Dich real, weil sie eben bei Dir unter "Erinnerung" abgelegt ist und das Gehirn hat nun mal kein "Echtheitszertifikat", mit dem man echte von falschen Erinnerungen trennen könnte.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 15:10
@kgersen
Ein paar beispiele, die zeigen, wie schwer bzw. unmöglich es ist, echte oder falsche Erinnerungen zu erkennen:

http://www.spektrum.de/magazin/falsche-erinnerungen/823559
Wikipedia: Erinnerungsverfälschung
http://skepdic.com/German/falsche_erinnerungen.html
http://www.lexexakt.de/glossar/knallzeuge.php

Edit:
Und bevor du Dich unverstanden oder gar angegriffen fühlst:
Das ist nichts "unnormales". Oder etwas, für das man sich schämen müsste, weil man glaubt, das sein "plemplem".
Das ist unsere normale "Funktionsweise". 


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 15:44
@Hatori "Na, woran du dich erinnert hast? ^^"

Ich kenne natürlich die diversen Theorien über Pseudoerinerungen. Wenn Ihr Lust habt, dann lest und urteilt selbst.

Ich versuche das  Ganze nun zu beschreiben. Nicht den banalen Vorgang der Geburt natürlich.

Zu meinem Gedächtnis möchte ich vorab sagen: Es ist eher durchschnittlich, mit einer Ausnahme. Situationen, die mich stark beeindruckt haben vergesse icht nicht. Überhaupt nicht (was insgesamt gesehen eher von Nachteil ist). 

Nach meinen Erfahrungen, beginnt die menschliche  Wahrnehmung  im Mutterleib, natürlich nicht mit Gedanken, sondern mit Gefühlen und Empfindungen. Zunächst beginnt es mit der Wahrnehmung von" innen" (Körper) und" außen" (nicht der eigene  Körper) und Bewegung oder Nichtbewegung des eigenen Körpers. Die Eindrücke werden nicht weiter verarbeitet, sondern nur wahrgenommen. Im Nachhinein betrachtet, seltsam "passiv".

Dann kommt ein eigentümlicher und eindrucksvoller Augenblick: Das Erwachen des Bewusstseins. Ich kann hier nur die Bilder/Empfindungen wiedergeben. Es ist vergleiichbar mit einem plötzlich glimmenden Funken, aber auch mit einem Fisch, der den Kopf über die Wasseroberfläche streckt und sich umsieht. Blitzartig erkennt man dass man existiert, und dass man einen Körper hat. Gleichzeitig erkennt man, dass man "niemand' ist ( da man ja noch keine Persönlichkeit hat). Das ergibt ein definitives und deutliches Gefühl der inneren Leere, verbunden mit dem Gefühl, dass diese Leere Gefüllt werden sollte. Man hat  keinen eigenen Willen. Der Körper reagiert reflexhaft und völlig losgelöst von einem "selbst". Ein Zeitgefühl existiert natürlich auch nicht. Das Bewusstsein bleibt nicht wach, sondern verschwindet wieder (" taucht wieder unter"), kommt kurz wieder zurück, verschwindet wieder usw. .

Der Vorgang der Geburt wird als "Ortswechsel" wahrgenommen. Danach wird das Kind auf den Kopf gestellt ("Ortswechsel").
Jemand schreit (abslut kein Willensakt - hat nichts mit einem selbst zu tun). Dann wird man der Mutter übergeben (Ortswechsel/Gefühl der Haut). An das Thema Nabelschnur kann ich mich übrigens nicht erinnern (war anscheinend nicht eindrucksvoll).

Faszinierend (aus dieser Perspektive) ist für mich die Wahrnehmung: Erkenntnis der eigenen Existenz, Erkenntnis der eigenen Persönlichkeit und gleichzeitig Nichtpersönlichkeit, ein Körper der vollkommen unabhängig von einem "selbst" reagiert. Diese Wahrnehmungen sind extrem intensiv (wahrscheinlich weil das Gehirn noch völlig leer ist).

Es ist das erste Mal, dass ich das so ausführlich beschreibe. Ich bewege mich nun auf das Rentenalter zu und habe ein ausgefülltes und  eigentlich recht gutes Leben hinter mir. Auch wenn ich nicht oft darüber nachgedacht habe, habe ich dieses Erlebnis nie vergessen.

Ich halte mich für einen sehr rationalen Menschen. Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob ich mir das nur eingebildet haben könnte, kam aber immer wieder zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall ist. Mit dieser Schilderung will ich nichts beweisen (keine Seelenwanderung, nichts), oder eine langwierige Diskussion über Pseudo-Erinnerungen lostreten (natürlich auch nicht verhindern). Wenn mir nicht geglaubt wird, ist das ok. Es interessiert mich einfach, ob andere ähnliche Erinnerungen haben.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:08
@kgersen
Liest sich spannend. Aber ob ich Dir das jetzt wirklich glaube?
Zitat von kgersenkgersen schrieb:Situationen, die mich stark beeindruckt haben vergesse icht nicht. Überhaupt nicht (was insgesamt gesehen eher von Nachteil ist).
Das glaube ich. In unserer Erinnerung verklärt sich ja doch so einiges, wahrscheinlich meint das Gehirn es nur gut. Von daher ist das wohl eher Fluch als Segen. ;)

Ich hatte als kleines Kind (ca. 2 Jahre) einen Unfall, der aber glimpflich aus ging. Diese Geschichte wurde natürlich bei jeder Familienfeier wieder und wieder erzählt, seit ich denken kann. Mittlerweile meine ich mich daran erinnern zu können, wie es passiert ist, wer wie reagiert oder gesagt hat usw. Das kann eigentlich nicht sein und ich denke, dass diese Erzählungen irgendwann zu "meinen Erinnerungen" wurden. Das sind wohl die Pseudoerinnerungen, die oben angesprochen wurden.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:12
Was vielleicht nocht interessant ist:

Ich erinnere mich auch daran, das ich mich als Kind ab und zu blitzartig wieder an meine Geburt erinnerte.  Ich habe seltsamerweise zu dieser Zeit nicht darüber nachgedacht, an was ich mich da erinnerte, obwohl es sehr intensiv war. Das Ganze war für mich schlicht lästig - störend. Ich wollte einfach Lego spielen, mit meinen Indianerfiguren spielen, was Jungs eben so tun. Es interessierte mich überhaupt nicht, wo die kleinen Kinder herkommen.

Nebenbei bemerkt: Ich habe meine Eltern als Erwachsener mit einigen (auch visuellen) Beschreibungen einiger Vorgänge aus frühester Kindheit verblüfft, die ich eigentlich nicht wissen konnte.  Das war für mich nichts Besonderes. Wie gesagt, wenn mich etwas sehr beeindruckt hat kann ich mich daran sehr genau erinnern, wie ein Recorder halt. Das gilt auch für mein Erwachsenenleben. Ich erinnere mich (sozusagen holographisch präzise) an viele schöne Ereignisse, aber halt auch an die schlechten Situationen (was eher quälend ist). An zahreiche Dinge erinnere ich mich aber auch gar nicht, vermutlich, weil sie mich nicht besonderfs beeindruckt haben.

Eins ist klar: Ich kann nicht beweisen, dass es sich nicht doch um Pseudoerinnerungen handelt. Kein Problem.

Ich selbst bin nach jahrelanger selbstkritischer Reflexion der Meinung, dass dies nicht der Fall ist.   Es ist vielmehr der erste (und wahrscheinlich) letzte Versuch, die vielleicht ungewöhnlichste Erfahrung, die ich je gemacht hat habe, mit anderen zu teilen.

Wenn es es nicht funktioniert, dann ist das eben so.

Viele Grüße
KGersen


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:14
ich kann mich noch genau erinnern!
es war an einem sonntag morgen, früh 04.00.uhr, in der
halbzeit des vorigen jahrhunderts.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:17
Wie kann man sich an die eigene Geburt erinnern?
Ich habe mein Bewusstsein erst, seit dem ich so ungefähr 2 Jahre alt bin, da gab es so Erlebnisse, an die ich mich noch schleierhaft erinnern kann.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:19
Zitat von kgersenkgersen schrieb: Es interessiert mich einfach, ob andere ähnliche Erinnerungen haben.
Sehr wahrscheinlich wird das so sein. Aber - und ich möchte Dir wirklich nicht zu nahe treten, auch wenn das so rüber kommen könnte - Menschen tauschen sich darüber aus, wie sie von Aliens entführt wurden und dass sie im vorletzten Leben Ludwig der XIV. oder Nofretete waren. Und nicht, weil sie sich gegenseitig veralbern wollen, sondern weil sie sich daran erinnern.
Ich halte so ein Vorgehen für gefährlich oder zumindest für frustrierend, weil es den Anschein von Bestätigung generiert.

Aber das musst Du wissen. Du hast Deine Wahrheit gefunden und die will ich Dir auch nicht weg nehmen.
Aber Diejenigen, die Dir Unglauben entgegen bringen, haben wahrscheinlich recht und Du wirst ihnen diesen Unglauben an Dich wahrscheinlich übel nehmen (bewusst oder unbewusst) und Dir damit das Leben schwerer machen. Und anderen, die wiederum durch Dich bestärkt werden vermutlich auch.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:24
@die Pandora
"Das glaube ich. In unserer Erinnerung verklärt sich ja doch so einiges, ...."

Eben nicht!!! Meine Erinnerungen (wenn vorhanden) umfassen immer nur kurze Situationen, die aber extrem präzise dargestellt werden , einschließlich aller Gefühle und Wahrnehmungen, die ich dabei hatte. Das ist eher von Nachteil, weil einem die die schlechten Augenblicke auch präsent bleiben (z. B. Augenblick einer Trennung). 
In einem Leben jedes Menschen (auch wenn es insgesamt gut verlaufen ist) gibt es viele Augenblicke, die man gerne vergessen würde. Ich brauche nur den "Film" zurückzuspulen (was ich natürlich möglichst vermeide). Vielleicht kommt das mit der verklärten Wahrnehmung ja noch.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:28
@kgersen
Ja, ich hab es verstanden. Deshalb schrieb ich ja: es ist eher Fluch als Segen für Dich.
Habe ich auch noch nie gehört, dass jemand solche Fähigkeiten wie Du hat. Zumindest kenne ich niemanden.
Und ich möchte auch nicht tauschen.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:30
@klein und grün
 Nur nebenbei: Ich bin Atheist und Ufo-Skeptiker!! Ich muss in meinem Leben auch nichts mehr beweisen (weder anderen noch mir selbst).  Ich erkenne aber auch, dass die Diskussion vielleicht doch nicht so sinnvoll ist. So gesehen ist das für mich eine wertvolle Information.
Gruß
KGersen


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:36
@pandora
In meinem Bekanntenkreis gelte ich als der Rationalste von allen und als der Nüchternste, der Wissenschaftlichste sowieso. Im Januar hatte ich meinen Sechzigsten Geburtstag. Da überlegt man schon mal, was man noch machen sollte oder will. Ich hatte einfach das Gefühl es könnte wertvoll sein.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:37
Zitat von kgersenkgersen schrieb:Eben nicht!!!
da muss ich leider noch was dazu sagen, weil es das "Kernproblem" ist und erklärt, warum Du Dir so sicher bist.

Kurz: Man kann gar nicht merken, wenn sich eine eigene Erinnerung verändert.
Man könnte es, wenn man die Erinnerung aufzeichnet, schreibgeschützt ablegt und irgend wann später die jeweils aktuelle Erinnerung mit der "Datensicherung" vergleicht.
Aber wenn Du Dich auf Deine Erinnerung verlässt, dann ist diese immer und zwingend Deine aktuelle Erinnerung. Du kannst sie nicht ins Verhältnis dazu setzen, wie du Dich vor einem Jahr an das Ereignis erinnert hast.

Wenn Du Dich heute daran erinnerst, dass Du bei Deinem ersten Kuss ein rotes Kleid mit weißen Punkten getragen hast und schwören könntest, dass das so war. Dass Du das Kleid vor Augen hast und jeden Lügendetektortest glänzend bestehst - Du könntest Dich vor einem Jahr daran erinnert haben, dass es blau war und gestreift. Und Du wenn Du das nicht detailliert aufgeschrieben hättest, hättest du nicht die kleinste Chance, diesen Erinnerungswechsel zu bemerken.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:39
@kgersen
Also ich glaube dir schon. Und wie du eine Erinnerungen beschreibst, darum beneide ich dich wirklich nicht. Ich stelle mir das schrecklich vor, sich an alle schlechten Sachen so genau zu erinnern.
Ich hab nur mal kurz Google gefragt, da findet man einiges zu dem Thema. Die Wissenschaft ist sich da auch uneinig ob solche Erinnerungen möglich sind. 


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:45
@kleinundgrüßn
Ich weiß: Das alte Problem des Roboters, der nicht wisen konnte, dass seine Software überschrieben wurde. Logisch: Das Ganze ist prinzipiell unbeweisbar.

Zu meinem erstenKuss: Ihre Bluse war rot, mit schwarzen Punkten. Die Hose war schwarz (eine Art Cord). Ihre Haare waren dunkelbraun und halblang geschnitten. Ihre Augen waren grau. Sie hatte eine kleine Zahnlücke, oben in der Mitte. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl auf den Lippen, auf meiner Zunge und meine Aufregung. Ich hielt meinen Kopf leicht schräg, nach rechts unten geneigt, weil sie kleiner war. Und es ist nie genau gleich mit einem anderen Menschen.


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Erinnerung an die eigene Geburt

17.02.2017 um 16:53
@lle
Ich muss jetzt Schluss machen, die Pflicht ruft. Wie gesagt, kein Problem, wenn ihr das für nicht glaubwürdig haltet. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen unterhalten und wünsche einen schönen Tag.
Viele Grüße
KGersen


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