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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

196 Beiträge, Schlüsselwörter: Einfamilienhaus, Wohnmöglichkeit, Eigentumswohnung, Art Zu Wohnen

Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

08.08.2017 um 22:14
Mostly_Harmles schrieb:Eine Hausratversicherung ist der größte Unfug den man machen kann.

Notwendig sind: Eine Haftpflicht für das Gebäude und eine Wohngebäudeversicherung mit entsprechender Absicherung der Risiken.
Auf die Erklärung bin ich gespannt. Klar, wenn du Geld im Überfluss hast dann kannst du dir Deinen kompletten Hausstand an Möbeln, Kleidung, Geräten etc. einfach neu kaufen wenn die komplette Bude mal absäuft. Ansonsten siehste alt aus.... Aber jeder wie er will....


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09.08.2017 um 15:10
Schön ist diese Ansammlung von Supermärkten, gekrönt von einem mordshässlichen Getreidesilo nun wahrlich nicht. Da bin ich froh, dass ich weitab im Aussenbereich wohne. Meine Nachbarn sind schwarz-weiss und sagen Muh statt Moin. Auf der anderen Strassenseite ist fast schon Dänemark, zwei Meere liegen fast vor der Tür. Ich wohne seit mehr als einem Vierteljahrhundert hier, umgeben von einer fünfstelligen Quadratmeterzahl Grundbesitz in einem uralten Haus (Baujahr ca. 1850, also noch zu Dänen-Zeiten), das eigentlich aber eher ein Fass ohne Boden ist. Noch lässt's sich aushalten.


Zum Thema Immobilien gab Meister Schmidt schon vor Jahrzehnten gute Tipps:

Youtube: DHSS - Am Schreibtisch 2 - Haralds Immobilientipps (Folge 906 - 05.04.2001)


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

09.08.2017 um 15:30
s..zwerg05 schrieb:Auch gegen Hochwasser- oder andere Elementarschäden kann ich mich versichern.
Je nach Gegend. Schau mal die Hochwasserfälle an: Da waren die Leute nicht glücklich, weil sie von den Versicherungen reihenweise neue Häuser bekamen. Denn da gab es genügend, die nicht versichert waren. Weil dort, wo Hochwasser wahrscheinlicher ist, die Beiträge exorbitant sind oder es gar keinen Versicherungsschutz gibt.
s..zwerg05 schrieb:Den Kardinalsfehler schlechthin hast Du nicht genannt: Marodes Dach in Verbindung mit fehlender Hausratversicherung.
Eine Hausratversicherung ist aber nicht "eigentumstypisch". Das ist gerade eine Versicherung, die unabhängig davon ist, ob das Haus Dir oder jemand anderem gehört.
s..zwerg05 schrieb:Unvorhergesehene Kosten kann es eigentlich nicht geben.
Wenn Du alles versicherst, was versicherungsfähig ist, sinkt das Risiko. Aber das musst Du halt auch bezahlen.
Und es ist beileibe nicht alles versicherbar.
Die Risiken sind natürlich nicht hoch - aber darum ging es nicht. Sie sind vorhanden und müssen in die Abwägung mit einbezogen werden.
Mostly_Harmles schrieb:Eine Hausratversicherung ist der größte Unfug den man machen kann.
Das hängt von Deinen verfügbaren Mitteln ab.
Wenn Du Deinen Hausrat im schlimmsten fall weitgehend ersetzen kannst, ist sie in der Tat eher unnötig. So wie eine Kaskoversicherung Deines Autos unnötig ist, wenn Du Dir - sollte mal was passieren - das Auto ersetzen kannst. Versicherungsbeiträge sind immer teurer, als wenn man das Risiko selbst trägt. Sonst würden Versicherungen keinen Gewinn machen.

Versicherungen sind sind nur in zwei Fällen sinnvoll:
a) bei existenzbedrohenden Schadensmöglichkeiten und
b) wenn man sich damit einen ruhigen Schlaf erkaufen möchte - also
s..zwerg05 schrieb:Klar, wenn du Geld im Überfluss hast
wenn man die Ausgaben fixiert haben möchte.
Das muss nicht im "Überfluss" vorhanden sein. Es genügt, wenn man die Kosten im schlimmsten Fall tragen könnte. Wann das gegeben ist, ist eine Versicherung nur noch bedingt sinnvoll.
Auf das Leben hoch gerechnet (prognostiziert) bedeutet das, dass man mit einer Versicherung mehr Geld verliert, dafür aber eine größere Sicherheit hat, wenig unvorhergesehene Kosten zu haben.


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09.08.2017 um 15:34
Eine Hausratversicherung ist auch in einem Mietwohnung sinnvoll. Auch da gibt's Einbrecher!


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09.08.2017 um 15:38
Keine Ahnung was ihr für Reichtümer zu hause habt, die einzig lohnenswerten sind Dinge die einen hohern persönlichen Wert aufweisen und den ersetzt keine Versicherung.


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09.08.2017 um 15:43
kleinundgrün schrieb: Auch gegen Hochwasser- oder andere Elementarschäden kann ich mich versichern.

Je nach Gegend. Schau mal die Hochwasserfälle an: Da waren die Leute nicht glücklich, weil sie von den Versicherungen reihenweise neue Häuser bekamen. Denn da gab es genügend, die nicht versichert waren. Weil dort, wo Hochwasser wahrscheinlicher ist, die Beiträge exorbitant sind oder es gar keinen Versicherungsschutz gibt.
Da gebe ich Dir Recht.
kleinundgrün schrieb:Eine Hausratversicherung ist aber nicht "eigentumstypisch". Das ist gerade eine Versicherung, die unabhängig davon ist, ob das Haus Dir oder jemand anderem gehört.
Korrekt. Dennoch etwas, das viele gar nicht wissen. Es kommt leider sehr oft vor, dass Eigentümer oder Mieter der Meinung sind, dass auch deren Hausrat durch die Gebäudeversicherung abgedeckt ist.
kleinundgrün schrieb:Wenn Du alles versicherst, was versicherungsfähig ist, sinkt das Risiko. Aber das musst Du halt auch bezahlen.
Und es ist beileibe nicht alles versicherbar.
Die Risiken sind natürlich nicht hoch - aber darum ging es nicht. Sie sind vorhanden und müssen in die Abwägung mit einbezogen werden.
Ich meinte hier auch nicht nur die Versicherungen. auch notwendige Instandhaltungs- oder Reparaturkosten. Das ist eigentlich so gut wie alles absehbar wenn man sich mit der Materie auseinandersetzt. Man darf eben nur nicht den Fehler machen zu glauben, dass man kostenfrei lebt, sobald die Wohnung abbezahlt ist...
kleinundgrün schrieb:Wenn Du Deinen Hausrat im schlimmsten fall weitgehend ersetzen kannst, ist sie in der Tat eher unnötig.
Ist Geschmackssache und eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass man immer wissen sollte, was gegen welche Risiken versichert ist. Und die Hausratversicherung ist wird von vielen eben völlig unterschätzt bzw. besteht oft der Irrglaube, dass eine Gebäudeversicherung den Hausrat mit einschließt. Solange man weiß was man tut, ist alles in Butter.
Mostly_Harmles schrieb:Keine Ahnung was ihr für Reichtümer zu hause habt, die einzig lohnenswerte sind Dinge die einen hohern persönlichen Wert aufweisen und den ersetzt keine Versicherung.
Ich persönlich habe auch keine großen, wertvollen Dinge. Eine ganz normale Wohnungseinrichtung. Wenn ich mir aber alleine mal meine Klamotten im Schrank, die Teppiche in der Wohnung, die Einbauküche, die Elektrogeräte, die Möbel etc. anschaue, dann kommt man ganz schnell auf einen Betrag von 10.000 EUR +

Ich persönlich versichere das alles gerne. Und - habe gerade mal nachgeschaut - meine Hausratversicherung kostet mich monatlich 6,38 EUR und hier ist zusätzlich noch eine Glasversicherung mit drin.


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09.08.2017 um 15:44
@Mostly_Harmles

Wer schon mal Opfer eines Einbruches wurde und für Polizei und Verischerung eine Liste der gestohlenen Gegenstände mit Kaufbelegen und/oder Wertangabe und möglichst genauer beschreibung oder Fotos erstellen durfte, ist spätestens dann überrascht, was sich so an Werten im Laufe eines Lebens in einer Wohnung versammeln kann.


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09.08.2017 um 15:45
@Mostly_Harmles
Wenn es nur um reichtümer gehen würde, wäre die sache ja klar. Es geht aber um grundlegendes. Eine neue küche nach wasserrohrbruch ist teuer. Erst recht, wenn man nicht nur die möbel und E-geräte tauschen muss, sondern auch noch den bodenbelag und tapeten. Ein feuer kann ebenfalls einen riesen schaden anrichten und das muss kein riesiger brand sein, der die ganze wohnung zerstört. Die rauchentwicklung sorgt schon dafür, dass auch möbel in anderen zimmern flöten gehen. Meine wohnung ist relativ spartanisch eingerichtet und selbst da komm ich rechnerisch schon auf meine 7.000€-8.000€ gesamtwert, die ich mir im fall der fälle, wenn über mir ein rohr platzt oder irgendwo in abwesenheit ein kabelbrand rumbruztelt, nicht mal eben auf einen schlag leisten könnte oder wollte.

Fehlende versicherungen schmerzen erst dann, wenn man sie braucht. Vorher sind sie alle unnötig.


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11.08.2017 um 00:13
Meine Wohngebäudeversicherung deckt sogar Schäden durch Lawinen ab. Das ist gerade in Nordfriesland sehr beruhigend.


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13.08.2017 um 01:47
@Doors
Aus Sicht der Versicherung macht das total Sinn. In den Alpen versichert dich keiner gegen Lawinen - das Risiko für die Versicherung ist zu groß.


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13.08.2017 um 11:03
Moin,
hatte lange überlegt, ob ich bei der Vielzahl an Antworten meinen Senf noch kundtun sollte.
CICADA3301 schrieb am 31.05.2017:Sicher kann es sein, dass ein Haus mehr Strom und Wasser verbraucht. Man hat ja immerhin Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss (in der Regel). Der Garten braucht auch mal Wasser usw.
Kann es daher sein, dass Leute sich eine Eigentumswohnung kaufen, weil sie damit "Geld sparen" im Vergleich zu einem Einfamilienhaus? Wie seht ihr das? Was wäre euch persönlich lieber?
Die Überlegungen finde ich alle samt wichtig, waren bei mir jedoch nicht der ausschlaggebende Punkt. Nun, die Suche erstreckte sich bei mir zu Beginn der abzeichneten Finanzkrise. Entgegen der gängigen Meinung wurde in der Finanzkrise auch kein Geld vernichtet, es wurde nur "umverteilt", aber diesen quatsch hört man immer wenn der Finanzmarkt nach unten sackt.

Zu dieser Zeit wollte ich/wir erstmal nur Eigentum, raus aus der unflexiblen Miete. Angesehen wurden dabei gute 7 Häuser und nochmal so viele Wohnungen, das in einem Zeithorizont von einem Jahr.
Das Objekt entspricht meiner idealen Vorstellung. Bungalow, vollunterkellert, freistehend, Garten den man von der Fläche als solches bezeichnen kann, Stellplatz, Garage. Die Lage, dörflich, Gebiet voll erschlossen, Altersstruktur durch weg gemischt. Sehr gute Infrastruktur (keine Bahn:)), hohe Wirtschaftskraft in der Region, zwei Großflughäfen in einer Stunde erreichbar (mit Bahn 0,5h), Naherholungsgebiete und Biosphärenreservat deutlich unter 0,5h erreichbar.
Aus verschiedenen Gründen sollte das Baujahr sich in dem Zeitraum von 75-85 erstrecken. Schadstoffrei durch Gutachten bestätigt, von den Vorbesitzern (Rentner in Trennung) so gepflegt, das keine Arbeiten notwendig waren. Nun renoviert wurde trotzdem, Garten neu angelegt, etc...Bungalow, auch für das Alter gut, eigentlich befindet sich alles wichtige auf einer Etage.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Buch eines Professors für allgemeine und internationale Ökonomen gelesen. Dieser widmete der spannenden Frage Eigentum, Wohnung, Haus mehrere Kapitel und stellte unter verschiedenen Annahme Vergleichs-Rechnungen mit anderen Anlageklassen auf. Eigentum schnitt dabei immer am schlechtesten ab und das Fazit: Nur eigenbewohnt, zur Selbstverwirklichung empfehlenswert. Hätte des Objekt nicht die persönlichen Bedürfnisse befriedigt, so hätte ich weiter in Miete gewohnt.

Bisher wurden in den Beiträgen interessante Aspekte angeführt. Nun jeder so wie er möchte, was er zu leisten im Stande ist und wie das Modell in die Lebensumstände (Arbeitsstelle, Beruf, Familie, Urlaub, Möglichkeit, etc.) passt. Die vielen Beiträge gegen eine Wohnung, waren auch unsers Grund, nicht in ein solches Objekt zu investieren.

Das mit den Einbrechern hatte ich auch mehrmals gelesen. Der Einbau einer professionelle Alarmanlagen kosten einmalig zwischen 5000€ und 10000€, hinzu kommen noch die Kosten für Meldezentrale und Wartung (pro Monat 15-20€). Soll Länder geben die das Fördern, ist die ausführende Firma VdS gelistet, gibt es Nachlass bei der Hausratversicherung.

In 7-10 Jahren gehe ich von deutlich fallenden Preisen aus. Dann laufen die Meisten Zinsbindungen, laut statistischem Bundesamt aus. Sollte sich das Zinsniveau verdoppelt haben, werden einige/viele Haushalte mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, eine Anschlissfinanzierung stemmen zu können. Auch die politischen Ansichten über den Diesel-„Skandal“ sollten nicht außer Acht gelassen werden. An der Technologie hängen in Deutschland (laut Ifo-Institut) in der Herstellung 600 000 Arbeitsplätze. Was einem Strukturwandel vergleichbar dem Wegfall der Schwerindustrie im Pott gleich käme, sollte die Technologie weiter totgequatscht werden.

Ich könnte nun weiter philosophieren oder spinnen…worauf ich gedanklich anspiele, dürfte klar sein.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

13.08.2017 um 14:27
Auch wenn man Reparaturen und Anschaffungen selbst stemmen muss, so kommt man ja wohl bei Eigentum (zumindest wenn es abbezahlt ist) deutlich besser weg als als Mieter, vor allem, da die Mieten ja in den letzten Jahren immer extremer angestiegen sind und es in den nächsten Jahren sicher nicht besser werden wird, eher das Gegenteil.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich der Mangel an Wohnraum der eben dazu führt, dass Mieten wie auch Immobilienpreise derzeit auf Rekordniveau liegen.

Und nicht jeder ist begeistert, links und rechts und oben und unten Nachbarn zu haben, da bietet Eigentum (Einfamilienhaus) doch wesentlich mehr Freiheiten und Ruhe. Mit einer Eigentumswohnung kann man nämlich auch ganz schön Probleme haben, erst recht, wenn man unangenehme Nachbarn hat.

Hab mal irgendwo ne Statistik gesehen, nach der der überwiegende Teil hier im Land lieber Eigentum hätte als zur Miete zu wohnen...


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

13.08.2017 um 14:50
Subhuman schrieb:Hab mal irgendwo ne Statistik gesehen, nach der der überwiegende Teil hier im Land lieber Eigentum hätte als zur Miete zu wohnen...
Allerdings ist der Anteil an Wohneigentum in der BRD deutlich niedriger als in anderen europäischen Ländern.

Momentan wissen wir, trotz aller Widrigkeiten, unsere Hütte noch sehr zu schätzen. Die Grundmauern stammen z.Tl. noch aus der Dänen-Zeit vor 1850, bezogen wurde es 1861 (Nein, nicht von mir!) und seitdem haben Generationen darin und daran um- und angebaut. Zeichnungen gibt es keine, jede Bohrung in der Wand ist ein Abenteuer (Strom? Gas? Wasser? Abwasser? Schatz? Mumie? Sprengstoff?) und die Unterhaltungs- und Energiekosten liegen irgendwo im Bereich von Schloss Neuschwanstein. Dafür ist es gross, hat ein riesiges Grundstück mit Löschteich und zahlreiche Nebengebäude. Auf die Frage "Wo bist Du?" darf bei uns niemand mit einem simplen "Hier!" antworten.



Ich finde auch, dass das Wohnen im Outback gewisse Vorteile hat. Wenn wir eine Gartenparty machen, gern mal mit Live-Bands und sehr vielen Menschen, dann ist da wenigstens niemand, der sich beklagt. Ich beschrieb dergleichen in meinem Blog.



Freitags bei den Friesen

Freitag früh im finstersten Friesland:

„Scha-hatz“, tönt es von irgendwoher aus dem Obergeschoss, „fährst Du noch mal schnell rein und holst Getränke?“ - „Rein“ bedeutet bei uns, aus dem Outback in diese um ein Getreidesilo drapierte Ansammlung von Supermärkten zu fahren, die eine Kleinstadt-Imitation im dänischen Grenzgebiet darstellt. Im Unterschied zu „in die Stadt“, was Hamburg bedeutet, etwa 200 km oder eine Eileensche Fahrstunde weit entfernt.

„Was soll ich holen?“ brülle ich zurück. - Es hat schon seine Vorteile, wenn man keine Nachbarn hat, die sich für die zwischenmenschliche Kommunikation im Hause interessieren. Unsere Nachbarn können uninteressiert und stoisch weiterhin ihr Gras kauen und ihre Fladen machen.
„Bier! George kommt!“ schallt es von oben.
„George wer?“
„Gitarren-George!“
Ich überreiße alle Menschen dieses Namens, die ich auf die Schnelle mit einer Gitarre in Verbindung bringe.
„George Harrison? Ich dachte der wäre tot. Der trinkt doch nix mehr.“
„Dullhead! George aus Dublin natürlich.“
„Ach der. Da sollte ein Kasten Flens knapp hinreichen.“
„Mit Band. Die kommen gerade aus Skandinavien zurück.“
Vor meinem geistigen Auge versammelt sich ein irisches Riverdance-Ensemble nebst großem Sinfonieorchester.
„Also viel Bier?“
„Viel. Du wirst zwei Mal fahren müssen.“

Madame schreitet die Treppe herab. Wahrscheinlich ist ihr das Brüllen bei der Hitze zu anstrengend. Sie zählt mit ihren Fingern: „Also, die sind zu acht, glaub' ich. Und dann habe ich noch ein paar Leute eingeladen. Eve, Leila und Birte, die Hansens, die Jörgensens aus Tondern, Schraders, Schröders, Meyer, Meier, Mayer, Maier, Schulze und Schultze, dann noch so ein nettes Paar aus Düsseldorf, das hier Urlaub macht, dann die Familie aus dem Irak, denen Cait Nachhilfe gibt“, irgendwann sind die Finger schon mehrfach belegt. Ich ergänze im Geiste: Die Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein, der Sportverein, die Fischer-Chöre, der Deutsche Bundestag, die Bundeswehr... Wie viele Chinesen gibt es aktuell?

Meine Eheliebste ist extrem kontaktstark und hat ein sagenhaftes Talent, alle möglichen und vor allem alle unmöglichen Menschen zu Spontan-Parties einzuladen. Das geht dann soweit, dass man in der Küche von einem Gast angesprochen wird. „Ich kenne hier keinen. Sie?“ Meine Antwort: „Ich kenne hier auch keinen – und ich bin der Gastgeber.“

Ihre Büro-Parties genießen einen gewissen legendären Ruf. Da versammeln sich Leute aus Wirtschaft, Politik, Kultur, obskure Partyanimals und ein paar Obdachlose, die dann die Reste abräumen. Weil sie nicht überall gleichzeitig smalltalken kann, weist sie mir dann Zielpersonen zu:
„Guck mal, das da hinten ist Dr. Geldsack vom Bankhaus Geldsack, Zaster, Kohle und Sohn. Bedeutende Hamburger Privatbank. Da haben wir ein Konto eröffnet. Macht sich auf dem Briefbogen besser als Volksbank oder Sparkasse. Red' mal mit ihm.“ Okay, wozu ist man Medienmann, irgendwas wird mir schon einfallen. „Na, Geldsack, oller Bilanzfälscher, was macht das Spekulationsgeschäft. Kommste auch in den Knast wie Dirk Jens von der HSH?“ Na gut, irgendwie habe ich es dann doch anders angefangen und wir waren in eine stundenlange Fachsimpelei über Modelleisenbahnen vertieft. Epoche II, falls das jemandem was sagt. Nicht, dass ich mich da ausgekannt hätte – aber man muss die Leute manchmal einfach nur „einschalten“ und dann reden sie über ihre geheimsten Laster. Jetzt weiß ich, dass Dr. Geldsack eine riesige Anlage im Keller seiner Villa hat. Märklin-, nicht Kapitalanlage.

„Nimm Rod zum Einladen mit. Ach ja, und dann kommt noch...“ Da sind Vater und Sohn schon im Auto. Während die Dame des Hauses Finger zählend hinterher läuft, fahren wir vom Hof. Prompt klingelt das Handy. Rod geht ran, ich fahre schließlich. „Mama!“ Ich höre, wie sie munter weitere Namen abspult, bis sie knapp die Gesamteinwohnerschaft des dünn besiedelten Südtondern inklusive einiger Touristen aufgelistet hat. Ich höre nicht zu, Rod kurbelt das Fenster runter, hält das Handy raus und lässt seine Mutter die Kühe beschallen, die gleichmütig weiter Gras widerkäuen. „Frag sie mal, ob wir auch noch 2.000 Bratwürstchen und einen Tanklaster voll Senf holen müssen ...“ „Denk auch an Saft und Cola, die Kinder haben auch noch Freunde eingeladen!“ tönt es aus dem Telefon. Ich addiere die Gesamtschülerzahl des Kreises Nordfriesland. „Nein, Essen brauchen wir nicht. Wiebke. Partyservice. Höchstens was für's Frühstück.“ Wiebke ist so ein bedauernswertes Geschöpf von Fleischereifachverkäuferin, bei dem der Beruf auf das körperliche Erscheinungsbild abgefärbt hat. Und sie ist offenbar unsterblich in meine Frau verschossen. Sagt diese zumindest. Folglich greifen wir auf ihren Arbeitgeber in einem entfernteren Ort zurück. Wiebke managt dann das Catering und himmelt meine Frau an. Dafür kostet das nichts extra. Das Managen, nicht das Anhimmeln.

Als wir auf den Parkplatz des Getränkemarktes rollen, tönt es immer noch aus dem Handy „Die Jörgensens bringen Kuchen mit. Sven und sein Mann auch. Ich glaube, die Priester auch noch.“ „Priester?“ „Na, dann eben Pfarrer oder Pastoren oder wie die bei den Protestanten heißen.“ Ach, sie meint Uwe und Christiane. Uwe ist Pastor in einer Hamburger Randgemeinde, so ein Zauselbart mit Sandalen und Wandergitarre. Seine Frau sieht aus wie das Bild, das einem bei dem Begriff „ernster Bibelforscher“ vor dem geistigen Auge entsteht. Sehr grau, sehr bebrillt, sehr streng, sehr gläubig. Eine fromme Trockenpflaume. Wahrscheinlich backt sie staubtrockenen Sandkuchen.

Mein Sohn und ich karren zwei Volvo-Ladungen Flens auf den Hof, plus etwas Cola und eine Kollektion leckerer Steinmeier-Säfte aus der Region. „Deine Schwester kommt auch!“ schallt es zur Begrüßung. „Ist die schon wieder draußen? Bringt sie etwa jemanden mit? Hat sie gerade wieder ihre manische Phase?“ Na, das kann ja lustig werden. Inzwischen trudeln die ersten Kinder mit Fahrrädern ein. Los, Bierkisten schleppen. Trainingswoche Jugendalkoholismus. Ab in die Scheune. „Ich hab' mit dem Mann vom Getränkeladen Kommission vereinbart. Den Rest nimmt er zurück.“ „Rest? Welchen Rest?“ antwortet die Frau, die ihre Pappenheimer kennt.

So langsam füllt sich der Wiesen-Parkplatz hinter den Gebäuden. Putz-Perle Olga nebst Mann Waldemar, der eigentlich Vladimir heißt, oder wie meine pubertierende Tochter kichert „Vlad der Pfähler“. Leila und Birte nebst ein paar Kollegen aus dem Seuchenhaus, Evanne, Geschäftspartnerin und Freundin meiner Frau nebst einem deplatziert wirkenden schweigsamen spanischen Anzugträger, der aber irgendwie wichtig sein soll – alle werden zum Gartenmöbel schleppen, Gläser spülen, Servietten falten und sonstigen gastronomischen Hilfstätigkeiten heran gezogen. Heiß ist es. Birte befreit sich kurzentschlossen von ihrem T-Shirt, unter dem sie nichts weiter trägt, woraufhin der schweigsame Spanier sich die Krawatte lockert und ihr emsiger beim Stühle tragen zur Hand geht. Allerdings guckt er natürlich nicht da hin, wo er hinläuft, und torft folglich überall gegen, was meine Kinder und ihre Freunde höchst erheiternd finden. Ich glaube ohnehin, die Freunde unserer Kinder betrachten unser Familienleben als so eine Mischung aus Hansapark, Zoo und Hamburg Dungeon.

„Sie kommen!“ brüllt der Ausguck vom Giebelfenster. Ein Kleinbus, ein Wohnmobil von Einfamilienhausgröße und ein veritabler LKW rollen auf den Hof. Der Truck rasiert ein paar Kastanienzweige. Glücklicherweise ist die Wiese hinter der Scheune staubtrocken. Sonst könnte es eng werden für ein paar Tonnen Equipment. Der Hof füllt sich mit Bandmitgliedern, allesamt Herren und Damen leicht fortgeschrittenen Alters, zumindest sehen sie so aus. Rock lässt einen rapide altern. Vor allem auf Tour. Mehrsprachiges Begrüßen, Umarmen von schwitzigen dicklichen Damen und fusselbärtigen Herren, Vorstellungen von Namen, die ich gleich wieder vergesse. Okay, der ist George. Aber wer war jetzt Ian? Wer Sean? Ist Toddy der Roadie? Mary Anne die mit den Riesenohrringen oder die mit dem breiten Busen? Egal, herzlich willkommen. Nehmt Platz, hier habt ihr ein Bier. Erzählt. Wie war's in Skandinavien. Während sich die Unterhaltung darum dreht, ob das Publikum in Göteborg oder Stockholm besser war, warum in Skandinavien das Bier so teuer ist und wer wo die Kabel der Verstärkeranlage verdaddelt hat, trudeln immer mehr Leute ein.

Wiebke bringt einen Kleinlaster mit Fressalien, die avisierten Kuchenlieferanten Berge von Kuchen und Torten (zur jütländischen Tortenkultur vgl. Siegfried Lenz) und einige schleppen noch Salate, Puddings, Eis oder Essensreste vom Vormonat an.

Inzwischen ist auch meine Schwester Sonja aufgeschlagen. Okay, manische Phase. Schwer geschwätzig und in ihrer schwarzen, hm ja, „Arbeitskleidung“. Damit stiehlt sie Birte natürlich die Show und der schweigsame aber wichtige Spanier wird den ganzen Abend nicht mehr von Sonnys Seite weichen.

Grob überschlägig dürften jetzt an die hundert Leute versammelt sein. Alles isst und trinkt, redet und trinkt, lacht und trinkt. Es sieht aus, als hätten die Anonymen Alkoholiker in Schleswig-Holstein den kollektiven Rückfall beschlossen. Wenn man, wie ich, keinen Alkohol mehr trinkt, fühlt man sich mit fortschreitendem Promillepegel der anderen mehr und mehr in ein Paralleluniversum entrückt. Alle anderen sind in ihrem Suff scheinbar vollkommen normal, nur man selbst benimmt sich merkwürdig.

Zu fortgeschrittener Stunde wird ein spontanes Livekonzert beschlossen. Unplugged. Zum Pluggen sind die Musiker schon zu angedröhnt. Höhepunkt ist die Darbietung irischer Rebellen-Lieder zum Flenskorken-Ploppen und Flaschenhalsblasen. „We will take some of these bottles home.“ Wenn also irgendwann auf CDs ein neues Instrument namens Northern German Beerbottle zu hören ist, dann wurde hier der Grundstein gelegt.

Die minderjährigen Gäste sind schon heim geradelt, wurden von besorgten Eltern abgeholt („Aber ihr esst jeder noch ein, zwei Kilo Kuchen, ja?“) oder sind schon in ihre Zelte auf der Wiese gekrochen, um sich dort von Mücken fressen zu lassen. Auf dem Hof sind keine Mücken mehr. Die Qualmwolken sind zu dicht.

Die ersten erwachsenen Weicheier verpieseln sich. Wir müssen morgen früh raus, außerdem kommt was langweiliges im Fernsehen. Selbst Kinderlose haben plötzlich Kinder, die sie nicht allein lassen können, man kennt das.

Im internationalen Kampftrinken zwischen BRD, Irland, Russland, Dänemark, Frankreich, Spanien und dem Irak können jetzt die Siegerehrungen vorgenommen werden. Der Irak wurde von seiner Ehefrau disqualifiziert, Spanien war hormonell gedopt (Sonja), Frankreich ist eingeschlafen (wie immer), Russland zu 50% vom Stuhl gefallen (Vlad). Platz eins geht klar an Irland, trotz Ausfällen („Ich geh mal eben das Porzellan füttern“), Platz zwei an Dänemark (medizinisch geschulte Kampftrinker aus dem Großraum Esbjerg), Platz drei knapp an das deutsche Team, aber auch nur dank einer irischstämmigen Expertin).

Langsam wird es über dem Wettkampfgelände hell. Wer noch kriechen kann, sucht sich einen Schlafplatz im Haus, im Zelt, im Wohnmobil oder auf einem Gartenmöbel. Das letzte, woran ich mich erinnern kann, waren Sonja und der Spanier auf einem Gartentisch. Der schweigsame Gast trug dabei nur noch seine Krawatte. Ich sag's ja: Manische Phase.

Never to old to rock'n'roll!

Wie sagte mir der Roadie (hiess der nun wirklich Toddy?):

If it is dry – smoke it.
If it is wet – drink it.
If it moves – fuck it.
If it doesn't move – just throw it on the truck.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

13.02.2019 um 18:45
@Doors
Was für "Vorteile" hätte deiner Meinung nach denn eine Eigentumswohnung gegenüber einer Mietwohnung?
Bei einer Eigentumswohnung hat man ja nur die normalen Nebenkosten soweit ich weiß. Also Strom, Wasser, Abfall usw.
Aber angeblich soll man ja auch "Zur Kasse gebeten" werden, wenn am Haus eine Neuerung gemacht wird, oder?


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13.02.2019 um 19:11
CICADA3301 schrieb:Aber angeblich soll man ja auch "Zur Kasse gebeten" werden, wenn am Haus eine Neuerung gemacht wird, oder?
Ja, wenn die Eigentümerversammlung dies mehrheitlich beschliesst, dann muss man sich beteiligen.

Ich sage immer: Eine Eigentumswohnung vereint die Nachteile eines eigenen Hauses mit denen einer Mietwohnung, ohne die jeweiligen Vorteile zu verknüpfen.

Daher habe ich ein eigenes Haus.


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13.02.2019 um 19:15
@Doors
Okay. Ein eigenes Haus hätte auch so seine Vorteile. Vor allem wenn man ein gutes Grundstück hat und eventuell sogar eine eigene Garage die mit den Haus integriert ist :D
Aber mit einen Haus hat man mehr Nebenkosten als mit einer Eigentumswohnung oder? Also im Bezug auf Strom und Heizung oder irre ich mich da?


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13.02.2019 um 19:19
CICADA3301 schrieb:Aber mit einen Haus hat man mehr Nebenkosten als mit einer Eigentumswohnung oder? Also im Bezug auf Strom und Heizung oder irre ich mich da?
Muss nicht...ich habe ein Passivhaus...es ist billiger im Unterhalt wie eine Wohnung, war aber teuerer im Bau.
Aber auf die Betriebsdauer von 30-40J bestimmt günstiger.


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13.02.2019 um 19:29
CICADA3301 schrieb:Aber mit einen Haus hat man mehr Nebenkosten als mit einer Eigentumswohnung oder? Also im Bezug auf Strom und Heizung oder irre ich mich da?
Das hängt ganz von Deinem Haus ab. Grösse, Baujahr, Lage, Dämmung, Heizungsart - da gibt es viele Faktoren.
In einer Eigentumswohnung ist das nicht anders. Wohnst Du in einem gut isolierten energieeffizienten Neubau mitten zwischen anderen Wohnungen, hast Du deutlich geringere Heizkosten, als wenn Deine Eigentumswohnung in einem Reihenhaus mit papierdünnen Wänden und Einfachverglasung aus den 1950ern ist oder gar in einem Gründerzeitaltbau mit vier Meter hohen Decken in Einzellage.



@corky

So ein Passivhaus ist eine feine Sache. Würde ich noch mal bauen wollen/können, dann sicherlich so etwas. Aber ich hänge nun mal an meiner Uraltbude im windigen hohen Norden. Das ist eher ein Aktivhaus. Aber bei den Reparaturarbeiten wird mir auch warm - und ganz heiss, wenn ich auf meinen Kontostand schaue.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

13.02.2019 um 21:52
Ich glaube, dass einen eine "Wohnbiographie" auch prägen kann (nicht muss). Bei mir entdecke ich so Elemente - als ich in der Grundschule war wurde bei uns daheim einmal eingebrochen - am Tag. Ich war alleine daheim und habe sehr irrational reagiert - ich bin hingelaufen, sah den Typen, der sich auch erschrocken hat, durchs Fenster und habe mich in der Wohnung versteckt .... Ich hatte Jahre an dem Erlebnis zu knabbern und hatte immer Angst, dass noch jemand da war. Als Konsequenz habe ich immer kleine und sehr überschaubare Studizimmer ausgesucht - nach Möglichkeit auch nie im Erdgeschoss oder im 1. Stock. Ich mag daher Räume, die auf einen Blick überschaubar sind "bin nicht allein". Wir haben von einem Freund meines Vaters ein Einfamilienhaus zum Superpreis angeboten bekommen - aber es lag etwas außerhalb. Mit Kindern ein absoluter Traum ... aber ich konnte mir nicht vorstellen, in dem Haus entspannt alleine zu sein. Das war dann wirklich der Grund, weshalb wir es nicht gekauft haben. Ich mag es, wenn ich etwas Leben höre - Ärger kann es in jeder Wohnform geben. Wir wohnen in einer sehr hellhörigen Doppelhaushälfte und ich höre die Nachbarn reden, etc. Das mag ich total gerne ...

Ich habe über 10 Jahre in irgendwelchen engen WG Zimmern gelebt und daher bin ich da anspruchslos ... ich könnte mir auch nicht vorstellen, alleine in acht Zimmern oder so zu wohnen, ich habe gerne wenig "Ballast". 10 Jahre lang hat mein Besitz in zwei Umzugskartons gepasst und ich habe mich damit so frei gefühlt ....

Ich finde, dass ein Haus/ Wohnung auch sowas wie ein Gebrauchsgegenstand ist. Ich kann auch völlig emotionslos ein Auto kaufen. Ich wohne nun halt hier, ist gemütlich eingerichtet und ich mag die Nachbarn und auch die Gelegenheit auf einen Plausch mit ihnen. Ich habe jahrelang im Haus meines Großvaters gelebt, den habe ich schon als Kind wahnsinnig geliebt und es war sehr schwer, als er gestorben ist. Das Haus wurde irgendwann verkauft (ich hätte alles dran gesetzt, es zu kaufen, aber der Deal wurde über meinen Kopf hinweg gemacht) und abgerissen. Irgendwie war es eine Weile, wie wenn er nochmals gestorben wäre, als ob das letzte Band reißt. Zu meinem jetzigen Haus habe ich keine emotionale Beziehung, es ist nach pragmatischen Gründen ausgesucht und eingerichtet.

Ich reise gerne und möchte mir auch keine Sorgen machen müssen, ob ich mir das Haus leisten kann ... ich möchte auch nicht für mein Haus von der Bank "versklavt" sein ... daher haben wir auch nicht das Maximum ausgeschöpft.


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13.02.2019 um 22:22
Mostly_Harmles schrieb am 09.08.2017:Keine Ahnung was ihr für Reichtümer zu hause habt, die einzig lohnenswerten sind Dinge die einen hohern persönlichen Wert aufweisen und den ersetzt keine Versicherung.
Möbel, Fernseher, diverse Elektronik. Allein meine Armbanduhr hat über 4.000 Euro gekostet. Wohnst Du in einem leeren Einraumappartement mit Apfelsinenkisten als Möbelersatz?


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