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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

196 Beiträge, Schlüsselwörter: Einfamilienhaus, Art Zu Wohnen, Wohnmöglichkeit, Eigentumswohnung

Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

13.02.2019 um 22:25
Nachtrag: auch mein Fahrrad ist über die Hausrat versichert...


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

14.02.2019 um 13:56
Doors schrieb:Ja, wenn die Eigentümerversammlung dies mehrheitlich beschliesst, dann muss man sich beteiligen.

Ich sage immer: Eine Eigentumswohnung vereint die Nachteile eines eigenen Hauses mit denen einer Mietwohnung, ohne die jeweiligen Vorteile zu verknüpfen.
Ein Eigentumswohnung hat auch Vorteile, wenn man z. B. in der Innenstadt wohnen möchte. Ich kenne viele, die mit 60+ nicht mehr auf dem Land wohnen wollen, sondern dort, wo man Kontakt zu anderen Leuten hat und etwas unternehmen kann, wie z. B. Cafes und Kneipen Biblitheken, Museen etc. mit der Straßenbahn oder noch besser mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen.

Aber - es kommt immer auf die Hausgemeinschaft ab und damit meine ich jetzt nicht, dass man mit den Nachbarn im Haus nicht klarkommt. Viele Besitzer von Eigentunswohnungen nutzen diese garnicht selbst, sondern haben sie als Kapitalanlage und um an den Mieteinnahmen zu verdienen gekauft. Die wollen natürlich "Steuern sparen". Deshalb muss bei denen immer etwas renoviert werden, egal ob es notwendig ist oder nicht. Wenn man Steuern sparen kann, ist für manche nichts zu teuer und nichts zu unsinnig.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

14.02.2019 um 15:00
roadcaptain schrieb:Ein Eigentumswohnung hat auch Vorteile, wenn man z. B. in der Innenstadt wohnen möchte. Ich kenne viele, die mit 60+ nicht mehr auf dem Land wohnen wollen, sondern dort, wo man Kontakt zu anderen Leuten hat und etwas unternehmen kann, wie z. B. Cafes und Kneipen Biblitheken, Museen etc. mit der Straßenbahn oder noch besser mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen.
Ich würde die Eigentumswohnung auch nicht so "schlechtreden", auch nicht die auf den Land. Kommt immer drauf an. Ich kenne Leute, die haben richtig Glück, eine tolle Hausgemeinschaft. Die Nebenkosten sind vergleichbar hoch, aber du musst dich dafür um nichts kümmern. Kommt so auf den einzelnen an ... Gerade so alte Leutchen ... Kinder sind weg, Haus viel zu groß, etwas außerhalb bekommen aufgrund dieser "Lifestyle"entscheidung nicht selten Probleme. Der Vorteil der Eigentumswohnung ist auch, dass man wirklich alles auf einem Stockwerk hat, gerade, wenn die Mobilität abnimmt, ist das auch ein großer Vorteil. Und du hast Leute um dich herum ... Kann ein Nachteil sein, aber auch ein Vorteil.

Der Vorteil bei Eigentum ist immer, dass man entscheidet. Wir haben völlig überraschend nach 20 Jahren Miete die Eigenbedarfskündigung bekommen und erst mal richtig doof geschaut, v.a. im jetzigen Wohnungsmarkt. Wenn dir das Ding gehört, dann kannst du eben auch renovieren, wie du willst, ohne den Vermieter zu fragen, du gönnst dir vielleicht auch mal ein paar exklusivere Bodenbeläge, kannst das Bad so machen, wie du willst.

Gerade bei Eigentumswohnungen ist es ja auch so, dass, wenn die Eigentümer "sound" sind, auch vernünftige Dinge entschieden werden. Vorteil ist auch, dass, wenn was Doofes passiert (z.B. Miteigentümer klagt), die Kosten durch die Anzahl der Eigentümer geht. Wenn dir der Garten fehlt, ist es oft so, dass du dann eben einen Schrebergarten dazumieten kannst - hast du keine Lust mehr oder kannst nicht mehr, kannst du den wieder aufgeben.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

14.02.2019 um 15:04
Ich kenne beide Wohnmodelle und beide haben Vor- und Nachteile

Eigenes Haus: Du hast echt einen eigenen Bereich für Dich. Aber wenn das Dach leckt, die Heizung keinen Piep sagt, zahlst Du 100%

ETW: Du wohnst wie ein Mieter, Du hast ggf die gleichen Späßken mit 'nicht die Gummistiefel ins Treppenhaus', Du musst zu den oft gruselig langweiligen Eigentümerversammlungen und wenn die anderen Herrschaften beschließen, das Dach neu zu dämmen, zahlst Du mit, ob Du gerade willst oder nicht. Allerdings zahlst Du nur einen Anteil. Du kannst selbst die Fenstergestaltung betreffend praktisch nichts selbst eintscheiden, fast wie ein Mieter, Du musst Dich letztlich einer ET-Gemeinschaft beugen. Wenn die zerstritten ist, was oft der Fall ist, kann es echt eklig werden. Aber eine ETW ist oft auf einer Ebene, was schön sein kann, ein Reihenhaus hat dagegen oft viele Treppen. Der Hauptvorteil: Wer sehr oft verreist, hinterläßt kein komplett leeres Haus.


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14.02.2019 um 15:15
Das ist halt einfach Geschmackssache und hängt davon ab wie man sein Leben leben möchte.

Mein Freund und ich hätten gerne ein freistehendes Haus mit großem Garten. Wir sind halt noch jung, möchten vielleicht mal Kinder haben. Da wäre sowas schon schöner, als eine Wohnung in einem Haus mit mehreren Mitbewohnern. Aber da hat man halt auch mehr Arbeit. Muss den Garten und das Haus in Stand halten. Bei ner Wohnung ist das halt doch anders.

Wenn ich mir so meine Mutter anschaue. Sie lebt alleine, ist über 60. Da macht man sich schon langsam Gedanken, wie das in Zukunft so wird. Da ist eine kleinere Wohnung, vielleicht in einer Stadt, wo nötige Geschäfte gleich in der Nähe sind, schon sinnvoller.


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14.02.2019 um 15:37
Meine Eltern haben sich vor Jahren eine eigentums Wohnung gekauft.
Wenn ich die irgendwann Erbe werde ich sie vermieten so bekommt man auf jeden fall noch was Geld jeden Monat.


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14.02.2019 um 16:01
ich würde schon ganz gerne aus den Gründen, die oben genannt habe in eine Eigentumswohnung in einem Haus mit "Charakter" in der Innenstadt ziehen. Das Haus in einem Außenbezirk, das und gehört und in dem wir jetzt wohnen, ist auch zu groß für meine Frau und mich. Für solch ein Haus in einem Außenbezirk bekommt man vielleicht so viel Geld, wie eine Eigentumswohnung in der Innenstadt mit einem gewissen Standard, wie z. B. einem Aufzug kosten würde. Bei unserem Haus, das etwa 30 Jahre alt ist, sind gewisse Reparaturen und Wartungsarbeiten notwendig. Da sind aber keine großen finanziellen Überaschungen zu erwarten.

Anders kann das bei einer Eigentumswohnung sein: Ein Bekannter ist in so ein Haus in einem Stadtteil gezogen, wie ich es mir vorstelle. Das Haus machte von der Bausubstanz her einen guten Eindruck, was er als Bauingenieur auch beurteilen kann. Umfangreiche Reparaturen waren nicht zu erwarten.

Er ist dort der einzige Eigentümer, der selbst in seiner Eigentumswohnung wohnt. Die anderen 5 Wohnungen sind vermietet. Nachdem er ein Jahr lang dort wohnte, wurde von den anderen Eigentümern beschlossen, das Dach neu zu einzudecken - wohl um Steuern zu sparen. Bei diesem Haus aus der Gründerzeit ist das nicht billig, auch wenn die Kosten durch 5 geteilt werden. Es ist bitter für jemanden, der glaubt, gerade aus den Schulden raus zu sein, weil er das für die Eigentumswohnung verkaufte Eigenheim abbezahlt hat, wenn er dann wieder einen Kredit aufnehmen muss, um anderen beim "Steuern sparen" zu helfen.


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14.02.2019 um 16:29
roadcaptain schrieb:Die anderen 5 Wohnungen sind vermietet.
Kenne auch jemanden, der jahrelang die Krise geschoben hat, weil er in einem Block wohnte, wo es nur profitorientierte Privatvermieter waren, die immer alles an Sanierung abgelehnt haben.

Das kann dir aber auch in anderen Wohnsituationen passieren ... hier gibt es so "Billigreihenhäuser ohne Keller", die eine Gemeinschaftsheizanlage haben - wenn da ein Häuslebesitzer zahlungsunfähig ist, müssen die anderen für den erst mal das Heizöl vorstrecken und dann versuchen, wieder einzutreiben - sonst sitzen alle im Kalten. Hier in der Straße gabs auch mal eine demenzkranke Frau, die in schlechten Phasen oft nackt durch die Nachbarschaft spaziert ist ... war auch nicht so lustig. Uns gegenüber (Einzelhäuser mit riesigen Grundstücken) haben sich auch zwei Rentner bis aufs Blut verkracht - obwohl mindestens 15m Abstand zwischen den Häusern sind.

Es kommt wirklich auf den eigenen Geldbeutel, die Prioritäten und Interessenlage an. Wenn du Konzertpianist bist - dann bekommst du in einer ETW Wohnung vermutlich schnell Stress, anders, wenn du Beruf und Privates trennst und deinen Übungsraum auslagerst. Wenn Leute dicht aufeinanderwohnen, kann es mehr Stress geben - muss aber nicht.

Wie gesagt, Freunde von uns wohnen in einer ETW, wo man wirklich nach den Nachbarn schaut, der alten Nachbarin bei Glatteis die Einkäufe mitbringt, etc. etc.

Mitunter reicht schon ein Ding, damit Leute ausflippen bzw Leute stellen sich Dinge auch anders vor. Hier gab es einen Fall - Bauernhof, total idyllisch in einem einsamen Tal - an einem öffentlichen Wanderweg. Gekauft wurde der Hof im Winter, da war wandern wohl nicht so in und wurde von den neuen Besitzern gar nicht so wahrgenommen, im Sommer hat man festgestellt, dass da bis zu 200 Leute am Tag (und in der Nacht, verband nämlich Kaff A mit B, so als Schleichweg) vorbei kamen. Die Besitzer haben dann ewig mit der Gemeinde prozessiert, der Wanderweg wurde umgeleitet, sie hatten dann scharfe Hunde ... all das hat sie im Dorf nicht beliebt gemacht und ziemlich schnell wurde aus dem "weg von allem" ein totaler Albtraum, weil von allem ausgeschlossen. Endete damit, dass man den Hof sehr schnell aufgab - der neue Besitzer hat eine kleine Gastro aufgemacht und freut sich über jeden, der vorbeikommt und ein Bauernhofeis kauft ... so unterschiedlich gehen Leute mit der gleiche Situation um.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

14.02.2019 um 16:49
@missmary
wer Streit sucht, der bekommt ihn oft auch und wer ihm aus dem Wege gehen will, der schafft das meistens auch. Beispiele findet man da immer und was den einen stört, ist dem anderen egal. Ich kenne einen, der großen Wert darauf legt, in einer ruhigen Wohngegend zu wohnen - und sich jedesmal aufregt, wenn man ein Auto vorbeifährt. Für so einen muss es doch die Hölle sein, am Meer zu wohnen, wo ständig die Wellen rauschen ... dieser Lärm!

Aber bei den Leuten, die in ihre nicht selbst benutzte Eigentumswohnung investieren, ist es ja etwas anderes. Die glauben, etwas Gutes zu tun. Das Geld aus den Mieteinnahmen verprasst man natürlich nicht für Urlaub, ein neues Auto oder sonstwas. Aber was soll man damit tun? Das Zinsniveau ist niedriger als die Inflationsrate - also wenn das Geld nicht weniger werden soll, kommt das Bankkonto schonmal garnicht in Frage. Aktien sind zu unsicher. Also steckt man es irgendwie in die Eigenthumswohnung, denn die gewinnt ja mindestens in dem Maße an Wert, wie man in sie investiert - und darüber hinaus spart man Steuern. Das ist immer gut.


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BenJo
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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

14.02.2019 um 21:11
Ich halte von beidem nicht viel und brauche dies auch nicht
Es gibt interessanteres/wichtigeres

1 sollte man Handwerklich etwas bewandert sein (was ich nicht bin und auch kein Interesse daran habe, alles machen lassen wird zu teuer)
2 ist man je nach Zahlung immer angewiesen Arbeiten zu gehen (wenn Raten offen sein sollten außer es ist abbezahlt)
3 je nach Familienstand bringt dies nur Ärger bei einer Trennung/Scheidung, was man sich locker ersparen kann oder man hat erst ein
abbezahltes Haus und dann eine Frau (um so einfacher bei einer Trennung, da es nur dem Inhaber seins ist)
4 je nach Branche der Arbeit bspw auf Montage braucht man sowas erst recht nicht

Gibt genügend Punkte die dagegen sprechen


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 13:52
Wow, ich bin wirklich überrascht, wenn ich hier einige Beiträge lese. In meinem Umfeld höre ich nichts anderes wie ‚kaufen‘, ‚In Miete zu wohnen ist schlecht‘, ,man will doch irgendwann sein eigenes haben‘,... So als ob es völlig außer Frage steht, dass kaufen die bessere Option ist und jeder, der in Miete wohnt, auf Dauer nicht glücklich sein kann.

Im Moment wohne ich mit meinem Freund noch in Miete. Meine Oma hat ein Haus, da wohnen im Moment noch Leute zur Miete drin und da wollen wir dann später mal einziehen. Je nachdem ob Kinder dazukommen, wäre das dann das ganze Haus oder nur eine Wohnung von den beiden.

Ich finde den Aspekt mit dem gebunden sein sehr interessant und auch der, dass Eigentum nicht unbedingt Glück sondern auch Sorgen bedeuten kann.

Tendenziell, wenn es um Eigentum geht, würde ich spontan auch sagen, dass ein Haus besser ist, aber da spielen viele Faktoren wie Geld und z.B. Kinder eine Rolle. Ich würde für mich und meinen Partner sagen, dass wir kein Haus für uns beide brauchen, wenn wir keine Kinder haben. Da finde ich auch das Thema Minimalismus sehr interessant. Denn mit mehr Platz häufen sich auch immer mehr Dinge an, die man nicht brauchen kann. Je weniger Platz desto mehr beschränkt man sich auch auf die Dinge, die man wirklich braucht und das mag ich.

Generell sage ich aber, dass es mir eigentlich nicht so wichtig ist, ob ich in Miete oder im eigenen wohne. Heutzutage muss man froh sein, wenn man was bezahlbares findet, worin man sich wohl fühlt und nicht ständig Geldsorgen zu haben.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 14:19
Also bei den heutigen Mieten ist Eigentum sicherlich empfehlenswerter, auch weil davon auszugehen ist, dass sich die Mietsituation in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen wird.

Aber auch mit einer Eigentumswohnung kann man sich schnell mal über Lärm usw ärgern, daher ist eigentlich die angenehmste Möglichkeit ein freistehendes Haus das abbezahlt ist.

Aber dies ist halt nur meine subjektive Meinung...


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15.02.2019 um 14:27
Sonnenblume91 schrieb:So als ob es völlig außer Frage steht, dass kaufen die bessere Option ist und jeder, der in Miete wohnt, auf Dauer nicht glücklich sein kann.
Es sind unterschiedliche Optionen für unterschiedliche Bedürfnisse. Man sollte nur die Gründe kennen - und zwar rational begründet - wenn man sich für das eine oder andere entscheidet.
Sonnenblume91 schrieb:Ich finde den Aspekt mit dem gebunden sein sehr interessant und auch der, dass Eigentum nicht unbedingt Glück sondern auch Sorgen bedeuten kann.
Eigentum bedeutet ein größeres Risiko, aber auch eine größere Chance. So könnte man das kurz zusammen fassen.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 14:27
Sonnenblume91 schrieb:Meine Oma hat ein Haus, da wohnen im Moment noch Leute zur Miete drin und da wollen wir dann später mal einziehen.
Da würde ich mir auch nicht so viele Gedanken machen, wenn man insofern abgesichert ist, dass man ja irgendwann mal erbt.

In solch einer glücklichen Lage sind aber bei weitem nicht alle. Wenn man Miete zahlt, zahlt man über das ganze Leben oft einen Betrag, mit dem auch ein Einfamilienhaus hätte bauen können oder eine Eigentumswohnung hätte kaufen können, nur dass man im Alter halt immer noch Miete von der Rente zahlt und nichts besitzt. Sowas nennt man dann Altersarmut.

Wenn man Wohneigentum (Haus oder Wohnung) erwirbt, bindet man sich an den Ort und auch finanziell für 25 - 30 Jahre. Dann hat man es normalerweise abgezahlt und dann mehr Geld zur Verfügung als jemand, der immer noch Miete zahlt. Das Risiko ist natürlich, dass einem während der Zeit, in der man den Kredit abzahlt, das Geld ausgeht, weil man sich z. B. mit der Finanzierung übernommen hat oder arbeitslos wird. Wenn man dann noch mehr Pech hat, befindet sich das Haus oder die Wohnung in einer unattraktiven Gegend und man kann es nicht für einen Betrag verkaufen, dem man der Bank noch schuldet.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 14:32
Subhuman schrieb:Also bei den heutigen Mieten ist Eigentum sicherlich empfehlenswerter, auch weil davon auszugehen ist, dass sich die Mietsituation in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen wird.
Das kann man nicht so pauschal sagen. Das hängt vom Wohnort ab. In Gegenden, in denen es heute schon schwierig ist, eine Wohnung zu finden, wird es vermutlich in 10 Jahren nicht besser sein. In Gegenden, in denen es heute schon ein Überangebot gibt, wird das voraussichtlich auch in 10 Jahren der Fall sein. Ob das in 20 oder 30 Jahren auch noch gilt, weil aber keiner. Ob Menschen z.B. lieber in der Stadt oder auf dem Land wohnen, ändert sich immer wieder mal. Auch gibt es Gegenden, die mal begehrter und mal weniger begehrt sind.

Das Problem ist, dass Eigentum in heute bereits begehrten Gegenden sehr teuer ist. Ob sich das wirklich rechnet, ist sicher eine Frage des Einzelfalls.
Grundsätzlich bietet Eigentum, sofern man es rechtzeitig abgezahlt hat, eine gewisse Entlastung im Alter, wenn die Einkünfte nicht mehr so üppig sein werden.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 15:17
Oft sind es ja auch nicht nur persönliche Vorstellungen, die eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung motivieren.

Ein freistehendes EFH kostet halt im Schnitt deutlich mehr als eine ETW oder man muss (Ruhrgebiet) bereit sein, dahin zu ziehen, wo eben aus verschiedenen Gründen Menschen nicht so gerne wohnen. Weiterhin gebe ich aus Erfahrung zu bedenken, dass viele Familien wirtschaftlich erst in der Lage sind, ein EFH zu erwerben, wenn die Kinder schon fast Jugendliche sind und vielleicht noch 2 Jahre im Garten Fußball spielen oder vielleicht noch 10 mal in den schönen Pool hüpfen. Da muss man sich auch keine Illusionen machen und ggf sich selbst fragen: Lohnt das noch?

Und von mir noch eine Gratis Warnung vor großen Grundstücken mit sehr deutlicher Hanglage. Da hat man zwar die Arbeit, ansonsten aber eher die Illusion eines nutzbaren Gartens. Nix Pool, nix Fußball.

Ich wohne selbst mittlerweile in einem schönen Reihenhaus UND habe auf beiden Seiten nette Nachbarn. Das ist wirklich super, aber wenn auf der einen Seite ein sozial aktives Mitglied eines Rockerclubs wohnen würde und auf der anderen ein streitsüchtiger Frührentner, sähe die Sache komplett anders aus.

Bei einer ETW warne ich gerne immer wieder vor den Tücken einer Eigentümergemeinschaft. Wenn man sich gegenseitig in die Tasche packen muss und der eine kriegt ein Bonbon, der andere nicht, entstehen oft dauerhafte Feindschaften. Die blockieren dann alles, sogar wenn man selbst nicht beteiligt ist. Und den Verwalter löhnt man obendrauf.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 17:50
Sonnenblume91 schrieb:Wow, ich bin wirklich überrascht, wenn ich hier einige Beiträge lese. In meinem Umfeld höre ich nichts anderes wie ‚kaufen‘, ‚In Miete zu wohnen ist schlecht‘, ,man will doch irgendwann sein eigenes haben‘,... So als ob es völlig außer Frage steht, dass kaufen die bessere Option ist und jeder, der in Miete wohnt, auf Dauer nicht glücklich sein kann.
Das kenn ich irgendwoher.
Ein großer Teil von Bekannten, Arbeitskollegen, Freunden oder auch ehemalige Weggefährten sind da
richtig erpicht drauf ein Eigentum zu besitzen, koste es was es wolle.
Ich weiß nicht ob das immer die "gesündeste" Art zu denken ist.
Irgendwie hab ich bei Gesprächen rund um dieses Thema immer das Gefühl mich rechtfertigen zu
müssen warum ich in Miete wohne und mit knapp 50 kein Eigentum besitze, quasi mein Schäfchen noch nicht
im trockenen habe.
Nun ich lass die Leute halt reden, versuche die Vorteile des Mietdaseins aufzuzeigen.
Das allerdings gelingt nur selten.
Von (etlichen) Fällen die ich persönlich miterlebt habe bei denen das vollkommen in die Hose auf Grund
von falscher Euphorie und Blauäugigkeit, gegangen ist, will man natürlich nichts wissen.
Warum auch, die Protagonisten haben sich ja umfassend beraten lassen und da kann ja nichts
schiefgehen...
Ok, wie immer mein Standpunkt, jedem seins und wie es gefällt.

Eigenheim ist selbstverständlich ne tolle Sache, insofern alle Faktoren vernünftig durchdacht sind.
Ausnahmen ohne eigenes Verschulden sind da natürlich ausgeschlossen, passieren kann immer was.
Da es hier um das eine vs. das andere geht tendiere ich eher zum Häuschen, da ich mich in einer Wohnung doch
irgendwie eingeschränkt fühlen würde.
Man kann bei einigen Sachen in einer Eigentumswohnung eben doch nicht so wie man gern möchte.


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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

15.02.2019 um 18:23
Mit Etw. Waere ich schon oft recht knapp gewesen, wenn am Haus was kaputt geht, liegts nur an mir und der Dringlichkeit z.B. in Kleinanzeigen die letztens weggeflogenen 10 Dachziegeln guenstig abzustauben und zu ersetzen. Als letztes Jahr der Warmwassertauscher meiner Heizung durchgegammelt war, lag der Kostenvoranschlag der Firma bei 4k€, ich hatte 14 tg. kein Ww und dann fuer ne Kiste Bier und ne Stunde Arbeit mit nem Kumpel einen fast Neuen gekriegt, weil die Leute auf Gas umgestellt haben und alles rausschmissen.
In einer Eigentumswohnung kann ich alles zahlen, wenn ichs am wenigsten gebrauchen kann und wenn ich fuers Funkhobby eine Antenne aufs Dach bauen will haben die Anderen bestimmt schon Kopfschmerzen wegen der "Strahlung".

:mlp:


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KillingTime
ehemaliges Mitglied

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Eigentumswohnung vs Einfamilienhaus

16.02.2019 um 08:47
CICADA3301 schrieb am 31.05.2017:Kann es daher sein, dass Leute sich eine Eigentumswohnung kaufen, weil sie damit "Geld sparen" im vergleich zu einem Einfamilienhaus?
Eigentumswohnungen sind im Vergleich zu Häusern viel teurer. Auch kauft man sich eine Eigentumswohnung nur, um sie zu vermieten, nicht um sie zu bewohnen. Wer will schon in einer Eigentumswohnung wohnen, oder generell in einer Wohnung, sich mit den Nachbarn herumärgern, welche im Winter den Dunst vom Rindfleisch- oder Borschtsch-Kochen ins Treppenhaus ablüften, anstatt die Fenster zu öffnen?

Außerdem gewährt ein eigenes Haus eine gewisse Autarkie, denn du hast Grundstücksgrenzen.


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16.02.2019 um 08:53
@KillingTime
So gesehen hast du recht, ja.
Ich sehe es halt mal so:
eine Eigentumswohnung kann, wenn es einen gefällt, einen sehr schönen Platz haben mit Aussicht über die Stadt. Kenne da eine Eigentumswohnung in München im 19. Stockwerk. Würde mri gefallen wenn der Aussicht.

Aber ein eigenes Haus mit Grundstück, da kannste in der Regel rund um die Uhr machen was du willst. Selbst wenn du sagst "Es ist 2 uhr in der früh, ich höre radio und arbeite am pc" kannst in nen Haus besser machen als in einer Wohnung, wo über dir, unter dir oder neben dir jemand wohnt und der wach wird wegen den Radio oder weil man ständig durch die Wohnung geht.


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