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Wird die Gesellschaft immer unfreundlicher?

218 Beiträge, Schlüsselwörter: Entsagung
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Wird die Gesellschaft immer unfreundlicher?

16.01.2018 um 10:02
@Thalassa

Du, das Mitleid hielt sich auch in Grenzen. Wie gesagt, ich kenne dich nicht. Aber beschäftigt hat es mich allemal. Da ich nämlich mit so einer Post wie sie @Sixtus66 eingestellt hat gerechnet habe.
Thalassa schrieb:Das können eben sehr ernste Gründe sein, oder man hat einfach keine Lust ;) .
Klar gibt es Gründe, weswegen eine Antwort ausbleibt. Und man muss auch nicht zu allem und jedem seinen Senf dazu geben. Nur darum geht es gar nicht. Der Wahrheit am nächsten kommt sicher der zweite Teil deiner Antwort.
Thalassa schrieb:Im RL gilt das gleiche Prinzip für die alltägliche Frage: "Na, wie geht´s?"
Klar auch ich finde es daneben, und gerade bei Leuten welche man häufig antrifft zu fragen, "na, wie geht's" Aber bei Leuten welche man kennt, und länger Zeit nicht mehr gesehen hat, finde ich diese Anrede nicht daneben. Zumal sie auch für eine weiter Konversation dienen soll/kann.


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16.01.2018 um 13:43
Ich denke nicht, dass die Gesellschaft immer unfreundlicher wird. Ich denke, dass die Leute nur immer empfindlicher werden.

Es ist keine Seltenheit mehr, dass sich Leute erstmal ein paar Tage krank schreiben lassen, weil der Chef mal laut geworden ist. Ein Jugendlicher, der im Bus nicht für eine alte Dame aufsteht, wird gleich zum Sinnbild für den Verfall der Sitten. Wutbürger, die in Leipzig oder sonst wo ihren Mist skandieren, zeigen eine zerrüttete Politik.

Ne, ich denke so einfach ist das nicht. Natürlich denkt der Mensch gerne in Schubladen, aber all das, was hier bisher angesprochen wurde, gab es irgendwie schon immer. Was durch die sozialen Medien zugenommen hat, ist allerdings der Hang dazu sich zu empören.

Im Endeffekt reden wir hier also über eine intrinsische Unzufriedenheit, die auf die Gesellschaft projiziert wird.


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16.01.2018 um 16:47
Atrox schrieb:Im Endeffekt reden wir hier also über eine intrinsische Unzufriedenheit, die auf die Gesellschaft projiziert wird.
Das sehe ich auch so. Zudem sind bestimmte Sachverhalte heute einfach sichtbarer und lassen sich schlechter verdrängen, weshalb so auf unterschiedliche Weise kognitive Verzerrungen entstehen.


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16.01.2018 um 19:23
Atrox schrieb:Ich denke nicht, dass die Gesellschaft immer unfreundlicher wird. Ich denke, dass die Leute nur immer empfindlicher werden.
Ich glaube aber auch, die Leute sind gestresster. Man arbeitet, hat Kinder, Termine, Kinder haben Termine, ... Wenn ich an meine Mama denke - die war 20 Jahre lang "Hausfrau". Aus anderen Gründen nicht zufrieden, aber sie hatte viel Zeit und konnte diese auch mal nutzen, die alte Nachbarin von nebenan auf eine Tasse Kaffee einzuladen.

Ich bin im Urlaub auch wesentlich offener, freundlicher und entspannter als im normalen Alltag, was ich auf die vielfältige Belastung und die wenige zur Verfügung stehende Zeit zurückführen würde.


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17.01.2018 um 00:29
@missmary

Ich bin mir unschlüssig, ob wir heute wirklich in stressigeren Zeiten leben. Die meisten hier dürften einen lauschigen 9to5-Job ohne große Existenzängste haben. Hinzu kommt ein Sozialsystem, dass für so ziemlich jeden Fall gerüstet ist.

Früher hätte mich das Leben viel mehr gestresst. Die weltpolitische Lage war eigentlich nie so ruhig, wie in den letzten zwanzig Jahren. Abgesehen von Krankheiten gibt es nichts, was uns objektiv stressen könnte.


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17.01.2018 um 01:08
Atrox schrieb:Ich denke nicht, dass die Gesellschaft immer unfreundlicher wird. Ich denke, dass die Leute nur immer empfindlicher werden.
Stimme da mehr oder weniger zu, ich denke auch dass soziale medien da eine Doppelrolle spielen. Einerseits werden Einzelfälle durch diese halt stärker wahrgenommen, zB wenn ich erzähle, dass, sagen wir, mich irgendein Beamter blöd anmachte. Andererseits verstärken diese Medien eben noch das Empörtsein oder führen dazu, dass man sich schneller empört, weil man Nachrichten verbreiten will oder auf eine Situation trifft die der einer anderen Person auf der Seite ähnlich ist, wodurch dann der Eindruck entsteht dass schlimmes Verhalten zunehmen würde.

Nicht zufällig sinds also aus meinem persönlichem Umfeld (achtung subjektive Zufallsbeobachtungen) gerade die die behaupten alles werde schlechter, die gleichzeitig übermäßig empfindlich sind.
Ich weiß dass manches ernst genommen werden sollte, aber bei vielen kann ich nur noch den Kopf schütteln. Also damit meine ich halt wirklich Dinge, die sich mit Sicherheit in deren Kopf abspielen und die empirisch nicht beobachtbar sind oder Kleinigkeiten die so banal sind dass da normalerweise keiner drauf kommt sie als Affront anzusehen. zB finde ich auch das Aufregen über ab und zu fehlenden Gruß vonseiten von Supermarktsverkäuferinnen etwas übertrieben und sogar leicht anmaßend. Deren Job will ich halt nicht haben, und wenn da 40 Leute in der Schlange stehen und man Akkord arbeitet dann kann man schonmal einen Gruß vergessen oder auch einfach keinen Bock drauf haben, das ist nicht schlimm. Daher denke ich auch dass das Aufregen über alles keine Folge von Stress ist, schon allein deswegen nicht, weil Renter nicht gerade befreit davon sind und die müssten insgesamt noch den wenigsten Stress haben.


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17.01.2018 um 01:35
Atrox schrieb:Ich denke nicht, dass die Gesellschaft immer unfreundlicher wird. Ich denke, dass die Leute nur immer empfindlicher werden.
Glaube ich nicht dran.
Atrox schrieb:Ne, ich denke so einfach ist das nicht. Natürlich denkt der Mensch gerne in Schubladen, aber all das, was hier bisher angesprochen wurde, gab es irgendwie schon immer. Was durch die sozialen Medien zugenommen hat, ist allerdings der Hang dazu sich zu empören.
Da hast du gerade einen richtigen Strohmann aufgebaut. :D
Es geht um den Umgang miteinander, hier als Beispiel keine Rückantworten bei Grüßen.
Man könnte das Pendant jetzt beim Grüßen im Reallife nehmen, das Nichtsntworten bei intimeren Messengern und der Umgang im Alltag.

Die Medien berichten nicht über die Unfreundlichkeit der Menschen und deine Beispiele sind jetzt ein bisschen hinkend.

Man kann schon seine Eindrücke schildern und vergleichen, ob man schon immer so den Umgang mit anderen so empfunden hat.
Aber der Mensch wird nicht empfindlicher, er bekommt nur mehr, auf das er empfindlich reagieren kann.

Und er kriegt nicht davon berichtet, sondern erlebt es zunehmend mehr.


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17.01.2018 um 01:57
sunshinelight schrieb:Und er kriegt nicht davon berichtet, sondern erlebt es zunehmend mehr.
Das sagen halt manche so und stellens einfach als Tatsache hin. Ist für mich subjektives Empfinden und Beweise dafür sah ich bisher noch keine. Das Geheule dass alles schlimmer werde gibts schon seit tausenden von Jahren.


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17.01.2018 um 02:08
Sixtus66 schrieb:Ist für mich subjektives Empfinden
Ist richtig, wenn ein Mensch das erlebt, ist es subjektiv.
Subjektives Erleben ist nichts Schlechtes, besonders, wenn es sehr viele berichten. Aber gerne kannst du mal über sehr höfliche Menschen ein Erlebnisbericht anfertigen. Die trifft man, laut meines Empfindens und auf Zustimmung vieler nur noch sehr selten.
Aber gerne darfst du mir dann zeigen, wo sie alle sind.
Will ich schon sehr lange wissen.


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17.01.2018 um 07:40
sunshinelight schrieb:Und er kriegt nicht davon berichtet, sondern erlebt es zunehmend mehr
Woran machst du das genau fest?

Ich sehe halt nicht, dass in den letzten Jahren neue Probleme beim Umgang miteinander entstanden sind. Unfreundliche Kassierer gibt es heute, gab es aber auch schon vor Jahren. Leute, die nicht grüßen, sind doch kein Novum.
sunshinelight schrieb:Aber der Mensch wird nicht empfindlicher, er bekommt nur mehr, auf das er empfindlich reagieren kann
Und er hat ein lauteres Sprachrohr. In der Regel bekommen negative Erlebnisse eine höhere Resonanz beim Berichten als positive Erlebnisse. Um mal am Beispiel der Kassiererin zu bleiben: Früher hat man sich beim Abendessen höchstens mal darüber mokiert, wie doof die Kassiererin war. Heute schreibt man dem Supermarkt auf Facebook eine schlechte Bewertung und nimmt die Kassiererin stellvertretend dafür, wie scheiße doch alles geworden ist.


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17.01.2018 um 11:00
@Atrox
Atrox schrieb:Ich sehe halt nicht, dass in den letzten Jahren neue Probleme beim Umgang miteinander entstanden sind.
Anbei dies:
Atrox schrieb: Heute schreibt man dem Supermarkt auf Facebook eine schlechte Bewertung und nimmt die Kassiererin stellvertretend dafür, wie scheiße doch alles geworden ist.
Genau so wird es gemacht. Wie nennt man so was? Unfreundlich?
Atrox schrieb:Unfreundliche Kassierer gibt es heute, gab es aber auch schon vor Jahren.
Klar gab und wird es immer unfreundliche Leute geben. Aber darum geht es gar nicht
Atrox schrieb:Leute, die nicht grüßen, sind doch kein Novum.
Auch das ist richtig. Ich erscheine Morgen's an meiner Arbeitsstelle. Ich grüsse. Und jetzt komm das Novum. Da gibt es doch tatsächlich welche die such damit schwer tun.


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17.01.2018 um 11:06
schluesselbund schrieb:Genau so wird es gemacht. Wie nennt man so was? Unfreundlich?
Es geht ja darum, ob die Gesellschaft unfreundlicher wird. Nicht darum, ob es unfreundliche Leute gibt. Ich glaube eben, dass sich der Anteil an unfreundlichen Personen nicht erhöht hat, sondern, dass diese nur stärker wahrgenommen werden.
schluesselbund schrieb:Klar gab und wird es immer unfreundliche Leute geben. Aber darum geht es gar nicht
Doch, darum geht es. Wie oben gesagt, wenn die Gesellschaft immer unfreundlicher wird, müssen die unfreundlichen Leute entweder unfreundlicher werden oder der Anteil an unfreundlichen Leuten steigt. Beides sehe ich empirisch nicht.
schluesselbund schrieb:Auch das ist richtig. Ich erscheine Morgen's an meiner Arbeitsstelle. Ich grüsse. Und jetzt komm das Novum. Da gibt es doch tatsächlich welche die such damit schwer tun.
Ich kenne deine Arbeitsstelle nicht. Ich habe aber schon vor fast zehn Jahren erlebt, dass der feine Herr Abteilungsleiter es nicht für nötig hielt, die Azubis zu begrüßen. Sein Vorgesetzter dagegen begrüßte jeden per Handschlag. Ich sehe also auch im Nicht-Grüßen keinen Anhaltspunkt, dass die Gesellschaft unfreundlicher wird. Ich grüße tatsächlich auch nicht immer. Ich bin halt ab und zu in Gedanken. Da kommt dann nicht mehr als ein kurzes Lächeln oder ein Nicken bei rum. Als unfreundlich würde ich mich jetzt aber nicht sehen.


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17.01.2018 um 11:21
Atrox schrieb:Um mal am Beispiel der Kassiererin zu bleiben: Früher hat man sich beim Abendessen höchstens mal darüber mokiert, wie doof die Kassiererin war. Heute schreibt man dem Supermarkt auf Facebook eine schlechte Bewertung und nimmt die Kassiererin stellvertretend dafür, wie scheiße doch alles geworden ist.
Na das sind ja echt mal Lebensinhalte. :D Dafür auch noch nach dem eigentlichen Ereignis - der Einkauf ist ja bereits Geschichte - Zeit und Energie aufzuwenden. Man sollte vielleicht auch mal bei sich selbst ansetzen. Ich erlebe seltenst mir gegenüber unfreundliche KassiererInnen oder VerkäuferInnen.


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17.01.2018 um 12:34
Atrox schrieb:Woran machst du das genau fest?
An so vielen Dingen. Man lebt doch in einer Welt zusammen. In der Schule, auf der Arbeit und das Jahr für Jahr. Wenn sich Veränderungen auftun, bemerken wir es. Und so abwegig ist es auch gar nicht, da sich die Welt ohnehin ja auch verändert. Viele Menschen fühlen sich überrumpelt, weil sich nicht immer alles optimal verändert. Manchmal haben viel zu viele einfach viel zu viele Nachteile, da guckt man lieber auf sich.
Der Mensch passt sich an und du möchtest sagen, dass er sich nie verändert?

Dein Beispiel
Atrox schrieb:Ich bin mir unschlüssig, ob wir heute wirklich in stressigeren Zeiten leben. Die meisten hier dürften einen lauschigen 9to5-Job ohne große Existenzängste haben. Hinzu kommt ein Sozialsystem, dass für so ziemlich jeden Fall gerüstet ist.
mag zwar toll klingen, aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bist du beim von anderen so genanntem “tollen Jobcenter“, wirst du als Schmarotzer betitelt. Der Druck wächst. Aber die Stellen leider nicht. Viel zu viel Dienstleistung, viel zu wenig gute Jobs.
Hier der Satz
Atrox schrieb:Die meisten hier dürften einen lauschigen 9to5-Job ohne große Existenzängste haben.
ist ebenso kein gutes Beispiel. Erstens, wir wissen nicht, wer hier alles einen guten Job hat, zweitens ist das hier eine kleine Welt. Eine ganze Einwohnerzahl gegen etwas über 100.000. Ein kleines Sümmchen.
Ist in meinen Augen nicht repräsentativ.
Zumal dein Wort “dürften“ klarstellt, dass das auch nur eine Annahme von dir ist.
Atrox schrieb:Ich sehe halt nicht, dass in den letzten Jahren neue Probleme beim Umgang miteinander entstanden sind.
Keine neuen Probleme, das ist wieder ein Strohmann. Es sind die gleichen Probleme, nur treten sie viel häufiger auf.
Atrox schrieb:Leute, die nicht grüßen, sind doch kein Novum.
Sie sind ein Teil dessen. Aber wenn du es selber mehr beobachtest, andere dir meht davon erzählen und im Fernsehen mehr davon erscheint (woran ich nicht glaube, denn das ein Junge nicht aufsteht für jemanden, ist einfach keine Nachricht wert, somit fällt dieses Argument von dir mit den Medien ja gut flach.)
Der Grund, warum wir es mehr mitbekommen, ist tatsächlich der, dass mehr Menschen es wahrnehmen.

Und mal ehrlich. Soziale Netzwerke gibt es nicht erst seit gestern.
Würde es das und würde dann zeitgleich mehr in den Raum getragen werden, könnte ich dir zustimmen. Aber für mich spricht zu viel gegen deine These.
Atrox schrieb:Um mal am Beispiel der Kassiererin zu bleiben: Früher hat man sich beim Abendessen höchstens mal darüber mokiert, wie doof die Kassiererin war. Heute schreibt man dem Supermarkt auf Facebook eine schlechte Bewertung und nimmt die Kassiererin stellvertretend dafür, wie scheiße doch alles geworden ist.
Hätte man damals nicht auch gesagt, alles scheiße geworden? Gerade Kassiererinnen finde ich ganz nett, außer wenn sie mal gestresst sind. Oder Cafemitarbeiter. Aber mir würde es auch auffallen, wenn sich das ändert. Und dann hat sich ja was verändert und wurde nicht einfach nur mehreren Leuten mitgeteilt.
Ich denke, dass die Mediensache ein viel zu beliebtes Medium ist, ein paar Dinge nicht wahrhaben zu wollen.
Und dass man selbst viele Dinge anders macht, bemerken wir auch nicht selbst, aber andere.


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17.01.2018 um 12:57
Ich denke es liegt einerseits am der subjektiven Empfindung aber auch danach wie man sich selber den Menschen gegenüber verhält und sich ihnen präsentiert. Auch denke ich, liegt es daran, dass die Menschen zu stark im Alltagsleben gefordert werden - Stress und Hektik spielen dabei eine sehr große Rolle. Unter diesen Umständen kann man sich nicht dauerhaft wie ein gesitteter Mensch verhalten, ist doch so fast unmöglich.


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17.01.2018 um 12:59
Atrox schrieb:Ich glaube eben, dass sich der Anteil an unfreundlichen Personen nicht erhöht hat, sondern, dass diese nur stärker wahrgenommen werden
Und auf was führst du die Stärkere Wahrnehmung zurück?
Atrox schrieb: die unfreundlichen Leute entweder unfreundlicher werden oder der Anteil an unfreundlichen Leuten steigt.
In diese Richtung geht meine Wahrnehmung.
Atrox schrieb:Es geht ja darum, ob die Gesellschaft unfreundlicher wird.
Auch wenn man das Beispiel der Verkäuferin oder mein EP als singulär's Ereignis betrachtet, wie das wohl für jedes Beispiel zutrifft, so ist doch trotzdem die Gesellschaft angesprochen. Einfach im kleinen Format. Also vergrössern wir dies. Und da stellt sich dann die Frage, warum hat die Politik ein Rassismus Gesetz beschlossen.


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17.01.2018 um 13:56
sunshinelight schrieb:Der Mensch passt sich an und du möchtest sagen, dass er sich nie verändert?
Nein. Ich denke schon, dass der Mensch sich verändert. Ich glaube aber nicht, dass er unfreundlicher wird. Ich denke lediglich, dass der Mensch mitteilsamer geworden ist.
sunshinelight schrieb:mag zwar toll klingen, aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bist du beim von anderen so genanntem “tollen Jobcenter“, wirst du als Schmarotzer betitelt. Der Druck wächst. Aber die Stellen leider nicht. Viel zu viel Dienstleistung, viel zu wenig gute Jobs.
Also sind Arbeitslose unfreundlich, weil sie so ein stressiges Leben haben, oder was willst du damit sagen?
sunshinelight schrieb:Keine neuen Probleme, das ist wieder ein Strohmann. Es sind die gleichen Probleme, nur treten sie viel häufiger auf.
Dann hast du für diesen "Strohmann" sicherlich einen empirischen Beleg?
sunshinelight schrieb:Der Grund, warum wir es mehr mitbekommen, ist tatsächlich der, dass mehr Menschen es wahrnehmen.
Und warum nehmen es mehr Menschen war als früher?
sunshinelight schrieb:Hätte man damals nicht auch gesagt, alles scheiße geworden?
In der gesamten Menschheitsgeschichte hieß es, dass die Leute immer schlimmer werden. Und doch sind wir noch hier und haben uns nicht gegenseitig zerhackt :D
schluesselbund schrieb:Und auf was führst du die Stärkere Wahrnehmung zurück?
Auf die Entwicklung sozialer Medien und der damit einher gehenden höheren Vernetzung. Ich kann auf Facebook nachlesen, wenn jemand im hintersten Saarland seinen Aldi kacke findet. Das ging früher nicht.
schluesselbund schrieb:Und da stellt sich dann die Frage, warum hat die Politik ein Rassismus Gesetz beschlossen.
Das Antidiskriminierungsgesetz von 2006? Oder das NetzDG?


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17.01.2018 um 14:07
Atrox schrieb:Nein. Ich denke schon, dass der Mensch sich verändert. Ich glaube aber nicht, dass er unfreundlicher wird.
Wieso nicht? Weil die Menschen sowas nicht können?
Atrox schrieb:Also sind Arbeitslose unfreundlich, weil sie so ein stressiges Leben haben, oder was willst du damit sagen?
Nein, aber sie erfahren mehr Unfreundlichkeit.
Atrox schrieb:Und warum nehmen es mehr Menschen war als früher?
Das habe ich doch bereits beschrieben.


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17.01.2018 um 19:18
Atrox schrieb:Das Antidiskriminierungsgesetz von 2006? Oder das NetzDG?
Ich kenne die deutsche Gesetzgebung nicht. In meinem Land kenne ich dies unter dem Begriff Rassismus Gesetz.


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Wird die Gesellschaft immer unfreundlicher?

18.01.2018 um 08:49
Warum beschliessen unsere gewählten Regierungen Gesetze, vom Steuerrecht über Verpackungsverordnungen bis hin zur Strassenverkehrsordnung oder dem Strafgesetzbuch?

Weil sich die "mündigen Bürger" offenbar selbst nicht alle so verhalten, dass anderen kein Nachteil oder Schaden entsteht. Da braucht es offenbar Regeln. Ob eine "regellose" Gesellschaft nun zwingen freundlicher wäre, dazu befrage man Geflüchtete aus Failed States.


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