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JC lehnt Umzug ab?

67 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Recht, Umzug, Unfähr

JC lehnt Umzug ab?

07.06.2018 um 23:48
Dwarf schrieb:Was bedeutet nobel? Auch ein Sozialhilfeempfänger zahlt Miete. Bzw. das Sozialamt oder das Jobcenter zahlt die Miete für ihn. D.h. der Vermieter erhält monatlich Geld für seine vermietete Wohnung.
Aha! Recht hast du, so sind unsere Gesetze!
Dwarf schrieb:Warum sollte dir der Staat finanzielle Hilfe gewähren, wenn du Eigentum nicht instand halten kannst? Für sein privates Eigentum ist jeder finanziell selbst verantwortlich.
Ja, unbedingt bin ich deiner Meinung, sollte man im Vorfeld bedenken, wenn man als gut Verdienender sich Eigentum anschafft und es aus finanziellen Gründen wegen gekürzter Rente nicht mehr instand halten könnte.


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07.06.2018 um 23:52
mal angenommen, ein Hartz4 Empfänger erbt das Einfamilienhaus seiner Eltern... der muss das verkaufen^^ egal welch emotionale Sachen dahinter stehen, die zahlen lieber Miete bei den Kommunalen als dir was zu geben dass du dein Eigenheim halten kannst^^


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07.06.2018 um 23:58
Daveman schrieb:Wenn du zum Amt müsstest könnte es dir sogar passieren das die dir sagen: "Verkauf deine Wohnung, leb erstmal von dem Geld, danach kannst uns nochmal ansprechen." So kenn ich das^^
Klaro, ist mir bewusst und kenne die Gesetze.


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07.06.2018 um 23:58
ich kenn einen Fall in dem hat jemand das Haus seiner Eltern geerbt, alles bezahlt, nur noch Nebenkosten. Es war zu groß, Eigentum und dementsprechend Kapital. Haus musste verkauft werden, und von dem Geld sollte er eine vorbestimmte Zeit leben... Er hat sich aufgehangen...


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08.06.2018 um 00:01
Kann mich nur daran erinnern das er etwas von einem ermittelten Wert erzählt hat, welchen er aber niemals bekommen hätte...


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08.06.2018 um 00:06
Daveman schrieb:ich kenn einen Fall in dem hat jemand das Haus seiner Eltern geerbt, alles bezahlt, nur noch Nebenkosten. Es war zu groß, Eigentum und dementsprechend Kapital. Haus musste verkauft werden, und von dem Geld sollte er eine vorbestimmte Zeit leben... Er hat sich aufgehangen...
Das ist sehr traurig. Er hätte danach auch zum Sozialamt gehen können, anstatt sich auf zu hängen?


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08.06.2018 um 00:12
Wie ich mitbekommen hab, sollte er das Haus verkaufen und davon leben. Das Haus und das zugehörige Grundstück war aber auch nicht klein. Er ist auch auf eigene Kosten zum Anwalt gegangen. Aber wenn ein Anwalt ihm schon nicht helfen konnte^^


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08.06.2018 um 00:14
Daveman schrieb:ich kenn einen Fall in dem hat jemand das Haus seiner Eltern geerbt, alles bezahlt, nur noch Nebenkosten. Es war zu groß, Eigentum und dementsprechend Kapital. Haus musste verkauft werden, und von dem Geld sollte er eine vorbestimmte Zeit leben... Er hat sich aufgehangen...
Daveman schrieb:Das Haus und das zugehörige Grundstück war aber auch nicht klein.
Warum hat er das Haus nicht vermietet wenn es so groß und schon komplett bezahlt war?

Wäre sicher ein schönes monatliches Sümmchen bei rumgekommen je nach Lage und Größe.


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08.06.2018 um 00:21
Dwarf schrieb:Was bedeutet nobel? Auch ein Sozialhilfeempfänger zahlt Miete. Bzw. das Sozialamt oder das Jobcenter zahlt die Miete für ihn. D.h. der Vermieter erhält monatlich Geld für seine vermietete Wohnung. Vermieten bedeutet nicht nur Geld kassieren und sonst gar nichts machen. Ein Vermieter hat auch Pflichten.
Hier geht es aber nicht um „gar nichts machen“, sondern um altes Laminat und gelöste Tapeten, auf die man, wenn ich das richtig verstehe, den Vermieter noch nicht mal aufmerksam gemacht hat und mal einen neuen Bodenbelag angesprochen hat.


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08.06.2018 um 00:47
gastric schrieb:Steht im mietvertrag eine wirksame klausel, dass der mieter schönheitsreparaturen selbst durchführen muss, dann muss das jobcenter zahlen. Steht im mietvertrag, dass der vermieter sich darum kümmert, dann natürlich nicht. Dann müsste man sich ganz simpel mit dem vermieter auseinandersetzen.
Sorry, aber das stimmt so immernoch nicht. In deinen Links geht es um eine ganz andere Fallkonstruktion, nämlich um konkret kalkulierte Kosten für Schönheitsreparaturen, die im Mietvertrag stehen, die als Kosten für die Unterkunft anzuerkennen sind.
Dass periodische Schönheitsreparaturen vom Regelsatz umfasst sind, steht sogar in dem Urteil zu dem verlinkten Fall.


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08.06.2018 um 06:15
@Daveman

Wenn es um Wohneigentum geht, ist das JC in der Regel sehr großzügig; teilweise werden sogar die Darlehensraten (ohne Zinsen) übernommen. Aber wenn jemand auf einer fetten Immoblilie hockt und nicht mal bereit ist, zu vermieten, dann ist es völlig legitim, zum Verkauf aufzufordern. Das gilt ja auch für andere Vermögensanalgen/gegenstände.


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08.06.2018 um 12:37
Aldaris schrieb: Aber wenn jemand auf einer fetten Immoblilie hockt und nicht mal bereit ist, zu vermieten, dann ist es völlig legitim, zum Verkauf aufzufordern. Das gilt ja auch für andere Vermögensanalgen/gegenstände.
Bei einer "Großen" Immobilie wären das je nach Lage und wie gut sie in Schuss ist gern mal 100.000€ plus.

Das wären bei Verkauf knapp 9 Jahre Zahlungen vom Jobcenter.

Ja sorry aber da habe ich keinerlei Mitleid mit @Daveman .


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08.06.2018 um 15:03
AgathaChristo schrieb:Dwarf schrieb:
Warum sollte dir der Staat finanzielle Hilfe gewähren, wenn du Eigentum nicht instand halten kannst? Für sein privates Eigentum ist jeder finanziell selbst verantwortlich.

Ja, unbedingt bin ich deiner Meinung, sollte man im Vorfeld bedenken, wenn man als gut Verdienender sich Eigentum anschafft und es aus finanziellen Gründen wegen gekürzter Rente nicht mehr instand halten könnte.
Was genau erwartest du? Das der Staat (also wir alle) für die Instandsetzung deiner Immobilie aufkommen? Davon hättest nur du einen Nutzen und niemand anderer.
Du hast Besitz, du kannst ihn vermieten oder verkaufen.


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08.06.2018 um 15:59
Dwarf schrieb:Was genau erwartest du? Das der Staat (also wir alle) für die Instandsetzung deiner Immobilie aufkommen? Davon hättest nur du einen Nutzen und niemand anderer.
Wir sind der Staat, schön dass du es erwähnst.
Die arbeitende Bevölkerung kommt für Sozialempfänger auf, was ich bedingt in Ordnung finde.
Die es bekommen bzw. keinen Job kriegen, oder aus Krankheitsgründen, haben zumindest einen finanziellen Nutzen davon, Ihr Einkommen bleibt konstant bis zur Rente oder Grundsicherung und darüber hinaus.

Als Eigentümer einer Immobilie sollte mir auch ein Nutzen zugute kommen, nämlich eine individuelle sachgerechte Zahlung vom Staat, um meine Immobilie erhalten zu können?
Es ist ja nicht so, dass ich die Immobilie geerbt habe, sondern als Altersvorsorge mir mal zugelegt habe. Wohlbemerkt durch jahrelange Arbeit, damit Sozialschwache unterstützt und die Rentenkasse aufgestockt habe.
Wäre es da nicht gerecht, mir auch finanzielle Unterstützung zu gewähren?


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08.06.2018 um 16:21
War wohl heute zu früh am Morgen: Nicht die Darlehensraten werden übernommen, sondern die Zinsen.

@Nerok

Richtig. Und selbst wenn die Immobilie nicht sofort veräußert werden kann, tritt das JC bis zum Verkauf darlehensweise in Vorleistung.


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08.06.2018 um 16:24
@Alpaca
Nein, das reicht nicht. Alt ist nicht kaputt. Ich bin auch alt. ^^ Du hast n Dach übern Kopf, der Sozialträger bezahlt Dir das. Wenn da wegen dem Wasserschaden Schimmel ist und Du gesundheitlich da zu Schaden kommst, das wäre ein Grund. Aber weil Tapeten abgehen (zumal Du hinzukommend für Schönheitsreparaturen selbst verantwortlich bist) da gehst in Baumarkt, Eimer weisse Farbe und "kalkst" die Hütte. Sei doch froh, das der Staat sich wenigstens halbwegs darum kümmert, das Du nicht unter der Brücke haust. Was wäre denn, fiele SGB II weg? Wenn die Gesellschaft sagt "was kümmerts uns?" Mit SGB II bist Du in einer Notlage, da mußt Du ganz ganz kleine Brötchen backen! Wenn Du gut leben willst, mußt Du das aus eigener Kraft leisten können, ansonsten mußt Du der Gesellschaft dankbar sein, das sie Dich nicht völlig untergehen läßt. Und damit Du jetzt nicht denkst, das schreibt irgend so ein reicher Fatzke: Ich kriege GruSi (SGB XII) weil die Erwerbsminderungsrente nicht an den Hatz IV-Satz (SGB II) heran reicht. Ich hab sogar weniger als ein Hartz-IV-Empfänger, denn der kann sich in 1-Euro-Jobs was zu verdienen, ich nicht. Ich bin dankbar, das die Gesellschaft mir hilft, ich stelle keine Forderungen. Ich hab das warm, Strom, hab zu essen. Ginge ich her, mir gefällt das Haus nicht, halt gleichzeitig die Hand auf "gib mal", da kann ich doch gar nicht mehr in den Spiegel gucken. Und der neben mir steht nachts um fünfe auf und keult jeden Tag bis abens fünfe, der bezahlt mich mit über seine Lohnabgaben und dem erzähl ich dann, mein Laminat ist alt (denn sollt ich aber flinke Hufe haben, ich glaub der tickt da völlig aus! ^^ )


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08.06.2018 um 16:35
AgathaChristo schrieb:Als Eigentümer einer Immobilie sollte mir auch ein Nutzen zugute kommen, nämlich eine individuelle sachgerechte Zahlung vom Staat, um meine Immobilie erhalten zu können?
Es ist ja nicht so, dass ich die Immobilie geerbt habe, sondern als Altersvorsorge mir mal zugelegt habe. Wohlbemerkt durch jahrelange Arbeit, damit Sozialschwache unterstützt und die Rentenkasse aufgestockt habe.
Wäre es da nicht gerecht, mir auch finanzielle Unterstützung zu gewähren?
Nein, das fände ich überhaupt nicht gerecht. Sozialhilfe oder ALG II ist eine finanzielle Hilfe für Menschen, die gesundheitlich stark eingeschränkt sind, die keine Arbeit finden, oder die kleine Kinder versorgen und deshalb keiner Vollzeitarbeit nachgehen können. Das würde dir genauso wie jedem anderen deutschen Bürger zustehen. Nur scheinst du das gar nicht zu benötigen. Denn so wie ich es verstanden habe, bist du in der Lage dich selbst durch deine Arbeit zu finanzieren und du besitzt sogar noch eine Immobilie.
Aus welchem Grund möchtest du also von uns allen finanziell unterstützt werden? Du benötigst das doch gar nicht. Und einen Nutzen aus deiner Immobilie ziehst du - du kannst entweder selbst darin wohnen und dir die Miete sparen, oder du kannst sie vermieten und damit Geld verdienen, oder du kannst auf eine Wertsteigerung hoffen und dadurch Geld verdienen. Das sind alles deine persönlichen Vorteile. Welchen Vorteile hätten ich oder andere, wenn wir deine Immobilie durch unsere Arbeit finanzieren? Teilst du dann deine Mieteinnahmen mit uns allen, oder dürfen wir alle mal in deiner Immobilie wohnen? Das wäre ja nur fair, wenn du unser Geld dafür haben möchtest.


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08.06.2018 um 17:05
Dwarf schrieb:Denn so wie ich es verstanden habe, bist du in der Lage dich selbst durch deine Arbeit zu finanzieren und du besitzt sogar noch eine Immobilie.
Bin Rentnerin, habe ich bisher nicht erwähnt. Ein gutes Gehalt während meiner langer Arbeitszeit. Als Rentnerin dann so etwa die Hälfte. Vielleicht erklärt sich für dich dadurch meine Situation?


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08.06.2018 um 17:51
@Nerok

Mit mir brauchst du da auch kein Mitleid haben, der Fall bin ja nicht ich. Ich find es einfach nur nicht richtig das gefordert wird etwas zu verkaufen was einem die Eltern gebaut haben. Ehr würd ich es abbrennen :-P Und vermieten ist glaub ich heutzutage so eine Sache - da wird die Hütte dann runtergewohnt und dient am Ende zum Abriß^^ Wie das ausging weiß ich nicht, die Person wohnt jedenfalls noch dort.


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08.06.2018 um 18:12
@Daveman

Wenn Du Einnahmen hast, wie in diesem Falle theoretische Mieteinnahmen, dann darfst Du davon maximal 200 EUR/mtl. behalten. Der Rest wird mit dem Bezug des ALGII verrechnet.

Wenn Dein Eigentum, ob Geld auf der Bank, Immobilie, Lebensversicherung, Aktien, Sammlungen, Wertgegenstände etc. einen bestimmten Freibetrag überschreitet, musst Du da natürlich zu Geld machen und davon leben, bevor das SGB greift.

Sonst könnte ich theoretisch einen riesigen Immobilienbesitz haben, lukrative Kapitalanlagen, Kunstschätze etc. - und mich trotzdem von der Allgeeinheit durchfüttern lassen.

Bei selbstgenutztem Wohneigentum weicht das Sozialzentrum hier auch gern mal von den bestehenden Tabellen mit Höchstgrenzen für Kopfzahl und Fläche ab. Alles Verhandlungssache. Auch bei den KdU (Kosten der Unterkunft) sind zumindest einige Sozialzentren hier flexibler als andere. In den KdU-Tabellen sind Obergrenzen für Personen, Wohnungsgrösse und Netto-Kaltmiete enthalten.

Was die Instandhaltung selbstgenutzten Wohneigentums angeht, auch da gilt es zu verhandeln, Widersprche zu formulieren und ggf. anwaltlichen Rat einzuholen. Dank Internet lassen sich viele Urteile finden, die die Bescheide des SZ/JC ad absurdum führen. Aber auch hier gilt: Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt.

Im Augenblick kämpfe ich für einen Klienten gerade um die Übernahme der Kosten für eine neue Heizungsanlage in einem Eigenheim. Dort drohte im Winter die amtliche Stilllegung wegen Austritts von Kohlenmonoxid in die Wohnräume. Die Anlage war so defekt, dass sie nicht mehr zu reparieren war. SZ sagt aber: Wir zahlen nur Reparatur, nicht "Neuanschaffung". Jetzt gilt es Gutachten besorgen, Musterurteile finden, Widersprüche formulieren und ggf. zu klagen.

Nach vielen Jahren Erfahrung mit Hartz-IV - Leistungserbringern wie Leistungsempfängern - kann ich nur sagen: Die Mitarbeiter in den SZ/JC haben es auch nicht leicht und sind nicht immer auf dem aktuellen Stand der Rechtsprechung, und ihre Arbeitsanweisungen, nach denen sie vorgehen müssen, sind es schon gleich gar nicht. Aber wie sollen sie aus ihren Fehlern lernen, wenn sie niemand darauf hinweist?


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