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Auf der Suche nach einem guten Rat

40 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Probleme, JOB ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Auf der Suche nach einem guten Rat

28.11.2018 um 10:58
Hallo alle miteinander.
Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber vielleicht findet sich hier ja jemand, der einen guten Rat parat hat.

Folgendes: mein Mann und ich waren beide in einer Firma beschäftigt, Mitte Oktober hatte ich eine schwere Nierenbeckenentzündung, und somit einen Krankenschein, und wurde daraufhin von unserem Chef zu meinem letzten Arbeitstag vor Erkrankung gekündigt, habe also keine Lohnfortzahlung o.ä. und bekam Ende Oktober also nur den halben Lohn.

Anfang November hatte mein Mann dann in derselben Firma einen Arbeitsunfall, bei dem er sich eine Bänderüberdehnung zugezogen hat, und bekam auch einen Krankenschein, und wurde zu dem Tag an dem er den Unfall hatte gekündigt, und bekommt in diesem Monat keine Lohnzahlung mehr.

Die Krankenkasse sagte uns zwar zu, das er für die Zeit Krankengeld bekommt, das funktioniert aber nur, wenn der Arbeitgeber Unterlagen einreicht, was er aber nach mehrmaligen Anschreiben nicht getan hat, somit kann die Krankenkasse nicht zahlen.

Mein Mann hat Anspruch auf ALG1, ich habe keine 12 Monate voll, und bekomme dort nichts, er kann kein ALG1 bekommen, wegen dem Krankengeld, und Hartz4 bekommen wir auch nicht, da ja vorher erst zwei andere Stellen in der Pflicht sind.

Das bedeutet nun also, das uns diesen Monat niemand Geld bezahlt, und inzwischen sind alle Reserven aufgebraucht, und ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll.

Es ist kein Geld mehr da, und auch kein Geld in Sicht, unsere Abbuchungen stehen an, unser Kind braucht übermorgen eine neue Monatskarte um zur Schule zu kommen, wir haben zwei Katzen die nichts mehr zu fressen haben, und jeder verschiebt die Verantwortung immer auf den nächsten.

Das kann doch so nicht richtig sein.


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Auf der Suche nach einem guten Rat

28.11.2018 um 11:09
@Flyflower

Da das eine ganz schön verfahrene und dringende Situation ist würde ich dir raten, dich an eine Beratungsstelle zu wenden. Die kennen sich mit den einzelnen Systemen viel besser aus als wir hier (wo du eventuell bei 3 Leuten 4 Meinungen hörst und im schlimmsten Fall Energie auf Tipps verwendest die nichts bringen).

Die Caritas bietet zum Beispiel solche Beratung an (und das recht weitflächig und auch online), da geht es grade auch um ALG, Hartz, Krankengeld etc:

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/allgemeine-sozialberatung/sozialeprobleme.aspx

Es gibt auch Vereine vor Ort, die solche Sachen anbieten. Dazu müsstest du nach Sozialberatung und deinem Wohnort googeln.

Drück dir die Daumen dass du schnell Hilfe bekommen kannst!


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Auf der Suche nach einem guten Rat

28.11.2018 um 11:22
@NeonMouse
Danke schön.
Das werde ich mal versuchen.


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28.11.2018 um 11:52
Ich habe das leichte Gefühl das zumindest die Kündigung von deinem Mann alles andere als rechtens war..sofern er wirklich länger als 12 Monate dort beschäftigt war und nicht mehr in der Probezeit.

Der Grund der Kündigung würde mich auch mal interessieren..denn eine Kündigung aufgrund eines Arbeitsunfalles ist 100% nicht rechtens.


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28.11.2018 um 11:53
@Nerok

Leider hat es bei Kündigungsschutzklage diese 3-Wochen-Frist, deswegen dachte ich dass der Zug wahrscheinlich abgefahren ist wenn das Anfang November war :/

Kling aber auch als wären diese Kündigungen sogar Nachwirkend a la "Ich kündige zu Datum gestern" erfolgt?


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28.11.2018 um 11:53
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:Die Caritas bietet zum Beispiel solche Beratung an
Erfahrungsgemäß ist die Wartezeit für einen Termin dort sehr lang. Man kann sich von der Caritas aber ein Schreiben geben lassen, dass man einen Termin wollte, dies aber in nächster Zeit nicht möglich ist. Mit diesem Schreiben geht man dann zum Gericht(?). Dort kann man dann kostenlose Rechtsberatung beantragen.


@Flyflower
Vielleicht klappt es aber bei euch auch zügig mit der Caritas. Ich wünsche euch viel Erfolg und dass ihr so schnell wie möglich einen Ausweg aus dieser beschissenen Situation findet.


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28.11.2018 um 11:54
@NeonMouse

Das ist natürlich sehr mies.

Denn zumindest fristlose Kündigungen nach Arbeitsunfällen noch am selben Tag würde jeder Anwalt in der Luft zerreissen.


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28.11.2018 um 11:58
Ist es wirklich so leicht Kündigungen zu erteilen?


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28.11.2018 um 11:58
@Samsaraa

Sofern man nicht mehr in der Probezeit ist..eigentlich nicht.


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28.11.2018 um 11:59
@Nerok
@Flyflower
Hier wäre noch ein Hoffnungsschimmer:

Die Kündigungsschutzklage kann nachträglich zugelassen werden, z.B. wegen Krankheit. Dazu muss der Antrag auf nachträgliche Zulassung bis spätestens 2 Wochen nach Wegfall des Hindernisses gestellt werden. Versuchen kann man es...
https://www.kluge-recht.de/arbeitsrecht-ratgeber/kuendigungsschutzklage-klagefrist.html

Nutzt aber für die aktuelle Schräglage akut auch nix. Sollte man trotzdem machen, damit nicht wieder Fristen versäumt werden...


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28.11.2018 um 11:59
@Nerok
In der Probezeit hat man doch such Kündigungsfristen.


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28.11.2018 um 12:04
@Flyflower
Deinem Mann hätte der Chef nicht so einfach kündigen dürfen. Bei einem Arbeitsunfall stehen ihm sogar länger als die üblichen 6 Wochen Krankengeld zu.
Geht bitte zum Jobcenter. Die müssen euch helfen. Jedem steht die Grundsicherung zu. Noch dazu, dass ihr mind 1 Kind habt. Die dürfen euch nicht Hungern lassen. Das wäre ja auch ein ganz schlimmer Kreislauf. Ohne Geld könnt ihr den Strom und noch schlimmer, die Miete nicht zahlen.
Ganz böse Sache. Ich drücke euch die Daumen.


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28.11.2018 um 12:06
@MATULINE

Der ehemalige Chef hat sie halt schön in die Scheiße geritten denn Technisch gesehen müssten sie erstmal Krankengeld bekommen..was aber nur geht wenn der ehemalige Chef sich nicht quer stellt und Unterlagen rüberreicht.

Solange sind andere Ämter faktisch gesehen nicht zuständig.


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28.11.2018 um 12:07
Zitat von FlyflowerFlyflower schrieb:Die Krankenkasse sagte uns zwar zu, das er für die Zeit Krankengeld bekommt, das funktioniert aber nur, wenn der Arbeitgeber Unterlagen einreicht, was er aber nach mehrmaligen Anschreiben nicht getan hat, somit kann die Krankenkasse nicht zahlen.
Da es ein Arbeitsunfall war stellt sich mir da die Frage ob nicht der Arbeitgeber, bei dem der Unfall passierte, in der Pflicht ist.
Eine Versicherung zahlt in der Regel ja nur wenn bestimmte Nachweise geliefert sind. So lange das nicht passiert ist, ist doch der Arbeitgeber derjenige der für Kosten aufkommen muss, oder liege ich hier falsch?

Wenn du bei der Geschichte nichts ausgelassen hast und euer ehemaliger Arbeitgeber wirklich so ein Ar*** ist wie sich das hier darstellt dann würde ich mir Rat von einem Anwalt holen. Für mich klingt das wie ein nicht zu verlierender Fall aus Anwaltssicht.


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28.11.2018 um 12:10
Zitat von NerokNerok schrieb:Der ehemalige Chef hat sie halt schön in die Scheiße geritten denn Technisch gesehen müssten sie erstmal Krankengeld bekommen..was aber nur geht wenn der ehemalige Chef sich nicht quer stellt und Unterlagen rüberreicht.
Das glaube ich beim besten Willen nicht, dass ein Arbeitgeber so einfach verfahren kann.


@Flyflower
Wenns nix hilft und wie gesagt es wirklich so ist wie du schreibst, dann interessieren sich bestimmt Zeitungen, TV-Formate usw für euren Fall ;)


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28.11.2018 um 12:11
@Geisonik

Kann er auch eigentlich nicht.

Sofern nichts wichtiges weg gelassen wurde habe ich nur zwei Schlussfolgerungen:

1.) Der Chef ist das größte Arschloch auf Erden.

2.) Die TE und ihr Mann waren "schwarz" Beschäftigt und würde der Chef die normalen Wege gehen würde alles auffliegen.


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28.11.2018 um 12:13
Zitat von NerokNerok schrieb:Die TE und ihr Mann waren "schwarz" Beschäftigt und würde der Chef die normalen Wege gehen würde alles auffliegen.
Das kann nicht sein, dann hätte ihr Mann keinen Anspruch auf ALG1.


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28.11.2018 um 12:14
Zitat von NerokNerok schrieb:Solange sind andere Ämter faktisch gesehen nicht zuständig.
Das Jobcenter kann aber zB einen Kredit gewähren.
Die können doch nicht eine ganze Familie hungern lassen.

@Flyflower
Google doch auch mal nach Arbeitsunfall und Kündigung. Da steht einiges im Netz.


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28.11.2018 um 12:14
@Geisonik

Dann sind wir bei Punkt 1 :D

@MATULINE
Zitat von MATULINEMATULINE schrieb:Die können doch nicht eine ganze Familie hungern lassen.
Oh doch..die können wenn sie nicht Zuständig sind.


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28.11.2018 um 12:18
Zitat von NerokNerok schrieb:Oh doch..die können wenn sie nicht Zuständig sind.
Ja, aber irgendjemand ist dann zuständig und irgendjemand muss sich auch darum kümmern ggf. mit Druck die Unterlagen vom Arbeitgeber zu besorgen.

Eine Kündigung im direkten Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall kann ich mir nur vorstellen wenn der Unfall auf grobe Fahrlässigkeit oder sowas beruht. Also Sicherheitsmaßnahmen nicht ergriffen wurden zB. Oder Sogar eine Gefahr durch ignorieren von Sicherheitsbestimmungen für dritte dabei entstehen konnte.

Ansonsten wird das sicher für einen Anwalt leichtes Spiel werden.

Und zu den Ämtern, wenn niemand hilft oder wenigstens sagt wer zuständig ist, habe ich ja den Vorschlag: TV, Zeitungen usw. Formate wie Stern TV oder ähnliche würden dir da bestimmt gerne helfen. @Flyflower


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