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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

530 Beiträge, Schlüsselwörter: Atheist Und Christliche Feiertage

Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 14:32
435 Milliarden Euro....Nur mal zu den Relationen: Das sind nicht mal annähernd zwei Jahre Bundeshaushalt. Allein der Bundeshaushalt 2019 umfasst Ausgaben von mehr als 356 Milliarden.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundeshaushalt-2019-dafuer-gibt-der-bund-ihr-geld-aus-a-1240077.html


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 16:19
Es wird ja von unseren Religionshassern auch immer gern unterschlagen, dass bestimmte kirchliche Privilegien nur die Gegenleistung für die staatlichen Enteignungen sind...


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 17:18
@Doors

Warum hast du nicht folgendes aus deiner Quelle zitiert?
Allerdings warnt Schnell davor, das Vermögen der Kirche überzubewerten. „Die Kirche ist steinreich, allerdings nur reich an Steinen“, sagt sie. „Die Gotteshäuser sind größtenteils nicht verkäuflich, ihr Unterhalt und ihre Instandhaltung kostet jedoch einiges.“
Kirchenschätze und Kunstwerke wurden auch in diese Rechnung einbezogen.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 18:35
Wichtgestalt schrieb:Kirchenschätze und Kunstwerke wurden auch in diese Rechnung einbezogen.
Wenn ich ALG II beantragen sollte, müsste ich meine Immoblien, Kunstgegenstände und Sammlungen mit Wertangabe ebenfalls aufzählen. Die zählen nämlich zum veräusserungsfähigen Vermögen.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 18:48
Man muss als Atheist christliche Feiertage mitmachen, weil man sonst eine Hexe ist!
Und ans Kreuz genagelt, gevierteilt oder verbrannt wird ;)

Erst neulich an Pfingsten habe ich einen gesehen, der wollte in den Supermarkt und zack, hatte ihn eine wütende Meute und drosch auf ihn ein :troll:


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 20:08
Trimalchio schrieb:Es wird ja von unseren Religionshassern auch immer gern unterschlagen, dass bestimmte kirchliche Privilegien nur die Gegenleistung für die staatlichen Enteignungen sind...
Dass es seit 100 Jahren Verfassungsauftrag ist, mit dem Unsinn aufzuhören, sich aber irgendwie niemand dafür interessiert und diese "Gegenleistungen" darauf beruhen, dass sich irgendwelche Lehnsherren Anfang des 19 Jhr. dazu verpflichteten die kirchlichen Würdenträger zu besolden und das offenbar bis in alle Ewigkeit so weitergehen soll und natürlich auch kein Mensch danach fragt, wie die Kirche überhaupt an diese Ländereien gekommen ist, kann man dagegen natürlich mal unterschlagen....

Und dass das mit den überwiegenden Privilegien, über die hier gesprochen wurde, gar nichts zu tun hat, kann man natürlich auch mal unterschlagen.

Und dann kann man es natürlich mal so darstellen, als seien alle Privilegien der Kirche quasi Schuldverhältnis für irgendwelche Ungerechtigkeiten.

:Y:


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 22:35
Doors schrieb:Wenn ich ALG II beantragen sollte, müsste ich meine Immoblien, Kunstgegenstände und Sammlungen mit Wertangabe ebenfalls aufzählen. Die zählen nämlich zum veräusserungsfähigen Vermögen.
Ist ja auch richtig. Denn wieso soll der Steuerzahler (darunter viele ohne Super-Privatvermögen und ohne Immobilienbesitz) Leuten den Lebensunterhalt finanzieren, die bloß einen ihrer Rembrandts oder van Goghs oder ein Grundstück verkaufen müssten, um davon sorgenfrei zu leben?

Aber was hat das jetzt mit kirchlichen Feiertagen etc. zu tun?


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 22:41
Trimalchio schrieb:Es wird ja von unseren Religionshassern auch immer gern unterschlagen, dass bestimmte kirchliche Privilegien nur die Gegenleistung für die staatlichen Enteignungen sind...
Nur weil man die Kirche kritisiert, ist man nicht automatisch ein Religionshasser oder Atheist.
Gottgläubigkeit und Kirchenkritik ist absolut kein Widerspruch.

Das Stichwort heißt Reichsdeputationshauptschluss
Wikipedia: Reichsdeputationshauptschluss#Religionspolitische_Folgen
und es wird bis heute von der Politik echt verschlafen, das Ding nach 216 Jahren endlich mal zum Abschluss zu bringen.
Es wird Zeit.

Und unter uns Pastorentöchtern, nicht alles, was zum Besitz der Kirche gehört, ist wirklich legal, oder zumindest moralisch einwandfrei, in deren Hände gelangt. Fängt bei der Konstantinischen Schenkung, nein besser Fälschung, an.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 22:50
Wenn ich da mal an den Brand in Notre Dame denke: Viele dachten, diese Kathefrale gehöre der katholischen Kirche, so dass diese für die Brandschäden zahlen müsse.

Aber Pustekuchen, in Frankreich gehören seit etwa 1925 alle Kirchengebäude dem Staat, so dass der französische Steuerzahler für den Erhalt der Kirchengebäude aufkommen muss, auch für den Wiederaufbau von Notre Dame (weshalb man ja so froh über die Großspenden war, denn die entlasten allein den Steuerzahler, nicht die Kirche).

Wäre das ein Modell, was auch für D attraktiv wäre? Oder ist man da doch froh, wenn die Kirchen ihre alten Gemäuer selber instandsetzen, natürlich zT mit Denkmalschutzhilfen, aber eben doch auch zum großen Teil aus Kirchenmitteln?


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25.06.2019 um 22:54
Trimalchio schrieb:Es wird ja von unseren Religionshassern auch immer gern unterschlagen, dass bestimmte kirchliche Privilegien nur die Gegenleistung für die staatlichen Enteignungen sind...
Naja, mit Ablass und Handel, kennt sich die Kirche ja auch prima aus.


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25.06.2019 um 23:21
DyersEve schrieb:Naja, mit Ablass und Handel, kennt sich die Kirche ja auch prima aus.
Weshalb es ja auch nicht geht, einfach Jahrhunderte faktisch vorhandener christlicher Prägung in D mit allen ihren Höhe- und Tiefpunkten zu tilgen.

Diese Prägung hat ihre Spuren nun mal geistesgeschichtlich (nicht nur philosophisch-theologisch mit entsetzlichen Auswüchsen wie den Hexenprozessen, aber auch mit einem Dietrich Bonhoeffer und mit einem Friedrich von Spee und mit einem Karl Rahner), architektonisch (klar, Kölner Dom, aber auch Ulmer und Freiburger Münster, genialische Orgeln), musikalisch (die großen Oratorien von Bach, Händel, Mendelssohn-Bartholdy), kunstgeschichtlich (wer je einen Kunsthistoriker über ein Mariengemälde und desssen malerische Symbolik hat referieren hören, weiß, was ich meine), hinterlassen, ob man das akzeptieren will oder nicht.

Und daraus erklären sich eben ein paar Feiertage, die zu ertragen sind. Wo steht geschrieben, dass Erben immer einfach ist?


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 23:43
Andante schrieb:Weshalb es ja auch nicht geht, einfach Jahrhunderte faktisch vorhandener christlicher Prägung in D mit allen ihren Höhe- und Tiefpunkten zu tilgen.
Natürlich nicht, denn Staat und Kirche sind ja alles andere als getrennt.
Und die aufoktroyierte Maschinerie läuft ja auch bestens.
Andante schrieb:Diese Prägung hat ihre Spuren nun mal geistesgeschichtlich (nicht nur philosophisch-theologisch mit entsetzlichen Auswüchsen wie den Hexenprozessen, aber auch mit einem Dietrich Bonhoeffer und mit einem Friedrich von Spee und mit einem Karl Rahner), architektonisch (klar, Kölner Dom, aber auch Ulmer und Freiburger Münster, genialische Orgeln), musikalisch (die großen Oratorien von Bach, Händel, Mendelssohn-Bartholdy), kunstgeschichtlich (wer je einen Kunsthistoriker über ein Mariengemälde und desssen malerische Symbolik hat referieren hören, weiß, was ich meine), hinterlassen, ob man das akzeptieren will oder nicht.
Was hat das mit meinem Einwand zu tun?
Für mich ist nur ersichtlich, dass die sogenannte,"Prägung", von seitens des Staates,
immer weiter fortgeführt wird.
Die Verquickungen sind mannigfaltig und allgegenwärtig.
Und daraus erklären sich eben ein paar Feiertage, die zu ertragen sind. Wo steht geschrieben, dass Erben immer einfach ist?
Warum ist in Stein gemeißelt, dass eine religiöse Sekte, und das meine ich in allen Belangen,
sich derart in das gesellschaftliche Leben einmischt?


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 23:43
Und wer weiß überhaupt, wo man in D sozial und geistesgeschichtlich heute stehen würde ohne so jemanden wie Martin Luther und seine Aufmischung dessen, was sich damals katholisch nannte? Wobei Luther ja eigentlich katholischer werden wollte als er damals den katholischen Zustand befand, aber es ist dann halt anders gekommen...

Auch das ist Teil des Erbes, womit man in D nun mal geschlagen ist, auch feiertagsmäßig in manchen Gegenden mit dem Reformationstag.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 23:46
DyersEve schrieb:Warum ist in Stein gemeißelt, dass eine religiöse Sekte, und das meine ich in allen Belangen,
sich derart in das gesellschaftliche Leben einmischt?
Das tun Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Kassenärztliche Vereinigungen, Bund der Steuerzahler doch auch.


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25.06.2019 um 23:51
DyersEve schrieb:Warum ist in Stein gemeißelt, dass eine religiöse Sekte, und das meine ich in allen Belangen,
sich derart in das gesellschaftliche Leben einmischt?
Jedenfalls bringen Kassenärzte, wenn sie den Patienten weismachen, dass demnächst die Kasse diese und jene Leistung nicht mehr zahlt und dass daher der Hauarzt zumachen muss, mehr Leute auf die Straße als jede Kirche.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

25.06.2019 um 23:53
Andante schrieb:Weshalb es ja auch nicht geht, einfach Jahrhunderte faktisch vorhandener christlicher Prägung in D mit allen ihren Höhe- und Tiefpunkten zu tilgen.
Wo ist denn das Argument?

Du wirfst hier völlig wirr irgendwelche Dinge durcheinander, tust dann so, als wolle irgendwer alle Kirchen abreißen und zusätzlich die Geschichtsbücher verbrennen.und anschließend kommt dann wieder "Prägung"...aber dieses ganze Gesülze von "Prägung" und "Tradition" zieht seinen Wert und Sinn schon seit Anbeginn dieses Threads aus sich selbst.
Erklären konnte das noch niemand, "es ist Tradition...wir sind doch so geprägt" ist einfach Grund...das ist halt irgendwie wichtig....weiß doch jeder.

Es ist im Endeffekt nichts weiter als ein völlig irrationales "Die Gegenwart ist an der Vergangenheit" auszurichten.
Wenn man das als Grund akzeptieren würde, müsste man eig noch in Höhlen leben und das Rad in jeder Form bekämpfen.

Wie lange geht denn so eine "christliche Prägung" genau und wann kann man Dinge ändern? Nie? Ein paar Jahrhunderte später?
Wie lange rechtfertigt das diese Privilegien und warum sind alle anderen Leute neben Christen und der Kirche und deren Rechte vollkommen Latte?


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26.06.2019 um 00:00
Andante schrieb:Und wer weiß überhaupt, wo man in D sozial und geistesgeschichtlich heute stehen würde ohne so jemanden wie Martin Luther und seine Aufmischung dessen, was sich damals katholisch nannte?
Naja, dass mal zum Thema Luther:
https://www.welt.de/kultur/article126395361/Neuneinhalb-Thesen-gegen-Martin-Luther.html
Andante schrieb:Auch das ist Teil des Erbes, womit man in D nun mal geschlagen ist, auch feiertagsmäßig in manchen Gegenden mit dem Reformationstag.
Das Problem ist doch die gesetzliche Durchführührung, kirchlicher, aufoktroyierter Direktive.
Und da sind wir wieder bei der Verquickung von Staat und Religion.
Gesteh den Menschen doch einfach das Recht zu, selber zu entscheiden, ob sie ihren Laden
aufmachen möchten.
Gesteh den Leuten zu, tanzen zu wollen, wann und wenn sie möchten.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

26.06.2019 um 00:04
Whoracle schrieb:tust dann so, als wolle irgendwer alle Kirchen abreißen und zusätzlich die Geschichtsbücher verbrennen
Nein, das habe ich an keiner Stelle getan, wie man leicht nachlesen kann.
Whoracle schrieb:Es ist im Endeffekt nichts weiter als ein völlig irrationales "Die Gegenwart ist an der Vergangenheit" auszurichten.
Wenn man das als Grund akzeptieren würde, müsste man eig noch in Höhlen leben und das Rad in jeder Form bekämpfen.
Es geht um popelige Feiertage, mit denen der Threadersteller offenbar ein Problem hat. Ich nicht, auch nicht mit dem Rad.
Whoracle schrieb:Wie lange geht denn so eine "christliche Prägung" genau und wann kann man Dinge ändern? Nie? Ein paar Jahrhunderte später?
Wie lange rechtfertigt das diese Privilegien und warum sind alle anderen Leute neben Christen und der Kirche und deren Rechte vollkommen Latte?
Das ist doch Unsinn. Im Grundgesetz steht, dass es für alle gleichermaßen gilt, egal, welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, welcher Religion oder Nichtreligion. Da ist nichts Latte, deutlicher kann man es nicht sagen.

Es geht im Thread bloß um Feiertage, schon vergessen?


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

26.06.2019 um 00:09
Andante schrieb:Es geht im Thread bloß um Feiertage, schon vergessen?
Wie meinen?
Andante schrieb:Diese Prägung hat ihre Spuren nun mal geistesgeschichtlich (nicht nur philosophisch-theologisch mit entsetzlichen Auswüchsen wie den Hexenprozessen, aber auch mit einem Dietrich Bonhoeffer und mit einem Friedrich von Spee und mit einem Karl Rahner), architektonisch (klar, Kölner Dom, aber auch Ulmer und Freiburger Münster, genialische Orgeln), musikalisch (die großen Oratorien von Bach, Händel, Mendelssohn-Bartholdy), kunstgeschichtlich (wer je einen Kunsthistoriker über ein Mariengemälde und desssen malerische Symbolik hat referieren hören, weiß, was ich meine), hinterlassen, ob man das akzeptieren will oder nicht.


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Warum muss ich als Atheist die christlichen Feiertage mitmachen?

26.06.2019 um 00:09
DyersEve schrieb:Gesteh den Menschen doch einfach das Recht zu, selber zu entscheiden, ob sie ihren Laden
aufmachen möchten.
Gesteh den Leuten zu, tanzen zu wollen, wann und wenn sie möchten.
Na, dann frag mal die Gewerkschaften, ob sie mit Ladenöffnungszeiten hierzulande wie zB in Großbritannien einverstanden wären.

Die Kirchen mischen sich doch nicht ein, ob in D an 7 Tagen die Woche rund um die Uhr geöffnet sein soll. Die mischen sich höchstens beim Sonntag oder an Feiertagen ein. Aber sonst? Montags bis samstags durchgehend auf? Ist politische Entscheidung und ohne Gewerkschaften kaum durchsetzbar.


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