Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Faszination des Todes

282 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Faszination ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Faszination des Todes

01.07.2014 um 19:20
Zitat von PeisithanatosPeisithanatos schrieb:Nun das "Nichts" im Tod ist das Eingehen ins Alles, in den Horror oder das Vergnügen allen Bewusstseins - aber was soll man machen, wenn schon das Geschenkpapier schwarz ist?
Das freut mich ein wenig, endlich, nach so vielen Jahren, jemanden zu treffen, wenn auch nur virtuell, der das Nichts genauso versteht wie ich selbst, nämlich gar nicht. :D

Das Papier mag schwarz sein aber man nimmt ja keine Erinnerung daran mit und das ist dann vielleicht auch ganz gut so.

Allerdings habe ich von Nahtoderfahrenen gehört, die nach der Rückkehr, die Gedanken ihres Gegenübers wahrgenommen haben, so als ob sie sich verschiede Musikstücke gleichzeitig anhören würden.

Also doch alles ein bisschen miteinander verbunden und verwoben, die Frage ist, kann es gelingen diesen Zustand des sagen wir einmal "höheren Wahrnehmens" auch im ganz normalen Leben herbeizuführen?

Dann könnte ich dir jetzt sagen was du gerade denkst =) Aber wozu ist das noch nötig, du weisst es ja selber. :D


Habe hier noch ein kleines Geschenk für dich, zur Abwechslung mal nicht in schwarz:

Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann

@Peisithanatos


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

01.07.2014 um 19:26
@shionoro
@Aether
Aether schrieb:

Du hast den Vergleich nicht verstanden. Der kranke und nichtkranke wenden die selbe Vorgehensweise an. Einer ist krank, der andere eben affektiv. Was anderes habe ich auch nicht behauptet.

Es ist mir egal, ob derjenige psychisch krank ist oder im Affekt handelt. Überlassen tu ich keinen ob ihrer Entscheidung, denn es ist keine die sie in meiner Gegenwart treffen könnten. Die Folge ist und wird eine Einweisung sein, jeder Arzt bestätigt die sofortige Einweisung.

Allein schon wenn ein Suizident eingewiesen worden ist ohne krank zu sein, führt die Tat schon so weit, dass er/sie bestimmte Berufe gar nicht ausüben dürfte, aus gesundheitlichen Gründen. Suizidente Handlungen sind immer ein Krankheitsschlüssel gemäß Versicherung sordnung. Ansonsten müssten alle die Einweisung selbst zahlen.
Du hast gesagt diese Leute wären dann kurzzeitig krank, und das ist grundlegend falsch.

Richtig ist: Wir verwenden bei Gefahr im verzug für das eigene oder andere Leben dieselbe Methode an, nämlich eine Einweisung.
Das sagt nichts über die Behandlung der Leute aus.

Jemand, der Suizid gefährdet ist, weil er schizophren ist, der ist krank und wird behandeln.
Jemand der sich killen will wegen Liebeskummer, der ist im allgemeinen nicht psychisch krank und kann 1-2 tage drauf wenn es nicht mehr akut ist gehen.

Außerdem findet nicht jeder Selbstmord im Affekt statt.

Bei dir merkt man halt, dass du diese Sachen wie 'überlassen tu ich es keinen' nicht aus Fürsorge sagst, sondern dass du Leute die Selbstmrodgefährdet sind verachtest.

Das ist meiner Ansicht nach weit kranker als an Selbstmord zu denken.
Soweit korrekt, habe auch nie was anderes behauptet. Unterstellungen fallen einem nur dann gerne ein, wenn die Argumentationskette langsam ausgeht. Ich versteh das schon. Das erklärt auch deinen letzten, völlig unlogischen und in sich widersprüchlichen Satz.


melden

Faszination des Todes

01.07.2014 um 22:00
@Aether

Wo sollen mir die Argumente ausgehen?
Du sagtest einer der sich umbringt müsse psychisch krank sein, das ist grundlegend falsch.
Unsinn von dir, nummer eins.
Dann hast du behauptet, jemand der ne Krisenintervention bekommt sei dann kurzzeitig krank.
Auch Unsinn, zweite unsinnige Behauptung deinerseits.

Du hast was anderes behauptet, tu jetzt nicht so.
Zitat von AetherAether schrieb:Selbstmord ist eben nicht okay und gehört aktiv verhindert. Ich schaue keine Sekunde zu, wenn jemand zb. 'springen' möchte. Diese Entscheidung trifft keiner in meiner Gegenwart, derjenige ist aktiv psychisch erkrankt und wird erstmal eingewiesen.
Das ist du geschrieben und natürlich nagel ich dich darauf fest, ansonsten lern mal dich vernünftig auszudrücken.


melden

Faszination des Todes

02.07.2014 um 07:24
@du_selbst
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Das freut mich ein wenig, endlich, nach so vielen Jahren, jemanden zu treffen, wenn auch nur virtuell, der das Nichts genauso versteht wie ich selbst, nämlich gar nicht. :D
Das Schöne ist doch auch, dass es am "Nichts" nichts zu verstehen gibt, was die ganze Sache erleichtert.
Aber diese Analogie hier finde ich nicht schlecht:^^
Das Versinken in die höchste Gottheit ist im Grunde ebenso ein Sturz in den Abgrund des NICHTS.
Meister Eckerhart
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Allerdings habe ich von Nahtoderfahrenen gehört, die nach der Rückkehr, die Gedanken ihres Gegenübers wahrgenommen haben, so als ob sie sich verschiede Musikstücke gleichzeitig anhören würden.
Das Bewusstsein wirft viele Fragen auf: geht es dem Sein voraus, oder geht das Sein dem Bewusstsein voraus? Ist es nur ein evolutionäres "Tool" zur Orientierung, Fress-und Fluchthilfe quasi?
Wir wissen es zwar nicht, aber man kann sich nicht vorstellen wie überhaupt etwas sein kann ohne Bewusstsein, jene letzte "Matrix".
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Also doch alles ein bisschen miteinander verbunden und verwoben, die Frage ist, kann es gelingen diesen Zustand des sagen wir einmal "höheren Wahrnehmens" auch im ganz normalen Leben herbeizuführen?
Man müsste mal klein anfangen und es mit dem Insekt von nebenan versuchen.^^

PS: nette Geschichte


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

02.07.2014 um 14:45
@Peisithanatos
Danke. PS: Nett? Und was sagst du zur Hintergrundfarbe? ;)
Zitat von PeisithanatosPeisithanatos schrieb:Das Bewusstsein wirft viele Fragen auf: geht es dem Sein voraus, oder geht das Sein dem Bewusstsein voraus? Ist es nur ein evolutionäres "Tool" zur Orientierung, Fress-und Fluchthilfe quasi?
Wir wissen es zwar nicht, aber man kann sich nicht vorstellen wie überhaupt etwas sein kann ohne Bewusstsein, jene letzte "Matrix".
Sein ohne Bewusstsein klingt nach einem traumlosen Schlaf?

Der Stein da drüben ist wohl auch ohne Bewusstsein, ausser gerade jetzt in meinem, ob er auch in seinem ist? Gibt wohl viele Sachen die da sind ohne eigenes Bewusstsein.

Was mich aber noch viel spannender dünkt ist dein Gedanke das Nichts mit allem zu verbinden, könntest du dir auch vorstellen, dieses Nichts aus der Zukunft in die Gegenwart zu ziehen und dich jetzt, in diesem Moment, mit allem zu verbinden?

Auch ein wenig mit den Buchstaben die du hier siehst und der Gestalt die sie hier hingeschrieben hat?

Wenn du verstehst worauf ich hinaus will.


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

03.07.2014 um 07:55
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Danke. PS: Nett? Und was sagst du zur Hintergrundfarbe? ;)
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Sein ohne Bewusstsein klingt nach einem traumlosen Schlaf?
Schon Sokrates hat diese Analogie herangezogen und im traumlosen Schlaf befinden wir uns, wie es scheint, im steten Rapport mit der "Nichtexistenz", dem Zustand wie er vor unserer Geburt gewesen sein mag.
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Der Stein da drüben ist wohl auch ohne Bewusstsein, ausser gerade jetzt in meinem, ob er auch in seinem ist? Gibt wohl viele Sachen die da sind ohne eigenes Bewusstsein.
Sachen sind per definitionem ohne Bewusstsein. Wir wissen zumindest, dass unser Bewusstsein an die Hirnfunktionen gekoppelt ist und das schon geringfügige Störungen oder Verletzungen des Gehirns nachhaltige Wirkung auf unser Bewusstsein haben, aber natürlich ist das Bewusstsein selber etwas anderes als das Gehirn. Die wahrnehmende "Matrix" selbst ist was völlig anderes als das, was es wahrnimmt, ob das nun ein Stein oder ein Baum ist.
Wie aber aus dem Gehirn dieses Phänomen erwachsen kann bleibt weiterhin ein Rätsel.
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Was mich aber noch viel spannender dünkt ist dein Gedanke das Nichts mit allem zu verbinden, könntest du dir auch vorstellen, dieses Nichts aus der Zukunft in die Gegenwart zu ziehen und dich jetzt, in diesem Moment, mit allem zu verbinden?
In allen Ausprägungen der Mystik ist dieser Gedanke des "Verschmelzens" mit Allem ein immer wiederkehrendes und zentrales Thema. Viele haben diesen Zustand angeblich mit Meditation oder psychedelischen Substanzen erreicht
Niemand hat den Alltag verdient, entgrenzen wir uns also!^^

Aber wenn dich das Nichts so fasziniert, dann kann ich dir dieses Buch hier sehr empfehlen: http://www.amazon.de/Nichts-Abschied-Sein-Ende-Angst/dp/3861505444

Hier ein Auszug:
Lange, sehr lange, ja, fast schon von Ewigkeit zu Ewigkeit hatte er an diesen Termin gedacht. Und nun war der Tag gekommen: Er würde nicht mehr länger allein sein! Bisher hatte es nur ihn und sonst nichts gegeben. Doch das war auf die Dauer zuwenig, zumal nichts wirklich sehr wenig war. Nein, das sollte sich ändern. Aus nichts sollte etwas werden - und nicht bloß etwas, sondern etwas Gutes, das unendlich viel besser als nichts war. Licht sollte werden, wo vorher Finsternis war.

Daß er das schaffen würde, daran hatte er keinen Zweifel: Wer sollte ihn daran hindern, da er doch allein war und nichts ihn stören konnte? Und an ihm sollte es nicht liegen. Zeit genug hatte er gehabt, genau zu planen, womit er beginnen wollte, was dann kommen und wie sich alles vollenden sollte. Zu dumm dafür war er sowieso nicht, im Gegenteil: Er war sehr klug. Bisher war ihm eigentlich überhaupt kein Fehler unterlaufen. Und da er auch noch einen ziemlich guten Charakter hatte, war nicht zu befürchten, daß er etwas Schlechtes machen würde.

Ja, wenn er sich ausmalte, wie gut alles werden würde, wie sie sich freuen und darüber staunen würden, was er sich alles für sie ausgedacht hätte, wurde seine Vorfreude riesengroß, beinahe größer als er selber, wenn das überhaupt möglich gewesen wäre.

Ein letztes Mal überdachte er alles noch einmal; und gerade, es war an einem Montag, wollte er anfangen zu schaffen, da fiel ihm plötzlich eine Frage ein, die er sich bis dahin noch nicht gestellt hatte, so gut sonst alles von ihm bedacht worden war: Warum sollte denn überhaupt etwas werden und nicht nichts bleiben? Sicher, bisher hatte er ja immer
geglaubt, daß selbst darin, wenn nicht alles so gut werden würde, wie er es sich vorgestellt hatte, es besser als nichts wäre. Aber wieso denn »besser« ? »Besser« für wen? Und »besser« als was?
Besser für ihn - zweifellos. Das war ja der Grund gewesen, warum er überhaupt auf diese Idee gekommen war. Er wollte nicht mehr allein sein. Vielleicht war er das schon zu lange gewesen. Außerdem ließ sein Mitteilungsbedürfnis es auf die Dauer einfach nicht zu, daß er alles für sich behielt.
Aber war es auch besser für sie, wo sie doch noch gar nicht waren, ohne ihn nie sein würden und es unter diesen Umständen für sie gar kein »besser« und schon gar nicht ein »schlechter« gab? Und dann: »Besser« als was? ja, wie konnte etwas denn »besser« als das sein, was überhaupt nicht war, ja, ganz und gar nichts war? Und wie konnte dieses »schlechter« als etwas sein?
Er runzelte die Stirn: Das hatte er tatsächlich noch nicht bedacht, obwohl es keinen unpassenderen Moment für seine Überlegungen hätte geben können. Besser, er überschlief das Ganze noch eine Nacht.

Der folgende Tag war so schön, daß er am liebsten sofort mit dem Schaffen angefangen hätte. Doch es ging ihm nicht anders als am Vortag. Wieder dieselben Fragen, wieder dieselben Bedenken. Wurde er krank? Waren es seine Bedenken, die ihn angekränkelt hatten? Hatte er jedenfalls erst einmal angefangen zu denken, konnte er dann auch nicht mehr aufhören. »Besser« für wen? Immer galt das nur für ihn. »Besser« als was? Als nichts? Jedes »besser« ,jedes »schlechter« zerrann ihm unter den Händen, sobald er das »etwas« mit dem »nichts« zusammenbrachte. Offensichtlich hatte dieses »etwas« keinen Vorzug vor dem »nichts« . Es gab hier einfach keinen Vergleich. Auf dieses vertrackte »nichts« schien überhaupt keiner der Begriffe zuzutreffen, die er sich bisher immer gemacht hatte. Und stellte er sich dann auch noch vor,
daß ihm vielleicht wirklich nicht alles so gut gelingen würde, wie er es sich vorgenommen hatte, darin wußte er nicht einmal mehr, ob es denn auch nur für ihn besser sein würde, wenn es für sie gar nicht immer und unter allen Umständen gut wäre.

Andererseits, durfte denn alles überhaupt gut oder gar sehr gut werden - so gut, so mächtig, so klug, so vollkommen wie er? Bei aller Güte stockte er hier von neuem. Denn etwas mußte er doch auch für sich ganz allein behalten. Ein kleiner Unterschied wäre nicht schlecht. Und ob es dafür ausreichte, daß er schon so unendlich lange er war, sie aber nur durch ihn sein würden?

Nun, man würde ihnen irgendwie anmerken können, woher sie gekommen und daß sie vorher nichts gewesen wären. Aber würde das allein genügen, daß sie nicht so vollkommen wären wie er, zumal er noch gar nicht geklärt hatte, ob dieses vertrackte »nichts« wirklich schlechter war? Vielleicht reichte ein »nichts« nicht. Vielleicht wäre es gut, wenn es für sie noch ein zweites, zukünftiges gäbe. Würde er sich dann nicht noch besser von ihnen unterscheiden können?

Aber der Unterschied durfte keinesfalls zu groß werden. Was er schaffen wollte, da hatte er keinen Zweifel, mußte mindestens das Beste von allein Möglichen sein. Denn sonst gab es ja überhaupt keinen Grund für das, was er vorhatte. Warum sollte überhaupt etwas sein, wenn es nicht das Bestmögliche und auf jeden Fall besser als nichts war?

Doch auch während der nächsten Tage ging es ihm nicht besser, die Nächte schlief er immer schlechter. Und Freitag nacht wälzte er sich völlig schlaflos hin und her. Er fühlte sich von allen guten Geistern verlassen. »Besser« , »schlechter« , »besser« für wen, »besser« als was? ja, was sollte er ihnen denn sagen, wenn es für sie manchmal so schlecht wäre, daß sie am liebsten gar nicht mehr wären? Fast ging es schon ihm so, auch wenn ihm diese Möglichkeit leider Gottes von vornherein verschlossen war, ewig, wie er nun einmal war. Wenn das dabei herauskäme, dann wäre doch alles umsonst gewesen - und nicht nur umsonst, sondern sogar schlechter als alles andere. Wäre es nicht besser, dem zuvorzukommen? Doch wie und mit was? Für einen Moment verschlug es ihm den Atem: etwa ganz einfach, ganz leicht mit diesem vertrackten »nichts« ? Dann fehlte doch höchstens ihm etwas, aber niemandem sonst, und selbst ihm würde eigentlich nichts fehlen. Warum also nicht alles beim alten lassen - beim Alten, wie er mit einem Anflug von Heiterkeit bemerkte, bei sich?

So leicht konnte er allerdings von seiner Lieblingsidee noch nicht lassen. Den ganzen Samstag kämpfte er mit sich. Erst am Abend begann er, sich an den neuen Gedanken zu gewöhnen, zumal wenn er bedachte, daß der eigentlich nur auf den alten Zustand hinauslief, der so schlecht ja nun auch nicht war.

Und am Morgen des siebenten Tages, er hatte zum ersten Mal wieder besser geschlafen, wurde ihm vollends klar: Wenn er seine Ruhe auf die Dauer wiederhaben wollte, und das brauchte er dringend, weil ihn die letzte Woche doch sehr erschöpft hatte, ließ er besser ein für allemal die Finger davon. So beschloß er schließlich, das Schaffen ganz zu lassen. In den nächsten Wochen und Monaten trauerte er manchmal noch seinem schönen Plan nach. Aber die Zeit, von der er wirklich sehr viel hatte, schloß auch diese Wunde. Und wenn er später daran zurückdachte, sagte er sich immer häufiger: »Mein Gott, was für einen Fehler hätte ich beinahe gemacht!«

Freilich war er auch eine außergewöhnliche Gestalt. Ja, was er in jener schaffensarmen, aber um so gedankenreicheren Woche erlebt hatte - einer wie er, der sonst alle seine Pläne ausführte, hatte seinen liebsten Beschluß zurückgenommen - , war so unglaublich, daß auch ganz andere Geschichten im Umlauf sind, sei es, daß es neben ihm doch noch andere Wesen gab, die er nicht kannte und die nicht so besonnen waren wie er, oder daß er selber am Ende auf den alten Plan zurückgekommen war. Aber das steht auf einem anderen Blatt.



1x zitiertmelden

Faszination des Todes

03.07.2014 um 23:30
Mein persönliches Untergangsgedicht. Begleitet mich lange schon.
Besser kann man den Zustand kaum beschreiben
Er trifft einfach immer ins Schwarze ...der böse Nietzsche


Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist du, Narr,
Vor Winters in die Welt – entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg', Vogel, schnarr'
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Versteck' du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Weh dem, der keine Heimat hat!


melden

Faszination des Todes

05.07.2014 um 14:08
@Peisithanatos
Zitat von PeisithanatosPeisithanatos schrieb:In allen Ausprägungen der Mystik ist dieser Gedanke des "Verschmelzens" mit Allem ein immer wiederkehrendes und zentrales Thema. Viele haben diesen Zustand angeblich mit Meditation oder psychedelischen Substanzen erreicht Niemand hat den Alltag verdient, entgrenzen wir uns also!^^
Ich dachte dabei nicht an ein verschmelzen in tiefer Meditation, sondern an ein vom Verstand gesteuertes, bewusstes identifizieren mit allen anderen Personen und Wesen in diesem Universum. Kein Gefühl sondern ein Gedanke. Das Nichts wird zu allem was ist.


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

07.07.2014 um 19:01
@du_selbst
Zitat von du_selbstdu_selbst schrieb:Das Nichts wird zu allem was ist.
Die Summe aller Energie im Universum ist gleich Null, sagen zumindest die Physiker - Abstrakt: (+1)+(-1)=0 .
Es gibt nichts Beständiges in diesem Universum, was jetzt ist, ist im nächsten Augenblick nicht mehr und das relative Sein/Nichts aller Objekte und Ereignisse in seiner Gesamtheit kulminiert zuletzt im universellen "Nichts".


melden

Faszination des Todes

19.10.2014 um 00:41
@Peisithanatos

Wie universell kann nichts sein ? Wie kann n i c h t s überhaupt s e i n ?

Logik als Instrument der Verstandes endet mit diesem. Die Definition für etwas das es nicht gibt gibt es nicht...Das Nichts ist also letztlich die Abwesenheit von Allem...oder wie auch immer...

Faszinierend wie weit wir mit unseren Gedanken gehen können während wir im alltäglichen Geschehen oftmals simpelst konditioniert, gar unbewusst dahinleben.
Ab und zu tauchen dann in Leerlaufphasen Gedanken auf die sich mit dem Leben an sich, mit dem eigenen Leben oder mit dem eigenen Ich als Person usw. auseinandersetzen.
Das geschehen wird infrage gestellt und das ist der Moment in dem sich das Geschehen selbst begegnet. Dieser eine winzige Moment der manchmal oder ständig wiederkehrt und eigentlich immer ist, endet jedesmal mit den Antworten die wir geben.
Ein Ende gibt es jedoch nicht, egal wie endgültig eine Antwort zu sein scheint, sie gibt nur eine feste Form für etwas das nicht fest ist.
Also verweilt die Bewegung(das Leben) für einen Moment in dem sie erklärt scheint um dann wieder weiter zu fließen und so eine neue Frage zu erzeugen...Dieses Fangenspielen endet wenn man selbst zur Bewegung wird und somit aufhört etwas feststehendes zu sein...

blabliblu

Viel Spaß hier noch und so...


2x zitiertmelden

Faszination des Todes

19.10.2014 um 02:35
@nowhereman
Zitat von nowheremannowhereman schrieb:Dieses Fangenspielen endet wenn man selbst zur Bewegung wird und somit aufhört etwas feststehendes zu sein...
Interessanter Gedanke..
Dann ist man quasi die Ruhe im Sichwandelnden... 1 mit der Bewegung..
Stillstand des Wandels als Wandel.. YinYang.
Erinnert mich an einen Orkan.. er bewegt sich, doch in seinem Auge, der Mitte, ist er/es still.


melden

Faszination des Todes

19.10.2014 um 13:38
@Dalejen

schöne und passende Interpretation!

Solange es ein "Du und Ich" gibt kapseln wir unser Bewusstsein von der Bewegung ab, denn nur so ist eine feststehende Existenz vorübergehend möglich.
Da wir selbst aber nunmal zeitweise Teil bzw. eigentlich Bewegung an sich sind, erscheinen immer wieder diese sich selbst und jede andere feste Form infrage stellenden Gedanken.

Jedesmal geben wir irgendeine vielleicht momentan passende Antwort um das Drängen der Fragen zu beenden und ein Augenblick später erscheint die nächste Frage.
Nur durch konsequentes ignorieren der niemals enden wollenden Bewegung welche sich z.b. in den Fragen äußert ist es uns möglich als abgetrenntes Wesen von dieser Bewegung zu existieren, das dies aber ein eben nur vorübergehender Zustand ist welcher von unserem wichtigtuerischen Ich erzwungen wird zeigt uns das Leben in dem es uns ständig mit dieser Illusion konfrontiert!


melden

Faszination des Todes

19.10.2014 um 20:14
Wirklichen Stillstand gibt es im Universum nicht, alles ist stets in Bewegung. Bewegung ist immer eine Energie und die Energie im Universum selbst ist ganzheitlicher Natur, nur ihre Zustände sind spezifisch und temporär, in Form kausaler Wechselwirkungen. Das reicht von subatomarer Ebene bis zu Galaktischen Clustern. Das Leben selbst ist eine Balance zwischen Statik und Dynamik, Kosmos und Chaos.

@Peisithanatos Materie selbst ist nur ein spezifischer Energiezustand jedoch das "Nichts" als solches gibt es nicht, es gibt immer "etwas". Nur leben wir in einer art Illusion der Materie. Manche bezeichnen dies auch als eine Form von Hologramm, welches eigentlich völlig substanzlos ist und nur durch spezifische Energieformen für deren scheinbare Wahrnehmbarkeit sorgt. Also das Nichts wäre in der Hinsicht wie eine Singularität aus der alle Energiezustände in ihren kausalen Ketten entspringen.


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

20.10.2014 um 00:37
@nowhereman
Zitat von nowheremannowhereman schrieb:Wie universell kann nichts sein ? Wie kann n i c h t s überhaupt s e i n ?
Im Kontext zu unserem Bewusstsein ist das "Nichts" die zeit - und substanzlose Lücke vor und nach uns - es ist wohl in erster Linie als Abwesenheit von "Etwas" aufzufassen. Wenn niemand da ist, keine fühlende, denkende und wahrnehmende Entität, wenn jegliches Bewusstsein abwesend ist, wie kann dann etwas existieren?
Das einzig relevante "Nichts" ist lebens- und sterbensnah und geht Hand in Hand mit den existentiellen Fragen unseres Menscheins und Daseins, den philosophischen großen Fragen. Warum ist überhaupt etwas und nicht Nichts, warum diese Ursachenfolge und Kette von Ereignissen von Ewigkeit her? Was sind wir? Wohin gehen wir - werden wir wieder "Nichts" sein? Gehen wir nach dem Tod ins "Alles" ein?
Was ist überhaupt Bewusstsein und in welchem Zusammenhang steht es mit dem "Sein", den Dingen, Wesen und Objekten?
Schwierige und teilweise unlösbare Fragen, die mich zeitlebens gequält haben - ich habe keine Antwort gefunden, die mich je befriedigt hätte - es ist nur ein Hantieren mit Wahrscheinlichkeiten innerhalb einer vagen, absurden und willkürlichen Existenz, die immer nahe am Nichts ist.

@cRAwler23
Zitat von cRAwler23cRAwler23 schrieb:Wirklichen Stillstand gibt es im Universum nicht, alles ist stets in Bewegung. Bewegung ist immer eine Energie und die Energie im Universum selbst ist ganzheitlicher Natur, nur ihre Zustände sind spezifisch und temporär, in Form kausaler Wechselwirkungen. Das reicht von subatomarer Ebene bis zu Galaktischen Clustern. Das Leben selbst ist eine Balance zwischen Statik und Dynamik, Kosmos und Chaos.
Ich betrachte das ähnlich wie du - in unserem Universum sind wahrscheinlich Zufall und Notwendigkeit miteinander verflochten und in bringen in der Ewigkeit der Zeit alle Zustände hervor, die möglich sind.

Wie wir das Existierende, das, was wir wahrnehmen bezeichnen, ob als Simulation oder Realität spielt eigentlich keine Rolle - um das Eine zu kennen, müssten wir wissen, was das andere ist und umgekehrt - wir können nicht ausbrechen aus dem, was wir sind. Wir sind unheimlich limitierte, nichtige und ephemere Wesen, die weit davon entfernt sind von einem umfassenden Verständnis der Wirklichkeit... aber spielt das eine Rolle, wo wir doch sowie schon bald wieder dorthin zurückkehren woher wir kamen, so wie all die Milliarden Wesen vor uns auch schon?


1x zitiertmelden
Doors ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Faszination des Todes

20.10.2014 um 10:07
Ich persönlich finde das Leben faszinierender als den Tod.


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

26.10.2014 um 23:38
Zitat von PeisithanatosPeisithanatos schrieb am 20.10.2014:Ich betrachte das ähnlich wie du - in unserem Universum sind wahrscheinlich Zufall und Notwendigkeit miteinander verflochten und in bringen in der Ewigkeit der Zeit alle Zustände hervor, die möglich sind.
Ja genau diese Verflechtungen sind es die die Muster des Lebens selbst ergeben. Selbst wenn am Ende des physischen Lebens nur noch Staub zurückbleibt der sich in neuen Formen manifestiert. Jeder Zustand ist nur temporär und das bildet das Wechselbad der Gezeiten.
Zitat von PeisithanatosPeisithanatos schrieb am 20.10.2014:Wie wir das Existierende, das, was wir wahrnehmen bezeichnen, ob als Simulation oder Realität spielt eigentlich keine Rolle - um das Eine zu kennen, müssten wir wissen, was das andere ist und umgekehrt - wir können nicht ausbrechen aus dem, was wir sind. Wir sind unheimlich limitierte, nichtige und ephemere Wesen, die weit davon entfernt sind von einem umfassenden Verständnis der Wirklichkeit... aber spielt das eine Rolle, wo wir doch sowie schon bald wieder dorthin zurückkehren woher wir kamen, so wie all die Milliarden Wesen vor uns auch schon?
Dazu passt dieses Bild sehr gut:


melden

Faszination des Todes

26.10.2014 um 23:45
Zitat von DoorsDoors schrieb am 20.10.2014:Ich persönlich finde das Leben faszinierender als den Tod.
Die Faszination des Todes steht nicht im Wettbewerb mit der Faszination des Lebens, beides sind nur Zustände und selbst wenn das Leben durch seine Vielfalt an Möglichkeiten am Ende doch sehr limitiert ist wie auch @Peisithanatos sehr treffend formuliert hat. Da gibt es kein Leben vs. Tod es sieht mehr so aus:

tumblr ndnsplv9RT1tgsupfo1 500

tumblr ndnsplv9RT1tgsupfo2 500

tumblr ndnsplv9RT1tgsupfo3 500

tumblr ndnsplv9RT1tgsupfo4 500

tumblr ndnsplv9RT1tgsupfo5 500

Jeder Mensch hat jedoch innerhalb seines Lebens viele Tode die er erlebt, schon ein kleiner Sinneswandel ist der Tod einer alten Sichtweise, der Abschied von geliebten Menschen ist auch für einen selbst ein kleiner Tod. Jede Entwicklungsetappe wird vom Tod der bisherigen durch eine neue abgelöst. Leben und Tod sind ewige und endgültige Zustände. Die Faszination liegt eigentlich nur im Unbekannten wenn ein Zustand den anderen ablöst, in welcher Form auch immer. Selbst wenn von einem selbst das Ich-Bewusstsein und all die Erinnerungen verblassen werden, so waren sie prägende Begleiter im Leben und haben uns bis in den Tod begleitet, wie alles dann :)


melden

Faszination des Todes

27.10.2014 um 01:46
eine interessante Frage ist auch, ob bei jedem Verstorbenen etwas anderes "danach" passiert. Man kann es nicht wissen, ob immer das Gleiche "danach" passiert. Einige gehen in die Hölle, andere in den Himmel. Ich würde mir den Tod nicht schön reden.


1x zitiertmelden

Faszination des Todes

27.10.2014 um 23:55
Zitat von AllesforscherAllesforscher schrieb:eine interessante Frage ist auch, ob bei jedem Verstorbenen etwas anderes "danach" passiert. Man kann es nicht wissen, ob immer das Gleiche "danach" passiert. Einige gehen in die Hölle, andere in den Himmel. Ich würde mir den Tod nicht schön reden.
Man sollte Himmel und Hölle als reine Metaphern betrachten. Die Frage ist, wie man aus dem Leben geht, mit Zufriedenheit und Entspannung, mit dem Gedanken sich und andere glücklich gemacht zu haben? Oder mit Anspannung, inneren Konflikten, Zweifeln, Angst und mit dem Wissen viele Fehler im Leben gemacht zu haben? Der Himmel ist die absolute Entspannung, die Hölle die absolute Anspannung.

Wir alle sind hier nur temporäre Wesen unser Ich-Bewusstsein und unser Körper werden wie Schall und Rauch. Das reine Bewusstsein wird wieder frei sein. Energie bleibt immer erhalten, nur ihre Zustände sind temporär. Gleiches gilt auch für Materie, die am Ende auch nichts anderes als Energie in einer bestimmten Form und Struktur ist.


melden

Faszination des Todes

29.10.2014 um 14:04
Weil die Ungewissheit zum nachdenken anregt, es gibt endlos viele Möglichkeiten was danach passieren kann. Außerdem hat jeder Mensch unbewusst Angst davor, jedoch wird der permanente Gedanke daran unterdrückt.
Diese Begründung finde ich schrecklich, ich kann generell Morde nicht nachvollziehen, aber es hat bestimmt i.was mit der Psyche zu tun.
Weil keiner sich vorstellen kann, das etwas endgültig vorbei ist und der Gedanke an etwas Spirituelles nachvollziehbarer ist.
Möglich. Würde verstehen was nach dem Tod passiert, wäre eine einzige Religion ja sinnvoll. Ich verstehe generell nicht, wieso sich einige Religionen so stark unterscheiden, wenn die Ansicht angeblich wahr sein soll.
Es würde sich nichts verändern, eventuell würde sich der Glaube verändern.


melden