Aniara schrieb:Aber stell dir doch mal vor, du kannst dich auf deine Arbeit konzentrieren und wirst nicht ständig durch Anrufe rausgerissen
Naja, etwa ein drittel aller Anrufe sind Bestellungen aus meiner Speisekarte zum liefern/abholen. Da muss ich schon selber reagieren um...
- die aktuelle Verfügbarkeit zu prüfen, denn es kann schon mal vorkommen, dass das eine oder andere Gericht an diesem Tag schon aus ist.
- Extrawünsche zu berücksichtigen wie "extra scharf" oder so
Da viele meiner Besteller namentlich und deren Lieferadresse bekannt sind, sind auch bestimmte "Fetische" dieser Gäste bekannt. Sowas wie: Der eine immer "alles ohne Zwiebel", "extra mehr Knoblauch" oder auch spezielle Allergien zu berücksichtigen sind, ist eine direkte Rücksprache während der Bestellung zwingend notwendig.
Diese Grundinformationen sind in meinem System eingepflegt, daher wäre es unumgänglich, diese an eine (externe) KI weiter zu geben. Das widerspricht aber dem persönlichen Schutz der Gäste (Datenschutz)
Aniara schrieb:Aber wenn man damit doch ~ 70% abwickeln kann, dann wäre das ein Gewinn für alle
welche 70% spare ich mir?
Die paar Sekunden, ein Gespräch persönlich entgegen zu nehmen? Aber dafür dann 150% Zeit aufzuwenden, die Informationen der KI zu ANALysieren? Um zum Schluss festzustellen, dass ich den Anrufer zurückrufen muss, um das eine oder andere Unverständnis zu klären?
Aniara schrieb:Für Spezialfälle gibt es dann eben den echten Mensch am Apparat. Aber das System korrekt zu verbinden, damit man belegte Tische nicht mehrfach vergibt, dass ist ja das kleinste Problem.
Dazu müsste die KI Zugriff auf mein Reservierungssystem haben, was aber außer uns niemand wissen muss. Somit wäre der KI bekannt WER bei uns Reserzweit, Reserdritt oder Reserviert hat. Wo bleibt dann die Anonymität und der Schutz meiner Gäste?
Ein einziger Blick auf meine Reservierungsliste genügt, dass wir eine Reservierung nicht doppelt vergeben. Bei einigen Stammgästen kann ich auch eine Folgebelegung des Tisches an weitere Personen belegen, da ich weis, dass der nie länger als bis sounsoviel Uhr bleibt. Wie soll das dann die KI handhaben?
Aniara schrieb:Reservierungen werden automatisch getätigt. Weitere Spezialfälle werden an dich weiter geleitet. Das ist alles möglich und nicht völlig abwegig.
Jaja, und der arme Gast muss vorher paar Minuten lang zwangsweise Telefonsex mit einem Blechtrottel haben. Was für Zeitverschwendung. Und das Telefon kann schon VOR der KI entscheiden, ob der Anruf....
- Eine Reservierung ist?
- Eine Bestellung ist
- oder irgendein anderer Anruf von meinen Lieferanten?
siehe auch
martenot schrieb:Wenn man sich aber auf in die Anrufer versetzt, dann kann es schon sehr nervig sein,
Das ist das was generell unmenschlich Zeit und Nerven kostet.
Aniara schrieb:Aber den brauchst du doch nicht, wenn ein Kunde einen Tisch reserviert, oder?
Wie oben erwähnt, ca. 30%-40% aller Anrufe sind Bestellungen zum abholen oder zum liefern. Daher muss mein Warenbestand aktuell sein. Und die Pflege des Bestands wäre wiederum ein extrem hoher Aufwand. Und die restlichen Anrufer wollen nicht
nur reservieren. Ggf. auch Sondergerichte bestellen oder sonstige Wünsche einbringen.
Aniara schrieb:Eine digitale Speisekarte wäre aber immer auf dem aktuellen Stand, man könnte regelmäßig die Bilder erneuern, Texte anpassen, Inhaltsstoffe etc. So muss man nicht jedes Mal einen großen Satz neuer Speisekarten bestellen. Schont die Umwelt.
Die Speisekarte ändert sich nicht alle kurzlebigen Zeitintervalle. Sollte ich saisonalbedingte Angebote haben, dann gibt es eine Extraseite. Inhaltsstoffe wechseln auch nicht alle paar Tage/Wochen. Sollte ich irgendeinen Text ändern müssen, dann betrifft das i.d.R. eine, maximal zwei Seiten und nicht die gesamte Karte.
Und wenn man schlau ist, dann macht man diese Karten selber. Der Arbeitsaufwand ist der selbige, egal ob ich die selber drucke oder die Vorlagen einer Druckerei zukommen lasse. Wobei man sich die Kosten der Druckerei sparen kann.
Eine digitale Speisekarte habe ich auch. Die steht auf unserer Homepage, und die wird automatisch aktualisiert (Preis/Textänderung) sobald ich diese in meinem Boniersystem ändere. Dazu brauch ich auch keine KI.
rhapsody3004 schrieb:Das sind neben der Umweltschonung natürlich unbestreitbar die Vorteile und bietet sich sicherlich bei den Betreibern an, die öfters ihre Speisekarte wechseln oder auch nur die Preise anpassen müssen.
10-20 Seiten für 10-20 Speisekarten alle drei Jahre neu auflegen ist keine große Umweltbelastung. Da ist dieses blöde Thermopapier bei Unbarzahlungen weitaus schlimmer.