Röhrich schrieb:Man kann den Kopf in den Sand stecken, man kann in Panik verfallen oder man geht Probleme an.
Oder man geht Sie halt nicht an, was ich ja sage.
Röhrich schrieb:Bei der Nahrungsmittelproduktion sehe ich jedenfalls eher sehr viele Möglichkeiten, um weit mehr zu erzeugen als es heute passiert.
Ich sehe jedenfalls das die Menschenheit mal versucht hat den Hunger auf der Welt zu beenden und versagt. Dass der Hunger zunimmt. Und du brauchst jetzt nicht drauf hin weisen was man könnte, wenn man Willen und Resourcen zur Verfügung hat. Darum geht es ja nicht. Es geht darum ob man die Probleme erkennen UND lösen will.
Die schlechte Aussicht der Menschheit liegt nicht am Mangel von Lösungen, sondern am Mangel diese Umzusetzen.
Röhrich schrieb:Heute ist man viel weiter als vor 60 Jahren, wo man Leuten noch erzählen konnte, die Nahrungsmittelerzeugung von 4 Milliarden Menschen könnte man nie erreichen...
Ja, heute ist man weiter. Immer mehr Menschen haben keine ausreichende Versorgung von sauberem Wasser und Nahrung.
Röhrich schrieb:Seit über 30 Jahren höre ich das prophezeite Ende der Nahrungsmittelerzeugung...
Das Gegenteil ist eher eingetreten, es wurde immer mehr erzeugt.
Und gleichzeitig due Böden degradiert und das Grundwasser abgepumpt und/oder verseucht.
Und gleichzeitig sinkt die Menge an nutzbarem Land während die Rate der Landdegration steigt.
Aber solange noch was da ist, hat man ja Produktion, nicht wahr?
In Spanien haben sie auch keine Missernten wegen zuwenig Dünger oder fehlender moderner Technologie. Da haben se in ner ziemlich regenarmen Gegend das Grundwasser weggepumpt und in Tomaten verpackt in wasserreiche Länder exportiert. Kann man machen, aber irgendwann ist das Wasser halt alle und dann dauert es 10000 Jahre bis das wieder aufgefüllt ist. Aber solange man noch Grundwasser pumpen kann, steigt die Kurve der Nahrungsmittelproduktion nach oben, ist also Alles OK, nicht wahr?
Röhrich schrieb:Da spielt das Klima eine untergeordnete Rolle
So wie in der Po-Ebene?
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-04/duerre-italien-reisanbau-klimawandel-desertifikation-landwirtschaftund deine Antwort ist intensivere Landwirtschaft?
Oder Importe aus Afrika?
Röhrich schrieb:Hektarerträge waren schon immer zum Teil durch die Witterung abhängig und werden es auch bleiben.
Ja, da hast du natürlich Recht. Sind wir wieder beim "Das gabs ja alles schon?" Ja, der Typ der aus dem 100stöckigen Hochhaus fällt kann auch 99 mal sagen "Das gabs ja Alles schon und das Letzte mal habe ich das auch überlebt"
Nicht das es nicht Lösungen dafür gäbe. Nur umsetzen müsste man sie halt.
Röhrich schrieb:Von solchen Katastrophenmeldungen sollte man sich nicht beunruhigen lassen, die gab es auch von vor 60 Jahren, "Bevölkerungsbombe".
Nun, da hast du Recht, die hohe Bevölkerungszahl ist eines der Grundprobleme. Mit der Hälfte der Menscheit den Planeten zumüllend gäbe es erheblich weniger Probleme. Die dauerhaft zu ernährende Zahl der Menschen liegt bei weniger als der Hälfte der aktuellen Zahl. Mehr zu ernährend geht nur durch Ausbeutung und Verbrauch beschränkter Resourcen. Die halt irgendwann aufgebraucht sind. Viele davon sehr bald.
philter schrieb:oder sind Prepper ein Eingeständnis, dass wir (außer Dienst gestellten) Zivis die Kontrolle verloren haben?
Ja
philter schrieb:Aber hier wird (theoretisch) für den irreversiblen Kollaps geplant, also fucked up.
Ne, dagegen kann man nicht planen. Nur gegenüber die kleinen Vorbeben.
Man könnte gemeinsam versuchen die große Katastrophe zu verhindern, aber das ist halt ein "könnte".
philter schrieb:Was bringt es konkret zu preppen, außer Zeit, um das Ende hinauszuzögern? Ist das so ein Thema für den Therapeuten, Kontrolle behalten zu wollen, obwohl nie Kontrolle existiert hat
Ja, zum größten Teil, natürlich, das ist psychologisches Problem. Das Gefühl hilflos zu sein gegenüber Vorgängen auf die man keinen Einfluss hat, wie z.B. die Zerstörung der Umwelt durch 60 Jahre Fossiellobby-Lügen und Einflussnahme.
Manche werden krank davon, andere zu Extremisten, wiueder andere nehmen Drogen und manche werden zum Prepper. Das hat wenigstens praktische Effekte die einen objektiv auch was bringen können. Und man "macht wenigstens was" und fühlt sich nicht ganz so ausgeliefert.
Man kann natürlich auch einen Therapeuten bezahlen, der erzählt einem dann ne Geschichte von nem 100stöckigen Hochhaus :-) Oder man investiert das Geld in ne Solaranlage und nen Batteriespeicher.