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Seinen Geist für Neues öffnen

23 Beiträge, Schlüsselwörter: Geist, Intellekt

Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 00:48
Allegorie, Metapher nennt es wie ihr wollt.

Jedenfalls habe ich diesen Text gelesen und mir geht die Symbolik nicht mehr wirklich aus dem Kopf.
Ich frage mich wie weit der Mensch in der Lage ist seinen Geist für Neues zu öffnen.

Wie leicht oder auch schwer der Mensch etwas annehmen kann, was sein Denken vielleicht nicht wirklich greifen kann. Sei es kulturell, sozial, weltlich oder auch religiöser Natur.
Wenn Jemand oder auch mehrere mit etwas auf euch zukommt/ zukommen, ihr Denken oder ihre Ansichten mit ihren Worten erzählen / erklären.
Wie geht Jemand damit um

Ich glaube jeder von euch kennt Plato und erst recht Sokrates aus der Antike.

Sokrates erzählt eine Geschichte von Plato, die im etwa so geht.

Eine Allegorie über Menschen, die in einer Höhle gefangen sind und immer nur auf deren Wand statt nach draußen ins Licht der Sonne blicken können. Ein Feuer im Hintergrund wirft auf die Höhlenwand Schatten von Menschen, die Schiffe, Statuen und Abbildungen von Tieren vorbeitragen. Für die Gefangenen sind die Schatten an der Wand die Wirklichkeit.
Sie tun ihr Bestes, sie zu verstehen und einander zu beschreiben. Infolge ihrer begrenzten Sicht sehen sie jedoch nur eine Illusion.

Sokrates stellt sich dann eine Person vor. Die aus der Höhle geholt wird und der man die Welt draußen zeigt. Das ist zunächst schmerzhaft und schwierig.
Sobald ihre Augen sich jedoch dem Licht angepasst haben, beginnt sie die Wirklichkeit statt der Schatten zu sehen. Schließlich kann sie sogar die Sonne sehen und begreift sie als Quelle allen Lebens und allen Guten auf der Welt.

Sokrates sagt dann folgendes: “Wenn dieser nunmehr aufgeklärte Mensch in die Höhle zurückkehrt und versucht, seinen Mitmenschen die umfassendere Wirklichkeit zu erklären, wird er Probleme haben. Vor allem wenn seine Augen sich wieder der Dunkelheit anpassen. Es wird so scheinen, als verfüge er nun über minderes, statt größeres Wissen, weil er hinauf ins Licht gegangen war.“

Es würde bei ihnen der Brauch sein, wie Sokrates sagt: “…diejenigen unter sich auszuzeichnen, die die vorbeihuschenden Schatten am schnellsten erkennen und sagen können, welche von ihnen vorher einzeln und welche zusammen vorbeikamen. Diese Höhlenbewohner würden dann den Ruf haben am besten Schlussfolgerungen über die Zukunft ziehen zu können“.

Einen Rückkehrer aus der Oberwelt würde es schwer fallen, die Schatten zu analysieren, teils weil er das Licht gesehen, teils weil er sich noch nicht wieder an die Dunkelheit gewöhnt hat.


…und wenn er sich mit den Gefangenen, die niemals aus der Höhle herausgekommen sind, darin messen müsste, die Schatten zu erkennen, während seine Sicht noch getrübt ist….,
würde er da nicht lächerlich wirken?
Die anderen würden sagen, er sei nach oben gegangen und dann ohne Augen wieder zurückgekehrt; dass es besser sei, gar nicht auf den Gedanken zu kommen, nach oben zu steigen; und wenn jemand versuchen sollte, einen anderen zu befreien und ihn nach oben zum Licht zu führen, dann sollte man einfach den Missetäter fangen und umbringen



Für die Gefangenen in der Höhle war die weitere Umwelt stets greifbar. Sie wurde nicht dadurch geschaffen , dass man sich umdrehte und nach oben zum Licht ging; vielmehr gestattete das ihnen nur, sie vollständiger wahrzunehmen.
Ursprünglich waren sie angekettet und konnten nicht fort, um die neue Wirklichkeit zu sehen, Nachdem jedoch einer von ihnen einmal diesen Weg gegangen war, entschieden sie sich dafür Weiterhin in die Dunkelheit zu starren “ Ihm hat es ja nichts gebracht“ pflegten sie zu sagen.


Natürlich geht das noch etwas in die Tiefe, aber um meine Frage zu verstehen, glaube ich reicht diese Ausführung.

Also noch mal meine Frage (n).




..Ich frage mich wie weit der Mensch in der Lage ist seinen Geist für Neues zu öffnen.

Wie leicht oder auch schwer der Mensch etwas annehmen kann, was sein Denken vielleicht nicht wirklich greifen kann. Sei es kulturell, sozial, weltlich oder auch religiöser Natur.
Wenn Jemand oder auch mehrere mit etwas auf euch zukommt/ zukommen, ihr Denken oder ihre Ansichten mit ihren Worten erzählen / erklären.
Wie geht Jemand damit um …


Lieben Dank für euer geduldiges lesen der post.
Und nun seit Ihr an der reihe.

Lieben Gruß Strolch


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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 01:09
Strolch
Das ist sicherlich auch eine Frage des Charakters und des Selbstbewußtseins. Je selbstsicherer jemand ist, umso eher ist er/ sie bereit, zuzugeben, nicht alles zu wissen und den Standpunkt eines anderen in Betracht zu ziehen.

Dazu kommt, daß ein Weltbild, das man hat, wie ein Gebäude ist, und wenn einer kommt, und "unten" ein Element oder mehrere "wegreißt", dann bebt und wackelt das Ganze. Ich habe genau das erlebt und es war schaurig, ich habe mich in der Zeit der Neustrukturiuerung meines Weltbildes geradezu körperlich krank gefühlt.


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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 01:24
ich würde sagen wollen, dass ich im land der schatten dinge sah, die leute, die nur im licht leben nicht verstehen und das ich in der welt des lichtes dinge sah, die die menschen, die nur im schattenreich leben nicht verstehen.

vielleicht sollten die menschen brücken schlagen.

die welt des lichts und des schattens sind auch sehr breit gefächert. inwieweit ist das leben nur ein schatten der lebensspendenden sonne?


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adonim
ehemaliges Mitglied

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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 01:24
Ich denke, dass der Wandlungsfähigkeit des Menschen und insbesondere der Psyche keine Grenzen gesetzt sind außer durch sich selbst. Wenn man also glaubt man könne etwas nicht erreichen oder es sei ganz und gar unmöglich für einen normalen Menschen, dann wird man auch wenig Erfolg haben. Wenn man sich hingegen eingesteht "Es könnte gehen", ist dass der erste Schritt in Richtung eines sicheren "Es geht. Ich weiss, dass es geht."
Das hat glaube ich viel mit Gewöhnung bzw. Konditionierung zu tun, man muss sich abrichten die Dinge unvoreingenommen und ohne Bewegung, einfach "so wie sie sind", wie immer das auch sein mag, zu nehmen.
Eine kritische Sicht auf die Dinge ist durchaus wichtig, um nicht den Verstand zu verlieren oder einen Fehler zu machen, also sollte man die Dinge mit Logik durchblicken und sich langsam ein schlüssiges Weltbild aufbauen mit Theoremen die möglichst viel Freiraum für weitere Entwicklungen und Entdeckungen liefern.
Menschen lieben Entdeckungen, alles was Neu ist oder Alt hat einen besonderen Reiz.

Ich kann nicht umhin das Thema in eine spirituelle Richtung zu ziehen. In dem Fall sind insbesondere die alten Systeme wie Qi-Gong oder Tarot interessant und dürften ebenso wie Meditation, uralte Mantras und das Interesse für die Aufgestiegenen Meister helfen den Geist für eine breitere Wirklichkeit vorzubereiten und Energie- und Glaubensblockaden lösen.
Aber auch neuere Entwicklungen wie Satanismus nach Crowley können helfen einem eingefahren Weltbild, das auf einer Gut-Böse-Achse beruht eine neue Aussicht zu geben und den Dingen offener entgegen zu sehen.

Grundsätzlich gilt für alle Bereiche, dass ein Interesse vorhanden sein muss, worauf man aufbauen kann. Um sich dann intesiver mit der Materie zu beschäftigen. So lernt man plötzlich fremde Ideen kennen und evtl. sogar fremde Werte teilen.


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rockandroll
ehemaliges Mitglied

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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 08:51
seinen Geist für neues zu öffnen halte ich für einen der elementarsten Teile des Daseins.
Einfach um zu sehen was es da noch so gibt, und zu vergleichen ob es womöglich auch für mich was sein könnte.

Danach hat man immer noch die Möglichkeit zu sagen, ja, das ist was für mich, oder nein, ich fühle mich in der alten Höhle eingentlich ganz wohl, weil sie für mich überschaubarer ist.


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Maat
ehemaliges Mitglied

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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 10:17
Ich komme mir manchmal auch so vor als sitze ich in einer Höhle und diese Höhle und die Schatten, die an die Wand geworfen werden, das sind meine Erinnerungen und mein Leben. Ich selbst versuche schon Licht in das Dunkel zu bringen aber es funktioniert nicht. Mir scheint dabei niemand behilflich zu sein. Das Licht, das immer mal für einen kurzen Moment aufflackert scheint irgendjemand gleich wieder zu löschen.

Aber dieses Feuer in der Höhe ist doch auch Licht. Dieses Licht wirft die Schatten. Und dieses Licht habe ich selbst entzündet. Ist dieses selbstenzündete Licht denn falsch oder nur ein kleiner Teil des Wirklichen des großen Lichtes vor der Höhle.
Selbst vor der Höhle ist es nicht immer hell, denn irgendwann kommt immer die Nacht mit ihrer Dunkelheit. Ist das kleine Feuer nur ein Teil einer großen Wahrheit und ist die ganze Wahrheit vor der Höhe zu finden? Oder gibt es keine im außen?


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Maat
ehemaliges Mitglied

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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 10:26
2 x l vergessen. Soll natürlich Höhle heißen und nicht Höhe. (Wenigstens habe ich nicht Hölle geschrieben. Was da wohl Herr Freud zu gesagt hätte.)


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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 13:12
na ich denke mal , grundsätzlich könnte jeder seinen Geist öffnen.

Aber die meisten haben erstens zu viel Angst vor dem , was sie " sehen " könnten und zweitens sind viele auch zu materiell eingestellt.

Wenn man den lieben langen Tag nur an Geld, Sex und Kleider denkt, kann man seinen Geist unmöglich öffnen.

Gruss die Mumie


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Sidhe
ehemaliges Mitglied

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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 16:00
outsider schrieb:.Ich frage mich wie weit der Mensch in der Lage ist seinen Geist für Neues zu öffnen.
Seinen Geist zu erweitern/zu öffnen ist einer der elementarsten Vorgänge des menschlichen Daseins, vergleichbar mit der körperlichen Evolution, die auch über lange Zeiträume Stück für Stück für Verbesserung sorgte und sorgt.
Die "Weite" des sich zu öffnenden Geistes ist unter der Betrachtungsweise mit dem reinen Verstandesdenken unerfaßbar. Der Mensch, der nur auf seinen Verstand hört, hat sich von den Erweiterungsmöglichkeiten des Geistes abgeschnitten und ist vergleichbar mit den in der Höhle Lebenden die die wahre Wirklichkeit für unbegreifbar und nicht wahrhaftig existent halten, obwohl sie selber diejenigen mit ärgst eingeschränktem Blickfeld sind.
Was der Mensch verlernt hat, ist, seinen Geist auch zu benutzen. Anders ausgedrückt, sich selber zu spüren und zu erkennen, die so wichtigen Fragen woher komme ich, wer bin ich, wohin gehe ich, sind auf einer rationalen Ebene nicht beantwortbar und werden auf dieser Linie immer in eine Sackgasse führen, die Unverständnis und/oder ein Abwenden mit sich bringt. Denn alles was unter die Führung des reinen vom Gehirn ausgehenden Denkens gelangt, unterliegt durch die Beschaffenheit eben des im Gehirn befindlichen Verstandes dessen Grenzen: das Gehirn als rein physisches Organ ist von Natur aus nicht in der Lage, etwas Höheres als sich zu erkennen, weil nichts und niemand über seine in ihm liegenden Grenzen hinauszugehen vermag, so kann der Verstand gar nicht anders als jegliche Metaphysik und Höherstehendes, Immaterielles, anzuerkennen weil es ihm schlichtweg nicht möglich ist.
Ein Mensch der sich zum Sklaven seines Verstandes gemacht hat, sieht also buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Er handelt damit wider seine eigene Natur des Geistes, weil >der Mensch< in seiner Art kein stoffliches sondern geistiges Geschöpf ist, und sich im Falle des reinen materiell gebundenen Verstandesdenken an etwas kettet, nämlich die Materie, das ihm in seiner eigentlichen Art überhaupt nicht entspricht.
So entsteht Verwirrung, Angst und Leid.

Natürlich ist der Verstand dennoch zu gebrauchen. Allerdings nicht als führende, sondern dem Geist selber folgende Instanz, was soviel bedeutet, daß die metaphysischen Impulse die wir mit dem Geist aufzunehmen fähig sind auf eine bestimmte Art und Weise von Immateriellen auf das Körperliche (Gehirn) übertragen und dort materiell verarbeitet und dementsprechend ausformuliert werden.

Seinen Geist zu öffnen bedeutet nichts anderes als den Geist=sich selber seiner natürlichen Tätigkeit zuzuführen und es ist dringend vonnöten, daß dies ein völlig normaler Zustand anstatt, wie heutzutage, die verlachte Ausnahme, wird.
Nur mit der gefundenen und gehaltenen Verbindung zu Sphären/Impulsen jenseits unseres physischen Raumes bekommen wir die Lebenskraft und Einsicht, die wir unbedingt zum geistigen Wachstum benötigen.
Der Geist kann dabei Erkenntnisse in einer Schnelligkeit und Klarheit erlangen, die dem Körper (Verstand/Gehirn) völlig unbegreiflich sind.
Der Mensch ist dazu von Natur aus in der Lage und ein gesunder, nicht unterdrückter Geist, strebt ganz von alleine immer weiter nach Oben, was mit immer neuen Erweiterungen verbunden ist.
Nur ist der künstlich durch vorrangiges Verstandeshandeln unterdrückte Geist heute Gang und Gebe und die Ursache aller Mißstände. Menschen, und das ist der Großteil, die so leben, wissen gar nicht, daß sie sich selber unterdrücken und benehmen sich dadurch unnatürlich arrogant, wie die Affen im Käfig, oft unterschwellig rasend, und hätten doch wie jeder Mensch die Möglichkeit, sich mit einem echten Willensakt von ihren selbst auferlegten Fesseln zu befreien.
outsider schrieb:Wie leicht oder auch schwer der Mensch etwas annehmen kann, was sein Denken vielleicht nicht wirklich greifen kann. Sei es kulturell, sozial, weltlich oder auch religiöser Natur.
Was man wirklich will, das kann man auch.
Man sollte vor allem auf sein Gemüt lauschen, und nie aufhören wollen zu lernen.


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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 16:12
Ich denke, mit zunehmendem Alter sieht man immer weniger die Notwendigkeit, sich auf Neues einzulassen, man hat zumeist seine feste, etablierte Persönlichkeit herausgebildet. Junge Leute finden das negativ, ich sehe es eher positiv, es bedeutet für den jeweiligen Menschen Stabilität. Ich sehe keinen Grund darin, sein ganzes Leben lang seine Ansichten zu ändern. Im Endeffekt zählt für das Individuum ja doch nur, dass es glücklich und zufrieden ist mit sich selbst.
Ich habe auch meine festen Ansichten, von denen ich auch nicht mehr abrücke. Ich höre mir notfalls andere Ansichten an, aber eher aus Höflichkeit, denn aus Interesse. Ich bin glücklich mit meinem altmodischen Ich, wieso sollte ich mich auf etwas Neues einlassen? Perfekt werde ich nie sein, und wenn ich mich 1000 Jahre ändern würde.


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09.10.2008 um 16:19
Der Mensch öffnet ständig sein Geist um die Wissenslücken zu fühlen.:D


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Sidhe
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09.10.2008 um 16:23
@ Jupiterhead
Jupiterhead schrieb:Der Mensch öffnet ständig sein Geist um die Wissenslücken zu fühlen
Du darfst den Geist nicht mit dem Intellekt verwechseln, auch wenn darüber allgemeine Sprachverwirrung herrscht.


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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 16:25
Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen neuen Fakten, die wie man wie auf der Festplatte im Gedächtnis speichert, und neuen Ansichten, die die Persönlichkeit verändern würden. Die beiden können sich zwar etwas überlappen, aber wenn ich z. B. als Übersetzer mich in eine neue Materie einarbeite, um einen Auftrag bearbeiten zu können, interessiert mich das nicht mehr, sobald ich die Arbeit abgegeben habe.


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Sidhe
ehemaliges Mitglied

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Seinen Geist für Neues öffnen

09.10.2008 um 16:25
@ yoyo
yoyo schrieb:Ich denke, mit zunehmendem Alter sieht man immer weniger die Notwendigkeit, sich auf Neues einzulassen, man hat zumeist seine feste, etablierte Persönlichkeit herausgebildet. Junge Leute finden das negativ, ich sehe es eher positiv, es bedeutet für den jeweiligen Menschen Stabilität. Ich sehe keinen Grund darin, sein ganzes Leben lang seine Ansichten zu ändern. Im Endeffekt zählt für das Individuum ja doch nur, dass es glücklich und zufrieden ist mit sich selbst.
Auch eine Persönlichkeit muß sich entwickeln, indem man herausfindet, wer man ist, und um diese Fragen gänzlich befriedigend zu beantworten ist es unerläßlich, tief zu schürfen.
Stabilität ist nicht gleich Stabilität, denn was bei dem Einen echt ist, ist bei dem Anderen nur eine Selbsttäuschung aus reiner Bequemlichkeit.


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09.10.2008 um 16:29
AmmaEra,

Du darfst den Geist nicht mit dem Intellekt verwechseln, auch wenn darüber allgemeine Sprachverwirrung herrscht.

kannst du mir bitte spezifizieren, Geist und Intellekt.


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Maat
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09.10.2008 um 16:31
"Nur ist der künstlich durch vorrangiges Verstandeshandeln unterdrückte Geist heute Gang und Gebe und die Ursache aller Mißstände. Menschen, und das ist der Großteil, die so leben, wissen gar nicht, daß sie sich selber unterdrücken und benehmen sich dadurch unnatürlich arrogant, wie die Affen im Käfig, oft unterschwellig rasend, und hätten doch wie jeder Mensch die Möglichkeit, sich mit einem echten Willensakt von ihren selbst auferlegten Fesseln zu befreien."

Bei mir ist es oft umgekehrt. Ich meine etwas zu erkennen, was meine Gefühlswelt betrifft und sich daraus ergebende Dinge, und mir wird immer wieder gesagt, daß ich mir das einbilde oder falsch sehe, mir etwas einrede.
Und das macht mich wieder rasend, weil ich meine etwas erkannt zu haben, was andere immer wieder negieren. Keine Aufklärung in Sicht. Alles bleibt, wie es immer war.


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09.10.2008 um 16:34
"Auch eine Persönlichkeit muß sich entwickeln, indem man herausfindet, wer man ist, und um diese Fragen gänzlich befriedigend zu beantworten ist es unerläßlich, tief zu schürfen. Stabilität ist nicht gleich Stabilität, denn was bei dem Einen echt ist, ist bei dem Anderen nur eine Selbsttäuschung aus reiner Bequemlichkeit."

Sehe ich anders, diese vermeintliche Unterscheidung in was wirklich ist und was nur eingebildet, wird oft von Leuten verwendet, die ihre Meinung für die richtige halten.

Ich sehe es nüchterner. Früher betrug die Lebenserwartung 35 Jahre, in diesem Alter gehörte man zum Ältestenrat und galt als weise. Wieso sollten wir heute doppelt so lange brauchen und uns dennoch ständig einreden, noch immer nicht zu wissen, wo der Hase lang läuft ...


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Sidhe
ehemaliges Mitglied

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09.10.2008 um 16:45
@ Jupiterhead
Jupiterhead schrieb:kannst du mir bitte spezifizieren, Geist und Intellekt.
Lies' am besten meinen ersten Beitrag hier.
Der Geist ist das eigentlich menschliche, das metapysische wenn Du so willst und nicht an die irdischen Raum-Zeit-Vorstellungen gebunden.
Der Intellekt ist nur das, was als angelerntes Wissen bezeichnet werden kann, eine Folge der reinen Hirntätigkeit auf materieller Ebene, ohne dabei Höheres zu erfassen.





@ Maat
Maat schrieb:Bei mir ist es oft umgekehrt. Ich meine etwas zu erkennen, was meine Gefühlswelt betrifft und sich daraus ergebende Dinge, und mir wird immer wieder gesagt, daß ich mir das einbilde oder falsch sehe, mir etwas einrede.
Und das macht mich wieder rasend, weil ich meine etwas erkannt zu haben, was andere immer wieder negieren. Keine Aufklärung in Sicht. Alles bleibt, wie es immer war.
Und warum hörst Du auf die Anderen? Vertraue DIR.





@ yoyo
yoyo schrieb:Sehe ich anders, diese vermeintliche Unterscheidung in was wirklich ist und was nur eingebildet, wird oft von Leuten verwendet, die ihre Meinung für die richtige halten.
Aber daß es Illusion und Realität gibt, wirst Du kaum bestreiten können?
yoyo schrieb:Ich sehe es nüchterner. Früher betrug die Lebenserwartung 35 Jahre, in diesem Alter gehörte man zum Ältestenrat und galt als weise. Wieso sollten wir heute doppelt so lange brauchen und uns dennoch ständig einreden, noch immer nicht zu wissen, wo der Hase lang läuft ...
Das Alter hat noch nie etwas über die innere Reife ausgesagt. Sieht man doch tagtäglich.


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09.10.2008 um 16:50
"Aber daß es Illusion und Realität gibt, wirst Du kaum bestreiten können?"

Das ist gar nicht so einfach, dazu gibt es schon Threads ;) Aber hier genügt es zu sagen, dass niemand für andere entscheiden kann, was für diese Illusion und Realität ist.


"Das Alter hat noch nie etwas über die innere Reife ausgesagt. Sieht man doch tagtäglich."

Doch, finde ich schon. Kinder sind grundsätzlich weniger weise als Jugendliche und diese wiederum als Erwachsene. Soll nicht heißen, dass es nicht Ausnahmen gibt, aber im Grunde müsste man schon sehr dämlich sein, jahrzehntelang zu leben, ohne seine Lehren daraus zu ziehen.


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Sidhe
ehemaliges Mitglied

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09.10.2008 um 16:57
@ yoyo
yoyo schrieb:Das ist gar nicht so einfach, dazu gibt es schon Threads Aber hier genügt es zu sagen, dass niemand für andere entscheiden kann, was für diese Illusion und Realität ist.
Doch es ist einfach, wenn man es nicht unnötig verkompliziert.
Einfachheit ist Größe.
Und was soll bedeuten, ob man es für andere entscheiden kann? Realität ist Realität und Illusion bleibt Illusion - unabhängig wie man dies nun subjektiv erfährt.
Aber lass' uns strolchs Thread nicht durch so eine Grundsatzdiskussion versauen.
yoyo schrieb:Doch, finde ich schon. Kinder sind grundsätzlich weniger weise als Jugendliche und diese wiederum als Erwachsene. Soll nicht heißen, dass es nicht Ausnahmen gibt, aber im Grunde müsste man schon sehr dämlich sein, jahrzehntelang zu leben, ohne seine Lehren daraus zu ziehen.
Kinder haben logischerweise weniger angelerntes Wissen, aber Weisheit geht nicht zwingend mit dem Alter einher, es wäre schön wenn es noch so wäre, aber ich sehe leider kaum wirklich weise alte Menschen, und kenne dagegen Jugendliche die den Älteren an innerer Reife weit vorraus sind. Man kann hier nicht pauschalisieren.


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09.10.2008 um 17:02
"Doch es ist einfach, wenn man es nicht unnötig verkompliziert.
Einfachheit ist Größe.
Und was soll bedeuten, ob man es für andere entscheiden kann? Realität ist Realität und Illusion bleibt Illusion - unabhängig wie man dies nun subjektiv erfährt.
Aber lass' uns strolchs Thread nicht durch so eine Grundsatzdiskussion versauen."

Ok, aber natürlich muss ich der Vollständigkeit halber noch anmerken, dass ich es anders sehe.

Ich habe ja geschrieben, dass es Ausnahmen gibt, aber die Tendenz ist für mich schon eindeutig.


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