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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

33 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Größe, Wachstum

Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:05
Käme sie nicht aus einer meines Erachtens seriösen Quelle hätte ich diese Studie wohl eher belächelt:

Das Deutsche Ärzteblatt meldet heute, dass Kinder aus sozial schwachen Familien kleiner sind als Kinder aus wohlhabenden Familien.
Die Meldung beruht auf einer Studie von Jörg Baten von der Universität Tübingen und Andreas Böhm, zum Zeitpunkt der Studie beim Landesgesundheitsamt Brandenburg, heute arbeitet er im Brandenburger Gesundheitsministerium (Baten J, Böhm A (2010): Trends of Children's Height and Parental Unemployment: A Large-Scale Anthropometric Study on Eastern Germany, 1994-2006. German Economic Review 11-1: 1-24).
Historiker haben bei Untersuchungen zur sog. Akzeleration, also der Zunahme des Größenwachstums der Menschen von Generation zu Generation, schon länger auf den Zusammenhang von Wohlstand und Körpergröße hingewiesen. Zum Beispiel waren die Menschen im Mittelalter noch deutlich kleiner als heute. Als ein Faktor wird die Ernährung genannt.
Interessant ist, dass dieser Zusammenhang auch in historisch relativ kurzen Zeiträumen wirksam und nachweisbar ist. Baten und Böhm haben Daten der Brandenburger Einschulungskinder aus den Jahren 1994 bis 2006 untersucht und dabei die Körpergröße mit Sozialmerkmalen korreliert. Das Ausbildungsniveau der Mutter und die Arbeitslosigkeit haben demnach einen deutlichen Einfluss auf das Größenwachstum der Kinder, auch wenn andere Einflussfaktoren statistisch kontrolliert werden. Die Studie zeigt außerdem, dass die Schuleingangsuntersuchungen auch wissenschaftlich einiges zu bieten haben - wenn jemand etwas mit den Daten macht und sie nicht nur in die Schublade packt. Allein die Fallzahlen: Hier wurden Daten von über 250.000 Kindern ausgewertet, davon können viele Forscher sonst nur träumen.
Was die Studie vom Design her nicht leisten kann, ist eine kausale Erklärung des festgestellten Zusammenhangs. Da eine Mangelernährung von Kindern in Brandenburg in den Jahren 1994 bis 2006 eher unwahrscheinlich ist, fragt sich, welche biologischen Mechanismen übersetzen die schlechtere soziale Lage der Brandenburger Kinder in eine geringere Körpergröße? Stress behindert das Wachstum. Lässt etwa auch sozial bedingter Stress Kinder kleiner bleiben?


http://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/01/arme-kinder-kleine-kinder.php
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48605/Kinder_aus_sozial_schwachen_Familien_sind_kleiner.htm

Haltet ihr das für möglich oder denkt ihr eher, den Betreibern der Studie muss ein Fehler unterlaufen sein?

Wenn nicht, was könnten die Ursachen dafür sein? Haltet ihr die Theorie mit dem Stress für zulässig oder ist es eher eine aus Erklärungsnot entstandene Theorie? Ist Mangelversorgung heutzutage und hier in Mitteleuropa noch ein zu beachtender Faktor wenn es um die Entwicklung der Körpergröße geht?


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:14
Ich halte davon garnichts, ich kenne hochgewachsene Kinder bzw Leute die Hartz4 beziehen, und kleine Leute die wirklich wohlhabend sind, bzw arbeiten gehen. Vorallem hat es auch was mit der Genetik zutun, meine Mutter ist 1,56 klein, und mein Vater 1,82, ich bin nur heute 1,57 geworden! Es ist auch Veranlagung! Und ich glaube kaum, das wir hier in Deutschland eine wirkliche Mangelversorgung haben. Ich weiss nicht, es stimmt das durch die gute Ernährung Leute nach den Jahrzehnten gewachsen sind und es ärmere Leute gibt, die Kinder haben, die kleiner sein könnten, aber nicht alle Geschwister, so richtig geht die Theorie nicht auf man kann es einfach nicht verallgemeinern, komische Studie, und heisst es dann kleine Menschen seien "die Sozialschwachen?!" Soweit komms noch...


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:17
BackToLife schrieb:Ich halte davon garnichts, ich kenne hochgewachsene Kinder bzw Leute die Hartz4 beziehen, und kleine Leute die wirklich wohlhabend sind, bzw arbeiten gehen.
Das sind statistische Ausreißer die überall vorkommen, deiner Logik nach dürftest du keiner Statistik der Welt Glauben schenken. Die Wissenschaftler haben dies sogar extra beachtet:
Die Wissenschaftler betonten, dass die Körpergröße als Indikator nur für Durchschnitte einer großen Anzahl von Körpergrößen gilt. Die geringe Körpergröße eines einzelnen Menschen sage nichts über das Wohlergehen aus, weil die genetische Streuung sehr breit sei.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48605/Kinder_aus_sozial_schwachen_Familien_sind_kleiner.htm

Was wäre nun deine Meinung? Dass die Studie "Fake" ist?


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:18
Es gab und gibt Studien, die beweisen wollen, dass arme Kinder dick und doof sind, warum also nicht auch kleiner?
Vielleicht sind kleine Eltern auch eher arm?

Dass ein Zusammenhang zwischen Wohlstand, Ernährung, Gesundheitsversorgung und körperlicher und geistiger Entwicklung besteht, erscheint allerdings durchaus schlüssig.


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:23
Seltsam,der Kinderarzt meinte es liegt zum großen Teil an den Eltern.Seltsam.Mein 15 Jähriger ist 1,85m,mein 12 jähriger 1,49m und der 9 jährige 1,45m. Zwei recht große und einer der in die untere 3% Kurve fällt.Sie essen alle aus dem gleichen Topf.Was sagt die Statistik dazu?Vielleicht liegt es daran,das 2 nach dem sehr großen Vater kommen und der mittlere nach mir ,denn ich bin auch nur 1,64m komme aber aus einem gut bürgerlichen Haushalt.


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:25
@dS



Anderseits sagen die Wissenschaftler, das die geringe Körpergröße eines einzelnen Menschen sage nichts über das Wohlergehen aus, weil die genetishe Streuung sehr breit ist, aber die statistische soll aber 100% richtig sein, aber das kann nicht,weil man wie gesagt es nicht aussernander halten kann, was jetzt an der Genetik liegt oder wegen Armut, fakt ist man kann es nicht genau bestimmten, und so ist diese Studio für mich haltlos und zu ungenau, auch von den Ärzten...


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:27
@BackToLife
Dann verstehst du das Wesen einer Statistik nicht. Das erklär ich dir jetzt aber wirklich nicht^^


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:33
@dS

Das ist nur deine Meinung!


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:41
@BackToLife
Und dass jede Frau durchschnittlich 1,3 Kinder hat ist auch Schwachsinn weil in der Praxis niemand ein Drittelkind daheim sitzen hat?

Man kann natürlich nicht sagen, dass jeder unterdurchschnittlich klein geratene Nachwuchs sozial schwache Eltern hat.
Allgemein bietet sich aber - lt. Studie - das Bild, dass in schwächeren Haushalten die Kinder tendenziell kleiner sind als in solchen mit höherem Bildungsniveau

Sagen wir mal die Durchschnittsgröße (!) liegt in Villenvierteln bei 1,80 im Gegensatz zu 1,70 in ärmeren Gegenden, hat das für dich tatsächlich keinerlei Aussagekraft?


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slm
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:45
@dS

den Artikel finde ich sehr interessant. Ich hatte mir aus gegebenen Anlass in den letzten Tagen darüber Gedanken gemacht, warum die Nord-Koreaner durchschnittlich eine geringere Körpergröße haben als beispielsweise ihre Verwandten in Süd-Korea.

In gewisser Hinsicht kann man die Ergebnisse wohl auch auf ein ganzes Volk übertragen?

Hier ein Link:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/bevoelkerungswachstum-wohlstand-macht-lang-
den ich gerade gefunden habe angeregt durch deinen Beitrag. Ist auch lesenswert.


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:48
@slm
Da könnt ich mir die Lebensumstände als Grund eher vorstellen, vor allem in Verbindung mit den Jahrzehnten die sie schon in dieser Diktatur leben müssen.

Weniger jedoch in unserem Mitteleuropa, wo es uns allen eigentlich recht gut geht und man auch als sozial Schwacher (wie oft ich diese politisch hochkorrekte Phrase nun schon benutze) kaum richtigen Hunger spürt.


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:50
Wer unter einer Diktatur lebt, ist kleiner, weil er sich permanent ducken muss?


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slm
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:57
@dS

der Link funktioniert leider nicht, glaub ich.

Im Gegensatz zu Nord-Korea oder anderen ärmeren Ländern, wo die Menschen ihren Hunger nicht stillen können, ist bei uns das Problem eher die Fehlernährung. Zuviel Zucker, zuviel Fett, zuviel überhaupt, und zu wenig Vitamine etc. Zumindest liest man das immer wieder, wenn es um die Zusammenhänge von Ernährung und sozial/bildungsschwachen Schichten geht, wenn ich das mal so sagen darf.


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Lulatsch
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:57
Es gibt tatsächlich eine Studie, die besagt, dass große Männer erfolgreicher, sprich wohlhabender sind, als kleine Männer@doors.


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 21:58
@dS

Ähm ... ist in dieser Studie eigentlich auch die geografische Herkunft der Kids mit beachtet worden?

Leider sind Einwandererfamilien oft nicht sehr wohlhabend ... und in vielen Ländern sind die Menschen kleiner als der deutsche Durchschnitt ... also muss man sich nicht wundern, wenn Kinder armer asiatischer Einwanderer kleiner sind, als die Klassenkameraden ...


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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 22:02
@Lulatsch

Wie man an Sarkozy und Berlusconi, den Teppichratten-Twins, unschwer erkennen kann.


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slm
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 22:02
ich hab den Artikel jetzt doch mal kopiert, weil ich den zu diesem Thema wirklich passend und informativ finde. Ist aber ein bischen lang geworden. :(



"Bevölkerungswachstum" Wohlstand macht lang

George W. Bush fällt aus dem Rahmen. In seinen beiden Wahlkämpfen um das Präsidentenamt war er mit seinen 1,85 Meter der kleinere Kandidat. In den fünfzehnEntscheidungen nach dem Zweiten Weltkrieg hat hingegen elfmal der größere Kandidat gewonnen.


Wer das für statistische Spielereien mit einer Marginalie hält, der unterschätzt den Faktor Körpergröße. Denn ob ein Mensch in den Himmel ragt oder kurz über der Grasnarbe lebt, entscheidet über den Erfolg in Leben und Liebe mit. Und die Verteilung der Körpergröße in einem Staat verrät sogar, wie gut die Menschen in diesem Land leben und wie groß die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind, wie Tübinger Forscher nun am Beispiel Afrikas belegt haben.

Die Größe eines Menschen entwickelt sich aus einem feinen Wechselspiel seiner Gene und der Lebensbedingungen, unter denen er aufwächst. Dass Eltern ihre Körpergröße in gewissen Grenzen vererben, gehört zum Alltagswissen. Aber auch die Lebensbedingungen tragen erheblich zur Körpergröße bei.

Seit rund 150 Jahren wachsen Kinder ihren Eltern buchstäblich über den Kopf: "Vor allem in den ersten beiden Lebensjahren wachsen die Beine der neuen Generation schneller als die der vorangegangenen", fand Tim Cole vom Londoner Centre for Paediatric Epidemiology heraus. Die Lebensbedingungen der Kinder mit besserer medizinischer Versorgung, höherem Bildungsstand und besserem Sozialsystem beschleunigen das Wachstum. Dieser "biologische Lebensstandard" wird seit sechs Generationen stetig besser.

Die Körpergröße reagiert so sensibel auf schlechte Lebensbedingungen, dass sich an ihr sogar die Missernten herauslesen lassen, die es während der Kleinen Eiszeit in Europa gab. "Im 17. Jahrhundert erreichten französische Männer im Durchschnitt nur 1,62 Meter", sagt der Wirtschaftswissenschaftler John Komlos von der Universität München.

Dagegen findet sich heute im Nordwesten Europas dank eines modernen Gesundheits- und Bildungssystems eines der größten Völker der Welt: die Niederländer mit durchschnittlich 1,85Meter langen Männern. Zum Vergleich: Die 18- bis 35-jährigen deutschen Männer waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2003 1,80Meter groß, die gleichaltrigen Frauen 1,67Meter.

Eigentlich sei die Körpergröße der Parameter zum Messen von Wohlstand schlechthin, sagt Komlos. "Pro-Kopf-Einkommen und Pro-Kopf-Sozialprodukt erfassen viele Aspekte der Lebensqualität nicht", betont er. Zum Beispiel hätten Hausfrauen und Kinder kein Einkommen. Zudem könne das Pro-Kopf-Einkommen gleich bleiben, obwohl ein Teil der Bevölkerung ärmer und ein anderer reicher wird. Umweltverschmutzung taucht darin genauso wenig auf wie die medizinische Versorgung. Und vor allem: Für Zeiten und Länder, für die es keine Daten gibt, ist die Körpergröße oft der einzige greifbare Parameter.

Beispiel Nordkorea: Wie schlecht die Versorgungslage unter dem kommunistischen Regime seit 50 Jahren ist, hat die Anthropologin Pak Sunyoung von der National-Universität Seoul Ende 2004 anhand von Größendaten belegt.

Während das abgeschottete Land andere Daten nicht herausgibt, gewann Pak ihre Größendaten mit Hilfe von Flüchtlingen. "Anders als die meisten Völker der Welt sind die Nordkoreaner nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch nicht mehr gewachsen", sagt Pak. Die 20-Jährigen sind heute mit durchschnittlich knapp 1,59 Meter noch so klein wie vor 60 Jahren, gleichaltrige Südkoreaner sind sechs Zentimeter größer.

Die Analyse einer ganzen Region präsentierten Alexander Moradi und Jörg Baten vor kurzem im Fachblatt World Development. Die Tübinger Anthropometriker haben 200 Gegenden südlich der Sahara für die Jahre 1950 bis 1980 untersucht "Das ist ein Zeitraum, für den insgesamt wenig wirtschaftliche Daten vorliegen", sagt Baten. Die Forscher wollten deshalb mit Hilfe von Körperdaten die Aussagekraft gängiger Indikatoren überprüfen, etwa die von Einkommensunterschieden für soziale Ungleichheit.

Dabei fanden sie in der Körpergröße sogar Antwort auf die viel diskutierte Cash-Crop-Frage: Was ist sinnvoller für ein Land - auf ein Produkt wie Kaffee oder Baumwolle für den Weltmarkt zu setzen oder besser auf Vielfalt? "Die Menschen in Regionen wie dem Südsenegal, die sich auf ein Produkt spezialisiert haben, sind im Schnitt fast einen Zentimeter kleiner als in Regionen wie Westäthiopien mit mehr Anbauvielfalt", sagt Baten.

Der Grund: Innerhalb der Monokultur-Regionen sind Lebensmittel und medizinische Versorgung ungerechter verteilt. Setzt eine Region auf Vielfalt, gleicht sich der biologische Lebensstandard an, die Menschen gewinnen pro zusätzlichem Anbauprodukt drei Millimeter Körpergröße hinzu.

Ein Muster aber findet sich in allen Regionen Afrikas wie fast überall auf der Welt und unabhängig vom biologischen Lebensstandard: Männer sind größer als Frauen, weil Jungen etwa zwei Jahre länger wachsen als Mädchen. Das ist so universell, dass selbst Außerirdische damit konfrontiert werden: Auf der Goldplakette der Raumsonde Pioneer-10 ist die Frau einen halben Kopf kleiner.

Der Größenunterschied scheint ein Überrest der Evolution zu sein. Auch wenn unsere Vorfahren deutlich kleiner waren als der moderne Mensch, der Unterschied zwischen Mann und Frau war deutlich größer, belegen Fossilienfunde. "Die Frühmenschen lebten wahrscheinlich polygyn", sagt Markus Bernhard, Anthropologe an der Universität Wien. Deshalb gab es unter den Männern starke Konkurrenz um die Frauen. Wer groß und stark war, war dabei im Vorteil.

Größer als die Konkurrenten zu sein, nützt Männern noch immer, nicht nur bei Wahlen. Größere Männer haben mehr Erfolg bei Frauen und erreichen eher Führungspositionen, wie Untersuchungen belegen. Ihr Gehaltsvorteil lässt sich konkret berechnen: Dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zufolge brachte im Jahre 2002 in Deutschland jeder zusätzliche Zentimeter am Ende des Monats brutto 0,6 Prozent mehr.

Aber was ist Ursache und was Wirkung? Vielleicht haben größere Menschen einfach mehr Selbstbewusstsein, das sie in Gesprächen mit den Vorgesetzten zur Geltung bringen, spekulieren Psychologen.

Wie viel Einbildung dabei eine Rolle spielt, belegt ein Versuch aus dem Jahr 1968 eindrucksvoll: Ein "Mr. England" wurde zwei Gruppen von Studenten vorgestellt, einmal als neuer Kommilitone und einmal als neuer Professor. Dann sollten beide Gruppen die Körpergröße des Neuankömmlings schätzen: Professor England war ganze zehn Zentimeter größer als Student England.

Was den Erfolg bei künftigen Präsidentenwahlen angeht, wird es für die Auguren, die sich auf den Faktor Körpergröße stützen, auf keinen Fall leichter. Denn welche Rolle Körpergröße in einem Duell "Mann gegen Frau" spielt, ist völlig unklar. George W. Bush kann es egal sein. Er darf sowieso nicht mehr antreten.


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Lulatsch
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 22:05
@Doors

lol Naja, Bärlustconi haben sie ja erfolgreich abgewürgt...


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slm
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 22:21
@heureka1975

der Kinderarzt wird schon wissen, was er sagt. Andererseits sind deine Kinder noch voll in der Wachstumsphase, sprechen wir uns in 10 Jahren mal wieder... ;)


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slm
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Kinder aus sozial schwachen Familien tendenziell kleiner

03.01.2012 um 22:27
@Cathryn
dS schrieb: also der Zunahme des Größenwachstums der Menschen von Generation zu Generation, schon länger auf den Zusammenhang von Wohlstand und Körpergröße hingewiesen
ich denk mal, dass innerhalb der Einwandererfamilien ähnliches zu beobachten ist, von einer Generation zur anderen. Jedenfalls, wenn ich mich hier so umgucke, sieht man schon durchaus, ohne irgendwelche Statistiken zu bemühen, Unterschiede.


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