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Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

21.05.2012 um 21:29
@wanagi

ich sag doch es ist regionsabhängig.
Darum kann man ohne statistik als einzelner so einen ruck gar nicht ausmachen.

Da wo ich wohne war es, und zwar in der heutigen zeit, weit besser als früher.

doors erzählt ähnliches.

Es gibt problemviertel in denen die moemntane lage sehr schlimm ist, aber die sind keine allgemeinheiten für ganz deutschland.


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Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

21.05.2012 um 21:34
@heureka1975

an der musik liegt es nicht.

Wo ich herkomme haben auch viele in dem alter solche musik gehört, und die waren alle eigentlich nie in ernsthafte schlägereien verwickelt, wobei ausnahmen natürlich die regel bestätigen.

Manche hören sowas noch heute und sind in der ausbildung oder so.

Ich hab ja schon mehrfach gesagt, das gewaltproblem in Deutschland ist ein Problem in Ballungsräumen mit einer großen unterschicht.

Ich will nicht auf einer problem schule in duisburg, berlin oder sonstwo sein, und meine kinder sollten da besser auch nicht hin.

Diese Probleme sind da und man sollte sie lösen im sinne der kinder die dort leben und der zukunft des viertels.

Aber diese Probleme betreffen nicht die ganze deutsche Gesellschaft die gewalttätiger und egoistischer sein soll, auf keinen Fall.

Das man weniger hilft und weniger zivilcourage zeigt, wie hier angemerkt wurde, liegt daran, weil die gesellschaft anonymer geworden ist und man es als unangenehm empfindet fremde einfach anzusprechen oder angesprochen zu werden, nicht am mangelnden willen zu helfen.

Ich sehe btw jeden tag im Bus wie Jugendliche für alte Leute Platz machen und aufstehen.

das mag in anderen regionen anders sein, aber im hinblick auf gesamtdeutschland ist es unfair problemviertel zu betrachten.


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Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

21.05.2012 um 21:39
Und weil mir das ganze Gejammer, Geleier und Geseier über die Jugend einfach tierisch auf den Keks geht, vor allem, wenn es von frühvergreisten Twens stammt, nochmal mein Statement:

Ich muss zugeben, dass ich sehr viele Kinder und Jugendliche kenne, die fleissig lernen in Schule, Ausbildung und an der Uni, die sich sozial, kulturell, sportlich und politisch engagieren und sehr klare Vorstellungen vom Leben haben, auf die sie auch zielstrebig hin arbeiten. Vergleiche ich sie mit mir, war mir meine Vorstellung von einem "Später" früher wesentlich nebulöser.

Diese Pauschalisierungen auf BILD-Niveau empfinde ich persönlich als Diffamierung der Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in diesem Lande. Dergleichen kenne ich sonst eigentlich nur von verbiesterten alten Leuten, die pauschal "die Jugend" für alles Elend der Welt verantwortlich machen, obwohl gerade die am wenigsten dafür kann.

Ausnahmen gab es immer, gibt es immer und wird es immer geben. Aber dabei handelt es sich um Minderheiten. Man sieht eben nur die im medialen Scheinwerferlicht - und das ist politisch so gewollt. Eine Regierung, die in fremden Ländern Kriege führen lässt ist ebenso okay wie Steuern hinterziehende Milliardäre. Aber jugendliche Kleinkriminelle - die sind das schlimmste Übel der Welt. Schlimmer als Umweltzerstörung, Unterdrückung, Krieg oder Atommüll-Lager.

Mich stören Verallgemeinerungen, die "die Jugend" betreffen.

Also gestattet mir den Einwand, dass ich Kinder und Jugendliche überwiegend anders erlebe. Sie reissen sich im Gymnasium mit 30 Wochenstunden zzgl. 20 Std. Hausaufgaben den Arsch auf, um in 12 Jahren wie vorgeschrieben ihr Abi hinzulegen. Sie knüppeln sich durchs Studium, um eine vernünftige Anstellung zu bekommen, während sie nebenbei noch jobben gehen, um ihren Eltern nicht auf der Tasche zu liegen. Sie gehen ins Ausland, um Sprachen zu lernen und dort zu studieren. Sie leisten freiwillige soziale oder ökologische Jahre, engagieren sich in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit und vor allem diejenigen, die auf der Schattenseite einer kapitalistischen Gesellschaft stehen. Sie sind politisch interessiert und engagiert, gehen auf Demos und machen Infostände, texten Flugblätter und schreiben Leserbriefe. Sie sind Trainer für Kinder in Sportvereinen oder in der Jugendfeuerwehr. Sie machen Musik, spielen Theater oder schreiben Kurzgeschichten. Sie kaufen für ältere MitbürgerInnen ein oder lesen im Altersheim vor. Vor allem sind sie viel "vernünftiger", als meine Generation es in ihrem Alter war.

Okay, zugegeben, sie hören grässliche Musik, sehen scheisse aus und reden manchmal unverständlich. Aber das ist das Privileg der Jugend, seit wir aus der afrikanischen Savanne aufgebrochen sind, uns die Welt untertan zu machen.

Das kann ich ihnen also nicht übel nehmen.


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Ex0
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Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

22.05.2012 um 00:37
Na ich finde, dass Gewalt keine Lösung ist. Wenn sich zwei prügeln um ihren Konflikt auszutragen, dann endet es meist immer mit Verletzungen egal ob harmlos oder ernst. Konflikte wird es immer geben in Form von Streitereien z.b.. Aber man kann dem ganzen genausogut durch reden beilegen und sich wieder vertragen. Gewalt erzeugt Gegengewalt und bringt meiner Meinung nach nichts.


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22.05.2012 um 00:57
Früher war es schlimmer. Bis vor ein paar Jahrhunderten war Folter normal. Aufspießen, Rädern, Verbrennen und sonstnochwas...

Und heutzutage kann man sich in einer Schule doch gar nicht mehr prügeln. Es gibt sofort eine Lehrerkonferenz und die Eltern müssen zum Rektor und der Schüler zum Psychologen. Oder so ähnlich zumindest.


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22.05.2012 um 08:39
Und die Schüler lachen darüber oder "prollen" damit bei Facebook.Wenn ich überlege,wie oft hier eine Konferenz in den Klassen meiner Jungs stattfindet und sich doch nichts ändert,wird mir übel.Wir hatten einen ganz schlimmen Fall:Klassenfahrt 7.Klasse.3 Jungs haben 2 Mädchen sexuell genötigt,die Kleidung einens Jungen vollgepinkelt und einen anderen geschlagen.Wir Eltern wurden zu einem Elternabend eingeladen und über die Vorfälle unterrichtet.So langsam kam einiges mehr heraus.Ein Schüler musste die Schule verlassen,die anderen beiden sind heute noch in der Klasse.Heute in den Schulen geht es ganz schön zur Sache und leider scheint es die Eltern dieser Kinder nicht sonderlich zu jucken.

Früher war es schlimmer?Wir leben nicht mehr im Mittelalter und ich glaube nicht ,das dort sich Kinder gegenseitig verbrannt oder aufgespießt haben.Man sollte nicht 2 Themen vermischen.


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22.05.2012 um 11:08
@Doors

Ich weiß nicht ob dein Post auch auf mich bezogen war aber wenn dann möchte ich klarstellen, dass ich nicht gegen die Jugend von heute wettern möchte. Dazu gibt es auch meiner Meinung nach keinen Grund. Viel mehr geht es mir um die merkwürdige Einstellung gegenüber Aggressionen (und Gewalt im Besonderen) in unserer Gesellschaft. Das Motto ist eigentlich immer: was wir nicht sehen das geschieht nicht. Aber wenn dann einer Jahre lang gemobbt wird und sich irgendwann wehrt ist er plötzlich der böse. Am eigenen Leib musste ich das zwar nicht erleben aber konnte es dennoch schon beobachten.

Mir geht es auch nicht darum zu jammern sondern ich stelle mir die Frage warum die Situation ist wie sie ist und auch was man tun kann.

Natürlich ist mir auch klar, dass Gewalt keine Lösung sein kann aber allein die Aussage "Gewalt ist keine Lösung" suggeriert mir ja schon, dass es überhaupt keine Gewalt gibt. Dass das so aber nicht ganz hinhauen kann ist denke ich jedem klar :)
Und so lange es Gewalt (in welcher Form auch immer) gibt müssen wir uns damit beschäftigen.


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22.05.2012 um 11:21
Ich denke nicht das Gewalt in dieser Gesellschaft tabuisiert wird, sondern sehr beliebt ist.

Das fängt nicht erst im Strassenverkehr an, zeigt sich da aber schön.

Oder Kontrahenten in der Fußgängerzone, die sich gegenseitig keinen Platz machen, oder Leute anrempeln, oder oder. ^^

Wehe wer darauf aufmerksam macht das es bei einigen Computerspielen ein gewalttätiges Element gibt. Derjenige bekommt heftig Gegenwehr. Ebenso das selbe beim TV.

Nur sind wir vielfach schon längst so abgehärtet, das wir Gewalt in den Medien nichtmal mehr als solche erkennen. Wer hier nun etwa einen James Bond Film anführt und meint das diese Gewalttätig seien, wird vermutlich verlacht...

Wer verzichtet auf solche Spiele, auf solche Filme usw. ? Und wer tut das nicht, hängt an der Gewalt?
Und warum überhaupt? Was sind die Ursachen hierfür?

Auch Autoaggresion ist übrigens Gewalt. Die Jugendlichen hier welche sich ritzen usw. etwa.

Das Thema ist vielfältig. Den Aspekt welchen ich aufgegriffen habe soll erstmal nur sein, das ich nicht den Eindruck habe, das Gewalt tabuisiert ist.


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22.05.2012 um 11:30
@jimmybondy

Genau auf diesen Widerspruch wollte ich ja hinaus. Auf der einen Seiten wird man in den Medien zugekleistert mit Gewalt und auf der anderen Seite darf man nur sehr begrenzt darüber reden.

Ein Tabu ist es zwar nicht mehr wirklich aber ich finde, dass sie nur sehr stiefmütterlich behandelt wird. Ich würde mir zB wünschen wenn auch in den Schulen öfter mal über Aggressionen diskutiert wird bevor diese eben zum Ausbruch kommen. Stattdessen tut man aber so als wären wir Menschen Wesen ohne solche niederen Gefühle und wenn das dann jemand nicht mehr aushält wundern sich alle.


Aber 2 Punkte, die du angesprochen hast, bringen mich jetzt auch auf neue Gedanken. Einmal nämlich, dass ich sehr wohl auch gerne mal gewalttätige Spiele spiele, und zweitens die Autoaggression. Bei Letzterem frage ich mich ob man hier nicht auch im Vorraus bereits etwas tun könnte um die Probleme zu lindern. Also ob ein Erlernen des richtigen Umgangs mit Wut, Trauer, Hass usw. nicht die gröbsten Auswüchse hätte verhindern können.


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22.05.2012 um 11:44
@horusfalk3

Mein Eindruck ist, das Gewalt weniger stiefmütterlich behandelt wird, als vielmehr einfach als unabdingbar akzeptiert wird.
Daher die große Toleranz und Vielfalt an Gewalt etwa in Filmen, welche wir nichtmal mehr als Gewalttätig erkennen und solche Behauptungen vielleicht sogar belächeln.

Ich habe lange und viel PC Spiele gezockt und verstehe die Auslöser dahinter bestens.

Wer sich selber akzeptiert, wer Ruhe in sich findet, seinem wahren unverfälchten unverleugnetem selbt gewahr wird(um es rauszuschwurbeln), ^^ der wird weniger den Wunsch haben, das heilige PC spielen weiter zu pflegen, sondern im Gegenteil einfach das Interesse daran verlieren, vielleicht gar langweile empfinden, bei den immer gleichen gewalttätigen Handlungen.


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22.05.2012 um 11:58
@jimmybondy

Was die Filme angeht so übernehmen wir die ja größtenteils einfach aus den USA. Ich denke das finanzielle Interesse ist da einfach zu groß um die hierzulande zu verbieten. Deine Meinung kann ich auch nachvollziehen aber zB gibt es in Deutschland keine Ausstrahlung von MMA-Events. Da gab es einfach zu große Diskussionen und wenn ich mich richtig erinner fand von der UFC auch nur ein einziges Event hier in Deutschland statt. Natürlich gibt es kleinere lokale Verbände aber die Medien scheuen dieser Sportart.

Ich will jetzt hier gar nicht sagen was richtig oder falsch ist aber irgendwie muss ich mich doch wundern wie man auf der einen Seite so eine Angst vor Gewalt hat und sie auf der anderen Seite als allgegenwärtig akzeptiert.

Was die PC-Spiele angeht bin ich auch deiner Meinug: irgendwann wird es langweilig bei GTA die Menschen zu überfahren :)


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Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

22.05.2012 um 12:12
@horusfalk3

Sport bedeutet meistens ja auch einen Wettkampfgedanken, etwas wo man gegen jemand anderes ist, gewinnen, überlegen sein will usw. und all das ist bereits schon eine Form von Gewalt.
Das ganze Leistungsgesellschaftsprinzip scheint mir darauf zu basieren.

Wir können sagen das wir ja Produkte unserer Umwelt sind und wenn wir da an Darwin denken, oh je, dann sind wir gewissermassen selber sogar ein Erzeugnis von Gewalt.

Ich will mich da auch selber gar nicht ausnehmen und habe in der Anfangszeit noch einige UFC Kämpfe geladen und geschaut.

Das soll also nicht so Moralapostelmäßig rüberkommen sondern im Gegenteil, ich mag etwa auf den neuen James Bond eben noch nicht verzichten, sprich da ist also noch Toleranz in mir für Gewalt, ich bin also weiterhin Teil des "Problems", wenn wir Gewalt so auffassen wollen.

Ein Gednake dazu wäre vielleicht auch noch das Testosteron.

Die Frage die sich stellt ist wie wir die Gewalt, den Krieg usw. in unserem eigenen Inneren einfach abstellen können, dann brauchen wir auch nicht mehr mit diesen Dingen umzugehen, sie sind da weg.

Denke da schon massive Fortschritte gemacht zu haben, aber es ist nicht genug.

Denn die Sache ist dringend, die Welt steht ja heute mehr am Abgrund als jemals zuvor.
Rücksichtlose Resscourcenausbeutung, auch das ist Gewalt. Da braucht es erst gar nicht die Bomben und Co.


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Der Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit

22.05.2012 um 12:28
Wieso sollte Gewalt in dieser Gesellschaft ein Tabu sein? Man braucht nur irgendwelche Medien einzuschalten oder aufzuschlagen, schon wird man erschlagen von Schlagzeilen und Diskussionen über Jugendgewalt, Gewalt von oder gegen Migranten, Gewalt gegen Kinder und Frauen, Gewalt gegen Tiere oder Sachen. Ganze Heerscharen von Psychologen, Sozialarbeitern, Präventionsexperten leben von der Prävention, oder der Bekämpfung von Gewalt - bis hin zur Betreuung von Opfern (und Tätern). Es gibt "Runde Tische" in Kommunen und an Schulen, und die Flut der Buch-Veröffentlichungen ist gigantisch.

Also: Wo bitte ist Gewalt ein Tabu?


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22.05.2012 um 12:34
Ist Gewalt nicht die Suche nach Nähe und Miteinander? In ihrer Form ist sie sicherlich abzulehnen, in ihren Ursachen und Gründen ist es dafür wesentlich interessanter.


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22.05.2012 um 12:37
Wenn ich auf Dich schiesse, suche ich eigentlich Deine Nähe? Na, dann mal "Feuer frei"!


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22.05.2012 um 12:41
In der Kriegstheorie ist das ein Erklärungsansatz für Länder, die übereinander herfallen. In Zeiten der Entfremdung ist das ein Versuch der Wahrnehmung.


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22.05.2012 um 12:43
Wegen der Suche nach Nähe und Miteinander fängt man Weltkriege an?


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22.05.2012 um 12:46
Ich sprach weder vom Schiessen noch von Weltkriegen.


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22.05.2012 um 12:49
Ich hau doch auch keinem eine rein, nur, weil ich Nähe und Miteinander will.


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22.05.2012 um 12:51
@Doors

Bei Gelegenheit suche ich Dir mal Bücher und Autoren raus. Bei mir steht ja nicht nur eins rum.
Darin stand auch nicht, dass das a) für jeden Krieg gilt und b) die einzige Erklärung ist. Aber es scheint ein Bestandteil zu sein. Als Ansatz, als Impuls sehr spannend.


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