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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

79 Beiträge, Schlüsselwörter: Dummheit, Nachdenken, Entscheidungen, Aktionismus

Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 13:32
WangZeDong schrieb:Ein wenig zu weit hergeholt finde ich
Es kommt darauf an, was du möchtest. Wenn Du ein konkretes Beispiel nennst und Deine Argumentation auf dieses konkrete Beispiel stützt, ist es zwingend erforderlich, dass der Vorgang umfassend erforscht wird. Das gilt dann auch für den Tierquäler.
Dir geht es doch gerade um die Motivation des Entscheiders. Oder nicht?

wenn Du ein abstraktes Beispiel behandeln willst, kannst Du natürlich die Parameter frei vorgeben.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 13:37
@XXLStyle

Ja, der Lärm stört mich auch mehr als die Verpestung - ich lebe in München, da kommts auf ein paar tausend Laubbläser wirklich nicht an, da hast schon alles mögliche wenn Du nur lüftest ;)

@kleinundgrün

Naja, ich denke so ein Laubbläser ist schon ein konkretes Beispiel oder ?

Liebe Grüße


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 13:40
XXLStyle schrieb:Ich weiß beispielsweise, obwohl mich Fußball absolut nicht interessiert, immer wann die WM/EM anfängt bzw. läuft oder endet,
Nun, dieses "Problem" existiert an vielen Stellen. Die Kirchglocken läuten beispielsweise auch für Atheisten, die sich dadurch belästigt fühlen mögen.

Der Punkt ist, dass eine große Anzahl von Menschen Fußball mag (besonders zu WM/EM-Zeiten) und das wird durch die Medien bedient.
Wenn dies nicht dazu führt, das andere, wichtige Ereignisse zu kurz kommen oder die Fans es in dieser Zeit unterlassen, sich weiterhin zu bilden, sehe ich kein Problem.
WangZeDong schrieb:Naja, ich denke so ein Laubbläser ist schon ein konkretes Beispiel oder ?
Eben. Und deshalb ist es ziemlich müßig über eine Motivation zu diskutieren, die wir nicht kennen. Wir wissen nicht, welche Motive die Gemeinde hat, den Laubbläser in dieser Form zu beschäftigen, wir kennen nicht die Entscheidungsprozesse, die hinter dieser Geschichte stehen.
Wir können also nur etwas unterstellen. Dann mag unsere Schlussfolgerung unsere Unterstellung beschreiben, aber eben nicht die Realität.

edit
Beispiel:

Ich sehe jemanden, der mit seinem Spazierstock auf einen Hund einschlägt. Jetzt rege ich mich über diese fiesen Tierquäler auf und zweifle an dem Wert der Menschheit.
Tatsächlich aber ist der Schläger ein Tierfreund erster Güte, nur wurde gerade sein Enkel von dem Hund angefallen und er versucht das tier zu verjagen.
Es ist stets gefährlich, Situationen nach ihrem anschein zu beurteilen.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 13:49
@kleinundgrün

Naja, ich hatte nicht vor damit eine wissenschaftliche Studie an zu leiern, ich willte die Meinung der Allmyaner erfahren ;)

Ich könnt ja auch im Rathaus anfragen, aber dafür ists dann doch nicht wichtig genug ;)

Liebe Grüße


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 13:58
WangZeDong schrieb:Naja, ich hatte nicht vor damit eine wissenschaftliche Studie an zu leiern, ich willte die Meinung der Allmyaner erfahren
Schon klar. Aber auch für eine Meinung brauche ich die Fakten. Aber egal.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 15:06
@WangZeDong
Du sprichst mir voll und ganz aus dem Herzen, vor allem was das irrationale und absurde Verhalten von Unternehmensleitungen angeht.

Bei meinem Arbeitgeber (Automobilzulieferer) geht es zur Zeit auch so zu, auch unsere derzeitige Geschäftsführung und unser neuer Werkleiter haben Vorstellungen von Unternehmensführung das man nicht weiß ob man lachen oder heulen soll. Am laufenden Meter werden unsinnige Vorhaben umgesetzt während wichtige Maßnahmen wie etwa Reparaturen, flüssige betriebsinterne Logistik oder eine, der Betriebsgröße angepasste, Werktechnik (Schlosser, Elektriker) vernachlässigt oder ignoriert werden.
Immer wieder werden gravierende Fehlentscheidungen getroffen deren Folgen die Belegschaft ausbaden muss (Originalzitat Geschäftsführung: "alles faule Schweine").

Der Grund dafür: Unsere gesamte Führungsetage besteht wie leider bei so vielen Unternehmen aus Vertretern des Gutenberg/Westerwelle Typus. Große Fresse aber keine Ahnung von praktischer Arbeit, vernünftiger Unternehmenspolitik oder anständigem Umgang mit Untergebenen. Stattdessen selbstherrliches, großkotziges Machtmenschgebaren ohne jeglichen Realitätssinn. Es wird sich nicht an den realen Möglichkeiten, Gegebenheiten und Bedürfnissen orientiert, sondern man erstellt ein Arbeitskonzept, natürlich mit externen Unternehmensberatern, weil ein Betriebsfremder ja mehr über die Firma weiß als diejenigen die schon 10, 15 Jahre darin arbeiten, und das hat zu funktionieren egal wie hirnverbrannt es ist. Und wenn es nicht funktioniert sind die Leute zu blöd, nicht etwa das Konzept.

Ich habe den Eindruck das in den Unis und Wirtschaftsschulen den zukünftigen Führungskräften eher beigebracht wird nach außen hin den erfolgreichen Geschäftsmann zu mimen, anstatt durch Leistung zu überzeugen.
Man züchtet eine Yuppiebrut heran, der die Fassade wichtiger ist als das was dahinter steckt, der kurzzeitiger Gewinn wichtiger ist als langfristiger Unternehmenserfolg.


Und wer auch immer den Laubsauger und das Laubgebläse erfunden hat, gehört lebendig gehäutet!


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 15:39
Kerbenok schrieb:Große Fresse aber keine Ahnung von praktischer Arbeit, vernünftiger Unternehmenspolitik oder anständigem Umgang mit Untergebenen. Stattdessen selbstherrliches, großkotziges Machtmenschgebaren ohne jeglichen Realitätssinn. Es wird sich nicht an den realen Möglichkeiten, Gegebenheiten und Bedürfnissen orientiert, sondern man erstellt ein Arbeitskonzept, natürlich mit externen Unternehmensberatern, weil ein Betriebsfremder ja mehr über die Firma weiß als diejenigen die schon 10, 15 Jahre darin arbeiten, und das hat zu funktionieren egal wie hirnverbrannt es ist. Und wenn es nicht funktioniert sind die Leute zu blöd, nicht etwa das Konzept.
Das ist ein gutes Beispiel, was ich meine. Dir fehlt möglicherweise das Wissen (das unterstelle ich, vielleicht ist es nicht so), was der Sinn dieser "Arbeitskonzepte" ist. Das führt dann dazu, dass Du sie ablehnst und nicht umsetzt. Dann bricht das natürlich zusammen, da das Konzept nicht konsequent umgesetzt wird. Nur leigt der Fehler dann nicht unbedingt beinm Konzept.
Der Fehler liegt hier dennoch zum überwiegenden Teil bei der Unternehmensleitung, weil sie offensichtlich den Zweck der Maßnahmen nicht genügend kommuniziert hat und so die Ausführenden nicht mit im Boot sind.

Zudem ist es durchaus richtig, externe Berater zu benutzen, da 10-15 Jahre zu einer Betriebsblindheit führen. "Das ist gut so, weil wir das schon immer gemacht haben", ist kein gutes Argument. Die Zeiten ändern sich. Manches, das früher noch akzeptabel war, weil die Konkurrenz auch nicht besser war, ist es nicht mehr.
Kerbenok schrieb:Ich habe den Eindruck das in den Unis und Wirtschaftsschulen den zukünftigen Führungskräften eher beigebracht wird nach außen hin den erfolgreichen Geschäftsmann zu mimen, anstatt durch Leistung zu überzeugen.
Es ist eher so, dass einigen Führungskräften die soziale Komponente fehlt. sie versuchen von oben herab zu bestimmen, geben sich arrogant und geben zu wenige Informationen weiter, die es dem Mitarbeiter ermöglichen würden, die Änderungen zu verstehen.

Auf der anderen Seite muss man aber auch ganz klar sagen, dass auch der Mitarbeiter mitziehen muss. Veränderungen von bewährten Prozessen sind lästig und führen am Anfang immer zu einem Mehraufwand und zu Fehlern. Da sollte man sich nicht hinstellen und sagen, ich habs ja gewusst, sondern im Interesse des eigenen Arbeitsplatzes auch versuchen, eine konstruktive Lösung zu finden.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 15:45
also wenn ich überlege, was mich öfters mal so richtig nervt an Lärm:

- Schulglocke
- Kirchenglocke
- Kindergartenlärm
- Schullärm
- Kinder die vor dem Haus speilen und rumbläken
- Autos mit lauter Musik

Ich kann mir schon vorstellen, das sowas mit der Zeit extrem belastet, vor allem rumschreiende Kinder find ich unglaublich anstrengend, aber kann man nix gegen tun. Ob das eine Aktion rechtfertigt ist schwierig, ich denke nicht.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 16:03
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Dann bricht das natürlich zusammen, da das Konzept nicht konsequent umgesetzt wird. Nur leigt der Fehler dann nicht unbedingt beinm Konzept.
Kann sein, muss aber nicht sein. Der Fehler kann natürlich auch im Konzept liegen, da müsste eine von Dir angesprochene Studie her, aber es ist schon so auffällig, das solche betriebsfremden Konzepte häufig nicht aufgeben oder fruchten. Willst Du das immer der Belegschaft in die Schuhe schieben?

Es ist zwar richtig, dass ein externer Berater die Prozesse und Abläufe besser beurteilen kann, aber die Mitarbeiter und deren Bedürfnisse wohl eher nicht oder ?

Du bringst da aber ein gutes Beispiel - diese betriebsfernen Fachleute sehen den Menschen als Kostenfaktor, bestenfalls als Arbeitskraft, aber nicht als Lebewesen mit Bedürfnissen, ob das der richtige Weg ist mag ich bezweifeln.
kleinundgrün schrieb:Es ist eher so, dass einigen Führungskräften die soziale Komponente fehlt. sie versuchen von oben herab zu bestimmen, geben sich arrogant und geben zu wenige Informationen weiter, die es dem Mitarbeiter ermöglichen würden, die Änderungen zu verstehen.
Hier wiederum kann ich Dir nur recht geben - es sind ja auch nicht alle Vorgesetzten gleich. Ich habe schon sehr gute erlebt, aber die hatten auch nie Probleme in ihren Betrieben oder mit fragwürdigen Entscheidungen. Vielleicht kann man da Schlüsse ziehen?

Liebe Grüße


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 16:10
kleinundgrün schrieb:geben zu wenige Informationen weiter, die es dem Mitarbeiter ermöglichen würden, die Änderungen zu verstehen.
Das ist der Punkt.
Ich kann viel leichter etwas umsetzen, das ich verstehe. Oder etwas akzeptieren, wenn ich es verstehe.
Fehlende Transparenz und mangelhafter Informationsfluss sind meiner Meinung nach Schlüsseldefizite in Firmen, die mit scheinbar fehlender Kooperation ihrer Mitarbeiter zu kämpfen haben.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 16:16
WangZeDong schrieb:Kann sein, muss aber nicht sein. Der Fehler kann natürlich auch im Konzept liegen
Daher schrieb ich: "nicht unbedingt"
WangZeDong schrieb:Willst Du das immer der Belegschaft in die Schuhe schieben?
Eher der schlechten Kommunikation der Unternehmensleitung. Wenn die Mitarbeiter nicht wissen, warum sie etwas tun sollen und wo die Vorteile liegen, werden sie nur die Nachteile sehen. Auch das schrieb ich doch so?
WangZeDong schrieb:diese betriebsfernen Fachleute sehen den Menschen als Kostenfaktor, bestenfalls als Arbeitskraft
Das ist ein veraltetes Klischee. Wer heutzutage noch Menschen als Maschinen ansieht, ist kein guter Ratgeber. Es ist nur so, dass dieses Klischee recht fest in den Köpfen verwurzelt ist und Entscheidungen manchmal in den falschen Hals kommen.
allmotley schrieb:Ich kann viel leichter etwas umsetzen, das ich verstehe. Oder etwas akzeptieren, wenn ich es verstehe.
Fehlende Transparenz und mangelhafter Informationsfluss sind meiner Meinung nach Schlüsseldefizite in Firmen, die mit scheinbar fehlender Kooperation ihrer Mitarbeiter zu kämpfen haben.
So ist es.


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19.06.2012 um 16:33
@WangZeDong
WangZeDong schrieb:Oder gerade eben sah ich, dass zwei Arbeiter auf einem Pflasterboden das Unkraut entfernen. Der eine mit Propangasbrenner, der andere zupft die Reste dann heraus, das machen die auch jedes Jahr so.
ich seh jetzt ehrlich gesagt nicht so ganz, was du daran falsch findest.
dass das unkraut teilweise auch abgemäht wird, reicht einfach nicht - so kurz kannst du nicht mähen dass es davon stirbt, ein löwenzahn z.b. schiebt da am nächsten tag die nächste blüte raus. auch das auszupfen zwischen platten killt unkräuter nur selten wirklich, weil du eben die wurzeln im normalfall gerade zwischen platten nicht herausbekommst. wurzelunkräuter heissen nicht ohne grund so - da gibt's welche, da treibt aus einem 1cm-grossen stück wurzel das vorn und hinten abgehackt wurde eine neue pflanze raus. kann ich dir anhand selbst gemachter fotos aus meinem garten gerne mal vorführen.
das abbrennen von unkraut zwischen platten ist zwar unschön, aber eine ziemlich effektive methode, denn eine gekochte wurzel ist tot, die treibt nicht mehr aus. schade dass man das im gras nicht machen kann, würde mir 'ne menge arbeit ersparen.
round-up und ähnliche unkrautvernichter dürfen die leute von der stadt nicht benutzen, deren anwendung ist genau dort nämlich verboten, da das gift so in die kanalisation gelangen kann (warum man die gleichen gifte im garten verwenden darf erschliesst sich mir nicht - dort gelangen sie doch direkt ins grundwasser, ist das dann besser oder wie?).


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 16:40
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Auch das schrieb ich doch so?
Ich konnte es so auffassen, aber man könnte auch anders :)
kleinundgrün schrieb:Das ist ein veraltetes Klischee. Wer heutzutage noch Menschen als Maschinen ansieht, ist kein guter Ratgeber.
Das Klischee mag veraltet sein, aber es gibt noch mehr als genug Führungskräfte die das genauso sehen.

Abgesehen davon gibt es wirklich Dinge, die besser ein Interner entscheiden sollte. Ich mag einem seine Kompetenzen nicht per se abstreiten was Unternehmensführung angeht, aber sehr wohl was die Produktion angeht. Ein Unternehmensberater, wie ich ihn kenne, kann zwar die Prozesse und Abläufe in der Verwaltung abbilden, analysieren und korrigieren, aber doch niemals die Produktion - von z.B. Autos. Da müsste er WiWi und Ing gleichzeitig sein. Auch daher kommen mMn Fehlentscheidungen aus BW-Überlegungen, die aber an der Realität der Produktion vorbei gehen.

@wobel
wobel schrieb:das abbrennen von unkraut zwischen platten ist zwar unschön, aber eine ziemlich effektive methode, denn eine gekochte wurzel ist tot, die treibt nicht mehr aus. schade dass man das im gras nicht machen kann, würde mir 'ne menge arbeit ersparen.
Ich weiss nicht, ob dann irgendwelche Samen von irgendwoher ins Stadtgebiet treiben und dort wieder keimen, aber ich beobachte das Spiel schon mehrere Jahre und das Zeug wächst trotzdem immer wieder - jedes Jahr gleich. Nachdem ich kein Botaniker oder Gärtner bin, kann ich natürlich nicht beurteilen warum das so ist, aber so wie ich das beobachte, wäre es genausogut wenn man diese Pflanzen einfach rausreissen würde - so schnell wachsen die dann auch nicht mehr nach.

Liebe Grüße


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19.06.2012 um 16:51
@WangZeDong
klar wächst das zeug jedes jahr wieder - mit unkrautsamen ist's wie mit schimmelsporen, die sind überall unterwegs.
und wie schnell das nachwächst wenn man's nur rausrupft, darüber könnte ich dir 'ne fotostrecke machen, das dauert zwei, drei wochen, dann ist das zeug wieder da.


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19.06.2012 um 16:52
WangZeDong schrieb:aber doch niemals die Produktion
Doch, gerade dort. Natürlich nicht an den dort Beschäftigten vorbei.

Aber überlege doch mal folgendes: Wenn Du in der Produktion einer Firma arbeitest, wie viele andere Produktionen kennst Du dann? In der Produktion der Firma X wird etwas besonders gut gemacht. Doch davon wist Du nie erfahren, Du wirst weiterhin Dein Ding wie bisher machen. Das funktioniert auch, kene Frage. Aber nicht so gut, wie es könnte. Und deinem Unternehmen entsteht gegenüber dem Unternehmen X ein Nachteil, den es durch geringere Löhne oder mehr arbeit ausgleichen muss.

Der Punkt ist, dass bewährte Prozesse als das Nonplusultra angesehen werden. Sie funktionieren ja einwandfrei. Man kennt sich aus.
Aber sie können weder äußeren Veränderungen gerecht werden, noch können sie sich - weil die Notwendigkeit nicht erkennbar ist - von innen heraus verbessern.

Es ist schlicht falsch, dass es diejenigen am besten wissen, die den ganzen tag damit arbeiten. Es wissen diejenigen am besten, die möglichst viele Systeme und v.a. dei dahinterliegende Systematik begreifen. Sie müssen allerdings auf die gegebenheiten des jeweiligen Unternehmens angepasst werden und hier ist die Erfahrung des Mitarbeiters gefragt. Nur unterscheiden sich Unternehmen nicht so sehr voneinander, wie man landläufig glauben mag.


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19.06.2012 um 16:58
@wobel
wobel schrieb:wie schnell das nachwächst wenn man's nur rausrupft,
Ich glaub Dir das auch so - ich hab da keine Ahnung davon ;) Ich frage mich in dem Zusammenhang nur wie Leute das im Garten machen - jäten die jede Woche oder kommt da die Chemokeule?

@kleinundgrün

Nein, sorry, aber ein BWLler kann nicht das Wissen und die Kenntnisse eines Technikers haben - bei aller Liebe. Ein Ing kennt ja nicht nur die Produktion in deinem Unternehmen, er kennt auch die Basis
der technischen Anwendungen und die Möglichkeiten die ihm im Rahmen der Physik und der technischen Fortschritte gegeben sind. Wie soll das ein BWLler überblicken?

Ich rede da auch nicht vom Arbeiter am Fliessband oder am Schweissroboter, ich rede vom Ing.

Ich denke, wir nähern uns dem ursprünglichen Fragensatz - wenn Du und/oder BWLler glauben mehr zu wissen als Physiker und Techniker, dann wundert mich so manche Fehlentscheidung nicht mehr ;)

Ich habe selber erlebt wie Manager Fehlentscheidungen getroffen haben die Millionen gekostet haben, OBWOHL die Techniker gesagt haben, so geht das nicht.

Liebe Grüße


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19.06.2012 um 17:00
@WangZeDong
WangZeDong schrieb:Ich glaub Dir das auch so - ich hab da keine Ahnung davon ;) Ich frage mich in dem Zusammenhang nur wie Leute das im Garten machen - jäten die jede Woche oder kommt da die Chemokeule?
ich hab keinen rasen - ich hab "schwäbische grünfläche", bestehend aus allem möglichen (klee, löwenzahn, hahnenfuss, wegerich, gundermann, günsel, wiesenschaumkraut usw. usf.).
wenn man "englischen rasen" haben möchte, muss man wohl jäten. und vermutlich benutzen die meisten tatsächlich die chemokeule, ich hab keine ahnung, ich würd's nicht wollen, schliesslich will ich mich in die wiese werfen können ohne davon krank zu werden.


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 17:07
WangZeDong schrieb:Ich rede da auch nicht vom Arbeiter am Fliessband oder am Schweissroboter
Aber so habe ich deinen Text verstanden.
WangZeDong schrieb:BWLler glauben mehr zu wissen als Physiker und Techniker,
Nicht auf dem Gebiet der Physiker und Techniker. Aber wer sagt, dass Unternehmensberater nicht auch Physiker und Techniker sind?
WangZeDong schrieb:OBWOHL die Techniker gesagt haben, so geht das nicht.
Auch hier ist es schwer, die Ursache genau zu finden. Natürlich kann es sein, dass die Maßnahme falsch war. Es kann aber auch sein, dass der mitarbeiter die Maßnahme nur für falsch hielt und entsprechend (bewusst oder unbewusst) die Maßnahme sabotierte (hart ausgedrückt).


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19.06.2012 um 17:12
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Auch hier ist es schwer, die Ursache genau zu finden.
In diesem Fall - nur weil ich live dabei war ;) - kann ich Dir sagen, das war einfach saudumm. Es ging um eine Rechneranlage für SAP. Die Herren wollten ein Prestigeobjekt und jeder hat gesagt, dass diese Maschine die sie kaufen wollten sich dafür nicht eignet. Der Server der gekauft wurde war ausgelegt auf parallele Rechenleistung und nicht auf Durchsatz - das war klar und deutlich ein Mist.

Mag auch jetzt ein Einzelbeispiel sein, aber so habe ich es nicht nur einmal gesehen.

Liebe Grüße


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Aktionismus, Dummheit, Sorglosigkeit oder Verarschung?

19.06.2012 um 17:35
WangZeDong schrieb:Mag auch jetzt ein Einzelbeispiel sein
Nun, das scheint dann unter
kleinundgrün schrieb:Natürlich kann es sein, dass die Maßnahme falsch war.
zu fallen.

ich will auch überhaupt nicht sagen, dass Externe stets besser sind, aber sie sind es in mehr Fällen, als man geneigt ist zu glauben (auch eigene Erfahrung, auf Seiten der Internen).


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