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Sagen aus Eurer Heimat...

427 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Geschichten, Legenden, Sagen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Sagen aus Eurer Heimat...

05.09.2008 um 18:45
Gasteiner Gletschergeist

Auf den vergletscherten Höhen über den Wänden des Tischlkars im Grunde des Kötschachtales liegt der Sage nach das blütenweiße Bett des Gletschergeistes. Darinnen schläft er den ganzen Winter bis über den Lenz hinaus und erwacht erst, wenn im Tale bereits der Sommer Einzug gehalten hat. Dann aber streckt und reckt er seine Riesenglieder, daß Berg und Tal davon widerhallen. Die weiße Decke, unter der er geschlummert, schleudert er weit von sich weg und sie stürzt donnernd als Lawine zu Tale, überallhin Schrecken verbreitend. Er aber eilt mit mächtigen Tritten von Fels zu Fels, daß sich die Steine unter seinen Füßen loslösen und tosend in die Tiefe sausen.

Gesehen hat den Gletschergeist noch niemand, denn er selbst meidet die Gesellschaft der Menschen und ließe auch niemand an sich heran. Jeder im Tale fühlt aber sein Erwachen und Nahen mit Grauen


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Sagen aus Eurer Heimat...

05.09.2008 um 18:57
Jakoben Koller

Eine gefährliche Gestalt war der Zauberer Jackl. Über diesen Zauberer enthält das Archiv des Pfleggerichtes auf Schloß Moosham im Lungau folgende Stelle: (Malefiz 279) Jahr 1689. "Auf den herumvagierenden Jakoben Koller, Abdeckerssohn von Mauterndorf, oder den sogenannten Zauberer Jäggl solle gute Absicht getragen werden, wer ihme lebendig lifert, solle 600 fl, wer ihme aber Toder lifert, 300 fl haben, um willen er so vile Jugend und andere Personen verführt hat."

Von diesem Zauberer Jackl erzählt man an verschiedenen Orten des Landes gar wunderliche Dinge. Einen Glaserer hatte er erbärmlich betrogen und dann wieder reichlich entschädigt; sich selbst soll er in einen Ochsen verwandelt und so einen Wirt zum Narren gehalten haben. Auch in anderen Tiergestalten soll er gesehen worden sein. Aus Holzspänen hätte er Mäuse gemacht und eine Salbe soll er besessen haben, mit deren Anwendung er jedermann auf 24 Stunden in einen Wolf verwandelt hätte.

Eines Tages befiel den Zauberer tiefe Reue über sein Tun und da fragte er einen des Weges kommenden Pater Kapuziner, wie er denn noch die himmlische Seligkeit erwerben könnte. Der fromme Mann redete ihm derart ins Gewissen, daß sich der gefürchtete Zauberer freiwillig dem Pfleger in Moosham stellte, worauf er festgenommen und hingerichtet wurde.

Nach einer alten Chronik soll dieser "verruechte Zauberjaggl" in der Zeit von 1668 bis 1687 besonders in dem dem Ausgange des Gasteinertales gegenüberliegenden Goldegg sein Unwesen getrieben haben. Er hatte einen großen Anhang unter dem Hirten- und Bettelvolke, so daß man seiner nicht habhaft werden konnte. Er soll sogar eine Zauberergesellschaft begründet haben, in die die Mitglieder durch den "Gankerl", das wäre der Teufel selbst, feierlich aufgenommen wurden. Es ging dabei wie bei einer Taufe zu. Dem Neuling wurde die alte Taufe "vom Hirn weggerieben, abgeripelt, abgekratzt" und ihm hierauf ein Tiername beigelegt. Ja, dieses Unwesen muß derart um sich gegriffen haben, daß im Jahre 1678 in Salzburg nicht weniger als "114 Zauberleut von 11 bis 20 Jahren" meist als Anhänger des Zauberers Jackl hochnotpeinlich abgeurteilt und hingerichtet worden sein sollen.

Da ist es völlig erklärlich, wenn ihm in der Gastein keine gute Nachrede gespendet wurde, er vielmehr auch hier als Schadenstifter verschrien ist.

So kam er eines Tages im Gewande eines Bettlers zum Stubergut und bat die Frau um ein Stück Brot. Die aber wies ihm hartherzig die Türe. "Du wirst es bereuen", sagte er grimmig im Weggehen und sann im Weitergehen auf Rache. Er stieg im Angertale empor und als er die Höhe erreicht hatte, begann schon sein Zerstörungswerk: Die Berge krachten fürchterlich, Steinlawinen stürzten zu Tal, in Strömen prasselte der Regenguß nieder, furchtbar schwoll unter dem Wolkenbruche der Angerbach. Verderbenbringend wälzte er die Masse von Schutt und Schlamm hinaus bis dicht vor das Stubergut. Da erklang die Glocke von St. Nikolaus aus Gastein herüber, mit der Gewalt des Zauberers war es zu Ende. Die Natur beruhigte sich und als das Wasser verlaufen war, lag hochgetürmt der Schutt im Tale; das Volk nennt ihn den Wolfstallriedl.


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Sagen aus Eurer Heimat...

05.09.2008 um 18:58
Von heiligen und unheiligen Orten.

Dort, wo aus dem Tale der Salzach ein Bergweg die Höhe hinanführt, um dann, gegen Süden sich wendend, das Tal der Gasteiner Ache zu erreichen, steht auf der Dreiwallerhöhe zwischen Klammstein und dem Bärenkogel ein Kreuz, die Drei Waller genannt. Vor diesem Kreuze, das zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts errichtet wurde, stand hier eine Kapelle, in der ein Gemälde drei Pilger darstellte, wie sie die Höhen von Gastein erstiegen.

Der Weg über die Dreiwallerhöhe war in der ältesten Zeit, bevor noch eine Straße durch die Klamm führte, der eigentliche Zugang ins Hochtal und daher ein vielbegangener Weg, wo man dankbar dreier sagenhafter, frommer Männer gedachte, die um das Jahr 680 die Bewohner des umliegenden Pongaus auf den Goldreichtum der Gasteiner Beige hingeführt haben sollen.

Eine spätere Zeit fand aber noch eine andere, recht hübsche Sage von den drei Wallern. Sie berichtet:
Einst pilgerten drei Männer aus der Gastein ins heilige Land. Die Hinfahrt war glücklich überstanden, sie genossen die Seligkeit der Nähe der heiligen Stätten, aber mit dem Wunsche um ihr Seelenheil verband sich die Sehnsucht nach dem Wiedersehen ihrer geliebten Heimat. Schwer lasteten die Mühen der Rückfahrt auf den Männern. Verbrannt von der Wüstensonne, mit Füßen, wund vom Wüstensande und fast dem Verdürsten nahe, wären sie liegen geblieben, wenn nicht die Heimat die Kraft gegeben hätte, die Müdigkeit zu überwinden. Auf hoher See glaubten sie sich im Seesturme bereits verloren, doch schien Gott sich ihrer zu erbarmen und ließ sie landen und die Alpen erreichen. Da hüllen sie wieder die Schrecknisse der Gebirgswelt ein. Eine Lawine stürzt donnernd zu Tal und hüllt sie mit Schneewirbeln ein; noch einmal werden sie dem Leben geschenkt, auf daß ihr Herzenswunsch erfüllt werde. Aber aufs äußerste ermattet erreichen sie den Ort, der nach ihnen den Namen führt. Glückstrahlend blicken sie hinein ins liebe Tal, auf das Silberband der Ache und lauschen dem Rauschen der Wasserfälle. Aber beim Anblick des trauten Kirchleins inmitten der friedlichen Häuser ihrer Heimat, hinter der die Gletscher zum Himmel ragen, fielen sie einander in die Arme und sanken mit dankbarem Blicke, daß sie wenigstens den Anblick der Heimat erleben durften, tot zu Boden. Ihrem Andenken ist der Platz geweiht.

***

Wie gefährlich in alter Zeit der Weg durch die Klamm war, bezeugt nicht nur die Überlieferung, daß Propst Pabo von Reichenhall, als er im Jahre 1212 in die Gastein wollte, um rückständige Abgaben einzutreiben, mit dem scheugewordenen Pferde vom vereisten, schmalen Reitwege in den Abgrund der Ache gestürzt ist, wobei auch sein Diener mitgerissen wurde, sondern eine ganze Reihe von Sagen, die sich an diese Gegend knüpfen.

So kam eines Abends spät ein Wanderer, müde vom langen Wege, in die Gegend der Ruinen des Schlosses Klammstein. Wie sehnte er sich nach einer Herberge, als plötzlich aus dem Dunkel des Waldes ein heller Lichtschein ihm entgegenleuchtet. Froh eilt er zu der Stelle, findet richtig ein nettes, sauberes Häuschen. Aber sein Klopfen bleibt ungehört, er klopft ein zweitesmal, wieder ohne daß jemand gehört hätte. Da schlägt er das drittemal kräftig auf die Türe und ruft voll Ungeduld: "Bei allen Heiligen! Macht mir doch auf!" - Da schlug eben auch die Uhr in Dorfgastein die Geisterstunde und im selben Augenblick waren Licht und Häuschen verschwunden, ein riesiger Felsblock stürzte zu Tal und begrub den müden Wanderer. Noch lange Zeit war dieser Ort gemieden und vom Volke "die letzte Herberge" genannt.

***

In der Klamm gibt es aber auch das "verblendte Wirtshaus", ein Quartier ganz besonders böser Geister, das daher von den Leuten sorglich gemieden wird. Nachts beginnt darin ein unheimliches Treiben. Die Räume erhellen sich und wer sich nähert, hört ein Gewirr von Stimmen, als ob eine Menge wüster Gäste beisammen wären. Man erkennt auch deutlich das Auffallen von Gold- und Silbermünzen. Will man aber beim Fenster hineinschauen, findet man alles leer. Besonders Berufene sollen riesige Haufen Geldes auf den Tischen liegen gesehen haben. Diese zu bekommen, war aber noch keinem beschieden.

***

Auch in den Ruinen der Burg Klammstein ist es nicht geheuer. Zwar stehen die Bewohner der Burg im allgemeinen in gutem Andenken im Volke. Aber einer unter ihnen ward doch ob seiner Grausamkeit dazu verdammt, allnächtlich zur Geisterstunde sein Grab zu verlassen und als Geist so lange zu wandeln, bis der letzte Rest einer Burgmauer in Sand zerfallen sein wird. Dann erst wird auch er Ruhe im Grabe finden.

***

Es gibt aber auch von frommen Leuten um den Klammpaß zu erzählen. Ein Paar, das in Friede und einträchtigem Fleiß zu hohen Jahren gekommen war, bewohnte ein kleines Häuschen im Passe. Stürmisch war die Winternacht, in der die beiden Alten nach frommem Abendgebete ihr Lager aufsuchten. Da plötzlich erwachten sie durch ein schreckliches Getöse und als die Alte mit zitternden Füßen durch die dunkle Stube sich zur Tür getastet und geöffnet hatte, blickte sie mit Entsetzen und Staunen hinaus in eine mondhelle, zauberhafte Wintermitternacht. "Jesus, Maria," schrie sie, "Alter, schau, wie ringsum die Trümmer der Lawine herumliegen!" Über das bebende Häuschen war die Lawine hinweggegangen, hatte das Dach mit sich genommen und in die Tiefe gerissen, die frommen Alten hatte sie verschont. Bald war ein neues Haus erbaut, das heute noch von versicherter Wand auf den Wanderer herabschaut.

***

Eine Höhle in dieser Gegend heißt die "enterische Kirche" seit ältester Zeit. Darinnen war ein kleiner Altar errichtet, zu dem mancher in schwerer Sorge wallfahrte. Einst ging auch ein Bauer an diesen geheimnisvollen Ort und kniete am Altäre in frommem Gebete nieder. Da kam aus einer Seitenhöhle ein Mönch auf ihn zu und fragte ihn um sein Leid. Angsterfüllt, mit tränenfeuchten Augen erzählte er sein Schicksal: Der Hagel hatte ihm die mühevoll gebaute Saat zerschlagen, das Vieh war ein Opfer der Seuche geworden, sein Weib ringe mit dem Tode und die Gläubiger drohten mit der Pfändung und Versteigerung des Gutes.

Da reichte der Mönch dem Bauern seine Hand und sagte: "Dein Gottvertrauen sei belohnt; geh heim und lebe zufrieden weiter, dein Vieh wird sich vermehren, dein Weib gesund werden, mit diesem Gelde wird dir dein Haus erhalten werden."

Wie der Mönch versprochen, geschah es auch; bald füllte das Vieh die Ställe, der Acker gab reichen Segen und inmitten junger Obstbäume erstand ein neues Bauernhaus.

***

Eine weitere fromme Sage knüpft sich an die Himmelwand im Kötschachtal. Ein Jäger hatte eine weiße Gemse hinauf bis ins Gewände verfolgt, war immer weiter geklettert, bis er endlich an einem Felsrande stand, von wo es kein Vorwärts und kein Zurück mehr gab. Wie gebannt steht er dort oben und sucht Rettung durch Leute aus dem Tale. Da nimmt er seine Büchse, um durch den Knall des Schusses die Hirten um Hilfe zu rufen. Aber auch die sehen keine Rettung und können nur den Pfarrer holen, daß der ihm aus der Ferne den Segen spende. Begleitet von Andächtigen erscheint dieser am Fuße des unbesteigbaren Felsens und hebt segnend den Kelch mit dem Allerheiligsten empor. Da schwebt durch ein Wunder gehoben die Hostie in die Höhe zum Unglücklichen und als dieser in Ehrfurcht sein Knie beugt, versagt ihm die letzte Kraft und zerschellt stürzt er vom Felsen ins Tal hinab.

Seitdem heißt diese Wand die Himmelwand und ein vielfaches Echo gibt der Fels dem Rufenden zurück.

***

Die Erinnerung an eine glückliche Rettung aus Lebensgefahr ist in der Legende von der Annenkapelle bei Hofgastein festgehalten. Ein frommer Hirtenknabe hatte sich in der Sorge um seine Schutzbefohlenen an einer Bergwand zu weit vorgewagt und war von grausiger Höhe abgestürzt. "Heilige Mutter Anna, erbarme dich!" hatte er noch gerufen und wirklich fing ihn im Falle St. Anna auf und trug ihn in ihrer Schürze sanft hinab auf die Wiese. Fromme Leute erbauten zum Gedächtnis an dieser Stelle die Annenkapelle, die heute noch ein gern besuchter Wallfahrtsort ist.

***

Dagegen knüpft sich an die "Schreck" in nächster Nähe der Heilquellen eine schauerliche Erzählung. Zwei Nachbarn hatten sich einst das Versprechen gegeben, daß der von ihnen, der zuerst sterben sollte, dem anderen Nachricht geben werde, wie es ihm im Jenseits ergehe. Kaum sieben Monate waren vergangen, als schon den einen die kühle Erde deckte, der andere voll Sorge wartete, was denn sein Nachbar ihm für Nachricht bringen werde.

Es war Zeit des Almauftriebes und der Bauer trieb zeitlich früh seine Kühe gegen das Naßfeld. Da kam ihm vom Felsgebirge herab ein Reiter entgegen, in dem er mit Entsetzen seinen Freund erkannte. Unter Angst und Schrecken vernahm er nun die Schilderung der Qualen der Hölle, der jener entstiegen war, um dem Lebenden zu berichten. Und als er geendet, da sträubten sich dem Rappen die Haare, die Erde bebte und unter dem Zucken der Blitze und Heulen des Sturmes öffnete sich krachend ein Schlund, in dem mit fürchterlichem Aufschrei der Reiter mit seinem Rosse zur Hölle zurückfuhr.

Wahnsinn umfing den Freund, verstört und siech wankte er noch einige Zeit durchs Leben, bis auch er vor seiner Zeit ins Grab sank.

Seither heißt der Abgrund hinter dem Wildbade im Volksmunde die Schreck.

***

Die Leidalm trägt auch ihren Namen von einem schauerlichen Ereignis. Auf dieser Alm wuchs vorzeiten das Gras so fett und hoch wie selten sonstwo. Aber es war unmöglich, das Vieh dorthin aufzutreiben, denn fast unter jedem Steine und hinter jedem Strauche lauerten giftige Schlangen. Da wandten sich die Leute an ihren Pfarrer, damit er helfe. Der war auch dazu bereit, doch wollte er versichert sein, daß keine weiße unter den Schlangen sei. Da nun alle beteuerten, eine solche nie gesehen zu haben, machte jener sich ans Werk. Ein großer Holzstoß ward in Brand gesetzt und auf die Beschwörung des Pfarrers krochen ungezählte Schlangen aller Art aus ihren Schlupfwinkeln heraus, geradenwegs hinein in das Feuer und fanden in den Flammen den Tod. Da kam plötzlich mit grausigem Gezisch auch eine weiße Schlange aus ihrem Verstecke hervor, ein Ungeheuer von Gestalt, stürzte auf den entsetzten Geistlichen los, biß und würgte ihn bis auf den Tod.
Diese Sage verdient vielleicht ganz besondere Beachtung, weil sie sicherlich an eine große Schlangenplage im Gebirge anknüpft; denn auch im Rauriser Tale geht eine ganz ähnliche Sage und auf dem dortigen Friedhofe steht ein Grabstein, auf dem zwei Schlangen zu erkennen sind, die sich um einen Kopf winden. Dieses interessante Relief trägt die Jahreszahl 1519 und ist möglicherweise nur eine symbolische Darstellung des Todes überhaupt. Das Volk läßt es sich aber nicht nehmen, daß diese Darstellung in Beziehung zur Geschichte vom Schlangenbändiger zu bringen sei, den in der Gegend von Bucheben ebenfalls eine weiße Schlange ums Leben gebracht hat.


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Sagen aus Eurer Heimat...

05.09.2008 um 19:00
^^ Quelle Quelle: Gasteiner Sagen, Dr. Karl O. Wagner, Bad Gastein


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Sagen aus Eurer Heimat...

05.09.2008 um 19:02
Der steinerne Brotlaib in der Stiftskirche St. Peter

Innerhalb des eisernen Gitters, welches das Innere der St. Peterskirche abschließt, hängt rechts an der Wand ein an einer zwei Schuhlangen Kette befestigter Stein, welcher genau die Form eines großen Brotlaibes hat, wie solche die Bauern zu backen pflegen.

Dieser Stein wurde im Jahre 1603 von F. Wolfgang Burger, Vikar zu Seewalchen, dem damaligen Abte Martin von St. Peter mit einem eigenhändigen Schreiben übersendet und dem Kloster zum Geschenke gemacht. In diesem Briefe wird die Legende dieses Steines folgendermaßen erzählt:

Miraculum

Es ist vor wenig Jahren zu Leupichl in einem Dorfe am Mansee gelegen eine Bäurin gewest, welche fast alle Sonntag, Fest- und Feiertag den Kirchgang und Gottsdienst versäumt und unterlassen, sondern wann Anderleut gen Kirchen gangen, hat sie dieweil allerlei Hausarbeit verricht. Und als sie einsmals an S. Leopoldstag, der desselben Orts feierlich und Dedicatio Ecclesiae (Kirchweihe) gewest, hat sie auf genennten Tag neben anderer Arbeit auch Brot gebacken. Als sie aber von einer ihrer Nachbäurin angeredet und gestrafft (ausgescholten, zurechtgewiesen) worden, warum sie gleich auf diesen h. Tag am Feiertag Brot backe, und nit neben andern Christen den Gottsdienst besuchte, es möchte sie Gott und S. Leopold etwa darum strafen. Darauf die Brotbäckerin trutzig geantwort und gsagt: Feiertag hin, Feiertag her, Leupl (Leopold) hin, Leupl her, ich hab's Brot schon im Ofen. Als gemeldte Bäurin in Ofen zum Brot gesehen und das Brot herausnehmen wollen, sind die Laib (deren zwölf gewest) in Sandstein verwechselt und also gefunden im Ofen geblieben, welche hernach von vielen Leuten also gesehen worden. (Hernach aber von den Christen an
mancherlei Örter wegen des beschehenen Mirakel hinweg getragen worden. )

Als ich F. Wolfgang Burger den 14. Monatstag Juni Anno 1603 beim Herrn Casparo Barttl, Pfarrherr zu Nußdorf, auch am Attersee gelegen, und zum Kloster Traunkirchen gehörig, gewest, hat er mir deren steinen Laib einen von den zwölfen fürgewiesen und gezeigt. Demnach auf mein vielfältigs emsigs Bitten und Begehrn, hat er mir denselben verehrt und zustehen lassen, welchen ich mit mir übern Attersee gen Seewalchen geführt. Und eben zur selbigen Stunde, als ich mit dem genannten Laib zu Hause komme, kommt Johann Egger, mein Schulmeister, samt dem Hans und Adam Lüxl zu Heining, meine Pfarr- und Zehentleut. Und unter anderm, als wir von solchem Mirakel reden, und ihnen den steinen Laib gezeigt, sagt gemelter Hans Lüxl, ein junger Bauer, er wisse das Ort, wo solches geschehen, hab' auch den Ofen gesehen, darinnen nur noch zwei solche Laib gewest. Sein Mitgsell aber so damals mit ihm auf S. Wolfgang kirchfährten gangen und ihn zum genannten Ofen geführt, als nämlich Hans Neuhofer zu Perg, so auf dem Meindlgut daselbst gehauset, hab ihm angezeigt, wie er zuvor alle 12 Laib im Ofen gesehen. Diese Pfarr Berg stoßt mit der Pfarr und Dorf gleich an Seewalcher Pfarr, und muß ein Pfarrherr solche von Schirfling (Schörfling) aus mit einem Priester versehen lassen.

So viel, wie gewollt, hab ich von diesem Mirakel in Erfahrung bringen können, und ist wohl glaublich, daß die Lutheraner dies Wunderzeichen gering geacht. Derweg hab ich gleich im Anfang gedacht, solchen Laib entweder zum Kloster Peyrn (Michaelbeuern) oder E. G. zu derselben St. Peters Kloster zu verehren.

Quelle: Nikolaus Huber, Fromme Sagen und Legenden, Salzburg 1880


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05.09.2008 um 19:05
Blöde Frage, kommst du aus Gastein??


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Sagen aus Eurer Heimat...

05.09.2008 um 19:08
Der Teufel im MühlgrabenGeschichtlicher

Rückblick: Das Frautragen oder Fraubeten soll ein noch heute in Gastein ausgeübter Brauch sein. Das Bild, eine Muttergottesfigur steht das ganze Jahr über in einer Schönkammer und wird nur zur Adventzeit hervorgeholt. In der Stube wird dann ein eigener Altar dafür im Herrgottswinkel hergerichtet mit vielen Bildern von Heiligen, schönen Tüchern und sonstigem Schmuck. Die Leute des Hauses beten jeden Tag davor.
In Unterberg soll es üblich sein, dass auch die Nachbarn zu dem betreffenden Bauer gehen, in Laderding hingegen wandert es für je 3 Tage von Haus zu Haus. Der Bauer oder die Bäuerin trägt es dabei vor sich her und alle gehen mit, beten und singen religiöse Lieder. Schließlich muss das Bild aber wieder zu dem Bauer zurückkehren, zu dem es gehört.
In Laderding, Hofgastein, Harbach und Hundsdorf soll es noch solche Bilder geben. In Gadaunern aber sei dieser Brauch nie bekannt gewesen, obwohl es auch hier einen Stubenaltar gibt, wo auch die Nachbarsleute kommen und gemeinsam beten und Lieder singen . . .
Nachfolgend eine Kurzfassung der Sage vom Teufel im Mühlgraben . . .
Sage: In einer Dezembernacht war die ganze Nachbarschaft beim Hauserbauer versammelt, um vor dem Fraubild Schutz und Hilfe zu erbitten. Der Reiterbauer und seine Buben sollten das Fraubild abholen und hinauf zum hochgelegenen Gehöft tragen, wie es seit urdenklichen Zeiten üblich war. Unter Vorantritt eines Buben mit einer Laterne war dann die ganze Nachbarschaft unterwegs hinauf zum Gehöft. Beim sogenannten Nasenbachbrückl angekommen war ein furchtbarer Schrei aus den Wäldern jenseits des großen Mühlgrabens zu hören. Es war der Teufel, der sich hier jenseits des großen Mühlgrabens des öfteren niederlies und jetzt durch das Fraubild aufgeschreckt wurde. Durch das Frautragen und das begleitende Gebet war er dermaßen in seiner Ruhe gestört worden, dass er unter furchtbarem Geheul durch die Lüfte davon - bergwärts - gegen das hochliegende Arltörl und hinüber zum - Schuhflicker - flüchtete. Zutiefst erschrocken zog die Schar weiter bergwärts durch den Schnee. Das Fraubild und das andächtige Gebet hatte alle in ihren Schutz genommen und gerettet. Seither gedenkt man immer noch dieser grauenerregenden, dunklen Adventnacht im Mühlgraben . . .


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05.09.2008 um 19:09
Sagenhaftes Salzburg - Die Sage von Gastein.
Eine alte Sage erklärt, warum der Gold- und Silberbergbau in Gastein so plötzlich zum Erliegen kam:

Unter den Familien, die den Gasteiner Bergbau betrieben, den sogenannten Gewerken, hatte es vor allem eine Familie zu großem Reichtum und Ansehen gebracht: die Gewerken Weitmoser. Nicht nur hatten sie sich ein kleines Schloß, das "Weitmoser-Schlößl", bauen lassen, die Söhne des alten Weitmosers heirateten in die reichtsten und mächtigsten Familien des Landes. So war auch Bertha Weitmoser, die Frau des Gewerken Christoph, von Kind an gewohnt, alles zu bekommen, wonach ihr der Sinn stand. Das Gold und Silber ihres Ehemannes schien unerschöpflich zu sein.

Eines Tages ritt Bertha entlang der Gasteiner Ache aus. Da warf sich ihr eine Bettlerin in den Weg, die sie mit klagender Stimme um ein Almosen bat. Bertha stieg nicht einmal vom Pferd, sondern wies ihren Diener an, die alte Frau aus dem Weg zu schaffen. Da richtete die Bettlerin sich auf und verfluchte sie: "Stolze Weitmoserin! Du glaubst, mit dem Reichtum wird es nie ein Ende haben? Aber warte nur, übers Jahr gehst vielleicht auch du in Lumpen und verkaufst deinen Brautschleier um ein wenig Brot für deine Kinder!"

Bertha hört die Verwünschungen, aber sie lacht nur. Dann zog sie einen kostbaren Ring vom Finger und warf ihn in die Hochwasser führende Ache. " So wie dieser Ring nie mehr das Tageslicht sieht, so wird auch das Erz in den Weitmoser Stollen nie versiegen!" Dann ritt sie nach Hause. Am nächsten Sonntag hatten die Köche im Weitmoser-Schlößl eine besondere Überraschung für ihre Herrin: ein riesiger Fisch war gefangen worden. Als Bertha ihn während des Festmahls zerlegte, wurde sie blass. Im Bauch des Fisches fand sie den Ring, den sie selbst ins Wasser geworfen hatte. Als ihr Mann sie besorgt fragte, warum sie so blass sei, wagte sie nicht, ihm von dem Fluch der Bettlerin zu erzählen.

Aber es bewahrheitete sich alles, und schneller als Bertha es befürchtet hatte. Schon im Herbst geschah ein Unglück nach dem anderen, Stollen stürzten ein, Hochwasser zerstörte die Pochwerke. Im Frühjahr endete plötzlich die Erzader, die den Weitmosers seit Jahrzehnten Silber und Gold geschenkt hatte.

Die Familie entließ ihre Knappen, verkaufte das Schloß und musste ohne Dienstboten auskommen. Und es kam auch der Tag, den Bertha am meisten gefürchtet hatte: der Tag, an dem sie ihren letzten kostbaren Besitz, ihren Brautschleier verkaufen musste, um ihren Kindern zu essen zu geben.


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05.09.2008 um 19:11
Sagenhaftes Salzburg - Die Sage von Maria Plain.
Als im Jahre 1633 das Deutsche Reich unter dem großen Krieg litt, fiel ein Trupp schwedischer Söldner im bayerischen Regen ein. Der wilde Haufen plünderte die Stadt und steckte sie in Brand. Nicht ein Haus blieb verschont, alle brannten völlig nieder. Nur im Haus des Bäckermeisters Paulus Regner blieb auf wunderbare Weise das wundertätige Marienbild verschont. Die Kunde von diesem Bildnis breitete sich aus und bald darauf erwarb es die Frau des Pflegers von Fürstenegg. Ihr Sohn Rudolf brachte es nach deren Tod nach Salzburg, wo es 1652 erstmals auf dem Plainberg zur Anbetung aufgehangen wurde. Zwar nahm Rudolf das Bild später wieder mit, aber 1676 kam er abermals nach Salzburg zurück, wo es in der neugebauten Kirche zur Wallfahrt aufgestellt wurde.


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05.09.2008 um 20:47
^^ Gibts da evt. eine Abbildung ?


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 15:53
Ich besuche allmystery schon seit geraumer Zeit.
Nun ein paar kleine Sagen. Die Sagen sind alle in der
Nähe meines Wohnortes entstanden.
Für alle, die wissen wollen, wo ungefähr das liegt...Umkreis 2-3 km
des Flughafens Saarbrücken.

a)
Im Herrenwald zwischen Fechingen und Bischmisheim geht der "Boley" um, in einen blechernen Mantel gehüllt. Wenn nun des Nachts ein Wanderer am Walde vorbeigeht und so durch das Wog- und Wieschbachtal schreitet, tritt dieser Waldgeist aus seinem Revier heraus, hält ihn an und fragt, wohin er wolle. Kann er ihm dann nicht schnell und befriedigend Antwort geben, so nimmt er ihn mit sich in seinen Herrenwald.

b)
Im schönen Wiesental zwischen Brebach, der Halberger Hütte und Fechingen liegt eine Sandsteinhöhle, in der das "weiß Fraache" wohnte. Schräg gegenüber liegt ein Wasserwerk, wo früher eine Mühle war. Dort bedroht der "Mann im eisernen Mantel" die abends aus dem Wirtshaus Heimkommenden. In Fechingen selbst fand ein Bauer beim Graben in der Felswand hinter seinem Hause Gräber und darin die Überreste eines Mannes, einer Frau und eines Kindes. Der Mann sei der "heil'ge Drachen" gewesen. Die ehemaligen (wohl heidnischen) Umwohner hätten die Familie erschlagen. Die Fundstelle führt den Namen "am Drachenstein", wie es der Volksmund will, ebenso wie er den Fechinger Gemeindewald Sitters "Hermesbüsch" heißt.

c)
Mein Urgroßvater stammte aus Fechingen. Als er noch ein junger Bursche war, ging er nach Ensheim freien. Oft war es spät in der Nacht, wenn er sich auf den Heimweg machte. Einst war es auch wieder spät geworden. Als er in den Wald eintrat, schlug es gerade auf der Ensheimer Kirchenuhr zwölf. Es war eine mondhelle Nacht. Als er aus dem Walde herauskam, sah er links auf dem Acker ein gesatteltes Pferd gehen. "Ei, das trifft sich gut", sagte er bei sich, "da kommst du ja auf gute Weise nach Hause." Er schwang sich auf das Pferd. Da erkannte er plötzlich, daß das Pferd keinen Kopf hatte. Schon ging es aber mit ihm in rasendem Galopp den steilen Berg hinab, dem Wischbach zu, so dass ihm Hören und Sehen verging. Auf der Wiese im Tal angekommen, ließ er sich herunterfallen. Das Pferd sprang in den Bach und war verschwunden. Da hörte er eine Stimme: "Das hat dir der Teufel getan." Hätten ihm nicht noch nach Tagen die Knochen geschmerzt, hätte er das ganze Erlebnis für einen Traum gehalten.

d)
In diesem Wog- und Wieschbachtal aber geht ein gespenstiger Müller noch heute um. Die Bischmisheimer wollen nämlich hier immer ein "weißes Männchen" gesehen haben, das an den Höhen des Wogbachtales, wie sie sich auf der rechten Seite von Muntzinger's Mühle (heute Wasserwerk) nach der romantischen Thalmühle hin ziehen, geisterte.


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06.09.2008 um 16:07
@ sourillamas
das sind sehr schöne Geschichten....hast du evt. Fotos aus der Gegend....oder von den Orten ?


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 16:13
@Samnang

ich schaue mal schnell nach ;)

lg


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 16:16
/dateien/mt2067,1220710591,P1010056
ein foto habe ich auf die schnelle gefunden...ist aber nicht sehr gut


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 16:31
/dateien/mt2067,1220711478,muehle
Hier habe ich mithilfe von google earth noch ein foto!


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06.09.2008 um 17:11
@sourillamas
ah die Mühle ? , sieht sehr idyllisch aus.DANKE für deine Mühe. LG SAM


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06.09.2008 um 17:15
gern geschehen ;-)

lg


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 17:31
Ich habe auch eine "Sage", die ich von einen Alten Mann, der aber leider nichtmehr lebt gehört habe. Bis jetzt habe ich aber noch nimanden gefunden, der auch davon gehört hat.
Der Mann war bei der Wehrmacht (bzw bei ehemaligen angehörigen der Wehrmacht).
Die letzten Wiederstandsnester der Wehrmacht in der umgebung wurden ausgehoben und die US Soldaten brachten die Kriegsgefangen weg und sie marschierten alle durch Wälder und dort sahen die (gegenüber ihren Bewachern zahlenmäßig überlegenen) Wehrmachtssoldaten (wo auch der Herr dabei war von dem ich die geschichte erfahren habe), an einer Wand (wer hier mal in der Nähe von Wiesbaden im Wald war wird teilweise einfach Betonwände im wald rumstehen finden) mehrere WaffenSS Soldaten mit verbundenen Augen stehen, die um ihr Leben flehten und die eigenen Leute vorbeimarchieren hörten und teilweise auch sahen (da die augenbinden teilwiese nicht richtig saßen) und diese um Hilfe anflehten, das sie ihnen doch helfen sollen. Aber die Soldaten der Wehrmacht gingen einfach weiter und die WaffenSS Soldaten wurden von den Amerikanern hingerichtet und angeblich in der Nähe verscharrt.
Der Mann von dem ich die geschichte nun erfahren habe meinte er sei dann nach Jahren irgendwann nochmal zu der stelle zurück gegenagen (er konnte mir die stelle nicht zeigen, da er schon bettlegrisch war als er mir das erzählte und er meinte so einfach sei das nicht zu finden) und entschuldigte sich dort, dafür das er damals nicht geholfen hat.
Er meinte er habe dann stimmen gehört die geflüstert haben, aber er hab erst nichts verstanden, es waren zu viele stimmen die da flüsterten. Nun schienen die Stimmen teilweise aggresiver zu werden und er bekam angst und "flüchtete" durch den wald und trat dabei in eine matschige stelle (obwohl es tage lang nicht geregnet hatte) und versank bis zur wade im schlamm und er schwor das er hände an seinen beinen gefühlt habe die ihn in die tiefe ziehen wollten.
Nun hörte er wieder die stimmen, die immernoch aggresiv wirkten aber darunter waren auch beschwichtigende Stimmen und diese schienen die anderen Stimmen zu bechwichtigen. und die "Hände" ließen los und er konnte sich befreien und gehen. (er sagte das er glaube da wo der schlamm sei, sei die stelle woe die amerikaner die Leichen verscharrt haben)

Er meinte, das wohl einige Geister so verbittert waren das sie sich rächen wollten wobei andere seine Entschuldigung annahmen und die anderen geißter überstimmten und ihn gehen ließen.
Er meinte das auch andere seiner Kameraden im nachhinein noch an dieser Stelle waren und sich entschuldten oder beteten und dann komische Dinge gehört oder gesehen hatten. Einige sahen auch gestalten in schwarzen uniformen (wobei die WaffenSS ja keine schwarzen Uniformen hatte), die von einen baum zum andere huschten und verschwanden oder das sich äste wie hände bewegten oder hörten eben stimmen und knarren und knacken (was ja nichts ungewöhnliches für einen wald ist) aber auch das typische klappernde geräuch von kochgeschirr und gasmaskenbehälter das am tragegestell der koppel häng.

Naja ka ob das glaubhaft ist. ich habe von niemanden anderen etwas von dieser geschichte gehört, naja vllt sind auch schn alle tot die davon was wussten und haben es lieber verschwiegen.

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Noch eine geschichte die ich mal gehört habe die etwas weiter in die Vergangenheit reicht.

Es geht um eine Schlacht zwichen Römern und Germanen, die sich hier in der Nähe zugetragen haben soll , was gut sein kann denn der limes ist hier ja gerade um die ecke und man kann auch noch auf den Wall laufen und ein paar kastelle finden. aber so viel ich weiß hat man nichts gefunden was darauf hindeutet.
Auf jeden fall geht es um eine schalcht zwichen eine römischen Legion und Germanen.
Die Germanen riefen ihre heidnischen Götter zu hilfe und baten unter anderem Tyr um übermenschliche kraft und unsterblichkeit und hielten Rituale ab und die besonders groß gewachsenen (welche für die Römer schon riesen waren und auch so bezeichnet wurden) waren Berserker die im Kampf in trance vielen und vor den kampf vermutlich auch droen zu sich namen um den Berserkergang gehen zu können.
Auf jeden fall schlachtetet die Römer mit ihrer überlegenen kriegskusnt und zahlenmäßige überlegenheut die Germanen recht schnell ab, nur die Berserker welche mit langen schwertern, Streithämmern und großen Streitäxten bewaffnet waren, waren einfach nicht tot zu bekommen. Sie waren schon überseht von Pfeilen, abgebriochenen Speeren und schwertschnitten, aber sie kämpften erbeittert weiter und zerbrachen die Reihen und ein Schlag von ihnen töte 6 römer in der formation und lies ihre schilder bersten.
Die Berserker brüllten ihr unglaublich furchteinflößendes kriegsgeschrei.
Nach langer zeit konnten die Römer die Berserker entwaffnen, aber sie waren nicht zu töten trotz aller versuche. sie versuchten sie zb zu verbrennen aber nur die haut verbrannte und so hinterließ das feuer schrecklich aussehende wesen ohne haut. ihr Kriegsgott Tyr schien in sie gefahren zu sein und unsterblich gemcht zu haben. Die Römer schmiedeten sie mit ketten an felsen, da sie sich keinen anderen rat wussten und sie diese "Monster" fürchteten. Nach einiger zeit wurden sie vergessen, aber sie starben nie und irgendwann rissen sie sich los und treiben noch immer ihr unwesen in den wäldern im bereich des limes wo rhein und main sich treffen und gehen den berserkergang.
(muss man sich mal vorstellen man trifft auf einen großen man im wald, der mit pfeilen, schnitten und allem was die römer wohl noch versucht haben überseht ist naja gut das ich kein römer bin^^)
Angeblich hören auch immermal Menschen die im wald sind das geräuch von ketten mit welchen sie angeschmidet waren, die die berserker hinter sich her ziehen wenn sie durch den wald schlürfen (mit den verbrennungen läuft es sich sicher nichtmehr so gut) oder man hört ihr schmerzerfülltes und angsteinflößendes Brüllen.

Naja das sind so geschichten die ich mal gehört habe ka ob die noch jmd kennt auf jeden fall habe ich im internet nichts gefunden.


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 17:34
@ stahlschlag
zumindest die erste Geschichte habe ich so, oder so ähnlich schon gehört....kann durchaus stimmen.

Werde mal suchen ich glaube ich habe Literatur darüber.


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Sagen aus Eurer Heimat...

06.09.2008 um 18:08
Eine kleine Sage auch von mir, einem stolzen Kärnter.


DER TÜRMER ZU KLAGENFURT

In früheren Zeiten war es Brauch, daß der Feuerwächter auf dem Turme der Klagenfurter Stadtpfarrkirche stündlich die Runde machte und mit einem Hornruf nach allen Himmelsrichtung gen die Stunden verkündete. Um Mitternacht aber durfte er nur nach Westen, Norden und Osten blasen, niemals nach Süden, wo vor der Stadt der Friedhof von St. Ruprecht liegt, um die Toten nicht in ihrer Ruhe zu stören.

Nun war einst vor vielen Jahren ein arger Trunkenbold als Türmer aufgestellt. Im Kreise der Zechgenossen vergaß er nicht selten die Pflichten seines Amtes, die dann der Sohn für ihn versah. Eines Abends, als er wieder im Gasthaus saß, spotteten seine Kumpane und sagten, sein Sohn blase so jämmerlich, daß er damit die Toten erwecke. Da erfaßte den Halbtrunkenen wilder Zorn und wutenbrannt eilte er dem Turme zu. "Wartet, ich will sie euch schicken, ihr Spötter!" drohte er. Kaum hatte er den Turm erstiegen - es war um Mitternacht -, ergriff er das Hörn und begann mächtig zu blasen: zuerst nach Norden, dann nach Osten und Westen und schließlich wendete er sich nach dem Süden. In tödlichem Schrecken stürzte sein Weib herbei, um ihm das Hörn zu entwinden - er aber riß sich los und ließ seinen Ruf nach Süden hin erschallen, daß er über die Stadt hinklang bis zum Friedhof. Da öffneten sich die Gräber, grausige Gestalten stiegen daraus hervor und wandelten im fahlen Licht des Mondes dem Turme zu. Immer näher kamen sie heran, schon erblickt sie der Türmer und sinkt vor Schrecken in die Knie. Mit flatternden Hemden erklimmen die Geister den Turm und schon langt der erste mit seinen Knochenfingern durch das Gitter - da erdröhnt in der Glockenstube der erste Stundenschlag und der ganze Spuk vergeht in Nacht und Nebel.

Seit der Zeit wagte es kein Türmer mehr, nach Süden zu blasen und die Toten aus ihrem Schlaf zu wecken.


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