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absolute Harmonie

150 Beiträge, Schlüsselwörter: Harmonie

absolute Harmonie

07.03.2014 um 10:43
cRAwler23 schrieb:Harmonie ist wie Frieden zwischen Himmel und Hölle. Auch wenn ich absolut nicht religiös bin und das alles als Metapher betrachte, so würde ich mich selbst als einen diplomatischen Dämon betrachten, der Freundschaft mit den Engeln geschlossen hat. Diese Vorstellung finde ich irgendwie tröstlich.
Damit diese Harmonie herrscht muss man wohl zuerst Harmonie in sich selber schaffen, die Harmonie zwischen seinen guten und schlechten Eigenschaften. Zu wissen wo bei einem die Grenze ist.


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absolute Harmonie

07.03.2014 um 14:21
Eya schrieb:Damit diese Harmonie herrscht muss man wohl zuerst Harmonie in sich selber schaffen, die Harmonie zwischen seinen guten und schlechten Eigenschaften. Zu wissen wo bei einem die Grenze ist.
Harmonie "herrscht" nicht, sie entwickelt sich. In der Dialektik spricht man da von Reibungsenergien zwischen These und Antithese (Kraft und Gegenkraft in der Kausalität), doch gleichen sich die Muster an den Stellen etwas mehr an wo sie wechselwirken, kann ein Harmonisierungsprozess einsetzen, eine Synthese entsteht, eben die Harmonie.

Aber du hast Recht, man sollte immer bei sich selbst beginnen. In einem Streit ist es immer hilfreich wenn man kritikfähig ist, Empathie besitzt und für die andere Seite auch Verständnis zeigen kann. Sollte es dennoch zum Konflikt kommen, sollte man Judo als Taktik anwenden, schlage nicht mit Argumenten zu, sondern nimm die Argumente der gegnerischen Seite auf und zieh sie zu dir hin, damit entkräftet man sie auf eine Weise wie es der Gegner nicht erwartet hat.

Gute und schlechte Eigenschaften gibt es nicht, es gibt nur konstruktive und destruktive Eigenschaften die in ständiger Wechselwirkung stehen. Am einfachsten kann man es sich so vorstellen, nach einem Vulkanausbruch ist der Boden besonders reich an Nährstoffen, ideale Bedingungen für einen fruchtbaren Boden. Wie aus einstiger Zerstörung neue Lebensgrundlagen geschaffen wurden.

Schöpfung resultiert immer aus der Zerstörung eines vorherigen Zustands. Die Harmonie ist die Erkenntnis dessen, so kann der Beobachter dieser Prinzipien eine tiefe Gelassenheit und innere Ruhe finden. Ein dauerhaftes Gleichnis von Kraft und Gegenkraft wird es in der Natur nicht geben, es gleicht einer Sinuskurve. Darum ist die Harmonie tatsächlich mehr eine Einstellungsfrage des Beobachters und eine Frage denkender und fühlender Wesen, das Empfinden von Harmonie ist also immer eine subjektive Frage :)

Ein krasses Beispiel, ich habe mal zufälliger Weise neben einer Baustelle gesessen, war von Lärm und alltäglichen Stress umgeben, doch ich habe mich auf eine Bank gesetzt und war plötzlich total ruhig und in Trance, fast schon ein außerkörperliches Erlebnis, ich hatte nur einen Vogel betrachtet der auf dem Boden rumgepickt hat, doch als er losflog war es wie eine Zeitlupe und alles war still und voller Harmonie, der Lärm ist nur dann störend und stressig, wenn man sich allein darauf konzertiert und nur diesen Lärm in seine Gedanken lässt, doch hat man sich auf die Unbefangenheit des Vogels konzentriert, auf dessen Freiheit und Leichtfüßigkeit, so wurde dies zur verbindenden Essenz die eine tiefe Ruhe und Entspannung bewirkt hat. Der Mensch ergibt sich dem Lärm und den Illusionen, damit wird er durch ständigen Termindruck, Leistungsdruck und der permanenten Existenzangst nie innere Ruhe finden können, weil er sich zu sehr darauf konzentriert. Damit werden diese Menschen nie Harmonie erfahren können und am Ende ihres Lebens bereuen sie dies. Die bewusste Wahrnehmung eines Momentes, frei von Gedanken und Sorgen, das schafft Harmonie, zumindest für diesen klaren Moment :)


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08.03.2014 um 13:11
@Eya
Wenn ich meine Emotionen beobachte habe ich den Eindruck, dass die die Hölle zu lieben scheinen. Denn richtig Schönes lehnen die nämlich ab, stattdessen soll ich etwas Ernstes tun.
Das steht im völligen Gegensatz zu meiner Entscheidung, glücklich sein zu wollen. Und Qualen liebe ich auch nicht (auch nicht die der anderen), obwohl meine Emotionen da durchaus hinführen.


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08.03.2014 um 23:11
lernender schrieb:Wenn ich meine Emotionen beobachte habe ich den Eindruck, dass die die Hölle zu lieben scheinen. Denn richtig Schönes lehnen die nämlich ab, stattdessen soll ich etwas Ernstes tun.
Das steht im völligen Gegensatz zu meiner Entscheidung, glücklich sein zu wollen. Und Qualen liebe ich auch nicht (auch nicht die der anderen), obwohl meine Emotionen da durchaus hinführen.
Du hast komische Emotionen, also meine Gefühle und Emotionen (was ja prinzipiell das gleiche ist), freuen sich über positiven Input, schönes, interessantes, über Kunst und Musik, über positive Entwicklungen, angenehme Zwischenmenschlichkeit, angenehmes Wetter usw. Bei mir sind es mehr meine Gedanken die die "Hölle" zu lieben scheinen, denn sie befinden sich in Selbstzweifel, sie zweifeln einfach alles an und manchmal verzweifeln sie auch an sich selbst und drehen sich im Kreise, was dann negative Gefühle erzeugt. Da Gefühle hormonell bestimmt sind, sind äußere und innere Impulsgeber ausschlaggebend. Sprich deine Qualen resultieren aus kausalen Impulsgebern und sind eine Reaktion darauf.

Wenn man rein rational und ohne Gefühle denkt, also rein logisch und fast schon mathematisch, dann erinnert mich das an den Film Equilibrium, wo Emotionen und Gefühle zum Feindbild der Menschheit erklärt wurden, somit auch jede Leidenschaft und Emotionalität verbannt wurde:
Der Film zeichnet eine Dystopie, in der nach einem Dritten Weltkrieg menschliche Emotionen als der entscheidende Auslöser von Gewalttätigkeiten erkannt wurden und durch das Psychotropikum „Prozium“ unterdrückt werden. Die Ausgabestelle des Prozium im Regierungsgebäude, das Equilibrium, symbolisiert die angestrebte emotionale Gleichmütigkeit und gibt dem Film seinen Namen.
Wikipedia: Equilibrium_%28Film%29

Übrigens ein sehr interessanter Film, der sich auch mit der Frage der Harmonie beschäftigt. Denn es geht da nicht darum das man entweder rein emotional oder rein rational sein soll, sondern eine gesunde Balance aus beiden Aspekten zu finden.


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09.03.2014 um 08:41
@cRAwler23
Sowas kannst du dir auch nicht vorstellen, wenn Du sowas nicht erlebt hast. Wenn ich hier z.B. den Aufklärer spiele, obwohl ich das in dem Maße nicht will, sind das ursprünglich religiös motivierte (ich glaube nicht an diese "Heilige Pflicht") emotionale Zwänge. Ich kann nicht anders und würde lieber etwas Schönes tun oder einfach meine Aufgaben machen.


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09.03.2014 um 17:01
lernender schrieb:Sowas kannst du dir auch nicht vorstellen, wenn Du sowas nicht erlebt hast. Wenn ich hier z.B. den Aufklärer spiele, obwohl ich das in dem Maße nicht will, sind das ursprünglich religiös motivierte (ich glaube nicht an diese "Heilige Pflicht") emotionale Zwänge. Ich kann nicht anders und würde lieber etwas Schönes tun oder einfach meine Aufgaben machen.
Was hält dich davon ab? Das mit den religiös motivierten Menschen kann ich verstehen, ich selbst gehe meist rational und logisch an die Dinge heran. Jedoch verbanne ich meine Emotionen nicht so wie du es tust oder wünschst. Aber wo wir sicherlich ähnlich denken, man sollte ein gewisses Maß an Selbstkontrolle und Disziplin besitzen, so das bestimmte destruktive Emotionen nicht die Überhand gewinnen. Denn dann hast du absolut recht, manche Emotionen scheinen der "Hölle" entsprungen zu sein oder steuern ein dahin. Denn ich betrachte die Hölle als einen Ort der Abwesenheit von Güte, ein selbsterschaffenes Leid oder die totale Isolation. Natürlich sind da Himmel und Hölle in meinem Denken rein metaphorischer Natur, ich denke aber beides ist im Menschen vorhanden, die Liebe und das Gefühl der Geborgenheit der Himmel, die Angst und Isolation die Hölle. Um es ganz polarisiert zu betrachten.

Eine Harmonie zwischen Himmel und Hölle scheint unmöglich, doch ich denke schon das es möglich ist, denn beide gleichen übereinander gelagerten und versetzten Sinuskurven die sich dann und wann überschneiden. Wenn man sich isoliert und einsam fühlt, doch gleichzeitig beginnt dies als gegeben zu akzeptieren, man sich mit seinen dunklen Seiten beschäftigt und auch sie lernt zu akzeptieren, man dann noch eine gewisse Geborgenheit verspürt, dann bilden Geborgenheit und Isolation einen scheinbar unmöglichen Konsens, denn man hat dann gelernt das das Gefühl der Geborgenheit nicht von anderen abhängig ist, sondern allein von seiner Einstellung zu den Dingen. Denn auch wenn man in Gesellschaft ist, kann man sich noch immer einsam und isoliert fühlen, wenn die Gedanken an die spezifischen Gefühle geknüpft sind. Ändert man das Denken kann man durchaus auch die Gefühle ändern. Sollte jedoch eine hormonelle Störung vorliegen, also physische Umstände existieren die das scheinbar unmöglich machen, dann muss man sich helfen lassen, sich damit abzufinden und es zu verschleppen kann natürlich wieder dazu führen das diese Emotionen zur reinen Qual werden. Diesen Menschen wird es auch immer schwer fallen eine Balance zu finden, innere Ruhe und auch Gelassenheit werden nie erlebte Zustände sein.


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Billy73
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09.03.2014 um 19:39
zwei fettsüchtige verliebte paare auf dem sofa liegend beim pizza fressen, stelle ich mir relativ harmonisch vor.


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10.03.2014 um 00:07
@Billy73
Solange genügend Pizza für sie da ist, wenn nicht kann die Harmonie schnell vorbei sein, oder der Geschmack ist nicht pässlich :D


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absolute Harmonie

10.03.2014 um 00:19
Harmonie, wahre Harmonie ist Ungebundenheit.
Freisein von jeglichen Assoziationen, Dissoziationen, Gefühlen, Vorstellungen und Gedanken. Das ist wahre Harmonie.

Meditation finde ich beispielsweise sehr Harmonisch. Liebe ist ein nahanliegender Begriff der Harmonie.


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absolute Harmonie

10.03.2014 um 00:28
Psychoanalyse schrieb:Harmonie, wahre Harmonie ist Ungebundenheit.
Freisein von jeglichen Assoziationen, Dissoziationen, Gefühlen, Vorstellungen und Gedanken. Das ist wahre Harmonie.

Meditation finde ich beispielsweise sehr Harmonisch. Liebe ist ein nahanliegender Begriff der Harmonie.
Genau so ist es und durch die Freiheit von gedanklichen Bewertungen, ohne spezifische Denkstrukturen, wird man die Harmonie fühlen und erleben können, die eigentlich nur dann bewusst wird, wenn wir zu innerer Ruhe finden und einen Moment mit vollem Bewusstsein wahrnehmen können. Die Meditation ist ein solcher Zustand. Daher gefällt mir auch Zen so sehr in der Hinsicht, um diese Unbefangenheit und Ungebundenheit zu erlangen.


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