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Warum handeln Atheisten moralisch?

819 Beiträge, Schlüsselwörter: Atheisten, Handeln, Moralisch

Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 12:44
@interrobang
Mein Argument wäre, dass das in Deutschland schon lange nicht mehr unbedingt so ist.
Selbst Muslime (Und davon kenne ich einige, bzw pflege eine Freundschaft mit ihnen) suchen sich mittlerweile teilweise ihre Religion schon selbst aus.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 12:45
Wieso willst du gut sein, wenn ja das gut sein dich im leben nicht weiter bringt?
Wieso sollte es einen nicht weiter bringen? Natürlich tut es das.

Und wenn es nur deshalb ist, um sich selbst ruhigen Gewissens im Spiegel anschauen zu können.

Wer nur "gut" ist, weil er Angst vor einer Hölle hat, tut mir leid. Wie wenig authentisch ist das denn dann?


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 13:23
@Kältezeit
Kältezeit schrieb:Wer nur "gut" ist, weil er Angst vor einer Hölle hat, tut mir leid. Wie wenig authentisch ist das denn dann?
ja das ist ein armseliges sowie scheinheiliges verhalten. jeder mensch sollte von sich aus gut sein und nicht wenn man ihn dazu zwingt.

das ganze prozedere wegen hölle und fegefeuer kommt aus einer sehr brachialen zeit, die man sich heute kaum vorzustellen vermag.


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interrobang
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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 14:31
@LoveTheWorld
LoveTheWorld schrieb:Selbst Muslime (Und davon kenne ich einige, bzw pflege eine Freundschaft mit ihnen)
Ich kenn auch einige Muslime. Hab sogar eine geheiratet.

Und nein. Der grossteil der leute wird in die religion hineingeboren und schluckt das was man ihm vorsetzt. Der eine mehr oder weniger aber auf das läuft es hinaus.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:18
@interrobang
Aufeinmal stimmst du zu, dass alle alles schlucken was man uns sagt?


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:26
@Kältezeit da stimme ich dir zu ^^ das war mein gedanke als ich diesen tread sah


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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:28
@LoveTheWorld
Ich habe immer schon gesagt das bei der Religiösen erziehung so gut wie immer von den kindern alles geglaubt wird was man ihnen erzählt.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:29
@interrobang

Nicht nur bei der religiösen Erziehung, auch bei sogut wie allem anderen.


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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:30
@LoveTheWorld
Liegt am Kind sein. Deswegen ist ja die religiöse erziehung so gefährlich. Die kinder sind empfänglich für die Feindbilder und den aberglauben.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:32
@interrobang
Und allen anderen heimtückischen Lügen des Lebens.


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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 15:32
@LoveTheWorld
Ja verschwörungsteorien und so weiter. Doch das ist ziemlich offtopic.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

11.03.2014 um 17:31
Als ich noch ein Kind war habe ich noch geglaubt, dass was in den Nachrichten kommt wahr ist. Das wir von ihnen informiert und nicht nachgerichtet werden.
Leider musste ich feststellen, dass selbst wenn mal was wahres unverfälscht kommt, im Gegenzug dazu oft sehr einseitig oder unvollständig berichtet wird.

Da ich keine religösen Eltern hatte kann ich sagen, dass ich hierbei zumindest das Glück hatte nicht von Religion vereinnahmt zu werden. Erst die Schule hat es dann mit dem Pflicht Religionsunterricht versucht.

Jeder Mensch glaubt meist das, was er denkt, von Autoritätspersonen und glaubwürdigen Personen kommt. Kinder am meisten.

Ich sags mal so. Die Religion vermittelt kein Wissen oder keine Tugenden, die wichtig wären oder die man anderweitig erfahren kann. Im Gegenzug dazu liefert sie aber eine gewaltige Ladung an Unnützem oder auch gefährliche Gedankenmuster. Wenn ich Videos sehe in denen versucht wird die Kinder zu verdummen indem man ihnen sagt, dass alles was man in der Wissenschaft über Dinosaurier weis, falsch wäre und diese z.B. gleichzeitig mit den Menschen gelebt haben sollen (damit das Alter der Erde ja in die Bibelgeschichte passt) oder dass die Wissenschaft nicht wüsste was Strom ist und woher er kommt (in der heutigen Zeit. Hallo? Geht's noch?) und einige weitere Sachen, dann gerate ich echt in Rage und Verzweiflung. Warum werden diese Demagogen nicht gestoppt? Ist die Verdummung etwa gewollt oder sind diejenigen welche ungefährliche Bücher zensieren etwa zu schade wirklich gefährliche zu zensieren? (Nicht dass ich Zensur an sich überhaupt befürworten würde, man sollte alles lesen/sehen dürfen was man will, nur diejenigen vor Inhalten schützen die geschützt werden müssen z.B. Kinder)

Und das was die Religionen an Positivem vermitteln:
Tugenden: Fast jede oder jede Tugend lässt sich auch durch den kategorischen Imperativ oder anderen nicht theistischen Dingen festmachen.
Demnach passe ich auch mein Handeln nicht an Religionslehren an, sonder an die gute alte Regel "Was du nicht willst was man dir tu, das füge keinem andern zu" + "Versuche die Welt zu verbessern, denn wenn es jeder tut, wäre die Welt ein Paradis" (ist jetzt von mir)

Wissen: Soweit ich das aus dem Geschichtsunterricht mitbekommen habe, gab es eher den Versuch der Religionen Wissen zu unterdrücken. (Man denke nur an Galileo Galilei)
Einfallen würde mir auch nicht wirklich etwas, was wir an Wissen den Religionen zu verdanken haben.

Hilfswerke: Hier kann man den Religionen wirklich etwas Gutes zuschreiben, denn mit Hilfswerken wird und wurden vielen Obdachlosen, Kranken, etc. geholfen.
JEDOCH gibt es zumindest seit einiger Zeit schon nicht-religiöse Hilfswerke die nicht aufgrund religiöser Beweggründe gegründet wurden. Damit ist dieses Gute der Religionen kein Alleinstellungsmerkmal und keine Existenzberechtigung.
Es mag sein, dass die reiligiösen Hilfswerke, die wirklich nur aufgrund der Relgion gegründet wurden, als erstes da waren und den Menschen geholfen haben, als es noch lange keine andren Hilfswerke gab. Doch 1. ist das kein Grund die Religion HEUTZUTAGE deswegen als wichtig zu erachten (Genauso kann man ja nicht sagen, wir sollten heutzutage noch Stöcke mit Steinen als Werkzeuge benutzen, denn die gab es ja auch lange vor dem Hammer etc.)
und 2. kann es genausogut sein, dass ohne Religionen sich anstatt der religiösen Hilfswerke eben säkuläre Hilfswerke gebildet hätten und diese erstmal nur aufgrund der religiösen Hilfswerke nicht entstanden, da 1. durch die religiösen Hilfswerke kein Bedarf mehr Bestand oder 2. Durch die hartnäckige Festsetzung der Religion, sowieso alles nicht religiöse und andere keinen Bestand hatte (Verfolgung der Heiden etc.)
Letzteres kann man als höchst wahrscheinlich erachten.

Trost: Auch hier kann man den Religionen eventuell zusprechen, dass sie einigen Trost spenden. Wenn man daran glaubt, dass Verstorbene in den Himmel kommen etc.
Doch auch das bedarf nicht zwingend einer Religion.
Die Wissenschaft und auch Atheisten können nicht ausschließen, dass es nach dem Tod etwas gibt. Demnach kannst du auch als Atheist an ein Leben nach dem Tod glauben, falls du unbedingt willst.
Und der Gott z.B. der Bibel den möchte ich auch garnicht haben, der würde meiner Meinung nach keinen Trost spenden. Er zerstört Städte, ruft Sintfluten herauf, befiehlt Morde, lässt alles Übel der Welt geschehen.
So gesehen wäre ich falls es einen Gott gäbe eher froh wenn es ihn dann nicht mehr gäbe.
Nicht umgedingt wegen mir (von wegen den Guten passiert nichts, als Argument) sondern auch weil ich nicht finde, dass z.B. eine ganze Stadt nicht vernichtet gehört nur weil dort einige kriminell geworden sind.

Würde ich nun noch all die negativen Dinge aufzählen wie Kreuzzüge, Ablaßhandel usw. dann käme das nicht weit, zeigt jedoch nur eins...


Fazit: Es bedarf keiner Religionen. Diese sind meist schlimmer, als das was sie an Gutem bewirken. Heutzutage ist dieses Schlechte eher weniger geworden, aber auch nur deswegen (Vermutung) weil sie wissen, dass sie ihre Macht über die Menschen weitgehend verloren haben und nicht mehr benötigt werden. Sie verhalten sich zurückhaltend um überhaupt noch zu bestehen. (Ok auch hier gibt es noch einige fanatische Gläubige z.B. auch im Islam. Jedoch wird die Welt immer atheistischer)

Alle Moral und Tugend bedarf keiner Religion. Deswegen können Atheisten erst recht moralisch handeln. (Die Religion fügt nämlich einige Regeln hinzu die aufgeklärte moralische Menschen nicht so behalten würden)
Beispiel: Töten der Ungläubigen (Islam), Verbot der Arbeit am Sonntag (Christlich), ...

Damit dürfte sich der Thread ja beantwortet haben.


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Mr.Palooza
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Warum handeln Atheisten moralisch?

16.03.2014 um 00:27
@Schleierbauer
Schleierbauer schrieb am 09.03.2014:Nee er ist Atheist, weil er sagt, dass er Atheist ist. Kann ich auch nichts dafür, dass er das sagt. Soll ich ihn jetzt gegen seinen Willen zum Christen erklären?
Mir ging es darum, dass du deine Abneigung gegenüber seiner Ansichten nicht begründet hast.
Schleierbauer schrieb am 09.03.2014:Nee weil sie Behinderten das Existenzrecht abspricht. Gerade die Schwächsten brauchen unseren Schutz. Aus einer Position der Stärke heraus auf den Schwachen herumzutrampeln finde ich ekelhaft.
Den Behinderten das Existenzrecht abzusprechen ist bei weitem nicht das schlimmste im Vergleich zu dem Blödsinn, welcher in den sog. heiligen Büchern zu finden ist.
Schleierbauer schrieb am 09.03.2014:Ähm klar.
Weil ja Jesus auch 6 Millionen Juden umgebracht hat. Witzig.
Naja dadurch dass die Juden diesen Quacksalber nicht als einen Messias ansehen wollten, was auch ganz richtig gewesen ist, hatten sie durch die Christen auch nicht viel zu lachen.
Schleierbauer schrieb am 09.03.2014:Vorher hatte ich nach einem Metagrund für gutes Handeln bei Atheisten gefragt. Bei Gläubigen ist das Gott (mal die Angst aus Strafe, mal die Liebe zu ihm). Bei Atheisten konnte ich nichts derartiges finden. Jedenfalls in keiner mir bekannten Ethik.
Also wenn ich einen Metagrund benötigen würde, um ethisch zu handeln, dann bedeutet, dass das eigentliche Handeln vollkommen unwichtig sei, da ich es ja nur machen würde, um einer Strafe zu entgehen. Schäbiger Grund überhaupt ethisch sein zu müssen, wie ich finde...


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Warum handeln Atheisten moralisch?

16.03.2014 um 13:11
Mr.Palooza schrieb:Mir ging es darum, dass du deine Abneigung gegenüber seiner Ansichten nicht begründet hast.
Habe ich im Posting danach gemacht.
Mr.Palooza schrieb:Den Behinderten das Existenzrecht abzusprechen ist bei weitem nicht das schlimmste im Vergleich zu dem Blödsinn, welcher in den sog. heiligen Büchern zu finden ist.
Die wurden aber auch nicht heute geschrieben sondern sind 2000 Jahre und älter ;)
Ich denke der Vergleich hinkt ein wenig.
Mr.Palooza schrieb:Naja dadurch dass die Juden diesen Quacksalber nicht als einen Messias ansehen wollten, was auch ganz richtig gewesen ist, hatten sie durch die Christen auch nicht viel zu lachen.
Ähm ja...
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal
Jesus verstand sich zeitlebens als Jude. Was danach aus ihm wurde, kann man ihm wohl kaum anlasten. Sonst müsstest du auch Marx für die Verbrechen von Stalin verantwortlich machen oder die ersten Evolutionstheoretiker für den Holocaust.
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
Mr.Palooza schrieb:Also wenn ich einen Metagrund benötigen würde, um ethisch zu handeln, dann bedeutet, dass das eigentliche Handeln vollkommen unwichtig sei, da ich es ja nur machen würde, um einer Strafe zu entgehen. Schäbiger Grund überhaupt ethisch sein zu müssen, wie ich finde...
Wieder mal ein Beispiel für keine Ahnung. Passt gut zum Rest vom Posting :D


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16.03.2014 um 16:03
@Schleierbauer
Was ist eigentlich ein Metagrund?
Ist das ein anderes Wort für Hauptgrund?


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16.03.2014 um 16:16
@Lepus
Ein Hauptgrund wäre "Ich handel gut, weil ich mich wohl fühle".
Aber in philosophischen ethischen Abhandlungen gibt es in der Regel einen Grund, der darüber hinaus reicht. Beispielsweise "damit meine Art erhalten bleibt" bei streng naturalistischen Ethiken oder "damit Gott mich liebt" oder "aus Liebe zu Gott" in religiösen Ethiken.
Teilweise eben nicht etwas verzwackter bei Kant, der eigentlich in den Bereich atheistische Ethik gehört aber einen religiösen Metagrund nennt.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

16.03.2014 um 16:37
@Schleierbauer
Ich bin mit Kant nicht vertraut.
Ist "Was ich nicht will, das man mir tu', füg' ich auch keinem ander'n zu" nicht ein ausreichender Grund (ob jetzt "Meta" oder "nur" "Haupt" davor steht lasse ich mal außer acht)?

Altruismus der auf lange Sicht mehr Vorteile bringt als Nachteile - das ist meine bevorzugte Richtung.


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Warum handeln Atheisten moralisch?

16.03.2014 um 17:50
@Lepus
Kants Ethik lässt sich ja genau darauf reduzieren. Trotzdem fängt er im zweiten Teil an mit der Frage, wieso man dieser Ethik folgen sollte und kommt dann zu dem Schluss, dass Altruismus für den einzelnen nicht immer das beste ist.
Er leitet daraus so etwas wie einen ethischen Gottesbeweis ab: Gott ist derjenige, der am Ende für das Einhalten der eigentlich für den einzelnen unvernünftigen ethischen Regel einsteht.


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GiusAcc
ehemaliges Mitglied

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16.03.2014 um 17:52
Moral benötigt keine Religion oder Philosophie.


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16.03.2014 um 17:53
@GiusAcc
Wenn man sich das Handeln der Menschen auf der Welt so ansieht, offensichtlich doch.


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