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Ist der Mensch schlau oder faul?

35 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Faul, Handeln

Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 19:23
Seid gegrüßt,

Ich habe letztens mit einem Kollegen darüber gefachsimpelt, was die Motivation der Menschen ist, jegliche Arbeiten zu vereinfachen. Maschinen verbessern und beschleunigen Arbeitsabläufe, und nicht-maschinelle Arbeiten werden von den Menschen immer mehr optimiert.
Doch wozu das? Liegt es daran, daß wir aus der Faulheit heraus alles Vereinfachen wollen, oder sind wir einfach schlau genug, das Hauptaugenmerk auf die Effizienz zu legen?

Dabei meine ich nicht unbedingt solche offensichtlichen Notwendigkeiten wie zB die Arbeitsweise in der Landwirtschaft (Vergleicht man die Produktivität vor 200 Jahren mit heute), welche sich den Bedürfnissen der Verbraucher anpassen mußte. Sondern eher kleine Abläufe - auch im Privaten - welche man sich so einfach wie möglich gestaltet.

Aus Faulheit oder Raffinesse?


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ThunderBird1
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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 19:56
Beides und alles.

Der Mensch scheint im Gegensatz zu einer Maschine fast unterlegen, ist Er aber nicht. Ein Mensch sollte sich nur aussuchen für was Er arbeitet.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 19:57
Das sich die Menschen das Leben einfacher machen anhand des technologischen Fortschritts hat nichts mit Faulheit zu tun.
Wenn etwas besser, effizienter und zeitsparender erledigt werden kann und den Menschen damit mehr Zeit für sich gibt, was spricht dagegen?


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pokpok
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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 20:01
Alles ein Zeitproblem dem unterliegen.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 20:06
Faulheit kann eigentlich nur bei optimierung bestehender prozesse überwiegen (kleiner aufwand, große Wirkung). Für alles andere ist der forschungsaufwand zu groß. Selbst der "erfinder" des rades wird darin mehr energie gesteckt haben, als er durch die nutzung einspart ;). Bei diesen leuten wird der wissenschaftsdurst überwiegen.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 20:13
Azna schrieb:Faulheit kann eigentlich nur bei optimierung bestehender prozesse überwiegen
Das würde ich aber nicht als Faulheit bezeichnen. Ich arbeite in einer Fabrik.Als ich in meinem Breich angefangen ahbe, war die Arbeit ziemlich unorganisiert und dadurch ineffizient. Ich habe die Abläufe optimiert - das spart Zeit und steigert so die Produktivität. Mit gerinen Mitteln war es möglich, die Arbeitsabläufe zu straffen und so mehr zu schaffen.
Somit habe ich - würde ich sagen - nicht aus Motiven der Faulheit gehandelt. MeinKollege sah das anders...


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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 20:32
Wenn ich faul bin versuche ich zb sich wiederholende rechenschritte in excel zu übertragen und zu vereinfachen, um den aufwand innerhalb von 15min für die nächsten wochen im arbeitsalltag zu halbieren. Mal ganz banal ausgedrückt. Klar ist es auch cool die formeln zu entwickeln, aber faulheit (oder besser der frust über das ungenutzte potential) überwiegt definitiv. Somit denke ich, dass faulheit nur die überwiegende (!!) triebfeder sein kann, wenn der aufwand der umsetzung gering ist.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

08.10.2014 um 22:51
Grymnir schrieb:was die Motivation der Menschen ist, jegliche Arbeiten zu vereinfachen. Maschinen verbessern und beschleunigen Arbeitsabläufe, und nicht-maschinelle Arbeiten werden von den Menschen immer mehr optimiert.
All das ist seit jeher dem Prozess der Rationalisierung zuzuschreiben. Ob man diese Prozesse nun im Makro -oder Mikrokosmos betrachten möchte, spielt keine Rolle. Es geht um Effizienz. Je schneller (anstrengende/unangenehme) Dinge erledigt werden können, je mehr Zeit hat das Individuum zur Verfügung, um sich den befriedigenden Dingen zuzuwenden. Desweiteren sind Entwicklungen, bei dem das Individuum/die Organisation bzw. Institution mit wenig Energie größere Erträge generieren kann, immer vorteilhaft, weil Kosten reduziert werden. Mit Kosten können sowohl Kosten gemeint sein, die mehr Zeit verschaffen, als auch Kosten, die in der gleichen Zeit weniger Verlust erbringen.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 07:50
@Grymnir
Ich denke nicht wirklich daran, das es an Faulheit liegt, sondern er daran, das die Arbeit schneller abgeschlossen werden soll.
Zeit ist Geld, den Spruch kennt doch jeder, oder?
Dennoch sehe ich es nicht so, das Meschinen schlauer sind, als Maschinen, immerhin wurden sie von Menschenhand erschaffen, zudem kommt, das viele Maschinen womöglich nur so schlau sind, wie der Erfinder selber.
Natürlich kann man Meschinen Wissen integrieren, was aus mehreren Bereichen stammt, aber es muss funktonieren, und das geht nur, indem Menschen Hand anlegen, und der Meschine sagen, was sie zu tun hat!

Womöglich gibt es auch welche die denken "Maschinen machen meine Arbeit, so kann ich mich zurücklegen", kommt denke ich auf den Beruf an und die Einstellung des jenen.

Mein Fazit: Der Mensch arbeitet motivierter, umso leichter die Arbeit. ACHTUNG!: Natürlich nicht bei jedem, und das ganze ist nicht auf Faulheit bezogen, sondern ehr darauf, wie wohl man sich bei der Arbeit fühlt.
Beispiel: Kanalreinigung: Ich denke es macht einem Arbeiter im Kanal mehr Spaß den Kanal mit einer Maschine zu reinigen, als mit der bloßen Hand die Scheiße rauszusammeln, oder was auch immer.


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keenan
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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 12:57
@Grymnir


Weder,noch. Es ist eher die Naivität der Menschen, die sie dazu verleitet, die Probleme in ihrer Wirklichkeit, Maschinen lösen zu lassen. Naiv sind sie, weil sie nicht erkennen, das damit mehr Probleme auf sie zukommen, als sie am Anfang noch hatten.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 13:10
Für den, den es interessiert, empfehle ich Adam Smith und Denis Diderot.

Smith sah in den einzelnen Bevölkerungsschichten nur das Potenzial der Nutzbarmachung für die Produktion. Produktion musste gewährleistet werden, und dem wurde alles untergeordnet. Seien auch noch so schwere und monotone Arbeiten damit verbunden. Er stellt den Vorgang zwar unters Licht des Eigennutzes, aber das dient nur dem Verkauf seiner Theorien.

Für Diderot bot gerade die Monotonie bestimmter Arbeiten einen Ausweg aus ihnen. Er ging davon aus, dass der Körper arbeitet, der Geist aber Ausweg, Flucht und Illusion benötigt. Die Möglichkeit bot seiner Meinung nach Monotonie (Monotonie im Sinne sich ständig wiederholender Arbeitsschritte).
Dadurch, so Diderot, hätte der Geist das Potenzial, sich die Arbeit noch weiter zu vereinfachen, sich abzulenken, nicht zu verbittern.

Diderot glaubte zudem, der Mensch sei innerhalb der Arbeit eine Art Übergang, der nur so lange involviert sei, bis die Arbeit ohne ihn abliefe. Er nahm an, es liefe darauf hinaus, dass die Arbeit dem Menschen eines Tages diente - anstatt ihn zu verbrauchen.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 13:45
Ich bin faul, ob ich schlau bin weis ich nicht.


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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 15:18
Hallo @Grymnir , hallo @kalamari , hallo @alle !

Aus gegebenen Anlass biete ich euch eine bekannte Redensart aus meiner Heimat an :
Wer faul sein will, muß schlau sein. :D :D :D

Gruß, Gildonus


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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 15:43
Der Chef sagte immer so wie Gildonus:


Wer faul ist, ist auch schlau!


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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 15:59
Grymnir schrieb:Aus Faulheit oder Raffinesse?
na, Faulheit ist der Grund und Raffinesse das Werkzeug.


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-kk-
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Ist der Mensch schlau oder faul?

09.10.2014 um 17:08
Wenn der Mensch schlau ist, dann stellt er sich bei manchen Aufgaben faul ;)


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Ist der Mensch schlau oder faul?

10.10.2014 um 01:47
Der Mensch ist konzipiert um zu Leiden und nach bestem Bemühen gegen das Leid anzukämpfen. Faulheit ist eine Schutzfunktion gegen psychisches Leiden.


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stichling
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Ist der Mensch schlau oder faul?

10.10.2014 um 10:55
Der Mensch ist ein Pionier, er will immer mehr und immer besser


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Ist der Mensch schlau oder faul?

10.10.2014 um 13:11
Wenn man jetzt noch die Frage hinzu nimmt:
"Ist der Mensch dumm oder fleißig" wird´s lustig.

Ich denke, der Mensch ist schlau UND faul zugleich, oder besser gesagt:
Wer ewig fleißig dumme Arbeiten macht, ist zwar fleißig, aber möglicherweise nur gezwungener Maßen, weil er nicht schlau genug ist.
Wenn er die Schlauheit besitzt den Aufwand des Fleißes zu reduzieren und tut es dennoch nicht, wandelt sich der Fleiß in Masochismus und die Faulheit würde als gesunder Sieger da stehen.
Faulheit trifft es auch nicht richtig, Bequemlichkeit schon eher und die ist ok, ich empfinde unsere fortschrittliche Arbeitsweise mit Maschinen und Computer nicht als faul, sie ist zwar bequemer, aber echte Faulheit kann sich doch dennoch keiner erlauben. Haben Computer oder Maschinen wie in den 50er Jahren versprochen wurde, dazu geführt daß wir nur noch 2-3 Stunden am Tag arbeiten müßen?
Nö! Obwohl unsere Wirtschaft das 100.000 fache in einer 1000mal geringeren Zeit produzieren kann, müßen wir nach wie vor den Großteil unserer Zeit arbeiten.

Faulheit wurde also durch die Schlauheit nicht ermöglicht, wir müssen schlau und fleißig zugleich sein, das ist noch viel schlimmer. Die Arbeit ist bequemer geworden, aber nicht weniger!


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Ist der Mensch schlau oder faul?

10.10.2014 um 13:39
-kk- schrieb:Wenn der Mensch schlau ist, dann stellt er sich bei manchen Aufgaben faul ;)
Du meinst wohl eher "dumm stellen" Faulheit wird normalerweise sozial geächtet, Dummheit oft vordergründig akzeptiert, und hinterrücks belächelt. Wer den leichten Weg wählt, stellt sich deswegen dumm und nimmt es in Kauf vvon anderen hinterrücks verspottet zu werden.

Ganz streng genommen sollte man im Arbeitsleben fleissig, klug und gründlich sein. Weil dies aber auf die wenigsten zutrifft, behilft man sich solcher tricks, sprich "schlau" Arbeit abzuschieben und zu delegieren, fremde Arbeiten als die Eigene ausgeben oder den Anteil des Anderen an einem Projekt herunterspielen.

Und auf BWL oder VWL übertragen ist Effizienz vielleicht sowas wie Faulheit. Also so wie die Couchpotato sich den Kühlschrank nebens Bett stellt um sich Laufwege zu sparen - so arbeiten Ingenieure an Maschinen um Arbeitszeit zu sparen.

Nur ist Faul eine wertende - genauer = abwertende Bezeichung und sagt nichts über den Vorgang an sich. Man bewertet damit lediglich ein Verhalten, es sagt nicht über die Effizienz aus. Man kann Faul sein und den Müll nicht runterbringen, oder faul sein und jemanden dazu überreden ihn runterzubringen.


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