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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

71 Beiträge, Schlüsselwörter: Moral, Strafe, Verantwortung, Schuld, Justiz, Gesetzgebung
BigScreen
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 14:03
Unsere Gesetzgebung ist fleissig dabei, den Umfang der Gesetzgebung zu erweitern.
Dabei entwickelt sich der Umfang scheinbar in zunehmendem Masse zunehmend. Die Gesetzgebung wird ständig umfangreicher und das Ganze wirkt sich auf Dauer lähmend auf die Justiz und nicht zuletzt auf den Menschen aus. Ist diese Behauptung, Unwissenheit könne nicht vor Strafe schützen auf Dauer tragbar ? Ist sie überhaupt jemals zutreffend gewesen ?
Trägt man wirklich eine Schuld, weil man etwas nicht wusste ? Trägt man nicht vielmehr nur dann eine Schuld, wenn man etwas absichtlich nicht wusste ? Fusst unsere Gesetzgebung auf elementarer Ungerechtigkeit ? Ab wann würdet ihr sagen, könne man nicht mehr alles wissen, und somit auch keine gesetzliche Verantwortung mehr für sein Handeln tragen, obwohl man sich moralisch einwandfrei verhält ?

Leider konnte ich trotz Internetrecherche nicht herausfinden, in welchem Umfang unsere Gesetzgebung genau zunimmt. Weiss vielleicht jemand mehr diesbezüglich ?


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 14:51
@BigScreen
Keine Sorge, die Gesetzgebung nimmt nicht an Umfang zu.
Und wo ich mich nicht auskenne, da muss ich halt einen Anwalt fragen.


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tic
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 15:06
Google sagt


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BigScreen
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 16:37
@tic

Dein Link führt zu keiner Untersuchung zur Zunahme des Umfangs der Gesetzgebung.
Dennoch danke für den Versuch mir weiterzuhelfen.


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tic
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 16:43
^^ nein, es führt zu keiner "Untersuchung der Zunahme" jedoch zeigt es die Zunahme diesen Jahres auf.
BigScreen schrieb:Leider konnte ich trotz Internetrecherche nicht herausfinden, in welchem Umfang unsere Gesetzgebung genau zunimmt.
ich hab gepostet wie der Umfang der Zunahme dieses Jahres ausfällt, hier nen Screenshot vom letzten Jahr:

Auswahl 002

in wie fern sollte diese "Untersuchung der Zunahme" den deiner Meinung nach aussehen?


du willst ne "Untersuchung des Umfanges" ich poste den Umfang, daraus lässt sich der Umfang schließen ^^ versteh nicht was du noch willst.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 17:22
Bloß weil es ein paar neue Artikel zu irgendeinem Gesetz gibt, nimmt doch die Gesetzgebung selbst nicht zu. Was soll da eine entsprechende "Untersuchung" für einen Sinn machen.


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BigScreen
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 17:32
@tic

Naja ich suche eine Studie, kein Rohmaterial, denn eine Untersuchung selbst anzustellen wäre sehr langwierig.
Dazu würde ich zB. die Zahl der Wörter und die Zahl der Paragraphen mit einbeziehen, um die genaue Zunahme mit Faktoren zu versehen. Zudem die Relevanz für ein durchschnittliches Individuum berechnen. Dadurch könnte man dann feststellen, wieviel höher die Anforderungen an jedes Individuum sind, sich nicht mit Unwissenheit zu verschulden. Denn Unwissenheit wird ja mit Schuld gleichgesetzt. Das bedeutet wiederum, dass die Unschuld eines Individuums auf lange Sicht verloren geht, weil es nicht mehr dazu in der Lage ist, die ständig steigenden Anforderungen zu kompensieren. Unschuld wird zu Schuld und die Gesetzgebung offenbart ihre Natur als ein Selbstzweck, der sich von den Bedürfnissen des Menschen nach einer Grundordnung systematisch entfernt, und nur noch denjenigen dient, die dadurch ihr Geld verdienen, indem sie die Gesetzgebung anwenden und gestalten. Zudem trägt eine paralysierte Gesetzgebung dazu bei, die Entfaltung des Kapitalismus voranzutreiben und andere Bestrebungen zu vernichten, denn diese wie zB. die Demokratie sind ohne eine reaktionsfreudige Justiz verloren. Das ist so in etwa meine Theorie.

Die Gestzgebung ist ein Relik aus der Zeit der Propheten und Steintafeln kann man sagen. Steintafeln kann man sich besonders effektiv als Gesetze vorstellen, sie sind nicht sonderlich gross, und man kann nicht behaupten, dass es sonderlich komplex und umfangreich wäre, was sie vermitteln. Und genau das ist auch der Ursprungsgedanke der Gesetzgebung, nur deshalb war er erfolgreich.

Die heutige Gesetzgebung wird schon längst nicht mehr für den Menschen gemacht, und sie hat ihren ursprünglichen Charakter völlig verloren. Statt eines breiten Konsenzes gibt es nun gar keine Einigkeit mehr. Statt der Unschuldsvermutung geht die Gesetzgebung heute von einer Schuld aus, die wohl durch das Christentum inspiriert der Erbschuld gleicht, die angeblich auf uns Menschen lastet.

Die Gesetzgebung ist pervertiert und längst nicht mehr zeitgemäss. Sie kann uns in der heutigen Form auf lange Sicht nicht mehr das vermitteln, was Steintafeln damals konnten. Auch wenn man nicht mit dem, was auf ihnen stand einverstanden sein mag, so leuchtet es doch jedem ein, dass eine kurz gehaltene Gesetzgebung für den Menschen gemacht ist, und ein überzeugendes Konzept verkörpert.

Die Gesetzgebung behaupte ich, ist ein wichtiger Faktor, der die Zufriedenheit der Menschen beeinflusst. Ihr Character prägt unsere Gesellschaft grundlegend.


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tic
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 18:25
@BigScreen

1 Geändertes Gesetz = eine Änderung.
1 Neu verfasstes = ein Neu Verfasstes.

in wie weit wäre zb die Anzahl der Wörter von Belang? und in wie weit hat das mit Unwissenheit schützt vor Strafe nicht zu tun?

wo wäre der Unterschied ob bei ner Änderung 10 oder 50 Wörter hinzu kommen? und was hat dass wiederum mit Unwissenheit schützt vor Strafe nicht zu tun?

für mich wäre es nur von Belang, wie viele Änderungen es gibt und wie viele Neue es gibt, daraus lässt sich schließen in wie weit die Tendenz Steigt oder sinkt. Wie viele Wörter dadurch hinzu kommen und was dies mit Unwissenheit schützt vor Strafe nicht zu tun hat, kein Schimmer.

Jedoch wirst du uns dies bezüglich bestimmt aufklären ohne ab zu schweifen in die Zeit der Propheten.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 18:50
BigScreen schrieb: Statt der Unschuldsvermutung geht die Gesetzgebung heute von einer Schuld aus, die wohl durch das Christentum inspiriert der Erbschuld gleicht, die angeblich auf uns Menschen lastet.
Trollt da jemand? :troll:


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BigScreen
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 19:51
@tic

Statistiken werden durch Details eben aussagekräftiger.
Je weniger Worte man braucht, um ein Gesetz zu schreiben, desto leichter kann man es sich merken.
Der Umfang hat schliesslich ja mehrere Dimensionen, wieso sollte man diese ignorieren, das wäre unwissenschaftlich.


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tic
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 20:08
jedoch um so weniger Worte man braucht je uneindeutiger ist es, je uneindeutiger für den Leihen um so hör die Gefahr das irgend etwas falsch eingeordnet wird was dann wiederum zu Unwissenheit durch mangelnde Definition führt.. unten aufgeführte Änderungen üssen jedoch schon genauer erklärt sein wie ich finde..

nehmen wir mal mein geposteten Screenshot..
Auswahl 002
BigScreen schrieb:Je weniger Worte man braucht, um ein Gesetz zu schreiben, desto leichter kann man es sich merken.
auf dem Bild zu sehen, Änderungen die man im normalen Alltag nicht beachten muss, fast alles Dinge, mit denen sich Leihen nicht befassen/befassen brauchen oder wissen müssen, Leute die sich mit diesen geänderten/ergänzten Gesetzen befassen, müssen wohl generell in der Lage sein das Stgb zu verstehen da sie es als Vorlage für Endscheidungen brauchen.


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Micha007
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 20:13
@BigScreen
BigScreen schrieb:Je weniger Worte man braucht, um ein Gesetz zu schreiben, desto leichter kann man es sich merken.
Es kommt nicht darauf an, das es sich der Bundesbürger leicht merken kann, sondern das es klar definiert ist. Und das geht oft nicht in ein paar Sätzen.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 20:16
@Micha007

Genau das ist ja der Punkt, wie Du selbst sagst, Gesetze werden nicht für den Bundesbürger gemacht.
Sie werden für die Justiz gemacht, sie sind ein Selbstzweck.


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Micha007
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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 20:22
@BigScreen
Sicher sind sie (auch) für den Bundesbürger gemacht, schließlich kann man sie als Buch käuflich erwerben oder auf den entsprechenden Internetseiten einsehen. Sie sind aber nicht zum Auswendiglernen gedacht.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

20.03.2016 um 20:31
@Micha007

Ursprünglich war es aber so gedacht. Die Aufgabe des Gesetzes hat sich also transformiert.
Meine Vermutung ist eben, dass es dadurch nicht nur seinen Character, sondern gleichsam auch seine Berechtigung
verloren hat. Wer kauft sich schon die Gesetzestexte als Buch ? Das machen doch fast ausschliesslich Juristen und Jurastudenten (Selbstzweck).


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

21.03.2016 um 12:21
@BigScreen
BigScreen schrieb:Das machen doch fast ausschliesslich Juristen und Jurastudenten (Selbstzweck).
Vielleicht mal nachschaun, was Selbstzweck bedeutet, würde ich sagen.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

21.03.2016 um 12:35
@BigScreen

ah ja ... weil die komplizierter werdende gesellschaft komplizierter werdende rechtsnormen, vulgo gesetze, verlangt, haben diese also ihre berechtigung verloren ... das nenne ich logik.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

21.03.2016 um 12:41
BigScreen schrieb:Unsere Gesetzgebung ist fleissig dabei, den Umfang der Gesetzgebung zu erweitern.
Die wenigsten Normen sind strafrechtlich relevant. Insofern ist deine These recht wacklig.
Zudem kommen nicht nur neue Normen hinzu - es falle auch ständig welche weg.
BigScreen schrieb: Gesetze werden nicht für den Bundesbürger gemacht.
Doch. Sie regeln das Zusammenleben um möglichst ein großes Maß an Vorhersagbarkeit und Gerechtigkeit zu schaffen.
Du kannst ja mal eine Alternative dar legen, die besser funktioniert.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

22.03.2016 um 00:33
@kleinundgrün

Was denn nun ?
Du behauptest sie beträfen grösstenteils den Bürger nicht, würden es nicht schwerer machen, das Gesetz zu kennen, und sofort darauf behauptest Du, dass sie doch für den Bürger gemacht werden, ihn also doch betreffen.


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Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

22.03.2016 um 00:39
@DoctorWho

Tja, Deine Herleitung ergibt keinen Sinn, jetzt solltest Du noch eine Ursache dafür nennen können. Du behauptest mit Deinen eigenen Worten, dass Deine Behauptung von mir stamme, wenn ich das richtig verstehe. Seltsam, ich sehe kein Zitat.

Vielleicht verstehe ich es nur falsch, und Du willst mich damit gar nicht kritisieren, denn sonst würdest Du ja auch auf Zusammenhänge hinweisen, derer ich mich bediene, um eine Logik herzustellen.

Das muss wohl meine Schuld sein, im Zweifel immer für den Kläger.
Tja, schon treffen wir wieder auf die Analogie zur Erbsünde.

Kein Wunder, unsere Rechtssprechung wurzelt im Christentum.

Deshalb wurde mein Vergleich mit der Erbsünde ja auch ansatzweise hier ins lächrliche gezogen, weil meine Behauptung, die diesem Satz voran geht falsch sein muss.


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