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Warum gibt es die Welt?

49 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leben, Gott, Welt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Warum gibt es die Welt?

09.02.2026 um 17:29
Zitat von Dr.EdelfroschDr.Edelfrosch schrieb:Kannst du hier mal in diesem Kontext definieren, was du unter "Welt" verstehst?
Naja im Grunde ist die Welt für mich alles was es gibt... als alles was ist... alles Seiende... alles dem ein sein zukommt.
Für diesen Threat reicht aber auch die Welt als das zu definieren was wir kennen...


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Warum gibt es die Welt?

09.02.2026 um 17:39
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Was nun? Gut, lassen wir alle Menschen so ein Goldnugget finden, alle gleich groß, alle sind nun Gewinner oder?
Du setzt hier schon voraus das alles der Logik unterworfen ist, selbst ein möglicher Gott...
aber abgesehen davon stelle ich mir das eben nicht so einfach vor...
ich stelle mir einfach eine welt vor in der sich jeder als Gewinner fühlt...
in der jeder seine Bedürfnisse maximal ausleben kann ohne sich an anderen dafür messen zu müssen...
das "Paradies" wäre wohl so eine Welt... nur klingt der Begriff so utopisch etc...


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Warum gibt es die Welt?

09.02.2026 um 18:09
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Was nun? Gut, lassen wir alle Menschen so ein Goldnugget finden, alle gleich groß, alle sind nun Gewinner oder?
Du setzt hier schon voraus das alles der Logik unterworfen ist, selbst ein möglicher Gott.
Lese doch einfach mal die Text von anderen Usern richtig, ist doch nicht so schwer, ich habe nie impliziert, oder vorausgesetzt, dass ein möglicher Gott der Logik unterworfen ist, ich habe dazu mal in keiner Richtung etwas gesagt. Ich habe ganz deutlich und wohl unmissverständlich erklärt, dass die Frage von Dir eben nicht die nach der Existenz eines Gottes ist, was dann ja eben nicht ganz so einfach wäre, sondern Deine Frage in dem Kontext sich recht einfach alleine mit der Logik beantworten lässt. Darum kann ich ja auch sagen, ich weiß es. So wie ich weiß, die Erde ist keine Scheibe.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Aber abgesehen davon stelle ich mir das eben nicht so einfach vor, ich stelle mir einfach eine Welt vor in der sich jeder als Gewinner fühlt, in der jeder seine Bedürfnisse maximal ausleben kann, ohne sich an anderen dafür messen zu müssen. Das "Paradies" wäre wohl so eine Welt, nur klingt der Begriff so utopisch etc. ...
Ja, wie auch immer, Du hast da eben so Deine Fantasie, für mich erschließt sich aber aus Deinem Text, das Du da viele Verlierer siehst und Dich offenbar wohl weniger zu den Gewinnern zählst. Die Welt ist scheiße und ungerecht, böse, böse, böse, warum gibt es denn nicht nur Gruppenkuscheln, alle haben sich lieb, alle sind Gewinner. Ganz im Ernst, dass wäre nicht nur eine Utopie, das wäre eine Dystopie.

Es gäbe keine Spiele mehr, Fußball? Wie soll es gehen, keine Mannschaft darf nach Dir ja verlieren, alle müssen gewinnen, zumindest müssen so alle Spiele immer unentschieden enden. Alle müssen genau gleich viel verdienen, alles wäre gleich.

Auch gibt es keine Anreize mehr, warum sich für was ansträngen, wenn man ja eh schon alles gewonnen hat und nie nichts was verlieren, weil es ja keine Verlierer mehr gibt, sondern nur noch Gewinner.

Ganz im Ernst, ich finde Deiner "Vorstellung" weiterhin sehr befremdlich.


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Warum gibt es die Welt?

09.02.2026 um 18:20
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Ja, wie auch immer, Du hast da eben so Deine Fantasie, für mich erschließt sich aber aus Deinem Text, das Du da viele Verlierer siehst und Dich offenbar wohl weniger zu den Gewinnern zählst. Die Welt ist scheiße und ungerecht, böse, böse, böse, warum gibt es denn nicht nur Gruppenkuscheln, alle haben sich lieb, alle sind Gewinner. Ganz im Ernst, dass wäre nicht nur eine Utopie, das wäre eine Dystopie.

Es gäbe keine Spiele mehr, Fußball? Wie soll es gehen, keine Mannschaft darf nach Dir ja verlieren, alle müssen gewinnen, zumindest müssen so alle Spiele immer unentschieden enden. Alle müssen genau gleich viel verdienen, alles wäre gleich.

Auch gibt es keine Anreize mehr, warum sich für was ansträngen, wenn man ja eh schon alles gewonnen hat und nie nichts was verlieren, weil es ja keine Verlierer mehr gibt, sondern nur noch Gewinner.

Ganz im Ernst, ich finde Deiner "Vorstellung" weiterhin sehr befremdlich.
Dann ist deiner Meinung nach diese Welt also stimmig, gradezu gut ? Du vergleichst ja diese Welt mit einem vermeintlichen Paradies und ziehst diese Welt vor, weil sie dir besser gefällt. Alle Achtung, dann musst du von dieser Welt ja schon eine Menge halten.

Gruppenkuscheln --> die Menschen können ja immer noch unterschiedlich sein ohne das die Chemie bei allen stimmt, aber es geht allen nur noch geil...
Alle haben sich lieb --> Warum nicht ? Es gäbe zumindest keinen Grund mehr andere nicht einfach lieb zu haben wie z.B Neid
Es gäbe keine Spiele mehr --> Natürlich kann es immer noch Spiele geben... in der Kunst gibt es noch Verlierer und Gewinner...
Warum sich Anstrengen --> anstrengen ? Anstrengung nervt doch, musst es also nicht geben...


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Warum gibt es die Welt?

09.02.2026 um 18:31
@kaktuss
Ganz nebenbei, materieller Besitz ist nicht automatisch mit Glück gleichzusetzen. Falls man dies macht, hat man vergessen wie Glück in einem selbst entsteht, und was man dafür tatsächlich sehen muss. Ein Mensch kann alles besitzen und dennoch verloren sein.
Diese Gleichsetzung ist Illusion, welche das Denken gefangen hält. Gefangen in dem Sinn, dass dieses Denken einen Vergleich und etwas Äußeres braucht. Wenn man es jedoch dort findet wo es tatsächlich entsteht, macht es einen innerlich tatsächlich frei, handlungsfähiger, da man dafür nur eine Verbindung braucht, die nur verloren geht, wenn man sich selbst vergisst. So frei, dass man selbst dem Tod entgegen lächeln könnte.

Versteh mich nicht falsch, wir alle haben einen Körper. Sind schlicht Mensch. Dementsprechend schwanken wir, verlieren uns immer mal, und es tut gut, gesund und wohlgenährt zu sein. Ausreichenden Besitz zu haben, für den Körper, lässt den Geist meist leichter zum "Genug", und somit zum innerlichen Frieden kommen. Doch die wirkliche Instanz für Glück, bleibt im Geist. Dort wird tatsächlich festgelegt, wer still stehen kann, oder in einem Hamsterrad sich zu Tode rennt. Wer wirklich gewinnt, und wer tatsächlich verliert.


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09.02.2026 um 18:49
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Ja, wie auch immer, Du hast da eben so Deine Fantasie, für mich erschließt sich aber aus Deinem Text, das Du da viele Verlierer siehst und Dich offenbar wohl weniger zu den Gewinnern zählst. Die Welt ist scheiße und ungerecht, böse, böse, böse, warum gibt es denn nicht nur Gruppenkuscheln, alle haben sich lieb, alle sind Gewinner. Ganz im Ernst, dass wäre nicht nur eine Utopie, das wäre eine Dystopie.

Es gäbe keine Spiele mehr, Fußball? Wie soll es gehen, keine Mannschaft darf nach Dir ja verlieren, alle müssen gewinnen, zumindest müssen so alle Spiele immer unentschieden enden. Alle müssen genau gleich viel verdienen, alles wäre gleich.

Auch gibt es keine Anreize mehr, warum sich für was ansträngen, wenn man ja eh schon alles gewonnen hat und nie nichts was verlieren, weil es ja keine Verlierer mehr gibt, sondern nur noch Gewinner.

Ganz im Ernst, ich finde Deiner "Vorstellung" weiterhin sehr befremdlich.
Dann ist deiner Meinung nach diese Welt also stimmig, grade zu gut?
Noch mal, lese meine Beiträge richtig, ich formuliere sie extra schon für Dich sehr einfach.


Denn ich habe das wirklich klar verneint:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Nein, ich gehe schon davon aus, dass die Welt aktuell echt recht scheiße ist, und es viele "Verlierer" gibt und ein paar Gewinner, solche Menschen wie Musk, aber auch das ist nur temporär. Die Welt könnte so viel besser und gerechter sein, sie ist ganz sicher nicht gut so wie sie ist. Dennoch stelle ich die Fragen nicht in der Form wie Du sie stellst und wohin das führt, kannst Du ja an vielen Antworten hier im Thread lesen.
Was kannst Du an "Nein" nun nicht verstehen? Was verstehst Du nicht, wenn ich schreibe, die Welt ist meiner Meinung nach (ich gehe davon aus), recht scheiße und es gibt viele Verlierer und nur ein paar Gewinner?


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Du vergleichst ja diese Welt mit einem vermeintlichen Paradies und ziehst diese Welt vor, weil sie dir besser gefällt. Alle Achtung, dann musst du von dieser Welt ja schon eine Menge halten.
Das wird ja nun langsam echt eine Frechheit, was Du Dir erlaubst, Du unterstellst mir weiter einfach etwas, und ignorierst stur dabei, dass ich genau das verneint habe und das Gegenteil geschrieben. Du kamst mit "Paradies", ich habe nicht gesagt, sie gefällt mir, sondern ich finde sie schon recht scheiße.

Wie kannst Du dann so einen "Käse" schreiben, meine Meinung total verdreht wieder geben?


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Gruppenkuscheln -> die Menschen können ja immer noch unterschiedlich sein, ohne das die Chemie bei allen stimmt, aber es geht allen nur noch geil.
Hab ich Dir erklärt, willst Du oder kannst Du nicht verstehen, wie wir ja auch an Deinen Aussage gerade eben hierdrüber feststellen konnten. Es kann nicht allen immer nur noch gleich geil gehen. Hat was mit Logik zu tun, werde ich Dir aber nicht noch zig mal erklären. Bringt ja nichts ...


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Alle haben sich lieb -> Warum nicht? Es gäbe zumindest keinen Grund mehr andere nicht einfach lieb zu haben wie z.B Neid.
Weil so die Welt nicht funktioniert und nicht funktionieren kann, auch das hab ich Dir ja erklärt. Kommt nur bei Dir leider nicht an, Du fragst stur weiter, ja aber warum denn nicht ...


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Es gäbe keine Spiele mehr -> Natürlich kann es immer noch Spiele geben, in der Kunst gibt es noch Verlierer und Gewinner.
Nein, wenn es nur noch Gewinner geben darf und keine Verlierer, macht kein Fußballspiel noch Sinn. Schaut sich auch keiner an, kann ja keiner Verlieren, beide Mannschaften gewinnen immer. Und auch das hab ich Dir erklärt, Du gehst ja nicht darauf ein.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Warum sich Anstrengen -> anstrengen? Anstrengung nervt doch, musst es also nicht geben.
Nein, dass ist Deine destruktive Sichtweise, viele Menschen strengen sich gerne an, weil sie dann ein Erfolgserlebnis haben, warum steigen viele auf Berge, auf schwierige und hohe Berge, frieren, riskieren sogar dabei ihr Leben? Weil sie sich dann geil fühlen können, wenn sie es schaffen, weil sich sich dann als Gewinner fühlen können.

Was Du beschreibst ist eine schreckliche Dystopie, Menschen sitzen nur noch herum, bewegen sich wenig, ist ja alles anstrengend, Nahrung wird von Robotern geliefert, als Brei, auch Kauen ist anstrengend, man muss nur noch schlucken. Oh man ...


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10.02.2026 um 00:51
@kaktuss
Du stellst (im Kern durchaus gute) Fragen, über die sich Menschen schon seit tausenden von Jahren buchstäblich den Kopf zerbrochen und darauf bis heute keine abschließende bzw. befriedigende Antwort gefunden haben. Im Kern geht es vor allem um die Frage nach ausgleichender Gerechtigkeit, wie sie vor allem in den Religionen ein großes Thema war, heutzutage aber irgendwie ein bisschen aus der Mode gekommen zu sein scheint, vor allem in den wohlhabenden Industriestaaten, wo ein Großteil der Menschen quasi lebt wie die berühmte Made im Speck.
Die meisten Menschen sind leider nicht sehr helle im Oberstübchen... und so glauben sie etwa, es ginge bei Religion irgendwie nur um Götter oder die Angst vor'm Tod - ja auch, ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Religionen haben - wie gesagt - schon relativ früh in der Geschichte vor allem die Frage nach ausgleichender Gerechtigkeit aufgeworfen und sie hauptsächlich auf zwei verschiedene Arten beantwortet (und dabei in zahlreichen Variationen):

a) es gibt so eine Art von "Jenseits", ein "Leben nach dem Tod", so eine Art von "Richter" und "Gericht", wo dann jeder Mensch (oder jedes Lebewesen) ausgleichende Gerechtigkeit erfährt (mal ganz platt, naiv und völlig überspitzt: die "Guten" kommen in den "Himmel", die "Bösen" kommen in die "Hölle")
b) es gibt so eine Art von "Wiedergeburt", wobei so eine Art "Karma" regelt, ob man im nächsten Leben eher zu den Gewinnern gehört, oder aber zu den Verlierern (oder - erneut ganz platt, naiv und völlig überspitzt: wenn sich die Verlierer entsprechend "gut" verhalten, dürfen sie sich im nächsten Leben auch zu den Gewinnern zählen)

Auch die Frage, warum es überhaupt Leid und Böses in der Welt gibt, wurde bereits früh in der Geschichte der Menschheit aufgeworfen, wobei auch hier es vor allem Religionen waren (und später zum Teil auch die Philosophie), die sich überhaupt gewagt haben, halbwegs "sinnvolle" (d.h. für die jeweilige Zeit plausible und irgendwie nachvollziehbare) Antworten zu liefern. Leibniz hatte diese Frage, wenn du mich fragst, noch am besten beantworten können, indem er sagte:

Diese Welt ist zwar nicht perfekt in jeder Hinsicht, kann sie auch gar nicht sein, sondern sie ist schlichtweg die beste aller möglichen Welten.


Also nicht die beste Welt im Sinne von "perfekt", wie gesagt, sondern eher im Sinne eines Optimums unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Anforderungen (bspw. Minimierung von Leid bei gleichzeitiger Maximierung der Möglichkeiten zur freien Entfaltung und Entwicklung). "Pareto-Optimum" ist hier vielleicht auch ein gutes Stichwort, führt aber ein Büschel zu weit....

Ansonsten teile ich hier insgesamt den weitestgehenden Konsens: Deine Fragen sind im Kern durchaus gute, wichtige und existenzielle Fragen, nur leider sehr naiv gestellt und formuliert, während eigene Antworten oder anknüpfende Fragen nicht im Ansatz durchdacht sind. Und was immer dir für eine Welt in deiner blühenden Fantasie vorschwebt, sie würde nicht funktionieren, weshalb man auch froh sein kann, dass nicht jeder Mensch nach Belieben einfach "Schöpfergott" spielen darf. Was du möchtest, ist die klassische eierlegende Wollmilchsau - etwas, das in der Fantasie zwar ganz fabelhaft funktioniert, aber an der faktischen Realität einfach gnadenlos scheitert.


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 12:51
@nocheinPoet
@Noumenon

Witziger weise meint ihr bestimmte dinge zu wissen und geht dabei auch voll und ganz davon aus, das die Realität dieser Welt ihre guten Gründe hat.
Noumenon hat ja selbst Leibniz zitiert.

Ich hingegen verwerfe das und denke an eine weitaus bessere Realität...
Diese Realität lässt diese Welt nur noch als ein Zufallsprodukt dastehen...
Meine Welt wäre um vieles bessere als diese Welt, wobei ihr meint diese welt sei bereits so gut, dass meine Welt eine Dystopie wäre.


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 16:40
@kaktuss
Wie schon gesagt, aber gerne noch einmal kurz und knapp:

Du vergleichst letzendlich keine zwei möglichen Welten, sondern diese (reale und damit mögliche) Welt mit einer inkonsistenten Wunschprojektion.

Du musst belegen - und zwar zweifelsfrei - dass deine Wunschprojektion (also nehmen wir mal als Beispiel das berühmte Schlaraffenland) auch logisch möglich ist und konsistent existieren kann. Tust du aber nicht. Du präsentierst hier nur Schnipsel deiner blühenden Fantasie:

Ich kann mir vorstellen, dass überall Honig und Wein fließt, statt Wasser... Und an den Bäumen wachsen Bonbons und Schokolade, statt Blätter...

Wie so eine Welt aber im Detail entstehen und funktionieren soll, verschweigst du hier mit allergrößtem Fleiß.

PS, manchmal hört man auch so Argumente wie: Ich kann mir eine Welt vorstellen, die exakt identisch mit dieser hier ist, nur dass zusätzlich noch ein 100-Euro-Schein auf meinem Tisch liegt. Ist ja offenbar nur ein winziges Detail und zweifelsfrei möglich. Also ist Leibniz widerlegt. Nö, wer so (oder so ähnlich) argumentiert, hat Leibniz schlichtweg nicht verstanden.


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 16:44
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Witzigerweise meint ihr bestimmte Dinge zu wissen ...
Wir meinen es nicht nur, wir wissen bestimmte Dinge, was auch immer Du nun meinst daran witzig finden zu müssen.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:... und geht dabei auch voll und ganz davon aus, das die Realität dieser Welt ihre guten Gründe hat.
Ach, was, wo hab ich nun was geschrieben, dass Dich das glauben lässt?

Ich würde sagen, mal wieder verwechselst Du das, was Du in Aussagen von anderen reininterpretierst, mit dem was wirklich geschrieben wurde. Es ging hier ja gar nicht um eine "Sinnfrage", die Frage, ob die "Realität dieser Welt" nun aus guten Gründen gegeben ist, ist doch eine ganz anderes, als Du hier im Thread am Anfang aufgeworfen hast.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Noumenon hat ja selbst Leibniz zitiert.
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:
Diese Welt ist zwar nicht perfekt in jeder Hinsicht, kann sie auch gar nicht sein, sondern sie ist schlichtweg die beste aller möglichen Welten.
Hier mal in die Runde von großen Philosophen zu schauen und was die so meinen, kann ja nicht völlig verkehrt sein. Du stellst ja eine Frage, nun bekommst Du auch Antworten und in einer wird Dir nun eine Sichtweise eines nicht ganz unbekannten Philosophen genannt, kannst Du doch auch positiv bewerten.

Wobei ich die Aussage von Leibniz so frei stehen nicht teile, meiner Meinung nach, könnte die Welt echt besser sein, aber auch viel schlechter.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Ich hingegen verwerfe das und denke an eine weitaus bessere Realität.
Deine Aussagen klingen recht resigniert und düster, destruktiv, depressiv ...


Weißt Du mal ganz deutlich und ehrlich, wer so was schreibt:
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Warum sich Anstrengen -> anstrengen? Anstrengung nervt doch, musst es also nicht geben.
Trägt meiner Meinung nach echt selbst mit Schuld. Du erwartest doch nicht, dass Dir gebratene Hänchen in den Mund fliegen?

960px-Pieter Bruegel d. C384. 281525-156
https://de.wikipedia.org/wiki/SchlaraffenlandSchlaraffenland

Weißt Du, erstmal vorweg, ich kenne Menschen mit schwersten Depressionen und einige sind zusätzlich noch vom Leben stark gebeutelt. Ich kenne Deine Situationen nicht, wenn es an dem ist, solltest Du Dir Hilfe suchen.

Ansonsten aber, wirkt Dein Auftritt hier echt befremdlich. Du willst eine bessere Welt? Bewege Dich, hoch mit dem Hintern, arbeite daran, jammere nicht nur herum.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Diese Realität lässt diese Welt nur noch als ein Zufallsprodukt dastehen.
Nein, mag so sein, muss nicht so sein, der Zufall für diese extremste Feinabstimmung aller Naturkonstanten, die wir haben ist unglaublich hoch. Und Roger Penrose hat die Unwahrscheinlichkeit für den extrem niedrigen Entropiezustand (hohe Ordnung) des Universums direkt nach dem Big Bang berechnet:

\color{#f0e0d0}1\hspace{5px}zu\hspace{5px}10^{10^{123}}


Ich will das hier nicht aus philosophieren, geht auch gar nicht, aber wer Ahnung von Mathematik hat, wer den Ausdruck versteht, der weiß wie unglaublich groß diese Zahl ist und wie unglaublich unwahrscheinlich dann der Entropiezustand des Universums gewesen ist.

Damit will ich nicht sagen, es gibt einen Gott, aber es könnte doch möglich sein, dass die Realität nicht nur ein Produkt des Zufalls ist.


Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Meine Welt wäre um vieles bessere als diese Welt, wobei ihr meint diese Welt sei bereits so gut, dass meine Welt eine Dystopie wäre.
Ja, in Deiner Welt braucht man die SHIFT-Taste nicht mehr, ist ja auch anstrengend Nomen immer groß zu schreiben, und ja, ich bin recht sicher, dass ganz viele Deine Welt für eine Dystopie halten, Du gibst nicht Freiheit, Du nimmst sie. Du verkennst auch die Subjektivität, Deiner Wahrnehmung und Wertung über diese Welt hier. Und Du würdest ja auf für Deine Welt wohl andere Menschen brauchen, oder willst Du da alleine leben? Damit Dein "Schlaraffenland" dann aber auch diese tolle super Welt nur mit glücklichen Gewinnern und ohne Verlierer ist, müssen dann alle diese Menschen Deine Sichtweise teilen, was das Spektrum an Persönlichkeiten sehr stark beschränkt.


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 16:48
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:ch stelle mir einfach eine welt vor in der sich jeder als Gewinner fühlt...
in der jeder seine Bedürfnisse maximal ausleben kann ohne sich an anderen dafür messen zu müssen...
Ist das nicht im Wesentlichen eine Frage der Inneren Einstellung und nicht der Lebenswirklichkeit? Ist tatsächlich die Welt ausschlaggebend dafür wie man sich fühlt oder ist es nicht eine Frage wie wir zur Welt stehen?


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 17:57
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Meine Welt wäre um vieles bessere als diese Welt, wobei ihr meint diese welt sei bereits so gut, dass meine Welt eine Dystopie wäre.
Wäre deine Welt nur für dich besser, oder auch für mich? Wie machst du denn meine Welt ganz konkret besser?


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 18:08
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Wäre deine Welt nur für dich besser, oder auch für mich? Wie machst du denn meine Welt ganz konkret besser?
Dein Leben wäre ein reiner Gewinn, sodass du glücklich und froh wärst überhaupt am Leben und in besagter Welt zu sein.
Du hättest quasi alles was du willst und deine Bedürfnisse werden bestmöglich befriedigt.


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 18:18
@kaktuss
Gott sei Dank bin ich das schon! Ist das nicht toll? Trotz, dass mein Leben nicht perfekt ist. Oder grade deswegen. Nur so bin ich mir überhaupt bewusst über die wundervollen Dinge, die ich in meinem Leben habe.

Fangen wir mal mit ein paar Beispielen an. Ich bin chronisch krank, klar möchte ich das gerne loswerden. Zack, haben alle Ärzte keinen Job mehr. Blöd für die, oder? Was nun?
Ich möchte am liebsten natürlich die Mietkosten meiner Wohnung senken, zack, schon muss mein Vermieter draufzahlen. Blöd für ihn, oder? Was nun?


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 18:25
Im Grunde ist eine bessere Welt klar möglich. Genauso wie es möglich ist, dass eine Gruppe von Menschen harmonischer miteinander umgeht, als eine Gruppe die Krieg mit sich führt. Die Natur selbst, ist wie ein Spielplatz in dem Potential für beides steckt. Es ist nur der Mensch der diese "Welt" so geschaffen hat, wie sie heute ist. Aus Unwissenheit darüber, wer sie tatsächlich sind und wer sie zu sein glauben. Wer Einsicht hat, verspürt meist kein Bedürfnis zu lenken. Wer glaubt, etwas zu sein, sucht dagegen nach Einfluss. Entlang dieser Dynamik organisieren sich unsere menschliche Systeme... Was aber nicht bedeutet, dass diese Systeme für die Unendlichkeit geschaffen wären.


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 18:54
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Ich bin chronisch krank, klar möchte ich das gerne loswerden. Zack, haben alle Ärzte keinen Job mehr. Blöd für die, oder? Was nun?
Ich möchte am liebsten natürlich die Mietkosten meiner Wohnung senken, zack, schon muss mein Vermieter draufzahlen. Blöd für ihn, oder? Was nun?
Blöd das es überhaupt Krankheiten gibt oder ?
Blöd das alles nur vom Geld abhängt oder ?

In meiner Welt sähe das anders aus


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 18:54
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:In meiner Welt sähe das anders aus
Und wie sähe das konkret aus? Zurück zum Tauschhandel?
Verletzungen und Krankheiten völlig ausgeschlossen? Bei der Überbevölkerung musst du uns auf den Mars auslagern ... zeitnah. :D


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 19:17
Ich sag' ja: Schnipsel blühender Fantasie... a la "In meiner Welt gibt es keine Naturkatastrophen, keinen Tod, keinen Hunger, keinen Durst, keine Krankheiten, keine Verletzungen, keine Armut, keine Langeweile, keinen Stress, keine Anstrengung, keine schlechten Schulnoten, keine Müdigkeit, keine Übelkeit, keine Eifersucht, keinen Neid, keinen Schmerz, keine Hitze, keine Kälte, keinen Gestank, keine Hundekacke auf der Straße." Also im Prinzip so, wie sich manche Gläubige eben den "Himmel" oder das "Paradies" vorstellen. :D

Wie man sich so eine Welt ganz konkret vorzustellen hat... bleibt natürlich ein Geheimnis. ;)


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Warum gibt es die Welt?

10.02.2026 um 19:24
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:In meiner Welt gibt es keine Naturkatastrophen, keinen Tod, keinen Hunger, keinen Durst, keine Krankheiten, keine Verletzungen, keine Armut, keine Langeweile, keinen Stress, keine Anstrengung, keine schlechten Schulnoten, keine Müdigkeit, keine Übelkeit, keine Eifersucht, keinen Neid, keinen Schmerz, keine Hitze, keine Kälte, keinen Gestank, keine Hundekacke auf der Straße.
Ja, ja, interessant, was es alles in dieser Welt NICHT gibt, aber was gibt es denn dann überhaupt in dieser Welt? Ich kann da nur negative Bestimmungen herauslesen, aber keine positiven. Darum bleibt folgerichtig nur dies übrig:
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Wie man sich so eine Welt ganz konkret vorzustellen hat... bleibt natürlich ein Geheimnis.
Es ist eben eine geheimnisvolle Welt ... ;)


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10.02.2026 um 19:46
Bei allem was ich hier herauslese scheint, wenn ihr richtig liegt, diese Welt tatsächlich so etwas wie die bestmögliche zu sein.
In dem Sinne, dass alles eben seine Richtigkeit hat und auch gar nicht anders sein könnte.

Und das deucht mir doch interessant zu sein.

Warum es die Welt gibt beantwortet das zwar nicht... aber es sagt doch, dass sie nicht einfach irgendwas ist.
Und dann macht Platons Annahme, das es Die Welt gibt, weil sie gut ist, irgendwie wieder Sinn.


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