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Der Streik Thread

116 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Streik, Gewerkschaften, Arbeitskampf ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Streik Thread

12.02.2026 um 18:38
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Ganz generell find ichs blöd, dass es bei Streiks immer die Leute trifft die am wenigstens dafür können und auch nichts akut an der Situation ändern können.
Da bin ich anderer Meinung: jede Menge Leute fordern dass alle© gut von ihrer Arbeit leben sollen, daher gehe ich davon aus dass diese Leute auch Bus &Bahn fahren...freuen sie sich nicht wenn die Leute für Gehalt kämpfen? :D
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Hier wäre die Frage ob es nicht andere Strategien gäbe das man auch mal die Chefetage erwischt.
Ich finde die japanischen Streiks gut, sie fahren, kassieren aber nicht.


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12.02.2026 um 18:45
Streiks, so leid es mir je nachdem auch tut und auch unangebracht erscheint, müssen aber letztendlich auch immer wehtun, um eine Wirkung zu haben.

(Finde sie aber auch noch in dem Punkt gut und darum müssen sie auch wehtun für mich, weil Streiks uns immer wieder aufzeigen, dass keine Arbeit selbstverständlich ist und ohne die dahinterstehenden Menschen, die sie ausführen, nun mal nichts geht oder läuft.)



Ich bin entschieden dagegen das aus dem GG abgeleitete Streikrecht zu beschneiden.



Und dass es leider auch Menschen trifft, die gar nichts dafür können, ist leider auch nicht vermeidbar und liegt je nachdem ja in der Natur der Sache.


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12.02.2026 um 19:48
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Da bin ich anderer Meinung: jede Menge Leute fordern dass alle© gut von ihrer Arbeit leben sollen, daher gehe ich davon aus dass diese Leute auch Bus &Bahn fahren...freuen sie sich nicht wenn die Leute für Gehalt kämpfen?
Das plötzliche eine Masse an Betroffenen den Arbeitgebern richtig Druck machen habe ich ehrlich gesagt noch nie mitgekriegt. Wederrum gesehen habe ich dass die Betroffenen zunächst Verständnis zeigen oder sich solidarisieren aber wenns zu lange kippt die Stimmung brutal:
Die Stimmung im Land nach dem abermaligen Streikaufruf der Eisenbahngewerkschaft GDL kippt gerade merklich. Und sie könnte in den nächsten Wochen vollends in Empörung umschlagen, wenn deren Chef Claus Weselsky, wie er ausgerufen hat, die kommenden Streiks nicht einmal mehr ankündigt. Ein Schaden für die Gewerkschaften droht. Und auch Weselsky weiß, dass er mit dem Feuer spielt. Wer allerdings glaubt, dass die GDL nun nachgibt, irrt.
https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/gdl-streik-der-zorn-gegen-weselsky-wird-den-konflikt-nicht-loesen-/29689810.html


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12.02.2026 um 21:14
Bei der Lufthansa fallen fast 800 Flüge in Deutschland aus. Hintergrund ist der Streik von Piloten und Kabinenpersonal. »Betroffen sind rund 100.000 Fluggäste«, teilte die Airline laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. »Wir gehen davon aus, ab ⁠Freitag weitestgehend ⁠wieder den normalen Flugplan anbieten zu können.« Der ganztägige Arbeitskampf der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und UFO treffe die ​Passagiere extrem hart und unverhältnismäßig.
Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-rund-800-fluege-wegen-streik-gestrichen-tausende-reisende-betroffen-a-e74302b2-6495-4c35-aaf8-e514694bab14

Bei den Piloten finde ich den Streik ehrlich gesagt ne Sauerei. Ohne Staatshilfe wäre der Laden zu Corona Zeiten platt gewesen.


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12.02.2026 um 22:44
Zitat von LanzaLanza schrieb:Bei den Piloten finde ich den Streik ehrlich gesagt ne Sauerei. Ohne Staatshilfe wäre der Laden zu Corona Zeiten platt gewese
Dann hätten sich hier andere Fluggesellschaften breit gemacht, das hätte bestimmt auch niemand gewollt. Aber ja ich verstehe den Einwand, denn...
Bei der Kernmarke steigt ein Co-Pilot mit einem Fixgehalt von fast 89.000 Euro im Jahr ein, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ntv.de bestätigte. Kapitäne in der höchsten Erfahrungsstufe können jährlich mehr als 281.000 Euro verdienen - plus Zulagen.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/So-viel-verdienen-die-Lufthansa-Piloten-id30356118.html

Piloten tragen hohe Verantwortung und dafür müssen sie die Hürden hoch setzen und Beruf durch Gehalt entsprechend Prestigeträchtig machen.
Aber bei den Gehaltsstufen, auf denen die Jungs mittlerweile rumturnen, bedeuten 2–3 % mehr ja schon mal locker mehere tausend Euro mehr pro Jahr extra während der kleine ÖPNV Angestellte mit 45k Brutto sich über 40 € netto mehr im Monat freuen darf und sich dafür noch bedanken soll.


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13.02.2026 um 10:20
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Ich glaube es geht mehr um Regeln, also Streik im ÖPNV oder bei KITA's usw
Nein,es geht um generell Beschneidung des Grundrechtes auf Streik:

hier das Zitat:
"Maximal ein bis zwei Stunden Warnstreiks"

"Ein besonderer Fokus liegt auf den Warnstreiks", erklärte Kampeter. "Warnstreiks sollten zeitlich klar begrenzt bleiben, etwa als verhandlungsbegleitende Arbeitsniederlegungen von einer Dauer von maximal ein bis zwei Stunden."

Kampeter weiter: "Darüber hinaus sehen wir eine zunehmende Politisierung von Streiks. Politisch motivierte Arbeitsniederlegungen sind grundsätzlich unzulässig. Zulässig sind nur Konflikte, die auf tarifvertragliche Inhalte zielen und sich gegen einen konkreten Arbeitgeber richten."

"Ausuferung" verhindern

Die Arbeitgeber fordern zudem gesetzliche Klarstellungen zu den zulässigen Arbeitskampfmitteln. "Das sind in erster Linie Streik und Aussperrung. Schließlich sind auch Verfahrensregelungen geboten. Dazu zählt, dass Arbeitskampfmaßnahmen mindestens 60 Stunden vor deren Beginn gegenüber der konfliktgegnerischen Partei anzuzeigen sind. So lässt sich eine Ausuferung des Streikgeschehens verhindern, und die Bevölkerung wird nicht ungewollt in den Arbeitskampf hineingezogen."/hoe/DP/stk

Quelle: dpa-AFX
Link zum Zitat

Es würde einen Warnstreik komplett sinnlos machen aus meiner Sicht.

Quelle:


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13.02.2026 um 10:24
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Streiks, so leid es mir je nachdem auch tut und auch unangebracht erscheint, müssen aber letztendlich auch immer wehtun, um eine Wirkung zu haben.
Das ist leider so.
Auch wenn es für einen doof ist.

Das beste Beispiel ist der Streik bei Amazon.
Wieviel Jahre streikt dort die Gewerkschaft, ohne das es überhaupt Verhandlungen gibt?

Sinnvoll wäre eine Regelung, die die Gewerkschaften rechtlich
verpflichtet, die Warnstreiks bzw. Streik x Stunden vorher anzukündigen.
Wenn ich das beim letzten Konflikt des Herr W. von der GDL verstanden habe,
gibt es so etwas nicht.


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13.02.2026 um 19:38
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Nein,es geht um generell Beschneidung des Grundrechtes auf Streik:
Das kann sein, aber das Stand nicht in der Primärquelle (TAZ) auf die ich mich bezogen hatte in meiner Antwort.
Man müsste auch die Frage klären was unter politisch motiviertem Streik zu verstehen ist. Irgendwie ist Streik ja immer ein Politikum


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24.02.2026 um 13:05
Ver.di hat im Nahverkehr für Freitag und Samstag zum Streik aufgerufen.
Ich bin gespannt, was da als Ergebnis herauskommt.

Könnte Ver.di eine Urabstimmung und einen anschließenden unbefristeten Streik organisieren?
Gibt es da die Möglichkeit eines Schlichtungsverfahrens?


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24.02.2026 um 14:28
@Bogdan60
die haben letzte Woche und heute auch schon gestreikt.....also zumindest hier in FFM
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Könnte Ver.di eine Urabstimmung und einen anschließenden unbefristeten Streik organisieren?
ja
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Gibt es da die Möglichkeit eines Schlichtungsverfahrens?
ja, es sollte dann vorher ein Schlichtungsverfahren geben, ich weiß jetzt nicht, ob das in dem jeweiligen Tarifvertrag geregelt ist, da kann es Unterschiede geben


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24.02.2026 um 14:55
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb am 12.02.2026:Und dass es leider auch Menschen trifft, die gar nichts dafür können, ist leider auch nicht vermeidbar
Man könnte allerdings die Streiks so gestalten, dass die am Tarifkonflikt unbeteiligten Fahrgäste zumindest etwas weniger Probleme bekommen.

Beispiel Kanada: wir waren in Montreal, als dort auch gerade gestreikt wurde. Die Streiks waren aber so gestaltet, dass sie
- zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nach Feierabend unterbrochen waren, d.h. die Bahnen und Busse fuhren zwischen ca. 6 und 8 und zwischen 15 und 18 Uhr ungefähr.
- die Streiktage bereits längerfristig vorher bekanntgegeben wurden und bereits mehrere Tage im voraus in der Fahrplan-App abrufbar waren.


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24.02.2026 um 16:05
@martenot
das wäre aber ein wenig am Sinn des Streikens vorbei....außerdem sollte man die Verantwortung da bei den Arbeitgebern sehen, es muss ja nicht zum Streik kommen.


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24.02.2026 um 16:06
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das wäre aber ein wenig am Sinn des Streikens vorbei....
Wieso? Es sollen doch die Arbeitgeber bestreikt werden, und nicht die Fahrgäste. Jedenfalls wurde mir das schon mehrfach von Seiten der Streikenden so versichert.

Und da wäre doch so ein partieller Streik ein Zeichen, dass man die Fahrgäste nicht vorrangig treffen will, sondern die Arbeitgeber.

Jedenfalls scheint man es in Kanada nicht so zu sehen, dass es am Sinn des Streikens vorbei gehen würde.


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24.02.2026 um 16:11
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wieso? Es sollen doch die Arbeitgeber bestreikt werden, und nicht die Fahrgäste. Jedenfalls wurde mir das schon mehrfach von Seiten der Streikenden so versichert.

Und da wäre doch so ein punktueller Streik ein Zeichen, dass man die Fahrgäste nicht vorrangig treffen will, sondern die Arbeitgeber.
weil das keinen Druck aufbaut auf den Arbeitgeber. Beim Streiken geht es darum deutlich zu machen, dass man unverzichtbar ist. Und dementsprechend auch behandelt/entlohnt werden sollte. Man darf nicht vergessen, bevor es zu Streiks kommt haben die AG in der Regel alles getan, um Verhandlungen hinauszuzögern und dann schlussendlich ein beschissenes Angebot abzugeben. Das zeugt nicht von Respekt gegenüber den Arbeitnehmern. Außerdem ist Streik ein Grundrecht.


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24.02.2026 um 16:12
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das wäre aber ein wenig am Sinn des Streikens vorbei....
So trifft es aber doch gar nicht die, an die der Streik gerichtet ist. So macht es Sinn:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb am 12.02.2026:Ich finde die japanischen Streiks gut, sie fahren, kassieren aber nicht.



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24.02.2026 um 16:15
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Beim Streiken geht es darum deutlich zu machen, dass man unverzichtbar ist.
Es bringt halt eher wenig, dies den Fahrgästen deutlich zu machen, die ja ihrerseits auch oft nicht allzu viel Geld verdienen und selbst nicht auf Seiten der Arbeitgeber stehen.

Es gibt auch einige Seiteneffekte auf Menschen, die überhaupt nichts mit dem ÖPNV zu tun haben, aber trotzdem deswegen finanzielle Einbußen haben. Ich fände es besser, hier gezieltere Aktionen zu planen, die eindeutiger auf die Arbeitgeber ausgerichtet sind.

Da finde ich das kanadische oder auch das japanische Streikmodell besser.


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24.02.2026 um 16:29
Zitat von soomasooma schrieb:So trifft es aber doch gar nicht die, an die der Streik gerichtet ist. So macht es Sinn:
naja, da die meisten Monatstickets oder sonstige Abos haben, funktioniert das wohl eher schlecht. Außerdem war das EIN Streik in Japan, meines Wissens, ist also etwas übertrieben so zu tun, als handle es sich um "japanische Streiks"
Zitat von martenotmartenot schrieb:das japanische Streikmodell besser.
das ist kein Modell.....und in Kanada weiß ich nicht, was Du erlebt hast aber da wird auch "richtig" gestreikt
In Kanada ist der Güterverkehr auf der Schiene komplett zum Erliegen gekommen.
Grund dafür ist ein Arbeitskonflikt: Die zwei grössten kanadischen Bahnunternehmen und die Gewerkschaften konnten sich bis heute nicht einigen.
Damit ist auch der Bahngüterverkehr zwischen Kanada und den USA unterbrochen – zwischen den beiden Ländern werden jeden Monat Waren im Wert von mehreren Milliarden Dollar per Zug transportiert.
Die kanadische Regierung will die beispiellose Arbeitsniederlegung im Schienenverkehr möglichst schnell beenden.
Quelle: https://www.srf.ch/news/international/kanada-streik-bei-zwei-groessten-bahnunternehmen-regierung-interveniert
STM running again, but another strike set to shut down public transit this weekend
Halting transit Saturday and Sunday does not put population in danger, labour tribunal rules
Quelle: https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/stm-strike-bus-metro-9.6977112


und wie gesagt, man darf nicht vergessen, dass es unterschiedliche Streikrechte gibt in unterschiedlichen Ländern, dass zum Beispiel in Kanada auch Streiks verboten werden durch die Regierung


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25.02.2026 um 08:31
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und in Kanada weiß ich nicht, was Du erlebt hast
Deswegen hatte ich es beschrieben, da natürlich klar ist, dass es sonst nicht bekannt ist, was ich da erlebt habe. Die Beschreibung lautet: "Die Streiks waren so gestaltet, dass zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends die Streiks pausierten und die Bahnen fuhren, um die Arbeitnehmer zu den Arbeitsplätzen und zurück zu bringen".
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das ist kein Modell....
Was ist es dann, bzw. was ist an dem Begriff "Modell" in diesem Fall unpassend? Sehr gern können wir auch einen besser geeigneten Begriff verwenden.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ist also etwas übertrieben so zu tun
Naja, was heißt "übertrieben". Wir diskutieren eben verschiedene Streik-Ausprägungen (um das Wort "Modell" zu vermeiden), und nicht alles ist gleich "übertrieben", wenn wir es hier thematisieren.


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25.02.2026 um 09:24
@martenot
der Punkt ist, dass zum Beispiel dieser Streik in Japan nur einmal so stattfand.
Der nächste Punkt ist, dass in Kanada sehr wohl auch so gestreikt wird, wie bei uns und es wenig effektiv wäre, Streiks so zu gestalten, dass sie nicht weiter den normalen Ablauf stören
Und dann eben die unterschiedlichen Streikrechte. Bei uns ist es ein Grundrecht.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Naja, was heißt "übertrieben".
übertrieben heißt, dass es eine Übertreibung ist, wenn man aus einem einzigen Streik "japanische Streiks" macht.


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25.02.2026 um 09:32
@Tussinelda
Gut, auch wenn es ein Streik war, ist es eine super Idee!
Vielleicht schreibst auch klar was Dich daran an diesem Thread oder Idee stört, dieses Rumreiten ob 1,2 oder mehrere tut nicht zur Sache.


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