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Übergewicht unter Strafe - Ein Zukunftsmodell?

484 Beiträge, Schlüsselwörter: Dicke Fette Menschen

Übergewicht unter Strafe - Ein Zukunftsmodell?

04.10.2018 um 08:41
Vincent schrieb am 24.09.2018:Soweit ich informiert bin, werden ohnehin schon Vergünstigungen angeboten bei der Anschaffung von Sportgeräten bzw. Elektronik und sogar bei Fitnessstudios, wobei ich mir da jetzt beim Letzteres nicht sicher bin..
Meine Krankenkasse bietet tatsächlich solch ein Bonusprogramm an.

Da muss man dann nachweisen, welche (Fitness-)Kurse, Untersuchungen, etc. man besucht / wahrgenommen hat und dann bekommt man wohl Geld zurück - je nachdem, wieviele Punkte man gesammelt hat.
Soweit ich weiss, sind da sogar Yogakurse inbegriffen (fällt unter Stressbewältigung / Entspannung).

Da hättest du also deine Belohnung für gesünderes Verhalten.
Hautkrebs-Screening alle 2 Jahre 200 Punkte
Krebsfrüherkennung (Frauen ab 20 Jahre und Männer ab 45 Jahre)
oder Brustkrebsfrüherkennung (Frauen ab 30 Jahre) 1 x jährlich 200 Punkte
Gesundheits-Check-up (ab 35 Jahre) alle 2 Jahre 200 Punkte
Darmkrebsfrüherkennung (ab 50 bis 54 Jahre) - Schnelltest 1 x jährlich 200 Punkte
Darmkrebsfrüherkennung (ab 55 Jahre) - Schnelltest / Koloskopie alle 2 Jahre / alle 10 Jahre 200 Punkte
Zahnvorsorge 1 x jährlich 200 Punkte
Mutterschaftsvorsorge 1 x je Schwangerschaft 200 Punkte
Rückbildungsgymnastik 1 x je Schwangerschaft 400 Punkte
Schutzimpfung nach §20i SGB V, § 19 TK-Satzung 1 x jährlich 400 Punkte
Gesundheitskurse nach § 20 SGB V
Bewegung 1 x jährlich 400 Punkte
Gesunde Ernährung oder Gewichtsreduktion 1 x jährlich 400 Punkte
Stressbewältigung oder Entspannung 1 x jährlich 400 Punkte
Suchtmittelkonsum 1 x jährlich 400 Punkte
Sport und Fitness
Aktive Mitgliedschaft in einem Sportverein, Fitnessstudio oder im Betriebs-/Hochschulsport 1 x jährlich 500 Punkte
Sportabzeichen DOSB, DLRG 1 x jährlich 500 Punkte

Sportveranstaltungen**
1 x jährlich 500 Punkte

TK-GesundheitsCoach online

Für maximal zwei erreichte Gesundheitsziele je Bonuszeitraum.
2 Gesundheitsziele jährlich 500*
https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/praevention-und-frueherkennung/tk-bonusprogramm/massnahmen-20...


Unter Strafe kann man Übergewicht wohl nicht stellen und ich finde es schon traurig, dass man ein gesundes Leben heutzutage überhaupt belohnen muss. Als wäre solch ein Leben für den Gesundlebenden nicht schon Belohnung genug.


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Übergewicht unter Strafe - Ein Zukunftsmodell?

06.10.2018 um 02:37
beautiful-jo schrieb:Es würde auch helfen wenn bei den Verpackungen mal EHRLICHE Bilder gemacht werden und keine Fotos von Früchten wenn der Fruchtanteil z.b. unter 1% ist bzw nur Aromen enthalten sind.
Klar, das wäre auch was. das ginge aber schon einen deutlichen Schritt weiter. Auch das fände ich gut und richtig. Ich wäre aber schon froh, wenn in der Gesellschaft und den Medien der Konsum von beispielsweise Zucker anders dargestellt und wahrgenommen wird. Solange "weniger süß" als das Andere und nicht Übliche und nicht Normale dargestellt und erlebt wird, wird der hohe Zuckeranteil in vielen Lebensmitteln eben nicht als unüblich, unnormal, anders und damit eben auch nicht als unnötig und überflüssig wahrgenommen. Da bräuchten wir schonmal einen Paradigmenwechsel, eine Änderung der Wahrnehmung und Darstellung in den Medien, dann wäre schon viel getan. Der Rest wäre dann auch super.

Letztlich sind aber auch die Darstellungen auf den Produkten/Verpackungen Werbung/Marketing und Medium, so dass auch das durchaus angegangen werden sollte. Ganz klar.
borabora schrieb:Suchtmittelkonsum in Lebensmitteln?
Auf welche Art Käufer zielt Dein Beitrag ab?
Jedes Kind lernt doch schon im Kindergarten u. Schule, das Zucker und Fett im Übermaß, dazu noch wenig Bewegung, dick machen.
Da kann man sich auch nicht mit versteckten Fetten oder Zucker raus reden.
Die Leute müssen für gesundes Essen sensibilisiert sein, das ist alles.
Da bedarf es nicht noch besonderer Kennzeichen auf dem Schokoriegel u. Co.
Ich sprach hier von Zucker als Suchtmittel. Zucker ist ja derzeit als eines der wesentlichen Suchtmittel in unserer Gesellschaft problematisiert. Und der gesteigerte Zuckerkonsum ist eben auch eines der größeren Gesellschaftsprobleme, die wir aktuell haben.

Ich glaube nicht, dass es reicht, wenn die Menschen sensibilisiert sind. das alleine ändert noch nicht das Handeln. Da stecken verschiedene Faktoren drin. Einer davon ist mMn das Wahrnehmen von solchen Inhaltsstoffen wie Zucker. Selbst wenn ich weiß, dass Zucker eben auch ungesund und schädlich sein kann, nehme ich es eben doch auch als normal und üblich wahr, wenn es medial usw so dargestellt wird und gesellschaftlich auch so gelebt. Wenn eben die Darstellungen und Vermarktungen von wenig Inhaltsstoffen wie Zucker als das Normale und Übliche ausgerichtet sind und dies eben nicht das Andere darstellt und ausweichend und unkonkret mit "weniger süß" als mit "normale Menge an Zucker" oder die stark gezuckerten mit "besonders süß und mit viel Zucker" beworben wird, ändert sich die Wahrnehmung nicht.

Ich rede hier dann weniger von Schokoriegeln. Sondern mehr von anderen Lebensmitteln, die mit kostengünstigen Geschmacksträgern "aufgewertet" werden und dann versteckte Zucker usw drin sind. Weshalb müssen beispielsweise diverse Getränke, Joghurts, Müslis, Breie, Cerealien, Energieriegel, usw noch zusätzlich/in Unmengen gesüßt werden? Weshalb müssen denn noch Zuckeraustauschstoffe rein, die ja auch nicht wirklich besser sind?
Wenn jemand Schokoriegel essen möchte, wird er es dennoch tun. Da bin ich relativ sicher. Denn das ist ja eine Süßigkeit und dann auch so gewollt. Bei vielen anderen Lebensmitteln glaube ich das eben nicht. Da anzusetzen wäre doch schon ein Fortschritt.

Aber auch bei Schokoriegeln noch deutlicher auf die Suchtproblematik und den Zuckerkonsum als Beispiel hinzuweisen, schadet sicherlich auch nicht.

Man könnte natürlich auch Bilder von nem diabetischen Fuß oder nem Blinden oder verfaultem Gebiss oder oder draufsetzen :-) Ich glaube, das hält niemanden ab, wäre aber durchaus eine Maßnahme.

Obwohl alle wissen, dass viel Zucker und wenig Bewegung dick machen, werden die leute immer dicker. das ändert also alleine nix. Es muss was dazu kommen. Ich meine, u.a. mehr konkrete Info und Beschriftung und veränderte Darstellung und Wahrnehmung als Beginn.


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06.10.2018 um 09:10
Das mit den Bildern zieht sich durch die ganze Wirtschaft.
Die eine Frikadelle hat einen hübschen ländlichen Bauernhof drauf, überschrifftt zb. sowas wie "Omas beste" und ist im oberen Preissegement, die andere ist im 25 Stück billig Karton im Aldi, beide sind aber exakt die gleichen, vom gleichen Hersteller übers gleiche Fleisch, nur der Aufkleber und der Vertrieb ist anders.
Massentierhaltungs Etiketten hab ich da komischerweise noch nirgendwo gesehen, obwohl das bei nahezu 100% der Fall sein müsste.
Kältezeit schrieb:Unter Strafe kann man Übergewicht wohl nicht stellen und ich finde es schon traurig, dass man ein gesundes Leben heutzutage überhaupt belohnen muss. Als wäre solch ein Leben für den Gesundlebenden nicht schon Belohnung genug.
Wir sind halt Opfer des Evolution, der Körper belohnt sich selber für ungesundes essen.
Weil es eigentlich auch gut wäre, wenn man noch irgendwo als Hungerhaken in einer Höhle sitzen würde...


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06.10.2018 um 17:21
darkstar69 schrieb: Weshalb müssen beispielsweise diverse Getränke, Joghurts, Müslis, Breie, Cerealien, Energieriegel, usw noch zusätzlich/in Unmengen gesüßt werden?
Schon, ist aber auch auf den Verpackungen deklariert.
Im Übrigen kann man den Verbraucher nicht (ganz) aus seiner Verantwortung nehmen.
Er selbst entscheidet, was er zu sich nimmt oder nicht.

Das einige Lebensmittel zusätzlich schädliche Konservierungsstoffe beinhalten, ist klar, aber was darf oder kann man dann überhaupt noch essen...
darkstar69 schrieb:Man könnte natürlich auch Bilder von nem diabetischen Fuß oder nem Blinden oder verfaultem Gebiss oder oder draufsetzen :
Was nicht immer durch ungesundes Essen ausgelöst wird, Stress wird auch eine Rolle spielen u. ob man erkrankt, wird auch in den Genen liegen.

Wenn man auf ausreichende Bewegung achtet u. viel Gesundes zu sich nimmt, kann man das Risiko wohl minimieren.


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06.10.2018 um 21:38
Wird man nur bestraft, wenn man zu dick ist? Oder auch, wenn man zu dünn ist? Oder zu dumm? Zu nervig? RB Leipzig Fan? Lasst doch jeden, wie er mag. Was man tun kann, ist sowas wie Glyphosat oder andere Giftstoffe verbieten. Aber wenn sich jemand von Cola und Pommes ernähren mag, soll er das halt tun.


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Übergewicht unter Strafe - Ein Zukunftsmodell?

07.10.2018 um 00:32
borabora schrieb:Schon, ist aber auch auf den Verpackungen deklariert.
Im Übrigen kann man den Verbraucher nicht (ganz) aus seiner Verantwortung nehmen.
Er selbst entscheidet, was er zu sich nimmt oder nicht.
Die Gesellschaft wird aber ja "immer dicker". Die Zivilisationserkrankungen steigen an. Die langfristigen Gesundheitsfolgen für die Menschen sind ja groß. Es funktioniert also nicht so ganz, wie bisher mit Aufklärung zu Ernährung und Bewegung. Da spielen mehr Faktoren rein.

Auf den Verpackungen gibt es zwar die Tabelle mit den Angaben. Wer sich aber nicht dezidiert damit auseinandersetzen möchte, liest sie eben nicht. Und wenn die Werbung obendrein noch suggeriert, das seien normale Werte und normale Größenanteile z.B. an Zuckerinhalten, wird das auch nichts ändern. Im Gegenteil, es könnte sogar indirekt die Wahrnehmung entstehen, "weniger süß" schmecke eben auch weniger gut. usw. Zucker ist eben Suchtmittel und günstiger Geschmacksträger. Genau wie Fette usw. Wenn also die Werbung usw sich ändern würden, dann kann der Nutzer sich eben noch weniger aus der Verantwortung ziehen. Wenn konkret auf den Produkten steht, dass es sich um Suchtmittel handelt und um hohe Anteile usw. kann er das nicht missverstehen oder anders wahrnehmen. Wenn die Werbung und Vermarktung eben das "weniger süß" als normal bewirbt und nicht das übermäßig Süße, dann entsteht eben nicht die Wahrnehmung, es sei doch normal, viel Zucker zu essen. Dadurch wird einerseits die Selbstbestimmung der Nutzer erhöht und andererseits die Eigenverantwortung ebenso.
borabora schrieb:darkstar69 schrieb:
Man könnte natürlich auch Bilder von nem diabetischen Fuß oder nem Blinden oder verfaultem Gebiss oder oder draufsetzen :

Was nicht immer durch ungesundes Essen ausgelöst wird, Stress wird auch eine Rolle spielen u. ob man erkrankt, wird auch in den Genen liegen.

Wenn man auf ausreichende Bewegung achtet u. viel Gesundes zu sich nimmt, kann man das Risiko wohl minimieren.
Bei anderen Suchtmitteln ist das Gang und Gäbe. Weshalb sollte man bei Zucker nicht auch deutlich schreiben oder zeigen, welche Risiken bestehen. Und wie gesagt, die Gesellschaft wird immer dicker obwohl jeder weiß, das gesunde Ernährung und Bewegung dagegen helfen und dass es Folgeerkrankungen mit viel Leid geben kann. Das reicht also nicht aus.

Wenn man Angebote zu einem gesünderen Leben machen möchte, geht die mMn nur über eine deutlichere und einfacher zugängliche Information und Deklaration. Und man sollte eben auch, wie bei Alkohol und Zigaretten usw, Einfluss auf Werbung und Darstellung und Vermarktung nehmen. Wenn die Zugänge zu hoch sind, werden viele sie nicht annehmen und sich gar nicht bewusst und informiert entscheiden können.


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07.10.2018 um 00:55
darkstar69 schrieb:Die Gesellschaft wird aber ja "immer dicker". Die Zivilisationserkrankungen steigen an.
Du hast ja Recht u. ich stimme Dir grundsätzlich zu.

Dennoch: Die Gesellschaft ist hinreichend aufgeklärt, wie ich meine.

Ich glaube, man kann Gewichtsprobleme nicht nur am Essen selbst fest machen, sondern, was dazu geführt hat.

Probleme, Stress, Leistungsdruck, Frust, Ängste..
darkstar69 schrieb: Das reicht also nicht aus.
Grundsätzlich müssen wir mit sämtlichen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen u. wie gesagt, Eigenverantwortung.

Man kann nicht jeden vor Allem schützen.


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Übergewicht unter Strafe - Ein Zukunftsmodell?

07.10.2018 um 01:14
@borabora
Nein, man kann nicht jeden vor allem schützen. Da hast Du vollkommen Recht.
Es ging mir auch nur darum, die Angebote und Information und gesellschaftliche Wahrnehmung zu verbessern, damit die Menschen sich selbst besser informieren und selbstbestimmter entscheiden. Damit wäre mMn schon viel erreicht.

Wer dann viel Zucker zu sich nehmen möchte usw usw usw, darf das doch auch tun. Er/Sie soll sich dann aber ganz bewusst für ein schädigendes Verhalten entscheiden ohne sagen zu können, den Umfang des Schadens nicht erfasst zu haben


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