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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

243 Beiträge, Schlüsselwörter: Religionsfreiheit

Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 15:21
Um einer Sache oder Angelegenheit oder sonstigen Bedürfnissen Freiheit gewähren zu können, müssen m.E. die jeweiligen Grundlagen des Betreffenden feststellbar sein.
Da z.B die Religionsfreiheit gewährt wird, muss der Staat m.E. genau wissen was er da alles erlaubt oder erlauben muss. Also worin die Nutzung der Freiheit z.B. Religonsfreiheit sich sodann im Gebrauch der Freiheit ausdrückt.

Jede Religon existiert mit ihren Schriften.
Ohne schriftlich formulierten Texten zur jeweiligen Religion, gibt es meiner Kenntis nach keine Religion.
Die Schriften liefern ja sozusagen den "Beweis" einer Religionsexistenz.

Religonsfreiheit darf m.E. die willkührliche Erweiterung einer Religion nicht beinhalten.
Die Religionsfreiheit muss sich m.E. nur nach dem Grundsätzlichen einer Religion ausrichten, nicht nach deren später hinzukommenen Interpretationen.

Desweiteren können Kriterien gesetzt werden. Diese Kriterien können und müssen m.E., durch den Staat bestimmt werden. Das geht ohne dass dabei die Freiheit (z.B. Religionsfreiheit) leidet.
Der Staat hat ja nicht nur die Freiheit zu gewähren, sondern muss auch für das Mindestmaß an Wohlergehen aller sorgen. Ohne die einhaltungd er goldene Mitte geht das nicht.
Also muss herausgefunden (haargenau analysiert, überlegt) werden, wie Religonsfreiheit in ihrem Mindestmaß aussehen muss.

Alles was über das Mindestmaß bezüglich der Religonsfreiheit geht, ist reine Privatsache, die keinen Außenstehenden negativ beeinflussen darf.
Je nach Bedarf kann m.W. auch alles mit dem "Zeitfaktor" geregelt werden. Das zeitweise erlauben oder nicht erlauben. Oder mit dem "Örtlichkeitsfaktor", der örtlichen Erlaubnis oder Nichterlaubnis.

Fragen:
- Wo steht im Koran, dass Kinder Kopftuch tragen müssen?
- Können die Menschen, die auf die Religonsfreiheit bezug nehmen und diese einfordern, anhand von ihren religösen Texten nachweisen, dass das Tragen von Kopftüchern bei Kindern, ein religöses Muss ist?
- Kennen die die Religionsfreiheit einfordernden die aussagkräftigen schriftlichen Textstellen selbst und können sie diese mitteilen?
- Wenn der Religöse (Religionszeichentragender) die Textstelle selbst nicht kennt oder diese ggf gar nicht existiere, wie wird denn die Religionsfreiheit und das Tragen dürfen von religösen Zeichen benutzt? Ist das dann nicht die Ausnutzung von Religionsfreiheit?
Was wird dann gewährt? Willkühr?...oder im schlimmsten Fall Narrenfreiheit?

Die grundsätzliche erste Grundlage der Religionsfreiheit liefern die jeweiligen Schriften.
Ich bin dafür, dass die Streitobjekte wie z.B. das Kopftuch, in klarer schriftlicher Formulierung über ihre Anwendung, in den jeweiligen religiösen Texten stehen muss.
Um einen so weitgreifenden und allgemeinheitsbetreffenden Anspruch auf Freiheit erheben zu können, müssen m.E. Beweise vorliegen, dass etwas notwendig ist. Denn andernfalls wird Freiheit zur Willkührlichkeit oder gar Narrenfreiheit heranwachsen/mutieren. So entsteht immer mehr Chaos.

Freiheit ist ein sehr hohes, sehr wertvolles Gut, welches in der Mitte von 2 liegt:
Unfreiheit ---> Freiheit --> Narrenfreiheit.
Die Qualität der Freiheit kann durch Willkührlichkeit langsam aber sicher vermindert werden.
Vernünftige Menschen wollen die Freheit erhalten und grenzen nur den Teil der Narrenfreiheit und eigensinnige Willkürlichkeit ein.
Freiheitserhaltung bedingt die Grenzen zur Narrenfreiheit und Unfreiheit zu erkennen.

So, dass ist das was mir zum Thema einfällt.
Fällt euch dort draußen auch was dazu ein?

LG


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 15:28
Feuerseele schrieb:- Wo steht im Koran, dass Kinder Kopftuch tragen müssen?
- Können die Menschen, die auf die Religonsfreiheit bezug nehmen und diese einfordern, anhand von ihren religösen Texten nachweisen, dass das Tragen von Kopftüchern bei Kindern, ein religöses Muss ist?
- Kennen die die Religionsfreiheit einfordernden die aussagkräftigen schriftlichen Textstellen selbst und können sie diese mitteilen?
- Wenn der Religöse (Religionszeichentragender) die Textstelle selbst nicht kennt oder diese ggf gar nicht existiere, wie wird denn die Religionsfreiheit und das Tragen dürfen von religösen Zeichen benutzt? Ist das dann nicht die Ausnutzung von Religionsfreiheit?
Was wird dann gewährt? Willkühr?...oder im schlimmsten Fall Narrenfreiheit?
Ah, ich sehe schon, ein in einem vordergründig neutral gestalteten Rahmen ("Religionsfreiheit") daher kommender weiterer Islambashingthread.

Nein, danke.


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19.05.2019 um 15:47
Religionsfreiheit endet dort wo sie mit den Freiheitsrechen und Menschenrechten des einzelnen kollidiert..


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19.05.2019 um 15:49
Realo schrieb:Ah, ich sehe schon, ein in einem vordergründig neutral gestalteten Rahmen ("Religionsfreiheit") daher kommender weiterer Islambashingthread
Verstehe nicht was du meinst.
Ich habe den Eintrag nur geschrieben weil mich der Gedanke zum Thema Religionsfrheit gefesselt hat, ...als ich in den Nachrichten über das Kopftuch bei Kindern hörte.
Ich weiß nicht womit ich eine Vorverurteilung verdient habe.

Was ist Islambashing? Was meinst DU damit? Bitte erkläre mir das.
Bashing – Wikipedia
Wikipedia: Bashing
Bashing (von engl. bashing „öffentliche Beschimpfung“ bzw. bash „heftiger Schlag“) steht für: Bashing (Film), Film von Kobayashi Masahiro (2005); Bashing,

Du willst also wahrscheinlich meine Absicht kennen ohne mich zu kennen und ohne zuvor auch nur ein paar vernünftitge Worte mit mir zu sprechen?
Und wie nennt sich dein tun? ..gibt es dafür auch so ein komisches Wort?

Zu meiner Person:
Ich persönlich habe nichts gegen Kopftücher (nur gegen Gesichtsverhüllende).
Ich habe schon sehr lustige Zeiten mit Kopftuchträgerinnen verbracht.
Ich habe damals als die Flüchtlingswelle groß war, beim Deutschunterrichtgegeben mitgeholfen.


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 15:50
Fedaykin schrieb:Religionsfreiheit endet dort wo sie mit den Freiheitsrechen und Menschenrechten des einzelnen kollidiert..
Ich dachte man könne das mal ganz genau ansehen und bis ins Detail hinein überlegen.


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 15:59
Kinder sollten aus der Religion ihrer Eltern herausgehalten werden.
Ihnen wird quasi aufgezwungen, welcher Religion sie angehören, ohne, das sie
sich vorher umfassend informieren konnten.

Wenn sie alt genug sind, könnten u. sollten sie selbst entscheiden, für welche Art Glauben sie
sich entscheiden.


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 16:12
borabora schrieb:Kinder sollten aus der Religion ihrer Eltern herausgehalten werden.
Finde ich auch.
Nur fürchte ich gibt es da ein klitzekleines Problem. Wie will man das in der Praxis umsetzen?


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 16:55
In Bayern hängen in Schulen , Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden Kreuze .
Auch unter dem Zeichen der Religionsfreiheit. In der Bibel steht das nirgends.
Ich denke um "festzumachen" was unter dem Mantel der Religionsfreiheit fällt und was nicht
muss auch der kulturelle und traditionelle Hintergrund , nicht nur die Schrift , einbezogen werden.
Und genau dadurch denke ich ergibt sich bei deinem angeführten Kopftuchbeispiel ein Problem.

Wie willst du Kultur definieren ? Je nach Land oder Region ?
Besser wäre es in meinen Augen generell Kinder bis zu einem gewissen Alter, egal welcher Ethnie oder Herkunft , von so etwas auszunehmen.
Kein Unterschied ob es um Kreuz , Kippa oder Kopftuch geht.
Es ist klar das Kinder in der Religion genauso wie in anderen Gebieten vom Elternhaus beeinflusst werden .
Aber sie sollten alles kennen lernen und die eigene Wahl haben.
Ich denke das Problem wird die Umsetzung sein . Egal worum es geht , einer wird immer schreien , egal ob der
Papst , der Rabi oder der Iman.


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19.05.2019 um 17:20
Feuerseele schrieb:Jede Religon existiert mit ihren Schriften.
Ohne schriftlich formulierten Texten zur jeweiligen Religion, gibt es meiner Kenntis nach keine Religion.
Die Schriften liefern ja sozusagen den "Beweis" einer Religionsexistenz.
Das sehe ich anders.
Spirituelles/Religiöses Gedanken- bzw Kulturgut an sich ist doch sehr viel älter als Schriften.
Feuerseele schrieb:Religonsfreiheit darf m.E. die willkührliche Erweiterung einer Religion nicht beinhalten.
Die Religionsfreiheit muss sich m.E. nur nach dem Grundsätzlichen einer Religion ausrichten, nicht nach deren später hinzukommenen Interpretationen.
Damit würdest Du jeder Religion von Grund auf jede Möglichkeit nehmen mit dem Zeitgeist zu gehen und sich aufgrund gesellschaftlicher, kultureller und/oder naturwissenschaftlicher weiterzuentwickeln und veraltete oder gar falsifizierte Elemente hinter sich zu lassen.

Wäre Deine Forderung gesetzlich von Bedeutung hätte die christliche Kirche nie einräumen dürfen, dass die Erde vermutlich gar keine Scheibe ist, muslimische Eltern hätten nicht die Möglichkeit zu erkennen, dass die Fastenregeln während des Ramadan für heranwachsende Kinder die wohlmöglich auch noch schulpflichtig sind ungeeignet sind.

Alles was vor der "Verschriftlichung" war würde vergessen werden und jede sinnvolle Modernisierung jahrtausende alter Schriften wäre vollkommen unmöglich.

Des weiteren ist Religionsfreiheit auch deshalb so wichtig, weil es doch praktisch keine einzige religiöse Überlieferung gibt die nur auf eine einzige Art gedeutet werden kann.

Es gibt echt genug Stress, weil mehrere Strömungen der Ansicht sind nur ihre Interpretation einer religiösen Schrift sei richtig und unbestreitbar.

Religiöse Annahmen nun noch einer Beweispflicht unterzuordnen... ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.

Klingt für mich persönlich so gar nicht erstrebenswert.
Feuerseele schrieb:Desweiteren können Kriterien gesetzt werden. Diese Kriterien können und müssen m.E., durch den Staat bestimmt werden. Das geht ohne dass dabei die Freiheit (z.B. Religionsfreiheit) leidet.
Also Religionsfreiheit davon abhängig zu machen ob eine religiöse Annahme beweisbar ist, sehe ich als erhebliche Einschränkung der Religionsfreiheit.

Religionsfreiheit bedeutet auch das fliegende Spaghettimonster anbeten zu dürfen ohne irgendwem beweisen zu müssen, dass es für diesen Glauben eine beweisbare Grundlage gibt.
Der Witz am Glauben ist doch grade die Tatsache, dass es keine Beweisbarkeit gibt.

Das mit den Schriften und Belegen sollen mal schön die Religionswissenschaftler machen, aber wer einfach nur glaubt, der sollte das tun dürfen ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Feuerseele schrieb:Alles was über das Mindestmaß bezüglich der Religonsfreiheit geht, ist reine Privatsache, die keinen Außenstehenden negativ beeinflussen darf.
Auch das "Mindestmaß" sollte nur praktiziert werden dürfen, wenn dabei keine Rechte anderer verletzt werden.
Das ist wie bei der Meinungsfreiheit; wo jemand anderes negativ beeinträchtigt wird ist Schluss mit Lustig.
Feuerseele schrieb:- Wo steht im Koran, dass Kinder Kopftuch tragen müssen?
- Können die Menschen, die auf die Religonsfreiheit bezug nehmen und diese einfordern, anhand von ihren religösen Texten nachweisen, dass das Tragen von Kopftüchern bei Kindern, ein religöses Muss ist?
Feuerseele schrieb:- Wenn der Religöse (Religionszeichentragender) die Textstelle selbst nicht kennt oder diese ggf gar nicht existiere, wie wird denn die Religionsfreiheit und das Tragen dürfen von religösen Zeichen benutzt? Ist das dann nicht die Ausnutzung von Religionsfreiheit?
Ich denke Du verwechselst hier Religionsfreiheit mit dem Erziehungsrecht.
Es steht ja auch schließlich nirgendwo in der Bibel, dass Kinder früh aus dem Bett gescheucht und in die Sonntagsschule gesteckt werden sollen, statt einmal in der Woche ausschlafen zu können.

Trotzdem bin ich nicht das einzige Kind das so aufgewachsen ist und das hat mit Religionsfreiheit nur soviel zu tun, als das meine Eltern Selbige genossen haben und davon überzeugt waren so in meinem Interesse zu handeln bis ich selbst religionsmündig bin.

Kein Weg den ich wählen würde, aber das Eltern nicht nur gesellschaftliche, sondern auch weltanschauliche und bisweilen religiöse Überzeugungen in die Erziehung ihrer Kinder einbinden ist ein Vorgang gegen den sich nur schwer etwas unternehmen lässt ohne das (elterliche) Sorgerecht erheblich einzuschränken und auch wenn ich religiöse Unterweisung von Kindern mehr als kritisch ansehe ist es meiner Meinung nach immer noch sehr viel weniger übel und heikel als eine staatliche Gleichschaltung der Erziehung die zumindest teilweise unvermeidlich wäre, wenn man die Erziehungs"spektren" der Eltern einschränken würde.
Feuerseele schrieb:Ich bin dafür, dass die Streitobjekte wie z.B. das Kopftuch, in klarer schriftlicher Formulierung über ihre Anwendung, in den jeweiligen religiösen Texten stehen muss.
Wie gesagt, wenn man Religionsfreiheit an Beweisbarkeit bindet, nicht Niedergeschriebenes für Nichtig erklärt, unterschiedliche Interpretationen religiöser Quellen zu Gunsten eines Einheitsbreis verbietet und sämtlichen Religionen durch die Bindung an jahrtausende alte Schriften jede Form von Weiterentwicklung verbietet...

Dann kann man von "Religionsfreiheit" definitiv nicht mehr sprechen.
Das wäre meiner Ansicht nach extrem heikel.
Feuerseele schrieb:Die Qualität der Freiheit kann durch Willkührlichkeit langsam aber sicher vermindert werden.
Und durch Überreglementierung kann man jede Freiheit vollständig auflösen.
Fedaykin schrieb:Religionsfreiheit endet dort wo sie mit den Freiheitsrechen und Menschenrechten des einzelnen kollidiert..
Exakt und mir persönlich reicht das als Einschränkung.
Feuerseele schrieb:Realo schrieb:
Ah, ich sehe schon, ein in einem vordergründig neutral gestalteten Rahmen ("Religionsfreiheit") daher kommender weiterer Islambashingthread
Verstehe nicht was du meinst.
Ich denke nicht, dass @Realo Dich persönlich angreifen wollte. Aber es fällt eben schon auf, dass all Deine Beispiele sich ausschließlich auf die muslimische Religionspraktik des Kopftuchtragens beschränken obwohl es doch in nahezu jeder Religion Elemente gibt, die als fragwürdig angesehen werden können.
Da fällt es eben durchaus auf, dass Du weder die Beschneidung jüdischer Jungen, noch die katholische Einstellung zu Verhütung ansprichst, aber direkt mehrfach das Kopftuch erwähnst, dass ich persönlich bei Kindern tatsächlich eher selten sehe und aus meiner Sicht ist ein Kopftuch auf der Birne zumindest noch entfernbar, während eine abgeschnittene Vorhaut eher nicht nachwächst.
Feuerseele schrieb:Fedaykin schrieb:
Religionsfreiheit endet dort wo sie mit den Freiheitsrechen und Menschenrechten des einzelnen kollidiert..
Ich dachte man könne das mal ganz genau ansehen und bis ins Detail hinein überlegen.
Ist das nicht irgendwie detailiert genug?
borabora schrieb:Kinder sollten aus der Religion ihrer Eltern herausgehalten werden.
Jup, das wäre auch meine Wunschvorstellung...
Aber wie gesagt, von staatlicher Seite in die Kindererziehung einzugreifen ist eine ganz heikle Sache.
Für mich ist das zum Beispiel ein gutes Argument für die Schulpflicht.
Dann können auch radikal religiöse Eltern vermitteln was sie wollen, aber in der Schule werden ihre Zwerge dennoch mitbekommen, dass es unter ihren Klassenkameraden Kinder gibt denen nicht mit dem Teufel gedroht wird, wenn sie eigene Bedürfnisse anmelden (nur so als Beispiel).

Als ziemlich unschönes Problem sehe ich auf Religionsunterricht in der Grundschule an..
Dort werden Fragen "beantwortet" die so kleine Kinder entweder gar nicht haben, oder nicht abwägen können.
Ich würde meine Kinder im Grundschulalter (bzw ehe sie 14 Jahre alt sind) gar keiner Form von Religion aussetzen, zumindest nicht erzwungen.
Will ein Kind mal in die Kirche/Moschee/Synagoge oder Co, dann müssen Mama und Papa halt ihren Hintern ausm Bett bewegen und mit dem Zwerg dahingehen, aber wir müssen danach eben auch darüber REDEN und dem Kleinen so gut es geht klar machen, dass es noch viel Zeit hat sich diesbezüglich einen Weg zu suchen.

Zu einem "Gemeinsamen Religionsunterricht" der nicht schon 6 jährige nach Glaubensrichtungen trennt, sondern ganz bewusst gemeinsam unterrichtet und ihnen hilft zu verstehen warum ihr bester Freund zu Hause ganz andere Dinge über Religiöses erzählt bekommt (bzw überhaupt etwas, wir sind ja Agnostiker), um von klein auf das Verständnis für unterschiedliche Glaubensmodelle zu stärken hingegen, da würde ich mein Kind mit Begeisterung hingehen lassen und wenn man das dann im Elternhaus noch "nachbereitet" könnte ja tatsächlich mal eine Generation entstehen, die Religionsfreiheit so praktiziert, dass sie die Menschen nicht trennt und man lernt einander zu verstehen, auch wenn die Überzeugungen sich unterscheiden (das ist ja nicht nur bei religiösen Dingen so).


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19.05.2019 um 17:24
Solange Kreuze in Klassenzimmern hängen sollte auch ein Kopftuch kein Problem darstellen....


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19.05.2019 um 18:00
itfc schrieb:Besser wäre es in meinen Augen generell Kinder bis zu einem gewissen Alter, egal welcher Ethnie oder Herkunft , von so etwas auszunehmen.
Sehe ich genauso.


@Hayura

Kreuze als Wanddekoration würde ich absolut nicht mit dem, von den Eltern auferlegten Zwang sich verhüllen zu müssen, vergleichen.



Bei uns gegenüber tragen die älteste Generation Kopftuch, bei der jüngeren Generation schon nur noch teilweise. Ich denke, dass mir der Heirat eine auch damit begann. Jedoch laufen die jungen Mädchen in ganz normaler Mädchen-Kleidung und ohne Kopftuch auf dem Spielplatz herum. Läuft also nicht nach Zwang.

Religion wirklich frei zu wählen, ist erst richtig möglich, wenn die jungen Menschen sich vorher über die früheren und heutigen Machenschaften der einzelnen Glaubenshäuser informieren konnten und eine gewisse Reife besitzen, um es im ganzen Ausmaß auch begreifen zu können.

Ich fände es prima, wenn man im Alter von 12 oder 14 gefragt werden würde, ob man gläubig ist und Taufen auch erst dann erlauben.
Somit wäre meines Erachtens nach, eine faire Lösung für alle vorhanden.

In wie weit man selbst dann die Freiheitseinschränkungen oder Lebensveränderungen in Kauf nimmt, ist ja sowieso jedem selbst überlassen, der Eltern, einen Ehemann oder halt Erziehungsberechtigte hat, die eine freie Entfaltung für wichtig halten.


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 19:45
Fraukie schrieb:Wäre Deine Forderung gesetzlich von Bedeutung hätte die christliche Kirche nie einräumen dürfen, dass die Erde vermutlich gar keine Scheibe ist,
Hat die Kirche nie behauptet. Vielleicht mal nicht alles nur vom Hörensagen glauben.
Hayura schrieb:Solange Kreuze in Klassenzimmern hängen sollte auch ein Kopftuch kein Problem darstellen....
Tun sie das? Vielleicht in Bayern.
nieuwsgierig schrieb:Kreuze als Wanddekoration würde ich absolut nicht mit dem, von den Eltern auferlegten Zwang sich verhüllen zu müssen, vergleichen.
Das kommt noch hinzu, aber manche vergleichen ja auch eine Beschneidung mit einer Taufe.


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19.05.2019 um 20:06
Fedaykin schrieb:Tun sie das? Vielleicht in Bayern.
Es gibt viele Konservative die das Kopftuch in Klassenzimmer ablehnen, weil religiöse Symbole nichts im Klassenzimmer zu suchen, aber eine Ausnahme bei Christlichen Symbolen sehen weil das ja zur heimischen Kultur gehört. ich habe keine Probleme damitwenn religiöse Symbole einschliesslich des Kopftuches nichts an öffentlichen Schulen verloren haben, aber dann ganz oder gar nicht.


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19.05.2019 um 20:08
Hayura schrieb:ich habe keine Probleme damitwenn religiöse Symbole einschliesslich des Kopftuches nichts an öffentlichen Schulen verloren haben, aber dann ganz oder gar nicht.
Diese Logik ist einem Doppelmoralisten aber nicht klar zu machen, weil das die Festen seines Weltbilds erschüttert.


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19.05.2019 um 20:20
Hayura schrieb:Christlichen Symbolen sehen weil das ja zur heimischen Kultur gehört
Weder in Sachsen-Anhalt, noch in Niedersachsen und auch in Sachsen habe ich noch kein Kreuz an der Wand in Krankenhäusern, Schulen oder städtischen Einrichtungen gesehen.

Ist das aufzwingen einer Verschleierung Minderjähriger aufgrund des Glaubens wirklich zu vergleichen mit einer Wanddekoration?
Der Bezug erklärt sich mir nicht.



Diese jungen Mädchen sollten über den Glauben der Eltern aufgeklärt werden und danach selbst entscheiden, ob sie sie Gründe und das Kopftuch für akzeptabel halten.
Feuerseele schrieb:aussagkräftigen schriftlichen Textstellen

Vielleicht bekommen wir ja noch Antwort darauf. Mich würde das auch interessieren, denn ich kann mir auch vorstellen, dass die Verschleierung eine "Auslegung" der Männer war. Frauen haben ja keinen Stellenwert in den Moscheen so weit ich weiß.


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19.05.2019 um 20:25
nieuwsgierig schrieb:Weder in Sachsen-Anhalt, noch in Niedersachsen und auch in Sachsen habe ich noch kein Kreuz an der Wand in Krankenhäusern, Schulen oder städtischen Einrichtungen gesehen.
Im süddeutschen Raum, insbesondere Bayern ist das Kreuz Pflicht...


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 20:35
Eigentlich müssten für alle Religionen die selben Freiheiten gelten.

Also im Falle eines Kopftuchverbotes an Schulen, wegen des Neutralitätsgebotes, muss dann auch das Kreuz verboten werden.
Fedaykin schrieb:Das kommt noch hinzu, aber manche vergleichen ja auch eine Beschneidung mit einer Taufe.
Und diese Entscheidungen soll meiner Meinung nach jedem Menschen selbst überlassen werden. Eine Beschneidung ist ein unnötiger invasiver Eingriff, aber bei einem Kind, dass sich nicht wehren kann, ist dies was anderes, als wenn ein Erwachsener sich dafür entscheidet. Allerdings könnte ein Verbot wieder dazu führen, dass dies illegal irgendwo im Hinterhof geschieht. Schwierig also ...

Dennoch wäre es ideal, aber kaum möglich, dass ein Kind völllig unbeeinflusst (Beschneidung und Taufe mal außer Acht gelassen) die Wahl seiner Religion selbst trifft (oder auch diese ganz sein lässt) Dies ist deshalb, weil ja seine Eltern die Religion mehr oder weniger vorleben und somit dem Kind ein Vorbild sind. Und um dies zu verhindern, müsste man die private Ausführung von Religion verbieten, was aber ganz dem Sinne der Religionsfreiheit widerspricht.

Deshalb bin ich eher für einen Ethik-Unterricht an Schulen, wo Kindern wertfrei die verschiedenen Religionen beigebracht wird.


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19.05.2019 um 20:50
Hayura schrieb:Im süddeutschen Raum, insbesondere Bayern ist das Kreuz Pflicht...
Was heiß " im süddeutschen Raum"?

Exakt und nur im Land Bayern gibt es seit Juni 2018 die sog. "Kreuzpflicht".
Mit vielen Ausnahmen.

https://www.focus.de/politik/deutschland/regierung-kreuzpflicht-gilt-nicht-fuer-hochschulen-theater-und-museen_id_901140...

Außerdem kam die Idee des CSU-Ministerpräsidenten Söder in der Bevölkerung scheinbar viel weniger gut an als gedacht.


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 20:51
Hayura schrieb:Im süddeutschen Raum, insbesondere Bayern ist das Kreuz Pflicht...
Nein, nur in Bayern. Und das hat man eig schon vor 25 Jahren für verfassungswidrig erklärt...nur interessiert das in Bayern irgendwie niemanden.
Kreuze wurden dann einfach zu irgendwas Bayrischem und irgendwas mit "Kultur" erklärt.
nieuwsgierig schrieb:Ist das aufzwingen einer Verschleierung Minderjähriger aufgrund des Glaubens wirklich zu vergleichen mit einer Wanddekoration?
Der Bezug erklärt sich mir nicht.
Der Vergleich ist aus mehreren Gründen Unsinn.

Erstmal heißt Religionsfreiheit auch negative Religionsfreiheit, d.h. eig hat jedes Kind das Recht, sich nicht vom Staat mit Kreuzen belästigen zu lassen.
Außerdem geht das eig nicht mit der weltanschaulichen Neutralität des Staats konform.

Dassselbe würde für eine Lehrerin mit Kopftuch oder was-weiß-ich-Symbolik gelten.

Kinder können sich weder ihre Lehrer aussuchen noch den Raum, in dem sie unterrichtet werden.

Wenn die Schüler mit religiöser Symbolik herumlaufen, ist das etwas anderes, weil sie keine Repräsentanten des Staates sind sondern Privatpersonen.
Denen kann und sollte der Staat eig nicht ihre Kleidung oder irgendwelchen Ausdruck verbieten.

Ein solches Verbot käme in meinen Augen höchstens in Grundschulen in Frage, weil ich es für ausgeschloßen halte, dass sich so junge Kinder in irgendeiner Form religiös ausdrücken wollen und das somit auf die Eltern zurückgeht.
Spätestens mit 14 ist man aber zu religiösen Bekenntnissen alt genug.

Mit möglichem Zwang muss hier anders umgegangen werden.


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Welche Freiheiten muss Religionsfreiheit gewähren und welche nicht?

19.05.2019 um 20:59
Whoracle schrieb:Erstmal heißt Religionsfreiheit auch negative Religionsfreiheit, d.h. eig hat jedes Kind das Recht, sich nicht vom Staat mit Kreuzen belästigen zu lassen.
Ja bitte, dann möchte ich nicht mehr mit Sakralbauten, Kirchen und Moscheen belästigt werden.
Also bitte verhüllen oder abreissen!

Dass nach Autounfällen Kreuze an Unfallstellen aufgestellt werden, finde ich auch ziemlich unerträglich. Gleich mit Bußgeld belegen!

Traueranzeigen mit Kreuzen haben in Zeitungen auch nichts mehr zu suchen, und auch Kreuzschmuck bitte nur noch unter der Ladentheke oder über diskreten Versand anbieten.


Armes Deutschland.


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