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Flüchtlingsheime & "Krise"

Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 17:34
Hallo zusammen,

dieses Thema ist mir wichtig und ich bin auf der Suche nach einigen Antworten.

Ich finde es persönlich sehr traurig, wie mit dem Thema umgegangen wird.
Da es immer noch zu viel stigmatisiert wird.

Ich bin mir nicht sicher, ob es nur meine Empfindung ist, aber Warum wurde so ein hoher Prozentsatz an Heimen so weit an den Stadtgrenzen gebaut?
Warum läuft das so schlecht mit der Integration durch unsere Politik und Bürokratie?

Kennt sich jemand mit dem Thema gut aus?
(Ich möchte bitte keine Antworten wie: weil unsere Politik keinen Flüchtlingen unterstützen möchte.)

Was in der Welt in den letzten 19 Jahren passiert ist, ist eine Tragödie und keine Welt in der ich guten Gewissens leben kann und möchte.

Danke :)


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 17:39
tuxic
schrieb:
Ich bin mir nicht sicher, ob es nur meine Empfindung ist, aber Warum wurde so ein hoher Prozentsatz an Heimen so weit an den Stadtgrenzen gebaut?
Warum läuft das so schlecht mit der Integration durch unsere Politik und Bürokratie?
Warum Unterkünfte immer am Randbezirk gebaut wird hat was mit der innerstädlichen Erschließung (wenn ich das richtig in erinnerung habe) man kann als Gemeinde oder Stadt nicht einfach irgendwo bauen und muss sich an einen Bebauungsplan halten, was vom Kreis / Land erstellt wird.

Integration läuft bei uns in der Gemeinde gut, viele sind mittlerweile im Verein oder wenn sie Arbeiten dürfen als Hilfskräfte / Azubis in Supermärkten aktiv. Sie grüßen und sind freundlich und hilfsbereit.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 17:49
@Dini1909
Das freut mich sehr zu hören, dass es bei euch so gut läuft =) !

Ich stoße immer mal wieder auf Menschen, die Geflüchtete und Migranten "durch den Kakao ziehen".
Ob in meiner alten- oder neuen Heimat.

Als ich umgezogen bin, war ich abends mal in einem "Begegnungstreff" wo ich in gesprächen festgestellt habe, dass es für die Jungs und Mädels zu große Barrieren gibt sich gut zu integrieren um sich ein neues leben aufzubauen.

Ich würde da gerne was bewegen, aber abgesehen davon ein Ohr zu schenken und eventuell Freundschaften zu knüpfen ist da irgendwie kaum drinnen.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 18:14
tuxic
schrieb:
Warum wurde so ein hoher Prozentsatz an Heimen so weit an den Stadtgrenzen gebaut?
Ich nehme mal an, dass es Berechnung ist, damit sie es schwerer haben in den Innenstädten herum zu laufen.
So ist es zumindest bei uns. In Halberstadt ist auch eine Erstanlaufstelle und die sind auch weit weg vom Zentrum.

Natürlich sind sie ausgegrenzt und nicht integriert. Sie sind hier aber erst angekommen und müssen lernen wie es hier in Deutschland läuft.
Später, wenn sie länger hier sind beziehen sie auch Wohnungen in den einzelnen Stadtgebieten.
tuxic
schrieb:
Warum läuft das so schlecht mit der Integration durch unsere Politik und Bürokratie?
Unter Integration verstehe ich als erstes Deutsch lernen und das klappt in meiner Gegend sehr gut. Die Flüchtlinge werden mit Linienbussen von einer Stadt in die nächste gefahren um dort Deutsch zu lernen.
Die Kinder gehen in Kindergärten und Schulen.
Im Ort wo meine Tochter wohnt haben schon viele Flüchtlingsfamilien Wohnungen erhalten.
Ihnen geht es dort sehr gut.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 18:40
@tuxic
tuxic
schrieb:
Was in der Welt in den letzten 19 Jahren passiert ist, ist eine Tragödie und keine Welt in der ich guten Gewissens leben kann und möchte.
Bitte verzweifel nicht.Ich hoffe dass du keinen Suizid planst, ich habe 2 Suizidversuche hinter mir und kann sagen, dass es auf der anderen Seite nicht besser ist, das bringt nichts wenn du dich selbst kaputt machst, weil es auf der Welt viel Leid geschieht, man muss damit leben und das beste daraus machen, Lebe für dich und andere so gut es geht, mach anderen eine Freude und hilf die Welt zu einer besseren zu machen, das wird dich mit Glück und Zufriedenheit erfüllen hier und nach dem Leben.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 19:59
@wanagi
Keine Sorge, dass habe ich auch nieee wieder vor!
Danke dass Du aufpasst :)
Ich gebe und unterstütze wo ich kann, ohne mich dabei selbst außer acht zu lassen.
Heute bin ich wieder Glücklich, aber was jetzt kommt wird mich wahrscheinlich immer wieder mal sehr traurig machen.

Es ist halt nur oft trotzdem so unendlich traurig,
wie hier verfahren wird.
Ich habe auch schon verdammt viel persönliches Leid erfahren.
Ich habe es geschafft mich wieder aufzurappeln obwohl ich fast auf der Straße gelandet wäre.
Nur mir hat man ab einem gewissen Punkt wieder die Hand gereicht und mir geholfen bis ich mir wieder selbst helfen konnte.
Da frage ich mich was unterscheidet mich von jemand anderen, wenn ich mich auf das Minimum reduziere?

Es gibt Menschenrecht und ich persönlich bin ein großer Fan unseres Grundgesetzes:
Aber heutzutage tun wir(Der Deutsche Staat) es den Amis gleich und wurschteln uns mit geschickten gewählten Worten an diesen Gesetzen vorbei und tun so, als wäre das richtig und würde uns helfen.

Nennt mich Naiv, aber die Gesetze so ausgehebelt werden welche für mich immer eine Darstellung von Vernunft waren kann ich in diesem Fall nicht anders als mit dem Herz zu "denken".

Rocky balboa


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 20:01
Es ist schön, zu hören, dass es manche schaffen sich ein leben aufbauen zu können und hier neu anfangen können.
Dass lässt doch ein bisschen hoffen.

Ich wünschte es wären mehr.

Denn wir tragen die Verantwortung! ( Nicht alleine, aber mit )


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Flüchtlingsheime & "Krise"

25.07.2020 um 23:19
In Innenstädten ist nicht viel frei und wenn doch, ist der Baugrund halt teuer und den kann man anderweitig vermarkten und kriegt dafür Geld.
Stadtrand ist einfach günstiger und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass dort was frei ist. Der normale Bürger würde ja auch manchmal lieber näher an der Stadt wohnen, aber es ist halt nichts frei oder zu teuer.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

26.07.2020 um 00:15
Sehe ich so wie @Ford . Selbst kleine Baugrundstücke sind in vielen Städten sauschwer zu kriegen. In Ostdeutschland sieht das etwas anders aus, aber da will keiner hin, weil es da in vielerlei Hinsicht schwierig ist.


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30.07.2020 um 17:11
@tuxic

So lange man die Menschen nicht in Lagern konzentriert, klappt es mit der "Integration" nicht schlechter (oder besser) als mit der anderer Zugezogener.

Der Vorteil im Kreis Nordfriesland ist eindeutig die dezentrale Unterbringung der Geflüchteten. Die sind dann halt als Familie oder Einzelperson "die neuen Nachbarn" - an die sich die Menschen hier seit Dänenherrschaft, Tourismus und Wochenendhausbesitzern gewöhnt haben. Da es hier ein breites Spektrum an ehrenamtlichen Unterstützern gibt, versuchen wir, die Geflüchteten möglichst schnell einzubeziehen: Krippe, Kindergarten, Schule, Ausbildung, Arbeit, Vereine etc. Dazu gehören natürlich auch Angebote wie Alphabetisierungs- und Sprachkurse, Frauengruppe, Diskussionskreis, Hausaufgabenhilfe, Kochtreff oder Kontaktcafe. Das klappt hier oben nach meinen Erfahrungen sehr gut. Natürlich nicht immer problemfrei, aber im Grossen und Ganzen nicht anders als mit Menschen, die aus anderen Landesteilen oder Ländern hier her ziehen.


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30.07.2020 um 17:53
@Doors
Doors
schrieb:
Grossen und Ganzen nicht anders als mit Menschen, die aus anderen Landesteilen oder Ländern hier her ziehen.
Da hab ich ganz andere Erfahrung gemacht hier bei uns können die wenigsten Deutsch geschweige den englisch wir sind immer auf Übersetzer angewiesen und das ist blöd, weil nicht immer einer dabei sein kann, da kam es auch schon vor dass Flüchtlinge handgreiflich geworden sind , weil sie irgendwas in der Tafel wollten aber wir nicht wussten was, das war so schlimm dass wir schon 3 Leuten Hausverbot erteilen mussten, weil sie sich einfach nicht gut verhalten konnten, wir würden am liebsten auch jede Sprache sprechen aber das ist nicht möglich.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

30.07.2020 um 19:49
@wanagi

Da auf beiden Seiten jeweils unterschiedliche Menschen beteiligt sind, kommt es auch zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.

Ältere Erfahrungen aus meinem Blog:


Ich arbeite seit einiger Zeit ehrenamtlich in der Betreuung von Flüchtlingen in meinem Landkreis. Nach meinen Erfahrungen bieten die Menschen, um die ich mich kümmere, einen Querschnitt durch alle Gesellschaftsschichten. Es sind Intellektuelle dazwischen, Unternehmer, Künstler - aber auch Handwerker, Arbeiter, Hausfrauen und Bauern. Das Spektrum reicht vom mehrsprachigen Universitätsprofessor bis zum analphabetischen Hirten. Also ungefähr das, was hier schon so seit Generationen in Deutschland lebt und arbeitet.

Möglicherweise ist hier, hoch oben im Norden, kurz vor Dänemark und Nordpol, manches anders als andernorts. Möglicherweise sind die Menschen solidarischer, weil man das wird, wenn einem seit Generationen hin und wieder Haus und Hof, Frau und Vieh vom Meer weg gespült oder vom Sturm weg geblasen werden. Möglicherweise sind die Menschen toleranter, weil man das wird, wenn man seit Generationen zwischen Deutscher und Däne sein hin- und hergerissen wird. Ich kann es nur vermuten, denn ich weiss es nicht.

Was mir aber hier auffällt, ist die grosse Akzeptanz und Unterstützung von Flüchtlingen aus allen Herren Ländern. Grob überschlägig komme ich, wenn ich an Fortbildungsveranstaltungen, Erfahrungsaustausch und lokale Unterstützerrunden denke, auf eine annähernd vierstellige Zahl von ehrenamtlichen, freiwilligen, unbezahlten "Supportern". Das ist viel für einen dünn besiedelten Landkreis, aber manchmal etwas wenig, wenn man die Fläche von Nordfriesland bedenkt. Flüchtlinge werden nach einem bestimmten Schlüssel verteilt - und dann hocken sie hier oben unter Umständen in irgendeinem maroden Häuschen in einem abgelegenen Koog oder sogar auf einer Insel. Da ist Unterstützung nötig und wird gern gegeben und dankbar angenommen.

Die Herkunft und Motivation der Unterstützer ist ebenso bunt wie die derjenigen, die hierher geflohen sind. Neulich habe ich mal ein paar Leute gefragt, warum sie tun, was sie tun und die Gespräche mit ihnen aufgezeichnet.

Vor allem ältere Menschen erinnern sich noch sehr gut an die Zeit, als sie als Kinder oder Jugendliche gegen Ende des Krieges unter unglaublichen Strapazen und furchtbaren Erlebnissen aus dem Osten des untergehenden Dritten Reiches auf dem Seeweg in Schleswig-Holstein gelandet sind. Mit nichts als dem, was sie am Leibe trugen, traumatisiert, teilweise verletzt, ausgehungert kamen sie auf dem Seeweg, sofern sie nicht unterwegs in der eiskalten Ostsee ertranken. Stichwort "Wilhelm Gustloff" und viele andere Schiffe. Sie wollen etwas von dem zurück geben, was sie damals erfahren haben.

Dann gibt es nicht wenige religiöse Menschen, Muslime und Christen, die aus praktischer Nächstenliebe handeln. Schliesslich ist davon in den jeweils als heilig betrachteten Schriften dieser Aberglaubensclubs sehr oft die Rede. Wenn dem auch die Praxis folgt, dann kann es nur gut sein.

Es gibt auch so manche/n, die/der sich von Nachbarn, Freunden, Bekannten, Kollegen, Vereinsmitgliedern "anstecken" liess, etwas zu tun.

So haben wir eine bunte Mischung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ob es sich nun um Mitglieder von Kirchen- oder Moschee-Gemeinden handelt, um Parteimitglieder von CDU, SPD, FDP, Grüne, Linken oder SSW, um Gewerkschafter, Landfrauen, Pfadfinder, Sport- oder Heimatverein oder ganz "normale" unorganisierte BürgerInnen.
Das Alter ist ebenso bunt gemischt wie die Berufe. Es reicht vom Grundschüler bis hin zum Rentner, vom Unternehmer bis zum Arbeitslosen, vom Landwirt bis zum Akademiker.

Die Arbeit ist nicht einfach, manchmal anstrengend, manchmal frustrierend, manchmal sogar lustig - und eigentlich immer interessant. Da ist juristische Beratung erforderlich, ebenso Hilfe im Alltag, Behörden- und Arztbesuche sind zu begleiten, da sind amtliche Bescheide zu übersetzen und Einkaufstouren zu organisieren, da müssen Psychologen vermittelt werden oder Kinder betreut werden.

Und ja, es entstehen sogar Freundschaften, über Sprach- und Kulturbarrieren hinweg. Nicht immer, aber immer öfter. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe in jeder Hautfarbe, Menschen, mit denen man weniger gut zurecht kommt, die Probleme mit einem haben oder die Probleme bereiten. Ganz so, wie es einem mit Eingeborenen auch geht.

"Ju muss wat eat, mien Jung. Ju are so a little Spiddelfips!" radebrecht die gestandene Landfrau auf den schlanken Eritreer ein und setzt ihm noch ein Stück Kuchen vor - und ein Stück Kuchen deckt hier oben locker den Wochenbedarf an Kalorien. "What is Spiddelfips?" fragt mich der junge Mann. "In the local language it means that you are a very thin man. Hilde said you have to eat more." "Hilde, Du schallst den Jung nich mästen. De is doch keen Farken." Seit diesem Intermezzo heisst der Mann im Dorf nur noch "Spiddelfips".

Natürlich gibt's auch die anderen Erlebnisse. Jungs aus Libyen haben den in ihrer Unterkunft stehenden Fernseher zu Geld gemacht, bzw. zu Shit und wollen mir und dem Sozialzentrum weismachen, dass der geklaut worden sei. Netter Versuch, aber auf Granit gebissen: "No new TV-Set!" Schön zu wissen, dass die Herren Wüstensöhne da auch nicht besser sind als Eingeborene. Solche haben vor vielen Jahren auch den Fernseher zu Drogen gemacht. Allerdings nicht ihren, sondern meinen, weil sie in unserer WG untergekommen waren.

Inzwischen treffen sich bei uns zu Hause in lockerer Runde Menschen aus Afghanistan, Albanien, Eritrea, Irak, Nigeria, Somalia, Syrien und Russland. Wir kochen und essen zusammen, wir reden und spielen miteinander. Kurz: Wir lernen voneinander und einander kennen.

Das kann schon mal zu Kulturschocks führen, wenn ein Mann aus Somalia plötzlich ein Geschirrhandtuch in der Hand hat und zu hören bekommt: "In Germany man have to do all the housework!" Oder wenn eine verfolgte Christin aus Nigeria plötzlich neben einem Muslim aus Syrien sitzt. Auch schön: Die Gesichter einiger, als meine älteste Tochter ihre Ehefrau vorstellte.

Noch'n Kulturschock:

Ich sitze mit zwei Flüchtlingen aus Syrien im Warteraum der zuständigen Tafel, um Lebensmittel zu organisieren. Der eine war Professor für Wirtschaftswissenschaften in Damaskus, der andere Arzt in Aleppo. Wir unterhalten uns auf Englisch. Zwischendurch sprechen die beiden arabisch miteinander.
Da fängt ein eingeborener Tafelkunde an, loszupöbeln. "Jetzt kommen die ganzen Kanacker auch noch her..." - das Übliche halt. "Die nehmen uns doch noch die ganzen Jobs weg!"

Höflich und ruhig antwortet der Prof aus Damaskus auf Deutsch: "Entschuldigen Sie bitte, mein Herr. Ich habe in Harvard und Yale Wirtschaftswissenschaften studiert. Ich lehre seit vielen Jahren in Damaskus. Ich hoffe, mein Deutsch ist verständlich genug für Sie. Ich hätte Sie selbstverständlich auch auf Französisch, Englisch, Arabisch oder Türkisch ansprechen können - aber ich denke, Sie bevorzugen Deutsch. Darf ich Sie höflich fragen, welchen Beruf Sie ausüben, um ganz sicher zu gehen, dass ich Ihnen Ihren Arbeitsplatz nicht wegnehme."

"Halt's Maul, Kameltreiber!"

Kurze Pause. Mir wird mulmig. Dann wieder "mein" Prof:

"Entschuldigen Sie bitte, mein Herr, dass ich sie noch einmal anspreche. Ich weiss, dass viele Deutsche Kamel als Schimpfwort benutzen, weil sie glauben, dies sei ein ausgesprochen dummes Tier. Darf ich Sie davon in Kenntnis setzen, wann ich in meinem Leben das erste Kamel sah? Das war nicht in Syrien. Das war in Washington DC im Zoo. Es muss 1985 gewesen sein. Da sah ich mein erstes Kamel. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber erlauben Sie mir bitte die Bemerkung, dass ich vermute, heute zum zweiten Male eines zu sehen."

Na, kurz und gut: Der Eingeborene tickte aus, drohte tätlich zu werden, flog raus, wurde gesperrt und muss für vier Wochen zusehen, wo er sein kostenloses Essen her bekommt. Ja, so kann's gehen, wenn Zivilisierte auf Primitive stossen.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

30.07.2020 um 22:16
Ist ja herzallerliebst dein Prof aus Damaskus. Ich kenne selbst einige gebildete Leute aus dem arabischen Raum. Die Masse der Flüchtlinge war und ist es unglücklicherweise aber halt nicht.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 01:09
Doors
schrieb:
Ältere Erfahrungen aus meinem Blog:
Ja, kann so gewesen sein, aber halt auch nicht.
Mir ist es einfach statistisch etwas suspekt wenn eine Seite nur super ist und die andere Seite nur schlecht.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 09:13
Doors
schrieb:
Das Spektrum reicht vom mehrsprachigen Universitätsprofessor bis zum analphabetischen Hirten. Also ungefähr das, was hier schon so seit Generationen in Deutschland lebt und arbeitet.
65% Analphabeten, die seit Generationen in Deutschland leben und arbeiten, halte ich für ein etwas verzogenes Bild von Deutschland.

https://www.zeit.de/2015/47/integration-fluechtlinge-schule-bildung-herausforderung

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article153237847/Viele-Fluechtlinge-im-Grunde-Analphabeten.html


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 10:17
Zum Thema Analphabetismus in der BRD:

Zahl der Analphabeten in Deutschland geht zurück

Auch einfache deutsche Texte sind für viele Menschen in Deutschland eine unüberwindbare Hürde. Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Ein Lichtblick: es werden weniger.

Analphabeten-Grundkurs an der Volkshochschule (picture-alliance/dpa/B. Wüstneck)

Die Betroffenen können nur einzelne Sätze lesen und schreiben, aber keine zusammenhängenden Texte. Das sind insgesamt 12,1 Prozent der Menschen zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland. Mit 52,6 Prozent hat mehr als die Hälfte dieser sogenannten funktionalen Analphabeten in der Kindheit Deutsch als Muttersprache gelernt, das sind 3,3 Millionen Erwachsene. Rund 2,9 Millionen haben zunächst eine andere Sprache als Deutsch erlernt. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie der Universität Hamburg, die mit Fördermitteln des Bundesbildungsministeriums entstand.

Bei der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2011 hatte die Zahl der Menschen mit geringen Lese- und Schreibfähigkeiten noch bei 7,5 Millionen gelegen.

Quelle und ganzer Artikel:
https://www.dw.com/de/zahl-der-analphabeten-in-deutschland-geht-zurück/a-48637432


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 10:19
abahatschi
schrieb:
Ja, kann so gewesen sein, aber halt auch nicht.
Was sind Deine Erfahrungen aus der beruflichen oder ehrenamtlichen Arbeit in der Hilfe für Geflüchtete?
Wäre schon interessant, wenn wir uns hier über die Praxis unserer Tätigkeitsfelder austauschen könnten.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 10:24
Doors
schrieb:
Das sind insgesamt 12,1 Prozent
12,1% … eben... aber nicht 2/3 von dem,
Doors
schrieb:
was hier schon so seit Generationen in Deutschland lebt und arbeitet.
Dein G'schichtl vom wohlerzogenen, vielsprachigen, syrischen Harvard-Prof ist halt eben nichts als ein herzerwärmendes G'schichtl. (Warum der bei dieser Ausbildung zur Tafel muss, erschließt sich mir sowieso nicht. Aber okay, das G'schichtl ist hübsch.)


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 10:32
Doors
schrieb:
Zahl der Analphabeten in Deutschland geht zurück
Wegen der Einwanderung von Analphabeten geht die Zahl der Analphabeten in Deutschland zurück? Finde ich wenig glaubwürdig.

Aber mal davon abgesehen ist mir aufgefallen, dass viele Flüchtlinge bereits relativ gut deutsch sprechen können. - Im Gegensatz zu
den Migranten von früher, die meist nur völlig unverständlich deutsch sprechen, die hatten aber auch nicht so die Sprachkurse besucht wie die jetzigen Flüchtlinge.


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Flüchtlingsheime & "Krise"

31.07.2020 um 10:43
@parabol

Glücklicherweise ist das Angebot von DaZ-Kursen (Deutsch als Zweitsprache) und STAFF-Kursen (Starterpaket für Flüchtlinge) seit 2015/16 nicht zuletzt durch ehrenamtliches Engagement erheblich ausgeweitet worden, so dass deutlich mehr Menschen die Gelegenheit haben, die Spracheihrer neuen Heimat zu erlernen. Das erleichtert den Einstieg in Berufsausbildung, Studium und Berufstätigkeit. Das Problem ist allerdings meist, dass vorhandene Schul- oder sonstige Abschlüsse aus den Herkunftsländern nicht beigebracht werden können oder nicht anerkannt werden, obwohl die Ausbildung in einigen Ländern deutlich höhere Ansprüche stellt. Bestes Beispiel: In Albanien ist die Ausbildung zum/zur Kranken- oder AltenpflegerIn vergleichbar mit einem Medizinstudium, was dazu führt, dass AlbanerInnen mit einem erheblichen Vorwissen in die Ausbildung gehen und ihren in der BRD geborenen MitschülerInnen deutlich überlegen sind und oft als Jahrgangsbeste abschneiden. Im Handwerk haben Menschen aus weniger "privilegierten" Ländern meist ein grösseres Talent, Probleme, für die es keine Lösung "von der Stange" gibt, durch Erfahrung und Improvisationstalent zu lösen. Diese Erfahrung machten hiesige Handwerksbetriebe schon vor Jahrzehnten, als sie Menschen aus den sozialistischen Mangelwirtschaften Osteuropas und der ehemaligen UdSSR einstellten oder ausbildeten. So ergänzt es sich zum "Best of both Worlds".


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