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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

223 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Freiheit, Die Grünen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 18:42

Nachdem dieses Thema hier schon länger durch diverse Threads wabert möchte ich gerne anlässlich der aktuellen Äußerungen von Rixinger und Hofreiter dieses Thema zentral diskutieren, fair, partei- und ideologieübergreifend.


Um einen gleichen Wissenstand herzustellen :
Anton Hofreiter hat in einem SPIEGEL-Interview Zweifel am Sinn von neuen Einfamilienhäusern angemeldet
Einparteienhäuser verbrauchen viel Fläche, viele Baustoffe, viel Energie, sie sorgen für Zersiedelung und damit auch für noch mehr Verkehr.
»Man muss den Flächenverbrauch reduzieren, aus sozialen Gründen und aus Gründen des Klimaschutzes«, sagte Bernd Riexinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Deshalb können wir mit den Einfamilienhäusern nicht so weitermachen wie bisher.« Stattdessen müssten Grundstücke so bebaut werden, dass mehr Wohnungen entstünden, »vor allem mehr bezahlbare Wohnungen«, sagte Riexinger.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/einfamilienhaeuser-linken-chef-bernd-riexinger-unterstuetzt-anton-hofreiter-a-4b05a497-316a-4e1f-ad0e-9ca6188d3ce6

Weitere Reaktionen unter anderem von:
Die Grünen-Spitze hat sich gegen den Eindruck verwahrt, die Partei sei grundsätzlich gegen den Bau von Einfamilienhäusern. "Das Einfamilienhaus gehört zum Ensemble der Wohnmöglichkeiten in Deutschland", stellte Grünen-Chef Robert Habeck am Montag klar.

Vertreter von Union und FDP, aber auch Eigentümerverbände und Bauindustrie hatten den Grünen zuvor einen ideologisch motivierten Feldzug gegen Einfamilienhäuser vorgeworfen.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/wird-auch-in-zukunft-dazu-gehoeren-habeck-findet-debatte-um-einfamilienhaeuser-undifferenziert/26915582.html

Wie denkt Ihr darüber? Für mich ist ein Einfamilienhaus die ideale Wohnform, ich möchte nicht eng mit Menschen die nicht zu meinem selbstgewählten Umfeld gehören zusammenwohnen. Daher bin ich selbstverständlich auch gewillt mehr Geld in die Hand zu nehmen um die für mich angenehme Wohnform leben zu können.

Ist das egoistisch, oder ein Teil meiner legitimen Entfaltungsmöglichkeit?

Sollte es vielleicht sogar Wohnraumquadratmeterobergrenzen geben damit ein Mensch nicht ein wenig verschwenderisch leben kann?

Oder ist es eine reine Neiddebatte weil halt nicht jeder in einem Einfamilienhaus mit großem Grundstück leben kann? Regelt der Markt alles, oder muss Politik in die Wahl der Wohnform eingreifen?

Wie denkt Ihr darüber.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 18:55
Zuerst denke ich, wie man in Bayern sagt dass der 13 jährige Steuerhinterzieher Hofreiter (witzigerweise in Bezug auf Wohnungen)...da ganze Bua a Depp.

Für mich kommen nur freistehende EFH in Frage und der Staat soll nicht eingreifen. (Man muss ja Deutsche mittlerweile vor ihrem Staat warnen).
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Oder ist es eine reine Neiddebatte weil halt nicht jeder in einem Einfamilienhaus mit großem Grundstück leben kann?
Ich denke nicht alle sind neidisch, aber bin mir sicher auch die Neider wünschen sich so etwas. W


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:03
Ich persönlich könnte aus finanziellen Gründen gar kein EFH bauen lassen bzw eines beziehen. Ich lebe allein in einer kleinen Mietwohnung. Aber dennoch gönne ich es jeder Familie die sich ihren Traum vom eigenen Heim verwirklicht. Auch hier in der Kleinstadt wurde viel an neuen Bauflächen erschlossen und es zeichnet sich ein Trend ab, das immer mehr Leute aus den umliegenden, größeren Städten hier her ziehen.

Was sich die Grünen da aufregen, ich denke ein nicht unerheblicher Teil der grünen Wählerschaft wohnt selbst in Einfamilienhäusern.
Grün sein muss man schließlich auch leisten können ;)


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:05
@abahatschi
Ich glaube auch das ein Einfamilienhaus für viele der Wohntraum schlechthin ist.

Für mich persönlich war das EFH einer der Gründe mich für eine Selbstständigkeit und gegen einen Beamtenposten zu entscheiden. Mir war klar das man dafür mehr Leistung bringen muss und überdurchschnittliche Kosten hat.

Der Gedanke mit der Neiddebatte war vielleicht nur ein Reflex ... aber wenn ich lese
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Stattdessen müssten Grundstücke so bebaut werden, dass mehr Wohnungen entstünden, »vor allem mehr bezahlbare Wohnungen
kommt schon ein wenig der Verdacht auf.

Denn MFH kann man auch außerhalb bauen. Da ist auch Platz genug, nicht nur für EFHbebauung reserviert


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:07
Zitat von DerFremdeDerFremde schrieb:Grün sein muss man schließlich auch leisten können ;)
Das stimmt natürlich, wird oft vergessen.
Zitat von DerFremdeDerFremde schrieb:uch hier in der Kleinstadt wurde viel an neuen Bauflächen erschlossen und es zeichnet sich ein Trend ab, das immer mehr Leute aus den umliegenden, größeren Städten hier her ziehen.
Dadurch ist doch meist auch ein Vorteil für die Kleinstadt zu sehen, die Schulen sind wieder ein wenig voller, und durch den neuen Einwohnerschlüssel doch auch ein wenig mehr Einnahmen für die Kleinstadt.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:09
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:vor allem mehr bezahlbare Wohnungen
Ich weise erneut drauf hin dass zB in München, Stüttgart, Berlin usw. alle Wohnungen bezahlbar sind - es gibt kaum Leerstand.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:12
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Dadurch ist doch meist auch ein Vorteil für die Kleinstadt zu sehen, die Schulen sind wieder ein wenig voller, und durch den neuen Einwohnerschlüssel doch auch ein wenig mehr Einnahmen für die Kleinstadt.
Keine Frage, es hat sich dadurch auch ergeben das hier Flächen, die wirklich viele Jahrzehnte brach lagen nun wieder einen neuen besitzer gefunden haben. Auch im kleinen Stadtzentrum war nun die letzten, ich sag mal etwa 10 Jahre, auch wieder Kapital da um die alten Bürgerhäuser wieder aufzufrischen. Auch da ist wieder Wohnraum geschaffen worden. Es gibt eine Grund- und Mittelschule, einige Ärzte und Lebensmittelmärkte. Die Spuren der damaligen DDR sind großteils beseitigt, also man kann sich wahrlich nicht beklagen. Auch die Mehrfamilienhäuser sind in besserem Zustand als vor 20 Jahren.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:15
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Ist das egoistisch, oder ein Teil meiner legitimen Entfaltungsmöglichkeit?
Solche Fragen muss man zunehmend im Kontext von demnächst 10 Mrd. Menschen auf der Erde beantworten. So gut wie alles, was wir in Gesellschaften der Industrienationen an Ressourcen beanspruchen ist eigentlich viel zu viel. Letztendlich muss sich jeder diese Frage selbst beantworten: Wie würde mein Umfeld bzw. die Welt aussehen, wenn alle anderen auf meinem Niveau konsumieren würden?


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:22
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Solche Fragen muss man zunehmend im Kontext von demnächst 10 Mrd. Menschen auf der Erde beantworten.
Interessant dass diese Frage sich nur potentielle EFH Käufer/Erbauer stellen müssen, aber die die 10 Mrd. in die Welt setzen anscheinend nicht.
Ein EFH ist umweltfreundlicher als 5+ Kinder, auch wenn man das nicht vergleichen kann.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:25
Spontan musste ich jetzt an dieses Bild eines ehemaligen Users denken:

Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden? (Seite 1124) (Beitrag von Realo)


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:30
Zitat von DerFremdeDerFremde schrieb:also man kann sich wahrlich nicht beklagen.
Das ist auch mein Eindruck, die Lebensqualität steigt bei allen.
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Wie würde mein Umfeld bzw. die Welt aussehen, wenn alle anderen auf meinem Niveau konsumieren würden?
Das ist ja aber auch nur bedingt machbar. Gerade der Konsum ermöglicht ja vielen Menschen am Wohlstand (wenn auch nur ein wenig) teilzuhaben.
Zitat von muscariamuscaria schrieb:Spontan musste ich jetzt an dieses Bild eines ehemaligen Users denken:
Das kenne ich auch aus Mitlesezeiten, und bringt es ziemlich auf den Punkt .... hatte gar nicht mitbekommen das er nicht mehr schreibt. War immer kontrovers.
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Interessant dass diese Frage sich nur potentielle EFH Käufer/Erbauer stellen müssen
Ja, vor allem werden die Preise für EFH noch weiter steigen wenn keine neuen mehr gebaut werden dürfen.
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:alle Wohnungen bezahlbar sind - es gibt kaum Leerstand.
Das natürlich nur am Rande.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:33
@muscaria

Bei aller Kritik zu manchen Aussagen - eines stimmt tatsächlich: Statistisch gesehen nimmt die Bevölkerung bei uns in den ostdeutschen Bundesländern immer mehr ab. Alle wollen "im goldenen Westen" neu anfangen. ich musste erst kürzlich heftigst lachen als ich gelesen habe, was in den großen Metropolen eine Wohnung wie die meinige mit 52 qm kostet an Miete. :D Das ist ja wirklich der absolute Ausbund^^


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:51
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Interessant dass diese Frage sich nur potentielle EFH Käufer/Erbauer stellen müssen, aber die die 10 Mrd. in die Welt setzen anscheinend nicht.
Sagt wer?
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ein EFH ist umweltfreundlicher als 5+ Kinder, auch wenn man das nicht vergleichen kann.
Doch, das muss man letztendlich alles vergleichen, jede beinflussbare Handlung oder Unterlassung die zu einem Ressourcenverbrauch führt. Leute mit 5 Kindern, die behaupten sie würden sehr nachhaltig leben, kann ich auch nicht so richtig ernst nehmen.
Ich will da aber weniger mit dem Finger auf andere Leute zeigen, diese Fragen muss jeder mit sich selbst ausmachen, aber ehrlich sollte man schon sein.
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Das ist ja aber auch nur bedingt machbar. Gerade der Konsum ermöglicht ja vielen Menschen am Wohlstand (wenn auch nur ein wenig) teilzuhaben.
Naja, der Konsum ermöglicht uns, den Menschen des 20sten und frühen 21sten Jhd. ne sehr angenehme Lebensphase.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 19:58
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ein EFH ist umweltfreundlicher als 5+ Kinder
Das kann man so nicht sagen. Ich habe noch drei Geschwister und wir sind in einem größeren Einfamilienhaus auf dem Land groß geworden mit viel Freifläche und einem sehr großen Garten, Rasen und altem Baumbestand.

Generell sehe ich ein EFH als viel entspannter als eine kleine Wohnung, wo Nachbarn lärmen und am Beton (dünne Wände) in einem Hochhaus gespart wird, wo Du alles mithören kannst.

Aber natürlich kenne ich aus jungen Jahren auch kleine Singlewohnungen und habe noch den Muff in den Fluren in der Nase und die nächtliche Schreie der Nachbarsfrau, auch die Aufzüge wo du als alleinlebende Frau Angst haben musst, dass sich jemand zu dicht an dich drängt.

Natürlich muss ein Haus gepflegt werden, aber wenn man zur Miete wohnt und die Gegend passt einem nicht, kann man weg.

Aber das unter Ressourcenknappheit zu verbuchen, um Politik zu machen, ist schon sehr schäbig.

Viele Häuser werden saniert oder abgerissen, immer so, dass es der Stadt/ Gemeinde zu pass kommt.

Ich bei mir denke mir, das das linke Spektrum mehr Einwohner will, um damit mehr Steuern von Bürger zu generieren, nachdem die Industrie sich peu a´peu aus dem Staub macht. Irgendeiner muss das ja alles bezahlen.

Wie soll ich es sagen? Die großen Städte werden alle in der BRD dominiert vom linken Spektrum. Da möchte man am jeweiligen Speckgürtel teilhaben. So stellt sich das für mich dar. .. in der Quintessenz sehe ich es als Neiddebatte.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 20:10
Zitat von BauliBauli schrieb:Das kann man so nicht sagen. Ich habe noch drei Geschwister und wir sind in einem größeren Einfamilienhaus auf dem Land groß geworden mit viel Freifläche und einem sehr großen Garten, Rasen und altem Baumbestand.
Und, was ist jetzt umweltfreundlicher?


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 20:18
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Und, was ist jetzt umweltfreundlicher?
Umweltfreundlicher wahrscheinlich der Mietturm, wo sich 1000 Leute übersichtlich in einem Mietturm stapeln lassen,
wie die DDR Plattenbauten, die die Linke wiederbeleben möchte.

Null Wohnqualität aggressives Verhalten, Getto´s, 1000 unterirdische Garagen und Gänge und wenn einer eine Zigarette brennen lässt und einschläft, ist im schlechtesten Fall alles futsch.

Obwohl das kann man auch nicht unterschreiben. Es gibt dann kaum noch Natur und dichtere Bodenversiegelung.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 20:21
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Wie denkt Ihr darüber? Für mich ist ein Einfamilienhaus die ideale Wohnform, ich möchte nicht eng mit Menschen die nicht zu meinem selbstgewählten Umfeld gehören zusammenwohnen. Daher bin ich selbstverständlich auch gewillt mehr Geld in die Hand zu nehmen um die für mich angenehme Wohnform leben zu können.
Die Diskussion finde ich auch total schräg. Das eigentliche Problem ist die Zersiedlung der Landschaft. Wir verlieren immer mehr Natur durch den wilden Bau in die Weite. In den Städten muss auch wieder Wohnraum in MFH entstehen. Dabei denke ich nicht an Hochhäuser.
MFH mit weniger als 10 Parteien pro Aufgang ist aus meiner Sicht eine Größe, welche sich durchaus bewährt hat.

Diese Konkurrenz zwischen den Bauflächen wollten die Herren wohl ausdrücken.

Wenn ich mir aber die Industriebrachen hier in meiner Stadt anschaue, dann haben wir noch genügend Platz, um in ländlichen Bereichen dieser Stadt auch EFH zu genehmigen.
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Sollte es vielleicht sogar Wohnraumquadratmeterobergrenzen geben damit ein Mensch nicht ein wenig verschwenderisch leben kann?
Warum schreiben wir das bei Tieren vor? Das ist doch eher die Frechheit!
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Oder ist es eine reine Neiddebatte weil halt nicht jeder in einem Einfamilienhaus mit großem Grundstück leben kann? Regelt der Markt alles, oder muss Politik in die Wahl der Wohnform eingreifen?
Der Markt regelt es durchaus. Versuch doch mal an der polnischen Grenze eine Immobilie zu verkaufen. Die Rendite wie in München oder Hamburg wird es da nicht geben.

Zu einem Wohnen im Grünen gehört für mich auch die fehlende Infrastruktur, die wir uns einfach nicht leisten können. Der Konflikt zwischen Stadt und Land wird zumindest nicht über die Diskussion zu EFH entschieden


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 20:28
Zitat von BauliBauli schrieb:Ich bei mir denke mir, das das linke Spektrum mehr Einwohner will, um damit mehr Steuern von Bürger zu generieren, nachdem die Industrie sich peu a´peu aus dem Staub macht. Irgendeiner muss das ja alles bezahlen.
Welche Industrie ist denn verschwunden? Wenn ich mir die Lobbyarbeit der CDU anschaue, dann ist die immer noch da - vor allem die, welche richtig Dreck erzeugt.
Zitat von BauliBauli schrieb:Wie soll ich es sagen? Die großen Städte werden alle in der BRD dominiert vom linken Spektrum. Da möchte man am jeweiligen Speckgürtel teilhaben. So stellt sich das für mich dar. .. in der Quintessenz sehe ich es als Neiddebatte.
Du hast keine Ahnung über das deutsche Steuerrecht, oder? Deine Einkommenssteuer geht an die Gemeinde, wo du wohnst. Damit haben die Städte das Problem, dass sie von den Landeiern aufgesucht werden, die keine Steuern zahlen, aber die Infrastruktur nutzen.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 20:42
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Warum schreiben wir das bei Tieren vor? Das ist doch eher die Frechheit!
Das unterschreibe ich sofort.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wenn ich mir aber die Industriebrachen hier in meiner Stadt anschaue, dann haben wir noch genügend Platz, um in ländlichen Bereichen dieser Stadt auch EFH zu genehmigen.
Finde ich auch. Jede Wohnform, hat Vor- und Nachteile und damit natürlich auch Befürworter und Hater.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Der Markt regelt es durchaus
So sehe ich es auch, die beste Form.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Zu einem Wohnen im Grünen gehört für mich auch die fehlende Infrastruktur, die wir uns einfach nicht leisten können.
Da liegt wirklich der Hase im Pfeffer. Gerade durch das Homeoffice könnten viele kleine Orte, auch im Osten überleben. Wer nur noch 1 mal in der Woche ins Büro muss kann auch einen neunzig minütigen Arbeitsweg in Kauf nehmen, die Kinder können im Grünen aufwachsen, und das Portemonnaie ist auch etwas dicker, da Immobilien viel günstiger sind.
Internet an jeder Milchkanne wäre möglich, andere Länder machen es uns vor.

Busverbindungen kann man auch über Rufbus/Taxi regeln. Wenn man möchte geht vieles.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Das eigentliche Problem ist die Zersiedlung der Landschaft.
Ich weiß nicht genau in welcher Diskussion es war, aber der Anteil der Naturflächen steigt soviel ich weiß.
Waldanteil in Deutschland. Deutschland ist eines der waldreichen Länder der Europäischen Union. Mit 11,4 Millionen Hektar ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche mit Wald bedeckt. In den letzten zehn Jahren hat die Waldfläche um 50.000 ha, um 0,4 % zugenommen.
Quelle: https://www.google.com/search?rlz=1C1CHBD_deDE852DE862&sxsrf=ALeKk03v_eE9ZqBZsl-op5ZDemZUJ1uuTw%3A1613418085289&ei=Zc4qYPiZEYmU8gKvtZDADQ&q=anteil+des+waldes+in+deutschland+steigt&oq=anteil+des+waldes+in+deutschland+steigt&gs_lcp=Cgdnd3Mtd2l6EAMyBQghEKABOgcIABBHELADOgYIABAWEB46CAghEBYQHRAeOgcIIRAKEKABOgQIIRAVUJsyWLNHYIlSaAFwAngAgAHQAYgBqgiSAQUxLjUuMpgBAKABAaoBB2d3cy13aXrIAQjAAQE&sclient=gws-wiz&ved=0ahUKEwi44OPe0uzuAhUJilwKHa8aBNgQ4dUDCA0&uact=5


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

15.02.2021 um 20:56
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Du hast keine Ahnung über das deutsche Steuerrecht, oder? Deine Einkommenssteuer geht an die Gemeinde, wo du wohnst. Damit haben die Städte das Problem, dass sie von den Landeiern aufgesucht werden, die keine Steuern zahlen, aber die Infrastruktur nutzen.
Die Stadt München (rot-grün) lebte ganz gut vom Umlandtourismus.

Aber nachdem die rot-grüne Stadt München es versäumt hat, den PKW Fahrern ein gutes Angebot zu machen und die Grünen die
PKW´s raus haben wollten, ziehen die Landeier es vor, per Internet zu bestellen. Jetzt beginnt es langsam aber stetig, dass Geschäfte einfach schließen. Logisch oder?

Es kam in der letzten "quer" Sendung am Donnerstag ein Bericht, dass jetzt langsam mal die Handwerker aus München im Umland das Weite suchen, weil die rot-grüne Stadt partout den Handwerken nur überteuerten oder keinen Nutzungsraum anbietet, oder die rausgemobbt werden, durch Städter, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlen.

Auf den populistischen Satz, dass ich keine Ahnung vom Steuerrecht habe gehe ich hier mal nicht ein, weil du dich wohl für was Besseres hältst. Aber hier zu deiner geneigten Aufmerksamkeit.

https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterialien/staat-und-wirtschaftspolitik/hintergrundtext/steuereinnahmen---wer-bekommt-was/

Zitat hieraus:
Lohn- und Einkommensteuer teilen sich Bund (42,5 Prozent), Länder (42,5 Prozent) und Gemeinden (15 Prozent).
Quelle:

Da wird die Stadt München im Umlageschlüssel sicher auch bedacht, oder meinst du nicht? Bei 1,7 Millionen Einwohner mit Umland.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Welche Industrie ist denn verschwunden? Wenn ich mir die Lobbyarbeit der CDU anschaue, dann ist die immer noch da - vor allem die, welche richtig Dreck erzeugt.
Mir ist es nur gestattet die CSU zu wählen und die hat in Bayern keine Kohlekraftwerke ans Netz gedübelt, jedenfalls nicht neueren Datums. .


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