Um das Kind hinsichtlich Überlastung der Kapazitäten direkt an der Front, also im deutschen Strafvollzug, gar nicht erst in den Brunnen fallen zu lassen, müsste wirklich mehr für die Prävention getan werden, um potentiell Gefährdete gar nicht erst zu Straftätern werden zu lassen, aber auch um Rückfallquoten zu senken.
Prävention sollte auch so früh wie möglich und so weit rechtlich und verfassungsrechtlich immer möglich, schon ansetzen.
Mir ist klar, dass selbst wenn das Geld für Prävention da wäre, es auch immer genügend unterschiedliches Fachpersonal dafür bräuchte. Da könnte die Politik Anreize setzen, damit sich mehr Menschen für ganz bestimmte Berufe, aber auch Fachbereiche dann, freiwillig entscheiden würden.
Genauso wie auch Gerichte, in Fällen, in denen eine Bewährung grundsätzlich nicht nur aufgrund des verhängten Strafmaßes möglich wäre, sondern auch, weil im individuellen Einzelfall auch weitere Faktoren dafür sprechen würden, - sie in diesen Fällen auch weiterhin eine Freiheitsstrafe zur Bewährung aussetzen sollten und sie sich da in ihrer freien richterlichen Entscheidung auf Grundlage geltenden Rechts und Gesetz auch nicht und niemals beeinflussten lassen sollten - weder von wütenden Bürgern noch von der Politik.
DocMorpheus schrieb:Kann es sein, das die Haftbedingungen zu gut sind, so dass eine Haft teilweise keine Strafe ist?
Sowohl Bedingungen der U-Haft (keine Strafe) als auch der Strafvollzug nach einer Verurteilung, der natürlich auch als Strafe fungiert und einen Ausgleich für begangenes Unrecht nach Verurteilung schaffen soll, obwohl Strafvollzug aber gleichzeitig auch resozialisierend (auch für Erwachsene) wirken soll, - müssen sich vor allem an die in unserem GG verankerten Menschenrechte orientieren - allen voran an Art. 1 GG.
Sowie sich Haftbedingungen auch immer an konkreten vorliegenden Grundsatzurteilen, Grundsatzentscheiden zu orientieren haben.
Und selbst inhaftierte Mörder und Terroristen können davon nicht ausgenommen werden.
Atomic_Clock schrieb:Aus dem MDR-Artikel: "Zu wenig Geld, zu wenig Personal."
Ist halt in Deutschland so ein BlaBla-Spruch. Wo ein Wille...
Der Bund könnte den Ländern, die für Strafvollzug ja zuständig sind, ja mit Bundesmitteln hier und da und wenn nötig und gerechtfertigt aushelfen.
Hat der Bund dafür keine Mittel übrig, sollte besonders immer eine CDU überlegen, ob sie nicht endlich mal davon wegkommen wollen würde, selbst unter rosigen Entwicklungen (stark wachsende Vermögen in Deutschland) weiterhin die Reichen und Superreichen pampern zu wollen.
Würde das Pampern aufhören, käme mehr Geld ins Haus und der Bund könnte damit auch die Länder bei Bedarf unterstützen.
Was die CDU hingegen plant und die SPD trägt es je nachdem notgedrungen auch mit und die AfD würde es auch sofort tun, bei den Ärmsten (Grundsicherungsempfängern) Einsparungen vornehmen zu wollen und genau sowas kann im schlimmsten Fall auch wieder als Rechtsfolge strafbewehrte durch Freiheitsstrafen zu bestrafende Kriminalität begünstigen anstatt sie zu verhindern.