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Wozu ist die UNO gut?

145 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: UNO ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wozu ist die UNO gut?

31.07.2006 um 19:42
Coelus ich habe ja großen Respekt vor Deinen Vorstellungen, aber das istidealisierte
Utopie und eben nicht machbar in unserer Welt, die nicht aus Schwarz undWeiß, sondern
vielen Grautönen besteht.

Übrigens habe ich auch nie vomVetorecht oder der UNO
als Mittel der Demokratie geschrieben, sondern mehrfach erwähntdas es Instrumente der
Wahrung des Status Quo sind.


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Wozu ist die UNO gut?

31.07.2006 um 19:55
Bitte werter DartHotzmk2, versuch nicht mich als naiv hinzustellen und mir auch nochDeinen grossen Respekt zu suggerieren. Wenn Du schon Stellung beziehen möchtest, dannbitte nimm Stellung ganz konkret zu dem was ich hier klar und deutlich geschrieben habe,dann schauen wir weiter, einverstanden?

Betreffend des Veto’s habe ichweiterführende Gedanken angestellt, an welchen Du anknüpfen könntest, statt von einerUnterstellung auszugehen, welche von meiner Seite nicht stattgefunden hat.

Undwas den Status Quo anbelangt, so plädiere ich ja gerade dafür, diesen zutiefst zuhinterfragen, denn genau da liegt ja die Problematik… ;)


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31.07.2006 um 20:00
Die UNO hat bis jetzt in präventiv Massnahmen total versagt; die tritt erst dann inErscheinung wenn schon alles eskaliert ist und es schon mord und totschlag gibt


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Wozu ist die UNO gut?

31.07.2006 um 20:12
Der Respekt war nicht suggeriert, sondern ernst gemeint, weil ich schon viele DeinerAnsichten, besonders die zu philosophischen Themen, mit viel Interesse gelesen habe.

"Der Souverän (damit ist jeder mündige Bürger in einem Rechtsstaat gemeint) würdeseine Verantwortung wahrnehmen, indem die Korruption und Lobbyismus den Boden entzogenwird, dann könnte dieser Souverän in einer demokratischen Form in einer UNO darüberbefinden und dies ohne Vetorecht, ferner wären z.B. die NGO's auch mit von der Partie."


Aber nochmals, wie soll das geschehen? Die UNO ist nunmal keindemokratischer Verein und kann es auch nicht werden, solange die weltweiteEinzelstaatlichkeit nicht aufgelöst und durch eine "Weltregierung" ersetzt wird. Die UNOselbst hat keine Geldmittel, keine Soldaten und kein Einflußgebiet. Sie ist und bleibtvon Willen und Mitteln der Mitgliedsländer abhängig und deren Regierungen werden ja nurteilweise durch Wahlen bestimmt.


"Solange wie der Souverän die grenzenlose„Freiheit“ für Kapitalflüsse –grob gesagt von der südlichen auf die nördlicheErdhalbkugel- und für die Ausbeutung von Rohstoffen und Menschen, welche durch dieneoliberale Globalisierung der Konzerne praktiziert wird, wobei die Politiker lediglichals Hampel- und Mittelsmänner der Konzerne fungieren, wir nicht durch bewussteskonsumieren, lautstarkes protestieren oder sich nicht politisch engagieren zu wollen unddas gemeinsam mit anderen, solange ist es wie es IST:"


Das meine ich jaeben und ich halte es leider für Utopie, das sich dieses in absehbarer Zeit ändern wird.Auch ich sehe die Problematik der Welt in der aufrechterhaltung des (kapitalistischen)Status Quo, aber ich sehe auch keinen historischen Block der bestrebt ist dies zu ändern.Die Chance des Sozialismus wurde mißbraucht und vergeben und ein Chavez ist mir zwarsymphatischer als ein Bush, aber wer weiß wie lange das noch anhält und auch dort diepersönliche Korruption und Korrumpiertheit einsetzt, wenn sie das nicht schon längstgetan hat. Das Problem ist der Mensch selbst und das er nicht mit Macht umgehen kann unddaran hat sich in der Geschichte der Menschheit nichts verändert.


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31.07.2006 um 20:51
UNO ist nichts weiter als ein Witz!


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31.07.2006 um 21:25
Besten Dank werter DarthHotzmk2, jetzt kann ich auch besser nachvollziehen, wie Dues gemeint hattest und das man auch lesen kann ohne in einen Dialog zu treten, ist mirnun auch bewusst geworden. Danke auch, dass Du meine Intervention nicht als persönlichenAngriff gewertet hast.

Nun zur Politik und zur UNO:

Was denkst DuDartHotzmk2, wenn den Bürgern in den rechtsstaatlichen Ländern, welche ja Mitglieder indie UNO entsenden, bewusst wird, dass die meisten Grossproduzenten deftig „Dreck amStecken“ haben und ihnen diese Beweise vorgelegt werden –was ja bereits heutzutage fürjeden ersichtlich wäre- und diese ja gerade diese „Utopie“ von one world, onecompany mit allen Mitteln (gegen geltende Rechtsstaatlichkeit) durchboxen wollen.

Ferner würde offensichtlich, dass ja gerade durch diese Machenschaften das Elendund die Kriege geradezu gefördert und initiiert werden (was die meisten Menschen ja nichtwirklich wollen), dagegen der selbe Souverän nicht mehr die Hände über dem Kopf zuschlägtund die billige Rethorik der Machthabenden als gegeben und unumstösslich auch nochglaubt, sondern seine Verantwortung als Souverän übernimmt und Männer und Frauen an dieRegierung setzt, die diesen Spekulationen ohne Ende, einen deftigen Riegel vorschiebenwürden.

Denkst Du nicht auch, dass die Menschen dazu in der Lage wären?

Weil schon jetzt beginnen immer mehr Menschen und machen sich daran, dieseHochglanzfassade zu demontieren. Manche Organisationen wie die „Adbusters“ kämpfen gegenden Konsumwahnsinn, indem sie bekannte Werbekampagnen ironisieren. Andere wiederum deckenmit professioneller Recherche konkrete Missstände auf. Sie wollen mehr Partizipation,mehr Arbeitsrechte, internationale Umwelt- und Sozialstandards, mehrKontrollmöglichkeiten und einen in jeder Hinsicht fairen Handel.

Denk anden Einfluss der NGO’s. Die sozialen Bewegungen, der Menschen, die sagen „Esreicht!“, werden zunehmender lauter und wütender. Sie fordern nicht mehr und wenigerals den gerechten Anteil aller Menschen an den Reichtümern dieser Erde. DieseForderung wird sich auf lange Sicht mit Milliardeninvestitionen in der Werbeindustrienicht mehr beruhigen lassen.

So wie die Macht politischer Vertreter undVertreterinnen eine vom Volk geliehene Macht ist, so ist die Macht der Konzerne nur vonden Konsumenten und Konsumentinnen geborgt. Mit jedem Bild von versklavtenKindern, mit jeder Reportage über [b]geschundene ArbeiterInnen, mit jedem Berichtüber [b]missbrauchte Patienten oder [b]zerstörte Naturschönheiten bröckelt einStück von ihr ab.

Es geht doch darum, die [b]Verhältnisse zu ändern. Wirkönnen – und müssen- unsere Macht als [b]Konsumenten und [b]Konsumentinnen, aberauch vor allem auch als [b]Bürger und [b]Bürgerinnen nützen, um [b]Einfluss zunehmen.

Wie das geht, dass lässt sich nicht über einen Kamm scheren. Eshängt von unseren [b]persönlichen Lebensumständen ab, von unseren [b]ökonomischenVerhältnisse, unserem [b]individuellen und beruflichen Einflussbereich, vor allemaber hängt es von unserer Bereitschaft ab, die [b]angeblichen Wahrheiten derWerbeindustrie und eines profitgesteuerten Gesellschaftssystem kritisch zu hinterfragen.

Also wie Du siehst werter DartHotzmk2, bin ich selbst eigentlich sehrzuversichtlich und ich traue dem Volk durchaus zu, dass es mit Verantwortung und Machtumgehen kann und würde nicht davon ausgehen wollen, dass die Menschheit dazu nicht fähigwäre. Gerade die Geschichte stellt eine sehr gute Quelle dar, um daraus endlich diekorrekten Schlüsse daraus zu ziehen und in eine friedlichere Zukunft zu gehen.

Wie sagte das 13- jährige Mädchen aus der Bronx, das Nike seine alten Sportschuhe vordie Tür knallte? „Wir haben dich gemacht. Wir können dich auch vernichten“.[/b8][/b7][/b6][/b5][/b4][/b3][/b2][/b1][/b0][/b][/b][/b][/b]



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31.07.2006 um 21:54
Ich kann mich deinen Hoffnungen nur anschließen und tue das in meinem privaten Bereichauch im Handeln, soweit mir dieses möglich ist, andererseits bin ich aber pessimistischerwas die weltweite Umsetzung angeht.

Schauen wir uns doch um, wir imindustrialisierten Westen sind doch eigentlich die Ausnahme mit der Zeit, die wir zumDenken über solche Dinge überhaupt zur Verfügung haben. Der Rest der Welt lebt oftmals inKrieg, Dreck und Armut und dort ist der Mensch oft viel zu sehr mit seinem eignenÜberleben beschäftigt, als das er sich solche Gedanken machen kann. In China hat dieHälfte der Bevölkerung noch nie was vom Internet gehört, in Indien gibt es faktisch nochdas Kastenwesen, in Afrika verhungern die Menschen und in Asien schicken Eltern ihreKinder in die Prostitution damit die Familie wirtschaftlich überleben kann.

Undbei uns vor der Haustür, da wird lieber das Ei aus der Batterie gekauft, weil es billigerist. Billige Textilien aus China werden gekauft, egal ob die Leute wissen wie dieProduktionsbedingungen sind und der Kaffe darf auch nicht mehr als drei Euro das Pfundkosten. Der Preis zählt. Das diese Einstellung am Ende allen Schaden wird ist faktischnebensächlich und wird nicht wahrgenommen.

Hier in Deutschland sehe ich auchkeine Anzeichen eines "Volksaufstandes" obwohl er lange überfällig gegen dasMeinungsmonopol der Neoloberalisten in Politik, Wirtschaft und Medien wäre und das obwohlwir hier die Zeit und die Informationen dafür hätten. Ich sehe die Revolution nichtkommen. Leider.


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Wozu ist die UNO gut?

01.08.2006 um 08:55
Prima DartHotzmk2, ich möchte Dich noch grundsätzlich fragen, was denkst Du, ist esgünstiger in seiner Umwelt einen Pessimismus oder einen Optimismus zu„versprühen“, wenn man auch schon im privaten Handeln, soweit es einem möglich ist,darauf achtet einen fairen Umgang mit der Umwelt einzugehen und mehrLebensqualität durch bewussten Konsum u.a. versucht zu erreichen?

Also,ich mein auf den Hinblick des vorgelebten Vorbildcharakters und dessenerfolgreiche Umsetzung?


Jene welche Du erwähnst, die oftmals in Krieg,Dreck und Armut leben müssen, müssen ja gerade so leben, weil sie meistens ja gerade indenen Ländern leben, welche von den reichen Ländern ausgebeutet werden. Deren Regierungenoftmals mit Konzernen/WEF/WTO diese Korruption und Unterdrückung mitzuverantworten haben.Ich denke aber, dass auch sie über ihre Situation nachdenken können und zum Schlussgelangen, warum sie so leben müssen, wie sie im Moment leben müssen.

Je mehrdieses Verständnis dieser Missstände durch professionelle Recherchen aufgedeckt werdenund wir selbst versuchen diese einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen, je mehrwird der Widerstand in unseren Breitengraden auch zunehmen.

Da daskapitalistische Wirtschaftssystem auf der [b]Ausbeutung von Ressourcen und[b]billiger Arbeitskraft beruht und angesichts des [b]sozialen Elends in der sogenannten Dritten Welt –und zunehmend auch bei uns- wird es Zeit, den Profiteuren undMächtigen zu sagen: Es reicht!

Sicher, Du hast Recht, dass noch viele Menschennoch nicht konsequent genug handeln, obwohl sie von Machenschaften schon gehört haben undsie lieber das Ei vom Bauer kaufen sollten. Vielleicht ist ihnen noch nicht bewusstgenug, dass zwar das Ei vom Bauer mehr kosten würde, dass aber die Qualität undEnergiegehalt um einiges besser wäre und sie so weniger davon kaufen müssten und wenn man„richtig“ rechnen würde, es schlussendlich fraglich wäre, wo nun das Ei tatsächlich mehrkostet…

Nicht gerade einen Volksaufstand, aber es tut sich doch schon einiges.Dass jeder und jede auch ohne grosse Organisation aktiv werden kann, zeigt doch auch u.a.die Jugendband „die bösen Mädchen“ aus Berlin. Die jungen Frauen und Mädchenunterschiedlichster Herkunft greifen in ihren Songs Themen wie [b]Rassismus,Globalisierung, Misshandlungen und [b]Sexismus auf. Mit dabei sind auch die„Händi Käps“, eine Gruppe selbstbewusster Jugendlicher mit Behinderungen.

Wennes uns tatsächlich um eine [b]gerechte Weltwirtschaft geht, müssen wir u.a. daherauch politisch aktiv werden. Bewusstes einkaufen ist dafür zu wenig. Wir sollten unszusammen tun und gemeinsam Konzerne und politische Entscheidungsträger unter Drucksetzen. Es sollte auch bei allen Aktionsformen nicht um Zerstörungswut oder das Auslebenvon Agressionen gehen. Es geht darum, kreative und in der Öffentlichkeit nachvollziehbareAusdrucksformen zu finden, um auf krasse Missstände hinzuweisen, die sonst gerneverschwiegen werden.

[b]Und wir können nicht mehr so tun, als ob uns das allesnichts anginge.

Die Tatsache, dass immer mehr Menschen auf Demonstrationenund Sozialforen, in Hilfsorganisationen und auf politischer Ebene, auf Internet-Sites undöffentlichen Plätzen die [b]krassen Ungerechtigkeiten und das [b]unerträglicheElend anklagen, die durch die [b]kapitalistische Globalisierung der Konzernegeschaffen werden, macht Mut. Denn aus der Wut dieser Menschen, die [b]gemeinsam, globalvernetzt und mit [b]grosser Lust an der Sache arbeiten, entsteht eine[b]machtvolle Bewegung gegen die einseitige [b]Macht des Profits.

Eineandere Welt wird möglich, wenn wir sie möglich machen.[/b9][/b8][/b7][/b6][/b5][/b4][/b3][/b2][/b1][/b0][/b][/b][/b][/b]



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01.08.2006 um 14:24
@ Arkina

Zu den Großmächten muss ich Dich etwas korrigieren.

Russlandgehört zweifelsohne zu den Supermächten. Deswegen spielt Russland auch bei den G8-Gipfelneine entscheidende Rolle. Nahezu zwei Drittel der heute erschlossenen Vorräte an Erdgasbefinden sich auf russischem Territorium. Somit ist Russland ein wahrer Energiegigant.Und die Devisen, die für das Gas nach Moskau fließen, sichern das Funktionieren desrussischen Militärs sehr gut ab. Die Krise der 90er Jahre war einmal. Russland ist zurückauf der Weltbühne.

Aus alter Gewohnheit spielen auch Großbritannien undFrankreich als Alliierten- und Atommächte noch eine gewichtige Rolle im Reigen derGroßmächte.

Die Novellierung des UN-Sicherheitsrates ist ja bereits geplant,indess noch nicht beschlossen. Staaten wie Japan, Indien und Deutschland, eventuell auchSüdafrika müssen aber noch ein wenig um Unterstützer in der UNO buhlen, um in einigenJahren als ständige Mitglieder des Sicherheitsrates aufgenommen zu werden. Nebenbei plantman auch im Sicherheitsrat das Prinzip der einfachen Mehrheit mittelfristig einzuführen.Ein blockierendes Veto nur eines Mitgliedsstaates wird es dann nicht mehr geben. Nochscheitert dies aber am Widerstand einiger wichtiger UN-Mitgliedsstaaten.


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01.08.2006 um 14:26
@ Coelus

Du bist nicht zufällig ATTAC-Mitglied?


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01.08.2006 um 14:35
Link: www.unis.unvienna.org (extern) (Archiv-Version vom 14.10.2006)

Mal ein bisschen etwas über die Finanzierung der UNO:
-www.dadalos-d.org/uno/grundkurs_5/finanzen.htm

Welchen Nutzen hat diePrivatwirtschaft von den Vereinten Nationen?

* Die Privatwirtschaft unddie Vereinten Nationen haben ein gemeinsames Interesse an der Förderung deswirtschaftlichen Wachstums und der Stabilität, der Schaffung von Arbeitsplätzen und derAnkurbelung der Investitions- und Inlandsspartätigkeit.
* Die Vereinten Nationenleisten im Namen der internationalen Geschäfts- und Handelswelt wertvolle Arbeit. DieAnstrengungen der Vereinten Nationen zur Förderung von Exporten, zum Schutz vonUrheberrechten, zur Aufstellung einheitlicher technischer Normen und zur Verringerung vonZollformalitäten kommen Unternehmen in der ganzen Welt zugute.
* ZahlreicheOrganisationen der Geschäftswelt arbeiten eng mit den Vereinten Nationen zusammen undsind ihnen formell angeschlossen, wie beispielsweise Rotary International, Lions ClubInternational, die Internationale Handelskammer und der Business Council for the UnitedNations.
* Dank der Anstrengungen, die die Vereinten Nationen unternehmen, ummarktorientierte Reformen voranzutreiben, wurden schätzungsweise Milliarden anausländischen Direktinvestitionen aufgebracht, die den Entwicklungsländern undTransformationsländern zuflossen.

mehr Informationen darüber unter: -http://www.unis.unvienna.org/unis/de/faq/finanziert.html



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01.08.2006 um 18:18
@ Smartfish

Nein, ich bin kein aktives Mitglied von ATTAC, da ich selbstautark in meiner gegründeten kleinen Organisation (Umweltschutzbereich) sehr intensivtätig bin und es mir zurzeit nicht auch noch möglich ist bei ATTAC aktiv mitzuwirken. Wasaber nicht auszuschliessen ist, ist dass wir ev. in gemeinsamen Projektenzusammenarbeiten könnten. Mit Interesse verfolge ich diese globalisierungskritischeOrganisation bei ihrer intensiven Beschäftigung, betreffs der gestiegenen Bedeutung vontransnationalen Konzernen.

ATTAC gewinnt immer mehr an Bedeutung und dieKonzeption dieser Organisation gefällt mir natürlich recht gut und bin sehr froh um diesesehr wichtigen Bestrebungen und Umsetzungen, welche diese Organisation bereitserfolgreich durchführt. Bei meiner Bemerkung oben, dass sich doch etwas tut, da gehörtdiese Organisation natürlich mit dazu.

Nun möchte ich noch zu DeinenAusführungen Betreffs der geplanten Novellierung des UN- Sicherheitsrates noch etwasergänzen. Wie bereits erwähnt bin ich der Meinung, dass eine schlichte Ergänzung desSicherheitsrates mit Aufnahme einzelner Staaten, es damit nicht reicht, um als eine„echte“ Reform zu gelten.

Meines Erachtens gehen die Empfehlungen der Reformviel zu wenig weit und sind ja auch seit erscheinen kontrovers umstritten –vorzüglich,die umfassenste, klügste und konkreteste Blaupause zur Stärkung der Weltorganisation,loben die einen, eine UN of America prophezeien die anderen.

Unbestritten sindnur die Ausgangsthesen: Die Welt von heute unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vonder zur Gründungszeit der UNO vor 60 Jahren. Dem unveränderten Ziel, Weltfrieden undinternationale Sicherheit zu garantieren, stehen Gefahren entgegen, die damals noch garnicht existierten oder zumindest nicht als solche wahrgenommen wurden.

HeutigeSicherheitsgefährdungen indes verlangen eine differenziertere Analyse und gehen über vonStaaten geführte Angriffskriege weit hinaus. Sie umfassen Armut, Seuchen undUmweltzerstörung ebenso wie Krieg und Gewalt im Inneren derStaaten; die Verbreitung und den möglichen Einsatz von [b]nuklearen, radiologischen,biologischen und [b]chemischen Waffen wie auch den [b]Terrorismus und eineüber Ländergrenzen hinweg [b]aktionsfähige Kriminalität. Diese Bedrohungen gehengleichermassen von [b]Staaten wie von [b]nichtstaatlichen Akteuren aus undgefährden sowohl das Leben [b]Einzelner wie auch die Sicherheit [b]ganzer Völker.Unter derartigen Umständen wird ein neuer Konsens über die gemeinsame Verantwortung fürdie gegenseitige Sicherheit aller gebraucht.

Der Streit liegt genau da, wo esnach der Frage nach der Legitimität von Gewalt geht, genau da liegt der Kern des Streitsum die UN- Reform –wer entscheidet über mögliche Interventionen, nach welchen Kriteriengeschieht das? Die Experten-Kommission plädiert für den unveränderten Erhalt derUN-Charta: "Wir befürworten keine Neufassung oder Neuauslegung des Artikels 51", heißt esund weiter: "Der Sicherheitsrat ist nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationenuneingeschränkt bevollmächtigt, sich mit der gesamten Bandbreite derSicherheitsbedrohungen zu befassen, denen sich Staaten gegenübersehen. Es geht nichtdarum, Alternativen zum Sicherheitsrat als Quelle der Autorität zu finden", lautet dasUrteil.

Ich müsste Dich jetzt fragen Smartfish, wer dies vorgeschlagen hat, dasses kein blockierendes Veto mehr geben sollte? Denn im Reformvorschlag habe ich folgendesgefunden:

257. [b]Wir schlagen die Einführung eines Systems von"Vorabstimmungen" vor, bei dem Mitglieder des Sicherheitsrats verlangen könnten, dass diejeweilige Haltung zu einer vorgeschlagenen Maßnahme öffentlich erläutert wird.Beieiner solchen Vorabstimmung hätten Nein-Stimmen nicht die Wirkung eines Vetos, und dasAbstimmungsergebnis würde keinerlei Rechtskraft besitzen. Die zweite, förmlicheAbstimmung über eine Resolution würde nach den derzeitigen Verfahren des Ratesvorgenommen. Auf diese Weise würde nach unserer Auffassung die Rechenschaftspflicht fürden Gebrauch des Vetos erhöht werden.

So wie ich dies verstehe, wäre ein Vetotrotzdem noch möglich, einfach mit einer Rechenschaftspflicht. Und Dir ist sicherbekannt, wie z.B. die US- Administation Meister darin sind die Begriffe so zu biegen, wiees ihnen gerade beliebt… ;)

Wie gesagt, wenn ich auf die Geschichte der UNO unddie gängige Praxis mich besinne, so gehen diese Reformvorschläge für mich viel zu wenigweit und stellen für mich nicht wirklich ein neues Denken dar. Was ich sehr vermisse istdas vernetzte Denken, welches mehr auf die Ursachen der Probleme gerichtet sein müssteund nicht erst bei der Symptom-bekämpfung anfangen sollte![/b4][/b3][/b2][/b1][/b0][/b][/b][/b][/b]



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01.08.2006 um 18:52
Sehr informative und interessanter Link, bluetaurus, sagt eigentlich schon sehrviel aus, über „echten“ Interessen, oder?

Interessant in diesem Zusammenhang,was die Mitgliederbeiträge anbelangen, so möchte ich doch in Erinnerung rufen, wie manstatt einem Veto auch noch das Geschehen in der Welt zu seinen Gunsten beeinflussen kann,wie damals im Fall Kosovo 1998.

Im Oktober 1998 kündigte das UNHCR (istdie wichtigste verantwortliche Behörde der UNO für Flüchtlinge) an, es müsse aufgrundeiner durch den Rückgang der Einnahmen um 15% verursachten Budgetkrise bis zum Januar1999 ein Fünftel seines Personals entlassen. Das ist nur einer der Aspekte der generellenHaushaltskrise der UNO, die vor allem auf die Weigerung der USA zurückgeht, ihreSchulden zu bezahlen –eine der vielen Verletzungen von Vertragsverpflichtungen durch dieUSA, die sich besonders in der Ära des Neuen Humanismus häufen.

DieAnkündigung der scharfen Personalreduktion im Bereich der Flüchtlingsversorgung trafzeitlich mit Clintons Äusserungen über die grosse Sorge, die er für die Flüchtlingeempfand, die nun dem harten Winter im Kosovo ausgesetzt sein würden, und mit derAnkündigung der USA und Grossbritaniens zusammen, sie seien der Meinung, sie hätten aufder Grundlage von Sicherheitsratsresolutionenen und eines Berichtes des UN-Generalsekretärs „genügend Autorität für den Beginn von Luftschlägen“, also fürMilitäraktionen, die die Flüchtlingskrise mit Sicherheit verschärfen würden.

Dieses Aufeinandertreffen von Ereignissen verschafft uns weitere Einblicke in die„Prinzipien und Werte“, die so jauchzenden Beifall auslösen.

Wie gesagt, eshandelt sich hier um 1 Beispiel, es gäbe noch mehrere davon.



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Wozu ist die UNO gut?

01.08.2006 um 19:03
Ein bisschen etwas über die `Versäumnisse` der UNO:
-http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/UNO/brahimi.html
-http://www2.dias-online.org/direktorien/int_org/030617_50
-http://www.project-syndicate.org/commentary/ahlmark8/German
-http://www.bits.de/zumach/2005/310305-2.htm
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01.08.2006 um 19:09
Und speziell zur jetzt aktuell laufenden Krise passt noch dieser hier:
-http://www.irib.com/worldservice/germanRADIO/kommentare/press.htm


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01.08.2006 um 19:21
Die UNO ist schon seit Jahrzehnten durchsetzt von Reptiloiden, Imuhcs, Sinep und Ssormwelche nur ihre Interessen damit durchsetzen - der Mensch ist dort bereits eineaussterbende Spezies und wenn ihr nicht endlich dagegen revoltiert ist es bald überallso!


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Wozu ist die UNO gut?

01.08.2006 um 20:21
@gerome

du kennst dich aus mit den reptos? hast wohl auch die Bücher von DavidIcke gelesen??


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01.08.2006 um 20:46
Uno = Veto ^^


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01.08.2006 um 20:53
Dass auf jeden Fall gewisse Mitglieder und vor allem in der ehemaligenMenschenrechtskommission (neu Menschenrechtsrat) wirklich nicht allzu viele „menschliche“Züge aufweisen, vor allem immer dann, wenn es tatsächlich um Menschrechtsverletzungengeht, welche zu beanstanden wären, und dies aus dem Grunde da sie ja selbstMenschenrechtsverletzungen praktizieren und ihre „Kollegen“ somit deckten…

..und dass in dieser Organisation vieles nicht stimmt ist offensichtlich, aberdeshalb gerade Ausserirdische zur Verantwortung zu ziehen, ohne klare Beweise hinzulegen,führt in eine Richtung in der Debatte, welche eher ablenkt und abstrahiert, statt dieKernprobleme offen legt, um eine Handhabe zu erreichen, damit man effektiv eine immenseVerbesserung hinkriegt, oder?


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01.08.2006 um 21:12
UNO gehört Amerika, was Amerika sagt muss Uno machen. Das ist keine Organisation fürWeltfrieden sondern eine Organisation zum Krieg führen amerikas.


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