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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

341 Beiträge, Schlüsselwörter: Nationalismus

Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 11:00
Ich dachte, ich versuch es mal mit einer "BILD"-artigen Überschrift.

Also, fürmich zumindestens ist der Nationalismus das pure Gift, das von Europa ausgehend in dieganze Welt gespritzt wurde.

Fällt mir auch hier immer auf.

Türkenhetzen gegen Kurden, und umgekehrt.
Sunniten gegen Schiiten, und umgekehrt.
Israelis gegen Araber, und umgekehrt.

Auch hier im Land.
Nazis gegenandere Nationen.

Wieso baut sich der Mensch derartige Schranken im Kopf?

Warum lassen sich die Kulturen so von ihren Regierungen, Volksführern,Glaubensführern, etc. so derartig gegeneinander aufhetzen?

Was ist dran amNationalgedanken? Was am Patriotismus?

Ist es nicht wichtiger sich über seinekulturellen Wurzeln zu definieren, als über eine Nation, die im Endeffekt einAuseinandertreiben der Kulturen bewirkt und kulturellen Austausch im Vornhereinausschließt?

Ich hätte da gern eure Meinung. :)


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sailor
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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 11:13
Manche möchten keinen kulturellen Austausch ! Und viele wollen sich nicht nur über ihreWurzeln, ihre Kultur, sondern eben auch mit ihrem Land, ihrem Staat, ihrer Heimatidentifizieren. Alles was fremd ist, gehört "da" eben nicht hin. Nationalismus fängtschon in jedem kleineren Dorf an. Ein Fremder, ein Zugezogener hat sich den dortigenSitten und Gebräuchen anzupassen oder gehört eben nicht dazu, bleibt Absonderling,Fremdkörper, Feind !

Gleiches gilt für traditionsbewusste Bundesländer. Wer dortden Dialekt nicht drauf hat, wird nie integriert, gehört sowieso nicht dazu, ist keinervon ihnen.
Und so schraubt es sich hoch bis zu einem Nationalbewusstsein einesVolkes.
Warum haben sich in den letzten Jahren wohl so viele Länder unabhängiggemacht, zerteilt, sind so viele Staaten zerfallen?

Vielleicht ist es auch dieAngst, seine eigene Identität zu verlieren?


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 11:38
Ich denke, es gehört auch in gewissem Maße eine Angst vor der Globalisierung dazu, wiesie gerne von Medien erzeugt wird.

Alles soll itnernationaler werden, wie schonerwähnt mit anderen Kulturen. Den Menschen wird mehr abverlangt, man soll global denkenund handeln.

Einige versuchen dann, sich dem ganzen zu entziehen, indem sie sichin ihre bekannte Welt zurückziehen (das is nicht negativ gemeint!), das heißt ihreGemeinde, ihre Region etc. Wenn sich dieses Gefühl dann verstärkt, so steigt die Angstvor bisher fremdem, usw.


Das ist jetzt natürlich als neuere Argumentationfür vergrößertes Nationalbewusstsein zu verstehen, diese Probleme gibt es ja noch nichtallzu lang.


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 11:58
@sailor

"Gleiches gilt für traditionsbewusste Bundesländer. Wer dort den Dialektnicht drauf hat, wird nie integriert, gehört sowieso nicht dazu, ist keiner von ihnen."

Sorry kann ich nicht bestätigen,ich bin Preuße in Bayern und das seit 95.
Ich finde es viel schlimmer wenn sich Menschen anbiedern und auf Zwang versuchen sichzu "integrieren".

Ich bin Preuße und bleibe Preuße.
Aber viel wichtiger ist,ich bin Mensch.

Mir persönlich ist es Scheißegal,welcheHautfarbe,Sprache,Religion,etc.pp

ARSCHLÖCHER findet man Überall.

Undein Besinnen auf "Nationale"Werte könnte vielleicht dem Wahsinn von Europa und derGlobalisierung entgegen wirken.

Die Franzosen machen es gut vor,wenn den wasnicht passt sagen sie es Lautstark.
Und was machen die Deutschen,den Kopf einziehenund es aussitzen.


Zweifler


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 12:58
Nationalismus ist eine natürliche Veranlagung. Der Mensch neigt dazu sich als Angehörigereiner bestimmten Gruppe zu verstehen. Identität ist das Gefühl einer bestimmten Gruppevon Gleichgesinnten anzugehören, und Zugehörigkeit ist ein wichtiges Grundbedürfnis desMenschen. Aus diesem Grunde identifiziert sich der Mensch meistens mit einer bestimmtenRasse, Nation, Kultur oder Religion (manche identifizieren sich auch mit einen modernenTrend oder einer Musikrichtung).
Grundsätzlich sehe ich es nicht als etwas Negativesan sich einer bestimmten Nationalität oder Glaubensgemeinschaft angehörig zu fühlen.Schlimm ist es dann wenn man sich as diesem Grunde über andere Menschen erhebt und sichals überlegen betrachtet. Ein positiver Nationalismus ist aber lebensnotwendig für einVolk wenn es sich nicht selbst vergessen will.

Ist es nicht wichtiger sichüber seine kulturellen Wurzeln zu definieren, als über eine Nation, die im Endeffekt einAuseinandertreiben der Kulturen bewirkt

Wo ist der Unterschied ob man sichüber seine Nationalität oder über seine kulturellen Wurzeln definiert? Ist das nichtdasselbe?
Abendländer


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 13:42
Die Wurzel ist der Chauvinismus. Nicht der Nationalismus...


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 14:24
@sarasvati23
Auch hier im Land.
Nazis gegen andere Nationen


Ichvermute, du verwechselst mal wieder Nationaismus mit Nationalsozialismus als III. Reich?

Nationalismus würde ich als die Vordergründigkeit der eigenen Nation in derSichtweise für das in ihr lebendene Individuum bezeichnen.

Deiner Darstellung,der Nationalismus sei das Gift, kann ich mich auch nach den von dir genannten Beispielennicht anschließen.

Wenn Hooligans verschiedenen Fußballvereine aufeinanderlosgehen, ist das im Prinzip nichts weiter als der temporäe begrenzte Völkerkrieg imKleinen.

Du kannst das eigentlich bin auf den Brudermord Kains und Abels zurückverfolgen.


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 14:26
Die Wurzel ist der Chauvinismus. Nicht der Nationalismus...



wiewahr wie wahr..


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 15:19
Danke erstmal für die Antworten. Ich versuche mal auf jede Meinung hier einzugehen.

@sailor

"Manche möchten keinen kulturellen Austausch ! Und viele wollen sichnicht nur über ihre Wurzeln, ihre Kultur, sondern eben auch mit ihrem Land, ihrem Staat,ihrer Heimat identifizieren."

Genau das meine ich ja. Nationalstolz ist nurhinderlich.

"Vielleicht ist es auch die Angst, seine eigene Identität zuverlieren?"

Inwieweit hat Nationalismus mit "eigener" Identität" zu tun?

Vielleicht kann mir das ja ein Nationalist erklären. (ich will niemanden als rechtsentlarven, vorweg, darum gehts mir nicht im geringsten, ich kann das eben mit demNationalstolz nicht nachvollziehen)

@Tommy137

"Alles sollitnernationaler werden, wie schon erwähnt mit anderen Kulturen. Den Menschen wird mehrabverlangt, man soll global denken und handeln."

Aber doch nur imkapitalistischen Sinne, oder? Stichwort Wettbewerbsfähigkeit.
Mit Globalisierung hatdas irgendwie nichts zu tun, was gerade auf der Welt stattfindet. Jedenfalls nicht das,was ich darunter verstehe.

Aber die Angst ist ein gutes Argument, denn dieGlobalisierung, in der Art und Weise wie sie vonstatten geht, z. B. die durch Verlagerungvon Unternehmen ins günstigere Ausland verursachte Arbeitslosigkeit, ist nun wirklichauch mit Existenzängsten verbunden.

@Zweifler75

"Ich finde es vielschlimmer wenn sich Menschen anbiedern und auf Zwang versuchen sich zu "integrieren"."

Kannst du das mal genauer ausführen? Wer will hier auf Zwang integrieren?

"Und ein Besinnen auf "Nationale"Werte könnte vielleicht dem Wahsinn von Europa undder Globalisierung entgegen wirken."

Warum?

@Abendländer

"Woist der Unterschied ob man sich über seine Nationalität oder über seine kulturellenWurzeln definiert? Ist das nicht dasselbe?"

Wie weiter oben auch schonbeschrieben wurde ist der Unterschied des Nationalismus, dass man sich eben auch miteinem Land indentifziert.

Nehmen wir mal als Beispiel Palästina. ArabischeMuslime und Juden haben immer friedlich nebeneinander gelebt, bis dann die europäischenZionisten kamen, mit Gebietsansprüchen und Landesgrenzen, da war es dann vorbei mit demFrieden.

Oder die Vertreibung der Aborigines in Australien, die nie soetwas wieLandesgrenzen kannten und dann kamen die Kolonialisten, vertrieben die Ureinwohner, zogenGrenzen und das Ende vom Lied kennt man ja.
In Nordamerika dasselbe.

Landesgrenzen, die Identifizierung mit einem Land, Nationalismus bezeichne ich nunmal als das Verderben in der menschlichen Geschichte. Klingt vielleicht ein wenigdrastisch, aber irgendwie komme ich da zu keinem anderen Schluss.

@derdul

"Ich vermute, du verwechselst mal wieder Nationaismus mit Nationalsozialismus alsIII. Reich?"

Nee, NS beinhaltet doch Nationalismus, genauso wie Chauvinismus nurin gesteigerter Form, vermischt mit Patriotismus. Deshalb bezeichne ich ja Nationalismusals die "Wurzel" des Übels.


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Gladiator
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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 15:21
Patriorismus ist okay, egal wer ihn ausübt
Nationalismus ist SCHEI?E, egal er ihnausübt.


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eazy_e
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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 15:27
nationalismus ist auch ok, solange er nicht in gewalt ausartet.. jeder kann und darf aufsein land stolz sein, er darf nur nicht andere schlagen, weil er von wo anders ist (malganz vereinfacht ausgedrückt)


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 15:41
Ismus ist Müll


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

10.02.2007 um 15:46
"Was ist dran am Nationalgedanken? Was am Patriotismus? "

Staatsphilosophie man!Warum überhaupt einen Staat? Das ist doch ganz klar, die Gemeinschaftsverantwortung topptjeder für jeden. Im Verbund ist man stark, und da wir nunmal Nationalstaaten gebildethaben, ist der erste Gedanke nationalistisch zu denken. Wir wollen nicht wissen was inKisuaheli passiert, sondern in Deutschland, das interessiert uns, das geht uns was an,wir sind Deutschland. Naja, leider tritt diesere Gedanke immer weniger im sozialengagierten Sinn auf, sondern immer mehr als Lust die nach Macht geifert. Wenn man selbstnicht mächtig sein kann ,will zumindest zu etwas mächtigem gehören. Deswegen ist auch derRechts- wie Linksradikalismus für Jugendliche so süß. Sie fühlen sich stark.


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 10:20
"wir sind Deutschland."

Ja,ja und der Papst sind "wir" auch. :D

"sondern immer mehr als Lust die nach Macht geifert."

Ja, und deshalbbezeichne ich den Nationalismus als Gift. Weil der Nationalstolz zwangsläufig dorthinführt!


"Patriorismus ist okay, egal wer ihn ausübt
Nationalismus istSCHEI?E, egal er ihn ausübt."

Höh? :D

Tja, eine genaue Definition vondem was Nationalstolz ausmacht werde ich hier wohl nicht bekommen. Macht aber nichts,denn diese Frage konnte mir noch nie jemand beantworten, da sind bis jetzt immer alleverstummt, die ich befragte.


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 10:21
@Lamm

Genau. :)


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 13:35
die verdammten politiker und andere personen (propergander) setzten so welche schrankenin die gehirne das hat auch was mit der erziehung zu tun ich verstehe diesen hass einfachnicht ich habe vor kurzem noch juden gehasst aber dann hab ich mir gedacht was soll dermist du hasst doch selber nazis und andere rassisten dan solltest du auch etwastoleranter sein mittlerweile hab ich überhauptnix mehr gegen sie


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emanuel81
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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 13:41
Dazu fällt mir ein, wieso ist eigdl. ausgerechnet das einstige Naziland zumMultikultiland geworden, Deutschland ist die größte MischmaschNation geworden, stimmtdoch?


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 14:46
@Lamm.....genau,das hast Du wieder mal kurz und treffend auf den Punkt gebracht.

Daß man sich über seine kulturellen und auch regionalen Wurzeln definiert ist m.E.ganz normal und per se nichts schlechtes.Voraussetzung dafür ist allerdings,daß man diekennt.Dazu gehört Geschichtskenntnis (auch die regionale und die Familiengeschichte) impositiven wie im negativen.Dazu gehört auch ein gewisses Verwurzelt sein in einer Region,in ihrer Sprache und den dort gepflegten Traditionen.Und das ganze hat mit Nationalismusnix zu tun.
Nationalismus ist auch nur eine Spielart eines größeren Grundübels.
Das Grundübel ist der durch Fanatismus und Intoleranz gekennzeichneteFundamentalismus, egal ob er in religiös-philosophischer, nationalistischer,rassistischer oder politisch-ideologischer Form daher kommt. Also wenn schon,dann müßtees heißen: Fundamentalismus - Die Wurzel des Bösen


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 15:07
Nationalismus ging weder nur von Europa aus, noch sind es die Regierungen, Volksführeroder Glaubensführer, die die "Kulturen" dazu anstiften.
Es ist etwas völlig Normales,und es liegt in der Natur des Menschen, sich von anderen abgrenzen zu wollen.
Manmuss sich doch nur ein Fußballspiel anschauen- auch hier ist es das euphorischeZusammengehörigkeitsgefühl, das die Menschen magisch anzieht- und das kann nunmal nurdurch Abgrenzung von "den Anderen" entstehen. Dass diese Sucht nur allzu schnellerschreckende Ausmaße annehmen kann, nämlich dann, wenn man sich über "die Anderen"stellt, und sie auch nach dem Spiel nicht als gleichwertig ansieht, hat nicht nur dieGeschichte bewiesen, sondern, so glaube ich, jeder schonmal tendentiell bei sich selbstfestgestellt... Man neigt einfach dazu, "besser" sein zu wollen...


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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 15:15
Stammesverhalten.
Ein überbleibsel unserer primitiven wurzeln.


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asmodee
ehemaliges Mitglied

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Nationalismus - Die Wurzel des Bösen

11.02.2007 um 16:43
" Die wohlfeiste Art de Stolzes ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damitBehafteten den Mangl individuellen Eigenschaften, auf der er stolzsein könnte, indem ersonst nicht zu dem greifen würde, was er mit sovielen Millionen teilt. Wer bedeutendeVorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vorAugen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welthat, darauf stolz zu sein, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er geradeangehört, stolz zu sein: hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alleFehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Fuß und Ferse zu verteidigen."
Schopenhauer
Oder vielleicht eine einfachere Auslegung finde ich immer noch:legitimes Bedürfnis nach geistiger Orientierung.

Emanuel Deutschland ist nichtdas größte Multikulturelle Land.


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