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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

27 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tod, Glauben, Sünde ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

14.09.2014 um 21:19
Seit einigen Tagen beschäftigt mich das Thema.
Nehmen wir mal an, es existiert eine Technologie oder ein Medikament, das das Leben um viele Jahre verlängert und man 200 Jahre alt werden kann oder noch älter. Oder es gibt sogar etwas, womit man unsterblich wird.

Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, mein Leben um viele Jahre zu verlängern oder mich unsterblich zu machen und dennoch ablehne, begehe ich dann nicht indirekt Selbstmord? Denn ich habe ich Möglichkeit, meinen Tod hinauszuschieben bzw. zu verhindern, tue es aber nicht.

Wäre das nicht eine Sünde im katholischen Glauben?


Was denkt ihr?


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

14.09.2014 um 21:25
Zitat von FordFord schrieb:Wäre das nicht eine Sünde im katholischen Glauben?
Im katholischen Glauben? Wohl kaum. Da würde es wohl damit begründet werden, dass es schließlich ein natürlicher Tod ist, und das Leben dabei im Grunde von Gott selbst genommen wird. :D


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

14.09.2014 um 21:30
@Lilitu
Wenn mich ein Bär angreif und tötet, nimmt mir Gott ebenfalls das Leben weg. Wenn ich wegrenne, nehme ich meinen Tod in die Hand und überlebe.
So ist es doch auch mit diesen erwähnten Medikamenten oder Technologien. Gott man mir das Leben mit dem natürlichen Tod nehmen. Ich habe aber die Möglichkeit, den Tod selbst in die Hand zu nehmen.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

14.09.2014 um 21:35
@Ford
nein...
denn du lebst dein natürliches leben...
selbstmord wäre es,
dieses zu beenden...

verlängern kann man,
aber muß man nicht...


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

14.09.2014 um 21:49
Du musst es mal auf die andere Seite betrachten. Ist es nicht Gottes Handwerk gepfuscht, wenn der Mensch den Tod hinauszögert, oder sogar noch den Tod besiegt?
Du lebst nach dem Gotteswillen, weil es ja schon in der Bibel steht, dass jeder Nachkomme von Adam und Eva sterben müssen, wegen ihren Sünde die sie angeblich getan hatten.
So ist es bei Dir kein indirekter Selbstmord.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

15.09.2014 um 15:37
@Dr.AllmyLogo
Von Gott gewollt ist aber auch die Technologie, die wir dann erfinden, um den Tod hinauszuzögern. Wäre er dagegen, hätte er sicher dafür gesorgt, dass sowas nicht erfunden werden kann.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

15.09.2014 um 17:17
kein Selbstmord, eher der natürliche Lauf der Dinge..


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

15.09.2014 um 17:41
Allein der Begriff "Selbstmord" ist von der Kirche erfunden worden, richtig heißt es Suizid.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 08:41
@Ford
Zitat von FordFord schrieb am 14.09.2014:Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, mein Leben um viele Jahre zu verlängern oder mich unsterblich zu machen und dennoch ablehne, begehe ich dann nicht indirekt Selbstmord?
Wenn du die Sache aber umdrehst, dann sieht die Sache schon ganz anders aus, siehe Drogen, oder Alkohol, ziagaretten, undirekt begehst du auch Selbstmord nur auch raten, aber auch meiner Sicht spricht man hier von Selbstbestimung und nicht von Selbstmord und dazu hat der Mensch das recht das zu tun.
Aber Selbstbestimmung ist auch breites Thema daß vieleicht sich zum diskutieren lohnt.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 09:04
Ist es Selbstmord sich gegen eine Krebstherapie zu entscheiden ?


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 09:15
@Steirer
Zitat von SteirerSteirer schrieb:Ist es Selbstmord sich gegen eine Krebstherapie zu entscheiden ?
Wie ich schon schrieb, das ist selbstbestimmung und kein selbstmord.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 09:30
Zitat von Threadkiller2Threadkiller2 schrieb:das ist selbstbestimmung und kein selbstmord
Selbstmord (in Wahrheit ist es kein Mord, sondern eine Tötung) ist ebenfalls eine Form der Selbstbestimmung. Denn ich darf - wenn man mal bestimmte kirchliche Vorschriften außen vor lässt - über mein Leben bestimmen. Das schließt die Art der Lebensführung genau so ein, wie die Entscheidung, mein Leben zu beenden oder nicht weiter zu verlängern.
Problematisch wird es nur, wenn die Entscheidung nicht "meine" Entscheidung ist. Wenn eine Erkrankung z.B. meine Entscheidung beeinflusst. Dann kann man darüber diskutieren, wie "frei" der Mensch ist.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 11:38
Wie wäre es, wenn jemand aufhört zu essen?
Essen ist eine lebensverlängernde Maßnahme, oder?
Gruß, sandra


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 11:47
@kleinundgrün
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb: Das schließt die Art der Lebensführung genau so ein, wie die Entscheidung, mein Leben zu beenden oder nicht weiter zu verlängern.
Problematisch wird es nur, wenn die Entscheidung nicht "meine" Entscheidung ist.
Das sehe ich noch einen Punkt, und das leben zu beenden sollten nicht wie Alkohol, zigaretten an jeder Ecke zu bekommen sein.

@sandra.31
Zitat von sandra.31sandra.31 schrieb:Wie wäre es, wenn jemand aufhört zu essen?
Wenn wir davon ausgehen daß jemand bewusst die Narrung verweigert um sich selbst zu töten, sehe ich schon eine Absicht dahinter und spreche von Selbstmord .


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 13:01
@Ford
Zitat von FordFord schrieb am 14.09.2014:Seit einigen Tagen beschäftigt mich das Thema.
Nehmen wir mal an, es existiert eine Technologie oder ein Medikament, das das Leben um viele Jahre verlängert und man 200 Jahre alt werden kann oder noch älter. Oder es gibt sogar etwas, womit man unsterblich wird.

Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, mein Leben um viele Jahre zu verlängern oder mich unsterblich zu machen und dennoch ablehne, begehe ich dann nicht indirekt Selbstmord? Denn ich habe ich Möglichkeit, meinen Tod hinauszuschieben bzw. zu verhindern, tue es aber nicht.

Wäre das nicht eine Sünde im katholischen Glauben?


Was denkt ihr?
Jede Form von Selbstmord, die mir in den Sinn komt ist ein aktiver Akt. Das ist es in deinem Szenario nicht. Daher halte ich es für keinen Selbstmord. Du machst in deinem Beispiel ja einfach nichts.

Was die katholische Kirche dazu sagt, wen interessiert das?


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 13:28
Zitat von Threadkiller2Threadkiller2 schrieb:Das sehe ich noch einen Punkt, und das leben zu beenden sollten nicht wie Alkohol, zigaretten an jeder Ecke zu bekommen sein.
Es könnte zum Beispiel mit einer pychologischen Betreuung verbunden sein.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 14:12
Rauchen zB ist Selbstmord auf Raten : )

Nene. Ich denke bei Selbstmord geht es afaik immer um eine Absicht. Um eine bewusste Handlung, die das Leben kurz darauf enden lässt. Beim rauchen könnte es der Optimismus oder in die andere Richtung, die Gleichgültigkeit (im Bezug auf ein langes Leben) sein, was selbst den vorhergenannten "Selbstmord auf Raten" philospophisch relativieren könnte. Weil lange muss es ja nicht unbedingt gut sein.

Zum Thema aber: Nur weil ich das Medikament nicht nehme, dass in Wirklichkeit keines ist, sondern vielmehr ein optionales Aufputschmittel, dass den natürlichen Ablauf meines irdischen Daseins beeinflusst, bringe ich mich damit nicht selber um. Man weiß ja nicht, ob dieses "Medikament" oder Gerät etc etc nicht Langzeitschäden mit sich zieht, die einen seine dann verbleibenden 200 Jahre dafür zur Hölle machen. Qualität geht vor Quantität. Das wäre zumindest meine Einstellung dazu.

Wenn ich es aus diesen oder ähnlichen Gründen ablehne, mache ich mir ja im Prinzip konstruktive, schöne, gute, Gedanken über mein Leben. Von Selbstmord sehe ich hier dann aber nichts.

Nur ein Beispiel.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 17:57
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Selbstmord (in Wahrheit ist es kein Mord, sondern eine Tötung)
Ich denke schon, dass das Mord ist. Denn man plant es meistens vorher und macht sich Gedanken darüber, wie man sein Leben beendet. Sowas ist Mord. Selbsttötung wäre es doch eher, wenn man sich spontan dazu entscheidet oder es versehentlich tut.
Zitat von sandra.31sandra.31 schrieb:Essen ist eine lebensverlängernde Maßnahme, oder?
Das wäre eher eine lebenserhaltende Maßnahme. Denn durch das Essen verlängert man nicht sein Leben, sondern hält es regelmäßig aufrecht.
Zitat von polydeukespolydeukes schrieb:Jede Form von Selbstmord, die mir in den Sinn komt ist ein aktiver Akt. Das ist es in deinem Szenario nicht. Daher halte ich es für keinen Selbstmord. Du machst in deinem Beispiel ja einfach nichts.
Streng genommen ist es doch ein aktiver Akt, wenn man davon bescheid weiß und es ablehnt. Weiß man davon nichts, tut man tatsächlich nichts.
Zitat von polydeukespolydeukes schrieb:Was die katholische Kirche dazu sagt, wen interessiert das?
Mich interessiert das, da ich gläubig bin.

@Treibholz
Das ist ganz gut formuliert. Das Ablehnen kann einem das Leben einfacher und angenehmer machen.


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 18:57
@Ford

Wenn Mensch ein lebenverlängerndes bzw. unsterblich machendes Mittel erfinden würde und man interpretierte es so, dass dies von Gott gewollt sei, dann müsste man konsequenterweise auch Massenvernichtungswaffen als "von Gott gewollt" ansehen.

Oder nicht? :ask:


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Lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen = indirekter Selbstmord?

24.09.2014 um 19:53
Was ist mit rauchen, trinken und sonstigen Lebensverkürzenden maßnahmen. Nach dieser Theorie auch indirekter Selbstmord.


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