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Islam - Fragen und Antworten

1.168 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Islam - Fragen Und Antworten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Islam - Fragen und Antworten

18.11.2019 um 18:31
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:lllusion schrieb:
Aber nur diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.
Der Versuch wird hier im Forum jeden Tag ein paar mal gestartet. :d
"Jeder, der einigermassen denken kann weiss..."
"Die Wahrheit erschliesst sich natürlich nur den Schlauen (Guten ect.)..."
usw.

Ja ne, is klar. :D :Y:
Das ist durchaus Interessant und zeigt zu dem, das man auch in der deutschen Sprache anders interpretieren kann.

Ich würde denken, du hast den Vers voreingenommen gelesen, da viele eben auch sl denken: "Nur der Koran ist natüürlich der wahre Weg" "Die Gläubigen sind natürlich die Schlauen" "Jaja den kann man sich auslegen wie man will", und sonst so Sätzen.
Zumal Bedenken ja eher "etwas überdenken" nahkommt.

Natürlich war das jetzt nur eine These, da ich interessant finde, dass du da so etwas rausgelesen hast :D


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Islam - Fragen und Antworten

18.11.2019 um 20:00
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Raystantz schrieb:
Darf man Allah dann auch "Zeus" oder "Thor" nennen?

lllusion schrieb: Nein, da Zeus und Thor einen bestimmten "Gott beschreiben". Kann man sich aber auch denken.
Die Antwort wirkt ja ziemlich selbstsicher.

Du scheinst dich ja dann vielleicht mit „Gott“ und „Sprache“ und so... sehr gut auszukennen zu wissen.

Kann man sich auch denken, dass diese Worthülsen „Zeus“ und „Thor“ in ihren Bedeutungsgehälten geschützt sind?
Ist die Worthülse „Gott“, die einen germanischen Ursprung tragen soll, in ihrem Bedeutungsgehalt ungeschützt?
Sind dadurch ethnozentrische Sinneszusammenhänge mit dieser Wortkonstruktion ausgeschlossen?
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Raystantz schrieb:
Wie definierst du "Gott"?

lllusion schrieb: Als einen allmächtigen und allwissenden Schöpfer.
Das mag sehr einleuchtend klingen.

Ist dieser Gott mit seinen Attributen an den Verstand gebunden?
Hat dieser Gott eigentlich die Sprache und ihre dazugehörigen Definitionen erschaffen?
Sind ihre Definitionen statisch oder dynamisch?
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Du kannst nicht davon ausgehen, dass der eine besser weiß als der andere. Dadurch dass du die Bezeichnung "liberaler Muslim" verwendest, wird deutlich, dass du davon ausgehst dass die meisten Muslime - die liberalen, wie du sie nennst - alles schön reden und die "Wahrheit" verschleiern und nicht wahr haben wollen.
Kannst du wirklich meine Methodik anhand meiner Aussagen bzgl. der Gebrauchsdefinition „liberaler Muslim“ erläutern und belegen?

Da ich mir unsicher bin, ob du meine Herangehensweise aus meinen Beiträgen herauslesen kannst, möchte ich für dich zunächst erstmal Folgendes anmerken:

Unabhängig der Tatsache, dass der Forschungsstand bisher auf dem relativ noch sehr jungen Forschungszweig der Islamkunde keine historisch-archäologisch-verifizierten Wissensbestande hervorgebracht hat, sondern z.T. noch die Lüling-Theorien innerhalb der Fachgelehrsamkeit diskutiert werden, bin ich kein Fachwissenschaftler für den Bereich Altorientalistik oder Altarabistik.

Darüber hinaus bin ich kein Gläubiger, Theologe oder Spiritueller, der durch seine subjektiven Wissensanlagen über dieses selbsterklärende Phänomen “Gott„, irgendwelche Lehren oder Weisheiten objektivieren kann, noch sonst irgendwelche anderen essenziellen Wahrheiten oder existenzialistischen Thesen über die Gedankengüter einer theoretischen Geschichtsfigur namens "Muhammad", "Jesus" oder "Moses", die zumindest bis ins 21 Jahrhundert reichen sollen, verordnen kann oder will.

Ich beschäftige mich hauptsächlich mit der Rekonstruktion von u.a. kollektiven Sinneszusammenhängen oder Weltanschauungssystemen von Individuen. Mittels der Sprache als Werkzeug nutze ich „theoretisierte Begriffe“, worunter auch der Religionsbegriff aufzuzählen ist. Dabei versuche ich bzw. „wir“ hier im Forum uns dem Alltagsverständnis insoweit zu bedienen, dass wir pragmatisch somit auch politologische und institutionalisierte Hilfsdefinitionen verwenden, um unsere Gedanken induktiv aber auch methodisch weiterhin u.a. durch Begriffsanalysen auszutauschen.

Da hier der Fokus auf islamische Traditionen und Kulturen gesetzt ist, möchte ich auch weitgehend auf fachinterne Terminologien fremd-theologischer Traditionen verzichten. Ich nutze meist Eigenbezeichnungen von Bewegungen (siehe tavhid.de), wohingegen diese Kunstgriffe nicht nur nach ethnologischen Ausblicken definitorisch sehr weit gefasst sind.

Erfahrungsgemäß fühlen sich kontextuell nicht nur Traditionalisten mit der Anwendung von christlich-theologischen Terminologien bei der Rekonstruktion ihrer perspektivischen "Darstellung" des Dīn Allah subhanahu wa ta'alan missverstanden und zT unwohl, sondern vorallem „Spirituelle“.

Zum Nachlesen

„Liberalität“ im Kontext einer religiösen Erscheinungsform als Charakteristikum des Verhältnisses gegenüber fremder Glaubensdoktrinen:

Klassische Grundmodelle der Religionstheologie nach Nostra aetate als Hilfstrument zur Idealtypenklassifikation
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Kybela schrieb:
Und Allah ist kein Eigenname, sondern steht nur für Gott?

lllusion schrieb: Du solltest wissen, dass arabische Christen Gott durchaus auch Allah nennen.
Gott oder God ist alleinstehend eben die Bezeichnung für einen monotheistischen Gott, der als einziger Gott existiert.
Muss man sich wirklich reflektiert mit Sprachtheorien auseinandergesetzt haben, um nicht annehmen zu können, dass deine Worthülsen da nicht doch ziemlich kultur- und sozialisationspezifsche Bedeutungsgehälte beziehen?

Was versucht diese islamische Traditionsbewahrung nur damit zu bezwecken, diesen "Allah" nicht „Gott“ oder „Deus“ nennen zu wollen? Muss die Begründung unbedingt auf einen universellen "Shaitan" oder den Eigenschaften von „Gott“ in seiner allmächtigen Omnipräsenz auf dem Turm zu Babel zurückzuführen sein oder ist dazu die Auskunft eines persönlichen "heiligen Geistes" oder "Imans" einmal bevorzugterweise nicht nötig?


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18.11.2019 um 20:22
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Unter liberalen Muslimen verstehe ich meist eher spirituelle Bewegungen, die meinen Erfahrungen nach eine "politisch-liberale" Position durch irgendwelche zusammengeworfenen philosophischen Phrasen auf Basis ihres spirituellen Glaubens zusammenreden.
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Wie bereits erwähnt, richte ich mich lieber nach einer Systematik oder Traditionsbewegung.
System und Tradition findet man aber auch außerhalb des "Salafismus".
Im Sufismus und bei den Ahmadiyyas zum Beispiel lebt man den Islam auch sehr traditionell, beides Gruppierungen, die als liberal bezeichnet werden. Der Unterschied dieser Gruppierungen im Vergleich zum Salafismus ist nur der, dass man nicht Buchstabengetreu an die Religion heran geht, sondern philosophisch.

Hältst du die Salafis für die einzigen, die das System und die Traditionen des Islam richtig leben?
Irgendwie entnehme ich deinen Beiträgen so etwas.
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Wie stehst du zu dieser Überlieferung? Wie definierst du die Sunna eigentlich?
Zu der Überlieferung, dass man Bismillah sagen soll, bevor man die Toilette betritt?
Ich betrachte sie neutral. Kann man machen, muss man aber nicht.

Die Sunna ist für mich in aller erster Linie der Koran. Der Prophet Muhammed hat schließlich nach diesem gelebt.
Ich lehne die Ahadith, also die islamischen Überlieferungen nicht grundsätzlich ab, aber ich nehme sie auch nicht alle an. Was dem Koran ganz klar widerspricht, nehme ich nicht an, darunter sind auch authentisch eingestufte Ahadith, die ich aufgrund der Widersprüche ablehne.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mich mit den Ahadith bewusst nicht mehr viel befasse, weil diese für mich einen Glauben repräsentieren, der Zwangsstörungen fördert und einem jegliche Möglichkeit zum eigenständigen denken und handeln nimmt und das entspricht meiner Meinung nach nicht dem Islam. Allah sagt im Koran:
4: 28 Gott will euch alles leicht machen, denn der Mensch ist schwach erschaffen.
In den Überlieferungen wird einem aber empfohlen alles nach einem Ritual zu machen.

Duschen nach bestimmen Abläufen, hat man sich vertan, ungültig, also wiederholen ...
Essen nur mit rechts ...
24/7 Zuflucht vor dem Teufel suchen ...
Das Badezimmer mit dem rechten Fuß zuerst betreten ...
Wenn dich ein Hund angesabbert hat, 7 mal diese Stelle waschen, Ganzkörperwaschung vollziehen etc etc.

Diese ganzen zwanghaften Rituale haben im Koran keinerlei Grundlage.
Zitat von KybelaKybela schrieb:Und Allah ist kein Eigenname, sondern steht nur für Gott?
Allah steht für den einen und einzigen Gott und ist kein Eigenname. Allah ist aus Al Ilah (Der Gott) zusammen gesetzt.


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18.11.2019 um 20:38
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:Allah steht für den einen und einzigen Gott und ist kein Eigenname.
und damit ist er zu einem Eigenname geworden.
Allah meint nicht Zeus oder Shiva.


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18.11.2019 um 21:08
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:System und Tradition findet man aber auch außerhalb des "Salafismus".
Ich weiß nicht, warum du diese Information teilst.

Falls du glaubst, dass ich mich nur gesondert mit dem „Salafismus“ bzgl. islamischer Traditionen beschäftige, liegst du grundlegend falsch. Erfahrungsgemäß sind ihre Anhänger dieser Bewegungen aus haushaltsüblichen Kreisen meinen Ansprüchen zufolge zumindest über ihre Grundlagen und Lehren informiert, wodurch der Austausch bzgl. Literatur, Methodologie oder Systematik für mich mit ihnen bisher überwiegend sehr angenehm und informativ verlaufen ist; und zwar tendenziös nicht nur weil ihre Traditionsbewahrung einen gesonderten Blick und Beschäftigung mit anderen islamischen Theologieschulen und Denkströmungen verlangt.
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:Im Sufismus und bei den Ahmadiyyas zum Beispiel lebt man den Islam auch sehr traditionell, beides Gruppierungen, die als liberal bezeichnet werden. Der Unterschied dieser Gruppierungen im Vergleich zum Salafismus ist nur der, dass man nicht Buchstabengetreu an die Religion heran geht, sondern philosophisch.

Hältst du die Salafis für die einzigen, die das System und die Traditionen des Islam richtig leben?
Irgendwie entnehme ich deinen Beiträgen so etwas.
Vielleicht liest du die Beiträge nochmal aufmerksam durch.

Zu meinem Hauptinteressensgebiet hinsichtlich islamischer Traditionen zähle ich die „islamische Philosophie“ nach den aristotelischen Mutakallimun, u.a. vielen weiteren wie Ibn Arabi, woran man sein ganzes Leben forschen kann.

Finde aber mal außer der Literatur z.B. einen Taqlid-Muslim oder gar Mudschtahid, der sich mit den Methodologien des Tawils oder Kalams auskennt. Diese können mE sogar in große Schwierigkeiten geraten, wenn so ein sogn. „Buchstabenanbeter“ vor ihm steht.

Glaubst du wirklich, dass ein Taqlid-Muslims oder „Kulturmuslim“ überhaupt über das nötige Sprachwerkzeug verfügt, um seine systematische Theologie, geschweige denn „Philosophie“ und "Ontologie" abseits von "Iman"-Geschwurbelei" begründen kann? Erfahrungsgemäß endet das selbst in der Uni in einem Appel voller politischer Ansprüche, die sich nicht zuletzt nach einer Blütezeit eines Massen-„Imans“ sehnt.

Erstmal dazu.


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18.11.2019 um 22:50
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Erfahrungsgemäß sind ihre Anhänger dieser Bewegungen aus haushaltsüblichen Kreisen meinen Ansprüchen zufolge zumindest über ihre Grundlagen und Lehren informiert, wodurch der Austausch bzgl. Literatur, Methodologie oder Systematik für mich mit ihnen bisher überwiegend sehr angenehm und informativ verlaufen ist;
Ok.
Diese Erfahrungen kann ich z.B nicht teilen.
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Glaubst du wirklich, dass ein Taqlid-Muslims oder „Kulturmuslim“ überhaupt über das nötige Sprachwerkzeug verfügt, um seine systematische Theologie, geschweige denn „Philosophie“ und "Ontologie" abseits von "Iman"-Geschwurbelei" begründen kann?
Sind Kulturmuslime oder Taqlid-Muslime, wie du sie nennst, deiner Meinung nach auch die liberalen Muslime? Mal aus Neugier gefragt.

Jemand der sich nicht groß mit seiner Religion befasst, wird nicht in der Lage sein tiefergehende Diskussionen darüber zu führen, das ist schon richtig, allerdings gibt es bei den Salafis auch ganz viel Unwissen und Falschinformationen.

Hast du dich schon mal mit dem Wahhabismus befasst?
Im Prinzip ist der Wahhabismus das, was heute als Salafismus bezeichnet wird. Die Grundlagen und Lehren des Wahhabismus stellen schon fast eine eigene Religion dar, sehr stark abweichend vom eigentlichen Islam und seiner Geschichte. Die Literatur aus diesen Kreisen ist ebenso stark abweichend.


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18.11.2019 um 23:01
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Die Antwort wirkt ja ziemlich selbstsicher.
Niemand, außer ein Anhänger der Götter des Olymps, würde seinen Gott Zeus nennen. Oder ist dir gegenteiliges bekannt?
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Kann man sich auch denken, dass diese Worthülsen „Zeus“ und „Thor“ in ihren Bedeutungsgehälten geschützt sind?
Geschützt nicht, jedoch beziehen sie sich auf einen von vielen polytheistischen Göttern. Das Wort Gott würde für eine abrahamitische Religion nicht verboten sein, da Sie bekannterweise den Selben Gott meinen.

Oder wieso nennen arabische Christen ihren Gott Allah?
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Unabhängig der Tatsache, dass der Forschungsstand bisher auf dem relativ noch sehr jungen Forschungszweig der Islamkunde keine historisch-archäologisch-verifizierten Wissensbestande hervorgebracht hat, sondern z.T. noch die Lüling-Theorien innerhalb der Fachgelehrsamkeit diskutiert werden, bin ich kein Fachwissenschaftler für den Bereich Altorientalistik oder Altarabistik.
Ich bezog und beziehe mich keinesfalls auf Religionswissenschaften. Braucht man auch nicht.

Wie definierst du denn deine Bezeichnung "liberaler Muslim"? Mir schien es, als sei dieser Begriff von dir mit einer bestimmten Einschätzung verknüpft.
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Was versucht diese islamische Traditionsbewahrung nur damit zu bezwecken, diesen "Allah" nicht „Gott“ oder „Deus“ nennen zu wollen? Muss die Begründung unbedingt auf einen universellen "Shaitan" oder den Eigenschaften von „Gott“ in seiner allmächtigen Omnipräsenz auf dem Turm zu Babel zurückzuführen sein oder ist dazu die Auskunft eines persönlichen "heiligen Geistes" oder "Imans" einmal bevorzugterweise nicht nötig?
Ich habe dir erklärt, dass keine Problematik mit anderen Worthülsen entsteht, sofern sie sich nicht auf polytheistische Götter beziehen. Was bei den Urgermanen die Bedeutung war, ist doch gar nicht relevant? Manche Wörter ändern ihre Bedeutung mit der Zeit. Oder kennst du so einen Urgermanen, der Gott auf etwas anderes bezieht?
Daher scheint es mir doch, dass du auf deiner Meinung beharrst, dass das Wort Gott bei Muslimen nicht benutzt wird, um deine Gedanken weiter auszuführen, siehe dein Zitat. Ich kenne niemanden der das Wort Gott vermeidet. Ich kenne lediglich Leute die Gott lieber Allah nennen, so wie es Juden gibt die Jahwe sagen. Habe jedoch nie gesehen, dass irgend jemand das Wort Gott strikt ablehnt. Oder möchtest du mir aufzeigen, wo es verboten ist Allah oder Jahwe Gott zu nennen?
Zitat von RayStantzRayStantz schrieb:Wie bereits erwähnt, richte ich mich lieber nach einer Systematik oder Traditionsbewegung.
Er ist es, Der das Buch (als Offenbarung) auf dich herabgesandt hat. Dazu gehören eindeutige Verse - sie sind der Kern des Buches - und andere, mehrdeutige. Was aber diejenigen angeht, in deren Herzen (Neigung zum) Abschweifen ist, so folgen sie dem, was davon mehrdeutig ist, im Trachten nach Irreführung und im Trachten nach ihrer Mißdeutung. Aber niemand weiß ihre Deutung außer Allah. Und diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind, sagen: "Wir glauben daran; alles ist von unserem Herrn." Aber nur diejenigen bedenken, die Verstand besitzen. [3:7]

Habe ich heute bereits irgendwo gepostet. Ein sehr schöner Vers, den ich heute im Koran las.
Demnach kannst du dich nicht auf Salafisten beschränken, wenn Gott im Koran ausdrücklich sagt, dass eindeutige Verse der Kern der Botschaft sind, jedoch mehrdeutige auch genutzt werden können im Trachten nach etwas anderem. Wie beziehst du dich lieber auf Salafisten, die den Koran wörtlich nehmen?
Zitat von KybelaKybela schrieb:und damit ist er zu einem Eigenname geworden.
Allah meint nicht Zeus oder Shiva.
Und wer hat behauptet das Allah sich auf einen polytheistischen Gott bezieht?


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18.11.2019 um 23:11
@lllusion

Darf ich dich fragen, ob du Muslim bist?

Es ist eigentlich egal, aber dein Verständnis vom Koran wirkt so, als wärst du da schon etwas tiefer drin.


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18.11.2019 um 23:17
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:Darf ich dich fragen, ob du Muslim bist?

Es ist eigentlich egal, aber dein Verständnis vom Koran wirkt so, als wärst du da schon etwas tiefer drin.
Ich muss mich der Antwort enthalten, da ich öfters gemerkt habe, dass viele Menschen getätigte Aussagen eines Gläubigen - egal welcher Religion - (absichtlich?) einem bestimmten Interesse zuordnen und somit als "nicht gültig" oder "nicht glaubhaft", etc werten.
Jedoch erschließt sich mir auch, dass der Koran nicht nur muslimisch, sondern auch Objektiv betrachtet, keinster Weise so ist, wie oftmals propagiert.


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18.11.2019 um 23:22
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Ich muss mich der Antwort enthalten, da ich öfters gemerkt habe, dass viele Menschen getätigte Aussagen eines Gläubigen - egal welcher Religion - (absichtlich?) einem bestimmten Interesse zuordnen und somit als "nicht gültig" oder "nicht glaubhaft", etc werten.
Jedoch erschließt sich mir auch, dass der Koran nicht nur muslimisch, sondern auch Objektiv betrachtet, keinster Weise so ist, wie oftmals propagiert.
Okay, das verstehe ich.

Dann sorry für meine Frage. :)


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19.11.2019 um 00:32
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:Ok.
Diese Erfahrungen kann ich z.B nicht teilen.
Das ist ja kein Wunder.

Ist dir eigentlich aufgefallen, dass der Jareth92 mit fast jeder Aussage Takfir auf dich gemacht hat? :D
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:Sind Kulturmuslime oder Taqlid-Muslime, wie du sie nennst, deiner Meinung nach auch die liberalen Muslime? Mal aus Neugier gefragt.
Dieser Begriff „liberaler Muslim“ ist sehr weit definiert.

Tatsächlich meine ich auch einmal vor längerer Zeit ein paar Beiträge in einem Austausch mit Kybela über diese Begriffsbestimmungen „liberal“, reformatorisch“, „Islamismus“, „Konservativismus“, „div. Salafismus-Erscheingungen“ usw.… verfasst zu haben.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du diese auf meinem Profil wiederfinden wirst.

Diese Hilfskonstrukte und Kategorisierungen sind angesichts dieser sehr heterogenen und dynamischen Bewegungen und Erscheinungsformen komplex und wandelbar.

Zunächst verwende ich diese instrumentalisierten, z.T. „politisierten“ Begriffe sehr ungerne; nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sie innerislamisch einen pejorativen Charakter mit sich bringen können, sondern eben auch sehr weit gefasst sind. Daher ist schon ein implizites Verständnis nötig, um sie im Kontext richtig zu deuten.

Wie du aus den vorherigen Beiträgen eventuell entnehmen kannst, will ich wertfrei vorgehen.
Diese Gebrauchsdefinitionen sind m.E. i.d.R kontext-bezogen und werden häufig in der Fachexpertise als politologische Hilfskonstruktionen für u.a. Statistiken verwendet.

Der Begriff „Kulturmuslim“ wird häufig für Muslime verwendet, die lediglich familiäre Bezüge zur Tradition beziehen. Sie können nicht-praktizierend sein, jedoch auch spirituell oder areligiös sein. Ihre Nähe zur Tradition besteht hauptsächlich aus Sozialisationsanlagen mit einer gewissen Distanz bis hin zur Gleichgültigkeit.

Ein Taqlid-Muslim kann je nach geografischer, politischer oder institutioneller Bedingungen theokratische als auch laizistische, sowie fundamentalistische oder reformerische Ansprüche hegen und Grundlagen beziehen. So kann er aber die Lehren seines Mudschahids einfach nur unbewusst nachahmen und sich überhaupt nicht von sogn. „Kulturmuslimen“ unterscheiden.

Sicherlich können bestimmte Fachwissenschaftler enger gefasste Wortkonstruktionen schaffen und verwenden, allerdings sind diese m.W.n durchaus konventionell geteilt.
Zitat von DuhaaDuhaa schrieb:Hast du dich schon mal mit dem Wahhabismus befasst?
Im Prinzip ist der Wahhabismus das, was heute als Salafismus bezeichnet wird. Die Grundlagen und Lehren des Wahhabismus stellen schon fast eine eigene Religion dar, sehr stark abweichend vom eigentlichen Islam und seiner Geschichte. Die Literatur aus diesen Kreisen ist ebenso stark abweichend.
Wie gesagt, habe ich schon mal einen ausführlichen Beitrag zu Salafismus-Konstrukionen verfasst; mit diversen Bewegungen und Labels innerhalb dieser sogn. Neo-Salafiyaa und ihrer relativ jungen Historie. Insofern habe ich die unterschiedlichen Merkmale der vielseitigen Salafiyaa-Strömungen auch u.a. die der diversen Wahabiyaa – Bewegungen angerissen diskutiert, sowie unterschiedliche Definitionen und Perspektiven von bestimmten islamischen Terminologien einzelner Fuqaha sowie Aqida-„Shuyukh“.
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Niemand, außer ein Anhänger der Götter des Olymps, würde seinen Gott Zeus nennen. Oder ist dir gegenteiliges bekannt?
Schade, dass du nicht konkret auf meine einzelnen Fragestellungen geantwortet hast.

Spielt das überhaupt eine Rolle, was irgendjemand sagt, wenn du meine ursprüngliche Frage, die an Jareth92s Vorgehensweise und Weltbild gerichtet gewesen ist, nach deinem objektiv-spirituellen Scharfblick beantwortest?

Ich frage dich nach deiner Herangehensweise, ob „Allah“, „Gott“, Zeus“ etc. statische oder dynamische sozialisationsspezifsche Gedankeninhalte für dich darstellen sollen oder aber nur schlichtweg Worthülsen bzw. phonetische Schallwellen für dich seien.

Ich weiss nun mal nicht, ob du für dich glauben willst, dass die Wörter im phonetischen Ausdruck und Bedeutungsgehalt vom Himmel gefallen sind; sonst könnte man ja meinen, dass es gar keine Rolle spiele, wie dieser Gedankeninhalt, den wir in unserem Kulturkreis mit dem phonetischen Ausdruck „Gott“ bezeichnen, in gewissen anderen z.B. Urvölkern auch mit einem völlig neuen Ausruf als Neuwortschöpfung belegen dürften, wobei so eine Handlung noch immer von einem sogn. allmächtigen Schöpfer vorherbestimmt und erschaffen worden sein könnten.

So vermag man aus pragmatischen Gründen „Allah“ nicht „Zeus“ oder unter den Beduinen in der Wüste „Gott“ rufen, aber ganz so sicher bin ich mir nicht, ob du nach deiner Argumentation zufolge vllt nicht doch darauf beharren möchtest, dass der äußere Wortlaut hinsichtlich einer Worthülse mit bestimmtem Bedeutungsgehalt in Stein gemeißelt von Himmel gefallen oder von Engeln herabgetragen worden sind.

In gewissen islamischen Traditionen allerdings - vor allem im Sunnitentum - gilt die „Sprache Allahs“ als geschützt und die Rezitation „Ikra“ nicht nur als Wunderheilung und Beweis für „Allah“, sondern sei so einzigartig wie „Allah“ selbst. Hier beziehen die phonetischen Ausdrucksweisen also eine bestimmte Rolle.


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19.11.2019 um 04:27
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Und wer hat behauptet das Allah sich auf einen polytheistischen Gott bezieht?
Allah bezieht sich auf das Fliegende Spaghettimonster?


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19.11.2019 um 08:05
Zitat von KybelaKybela schrieb:Allah bezieht sich auf das Fliegende Spaghettimonster?
Auf einen Monotheistischen Gott.

;)


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19.11.2019 um 08:09
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Sehr lustig bist du mit deinem getrolle
ich hätte auch Manitu schreiben können.
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Auf einen Monotheistischen Gott.
Und Manitu ist das nicht?
auch als „höchstes Wesen“ angesehen wurde. Bei den nördlichen Algonkin gab es etwa den Ausdruck „Herr des Lebens“. Der deutsche Ethnologe Werner Müller geht davon aus, dass Manitu vormals sowohl höchstes Wesen als auch Summe alles Übernatürlichen gewesen sei.
Wikipedia: Manitu
Allāh (der Gott) ist der einzige (Quasi-)Eigenname Gottes im Islam.
Wikipedia: Allah


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19.11.2019 um 08:11
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Im Sinne von sich selbst eine Meinung machen beziehungsweise Bedeutungen erschließen.
Hier wird der Gläubige tatsächlich dazu aufgerufen seinen eigenen Verstand zu benutzen, was äußerst erstaunlich ist, zu mal es in jeder Religion viele blinde Schafe gibt, die einfach Gelehrten, Predigern, Geistigen, etc folgen. Sprich: Die das Denken anderen überlassen.
Das ist meiner Meinung nach ganz und gar nicht albern, viel mehr ist das sehr vernünftig, denn radikale Strömungen/Zusammenschlüsse entstehen eben aus einem der seine Religion gerne nach seinen Zielen auslegt:
Da hast du dir da grad ins Knie geschossen.
Eine unmissverständliche Anleitung wäre das einzig Sinnvolle. Mehrdeutige bereiten ja geradezu den Weg zu unterschiedlichen Aussagen, zu Gruppen, Aufspaltungen ect.
Da hat Allah so ziemlich das Dümmste verbrochen was möglich war.
Zitat von lllusionlllusion schrieb:So erschließt sich der Sinn dieses Verses für mich und dieser ist ein schöner wie ich finde.
Das bleibt dir ja unbenommen.
Ich will hier niemanden bekehren oder eine Religion besser aussehen lassen als die andere.
Vielleicht ist nur bei Aussenstehenden der Blick nicht so getrübt.
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Das ist durchaus Interessant und zeigt zu dem, das man auch in der deutschen Sprache anders interpretieren kann.
Alles, was nicht klar ausgedrückt ist kann interpretiert werden, in jeder Sprache. Du unterstützt gerade mein Argument weiter oben.
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Ich würde denken, du hast den Vers voreingenommen gelesen,...
Auch das bleibt dir unbenommen.
Da ich aber kein Mitglied irgendeiner Religion bin und daher weder meine besser noch andere schlechter aussehen lassen muss/möchte, glaube ich da eher weniger voreingenommen zu sein.
Es geht sich ja hier ach nicht um Glaubensinhalte sondern um Sätze wie "Nur wer Verstand hat...." und Ähnliche.
Das ist ein "rhetorischer" Kniff. Man versucht das Gegenüber bei der Ehre zu packen. Wer glaubt denn nicht und möchte unter Beweis stellen, dass er Verstand hat, intelligent ist, aufgeschlossen ect.?
Die Verfasser solcher Säte behaupen schliesslich nicht Anderes als "Wenn du nicht auf meine Deutung/Aussage ect. einschwenkst bist du doof, hast keinen Verstand, bist rückschrittlich ect."
Das kommt in der Regel nur von Personen, die um die Invalidität ihrer Aussagen wissen.
So war das zu verstehen.


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19.11.2019 um 08:13
Zitat von KybelaKybela schrieb:Und Manitu ist das nicht?
Das fliegende Spaghettimonster sicher nicht, verstehe auch die Intention hinter deinen Posts mir gegenüber nicht.

Vielleicht würde es ein Indianischer Muslim. Bin mit Manitu nicht vertraut.


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19.11.2019 um 08:15
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Das fliegende Spaghettimonster sicher nicht,
ist ein monotheistischer Gott.
Meint man mit Allah auch diesen Gott?


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19.11.2019 um 08:17
@lllusion
Wenn ich @Kybela richtig verstehe
Es gibt es diverse Religionen, die mit nur einem Gott auskommen.
Ist es dann immer derselbe Gott/Allah ect. oder meint der Ausdruck Allah einen ganz bestimmten?


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19.11.2019 um 13:38
Zitat von KybelaKybela schrieb:ist ein monotheistischer Gott.
Wenn du das fiktive Spaghettimonster als Gott anbetest, ist das deine Sache. Jedoch ist mir aus keiner Religion bekannt, dass ein Gott so betitelt wird ;)
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Ist es dann immer derselbe Gott/Allah ect. oder meint der Ausdruck Allah einen ganz bestimmten?
Im allgemeinen ist der Gott aus den 3 Büchern derselbe, so auch die Botschaften.
Siehe auch mein Beispiel, dass arabische Christen ihren Gott Allah nennen.
Islamisch gesehen, ist der Ausdruck Allah ganz klar definiert und er gilt als Sender der drei Weltreligionen. Jemand anderes in Arabien, der an einen monotheistischen Gott glaubt, würde dennoch seinen Gott als Allah betiteln, da eben nur dieses Wort für die Bezeichnung "Gott" existiert.
Deine Frage war schon deutlicher formuliert :)

Verstehe auch nicht, wieso solche Begrifflichkeiten jetzt thematisiert werden.


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19.11.2019 um 13:41
Zitat von lllusionlllusion schrieb:Im allgemeinen ist der Gott aus den 3 Büchern derselbe, so auch die Botschaften.
Nun widersprechen sich die Ansichten der Religionen in Teilen, was ist denn nun richtig und warum?


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