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--> VOR dem Erwachen - VOR der Erleuchtung

59 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Erleuchtung, Erwachen, Advaita ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Diese Diskussion wurde von Mr.Stielz geschlossen.
Begründung: Auf Wunsch des Erstellers
samot Diskussionsleiter
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--> VOR dem Erwachen - VOR der Erleuchtung

16.03.2021 um 22:51
Hallo in die Runde -
Ich würde gerne einen Austausch darüber halten, wie ihr, wie du mit dem übermittelten Wissen von Erwachten/Erleuchteten, also jenen authentischen Menschen, die das SEIN realisiert haben und keinerlei Ich-Bezogenheit mehr aufweisen, umgehst, es in dein Alttag integrierst und welche Auswirkungen es auf (d)ein Leben hat.
Dabei bieten sich Themen wie z.B.:
- Loslassen von Erinnerungen (auch oder gerade Familienfotos, -Videos)
- Das Erkennen, dass Gedanken nicht deine eigenen sind
- Über das sich unnötig Sorgen machen, irreale Ängste, da beides konstrukte des Verstandes sind
- Bin ich der Verstand?
- Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich, hast du, wenn überhaupt

Über dies und gerne Weiteres würde ich mich ernsthaft mit dir/euch austauschen wollen.

Kurzer Background von mir:
Beschäftige mich seit über 30 Jahren mit Spiritualität des Lebens und seit 5 Jahren widme ich fast ausschließlich dem Advaita.

Also dann, auf einen fruchtbaren Austausch.... ;-)

samot - SEI einfach....am besten JETZT!


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16.03.2021 um 23:15
Hallo,
Zitat von samotsamot schrieb:- Loslassen von Erinnerungen (auch oder gerade Familienfotos, -Videos)
Das halte ich für nicht sinnvoll, da eine funktionierende Familie so mit das wertvollste ist, was wir haben können. Warum sollte ein loslassen von Erinnerungen förderlich sein. Selbst wenn sie schmerzhaft sind geht es doch um Verarbeitung, nicht um Verdrängung.
Zitat von samotsamot schrieb:- Das Erkennen, dass Gedanken nicht deine eigenen sind
Das klingt irgendwie ungesund. Wessen Gedanken sollen es sonst sein, die mir durch den Kopf gehen? Das klingt ein wenig nach Ich-Störung.
Zitat von samotsamot schrieb:- Über das sich unnötig Sorgen machen, irreale Ängste, da beides konstrukte des Verstandes sind
Sich Sorgen machen gehört zum Menschsein dazu. Natürlich in gesundem und realistischen Maße. Irreale Ängste sind nie gut und können, zum beispiel therapeutisch gelöst werden. Zum Beispiel durch Konfrontation.
Zitat von samotsamot schrieb:- Bin ich der Verstand?
Nein. Wir haben einen Verstand und sollten ihn benutzen. Es geht nicht um die Überwindung des Verstandes, sondern darum, ihn zielgerichtet einzusetzen.
Zitat von samotsamot schrieb:- Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich, hast du, wenn überhaupt
Diese, die ich mir zutraue und die ich bereit bin durchzuführen.

Ich halte das Konzept der Erleuchtung für nicht förderlich, da hier immer sehr stark mitschwingt, dass man in irgendeiner Form besser/reifer/intelligenter/weiser ist als andere Menschen. Außerdem sollten wir unseren Bezug zu unserem Ich nicht gänzlich auflösen. Das kann gefährlich werden. Ich selbst bevorzuge Demut und Nächstenliebe. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn ;)


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samot Diskussionsleiter
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16.03.2021 um 23:27
Danke für deine Antworten. Es scheint jedoch kein Thema für dich zu sein, was ich selbstverständlich respektiere! Und ich will hier sicherlich KEINE Überzeugungsarbeit leisten.
-
Lass dir gutgehen und wir lesen uns sicherlich hier und da wieder mal..... ;-)


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16.03.2021 um 23:43
WICHTIGER NACHTRAG:

Dieser Thread/Thema richtet sich primär an Jene, die an der Befreiung vom "Kleinen Ich", also der Identifizierung mit der Ich-Gedanken interessiert sind und somit auch einhergehend der Befreiung vom mentalen Leiden, wie Buddha es nannte.

Das heißt, du bist sozusagen eine Sucherin, ein Sucher nach der absoluten Wahrheit, was bei dir (fast) an erster Stelle steht... ;-)

Es bedeute nicht, ein besseres Leben führen zu wollen oder glücklicher zu werden/sein, denn dies bezieht sich ja gerade auf das "Kleine Ich"....

Gemäß dem - Wer suchet, der findet - wird sich eh alles ergeben..... ;-)


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17.03.2021 um 02:25
@samot
Wenn du dich da gezielt nur an Buddhisten wenden willst, wäre es da nicht klüger das direkt im Buddhismus Thread zu posten, statt einen neuen zu eröffnen? Den findest du hier: https://www.allmystery.de/ng/first_unread_post?thread=29463
Wobei Advaita eigentlich hinduistisch ist oder?
Mir ist da tatsächlich jemand bekannt auf den deine Beschreibung passen würde:
Zitat von samotsamot schrieb:Erwachten/Erleuchteten, also jenen authentischen Menschen, die das SEIN realisiert haben und keinerlei Ich-Bezogenheit mehr aufweisen
allerdings bin ich einfach auf einem anderen Pfad der Spiritualität unterwegs, also hatte das deutlich weniger Wirkung auf mich, als es wahrscheinlich für dich gehabt hätte. Von daher vermute ich ist meine Erfahrung da für dich von keiner großen Relevanz, falls doch erzähle ich dir gern von der Begegnung.


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17.03.2021 um 04:31
Ich glaube was Buddha gemeint hat war, sein eigenes Ich mit allen anderen Gleichzustellen. Respektiere dich selbst und du akzeptierst andere.

Danach lebe ich schon lang. Ich besitze nur sehr wenig und habe nicht viel Geld aber mit der Gewissheit jetzt zu sein und mein eigenes und jedes andere wertzuschätzen stimmt mich zufrieden.

Die Erinnerungen loslassen kann auch bedeuten die ganz einfach als abgeschlossen zu sehen. Jede Erinnerung egal ob gut oder schlecht ist etwas, das einen Teil unserer heutigen Persönlichkeit geformt hat.

Ich bleibe diese Prinzipen möglichst treu, leicht ist es allerdings nicht in so einer schnelllebigen Welt für alles wünschenwerte Kompromisse zu finden.



Ängste und Sorgen werden immer präsent sein, mit der richtigen betrachtungsweise sind aber auch diese annehmbar und konstruktiv.

Schmerz beispielsweise nehme ich selbst kaum noch als unangenhem war. Wenn ich mir versehentlich in den Finger schneide spüre ich zwar den Schmerz aber mir ist bewusst, das es sich um eine schutzfunktion meines körpers handelt und die Situation nicht bedrohlich ist deswegen verliert der Schmerz jegliche Bedeutung und stört mich nicht.

Ich bin kein Buddhist meine Persönlichkeit hat sich einfach so entwickelt und was ich so mache fühlt sich für mich einfach richtig an. :P


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17.03.2021 um 10:17
Zitat von samotsamot schrieb:Ich würde gerne einen Austausch darüber halten, wie ihr, wie du mit dem übermittelten Wissen von Erwachten/Erleuchteten, also jenen authentischen Menschen, die das SEIN realisiert haben und keinerlei Ich-Bezogenheit mehr aufweisen, umgehst, es in dein Alttag integrierst und welche Auswirkungen es auf (d)ein Leben hat.
Persönlich mag ich Aphorismen. Auch wenn heutzutage sehr viel davon existiert was nur positives Denken bewirken soll, dem Ich stumpf schmeichelt, oder einfach nur bei genauerer Betrachtung sich als falsch herausstellt, weil dadurch teilweise viel Profit durch Zeitungen und Artikel generiert werden, gibt es aber auch immer noch zeitlose Aussagen.
Aus dem fernöstlichen Raum mag ich manche Aussagen, sofern diese tatsächlich getroffen wurden, von Laotse, Sunzi, Miyamoto Musashi oder Konfuzius.
Gute, bzw wahre Aussagen die etwas wesentliches beleuchten können einen zurück bringen, wenn man mal wieder im Kopf durch den Alltag und der Informationsflut, total gaga ist. Oder mit einem Aphorismus zu sprechen, "sie spielen deine Melodie wenn du sie selbst vergisst".

Persönlich mag ich es eher weniger wenn das ganze mit etwas mystischen, rituellem oder religiösen verpackt wird. Da ist mir immer zuviel Show, zuviel glaubensabhängig, zu darauf bedacht den eigenen Verstand zu catchen. Auch wenn es unbestreitbar gute Passagen in den meisten Religionen/Philosophien gibt, gefällt es mir eher weniger was die Menschen im allgemeinen daraus machen.
Du beschäftigst dich ja schon ziemlich lange mit Advaita. Was genau hat dich dazu angetrieben dass du dich nun schon 5 Jahre damit beschäftigst, bzw was war dein Schlüsselerlebnis?


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17.03.2021 um 11:17
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Wenn du dich da gezielt nur an Buddhisten wenden willst,
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Da ich keiner Religion angehöre, wende ich mich auch nicht an gezielt an Anhänger einer bestimmten Religion.
Eingeladen sind, wie oben beschrieben, all jene, die die Selbstverwirklichung anstreben, bzw. darauf ausgerichtet sind.
Dies geht einher mit dem Auflösen der Anhaftung an das "Kleine Ich".
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Insofern wäre deine Erfahrungen nur dann interessant, wenn sie sich damit befassen, OHNE sie (deine Erfahrungen) in irgendeiner Weise schmälern zu wollen. Denn ich habe ja auch mal als Sucher damit begonnen, mich für Spiritualität/Esoterik zu interessieren, um sozusagen einen Einstieg zu bekommen, mich zu orientieren, was es alles gibt und was mich davon anspricht...
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17.03.2021 um 11:34
Zitat von EinMenschlingEinMenschling schrieb:meine Persönlichkeit hat sich einfach so entwickelt und was ich so mache fühlt sich für mich einfach richtig an. :P
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War mir eine Freude, deine Worte zu lesen und ich nehme an, dass du ein richtig lieber Mensch bist, in dessen Gesellschaft man sich einfach wohlfühlt.
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Sicher fühlt es sich für dich richtig an, weil es dir gutgeht, du dich wohlfühlst und eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlst. So gesehen gäbe also keinen Grund für dich, etwas daran ändern zu wollen. Und dort, um es mal als "Ort" zu bezeichnen, stand ich auch vor einigen Jahren. Doch ich merkte auch immer wieder, dass ich anfällig für äußere Ereignisse war, wie für die Inneren (Gedanken) und das störte mich. Ich wollte so etwas wie dauerhaften Frieden in mir.
So ergab es sich, dass mir durch eine Begegnung Advaita und Erwachte nahegebracht wurden, was eine imense Freude in mir auslöste, dass es also möglich ist. Die Präsenz bereits Erwachter gewährte mir einen ersten Eindruck/Einblick ins Sein und was sie, die Erwachten, uns übermitteln ist für mich vollkommen stimmig und so richte ich mich quasi danach, bzw. achte darauf, wann mein Fokus auf´s "Kleine Ich" gerichtet, was mit Leiden verbunden ist und wann auf das Sein - im Grunde auf das, was ich bereits bin, es nur noch nicht realisiert habe.
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17.03.2021 um 12:31
Zitat von FlitzschnitzelFlitzschnitzel schrieb:Du beschäftigst dich ja schon ziemlich lange mit Advaita. Was genau hat dich dazu angetrieben dass du dich nun schon 5 Jahre damit beschäftigst, bzw was war dein Schlüsselerlebnis?
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Danke für deine sachlichenAusführungen, denen ich soweit zustimme.
Ja, das ist wohl der wesentliche Unterschied zw. Advaita und Religionen, dass Advaita es nicht nötig hat, wie du so schön schreibst, den Verstand zu catchen! :-)
Denn genau das ist die Schwachstelle derer, die die Religion auslegen, dass sie den Menschen ansprechen und nicht das Sein in ihm. Wobei Jesus ja genau darauf hingewiesen hat, dass der Mensch einzig nach Gott streben sollte, was nichts anderes bedeutet, als dass Mensch sich selbst erkennt, bzw. erkennt, dass er selbst bereits das Sein (Gott) ist und es nur wieder erkennen muss durch Beobachtung und Erkennen. Kein Handeln handeln führt zum Sein (Gott), sondern nur das stille beobachten des Verstandes, der Gedanken und welche Reaktionen daraus hervorgehen. Der Mensch handelt also nicht, weil er es will, sondern weil der Verstand es ihm quasi befiehlt. Höre auf den Vestand und du bist verloren, du leidest.
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Ein Schlüsselerlebnis gab es nicht. Es gab zwar ein spirituelles Erlebnis 98 in der Türkei, wo ich 2 Monate zu Fuß von Alanya nach Antalia gelaufen bin und zahlreiche Begegnungen/Erlebnisse hatte, die auf ein "höheres Selbst" hinwiesen und zwar in der Form, dass ich versuchte jegliches Wollen abzustellen und mich führen zu lassen. Dieses sich führen lassen erwies sich später als genau das, was ich vermutete. Nämlich, dass wir nichts bestimmen können, also keine bewusste ENtscheidung treffen und danach handeln, sondern dass der Körper genau das tut, was er tun soll und nur durch die Identifikation mit dem Ego-Verstand, dem Ich-Gedanken es den Anschein hat, man würde selbst etwas bestimmen. Dies wurde mir im Laufe der letzten Jahre durch Advaita und den Erwachten bestätigt. Und, was ich für sehr bedeutend/wichtig halte, durch Selbstbeobachtung. Schauen was und wie etwas geschieht und immer wieder erkennen, dass der Verstand nichts weiter tutn kann, wie alles zu kommentieren, etikettieren, werten und urteilen. Doch all dies betrifft immer das, was schon längst geschehen ist. Daraus ergibt sich, dass er dadurch versucht, mich aus dem Jetzt zu holen, mich von meiner gegenwärtigen Präsenz zu trennen, indem er mich entweder in die Vergangenheit ziehen will oder mir Zukunftsszenarien vorspielt, ähnlich wie ein Film. Zumeist sind es ja nur Gedanken, die er indes auch gerne mit Bildern versieht und wen wundert es, diese zumeist eine sorgenreiche oder beängstigende Zukunft zeigen. Sprich man fürchtet sich regelrecht vor einem Ereignis/Begegnung, in den falschen, bzw. vorgetäuschten Annahme, es würde mehr als nur unangenhem sein/ausgehen.
Doch wie rückblickend das Leben zeigt, haben diese sich stets als falsch erwiesen.
Wer kennt es nicht, wenn man mit unguten Gefühl in ein Ereignis eintritt oder eine Begegnung und diese sich als auf einmal erfreulich gestaltet hat. Doch lernt man daraus? Nein, durch die weiterhin bestehende Identifikation mit dem Ich-Gedanken wird man sich bei Gelegenheit wieder düstere Aussichten ausmalen, sprich man ist immer noch in der Hand des Verstandes. Und genau davon will ich mich lösen. Den Verstand als das erkenne, was er ist, nämlich nicht ICH, nicht das Sein, dass ich bin.
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17.03.2021 um 12:55
@samot

Ja ein spannendes Thema hast du da am Start, muss aber sagen das die meisten Praktiker die ich über die Jahre hier zur Kenntnis genommen habe eher Menschen sind, welche sich dissoziativ gebärdteten und wehe man störte die heilige Ruhe, dann kamen diverse Reinzenierungen, fast alle fielen immer und immer wieder in Aspekte die sie die dunkle Stunde nannten und anderes mehr.

Kurz gesagt, langfristig ging es ihnen nicht gut.

Was die Einschätzung des Verstandes angeht, ich meine doch das dieser aus sich heraus neutral ist und richtig gebraucht, auch sehr positives hervor bringen kann.

Ihn als den Sitz seiner Störungen auszumachen könnte den Blick davon wegleiten lassen, das diese Störung eine Mischung aus verschiedenen Aspekten des Körpersystems darstellt, welche eben nicht allein aus dem Verstand kommen. Es sind eher Verhaltensmuster, Fühlmuster und keine bzw. oft keine Denkmuster, welche etwa die Angst erfahrbar machen.
Eine Gemengelage quasi.

Es ist schön sich bewusster zu werden wie alles zusammenhängt und läuft, es ist auch schön genau zu wissen das man Liebe ist und all dies, aber dennoch kommt dann die nächste Reinzenierung über den Weg und man ist da nicht mehr in Kontakt zu diesem unverfälschten sein.

Wie schön wenn man innere Ruhe erreicht hat, doch es ist niemals ein Zustand von Dauer, denn die Prüfungen folgen auf dem Fuß. Und so sagten die alten ja immer: Wir sind Kummer gewohnt.

Jedes ungute Gefühl hat eine Ursache, ein Schlüsselerlebnis. Und wenn man es nicht ganz genau nachempfinden kann damit es vielleicht einmal eine "normale" Erinnerung wird, und es statt dessen lieber unterdrückt, wird es auch immer und immer und immer wieder kommen und die erreichte Gelassenheit bedrohen.

Der Verstand ist nicht das problem, sondern das man diesen verleugnete. Man sagte ja und meinte nein zB.

Bitte nicht falsch verstehen, mag nicht alles schlecht reden, aber das Wort Erleuchteter ist bei mir negativ konditioniert, du weisst ja, der lästige Verstand und so. :D


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17.03.2021 um 13:33
Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Ja ein spannendes Thema hast du da am Start, muss aber sagen das die meisten Praktiker die ich über die Jahre hier zur Kenntnis genommen habe eher Menschen sind, welche sich dissoziativ gebärdteten und wehe man störte die heilige Ruhe, dann kamen diverse Reinzenierungen, fast alle fielen immer und immer wieder in Aspekte die sie die dunkle Stunde nannten und anderes mehr.
Von daher richtet es sich an "ernsthaft Interessierte/Sucher" und nicht an jene, die von der illusorischen Ich-Vorstellung nicht ablassen wollen. Danke!
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Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Kurz gesagt, langfristig ging es ihnen nicht gut.
Und auch das wissen sie zu rechtfertigen - Welcome in the Land of Illusion" :-)
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Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Was die Einschätzung des Verstandes angeht, ich meine doch das dieser aus sich heraus neutral ist und richtig gebraucht, auch sehr positives hervor bringen kann.
Jepp, vollkommen richtig erkennt. Er ist ein Werkzeug für praktische Anwendungen wie Mathematik, Termine, Architektur, u.s.w. Das Problem tritt erst dann auf, wenn man sich dem verstand unterwirft, zumeist ohne es zu merken/wissen, und sich somit zum Sklaven des Verstandes macht.
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Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Ihn als den Sitz seiner Störungen auszumachen könnte den Blick davon wegleiten lassen, das diese Störung eine Mischung aus verschiedenen Aspekten des Körpersystems darstellt, welche eben nicht allein aus dem Verstand kommen. Es sind eher Verhaltensmuster, Fühlmuster und keine bzw. oft keine Denkmuster, welche etwa die Angst erfahrbar machen.
Eine Gemengelage quasi.
Der Verstand ist nicht die Störung. Die Identifikation mit ihm löst die Vernebelung, den Schleier aus, der vor dem Sein hängt und es dann nicht mehr erkennen lässt.
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Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Es ist schön sich bewusster zu werden wie alles zusammenhängt und läuft, es ist auch schön genau zu wissen das man Liebe ist und all dies, aber dennoch kommt dann die nächste Reinzenierung über den Weg und man ist da nicht mehr in Kontakt zu diesem unverfälschten sein.
Deswegen ist es so wichtig im Jetzt zu sein oder wie Ekhart Tolle es bezeichnet -> Gegenwärtig <- Denn das Jetzt ist der Tod der Gedanken sozusagen. Der Verstand lebt von der Vergangenheit und den Zukunftsszenarien, kann jedoch mit dem JETZT nichts anfangen. Daher seine ständigen Bemühungen, einen aus dem Jetzt zu holen und das hat er sehr gut drauf. Von daher sollte er nie unterschätzt werden. Er ist so ausgeklügelt, dass er einem sogar Freude und Glückseligkeit suggerieren kann, was sich bei genauerer Betrachtung auch wieder nur auf´s "kleine Ich" bezieht und nicht das Sein berührt. Das Sein ist beständige Freude und Frieden oder wie du schreibst, auch Liebe. Doch die suggerierte Freude, Frieden und Liebe sind alsbald gestört, ins Wanken gebracht, sowie Mensch sich auf äußere Ereignisse einlässt und darauf reagiert (was ja der Verstand tut/ist), ebenso bei den Gefühlen, die temporär limitiert, also begrenzt sind.
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Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Wie schön wenn man innere Ruhe erreicht hat, doch es ist niemals ein Zustand von Dauer, denn die Prüfungen folgen auf dem Fuß. Und so sagten die alten ja immer: Wir sind Kummer gewohnt.

Jedes ungute Gefühl hat eine Ursache, ein Schlüsselerlebnis. Und wenn man es nicht ganz genau nachempfinden kann damit es vielleicht einmal eine "normale" Erinnerung wird, und es statt dessen lieber unterdrückt, wird es auch immer und immer und immer wieder kommen und die erreichte Gelassenheit bedrohen.

Der Verstand ist nicht das problem, sondern das man diesen verleugnete. Man sagte ja und meinte nein zB.
Ja genau, das schreibst du es ja - ich sollte wohl ALLES lesen und nicht STücke zitieren.... ;-)
Meiner Erfahrung nach geht es auch nicht um Unterdrückung, sondern eben um das Bewusstmachen, dass es einfach nicht DU bist, der damals gelitten hat. Unterdrücken ist eine Reaktion des Verstandes und sich darauf einzulassen heißt, dem verstand weiterhin hörig zu sein. Es gilt zu erkennen, dass DU nicht dieser Verstand bist, dass er wie oben von dir beschrieben, NUR ein Werkzeug ist.

Der Verstand lässt sich auch nicht leugnen, damit bekäme er ja die Aufmerksmakeit, nach der er trachtet. Immer wieder beobachten und erkennen, das ist es und irgendwann kommt der Punkt, wo man ihn durchschaut hat, es vollkommen erkannt und dann lassen auch die Gedanken nach, seine "Attacken", da sie auf unfruchtbarem Boden landen und verkümmern. Es macht Spaß, dies zu beobachten.
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Zitat von jimmybondyjimmybondy schrieb:Bitte nicht falsch verstehen, mag nicht alles schlecht reden, aber das Wort Erleuchteter ist bei mir negativ konditioniert, du weisst ja, der lästige Verstand und so. :D
Keinesfalls! Und ja, "Erleuchtung" ist in der Tat mit einigen Konzepten verhaftet, die nicht stimmig sind. OM C. Parkin hat dazu ein kleines Büchlein verfasst, dass ich wärmsten empfehlen kann. "Mythos Erleuchtung"
-
DANKE! ;-)


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17.03.2021 um 13:47
@samot

Oh ich danke dir. Hoffe auf viele spannende Eindrücke hier.

Meine größte Entäuschung war Krishnamurti. Jeder Satz ne Wucht und dann entdecke ich das er seine eigene Philosophie nicht lebt und zich Jahre eine Geliebte hatte, welche er leugnete und so.

Da ist mir ein Osho lieber, da weiss man sofort das man ihm nicht trauen darf.

Ja und Tolle ja, ganz ehrlich, er ist ein Türöffner. Ungereimtheiten mag es da dann auch geben, nur eben nicht so gravierend das man das Ernst nehmen muss.

Der Sitz meines Ichs ist das ES, das was wir das Unbewusste nennen. So fällt es mir leichter, mein Ich nicht immer zu Ernst zu nehmen.

Es gab mal diesen Punkt, da hatte ich eine Gleichgültigkeit erreicht. Aber irgendwas war unstimmig.
Das ist ja auch so ein Wort was negativ behaftet sein mag und das ist nun auch die Frage. War alles gleichwertig, oder alles egal.
Und gibt es darin überhaupt einen Unterschied?

Seit dem hänge ich in der Luft und hab mich dazu entschieden, einfach alles erleben zu wollen. Auch die leidbehafteten Dinge. Einfach alles.

Wie siehst du es mit dem ich sag mal diplomatisch Gleichmuth?


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17.03.2021 um 15:21
Früher ging es mir auch so, dass mir Worte einer Person wie z.B. Krishnamurti und anderer direkt zusagten, ins Herz gingen, wenn du so willst. Als ich dann erfuhr, was sie so taten oder wie sie lebten, da bekam ich dann auch Zweifel, da es nicht im Einklang zu den Worten schien.
Inzwischen sehe ich nicht mehr die Person, sondern nur noch die Worte, bzw. was sie in mir auslösen. Da spielt es für mich keine Rolle mehr, was die Person macht oder wie sie lebt. Osho soll angeblich mit etlichen Frauen Sex gehabt haben... Na und! Ein buddisthischer Mönch sagte mal, er liebe und verehre Buddha und er liebe "Muschis", ist eben so. :-) )))
Nicht wenige, die das Sein realisiert haben verweisen auch immer wieder darauf, dass die Sucher, die zu ihnen zum Satsang kommen, nicht auf die Person achten sollen, also die Worte nicht mit der Person gleichsetzen. Doch nur sehr wenige schaffen es tatsächlich, das was hinter den Worten ist zu erkennen und zu sehen. Dies geschieht oft dann, wenn sie in Stille beisammensitzen und im Sein sind. Da ist nichts mehr wichtig, nichts hat eine Bedeutung außer dem einfach Sein. Es ist das "Ich bin", ohne jeglichem weiteren Attribut wie: ich bin - glücklich / - fröhlich / - traurig / - wohlhabend etc.
Osho wurde und wird anbei oft falsch verstanden, eben weil man seine Worte mit den Handlungen im Einklang bringen will. Doch was er sagte hat Hand & Fuß.
Dabei gehe ich davon aus, bzw. habe bei verschiedenen Personen festgestellt, dass sie im Grunde dasselbe sagen, nur in differenter Weise. So wie alle Religionen in der Essenz auf Liebe verweisen, nur halt in ihren jeweiligen Gegebenheiten des kulturellen Umfeldes.
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Ich liebe diesen lustigen Kerl (E.Tolle) in seiner erheiternden Art & Weise, wie er Wissen vermittelt, ohne mich jedoch in zu verlieren, also der Person E.Tolle anzuhaften.
Man könnte sagen, ein Film ist ein Film, egal ob er auf einer Leinwand oder alten Hauswand wiedergeben wird, es ändert nichts an dem Inhalt des Films. Würde ich den Film danach beurteilen, auf welcher Art von Leinwand er dargestellt wird, dann würde ich den Film nicht mehr ganz mitbekommen, da ein Teil der AUfmerksamkeit an der zerschlissenen Leinwand haftet.
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Ja, so ähnlich sehe ich es auch - Das Ich ist nur eine Art Projektion doch nicht der Projektor selbst. So wie Sonnenstrahlen nicht die Sonne sind und doch sind sie die Sonne. Das ist, was das unverständliche Paradoxon genannt. Es bedeutet auch, dass nichts außerhalb vom Sein (Gott) existieren kann. So gesehen kann ich sagen, dass Ich Gott bin und es nicht bin. Doch nur solange, wie ich das ICH BIN vollständig erfahre.
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Freundlicher Gleichmut - Das kenne ich aus dem Buddhismus, wo es heißt, dass alles eins ist und alles, was ich jemandem antue, letztlich mir selbst antue. Weiterhin heißt es im Buddhismus, dass Handlungen geschehen, es jedoch keinen Handeln gibt. Daraus entwickelt sich dieser sogenannte freundliche Gleichmut allem gegenüber. So jedenfalls verstehe ich es. Wobei es keine intellektuelle Feststellung bleiben sollte, sondern tatsächlich gelebt, dann ist es authentisch.
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Mir scheint, dass ein Gefühl von Gleichgültigkeit oder Egalität, eine Strategie des Verstandes ist, da es sich auf die Person bezieht, der etwas egal oder gleichgültig ist. Denn es ihr, der Person, nichts zu geben, was ihr gut tun würde, wobei sie Freude erleben könnte, ergo Ablehnung durch Gleichgültigkeit.
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Ja, einfach alles erleben, es geschehen lassen, wie es kommt und sich ereignet. Ein Wollen bezieht sich wieder auf die Person. Dies wird mit Demut bezeichnet, also anerkennen des Seins (der göttliche Macht), die alles regelt und für alles sorgt. Sich in dieser Demut hingeben, dem Leben hingeben und quasi in jeder Minute überraschen lassen, was als nächstes geschieht, was jetzt geschieht.
Dies praktiziere ich ohne Erwartungshaltung, frei von Wünschen oder Sehnsüchten, da ich eh nichts bewirken kann. Also ist es doch ratsamer sich zu ergeben, sich hinzugeben und sich wie im Schoß Gottes fühlen, wie Mooji so treffend sagt.
"Sorge dich um nichts. Sei wie ein Kind im Schoß Gottes. Es bedarf weder der Überwachung der Gedanken, noch einer EInwanderungsbehörde für Gefühle. Du kannst dich entspannen. Ja, entspann dich"
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Mit "DU kannst dich entspannen" spricht er nicht dich als Person an, das ist der Punkt! ;-)
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17.03.2021 um 15:38
@samot
Ja wunderbar, ich scheine dich auch als Person zu mögen, :troll: den Rest, also den Mensch Ansich abseits der Handlungen ja sowieso. Danke nochmal.


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17.03.2021 um 15:56
Ausgesprochen GERNE - Ist mir ja auch eine große Freude, mich mit dir so gehaltvoll auszutauschen... ;-)


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17.03.2021 um 19:20
Zitat von samotsamot schrieb:Meiner Erfahrung nach geht es auch nicht um Unterdrückung, sondern eben um das Bewusstmachen, dass es einfach nicht DU bist, der damals gelitten hat.
Versucht man damit nicht, sich selbst zu belügen? Wenn ich Angst, Schmerzen, Trauer usw. fühle (was alles nachweisbare biochemische Reaktionen sind), wer leidet denn sonst, wenn nicht ich? Mitfühlende Beobachter mal außen vorgelassen.

Aber wenn man bemüht, sich einzureden, man selbst wäre es gar nicht gewesen, der gelitten hat, und das Schule macht, dann ist bald der Banalisierung von Leid und auch von Ungerechtigkeit, Schikanen, Verbrechen usw. Tür und Tor geöffnet. Denn der Betroffene würde ja gar nicht wirklich geschädigt.

Übrigens können sogar Tiere nach einem tragischen Erlebnis leiden, indem sie zum Beispiel vor dem Verursacher oder Ort, an dem es passierte, Angst haben. Und denen schreibt man normalerweise nicht besonders viel Verstand in Bezug auf Gedanken über Vergangenheit und Zukunft nach.

Unerfreuliche Nachwirkungen unangenehmer Erlebnisse sind also eine ganz natürliche Reaktion.


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17.03.2021 um 20:15
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Versucht man damit nicht, sich selbst zu belügen? Wenn ich Angst, Schmerzen, Trauer usw. fühle (was alles nachweisbare biochemische Reaktionen sind), wer leidet denn sonst, wenn nicht ich?
Keinesfalls AlteTante. Schau, wenn du einen Handschuh anziehst und diesen an eine Flamme hältst, so dass er nur kurz anschmort. WER schmort dann an? DU, bzw. deine Hand oder der Handschuh?
Indem DU dich jedoch für den Handschuh hältst, beziehst du das Anschmoren auf dich. Du empfindest Schmerz und Angst. Würde das auch der Handschuh tun?
Der Mensch ist im Grunde wie ein Tier, ein biochemisches Wesen mit einem Gehirn, dass Erinnerungen abspeichert. Von daher auch die Trauerzeit bei Elefanten zum Beispiel oder Hunden.
Beim menschlichen Wesen ist es nicht anders, nur dass das Sein sich für diesen Mensch hält, an dem Ich-Gedanken festhält und es auf sich bezieht. Anders gesagt könnte man es als Seele bezeichnen, die mitleidet, weil sie sich für diesen Menschen hält, obwohl sie in nur belebt, so wie das Sein dem Menschen Raum gibt zu sein.

Später mehr.... Essen ist fertig ;-)


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17.03.2021 um 20:26
Zitat von samotsamot schrieb:Essen ist fertig
Und wer hatte jetzt Appetit auf dieses Essen, und wem schmeckte es?
Dir oder dem Menschen, den dein Sein (also du) bewohnt?


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17.03.2021 um 21:07
Als ich (der Körper) ca. 6 oder 7 Jahre alt war, da ereignete es sich, dass meine Mutter an den Rand ihrer Grenzen durch mich und meinen 2 Jahre jüngeren Bruder getrieben wurde. In ihrer Ausweglosigkeit packte sie unsere Kinderkoffer und sagte, sie rufe jetzt im Heim an und dort würden wir dann hinkommen, weil sie es mit uns nicht mehr aushalte. Wir schrien und wimmerten, bettelten und versprachen immer brav zu sein. Sie zögerte eine Weile und hob dann erneut den Telefonhörer sagte, dass es sich erledigt hätte und sie es sich anders überlegt habe. Das es nur vorgetäuschte Telefonate waren wußten wir nicht.
In Folge davon schleppte ich über Jahrzenhte eine große Angst vor Ablehnung jedeweder Art mit mir herum. Es brauchte lange Zeit, bis ich ihr vergeben konnte und dies geschah aus Einsicht und Verständnis für ihre Situation, auch das Beschäftigen mit Esoterik hat dazu beigetragen. Nun denn, es ist geschehen und vorbei.
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Der Verstand nutzt dieses Ereignis in Form von Erinnerung, um mich aus dem Jetzt zu holen, mich immer wieder erneut den Schmerz durchleben lassen, was ihm auch lange Zeit gelang. Doch betrachte ich das Jetzt, dann geht´s mir ausgezeichnet. Habe gerade ein leckeres Mahl zu mir genommen, dann gibt´s gleich nen Cafe-Crema und ne Zigarette dazu. Die Wohnung ist sauber aufgeräumt, behaglich und nicht überheizt bei ca. 18-20 C, wie ich es mag. Mir geht es gut!
Und DAS ist das einzige, was von Bedeutung ist, denn ich habe nur diesen Moment, das Jetzt. Alles andere ist entweder vergangen oder in einer ungewissen Zukunft, doch nicht Jetzt!
Dies kann der Verstand nicht ertragen, wenn ich mich im Jetzt befinde mit meiner ganzen Aufmerksamkeit. Deswegen versucht er mit allen Mitteln, mich daraus zu holen, damit er wieder Macht über mich gewinnen kann und mir alles Mögliche einreden, ja regelrecht einreden. Und ich sag dir, solch raffinierter Verstand kann einen schon ganz schön vollquatschen. Du kennst das, diese leisen Stimmen oder Töne in deinem Kopf, die ständig sich wechselnden Gedanken, die kaum etwas mit dem zutun haben, was Jetzt ist, was du jetzt machst.
Durch beobachten wirst du es erkennen. Ja, es ist wie Eckhart Tolle sagt, der Verstand macht den Tag Lärm im Kopf. Beobachte ihn und schaue, wie sich manche Gedanken wiederholen, wie eine Schallplatte mit Sprung. Und was machen wir? Wir fallen immer wieder darauf rein, indem wir diese Gedanken für unserer halten.
Doch da dem nicht so ist, kann ich auch getrost und aus eigenem Erfahren sagen, dass die damalige Geschichte um mich und meinen Bruder nur damals stattgefunden hat und mit heute, mit dem Jetzt nichts mehr zu tun hat.
Sicher könntest du einwenden, dass dieses wie auch weitere ERlebnisse mich dahingebracht haben wo ich heute bin. Und da gebe ich dir Recht! Nur mit dem Anmerk, dass es nie wirklich ICH war, sondern nur der Ich-Gedanke mit dem ICH mich identifiziert habe/hatte und es teilweise auch heute noch tue. Doch dann erkenne ich es und brauche nicht darauf zu reagieren, was außen und innen geschieht - Nur beobachten, nichts weiter.
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Au, Cafe-Crema ist fertig....... bis später .... ;-)


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