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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

36 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Welt, Bevölkerung, Steinzeit

Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

12.08.2019 um 20:20
Im Rahmen der gegenwärtigen Themen (Umwelt- und Klimaschutz, Migration) taucht auch immer wieder das Thema Überbevölkerung auf.

Der Mensch hat ein ausgeprägtes Bewusstsein und weiß, wie groß die Erde ist, wie viele Mensches aktuell auf der Erde leben, wie groß das Wachstum ist und das Resultat daraus: was passieren könnte, wenn das so weiter geht.

Hierzu habe ich 2 Fragen/Anmerkungen:
Haben Tiere auch solch ein Bewusstsein oder unterscheidet dies den Menschen von den Tieren? Was ist wenn ich auf einer kleinen isolierten Insel ein paar Kaninchen aussetze? Wissen die, dass es irgendwann eng werden könnte?

Angenommen, der Mensch hätte sich seit der Steinzeit nicht mehr weiterentwickelt. Wir würden noch in Höhlen oder auf Bäumen leben, würden jagen und sammeln. Würde dies früher oder später ebenfalls zu zu einer Überbevölkerung und Ausbeutung der Umwelt führen oder würde sich dann alles im Gleichgewicht halten? Die Lebenserwatung lag damals bei etwas über 30 Jahre. Man müsste also von der gegenwärtigen Weltbevölkerung alle, die dieses Alter überschritten haben, abziehen. Der ein oder andere Mensch ist bei einem Kampf mit einem Bären oder Löwen gefallen, heute ist es eher umgekehrt. Damals war der Mensch noch Teil der Natur, heute steht er über ihr (zumindest meint er das).

Wie würde die Welt aussehen, wenn wir noch in der Steinzeit leben würden und wohin würde sie sich entwickeln? Würde man dann auch auf eine Überbevölkerung und Zerstörung der Welt zusteuern?


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

12.08.2019 um 20:57
larnold schrieb:Was ist wenn ich auf einer kleinen isolierten Insel ein paar Kaninchen aussetze?
Ehm...hast du schon mal von Australien gehört? Die haben seit mittlerweile über einem Jahrhundert eine Kaninchenplage auf dem gesamten Kontinent da dort die natürlichen Feinde fehlen.

Es hat in 1859 mit ganzen 24 Kaninchen angefangen...
larnold schrieb:Wissen die, dass es irgendwann eng werden könnte?
Nein.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

12.08.2019 um 22:32
larnold schrieb:Wie würde die Welt aussehen, wenn wir noch in der Steinzeit leben würden und wohin würde sie sich entwickeln? Würde man dann auch auf eine Überbevölkerung und Zerstörung der Welt zusteuern?
Schau dir dazu eine andere Insel Namens Sentinelesen an,
dort lebt ein Indigenes Volk als Jäger und Sammler, von der Übrigen Welt weitgehend isoliert.

Die sind zwar schon aus der Steinzeit raus aber evtl. hilft dir das weiter...


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

12.08.2019 um 22:41
In diesem vid. sieht man wie jemand aus der "neuzeitlichen welt", auf eine gruppe eines stammes trifft, die bis dahin keinen kontakt mit der außenwelt hatten.

Ich vermute mal das die aufnahmen aus den 80er oder 90er jahren sind.

Youtube: Tribe meets white man for the first time - Original Footage (1/5)

Wie man aber aus anderen berichten weiß, kann sowas für den besucher auch tödlich enden.

Doch diese aufnahmen sind im wahrsten sinne des wortes berührend...auch für den betrachter.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 00:31
larnold schrieb:Die Lebenserwatung lag damals bei etwas über 30 Jahre
das ist nur der Durchschnitt, sie konnten auch älter werden.
larnold schrieb:Überbevölkerung
unwahrscheinlich, da Seuchen und Kriege immer wieder Landstriche entvölkert hat.
unter Überbevölkerung wird man damals etwas anderes als heute verstehen.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 01:24
aero schrieb:Ich vermute mal das die aufnahmen aus den 80er oder 90er jahren sind
Anscheinend aus 1976. Der Filmer ist Jean Pierre Dutilleux, und er wurde von Anthropologen zerfetzt. Zunächst hat er den Stamm falsch benannt, dann hatte der Stamm mehrfach Kontakt zu Weißen in Papua Guinea.

Der Anthropologe Pierre Lemonnier kritisierte Dutilleux, dass diese Aufnahmen inszeniert waren und dass sowohl die Toulambi (die es laut Dutilleux sein sollen) als auch die Ankave-Anga (die im Film wirklich zu sehen seien) Kontakt sowohl zu Städten als auch zur Küste haben, um Tauschhandel zu betreiben.

Die Infos sind von hier (Englisch):
https://asopa.typepad.com/asopa_people/2011/07/toulambi-1976-contact-fact-or-fable.html

Lemonniers Veröffentlichung kann hier geladen werden (Französisch):
https://www.academia.edu/24805758/La_chasse_à_l_authentique

Falls das nicht geht (ich bin dort registrierter Nutzer), hier eine Maschinenübersetzung ins Englische:
https://translate.google.com.au/translate?hl=en&sl=fr&u=http://terrain.revues.org/2820&ei=WckHTtXdEcj9mAWMpMXYDQ&sa=X&oi...

Dies dürfte die komplette Version des Films sein (über 40 Minuten):
Youtube: Primitive Forest Tribe Meets Modern Man for the First Time (FULL)

Durchaus interessant, aber es ist immer noch offen, ob die Leute nicht einfach bestochen waren (oder höflicher: bezahlt), um schauzuspielen.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 04:14
aero schrieb:Wie man aber aus anderen berichten weiß, kann sowas für den besucher auch tödlich enden.
Aus welchem Grund? Falls der Stamm Kanibalen sind, oder aus Angst, weil diese aus Kulturschock welche aus der “neuzeitlichen Welt“ noch nie gesehen hat? Ich hätte eher andersrum erwartet,dass die Besucher vielleicht Viren und Keime unerwartet und unverhofft mitschleppt, die dieser noch unberührte Stamm der Außenwelt zuvor nie in Berührung kam und für Todesfälle sorgen könnte.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 09:52
Ich glaube nicht, dass das damals möglich gewesen wäre. Die Menschen wurden nicht sehr alt, es gab keine Medizin, viele Krankheiten, schlechte Hygiene etc.
Leute sind an Verletzungen gestorben, wenn es sich entzündet hat.
Hohe Sterblichkeitsrate bei Kindern/Babys

Ich finde, hier kann man dazu auch viel nachlesen und sich sein eigenes Bild machen, warum damals keine Überbevölkerung möglich war.
Diskussion: Wie haben unsere Vorfahren überlebt?


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 11:49
aero schrieb:
Wie man aber aus anderen berichten weiß, kann sowas für den besucher auch tödlich enden.
Cyclocosmia schrieb:Aus welchem Grund? Falls der Stamm Kanibalen sind, oder aus Angst, weil diese aus Kulturschock welche aus der “neuzeitlichen Welt“ noch nie gesehen hat? Ich hätte eher andersrum erwartet,dass die Besucher vielleicht Viren und Keime unerwartet und unverhofft mitschleppt, die dieser noch unberührte Stamm der Außenwelt zuvor nie in Berührung kam und für Todesfälle sorgen könnte.
@Cyclocosmia

Weil zb. ein weltfremder, der wahrscheinlich mit der bibel aufgezogen wurde, meint, diese menschen, die bestimmt mit ihrem leben das sie führen gut klar kommen, missionieren zu müßen.

Und das ging in diesem fall, gsd., schief.

Youtube: ANDAMANEN-INSELN. Ureinwohner töten US-Missionar

Youtube: Ureinwohner töten Missionar auf einsamer Insel

@Narrenschiffer

Gebe dir jetzt in allen punkten recht.
Auch den anderen die dies als gestellt ansehen...


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 16:32
larnold schrieb:Wie würde die Welt aussehen, wenn wir noch in der Steinzeit leben würden und wohin würde sie sich entwickeln? Würde man dann auch auf eine Überbevölkerung und Zerstörung der Welt zusteuern?
Hm. Was bedeutet - Leben wie in der Steinzeit?
Es hat ja nicht Plopp gemacht und plötzlich waren die Errungenschaften der Steinzeit da. Der Mensch entwickelte und entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Mit einem Stopp aller Weiterentwicklung in der Steinzeit, also bei Jäger und Sammler würde bedeuten den Menschen aus der Evo raus zu nehmen. Stillstand. Stillstand ist im realen Leben fast immer gleichzusetzen mit Aussterben da man sich dem veränderten Leben nicht mehr anpassen kann.
Zum Beispiel beim Wechsel von Warm zu Kaltzeiten, sich ändernden Lebensumständen. Aus Wald wird Steppe. etc. All das haben die Menschen bewältigt weil sie sich angepasst, verändert haben.

Wenn man das alles ignoriert und einfach sagt, wir würden einfach noch mit den damaligen Waffen jagen, selbst dann hätte und hat sich der Mensch weiter ausgebreitet. Andere Tiere ausgerottet. Langsamer wahrscheinlich. Aber dennoch. Wir waren scho damals einfach gut :D


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 21:07
Cachalot schrieb:Mit einem Stopp aller Weiterentwicklung in der Steinzeit, also bei Jäger und Sammler würde bedeuten den Menschen aus der Evo raus zu nehmen. Stillstand.
Du meinst aber nicht die Evolution. Du meinst die Kulturelle Entwicklung.
Cachalot schrieb:Zum Beispiel beim Wechsel von Warm zu Kaltzeiten, sich ändernden Lebensumständen. Aus Wald wird Steppe. etc. All das haben die Menschen bewältigt weil sie sich angepasst, verändert haben.
Es dürfte dann keine Schnellen Umweltveränderungen geben wenn alles auf Steinzeitniveau bliebe..

Von daher.. Und äh auch hier bewegst du dich wieder bei der "Kultur/ziv" nicht Evoluition
Cachalot schrieb:Wenn man das alles ignoriert und einfach sagt, wir würden einfach noch mit den damaligen Waffen jagen, selbst dann hätte und hat sich der Mensch weiter ausgebreitet. Andere Tiere ausgerottet. Langsamer wahrscheinlich. Aber dennoch. Wir waren scho damals einfach gut :D
KLar, aber zum Ausrotten wird es nur selten gereicht haben, zumindest nicht auf den Kontinenten. Die Population wäre bei Jäger und Sammler aber auch vermutlich nie so groß geworden.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 21:14
Fedaykin schrieb:Du meinst aber nicht die Evolution. Du meinst die Kulturelle Entwicklung.
Die „Waffe“ des Menschen ist das Hirn. Die kulturelle Entwicklung ist möglich auf Grund der evolutionären Entwicklung des Hirnes.
Fedaykin schrieb:Es dürfte dann keine Schnellen Umweltveränderungen geben wenn alles auf Steinzeitniveau bliebe.
Das wäre eine zusatzbedingung
Fedaykin schrieb:KLar, aber zum Ausrotten wird es nur selten gereicht haben, zumindest nicht auf den Kontinenten.
Eine Frage der Population. Der Mensch wurde auch schon in der Steinzeit mehr. Nicht sehr rasant aber stetig. Über kurz oder lang könnte / hätte ...
Alles Spekulation und nur eine Frage wie stark der Mensch gebremst wird mit den Annahmen.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

13.08.2019 um 22:26
Cachalot schrieb:Die „Waffe“ des Menschen ist das Hirn. Die kulturelle Entwicklung ist möglich auf Grund der evolutionären Entwicklung des Hirnes.
Tja, das hat sich aber seit der Steinezeit nicht mehr wirklich viel verändert..

Die Evolution ist sehr sehr langsam. Wir sind so doof oder Schlau bzgl unseres Hirn wie unser Vorfahren am Ende der Eiszeit
Cachalot schrieb:Das wäre eine zusatzbedingung
Das ist eigentlich eher der Natur geschuldet. Wir konnnten in 10000 Jahren keine Spontanen Globalen "Wechsel" nachweisen. Nur der Klimawandel bzgl INdustrie ist eine globale beschleunigte Entwicklung.
Cachalot schrieb:Eine Frage der Population. Der Mensch wurde auch schon in der Steinzeit mehr. Nicht sehr rasant aber stetig. Über kurz oder lang könnte / hätte ...
Nö, einfach weil die Nahrung dann doch zu begrenzt ist, die Lebenserwartung stagniert, die Sterblichkeit usw.
Cachalot schrieb:Alles Spekulation und nur eine Frage wie stark der Mensch gebremst wird mit den Annahmen.
Sehr Stark wir er gebremst. Das zeigt soch ein simpler Blick auf die Weltbevölkerung und die Entwicklung.




infografik-entwicklung-der


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 04:15
Fedaykin schrieb:Sehr Stark wir er gebremst. Das zeigt soch ein simpler Blick auf die Weltbevölkerung und die Entwicklung.
Gebremst ja, aber nicht "sehr stark".

Nach der Abbildung stieg die Weltbevölkerung pro Jahr
von 1750 bis 1800 um 0,433 %
von 1800 bis 1850 um 0,507 %
von 1850 bis 1900 um 0,542 %
von 1900 bis 1950 um 0,866 %
von 1950 bis 1960 um 1,78 %
von 1860 bis 1970 um 2,02 %
von 1970 bis 1980 um 1,89 %
von 1980 bis 1990 um 1,8 %
von 1990 bis 2000 um 1,44 %
von 2000 bis 2005 um 1,24 %
von 2005 bis 2010 um 1,25 %
von 2010 bis 2015 um 1,18 %
von 2015 bis 2016 um 1,22 %
von 2016 bis 2017 um 1,07 %

Der Bevölkerungsanstieg lag also in den Sechziger Jahren am höchsten, und zwar um den Faktor 4,67 über dem der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seit dem hat sich dieser Anstieg zwar um den Faktor 1,89 verringert, liegt damit aber noch immer um den Faktor 2,47 über dem Wert von 1750 bis 1800. Wir sind noch deutlich von dem Anstiegsfaktor des späten 19.Jh. entfernt.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 07:22
Fedaykin schrieb:Das ist eigentlich eher der Natur geschuldet. Wir konnnten in 10000 Jahren keine Spontanen Globalen "Wechsel" nachweisen. Nur der Klimawandel bzgl INdustrie ist eine globale beschleunigte Entwicklung.
Während der Steinzeit kam es zum Ende der letzten Eiszeit.
Der heutige Klimawandel wird vom Menschen verstärkt und beschleunigt. Kommen tut er auch ohne den Menschen.
Auch hier und heute wird sich die Natur darauf anpassen. Und wer’s nicht schafft verschwindet.
Wenn du den Menschen in seiner Entwicklung in der Steinzeit einfrierst, die ja auch nur schlappe 2,5 mio Jahre dauerte und in der sich der Mensch auch weiterentwickelt hat, würde er irgendwann an einer der Veränderungen Hops gehen
Fedaykin schrieb:Nö, einfach weil die Nahrung dann doch zu begrenzt ist, die Lebenserwartung stagniert, die Sterblichkeit usw.
Auch hier ne Frage der Zeit und Region.
Muss mal schauen, ich hab noch die geschätzte Zahl von 5 mio Menschen am Ende der Steinzeit.
Mit Beginn des Ackerbaus, ebenfalls noch Steinzeit, stieg die Zahl schneller.
Fedaykin schrieb:Sehr Stark wir er gebremst. Das zeigt soch ein simpler Blick auf die Weltbevölkerung und die Entwicklung.
Zwischen bremsen und stagnieren liegt ein Unterschied. Ein langsames kontinuierliches Wachstum ist ausreichend


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 08:37
perttivalkonen schrieb:Der Bevölkerungsanstieg lag also in den Sechziger Jahren am höchsten, und zwar um den Faktor 4,67 über dem der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seit dem hat sich dieser Anstieg zwar um den Faktor 1,89 verringert, liegt damit aber noch immer um den Faktor 2,47 über dem Wert von 1750 bis 1800. Wir sind noch deutlich von dem Anstiegsfaktor des späten 19.Jh. entfernt.
Jo, mit dem Beginn der Industrialisierung und vielen wichtigen ERfindungen bzgl Landwirtschaft und co..

Wir sehen aber die Wachstumsraten prä Industriell, von "Steinzeit" ganz zu schweigen welche Wachstumsraten realistisch sind
Cachalot schrieb:Während der Steinzeit kam es zum Ende der letzten Eiszeit.
Der heutige Klimawandel wird vom Menschen verstärkt und beschleunigt. Kommen tut er auch ohne den Menschen.
über Jahrhundert oder gar Jahrtausende
Cachalot schrieb:Auch hier und heute wird sich die Natur darauf anpassen. Und wer’s nicht schafft verschwindet.
Wie gesagt der MEnsch hat sich Evoluitonär nicht angepasst, auch Evolution braucht zig Generationen...
Cachalot schrieb:Wenn du den Menschen in seiner Entwicklung in der Steinzeit einfrierst, die ja auch nur schlappe 2,5 mio Jahre dauerte und in der sich der Mensch auch weiterentwickelt hat, würde er irgendwann an einer der Veränderungen Hops gehen
Ich sagte der Homo Sapien Sapien hat sich seit dem Ende der Eiszeit nicht mehr Evolutionär großartig verändert, was glaubst du wieviel GEnerationen es dauert bis sich Merkmale durch Selektion durchsetzen. Und der Mensch überlebte auch nicht aus Evolutionären Gründen sonder eher durch die schaffung von Kultur. Das ist aber nicht in den genen oder in deinem Erbgut intergriert.
Cachalot schrieb:Muss mal schauen, ich hab noch die geschätzte Zahl von 5 mio Menschen am Ende der Steinzeit.
Mit Beginn des Ackerbaus, ebenfalls noch Steinzeit, stieg die Zahl schneller.
Ist klar, wobei es dem TE wohl eher um Jäger und Sammler ging. Wobei man kann auch die Jungsteinzeit vielleicht noch Mitnehmen.
Cachalot schrieb:Zwischen bremsen und stagnieren liegt ein Unterschied. Ein langsames kontinuierliches Wachstum ist ausreichend
Nur wird es bei einem jungsteinzeitniveau schneller an Grenzen stoßen. Also würde eine Stagnation eben irgendwann einsetzen.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 08:50
Fedaykin schrieb:über Jahrhundert oder gar Jahrtausende
Natürlich. Und ohne die Möglichkeit der Anpassung in dem Zeitraum sieht es halt duster aus für die meisten Arten
Fedaykin schrieb:Wie gesagt der MEnsch hat sich Evoluitonär nicht angepasst
Auch der Mensch hat sich evolutionär angepasst. Selbst seit der Steinzeit. Beispiel Kiefergröße wird kleiner.
Natürlich nur in den üblichen kleinen Schritten der Evolutionsgeschwindigkeit. Aber auch wir stellen da noch keine Ausnahme dar. Das fängt jetzt langsam an das wir auf Grund der Medizin die natürliche "Auslese" beeinflussen können.
Fedaykin schrieb:Nur wird es bei einem jungsteinzeitniveau schneller an Grenzen stoßen. Also würde eine Stagnation eben irgendwann einsetzen.
Es ging ums Ausrotten. Zuerst ist deine Annahme der Stagnation eine Annahme. Mehr mal nicht.
Die darin begründet ist das Iwan die Nahrungsmittel knapp werden. Wann werden die Nahrungsmittel knapp? Wenn das Futter verschwindet. Es kann sich entweder ein Gleichgewicht zwischen Räuber und Beute einstellen, oder, wenn der Räuber zu effizient, rottet er die Beute aus und hat dann selbst ein Problem.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 09:10
Cachalot schrieb:Natürlich. Und ohne die Möglichkeit der Anpassung in dem Zeitraum sieht es halt duster aus für die meisten Arten
Sicher, stirbt ja auch mal was aus aber wie gesagt so gravierende Änderungen die auch noch Plötzlich eintraten und dann noch Global.. sehr selten, und nicht jede Änderungen führt gleich zum Aussterben, dafür müsste es schon eine sehr spezielaisierte /Nischenspezies sein. Pandas, und Koalas, wären zb so anfällig.
Cachalot schrieb:der Mensch hat sich evolutionär angepasst. Selbst seit der Steinzeit. Beispiel Kiefergröße wird kleiner.
Natürlich nur in den üblichen kleinen Schritten der Evolutionsgeschwindigkeit. Aber auch wir stellen da noch keine Ausnahme dar. Das fängt jetzt langsam an das wir auf Grund der Medizin die natürliche "Auslese" beeinflussen können.
Homo Sapien Sapien. Aber Evolutio bzw das was du daraus machtest hat eben nur bedingt mit dem Thema zu tun. Wir sind heute da wo wir sind durch die Kulturentwicklung und Bewahrung, nicht aus Evolutionären Gründen.
Cachalot schrieb:Es ging ums Ausrotten. Zuerst ist deine Annahme der Stagnation eine Annahme. Mehr mal nicht.
Wieso? Wachstum ist immer begrenzt, je wenier Technik der Mensch hat desto eher wird die Grenze Erreicht. Also auf Jungsteinzeitniveau wirst du aber lang lange Brauchen um zb 7 Mrd zusammenzubekommen.

Ebenso das die Dichte so groß wird das man großflächig Tierarten ausrotten kann. In isolierten Biotopen durchaus.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 09:16
@Fedaykin
wer spricht denn von plötzlichen Änderungen? Die kommen selten. Es geht um das normale, ohne Katastrophen einhergehende Änderungen.
Kannst dich nicht anpassen bist raus.


Der Rest ist ein drehen im Kreis.


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Hätten wir Überbevölkerung wenn wir noch in der Steinzeit leben würden

14.08.2019 um 11:00
Fedaykin schrieb:Jo, mit dem Beginn der Industrialisierung und vielen wichtigen ERfindungen bzgl Landwirtschaft und co..

Wir sehen aber die Wachstumsraten prä Industriell, von "Steinzeit" ganz zu schweigen welche Wachstumsraten realistisch sind
Vergiß meinen Einwurf, ich dachte, Du meintest mit gebremst das rechte Ende der Zeitleiste. War halt spät. Äh, früh. Oder so.

OK, aber da gibts dennoch ein bisserl Schieflage.

Erst mal: "sapiens", nicht "sapien", wie Du nun schon mehrfach geschrieben hast.

Dann gibts durchaus genetische Evolution, und die muß nicht gleich in Jahrmillionen gerechnet werden, sie kann auch in kürzeren Zeiträumen als Jahrhunderttausenden erfolgen. Zum Bleistift unsere Laktoseintoleranz. In sogenannten Milchwirtschaften, also Kulturen, die dringend benötigte Eiweiße über Milch und Milchprodukte aufnehmen (Alternative z.B. Sojakultur) ist die Milchverträglichkeit genetisch verankert; die Unverträglichkeit findet sich z.T. nur noch in 10% der Bevölkerung. Da Viehzucht erst vor ca. 10.000 Jahren einsetzte (und in Nordeuropa, wo die geringste Unverträglichkeit in der Bevölkerung vorkommt, um einiges später), reden wir hier von einer - zwar nicht abgeschlossenen, aber weit gediehenen - genetischen Anpassung binnen einiger Jahrtausende.

Klar, der Homo sapiens (ich laß mal ein "sapiens" weg), der "anatomisch moderne Mensch", existiert seit vielleicht 350.000 Jahren - und ist seit 200.000 Jahren "anatomisch modern". Die genetische Evolution dessen, was uns zum anatomisch modernen Homo sapiens macht, ist also seit 200.000 Jahren abgeschlossen. Dennoch geht Evolution weiter, und es ist fraglich, ob sich da ein "Evolutionstempo" seither vermindert hätte. Ist wohl auch ne Frage, wie wir die jüngere Evolution bewerten. Denn jede genetisch-evolutionäre Veränderung innerhalb der letzten hunderttausend Jahre kann sich nicht in der Gesamtpopulation durchgesetzt haben, da es seitdem "Afrikaauswanderer" gibt, deren genetischer Rückfluß nach Afrika quasi nicht vorhanden ist (siehe nur die genetische Vermischung mit Neandertaler und Denisovaner, die nur bei Außerafrikanern vorkommt).

Schon aus Gründen der political correctness müssen wir also sämtliche Evolution im HS der letzten 100.000 Jahre als "unbedeutend" bezeichnen. Und im Sinne einer "Artveränderung" ist dies auch völlig korrekt. Im Sinne einer "Veränderung des Erbgutes /von Merkmalen" hingegen stimmt es nicht, da tickt die genetische Uhr weiterhin ganz normal.

Nebenbei spricht man auch von kultureller Evolution. Und hätte Cachalot in Eurer späteren Diskussion sich nicht wie Du auf die biologische Evolution beschränkt, wäre seine Aussage
Cachalot schrieb:Mit einem Stopp aller Weiterentwicklung in der Steinzeit, also bei Jäger und Sammler würde bedeuten den Menschen aus der Evo raus zu nehmen. Stillstand.
schlicht korrekt und nicht zu beanstanden gewesen. Bezogen auf kulturelle Evolution wäre Cachalots Einwand total sauber.

Dann brach in vielen Weltregionen bei Ankunft des Homo sapiens die Megafauna zusammen. Und das nicht nur auf Neuseeland, als die Maori dort vor ca. 800 Jahren ankamen, oder auf Madagaskar vor rund 2000 Jahren. Sondern eben auch auf Nordamerika vor gut 10.000 Jahren oder auf Australien vor rund 50.000 Jahren. Also mittenmank in der Steinzeit, ja Altsteinzeit. Also schon bei der damaligen geradezu lächerlich winzigen Populationsgröße scheint der HS seinen Anteil an der Extinktion geleistet zu haben. Ja selbst für das Verarmen des afrikanischen Großräuberspektrums, vor allem der Großkatzen, werden mittlerweile unsere Vorfahren als Hauptverantwortliche diskutiert. Und diese Verarmung fand hauptsächlich im Zeitraum zwischen 3 und 2 Millionen Jahren vor heute statt.

Ebenso wird diskutiert, ob das Klima des gesamten Holozän womöglich auf unsere Kappe geht. Eigentlich befinden wir uns seit über 10.000 Jahren in einer Warmzeit, wie es sie im Pleistozän immer wieder zwischen zwei Kaltzeiten gegeben hat. Doch verhält sich die aktuelle Warmzeit seit fast von Anfang an anders als die übrigen Warmzeiten. Während früher relativ schnell ein Temperaturmaximum rreicht wurde und dann das globale Temperaturmittel ziemlich gleichmäßig absank und zur nächsten Kaltzeit führte, blieb das globale Temperaturmittel der letzten rund 10.000 Jahre erstaunlich stabil:
csm LangfristigeTemperaturentwicklungNEU
Durch Ackerbau und Viehzucht veränderten unsere Vorfahren den Methanhaushalt der Atmosphäre, was durchaus die Ursache dafür sein kann, daß die natürliche klimatische Entwicklung seither nicht bloß beeinflußt, sondern global komplett geändert wurde. Also direkt "in der Steinzeit" (auch wenns Jungsteinzeit is).

Überbevölkerung ist übrigens ein ziemlich relativer Begriff. Für altsteinzeitliche Verhältnisse wäre eine globale Population von 10 Millionen Menschen wahrscheinlich eine Überbevölkerung, für die Jungsteinzeit wären es 100 Millionen. Mit Replikatortechnologie und Kernfusion wären 10 Milliarden wohl noch lange keine. Anders gesagt: Überbevölkerung ist auf jeder Kulturstufe ein Thema, auch für die Steinzeit. Selbst bei Tieren kann man davon sprechen. Nicht ohne Grund schwanken die Populationszahlen praktisch jeder Tierart binnen weniger Jahre, eben weil quasi jede Spezies sich so lange vermehrt, bis es "nicht mehr weitergeht". Gibts dann irgendwelche Schwankungen im Bereich der Nahrungsbeschaffung nach unten, stellt die aktuelle Population eine "Überbevölkerung" dar, was normalerweise auf "Bevölkerungsreduktion" hinausläuft. Oder auf das Erschließen neuer Ressourcen (Zugriff auf neue Nahrungsquellen, Auswandern...), was eine Veränderung des natürlichen Gleichgewichts, eine Veränderung von Biotopen bedeutet und damit auch ein Rückgang der Populationsgröße anderer Spezies (sei es als betroffene "Nahrungsquelle" oder als Konkurrenten um diese Nahrungsquelle). Wir Menschen haben die Fähigkeit, uns "aussuchen" zu können, ob wir lieber auf brauchbare Populationsgröße zusammensterben oder andere Spezies aufzuessen bzw. zu verdrängen.


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