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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

74 Beiträge, Schlüsselwörter: Wetter, Klima, Klimawandel, Hitze, Wüste, Dürre, Trockenheit, Steppe

Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

09.05.2020 um 19:40
Löwenzahn kann man gut essen, ebenso Brennesseln, die wachsen auch noch fleißig. Gibt auch noch mehr.
Man muß sich nur an die Bitterstoffe gewöhnen und sie ggf. abmildern können.


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

09.05.2020 um 20:05
Feldsalat geht auch ab wie sonst was.
Aber irgendwo ist halt immer ein Haken, der Ertrag ist eben nicht gerade so der Brüller.

Vielleicht doch noch mal mit den Genen versuchen und auch Klonen kann sich lohnen.^^


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

09.05.2020 um 20:22
Vomü62
schrieb:
Ich würde da eher versuchen, irgendwie ab zu decken. Zum Glück blüht meiner noch nicht, weil wir hier sowieso hinterher hängen (hier blühen immer noch die Apfelbäume, Birne ect), der Wein hat erst in den letzten Tage sichtbar ausgetrieben, sodaß ich hoffe, das nur Blätter geschädigt werden, wenn überhaupt. Letzte Woche hatte ich ja auch schon -3°, da hat er anscheinend nichts abgekriegt.Aber es ist wirklich jedes Jahr mehr eine Zitterpartie geworden, die Extreme sind sichtbar mehr geworden gegenüber vor 30 oder 20 Jahren.
bei uns sind die Obstbäume schon durch und auch der Wein ist bereits voll da. An Abdecken hab ich auch schon gedacht man könnte ja die Steine unter die Plane legen, damit sich die Wärme sammeln kann. Ich müsste aber erst mal eine so große Plane finden das wird etwas schwierig evtuell liegt irgendwo im Keller noch eine rum.
_Mensch_
schrieb:
Möchte eine Überlegung von mir äußern. Kann absoluter Unsinn sein, aber vielleicht ja auch nicht. Solarpanel installieren, ein sehr langes Heizkabel dicht bei den Pflanzen verlegen und das ganze vielleicht mit einer Zeitschaltuhr programmiert laufen lassen. Wäre natürlich mit Anschaffungskosten verbunden.Was haltet ihr davon?
Ich denke schon das es funktioniert allerdings würde die Beschaffung ziemlich teuer. Da greif ich doch lieber auf Konventionelle Methoden zurück.
taren
schrieb:
Wenn man ein Thema 100 - 200 Jahre verfolgt und sich dabei immer vorwärts entwickelt
Irgendwann wird der Mensch sicher mal zu einer Weltraumnation werden, die das Sonnensystem langsam kolonisieren wird. Aber bis dahin vergeht ja noch ne menge Zeit. Wir und die nächsten Generationen werden noch mit der Erde klarkommen müssen.
Und ich würde es echt für ein Armutszeugnis an Menschlichkeit betrachten wenn der Mars in Zukunft bessere Lebensbedingungen bieten würde als die Erde.


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

09.05.2020 um 20:36
MyVelorum
schrieb:
bei uns sind die Obstbäume schon durch und auch der Wein ist bereits voll da. An Abdecken hab ich auch schon gedacht man könnte ja die Steine unter die Plane legen, damit sich die Wärme sammeln kann. Ich müsste aber erst mal eine so große Plane finden das wird etwas schwierig evtuell liegt irgendwo im Keller noch eine rum.
Das ist auch für meine Bienen das Problem, es kam alles auf einmal ohne zu regnen, was auf den Nektar Ertrag ging.
Inwieweit das nun den Ertrag der Pflanzen beeinträchtigt, das können wohl eher die Landwirte am Ende beurteilen.
Kulturpflanzen scheinen mir unterm Strich anfälliger, die haben nun mal den Ertrag, weil das logischerweise das primäre Ziel war.
Das gleiche ist ja mit den Honigbienen, die sind auf Ertrag ausgelegt, die juckt es auch nicht so sehr, ob eine hohe Diversität da ist oder nicht,
zumindest nicht so sehr wie Wildbienen. Für viele Wildbienen kann eine rein auf Ertrag ausgelegte Landwirtschaft der Tod sein, was wiederum dazu führt, dass die Landwirtschaft noch härtere Geschütze auffährt. Anfahren von Bienenvölker oder eben Pflanzen die gar keine mehr brauchen. Das Problem an der Entwicklung ist einfach, dass alles mehr und mehr vom Menschen gemacht werden muss, um funktionieren zu können. Wärend ein natürliches Ökosystem keinen großen Aufwand bedarf. Zudem besteht die Gefahr, dass das natürliche System gar nicht mehr hinterher kommt. Am Ende schaukelt sich alles immer weiter auf, der Mensch fährt härtere Geschütze auf, es wird noch schlechter für das Ökosystem, weshalb der Mensch noch härtere Geschütze auffährt. Alles nicht gerade sehr prickelnd.


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

10.05.2020 um 10:31
Vomü62
schrieb:
Löwenzahn kann man gut essen, ebenso Brennesseln, die wachsen auch noch fleißig. Gibt auch noch mehr.
Man muß sich nur an die Bitterstoffe gewöhnen und sie ggf. abmildern können.
Außer den "Karnickeln" hat sich in unserer Familie noch keiner dazu herabgelassen "Löwenzahn" zu essen... Aber jeder wie ers gern hat... ;)

Ich bevorzuge ein saftiges Stück Fleisch vom Grill oder aus der Pfanne... :D

Mein "Gewissen" erlaubt es mir außerdem nicht "meinem Essen das Essen wegzufressen"... ;)


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

10.05.2020 um 11:02
KaMailLeon
schrieb:
Ich bevorzuge ein saftiges Stück Fleisch vom Grill oder aus der Pfanne... :D
Wir sind auch keine Vegetarier, oder gar Veganer. Aber trotzdem achten wir schon ein bissl auf gesunde Ernährung.
Und zur Abwechslung, grad im Frühling, wenn es noch zart ist, kann man durchaus auch mal Wildkräuter oder -gemüse mit essen. Man muß es ja nicht roh essen, und wenn man weiß wie es geht, kann man auch mit den Bitterstoffen umgehen.
Frisch gepflückt und gleich zubereitet ist es auf alle Fälle gesünder als das Zeug, das sich tagelang im Supermarkt herumwälzt.
Und es ist sehr billig und klimaneutral ;)


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

10.05.2020 um 17:08
_Mensch_
schrieb:
Schnellstmöglich sollte eine Lösung her, die am besten niemanden und nichts beeinträchtigt. Wunschdenken lässt nicht nach. Wir brauchen Perspektiven,
Ich hab gestern wieder eine Petition in der Hand gehabt. Die Umweltinitiativen versuchen gerade Druck auf die Regierung auszuüben, jetzt "durch/nach/mit" Corona, den Umwelt schädigenden Unternehmen soweit den Hahn abzudrehen, dass sie umdenken müssen. (Also kleine Betriebe schützen, großen nur unter Auflagen Unterstützung zusichern.) Das ist natürlich immer noch keine Perspektive und ob das Stimmen-Gewedel was bringt, steht auch in den Sternen, aber immerhin ein Anfang.
_Mensch_
schrieb:
denn unsere Jugend und alle darauffolgenden Generationen, möchten auch noch in den Genuss kommen, Natur und Tierwelt kennen zu lernen.
Unsere Jugend hat ja immerhin schon mit friday for future angefangen. Wir hatten das Thema letztens zuhause. Ich bin der Meinung, es wird vermutlich noch mindestens eine Generation dauern, bis sich eine ausreichend große Masse der Denkwende angeschlossen hat, aber es ist eine Tendenz sichtbar. Wenn ich an meine Generation denke, da wäre zu Schulzeiten niemand gegen Braunkohleförderung oder Automobilkonzerne auf die Straße gegangen.
Es gibt auch Aufklärungsprojekte für Kids, die wiederum dann kreative Ideen einbringen, wie man das auch den Erwachsenen näher bringen könnte. Ist ein schöner Gedanke für den Anfang. :)
- Und diese Kinder werden zukünftig mit größerer Wahrscheinlichkeit ihren Urlaub nicht im Flugzeug und auf Kreuzfahrtschiffen verbringen.
Man darf ja auch die positiven Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren. Jedenfalls nicht völlig.
Yooo
schrieb:
Wenn man das mal zuende spinnt, werden robuste super Pflanzen (ob mit Genmanipulation oder ohne) wohl die Weltherrschaft erlangen.
Das gab's doch schon mal. ;) Damals beim Aussterben der Dinosaurier (einem extern induziertem zu raschen Klimawandel) war es der Farn. Der Farn konnte immer und überall und hat am Ende eine Zeit lang die ganze Welt begrünt.
KaMailLeon
schrieb:
nennt sich "Unkraut" ... ;)

"Löwenzahn und Co."
Heeeee, Vorsicht! Es heißt Beikraut, nicht Unkraut. :D
Danke @Vomü62
(Da ich hier in der Stadt keine Wildwiesen habe, hat mir meine Ma letztes Jahr sogar Löwenzahn gesammelt, weil ich ein paar Tees zur Entgiftung da haben wollte.)

Die, übrigens, leiden auch an der Trockenheit. Löwenzahn wird sich möglicher Weise länger halten, als das Gänseblümchen oder der Sauerampfer, weil seine Samen so weit vom Winde verweht werden und immer wieder ein Fleckchen nutzbare Erde finden. - Aber den Brennnesseln im Garten meiner Eltern oder bei längeren Spaziergängen im Wald habe ich die trübe Stimmung letztes Jahr deutlich angesehen. Sie haben nicht einmal mehr sonderlich gebrannt. Und als Stadtkind liegt das ganz sicher nicht daran, dass ich es gewohnt bin. Also ich halte unsere Beikräuter nicht unbedingt für den Kevin der Flora und Fauna. Wenn, dann würde ich eher mit einer wilden ungewollten Kreuzung/Mutation durch die Monokulturen rechnen.
(...) stehen Fälle, in denen sich gentechnisch veränderte Pflanzen spontan jenseits der Ackergrenzen in Naturräumen oder Landwirtschaftssystemen verbreitet haben und bei denen es zumindest fraglich ist, ob sie im Bedarfs- oder Notfall „zurückgeholt“ werden können. Einige der transgenen Pflanzen sind bereits in verwandte Wildarten eingekreuzt. Insbesondere in diesen Fällen muss damit gerechnet werden, dass sie sich einer effektiven Kontrolle dauerhaft entziehen.
Gen-ethisches Netzwerk - unkontrollierte Verbreitung



Gruß


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29.05.2020 um 11:35
Update:

Wir haben nun Ende Mai und auch dieser hat sein Niederschlagssoll nur zur hälfte erfüllt, wobei der Regen ungleichmäßig über Deutschland verteilt wurde.


Hier eine Karte der oberen 25 Zentimeter.

Drre


Vergleich des Gesamtboden von 2018 und 2020.


Drre GesamtbodenOriginal anzeigen (0,2 MB)



Was man in der Oberen Karte erschreckend gut erkennt sind die roten Flecken. Besonders ganz im Westen ist ein riesiger roter Fleck. Hier ist Landwirtschaft ohne künstliche Wasserversorgung bereits nicht mehr möglich. Aber auch die anderen Landesteile schneiden nicht unbedingt besser ab. Fast überall sind die Pflanzen im Trockenstress.

Bereits jetzt sieht der Sommeranfang schon düsterer aus als der 2018. Sollte dieser Sommer wieder so warm und Trocken ausfallen werden die Schäden an der Natur Immens sein. Die Langzeitprognosen sind sich noch unsicher wie der Sommer ausfällt aber zu trocken wird derzeit von beinahe allen berechnet.


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

23.07.2020 um 13:37
Update:

Bei uns sieht es nicht gut aus. Ich liege direkt im roten Bereich. Aber nicht nur ich sondern ein ganzer Streifen vom Westen bis zum Osten ist von schwerer Trockenheit geplagt.

Die Wiesen sehen verheerend aus bei uns. Alles komplett Braun und auch kleinere Bäume bekommen schon Gelbe Blätter oder rollen sich zusammen. Ohne ständiges gießen würden vermutlich meine Angepflanzten Jungbäume schon abgestorben sein. Die Zisterne ist auch schon wieder auf nem Niedrigen stand angekommen...

Hier mal eine Übersicht:
Drre Deutschland


Der Norden konnte sein Defizit zum Teil wieder ausgleichen durch Wochenlange Regenfälle. Auch der Südosten hat Wasser bekommen ohne Ende. Diese Tatsache verfälscht jedoch das Gesamtergebnis erheblich.
Der Juni gilt mit 90 Liter auf den Quadratmeter Deutschlandweit sogar leicht zu nass, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollte das die Niederschläge je nach Region sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Deutschland ist eben groß. Von den 90 Litern kam hier nicht mal die hälfte an und ich lebe nicht im Osten sondern in Westdeutschland wo es generell nasser ist. (Normalerweise)

Mal schauen wie der August werden wird. Sollte das jetzt jeden Sommer so weitergehen müssen wir unsere BioLandwirtschaft wohl aufgeben. Die Tiere finden nichts mehr auf den Wiesen. Früher kam man kaum hinterher mit dem Abweiden heute ist man froh wenn genug Fläche zu abweiden zu Verfügung steht.


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

24.07.2020 um 13:47
Das geht mir auf den Zeiger, diese ignorante Faktenresistenz, öh es hat ja geregnet, kann ja keine Dürre mehr in den Böden sein 🙄


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

24.07.2020 um 20:31
South Park: Es ist in der Tat an der Zeit damit zu beginnen darüber nachzudenken, ob wir nicht anfangen sollten, uns Sorgen zu machen.

30 Jahre später: Ich denke, es ist an der Zeit damit zu beginnen darüber nachzudenken, ob wir den Prozess des Sich Sorgen Machens überdenken sollten

100 Jahre später in der Wüste: Klimaveränderungen gab es schon immer, außerdem hat es vor 3 Jahren erst geregnet. Ich denke also nicht, dass wir beginnen sollten darüber nachzudenken den Prozess des Sich Sorgen Machens zu überdenken.


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24.07.2020 um 22:46
@Katori

Jup selbst der Norden, wo sich viele über das Regenwetter so beschwert haben ist sogar derzeit noch zu trocken. Der Regen hat zwar die Wiesen und Felder bewässert aber bereits etwas Tiefer ist nur wenig angekommen. Da erkennt man mal wie viel Regen es braucht um das Defizit wieder auszugleichen.
Wenn das stimmt mit den 35 Grad nächste Woche Dienstag, dann sind die Paar Liter Regen die am Sonntag bei uns angeblich kommen sollen schon fast nen Witz.

@Yooo

Mit South Park kenn ich mich nicht aus. Aber ja das trifft es auf den Punkt. Genau so läuft es leider in viel zu vielen Köpfen ab.


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24.07.2020 um 22:59
@MyVelorum ich weiß. Vorhin war ich etwas unterwegs. Ultratrocken alles.


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Die große Dürre: Wird Deutschland bald zur Steppe werden?

heute um 14:53
Ich wohne im blauen Bereich. Dieses Jahr hat es nach einem trockenen Winter schon überdurchschnittlich viel geregnet.
In den letzten 44 Stunden viel durchgehend Regen, mindestens 20 Stunden Starkregen.

Hier ein "See", der vor 2 Tagen noch nicht da war.

20200804 115902Original anzeigen (3,4 MB)


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