Natur
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Wale und Delfine

41 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tierquälerei, Wale, Delfine ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wale und Delfine

23.06.2024 um 17:48
Orcas, die in jungen Jahren von ihrer Gruppe getrennt und eingefangen wurden oder in Gefangenschaft geborenen wurden, können (oder sollen) ja auch oftmals gar nicht mehr ausgewildert werden.
Orca Lolita stirbt z. B. nach unglaublichen 53 Jahren in Gefangenschaft. Wikipedia: Lolita (Orca)

https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/orca-toki-sollte-nach-50-jahren-in-die-freiheit---jetzt-starb-sie-33750544.html

https://de.whales.org/wdc-ziele/delfinarien-schliessen/orcas-gefangenschaft/ssens-Erpressung

Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Leider sind Zoos und Aquarien, ja selbst Botanische Gärten, bereits zu Archen geworden. Und werden es in zunehmendem Maße weiterhin.
Sicher, solche Einrichtungen sind tatsächlich, wie du treffend schriebst, zu Archen geworden. An sich sogar ja erstmal gut.
Nur leider öffnen diese Archen ihre Pforten und kassieren groß ab durch Zuschauer, die sich die Kunststückchen darbringenden Tiere ansehen wollen, welche konditioniert wurden, "Sachen zu machen", um Nahrung zur Belohnung zu bekommen. In diesen "Parks" geht es doch ausschließlich um Geld, um monetäre Einnahmen.

Was ich mich frage, ist: Warum gehen Menschen immer noch in Delfinarien u. A.? Man könnte es doch inzwischen besser wissen.
Eine Belustigung kann ich da nicht erkennen, im Gegenteil - man sieht dort Tiere in einem viel zu kleinen Umfeld, die dort einfach nicht hingehören.

Der Ansatz von @perttivalkonen war aber sicherlich richtig: Vom Artensterben bedrohte Tiere wären in sie schützenden Habitaten besser aufgehoben.

Da gibt es indes eine lange Liste: https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

23.06.2024 um 17:52
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Ich kenne nur eine artgerechte Haltung: freie Tiere in ihrem Habitat...Zoo sind doch groteske Shows, gehören abgeschafft.
Um das zu verwirklichen, würde das Geldsystem abgeschafft werden müssen - und die Menschheit.


melden

Wale und Delfine

23.06.2024 um 19:02
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Ich kenne nur eine artgerechte Haltung: freie Tiere in ihrem Habitat
Und wenn der natürliche Habitat immer mehr verschwindet und zerstört wird? Was dann? Dann gibt es eines Tages diese Tiere nicht mehr. Es ist ein Wunschdenken,zu glauben,dass noch alles in Ordnung wäre. Der Lebensraum der Tiere geht zurück und ein globales Artensterben ist im Gange,das geht von einem Insekt bis hin zu einem Nashorn und andere.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Zoo sind doch groteske Shows, gehören abgeschafft
Die Aufgabe von Zoos sind heute nicht, Tiere als Showobjekte zu dienen. Heute haben zoologische Gärten auch die Aufgabe, bedrohte Arten zu retten,indem man sie züchtet. Immer mehr Zoos und auch private Tierhalter: innen schließen sich die Citizen Conservation an,die koordinierte Erhaltungszuchtprogramme für bedrohte Arten aufbauen, auch für Wiederansiedlungen,zu Forschungszwecken,denn nur durch forschen und Wissen kann man langfristig Arten retten,usw. ..
Wer soll das machen, wenn nicht Zoos?
Heutzutage könnte jeder Zoo sofort zu machen,wenn er keinen sinnvollen Zweck erfüllen würde.
Das Tiere als Showobjekte dienten,dass war noch in den 60 ziger Jahren,als man Schimpansen an Ketten rum geführt wurden und die Besucher sicher darüber gefreut haben... Heute geht's nach diesem Motto:
"Haltung rettet Arten".

Citizen Conservation:
https://citizen-conservation.org/

Würde man Zoos abschaffen, würden Arten für immer aussterben,weil niemand mehr da wäre,um den Erhalt dieser Tiere zu helfen. Wer soll das dann deiner Meinung nach machen?
Forschungsstationen und Zuchtstationen vor Ort in den betroffenen Ländern können das alleine nicht bewältigen. Wir brauchen die zoologischen und wie auch die botanischen Gärten dringender als zuvor.
Da auch zahlreiche Zoos weltweit mit Aufgabestationen in Afrika... zusammen arbeiten.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

23.06.2024 um 19:05
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Aufgabestationen in Afrika.
Auffangstationen , sollte es heißen...


melden

Wale und Delfine

23.06.2024 um 19:21
Zitat von FlaccoonFlaccoon schrieb:Nur leider öffnen diese Archen ihre Pforten und kassieren groß ab durch Zuschauer, die sich die Kunststückchen darbringenden Tiere ansehen wollen, welche konditioniert wurden, "Sachen zu machen", um Nahrung zur Belohnung zu bekommen. In diesen "Parks" geht es doch ausschließlich um Geld, um monetäre Einnahmen.
Ich sprach in voller Absicht nur von Tierpark/Zoo, Aquarium und Botanischem Garten. Dort werden die Tiere nicht auf Kunststückchen dressiert wie in Delfinarien etc. Nicht daß es überhaupt keine Kunststückchen bei einzelnen Zootieren gäbe, doch sind diese nicht der eigentliche "Besuchermagnet" und werden entsprechend nur fakultativ eingeübt, nicht mit dem von Dir angesprochenen Druck (Nahrungsentzug).

Bitte nicht Zoo und Orca-Show gleichsetzen. Letzteres kann gerne sofort eingestellt werden. Und sollte dies nicht direkt möglich sein (mangelnde Zoo-Kapazitäten fürs Aufnehmen), dann sollte man das konsequent auslaufen lassen, also jegliche Neubestückung mit Jungtieren unterbinden.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

24.06.2024 um 09:41
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Zoo sind doch groteske Shows, gehören abgeschafft.
Da bin ich mir nicht immer sicher.

Vielleicht keine Delphinen oder Orkas mehr. Aber Zoo sehe ich nicht so das dies abgeschafft werden soll.

Ich denke es gibt genug Tiere, die sich freuen über ein gute versorgung. Es gibt an Tiere auch alles mögliche.
Ich gehe gerne in den Zoo. Schaue mir immer mittags beim Kochen WDR Giraffen und (keine ahnung wie sonst)
Da sieht man oft wie liebevoll die Pfleger damit umgehen. Und Tiere auch an ihren Pfleger hängen.

Ich denke nicht alle Tiere gehören im Zoo, aber viele doch.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

24.06.2024 um 11:48
Zitat von klompje1klompje1 schrieb:Schaue mir immer mittags beim Kochen WDR Giraffen und (keine ahnung wie sonst)
Giraffe, Erdmännchen & Co :D
Sowas schau ich auch immer gerne an, besonders wenn es aus Stuttgart mit der Wilhelma kommt.
Zitat von klompje1klompje1 schrieb:Da sieht man oft wie liebevoll die Pfleger damit umgehen
Vor der Kamera immer,diese TV Reihe sind ja auch Werbevideos für ihre Zoos,da will jeder gut aussehen.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

24.06.2024 um 14:56
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:also jegliche Neubestückung mit Jungtieren unterbinden.
Zum Glück sind derzeit nicht allzu viele Orcas in Gefangenschaft lebend, und in der EU sind darunter auch keine Wildfänge.
Aktuell gehaltene Schwertwale
Europäische Union: 7, davon 0 Wildfänge, ein gerettetes Exemplar
Nordamerika: 18, davon 3 Wildfänge
Japan: 7, davon 1 Wildfang
China: 19–21, davon 15–17 Wildfänge
Russland: ca. 1–3, ausschließlich Wildfänge
Quelle: Stand Oktober 2023
Wikipedia: Schwertwal#Schwertwale in Gefangenschaft

Leider, aber nicht verwunderlich, ist China auch in dieser bedauerlichen Bilanz Tabellenführer.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

24.06.2024 um 15:07
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Giraffe, Erdmännchen & Co
Schaue ich manchmal auch ganz gerne mal beim Zappen. Aber beim Zwillingsableger dieses Formats störe ich mich dann doch bereits am Titel "Panda, Gorilla & Co." Denn speziell Menschenaffen hinter Glas im Zoo zu sehen, empfinde ich persönlich als sehr bedrückendes und verstörendes Erlebnis. Immer ein trauriger Anblick.


melden

Wale und Delfine

25.06.2024 um 16:04
Nicht unerwähnt bleiben sollte aber auch, wie viele engagierte Menschen es gibt, denen das Leben eines Tieres eine Herzensangelegenheit ist und die sich stundenlang bemühen, um gestrandete (Schwert-)Wale zu retten.
Danke!
Youtube: 6 Orca-Rettungsgeschichten, die Ihr Herz erwärmen werden
6 Orca-Rettungsgeschichten, die Ihr Herz erwärmen werden
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.



melden

Wale und Delfine

28.06.2024 um 22:08
Zitat von FlaccoonFlaccoon schrieb am 24.06.2024:Europäische Union: 7, davon 0 Wildfänge, ein gerettetes Exemplar
Das dürfte der Loro Parque sein und bei dem "geretteten Exemplar" handelt es sich höchstwahrscheinlich um Orca Dame "Morgan" bei der man auch vortrefflich darüber streiten kann ob es bei dieser "Rettung" bzw ihrem "Werdegang" danach nu wirklich so sehr darum ging einen Orca der ja "in freier Wildbahn nicht überlebensfähig sei" zu "retten" oder es viel interessanter war kostenlos ein sonst sehr teures Tier zu bekommen, das die Niederländer zwar aus allerbester Absicht eingesammelt haben werden aber mit der Abgabe an Loro Parque (mangels eigener Möglichkeiten Morgan zu halten und zu versorgen) nicht hätten ahnen können, dass es vermutlich zu weit weniger Leid geführt hätte stattdessen einfach ein ordentliches Orca Gulasch zu machen.. vermutlich konnte man keinen hinreichend großen Topf finden.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

29.06.2024 um 15:50
Zitat von FraukieFraukie schrieb:Das dürfte der Loro Parque sein und bei dem "geretteten Exemplar" handelt es sich höchstwahrscheinlich um Orca Dame "Morgan"
Genau, ja. Der Wiki-Artikel dazu ist aufschlussreich.

Ihre Bergung:
Etwa eine Woche vor der Rettung des Schwertwals berichteten einige Menschen, dass sie einen „großen Wal“ gesichtet hätten. Die Küstenwache bat das Dolfinarium Harderwijk, einen Rettungsplan für das Tier auszuarbeiten. Bei einer aufwendigen Rettungsaktion wurde das Tier schließlich ins Delfinarium gebracht. Der Schwertwal war 3,57 m lang und wog nur 430 kg, was laut Experten für ein Tier dieser Länge mindestens 230 kg zu wenig sei. Auch litt es an einer Lungenentzündung und war dehydratisiert. Sein Alter wurde auf 1 bis 3 Jahre geschätzt.
Freilassungspläne nach der Aufpäppelung:
Es war schnell klar, dass man das Tier – unter anderem wegen seines jungen Alters – in seine Familiengruppe zurückbringen musste, weil es ansonsten nicht überleben würde. Man kontaktierte daher eine Gruppe internationaler Wissenschaftler, die sich zum Ziel gesetzt hatten, alle Schwertwale des Nordatlantiks zu katalogisieren und durch Fotos leicht identifizierbar zu machen. Die Wissenschaftler begannen im September 2010 mit ihrer Arbeit, machten Fotos des Hautmusters und der Rückenflosse und nahmen DNA-Proben. Doch konnte man die zugehörige Familiengruppe nicht finden.

Ein Rat aus sieben unabhängigen Wissenschaftlern war sich einig, dass Morgan nicht ausgewildert werden könne. Sie sei nicht fähig, selbständig zu jagen und sie würde von einer fremden Orca-Familie nicht aufgenommen werden. Die niederländischen Behörden beschlossen daher endgültig, Morgan nicht ins Meer zurückzubringen.

Nach mehreren Klagen verschiedener Tierrechtsorganisationen bestätigten Wissenschaftler nachdrücklich, dass die einzige Alternative zur Haltung von Morgan in menschlicher Obhut ihre Einschläferung wäre.
Ihr Leben im Loro Parque:
Da sie auf akustische Signale nicht reagierte, wurde im Dezember 2012 ein Audiogramm durchgeführt, das bewies, das Morgan fast völlig taub ist und dies ihre Jagdschwierigkeiten und ihre Strandung nicht nur erklärt, sondern auch eindeutig eine erfolgreiche Auswilderung unmöglich macht.
Es war/ist ein Dilemma. Was soll man mit einem nicht mehr auswilderbaren Orca machen?
Ob es Morgan im Loro Parque "gut" geht ... ich weiß es nicht.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

29.06.2024 um 21:29
Zitat von FlaccoonFlaccoon schrieb:Es war/ist ein Dilemma. Was soll man mit einem nicht mehr auswilderbaren Orca machen?
Die Einschätzung ob sie wirklich nicht mehr ausgewildert werden kann sollte halt weder dem Loro Parque noch Peta obliegen auch nicht indirekt durch irgendwelche Gefälligkeitsgutachten.

Ich kann weder Peta noch Loro Parque trauen, denn beide haben ihre Agenda und neigen dazu die "Wahrheit" dieser Agenda anzupassen.

So schreibt z.B. Loro Parque in einer der zig "Gegendarstellungen"
Dann wird behauptet: „In Freiheit schwimmen Orcas über 150 Kilometer pro Tag.“ Das ist schlicht, so generalisiert ausgedrückt, falsch. Es gibt die so genannte transiente Form der Orcas, die weite Strecken zurücklegt. Orcas in Menschenobhut aber gehören zur residenten Form der Schwertwale.
Zunächst fehlt generell ein Beweis dafür und zum Anderen ist diese Behauptung im Bezug auf Morgan mal sicher gelogen.
Ehe Morgan mangels anderer Möglichkeiten dem Loro Parque übergeben wurde gab es eine Menge Versuche ihre Gruppe zu finden.
Dazu wurden u.A. katalogisierte Rückenflossenformen angeschaut, Forscher und Whalewatcher gefragt ob irgendwo ein Jungtier vermisst wird, es wurde nach Ähnlichkeit von Morgans Lautäußerungen gesucht und sogar DNA Abgleiche vorgenommen.
Letzteres zeigt eine "Teilverwandschaft" zu einigen Orca in Norwegen, ihre eigene Gruppe konnte aber nicht gefunden wurden.

Für mich ist das ein mehr als deutliches Zeichen, dass Morgan sehr wohl aus einer transienten Gruppe stammen muss.
Wäre ihr Familienverband resident, dann wäre ihre Familie mit all diesem Aufwand sehr sicher gefunden wurden.

Ich weiß nicht ob Morgan wirklich nicht mehr ausgewildert werden kann.
Mittlerweile tendiere ich dazu anzunehmen dass sie nicht mehr ausgewildert werden kann, einfach weil sie zu lange her und in einem zu kritischem Lebensalter eingesammelt wurde.

Sicher ist mal, dass nen Orca der von der Gruppe bereits aufgegeben/zurückgelassen wird zumindest zu dem Zeitpunkt wirklich keine Überlebenschance gehabt hätte ohne von menschen eingesammelt zu werden.

Aber ich denk die Idee sie wieder auszuwildern wurde zu früh verworfen bzw musste verworfen werden weil das Niederländische Delphinarium in dem sie war noch weniger in der Lage war sie unterzubringen und zu betreuen als Loro Parque.. und Loro Parque is schon schlimm..
verglichen damit wär SeaWorld golden gewesen aber abgesehen von langen Transportweg kann ich mir vorstellen, dass es aus bürokratischer Sicht nie möglich war sie aus der EU rauszubringen.

Ich stimme also zu, dass es zu keinem Zeitpunkt einen wirklich guten Weg gab mit ihr umzugehen und das auch immer so bleiben wird.

Nur bei zwei Sachen bin ich mir total sicher und maße mir auch an eine Meinung zu haben:
Zitat von FlaccoonFlaccoon schrieb:Es war/ist ein Dilemma. Was soll man mit einem nicht mehr auswilderbaren Orca machen?
Was man sicher NICHT tut, ganz besonders dann wenn man das Tier aus gesundheitlichen Gründen für "nicht auswilderbar" bezeichnet ist mit diesem Tier zu züchten.
Das mit ihrer Trächtigkeit hat einfach an viel zu vielen Stellen gestunken.
Zitat von FlaccoonFlaccoon schrieb:Ob es Morgan im Loro Parque "gut" geht ... ich weiß es nicht.
Ich kann Dir garantieren, dass es ihr da nicht gut geht.
Vernünftige Haltungsbedingungen für Orca zu schaffen ist doch generell unmöglich und auch in sozialer Hinsicht ist sie komplett am Arxxx.
Orca leben in matriarchalischen Gruppen.
Sie hätte die Gruppe ihrer Mutter zu Lebzeiten niemals verlassen und die Wege andere Gruppen bestenfalls zu Paarungszwecken
gekreuzt.
Nichts deutet darauf hin, dass Orca ein gesundes/auch nur Ansatzweise normales Sozialverhalten aufbauen können wenn sie der Geburtsgruppe entrissen und mit anderen Orca in einen Pool geworfen werden, weil Menschen entschieden haben, dass sie bunt eingesammelten Orca zum Teil völlig verschiedener Herkunft nun eine soziale Gruppe bilden sollen.

Das funktioniert ja kaum bei Haushunden oder Wölfen und deren soziale Abläufe sind weit weniger komplex als die von Orca.

Sie hat eine völlig andere Sprache und Kultur.

Also selbst abgesehen von fragwürdiger Unterbringung kann sie da ebenso wenig glücklich sein wie irgendein anderer Orca.
Orca sind meines Wissens nicht vom Aussterben bedroht, eher im Gegenteil.
Mag eine unpopuläre Meinung sein, aber vielleicht bedeutet das, dass man ein solches Tier einschläfern sollte, wenn die Rückführung in freie Wildbahn (und das heißt auch nicht "in den Ozean kippen" sondern "ihre Gruppe finden und sicherstellen, dass sie wieder angenommen wird") nicht möglich ist.


melden

Wale und Delfine

29.03.2026 um 22:58
Sicherlich habt ihr das auch schon mitbekommen, dass ein Buckelwal, Namens: "Timmy" in der Ostsee für Aufsehen erregt. Erst lag er auf einer Sandbank am Timmendorfer Strand, dann schwamm er weiter,was Hoffnung brachte und liegt jetzt erneut auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht. Sein Gesundheitszustand wird immer schlechter, Möwen pieken schon auf ihn herum und seine Schreie,die immer leiser und weniger werden, sind laut eines Bild Reporters schrecklich und gehen bis ins Mark. Zudem hat es noch ein Fischernetz im Maul. Das arme Tier, das tut mir sehr leid, das nimmt einem mit und hoffentlich gibt's doch noch ein Happyend. Manche fordern schon,dass man Timmy einschläfert, doch das wird (momentan) ausgeschlossen.
Verendet der Wal – oder kann er erlöst werden, um nicht weiter zu leiden? Dr. Stephanie Groß wird deutlich: „Es gibt einfach keine verlässliche Methode, die dieses Tier schnell und schmerzlos erlöst. Und insofern haben wir keine Möglichkeit, das Tier einzuschläfern, ohne ihm eventuell weitere Schmerzen und Leiden zuzufügen. Es ist wirklich ausdrücklich intensiv geprüft worden. Ich bin auch für den Tierschutz und fürs Tierwohl zuständig, und eine solche Maßnahme schließen wir aus.“
Quelle: https://m.bild.de/regional/ostsee/live-ticker-die-grosse-wal-rettung-vom-timmendorfer-strand-69c25182ffcdb2ce7075be7e#69c9495a80d7a94f32d325a8


https://m.bild.de/news/inland/drama-an-der-ostsee-ebbe-kurz-vor-22-uhr-geht-timmy-das-wasser-aus-69c91c0804eeb30f4b108cc3

Toll,wie der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann an ihm heran geschwommen ist und ihm Mut zugesprochen hat. Hoffentlich schafft er es. Der arme Kerl.


melden

Wale und Delfine

01.04.2026 um 13:28
Nch neusten Nachrichten hab ich gerade gehört,dass man Timmy nun schweren Herzens aufgeben wird und muss. Der Wasserpegel ist zu gering,dass er da wieder weg kommt und er ist zu schwach. Das wurde gerade in einer Pressekonferenz gesagt. Sehr traurig.... Ach Timmy .... :( :cry:


melden

Wale und Delfine

01.04.2026 um 13:32
Appell: Timmy in Ruhe sterben lassen
Auch der Experte von Sea Shepherd hat keine Hoffnung mehr. „Man sollte dem majestätischen Tier aus Pietätsgründen die Ruhe lassen, dass es in Ruhe sterben kann.“

01.04.2026 - 13:15 Uhr
Experten: Timmy wird sterben
Alle Experten sind sich einig: Timmy wird sterben – und jetzt soll er die Ruhe bekommen, um in Würde sein Leben zu beenden. Es gibt wohl keine Hoffnung mehr, dass der Wal sich aus eigener Kraft freischwimmen wird. Timmy ist mittlerweile zu schwach und krank.
Quelle: https://m.bild.de/regional/ostsee/live-ticker-die-grosse-wal-rettung-vom-timmendorfer-strand-69c25182ffcdb2ce7075be7e?isPreviewManager=true&t_ref=https%3A%2F%2Fm.bild.de%2F

:cry:


melden

Wale und Delfine

17.04.2026 um 10:29
Der Umgang mit dem Blauwal Timmy sagt viel über die menschliche Psyche aus.

Würde ein Schimpanse irgendwo eine sehr teure Rettung benötigen, würde dafür nicht vergleichbar viel Geld locker gemacht werden. Denn der Mensch hilft großen Tieren eher als kleinen Tieren.

Für einen Schimpansen, den man den Namen Timmy geben würde, würden schon eher viel Geld ausgegeben werden als für einen namenlosen Schimpansen.

Ich stehe den Rettungsaktionen für das Tier mit dem sympathischen Namen Timmy übrigens gar nicht so ablehnend gegenüber. Das viele Geld ist in Timmy sinnvoller investiert als in vielen Projekten, von denen weder die Menschheit noch die Tierwelt profitiert.


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

17.04.2026 um 22:53
Vor kurzem sind sehr interessante Forschungsergebnisse veröffentlicht worden:
Forscher haben eine faszinierende Entdeckung bei Meeressäugern gemacht. Sie untersuchten das Verhalten von Pottwalen vor der Küste der Karibikinsel Dominica – und fanden heraus, dass ihre Kommunikation strukturelle Ähnlichkeiten mit menschlicher Sprache aufweist.

Demnach können Wale deutlich komplexer kommunizieren als bislang angenommen: Die Tiere kombinieren ihre Klicklaute der Studie zufolge so, dass sie eine Art "Alphabet" bilden und Vokale erzeugen. "Die Struktur der Wal-Kommunikation weist enge Parallelen zur Phonetik und Phonologie menschlicher Sprachen auf", heißt es in der im Fachjournal "Proceedings B" veröffentlichten Studie, an der das internationale Forschungsprojekt CETI beteiligt ist.

Die kurzen Klickserien, sogenannte Codas, seien demnach weit mehr als einfache Signale. Forschende hätten festgestellt, dass Wale Tonhöhen variieren und Laute verlängern oder verkürzen, um Bedeutungen zu unterscheiden – ähnlich wie Menschen Vokale formen. Die Muster erinnerten teilweise an Sprachsysteme wie Mandarin oder Slowenisch.

[…]

Projektleiter David Gruber erklärte der britischen Tageszeitung "Guardian", es handle sich um einen "Moment voller Demut". Der Mensch sei offenbar nicht die einzige Spezies mit komplexen sozialen und kulturellen Kommunikationsformen. Wale könnten Informationen über Generationen weitergeben – möglicherweise seit Millionen Jahren.

[…]

Von einem echten Dialog zwischen Mensch und Wal sei man noch entfernt. Gruber sagte, das Ziel liege "im Bereich des Möglichen" – auch wenn man derzeit eher auf dem Niveau eines Kleinkinds kommuniziere.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_101214796/pottwale-forscher-entdecken-parallelen-zur-menschlichen-sprache.html


melden

Wale und Delfine

17.04.2026 um 23:22
@Weserdampfer
Sind das denn wirklich so "neue" Erkenntnisse? 🤔


1x zitiertmelden

Wale und Delfine

19.04.2026 um 09:01
Zitat von soomasooma schrieb:Sind das denn wirklich so "neue" Erkenntnisse? 🤔
In Sachen Forschung ist nichts wirklich immer ganz neu :'D

Aber wenn schon Wal, dann Pottwal!

Wäre vielleicht was für *tam tam* Mystery!
Laut Augenzeugenberichten sank das 27 Meter lange Schiff durch mächtige Rammstöße eines Pottwals, hier in der Schilderung von Owen Chase, Erster Offizier auf der Essex:

"Kaum waren die Worte aus meinem Mund, da stürzte er sich mit voller Wucht auf uns und rammte das Schiff mit seinem Kopf (...); der Stoß war so furchtbar und gewaltig, dass wir alle fast auf die Nase fielen. Das Schiff kam so plötzlich und heftig zum Stehen, als hätte es einen Felsen gerammt, und zitterte einige Sekunden lang wie ein Blatt. (...) Ich drehte mich um und sah ihn etwa hundert Rod [rund. 500 m, d. Red.] direkt vor uns, wie er mit doppelter Geschwindigkeit – etwa 24 Knoten – auf uns zukam, und sein Aussehen strahlte zehnfache Wut und Rachsucht aus. Die Gischt spritzte in alle Richtungen um ihn herum, während er ununterbrochen heftig mit dem Schwanz schlug. Sein Kopf ragte etwa zur Hälfte aus dem Wasser, und so kam er auf uns zu und rammte das Schiff erneut."
Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000313776/maechtige-kopfstoesse-von-pottwalen-erstmals-filmisch-dokumentiert

tadah, Moby!
Kein Seemannsgarn
Mächtige Kopfstöße von Pottwalen erstmals filmisch dokumentiert

Im 19. Jahrhundert brachten die Riesen angeblich Walfangschiffe zum Sinken, indem sie ihren Kopf als Rammbock einsetzten. Neue Filmaufnahmen werfen weitere Fragen auf
Klaus Taschwer
24. März 2026,
Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000313776/maechtige-kopfstoesse-von-pottwalen-erstmals-filmisch-dokumentiert

Dick! Moby Dick :lv:

Rambockstirn --> hölzernes Schiff --> Weltliteratur!
Die gewaltige Stirn enthält zwei große, mit Öl gefüllte Kammern, die fast ein Drittel der Länge des Wals ausmachen und das Hirn schützen, wie die damaligen Analysen ergaben.

Bleibt nur noch die Frage, ob das Versenken eines fast 30 Meter langen Schiffs durch einen Pottwal tatsächlich möglich ist. Hauptautor Alec Burslem räumt zwar ein, dass er kein Historiker sei. Dennoch steht für ihn außer Zweifel, dass die Tiere mit ihrer Rammbockstirn ein Loch in ein hölzernes Schiff schlagen können. (Klaus Taschwer, 24.3.2026)
Quelle: ebenda

So Ölkammern hätte ich auch gerne, beim allmy lesen 1!!11!!111!!!


melden