Wale und Delfine
20.04.2026 um 22:25Wenn es denn einer wäre. Es ist ein Buckelwal.Analyst schrieb am 17.04.2026:Der Umgang mit dem Blauwal Timmy sagt viel über die menschliche Psyche aus.
Wenn es denn einer wäre. Es ist ein Buckelwal.Analyst schrieb am 17.04.2026:Der Umgang mit dem Blauwal Timmy sagt viel über die menschliche Psyche aus.





Die private Initiative «Stranded No More» bestätigt, dass der Wal – den sie Hartwin nennen – in den letzten Monaten mehrfach nahe Grossbritannien, den Niederlanden und bei Dänemark gesichtet worden sei.Quelle:
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Obwohl die Initiative laut eigenen Angaben ein Projekt starten wollte, den Wal aus der Ostsee zu führen, wurde bisher nichts unternommen, ihn auf seinem Weg zu stoppen. Damit könnte sich das Szenario wiederholen, das auch bei Timmy eintraf. Der Salzgehalt in der Ostsee ist tiefer, was für Buckelwale gefährlich ist. Sollte Hartwin also tatsächlich auch noch krank sein, könnte er bald irgendwo stranden. (vro)
Ritter zufolge deute die helle Färbung des Rückens darauf hin, dass das Tier „massive Hautprobleme“ habe – eine Feststellung, die eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Schicksal von Buckelwal „Timmy“ hat, der an ganz ähnlichen Hautveränderungen litt. Der Meeresbiologe stellte außerdem fest: „Wenn sich das Tier wie berichtet immer sehr nah an der Oberfläche aufhält, deutet das auf jeden Fall auf Schwäche hin.“ Er ergänzte: „Teilweise wirkt das Tier apathisch. Das sieht nicht gut aus und kann einem nur leidtun.“ Ritter war allerdings nicht vor Ort und beruft sich bei seinen Aussagen auf das veröffentlichte Videomaterial.Quelle:

Pro Wildlife fordert ein Ende des kommerziellen Walfangs und verweist darauf, dass die aktuelle Regierung in Reykjavík ein Walfangverbot für den Herbst dieses Jahres angekündigt habe.Quelle:
Ja, hoffentlich findet nochmal ein Umdenken statt.Shiloh schrieb:Dann hoffen wir mal auf den Herbst ....
Grindwale vertreiben OrcasQuelle: https://www.stiftung-meeresschutz.org/meerestiere/orca-schwertwal/
Forscher des Islandic ORCA Project beobachten seit 2015, dass in den Gewässern vor Südisland Schwertwale vor Familienverbänden von ebenfalls zur Delfinfamilie zählenden Grindwalen (Globicephala melas) flüchten. Eine Erklärung für das Fluchtverhalten der Top-Prädatoren gibt es nicht. Die Spezialisten konnten auch beobachten, dass Grindwal-Familien aktiv Orca-Verbände jagen. Dabei stellen diese keine Gefahr für die bis zu 7 m großen Verwandten dar. Es ist nicht bekannt, dass Grindwale zum Beutespektrum von Schwertwalen gehören. „Es ist sehr ungewöhnlich, dass sie vor etwas Angst haben – oder scheinbar Angst haben“, sagte Anna Selbmann, Doktorandin an der Universität von Island, dazu im Hakai magazine.

„Schwertwale, die Spitzenprädatoren der Ozeane, reagieren auf akustische Signale von Grindwalen und nehmen deren Anwesenheit wahrscheinlich als Bedrohung wahr“, schrieb ein Team um die Meeresbiologin Anna Selbmann vom Wissenschafts- und Lernzentrum Sudurnes in Island in einem Artikel, der im Januar 2026 in Scientific Reports veröffentlicht wurde.Quelle: https://www.sciencealert.com/theres-one-creature-of-the-deep-that-can-scare-even-orcas-away
„Es bleibt jedoch unklar, warum dieser Spitzenprädator einen kleineren, scheinbar unterlegenen Angreifer meidet.“
Die Geschichte beginnt im Jahr 2012, als eine Gruppe um die Meeresbiologin Charlotte Curé eine interessante Beobachtung veröffentlichte. Das Abspielen von Orca-Rufen wirkte auf Grindwale in freier Wildbahn wie eine Art Sirenengesang, dem die Wale nicht widerstehen konnten.
Sollten sie sich in Hörweite befinden, schwammen sie auf den Schall zu.
Dann dokumentierte eine andere Gruppe unter der Leitung des Meeresforschers Renaud de Stephanis vom spanischen Nationalen Forschungsrat etwas noch Merkwürdigeres.
In einer 2014 veröffentlichten Studie stellten sie fest, dass bei jeder dokumentierten Begegnung zwischen Grindwalen und Orcas in freier Wildbahn seit 2004 die Orcas die Flucht ergriffen. Sobald Grindwale in von Orcas bevölkerten Gewässern auftauchen, wollen die Orcas dort nicht mehr sein.
Das Merkwürdige daran ist, dass es scheinbar keine plausible ökologische Erklärung dafür gibt.
Nach einer Feldstudie in der Straße von Gibraltar stellten de Stephanis und sein Team fest, dass die zwei Walarten weder um dieselbe Nahrung konkurrieren noch sich gegenseitig jagen.
Außerdem ist der Langflossen-Grindwal deutlich kleiner als der Orca. Er sollte daher keine nennenswerte Bedrohung darstellen.
Das ist allerdings nur eine Theorie. Andere Erklärungen, wie etwa Konkurrenz um Ressourcen oder der Schutz von verletzlichen Kälbern, können nicht ausgeschlossen werden.Quelle: ebd.
Dennoch steckt vielleicht eine wichtige Lektion für uns alle darin. Wenn man nicht der Größte und Stärkste sein kann, kann man seine Träume vielleicht erreichen, indem man am nervigsten ist.
Grindwale sind extrem intelligent und in der Lage, die komplexen Dialekte von Orcas perfekt nachzuahmen. Wissenschaftler vermuten, dass sie diese Laute zur Verwirrung nutzen. Orcas meiden im Normalfall die Reviere fremder Orca-Pods, um Konflikte zu umgehen – eine Taktik, die sich die Grindwale zunutze machen. Für Orcas ist ein Kampf gegen eine Übermacht mit riesigen, aggressiven Gruppen von bis zu 100 Tieren an Grindwalen einfach zu gefährlich. Selbst wenn ein einzelner Orca größer und kräftiger ist als ein Grindwal, steht das Verletzungsrisiko in keinem Verhältnis zum Nutzen. Orcas reagieren auf die Rufe von Grindwalen Forschern zufolge ähnlich gestresst wie auf die Signale von menschlichem Sonar.Fellatix schrieb:also warum?

Ich denke, das hast du perfekt auf den Punkt gebracht.orlets schrieb:Für Orcas ist ein Kampf gegen eine Übermacht mit riesigen, aggressiven Gruppen von bis zu 100 Tieren an Grindwalen einfach zu gefährlich. Selbst wenn ein einzelner Orca größer und kräftiger ist als ein Grindwal, steht das Verletzungsrisiko in keinem Verhältnis zum Nutzen

The record-breaking orca congregation was spotted in the waters of the Salish Sea, specifically in the Strait of Juan de Fuca between Washington state and Vancouver Island. Marine biologists from the Center for Whale Research and the National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) confirmed that approximately 75 orcas from at least three distinct pods were observed traveling, socializing, and hunting together. Typical orca pod sizes in this region range from 5-30 individuals, making this gathering more than double the size of normal large groups. The sighting occurred during a seasonal salmon run, which likely contributed to the unusual congregation as multiple pods converged on abundant food resources ...Quelle: https://www.animalsaroundtheglobe.com/the-largest-orca-pod-ever-recorded-off-the-u-s-coast-1-321261/
While this gathering set a record for documented orca numbers in U.S. waters, indigenous communities of the Pacific Northwest have oral histories describing similar large-scale orca congregations dating back centuries. The Lummi Nation, in particular, has traditional knowledge of “orca festivals” where many families of qwe’lhol’mechen (the orca in Coast Salish language) would gather in specific locations during particular seasons.
Historical records from early European explorers also mention large killer whale gatherings, though without the precise counting methods available today. The previous documented record for the region was a 2010 sighting of approximately 50 orcas near Vancouver Island. Globally, larger gatherings have been reported in Norwegian waters, where congregations of over 100 orcas have been documented during herring runs.
Vor der westaustralischen Küste gelang es dem Team nun, drei Angriffe zu registrieren. Einer davon fand 2021 statt, zwei im Frühling 2019. Bei einem Opfer handelte es sich sogar um ein ausgewachsenes Tier mit 18 bis 22 Metern Länge – also rund doppelt so lang wie die Räuber, die dafür durch mehrere Angreiferinnen und Angreifer punkteten: Rund ein Dutzend Orcas schloss sich für die mehr als einstündige pausenlose Jagd zusammen. Orcagruppen werden matriarchalisch vom ältesten weiblichen Tier geleitet, und Weibchen sind als Ernährerinnen der Jungen dem Forschungsteam zufolge wohl häufiger auf Beutefang – obwohl sie im Durchschnitt um etwa 20 Prozent kleiner sind als Männchen.Quelle: https://www.derstandard.de/story/2000132986061/orcas-erlegen-blauwale-in-gruppen
Als der Blauwal erlegt war, profitierten mehr als 50 Orcas (und etliche Vögel) vom üppigen Festmahl (der Bericht im "Guardian" beinhaltet ein Video). Und während sich die hungrigen Tiere das Menü überraschend friedlich teilten, bemerkte die Forschungsgruppe ein ungewöhnliches Vorgehen: Kurz vor dem Tod des Blauwals wagten sich einzelne Schwertwale ins Maul vor, um die Zunge des Blauwals zu verspeisen – der große Muskel ist offenbar eine besondere Delikatesse.
Bei diesen besonderen Ereignissen, deren Dokumentation nun gelang, handelte es sich um "das größte Raubtierereignis der Erde", sagte einer der Studienautoren, Robert Pitman von der Oregon State University – "vielleicht sogar das größte, seit die Dinosaurier nicht mehr da sind".

Ein Kurzflossen-Grindwal (Globicephala macrorhynchus) verschlingt täglich zwischen 80 und 200 Tintenfische. Das hat eine Forschungsgruppe um William Gough von der University of Hawai'i at Mānoa (USA) herausgefunden. Geht man davon aus, dass in den Gewässern um Hawaii etwa 8000 dieser Wale leben, haben sie einen Gesamtbedarf von rund 400 Millionen Tintenfischen jährlich, was schätzungsweise 90 000 Tonnen Fleisch entspricht.Quelle: https://www.spektrum.de/news/meeresbewohner-grindwale-fressen-hunderte-tintenfische-taeglich/2295374

Queen hatte erneut einen Riemenzahn-Schnabelwal entdeckt. Der gesamte Schwarm und weitere Tiere hatten sich zusammengefunden und das Tier umzingelt. Alles schien nach Plan zu laufen, bis plötzlich Chaos ausbrach: Grindwale waren eingetroffen! Normalerweise tauchen die Grindwale kurz nach der Jagd auf, doch da sich heute so viele Tintenfische versammelt hatten, schienen sie viel näher zu sein, als sie den Ruf der Orcas hörten und auf den Tumult zustürmten. Orcas und Grindwale vertragen sich in der Bremer Bay nicht gut, und als eine Wand aus über 100 Grindwalen auf den Schwarm aus Orcas und Riemenzahn-Schnabelwal zustürmte, wussten wir, dass dies eine Jagd für die Geschichtsbücher werden würde. Die Grindwale ließen nicht nach und umzingelten den schwer verletzten Riemenzahn-Schnabelwal. Zu unserem Erstaunen zogen sich die Orcas widerwillig zurück; sie schienen völlig überrascht worden zu sein.Quelle: ebd.
Einige der erwachsenen Grindwale umringten den verletzten Schnabelwal und betrachteten ihn, bevor sie sich kurz entfernten und Verstärkung herbeiriefen. Währenddessen folgten einige jüngere Mitglieder aus Queens Gruppe dem Schnabelwal leise nach Süden. Queen tat, was sie am besten kann: Sie lenkte die Grindwale ab, indem sie vor ihnen nach Westen schoss und sie in die entgegengesetzte Richtung, weg von ihrer Familie und dem Schnabelwal, lockte. Das schien kurzzeitig zu funktionieren, bis die Grindwale Queens Plan durchschauten und sich umdrehten, um zum Schnabelwal zurückzukehren und sich auf die Jagd zuzubewegen. Es war interessant zu beobachten, wie der Schnabelwal die Grindwale von hinten hörte und sich umdrehte, um auf sie zuzuschwimmen. Offenbar suchte er den Schutz und die Ablenkung, die ihnen die Grindwale zuvor geboten hatten. Es entwickelte sich zur chaotischsten Orca-Jagd, die wir je beobachtet hatten, da die aggressiven Grindwale all ihre Pläne über Bord warfen und ein heilloses Durcheinander anrichteten ...
In solchen Momenten fragen wir uns wirklich, was in den Köpfen all dieser Wale und Delfine vorgeht.Quelle: ebd.
Ein trauriger Tag für den wunderschönen weiblichen Schnabelwal. Doch wir wissen, dass er heute so vielen anderen das Leben geschenkt und seinen Zweck erfüllt hat, auch wenn wir uns wünschen, dass alle Wale und Delfine ewig leben könnten.
Orcas nutzen Werkzeuge zum gegenseitigen PutzenQuelle: https://www.spektrum.de/news/orcas-nutzen-werkzeuge-zum-gegenseitigen-putzen/2272876
Schwertwale haben eine enge Beziehung zu Artgenossen. Die Tiere jagen nicht nur gemeinsam, sondern helfen sich offensichtlich auch bei der Körperpflege.