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Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

213 Beiträge, Schlüsselwörter: UFO, Alien, Außerirdisch

Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

10.06.2020 um 19:26
Das Thema Aliens, UFOs, ausserirdische Lebensformen wird gerne lang und breit durchdiskutiert, gibt es sie, gibt es sie nicht.
Sind Sichtungen real oder Fake, etc.

Was mich an diesen ganzen Diskussionen stört, ist, dass immer von den Aliens ausgegangen wird, sie wären uns ähnlich, in Grösse und Geschwindigkeit.
Sollte es wirklich da draussen, weit entfernt von uns, anderes Leben geben, ist meine Theorie nämlich, dass sie uns eben nicht ähnlich sind:
- Sie werden in Relation zum Menschen entweder viel kleiner oder viel grösser sein, unsere 1.70 m Grösse könnten bei ihnen ein hundertstel Millimeter sein, wir würden sie gar nicht bemerken oder sie uns nicht, weil wir viel kleiner sind als sie. Unsere Erde für sie nur ein Staubkorn.
- Ihr Zeitgefühl ist anders. Was bei uns in einer Stunde passiert, ist bei ihnen der Bruchteil einer Millisekunde. Ein Gespräch mit ihnen könnte Jahre dauern, weil wir entweder zu langsam oder zu schnell sprechen. Denkt mal drüber nach.

Von daher glaube ich tatsächlich an Leben ausserhalb der Erde, aber dieses Leben kann mit uns aufgrund Grössenunterschied, Zeitunterschied, gar nicht so einfach in Kontakt treten.
Den 1.50 m Alien aus den üblichen Medien mit gleichem Zeitgefühl gibt es nicht.


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10.06.2020 um 19:49
Naja, wenn man davon ausgeht, das die eine Art Gehirn haben, das eine bestimmte Komplexität haben muß, dann muß es wohl auch ne bestimmte Größe haben, um zu funktionieren. Von daher denke ich, das die nicht viel kleiner sein können.
Ausnahme währe, sie sind so ne Art "Drohnen" (wie Ameisen. ect), die von einem Zentralgehirn gesteuert werden.
An "Riesen" mit irrsinnig großen Hirnen glaube ich auch nicht, wenn sie einen festen Körper haben sollen.
Auch hier wäre höchstens ne Art "Superhirn" in Form von Drohnen, die sich zu einem riesigen Schwarm zusammenschalten könnten denkbar.

Über unterschiedliche Zeitabläufe hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, glaube aber nicht, das es sowas gibt. Selbst irdische Tiere, die sehr "schnell" leben, müssen sich ja irgendwie mit dem irdischen Tag-Nacht-Rhythmus synchronisieren.
Und wenn die von einem Planeten stammen, dann wird der ja auch irgendwelche natürlichen Rhytmen haben, die nicht so extrem abweichen können.


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10.06.2020 um 20:00
Ich nehme an, Menschen sind einer fortgeschrittenen Spezies einfach zu dumm.


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10.06.2020 um 20:05
C4ISR schrieb:Was mich an diesen ganzen Diskussionen stört, ist, dass immer von den Aliens ausgegangen wird, sie wären uns ähnlich, in Grösse und Geschwindigkeit
Einige Wissenschaftler gehen heute nicht mehr davon aus. Leben könnte durch was anderes entstehen und nicht auf Kohlenstoffbasis. Danach wird aber weniger nach gesucht. Einfach aus dem, dass es uns so fremd ist. Wir würden es wahrscheinlich nicht erkennen.

Also fangen wir erstmal bei den einfachen Dingen an. Wir untersuchen Gesteinsplaneten die der Erde ähnlich sind.
Vomü62 schrieb:Ausnahme währe, sie sind so ne Art "Drohnen" (wie Ameisen. ect), die von einem Zentralgehirn gesteuert werden.
Sowas kann ich mir ebenfalls gut vorstellen. Allerdings glaube ich in unserer Galaxis wird es sowas nicht geben.

Vielleicht finden wir eines Tages was und wenn es nur Bakterien sind (ist momentan am wahrscheinlichsten). Das wäre schon eine kleine Sensation. :)


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10.06.2020 um 20:08
C4ISR schrieb:Sie werden in Relation zum Menschen entweder viel kleiner oder viel grösser sein
Nach den alten Felsenbildern in Yazılıkaya sind die Götter nur einen Kopf größer gewesen. Gott Šarruma (Sohn des Wettergottes Teschub) umarmt hier den hethitischen Großkönig Tudḫaliya (=Mensch).


Yazilikaya-Saruma


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10.06.2020 um 23:28
Vomü62 schrieb:Naja, wenn man davon ausgeht, das die eine Art Gehirn haben, das eine bestimmte Komplexität haben muß, dann muß es wohl auch ne bestimmte Größe haben, um zu funktionieren.
Aber warum gehen wir davon aus? Nur weil das bei uns so ist, heißt das ja nicht, dass es in anderen Teilen des Universums genauso laufen muss. Ich glaube, wenn es da etwas gibt, dann liegt es komplett außerhalb unserer Vorstellungskraft. Wir können uns Dinge ausdenken, aber selbst die basieren auf menschlichen Gegebenheiten, grade wenn man dann mit Logik argumentiert. All diese Dinge müssen anderswo aber ja gar nicht gelten.


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10.06.2020 um 23:35
MissGreen schrieb:Leben könnte durch was anderes entstehen und nicht auf Kohlenstoffbasis. Danach wird aber weniger nach gesucht. Einfach aus dem, dass es uns so fremd ist.
Eher, weil Kohlenstoff als Basis einfach am geeignesten für Lebensentstehung ist. Ob es irgendwo noch andere Lebensformen gibt, die nicht unserem herkömmlichen Verständnis von Leben entsprechen, wissen wir natürlich nicht. Genauso wenig, ob für dieses andere Bausteine zur Entstehung geeigneter sind. Wir können eben nur von dem ausgehen, was wir bisher über Leben wirklich wissen und nach diesem scheint das Universum tatsächlich kohlenstoffchauvinistisch zu sein.
Ninurta schrieb:Nach den alten Felsenbildern in Yazılıkaya sind die Götter nur einen Kopf größer gewesen. Gott Šarruma (Sohn des Wettergottes Teschub) umarmt hier den hethitischen Großkönig Tudḫaliya (=Mensch).
Was hat denn die hurritische Götterwelt mit außerirdischen Lebensformen zu tun?


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10.06.2020 um 23:49
MissGreen schrieb:Allerdings glaube ich in unserer Galaxis wird es sowas nicht geben.
Ich denke, es kann in jeder halbwegs "normalen" Galaxis alles geben, was möglich ist. Warum nicht auch nur ein paar Lichtjahre von hier entfernt? Sicherlich ist bakterienähnliches Leben am weitesten verbreitet, aber anderes wohl auch.


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10.06.2020 um 23:54
Vomü62 schrieb:Warum nicht auch nur ein paar Lichtjahre von hier entfernt? Sicherlich ist bakterienähnliches Leben am weitesten verbreitet, aber anderes wohl auch.
Ich kann mir eher weniger vorstellen, dass in unsere Nähe weitaus intelligenteres Leben als unseres existiert. Mir macht da das Fermi Paradoxon Gedanken. Sollten (oder müssten?) sie dann nicht schon längst in unserer unmittelbaren Nähe sein?


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11.06.2020 um 00:15
MissGreen schrieb:Ich kann mir eher weniger vorstellen, dass in unsere Nähe weitaus intelligenteres Leben als unseres existiert. Mir macht da das Fermi Paradoxon Gedanken. Sollten (oder müssten?) sie dann nicht schon längst in unserer unmittelbaren Nähe sein?
Eigentlich müßten "sie" schon das ganze Universum besiedelt haben, einschließlich der Erde ;)
Ich vermute ja, das "sie" keinerlei Interesse dran haben, oder es keine Technik gibt, mit sinnvollen Geschwindigkeiten ihr System zu verlassen, oder vorher über den Jordan gegangen sind.
Andrerseits finde ich auch Stephen Baxters "Xeelee"-Romane cool, in denen er von mehreren Wellen von Aliens schreibt, die seit Urzeiten unser System aufgesucht und irgendwas ausgebeutet oder anderweitig verändert haben, was wir heute als natürliche Vorkommnisse interpretieren.


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11.06.2020 um 00:49
C4ISR schrieb:Was mich an diesen ganzen Diskussionen stört, ist, dass immer von den Aliens ausgegangen wird, sie wären uns ähnlich, in Grösse und Geschwindigkeit.
Was mich stört, sind Behauptungen, daß da "immer von ausgegangen" würde.

1898 schrieb H. G. Wells seinen SciFi-Roman "Krieg der Welten", in dem Marsianer die Erde angreifen. Diese sehen aus wie ein unförmiger Kopf auf Tentakeln. Uns ähnlich geht anders.
C4ISR schrieb:- Sie werden in Relation zum Menschen entweder viel kleiner oder viel grösser sein, unsere 1.70 m Grösse könnten bei ihnen ein hundertstel Millimeter sein, wir würden sie gar nicht bemerken oder sie uns nicht, weil wir viel kleiner sind als sie. Unsere Erde für sie nur ein Staubkorn.
Solche extremen Unterschiede in den Körpermaßen wird es nicht geben. Körperzellen sind komplexe Gebilde aus diversen Strukturen, die aus Molekülen bestehen. Damit ist schon mal ne Untergrenze für Zellen erreicht. Und wenns ne komplexe Lebensform sein soll, dann sollten schon echt viele Zellen mitspielen. Und bei Intelligenz sollten ebenfalls zahlreiche Neuronen oder Neuron-öhnliche Sachen ständig miteinander verknüpft sein.

Ebenso gibts nach oben hin sinnige Grenzen. Eine simple ist die der "Integrität". Wenn ein großes Wesen z.B. hinfällt, dann geht schnell mal was zu Bruch, sehr viel schneller als wenn ne Maus stolpert. Klar, unter geringerer Gravitation sollte das doch nicht so schlimm sein, da müßte doch alles viel größer sein können. Stimmt nur nicht so simpel. Beim Hinfallen während schneller Fortbewegung wirkt nämlich weniger das Gewicht als viel mehr die Masse, und die bleibt stets gleich. Auch müssen Nährstoffe, Sauerstoff (oder Altrnativen hierzu) und manch anderes durch den Körper transportiert werden, was bei zunehmender Größe zu einer Herausforderung wird. So hat jede Art, dies zu bewerkstelligen, ihr eigenes Größenlimit. Bei Tracheenatmung z.B. wird die Luft nicht aktiv angesogen, daher kann nicht genügend Sauerstoff gewonnen werden, um tiefere Körperschichten noch zu versorgen. Daher gibt es bei Insekten udgl. keine voluminösen Körper, bei denen eine Stelle innerhalb des Körpers sagenwirmal 10cm von der Außenhaut entfernt ist. Bei Lungenatmung ist das hingegen möglich, siehe Blauwal, Elefant & co. Aber ein Limit hat jede Art der Versorgung. Und je größer ein Körper ist, desto länger sind die neuronalen Übertragungswege, sodaß Reaktionszeiten zu lang für schnelles Agieren würden.

Über Größen zwischen Maus und Wal würd ich mit mir reden lassen, aber schwerlich über etwas mehrere Größenordnungen darüber oder darunter.
C4ISR schrieb:- Ihr Zeitgefühl ist anders. Was bei uns in einer Stunde passiert, ist bei ihnen der Bruchteil einer Millisekunde. Ein Gespräch mit ihnen könnte Jahre dauern, weil wir entweder zu langsam oder zu schnell sprechen. Denkt mal drüber nach.
Auch da sehe ich die Physik dagegen. Wenn ich das Gleichgewicht verliere, setzt mir die Physik enge Grenzen, wie viel Zeit ich mir mit ner Gegenreaktion lassen darf, um nicht hinzuknallen. Wenn ich erst in drei Tagen bemerke, daß ich unter nem fallenden Baum stehe oder ins Wasser falle, dann wars das. Na und auch in Sachen fast forward gibts Limits. Damit mein Hirn was bemerkt, das um mich herum geschieht, brauch ich Sinnesorgane sowie Nervenbahnen hin zum ZNS. Daß die Rezeptoren meiner Augen was aufnehmen, daß die Nerven das weitertragen, daß mein Gehirn das zu nem Bild, zu nem Geräusch udgl. für mich bastelt, dafür laufen an jeder der genannten Örtlichkeiten chemische Prozesse ab, und die brauchen nun mal ihre Zeit. Is nicht so, als ginge das auf nem anderen Planeten schneller.
C4ISR schrieb:Denkt mal drüber nach.
Darüber nachdenken ist was anderes als sich was nur auszudenken. Es bedeutet, es durchzudenken. Die Möglichkeiten und Grenzen zu erfragen und abzuklopfen.
C4ISR schrieb:Den 1.50 m Alien aus den üblichen Medien mit gleichem Zeitgefühl gibt es nicht.
Der ist weitaus wahrscheinlicher als das, was Du da vorstellst.


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11.06.2020 um 08:14
Die Erde ist wahrscheinlich aufgrund der allseits prekären Lage mit einer Reisewarnung versehen worden. Nur manchmal verstoßen ein Paar Neugierige dagegen und die sieht man dann hier rumfliegen. Manchmal nehmen die auch einen von uns mit an Bord um zu gucken was mit uns nicht stimmt.


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Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

11.06.2020 um 09:50
Luminita schrieb:Aber warum gehen wir davon aus? Nur weil das bei uns so ist, heißt das ja nicht, dass es in anderen Teilen des Universums genauso laufen muss. Ich glaube, wenn es da etwas gibt, dann liegt es komplett außerhalb unserer Vorstellungskraft. Wir können uns Dinge ausdenken, aber selbst die basieren auf menschlichen Gegebenheiten, grade wenn man dann mit Logik argumentiert. All diese Dinge müssen anderswo aber ja
Sorry aber sämtliche Vermutungen von super groß oder super klein oder super anders klappen nicht...

Einfach weil die Physik im ganzen Universum gültig ist und sich daraus alles ableitet.


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Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

11.06.2020 um 10:52
Fedaykin schrieb:Sorry aber sämtliche Vermutungen von super groß oder super klein oder super anders klappen nicht...

Einfach weil die Physik im ganzen Universum gültig ist und sich daraus alles ableitet.
Das sagst du so, aber beleg das mal. Ich hab keine Ahnung davon, aber wir sprechen hier ja vom Universum. Von dem wir doch nur einen winzigen Bruchteil kennen. Ich finde es nun nicht unwahrscheinlich, dass in anderen Teilen dessen ganz andere Gesetze gelten.


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Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

11.06.2020 um 10:53
Luminita schrieb:Aber warum gehen wir davon aus?
Weil Biologie immer auf die vor Ort herrschenden chemischen Bedingungen zurückgreifen muss und diese sind von den vor Ort vorhandenen physikalischen Bedingungen abhängig. Ergänzend zu Pertis Ausführungen könnte auf einem sehr viel kälterem und trockenerem Planeten durchaus Silizium anstatt Kohlenstoff als Basis für Leben dienen. Dieses Leben könnte sich aber aufgrund der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Siliziums nie so hoch entwickeln weil es ein sehr langsames Leben wäre.


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Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

11.06.2020 um 11:22
Luminita schrieb:Ich finde es nun nicht unwahrscheinlich, dass in anderen Teilen dessen ganz andere Gesetze gelten.
Bis jetzt gibt es wohl keine Belege dafür. Wie sollte sich auch ein Universum entwickeln, in dem verschiedene, sich gegenseitig ausschließende, Naturgesetze herrschen?
Selbst wenn sie Moment des Urknalls da gewesen wären, würden die sich wohl irgendwie "bekämpfen", bis nur noch die übrig waren, die jetzt noch existieren. Es wird davon ausgegangen, das nach dem Urknall Materie und Antimaterie zu fast gleichen Teilen entstanden, die sich aber sofort wieder gegenseitig ausgelöscht haben. Wikipedia: Antimaterie#Antimaterie_im_Universum
Und so ähnlich dürfte es wohl m.M. nach auch bei Naturgesetzen sein, falls es jemals gegensätzliche gegeben hat.


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Warum es noch keinen offiziellen Kontakt zu Außerirdischen gab

11.06.2020 um 11:58
Luminita schrieb:Das sagst du so, aber beleg das mal. Ich hab keine Ahnung davon, aber wir sprechen hier ja vom Universum. Von dem wir doch nur einen winzigen Bruchteil kennen. Ich finde es nun nicht unwahrscheinlich, dass in anderen Teilen dessen ganz andere Gesetze gelten
Worauf basiert deine Annahme? Nix deutet darauf hin das im Universum die Naturkonstanten anders sind?


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11.06.2020 um 14:39
Roscher schrieb:Ergänzend zu Pertis Ausführungen könnte auf einem sehr viel kälterem und trockenerem Planeten durchaus Silizium anstatt Kohlenstoff als Basis für Leben dienen.
Da frage ich mal nach, wie das denn zustandekommen soll. Bis jetzt ist mir da noch kein plausibles Szenario untergekommen.


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11.06.2020 um 14:56
Mutagenius schrieb:Da frage ich mal nach, wie das denn zustandekommen soll. Bis jetzt ist mir da noch kein plausibles Szenario untergekommen.
Das ist ja auch bisher noch niemandem untergekommen. Es wird aber viel danach gefragt ob sich ein anderes Element als der Kohlenstoff als Träger von Leben eignet. Nähme man (Achtung konjunktiv) jetzt Silizium als Basis müssten andere Umweltbedingungen vorherrschen, z.B. weniger Sauerstoff und Wasserstoff bei niedrigeren Temperaturen damit die Siliziummoleküle sich nicht von selbst in die Luft jagen. Silizium kann lange Molekülketten bilden und die brauchts nun mal um einen Organismus zu bilden, es bräuchte aber auch andere Umweltbedingungen, z.b. deutlich kälter als bei uns. Ob es im Endeffekt Leben auf Siliziumbasis gibt weiß niemand.


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11.06.2020 um 15:22
Roscher schrieb:Silizium kann lange Molekülketten bilden und die brauchts nun mal um einen Organismus zu bilden, es bräuchte aber auch andere Umweltbedingungen, z.b. deutlich kälter als bei uns.
Meine Frage läuft darauf hinaus, wie sich die Rohstoffe für eine Siliciumchemie überhaupt auf einem Himmelskörper anreichern können, da Silicium eine vielfach höhere Bindungsaffinität zu Sauerstoff hat als zu Wasserstoff. Was ich bislang dazu herausfinden konnte, scheitert schon von den Grundvoraussetzungen her.

Entweder der Himmelskörper ist kalt genug und wasserfrei - dann fehlt die Flüssigkeit, wo sich Silane (Siliciumwasserstoffe) anreichern und miteinander zu größeren Ketten regieren könnten. Methan oder Ethan sind hier keine plausiblen Kandidaten, da sie kohlenstoffhaltig sind und darum in Konkurrenz zu Silicium stehen.

Oder aber der Himmelskörper ist wasserfrei, weil er entweder zu klein ist, um Wasser zu halten (dann hätte er auch keine Atmosphäre, die man als Schutzschicht benötigen würde) oder er wäre zu heiß, um Wasser als Flüssigkeit zu halten - was dann aber schlecht für die Bildung von Kettenmolekülen auf Siliciumbasis wäre.

In der Regel sind kalte Himmelskörper jenseits der "Schneegrenze", wo Wasser im Überfluss vorhanden ist, so dass sich dort dann auch keine Silane anreichern würden, weil sie mit dem Wasser (auch als Eis) zu Kieselsäure reagieren würden, die nicht zur Kettenbildung geeignet ist. Bei Planeten, die ursprünglich trocken gewesen sind, aber dann nach außen in kalte Bereiche migriert sind, gelangt über Meteoritenmaterial neben Silikaten (also wiederum Kieselsäureverbindungen, die als Mineral vorliegen und nicht zur Kettenbildung geeignet sind) auch Wassereis auf die Oberfläche, die eine Silananreicherung verhindern würden.

Mir ist noch keine Arbeit bekannt geworden, wo diese prinzipiellen Probleme plausibel lösbar dargestellt wurden. Darum meine Frage, wie das denn überhaupt funktionieren soll, dass siliciumbasiertes Leben entstehen könnte.


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