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Wie bewertet ihr die aktuelle Feminismus-Bewegung/Debatte?

37 Beiträge, Schlüsselwörter: Feminismus

Wie bewertet ihr die aktuelle Feminismus-Bewegung/Debatte?

10.07.2014 um 21:59
Ich bin absolut für Gleichberechtigung und gleiche Bezahlung von Frauen.

Allerdings nerven mich Entwicklungen, wenn ,,Gleichberechtigung" umschlägt in ,,Unterdrückung von Männern", in Verachtung und Lächerlichmachen dessen, was als typisch männlich gilt.

Oder solche dämlichen Aktionen, wie diese FEMEN-Bewegung. Kann nichts sinnvolles oder politisches daran erkennen, mit nackten Titten irgendwo kreischend rumzuhüpfen :D

Und dann auch noch in Kirchen oder in Ländern mit muslimischer Mehrheit...
Es wird nicht gesehen, dass das für manche Menschen stark beleidigend ist - und dann wundern sich betreffende Aktivisten auch noch, wenn sie festgenommen werden.


Am geilsten finde ich allerdings, wenn man so gegen Sexismus und Objektivierung von Frauen protestieren will :D


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10.07.2014 um 23:24
@Kc
Kc schrieb: in Verachtung und Lächerlichmachen dessen, was als typisch männlich gilt.
Schau mal den Artikel, den ich verlinkt habe. Da wird genau das thematisiert, und auch die Gründe genannt, warum Männlichkeit bekämpft wird und der weiße heterosexuelle christliche gesunde und starke Mann immer als das ultimativ Böse dargestellt wird.


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11.07.2014 um 08:55
Ich hasse diese modernen Feministinnen, welche heutzutage in der Mittagspause beim Starbucks auf Tumblr darüber herziehen, wie ein Mann ihnen doch glatt die Tür aufhalten wollte oder ihnen angeboten hat, die Tasche zu tragen! :o


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15.07.2014 um 23:35
Himeros schrieb am 11.07.2014:Ich hasse diese modernen Feministinnen, welche heutzutage in der Mittagspause beim Starbucks auf Tumblr darüber herziehen, wie ein Mann ihnen doch glatt die Tür aufhalten wollte oder ihnen angeboten hat, die Tasche zu tragen! :o
Manche sagen ja das sei schon Vergewaltigung, wenn du einer Frau die Tür aufhälst. Wie fühlt sich da jemand der wirklich Opfer einer Vergewaltigung war, wenn er so eine Scheiße zu hören bekommt??


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16.07.2014 um 00:00
@jimmy82
jimmy82 schrieb:Wie fühlt sich da jemand der wirklich Opfer einer Vergewaltigung war, wenn er so eine Scheiße zu hören bekommt??
...vermutlich nicht gut... :/ ...aber diesbzgl. (mißbrauch mit der ganzen thematik) gibt es ja genügend beispiele (wenn man einmal verstärkt abseits der "standardmedien" schaut) ...ein beispiel (aus einem "standardmedium")...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vorwurf-der-vergewaltigung-deutsche-soll-scheich-erpresst-haben-a-981051.html

...aber gibt ja auch genügend andere vorfälle z.B. freund betrogen und als ausrede benutzt, "freund" hat nicht zurück geschrieben (in diesem beispiel entschuldigte sich gar der bewusst falsch beschludigte (--> was der feminimus nicht für blüten treibt)), aufmerksamkeit...etc.pp...könnte man denke ich ziemlich lange weiter treiben...


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16.07.2014 um 00:56
Bin W und halte den jetzigen Feminismus grösstenteils für Positiv, das einzigste was mich stört ist die Prüderei und die ganze Antiporno Einstellung-


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16.07.2014 um 01:11
@Flatterwesen
Die "Antiporno"-Einstellung hat nichts mit Prüderie zu tun.


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16.07.2014 um 01:16
@probiotic
Ich habe persönliches nichts gegen legale Pornos, auch wenn ich eher feministisch bin teile ich die Einstellung im Bezug auf Pornos und co. nicht so. Letztendlich kämpft man dafür das Frauen ihren Lebensweg alleine bestreiten und selber entscheiden können. Das beinhaltet auch das wenn eine Frau sich entscheidet eine Pornodarstellerin zu sein, das dies ihr gutes recht solange das alles freiwillig von statten sehe ich nichts wirklich schlimmes darin.


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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16.07.2014 um 07:29
probiotic schrieb am 08.07.2014:Über Frauenquote jammern aber nicht checken, dass eine fest etablierte Männerbevorzugung herrscht. :o) Wenn die nur wegen ihres Pimmels angestellt werden, ist es auch nicht dramatisch, wenn Frauen wegen ihrer Titten angestellt werden.
und genau deswegen nimt niemand feministen ernst..
niemand wird eingestellt weil er einen penis hat. die werden eingestellt weil sie auf en richtigen schulen waren und später auf der richtigen uni. die netzwerke sind auch relativ unabhängig vom geschlecht, nur bisher sind deutlich mehr männer teil dieser seilschaften da frauen häufig von ihren familien nicht so gefördert werden. männer aus der falschen schicht werden genauso benachteiligt wie die meisten frauen.
Flatterwesen schrieb:Bin W und halte den jetzigen Feminismus grösstenteils für Positiv, das einzigste was mich stört ist die Prüderei und die ganze Antiporno Einstellung-
ach die ist doch halb so wild. viele menschen sind aus idioitischen gründen gegen nacktheit und pornographi, da fallen die feministinnen gar nicht mehr auf.
Flatterwesen schrieb:Das beinhaltet auch das wenn eine Frau sich entscheidet eine Pornodarstellerin zu sein, das dies ihr gutes recht solange das alles freiwillig von statten sehe ich nichts wirklich schlimmes darin.
frauen sind auch die deutlich erfolgreicheren pornodarsteller. die männer sind sehr austauschbar, mit den künstlernamen der frauen verkauft man vielfach die produkte.




ins gesamt muss ich sagen das feministinnen nerven, aber das tun die meisten deppen, wirklich schlimm finde ich es nur wenn es über die strenge schlägt wie bei trickbetrügerin anita oder bei dieser schrecklichen antidemokratin alice...


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16.07.2014 um 13:16
@jimmy82
Ein erfolgreicher Mann ist nach deiner Definition einer, der " die Dinge anpackt und regelt und was drauf hat". Ich bin nicht dran interessiert, dir das Wort im Munde umzudrehen, aber heißt das, dass diese Kriterien NICHT für eine erfolgreiche Frau gelten? Ist dann eine erfolgrieche Frau eine, die schön die Beine breit macht, ein Rezeptbuch auswendig kann und zwischen den Mahlzeiten gebärt? Natürlich meinst du das nicht, nehme ich zu deinen Gunsten an.

Meinst du echt, eine aufgeklärte, moderne Frau, die auch als dem Mann gleichberechtigt behandelt werden möchte und so ein selbstbestimmtes Leben führen möchte, hat Interesse an einem Kerl, der eine Art Ersatzvater-Rolle für sie einnimmt?
Mir ist schon klar, dass es Frauen gibt, die auch so ticken, aber das ist in meinen Augen heutzutage noch die Schuld der Hirnverheerer, die es nie zulassen würden, dass sich unsere Gesellschaft mal flächendeckend in Richtung mündiger, aufgeklärter Bürger entwickeln würde.

Mit der Natur zu argumentieren ist doch eher seicht: In den westlichen Wohlstandsstaaten haben wir uns so weit von der Natur entfernt, dass wir deren Druck nicht mehr ausgesetzt sind. Zumindest ist es in meinem Bekanntenkreis schon lange nichtmehr vorgekommen, dass einer seine Familie vor Raubtieren oder Nomaden beschützen musste und auch das mächtige Mammut musste von noch keinem, den ich kenne, gejagt und erlegt werden ;-).
Und dem bestehenden, gesellschaftlichen Druck müssen Frauen genau wie Männer entgegentreten. Dass das nicht jeder erfolgreich kann, ist fakt. Aber auch da würde ich nicht behaupten wollen, dass sowas eher Frauen passiert.

Und selbst wenn: Warum sollte diese Aufgabe nur dem Mann zufallen? Haben Frauen in der Geschichte nicht auch bewiesen, dass sie all das archaische Zeug draufhaben, dass klassisch immer den Männern zugeschrieben wird? Schwere Feldarbeit, ganze Nationen aus Schutt und Staub wieder aufbauen, als Kombatanten in Feldzügen quer durch die Historie teilnehmen, Erfindungen machen, Revolutionen anführen, all das haben Frauen auch schon gemacht. Und nicht nur einzelne.

Ich finde es wichtig, dass man sich im Hinterkopf behält, dass wir alle zu einer Art gehören.


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16.07.2014 um 22:46
@Flatterwesen
Flatterwesen schrieb:Bin W und halte den jetzigen Feminismus grösstenteils für Positiv,
...da es @probiotic scheinbar nicht möglich ist mit etwas mehr inhaltfüllenden zu kommen ist es vielleicht dir möglich dich ein wenig ausführlicher auszudrücken...:ask:...


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16.07.2014 um 22:59
@schleim-keim
schleim-keim schrieb:die es nie zulassen würden, dass sich unsere Gesellschaft mal flächendeckend in Richtung mündiger, aufgeklärter Bürger entwickeln würde.
Kann eine solche Entwicklung etwa tatsächlich geschehen, wenn durch Mechanismen wie die Frauenquote eine unfaire Benachteiligung, die (vermeintliche) Bevorzugung von Männern in manchen Berufsfeldern, durch eine andere, unfaire Benachteiligung, die Bevorzugung von Frauen, ersetzt wird?

Sollte man nicht Benachteiligungen beziehungsweise Diskriminierungen ABSCHAFFEN, anstatt nur die Benachteiligten auszutauschen?

Und kann eine solche Entwicklung dadurch geschehen, dass so genannte, typisch männliche Eigenschaften und Verhaltensweisen als chauvinistisch gegeisselt, verlacht und verdrängt werden, während man ,,typisch weibliche Tugenden" preist, die da angeblich an sich Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Organisationstalent etc. sind?
schleim-keim schrieb:Mit der Natur zu argumentieren ist doch eher seicht: In den westlichen Wohlstandsstaaten haben wir uns so weit von der Natur entfernt, dass wir deren Druck nicht mehr ausgesetzt sind.
Wir leben nicht mehr direkt in einer ,,feindlichen Natur". Allerdings sind wir als Menschen immer noch Lebewesen und als solche Teil der Natur und die Natur ist Teil von uns.

Ist es nicht irgendwo paradox und auch erschreckend, wie sehr wir versuchen, uns gegen natürliche Gegebenheiten zu wehren, indem wir praktisch anstreben, Männer und Frauen nicht Gleichberechtigung, sondern Gleichmacherei zu Teil werden zu lassen?
Statt zu akzeptieren, dass Männer und Frauen in ihrer Natur und Persönlichkeit gewisse Unterschiede haben, einzigartige Tugenden, die sie doch gerade toll und wertvoll machen, sowohl für die direkte Partnerschaft, als auch für die Gesellschaft?

Also ich spreche mich weiterhin dafür aus, dass Frauen Frauen und Männer Männer sein sollen, entsprechend ihrer Natur.

Ich möchte keine ,,Männer mit Möpsen" und ,,Frauen mit Eiern", muss ich sagen :D


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17.07.2014 um 10:50
@Kc
Ist es nicht irgendwo paradox und auch erschreckend, wie sehr wir versuchen, uns gegen natürliche Gegebenheiten zu wehren, indem wir praktisch anstreben, Männer und Frauen nicht Gleichberechtigung, sondern Gleichmacherei zu Teil werden zu lassen?
Statt zu akzeptieren, dass Männer und Frauen in ihrer Natur und Persönlichkeit gewisse Unterschiede haben, einzigartige Tugenden, die sie doch gerade toll und wertvoll machen, sowohl für die direkte Partnerschaft, als auch für die Gesellschaft?
Genau DAS ist diese Hirnverheererei, von der ich sprach:
Es gibt biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau und dementsprechend auch Unterschiede in den Bedürfnissen. Absolut richtig, würde ich nie dagegen argumentieren. Bis dahin, so gebe ich dir Recht, hat die Natur auch definitiv noch Einfluss auf den Menschen.
ABER: Das Männer und Frauen von der Natur unterschiedliche Persönlichkeiten bzw. "Tugenden" bekommen haben, ist stereotyp und unsinn. Die Aufteilung, wie wir sie heute haben, ist ein gesellschaftliches Konstrukt. Und da sage ich, dass es unsinnig ist, daran festzuhalten. Was geht uns denn verloren, wenn Männer und Frauen einfach sind, wie sie sein möchten und sich nichtmehr irgendwelchen medial verbreiteten Wunschvorstellungen oder Traditionsbildern entsprechen? Ich würde sagen, uns würde mal der Muff verloren gehen, der in diesem System steckt und das wäre echt mal gut. Heißt ja nicht, dass niemand mehr nach der tradition leben darf. Aber dass es gesellschaftlich akzeptiert ist, auch anders zu leben. Auch wenn das heißt, dass man sich eben garnichtmehr über sein Geschlecht definiert.

Kc ich stimme dir auch weiterhin zu, dass Gleichberechtigung niemals Gleichmacherei sein darf, das wäre billig (und passiert leider schon zu oft). Allerdings würde ich nicht sagen, dass sich das Lied "Woman is the nigger of the world" von John Lennon in unserer Zeit ins Gegenteil verkehrt hätte. Das wäre übertrieben und würde schlicht und ergreifend nicht stimmen.
Kc schrieb:Also ich spreche mich weiterhin dafür aus, dass Frauen Frauen und Männer Männer sein sollen, entsprechend ihrer Natur
Ihrer "Natur" nach (also biologisch) werden sie das auch bleiben. Aber der gesellschaftliche Druck, eines von beiden sein zu müssen, bzw. in das Rollenverständnis, dass andere haben, reinpassen zu müssen, das passt nicht.
Kc schrieb:Ich möchte keine ,,Männer mit Möpsen" und ,,Frauen mit Eiern", muss ich sagen
... ja, genau darum ging es. Wenn man mich bitte entschuldigen würde, ich trink jetzt erstmal ne Flasche Rohrreiniger ...


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17.07.2014 um 11:12
@schleim-keim


Was verloren geht, wenn wir uns diesem ,,jeder soll doch machen, was und wie er lustig ist" grenzenlos hingeben, ist meiner Meinung nach die Stabilität der Gesellschaft.

Menschliche Gesellschaften leben seit Urzeiten von Aufgabenverteilung und von Rollen, wenn man das so nennen möchte.

Dass jeder wusste, was er zu tun hatte, sorgte für Stabilität und Sicherheit. Man konnte sich darauf verlassen, dass XY dies und jenes für einen selbst und die ganze Gemeinschaft erledigen würde, während man selbst wiederum seine Tätigkeiten entsprechend für diese Person und die Gemeinschaft ausführen würde.

Diese Stabilität und Selbstverständlichkeit schwindet aber, wenn jeder tun dürfen soll, was ihm gefällt.


Aber gut, das ist ja jetzt noch nicht so schlimm - ich würde keinem verbieten, einen bestimmten Job zu erlangen, eine bestimmte Position. Wenn eine Frau gerne Managerin eines Weltkonzerns sein möchte, soll sie das doch tun, ist ja ihre Entscheidung.


Ich glaube allerdings weiterhin, dass es typisch männliche und typisch weibliche Eigenschaften und Tugenden gibt. Und das finde ich nicht negativ, sondern positiv. Wir sollten dies wertschätzen, statt zu versuchen, dies zu bekämpfen und meinetwegen Frauen das ,,Frausein" und Männern das ,,Mannsein" abzuerziehen, weil ersteres ihre Möglichkeiten nur beschränken würde und letzteres ja nur dummer Chauvinismus sei.


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17.07.2014 um 13:55
@Kc
Kc schrieb:,,jeder soll doch machen, was und wie er lustig ist"

Das ist eine vollkommen unpassende Pauschalisierung, denn es geht bei diesem Thema nicht darum, wie man einen Hut tragen möchte oder ob man gern zwei unterschiedlich farbige Socken trägt.
Das Eine bedeutet Freiheit. Und zwar die Freiheit, der Mensch zu sein, der man sein möchte und sich nicht an überkommenen Rollenverständnissen orientieren zu MÜSSEN (es aber durchaus zu dürfen, wenn man das möchte).
Das Andere bedeutet Sicherheit. Sicherheit, dass man sich nicht mit neuen Gedanken beschäftigen muss und weiterhin pauschal über alles lachen und mit dem Finger drauf zeigen darf, was nicht in die Normalität passt. Und darüber Einschränkung.
Kc schrieb:Menschliche Gesellschaften leben seit Urzeiten von Aufgabenverteilung und von Rollen
Genau. Und seit Urzeiten muss der Mensch wissen, wo oben und unten ist, wer Herr und wer Knecht ist. Wer ein Leben in Luxus führen darf und wer sein Leben lang nur scheiße fressen muss.
Sag, ist die Verteilung von Rollen und Aufgaben seit Urzeiten gerecht? Und ist die Tatsache, dass etwas schon seit Urzeiten so ist, eine Legitimation?
Ich sage nicht, dass ein soches System nicht funktionieren kann. Man sieht es ja, wie du schon sagst: Es funktioniert.
Aber ich gehe nicht mit, dass es so funktionieren sollte und ganz sicher gehe ich nicht mit, dass es gerecht ist.
Ist es wirklich so wichtig, WER etwas macht?

Was geht denn in einer Beziehung kaputt, wenn der Mann kocht, die Frau arbeitet, beide sich um die Kinder kümmern?
Hebt es die Gesellschaft aus den Angeln, wenn eine Frau auch mal der starke Part in einer Beziehung ist?
Muss die Frau unter dem Mann stehen, damit die gepriesene Ordnung funktioniert?

Ich glaub, oftmals ist der Denkfehler, dass Leute meinen, in der neuen Zeit(so man es so bezeichnen möchte... mir ist jetzt grad nichts besseres eingefallen) gibt es einfach einen Rollentausch und das wars. Männer sind dann die neuen Frauen und Frauen die neuen Männer.
In Wahrheit geht es nur ums Leben und Leben lassen. Dass man andere Lebensentwürfe als ebenbürtig betrachtet und nicht alles mit dem Gedanken im Hinterkopf betrachtet, ob es in eine "heile-Welt"-Normalität passt, die (seien wir doch mal ehrlich) es nicht gibt und nie gegegeben hat.


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17.07.2014 um 14:19
@schleim-keim
schleim-keim schrieb:Genau. Und seit Urzeiten muss der Mensch wissen, wo oben und unten ist, wer Herr und wer Knecht ist. Wer ein Leben in Luxus führen darf und wer sein Leben lang nur scheiße fressen muss.
Sag, ist die Verteilung von Rollen und Aufgaben seit Urzeiten gerecht? Und ist die Tatsache, dass etwas schon seit Urzeiten so ist, eine Legitimation?
Der Mensch braucht Orientierung, um sich sicher zu fühlen und funktionieren zu können.
Er braucht Ordnung.

Es ist völlig okay, dass es Aufstiegsmöglichkeiten gibt, das finde ich auch richtig. An dieser Stelle verweise ich auch mal darauf, dass wir ja nun kein indisches Kastensystem haben, also zu sehr muss man das auch nicht dramatisieren, dass manche Leute vermögender sind, als andere.

Auch, wenn es ein beliebter Mythos ist, sind die so genannten Reichen keineswegs alle nur durch Erbe reich geworden oder durch Ausbeutung. Oft steckt da eine Menge harter Arbeit hinter, sowie Glück.
Einige der reichsten Männer der Welt haben ziemlich weit unten angefangen.

Mit einem ,,du bist als Arbeiter geboren und bleibst Arbeiter" hat das nichts zu tun.

Man braucht für alle Aufgaben, die in der Gesellschaft anfallen, Leute.

Wenn alle sagen würden:,,Nee, ich räume keinen Müll weg, wer bin ich denn...", dann würden wir in Rekordzeit in Müll ersticken.
schleim-keim schrieb:Sag, ist die Verteilung von Rollen und Aufgaben seit Urzeiten gerecht?
,,Gerechtigkeit" ist hier die falsche Kategorie :D

Es geht nicht um Gerechtigkeit, sondern zunächst mal darum, dass Aufgaben erledigt und Rollenbilder erfüllt werden müssen zum Wohle der Gemeinschaft.

Schmeißen wir alles um und pflegen eine Kultur des ,,jeder macht, was er will", dann schädigt dies die Stabilität der Gemeinschaft, was letztendlich den meisten Leuten schaden wird und woraus die ohnehin schon starken Persönlichkeiten wiederum als Sieger hervorgehen werden, während ,,Schwächere" die Nachteile abbekommen.

Denn man sollte nicht vergessen, dass die relativ stabile Gesellschaft in Deutschland es überhaupt erst vielen schwächeren Persönlichkeiten ermöglicht hat, ein angemessenes und sicheres Leben zu führen und es zu etwas zu bringen.

Die Diskussion um Gerechtigkeit ist eine rein philosophische Diskussion. Praktisch zählt nur: Dies und jenes muss von irgendwem getan werden.
schleim-keim schrieb:Und zwar die Freiheit, der Mensch zu sein, der man sein möchte und sich nicht an überkommenen Rollenverständnissen orientieren zu MÜSSEN (es aber durchaus zu dürfen, wenn man das möchte).
Warum sind denn traditionelle Rollenverständnisse für Männer und Frauen überkommen?
Weil sie dir nicht passen? Vielleicht liegt ja der Grund für das Bestehen oder den langsamen Wandel von Geschlechterrollen auch darin, dass sie zum Wohle der Gesellschaft funktionierten?

Und zum Wohle der Gesellschaft muss auch der Einzelne zurückstecken und kann nicht immer genau das tun, was er gerne möchte.

Was Tradition ist, ist nicht automatisch schlecht, wie es heute jedoch vielfach propagiert wird.
Man könnte oft den Eindruck bekommen, dass ,,traditionell" gleichgesetzt wird mit ,,negativ".

Dabei lautet die Frage: Wieviel Individualität verträgt eigentlich die Gemeinschaft?
schleim-keim schrieb:Was geht denn in einer Beziehung kaputt, wenn der Mann kocht, die Frau arbeitet, beide sich um die Kinder kümmern?
Hebt es die Gesellschaft aus den Angeln, wenn eine Frau auch mal der starke Part in einer Beziehung ist?
Muss die Frau unter dem Mann stehen, damit die gepriesene Ordnung funktioniert?
In einer Beziehung geht überhaupt nichts kaputt unter diesen Bedingungen :D
Warum auch?

Das ist aber eine andere Ebene, als die gesamtgesellschaftliche Ebene.

Ich betrachte es als kritisch, dass sowohl in Politik als auch Wirtschaft immer stärker so getan wird, mit Frauenquoten, mit Statements etc., als ob Frauen per se besser seien, als Männer.
Unter Gleichberechtigung verstehe ich gleiche Chancen für Männer und Frauen in Jobs, nicht:,,Frauen sind besser und müssen bevorzugt werden!"

Zu dem Spruch mit dem ,,die Frau muss unter dem Manne stehen" sage ich jetzt mal nichts, das finde ich albern.
schleim-keim schrieb:In Wahrheit geht es nur ums Leben und Leben lassen. Dass man andere Lebensentwürfe als ebenbürtig betrachtet und nicht alles mit dem Gedanken im Hinterkopf betrachtet, ob es in eine "heile-Welt"-Normalität passt, die (seien wir doch mal ehrlich) es nicht gibt und nie gegegeben hat.
Klingt ja ganz nett.
Aber hat auch etwas von einer verantwortungslosgen Lässigkeit, nach dem Motto:,,Geht mich doch nichts an, was andere machen..." - kann man so denn eine Gesellschaft formen und mitgestalten, wenn die einzige, feste Vorstellung ist, keine festen Vorstellungen von der Gesellschaft zu haben?

Das ,,heile-Welt-Denken" findet sich doch gerade dann, wenn man einfach hofft, dass die Gemeinschaft auch so funktioniert, ohne Vorgaben ;)


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Billy73
ehemaliges Mitglied

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18.03.2015 um 09:41
südamerika hat sich vorgenommen feministischer zu werden. dazu gehört, dass mord an einer frau schlimmer zu bewerten ist als an einem mann.

leider nur in englisch:

http://www.reuters.com/article/2015/03/10/us-brazil-femicide-women-s-rights-idUSKBN0M61WV20150310
BOGOTA (Thomson Reuters Foundation) - Brazil, where a woman is killed every two hours, is imposing tougher punishments on those who murder women and girls, as part of a government bid to stem a rise in gender killings.


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